{"id":14709,"date":"2012-01-18T10:14:21","date_gmt":"2012-01-18T09:14:21","guid":{"rendered":"http:\/\/mentoring4u.de\/?p=14709"},"modified":"2012-07-01T11:32:37","modified_gmt":"2012-07-01T09:32:37","slug":"nur-eine-gesetzliche-frauenquote-kann-die-mannerwirtschaft-kurzfristig-und-wirksam-aufbrechen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/2012\/01\/18\/14709\/nur-eine-gesetzliche-frauenquote-kann-die-mannerwirtschaft-kurzfristig-und-wirksam-aufbrechen\/","title":{"rendered":"Nur eine gesetzliche Frauenquote kann die M\u00e4nnerwirtschaft kurzfristig und wirksam aufbrechen"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-weight: normal;\"> <\/span><\/h1>\n<p><strong><em>Frauen sind in den F\u00fchrungsetagen der deutschen Wirtschaft auch heute noch eklatant unterrepr\u00e4sentiert. Die 10\u00a0Jahre alte, freiwillige Vereinbarung der Bundesregierung mit den Spitzenverb\u00e4nden der Wirtschaft, f\u00fcr mehr Chancengleichheit in der Privatwirtschaft zu sorgen, hat fast nichts bewegt. <\/em><\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_14713\" aria-describedby=\"caption-attachment-14713\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"wp-caption\" href=\"www.fidar.de\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14713\" title=\"fidar\" src=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/fidar.jpg\" alt=\"\" width=\"570\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/fidar.jpg 570w, http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/fidar-300x157.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14713\" class=\"wp-caption-text\">WoB-Index<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die verkrusteten, m\u00e4nnlich dominierten Strukturen k\u00f6nnen \u00fcber eine gesetzliche Frauenquote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te am wirksamsten aufgebrochen und ver\u00e4ndert werden. Die Diskussion dar\u00fcber ist in den Medien, der Politik und der Wirtschaft angekommen. Der Druck f\u00fcr mehr Gleichberechtigung w\u00e4chst von allen Seiten.\u00a0Zwar zeigen die j\u00fcngsten Erkl\u00e4rungen aus der Wirtschaft viel guten Willen. Es fehlt aber von den meisten Unternehmen nach wie vor ein deutliches Signal, wie und wann mehr Frauen in Aufsichtsr\u00e4te und Vorst\u00e4nde einziehen werden.<\/p>\n<p>Der Women-on-Board-Index von FidAR (<a class=\"wp-caption\" href=\"http:\/\/www.fidar.de\/wob-index\" target=\"_blank\">www.fidar.de\/wob-index<\/a>) macht transparent, wie wenige Frauen in den Spitzengremien der Wirtschaft vertreten sind. Seit Jahresbeginn 2011 ist der Anteil von Frauen in den Aufsichtsr\u00e4ten der 160 DAX-, MDAX-, SDAX- und TecDAX-Unternehmen lediglich um knapp \u00fcber 2 Prozentpunkte auf 12,25 Prozent, in den Vorst\u00e4nden lediglich um 0,6 Prozentpunkte auf 3,61 Prozent gestiegen. Kumuliert liegt der Frauenanteil bei nur 7,93 Prozent (Zum Jahresbeginn 2011 waren es 6,49 Prozent).<\/p>\n<p>Wenn die deutsche Wirtschaft vermeiden will, \u00fcber eine Gleichstellungsrichtlinie der EU-Kommission zum Handeln gezwungen zu werden, bleibt ihr nur noch wenig Zeit. Denn beim jetzigen Ver\u00e4nderungstempo wird eine europaweite Quotenregelung kaum abzuwenden sein.<\/p>\n<p>Die Ausgestaltung der Vorschl\u00e4ge der Bundesregierung f\u00fcr eine Flexiquote, die noch in diesem Jahr als Gesetz eingebracht werden sollen, wird von allen mit Spannung erwartet.<\/p>\n<p>Die bereits von \u00fcber 10.000 Frauen und M\u00e4nnern unterzeichnete Berliner Erkl\u00e4rung (<a href=\"http:\/\/www.berlinererklaerung.de\">www.berlinererklaerung.de<\/a>) mit der Forderung einer gesetzlichen Mindestquote von 30 Prozent, zeigt, dass auch der \u00fcberparteiliche Konsens in dieser Frage st\u00e4ndig w\u00e4chst und die von dem zust\u00e4ndigen Bundesministerium vorgeschlagene Flexiquote nicht die notwendige Ver\u00e4nderung in der Zusammensetzung der Aufsichtsr\u00e4te der b\u00f6rsennotierten und \u00f6ffentlichen Unternehmen bringen wird.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14718\" aria-describedby=\"caption-attachment-14718\" style=\"width: 570px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"wp-caption\" href=\"www.berlinererklaerung.de\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14718\" title=\"BerlinerErkl\u00e4rung\" src=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/BerlinerErkl\u00e4rung.jpg\" alt=\"\" width=\"570\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/BerlinerErkl\u00e4rung.jpg 570w, http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/BerlinerErkl\u00e4rung-300x157.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14718\" class=\"wp-caption-text\">Berliner Erkl\u00e4rung<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Die mentoring4u Redaktion beh\u00e4lt sich vor, Leserbriefe \/ E-Mails \u2013 mit vollst\u00e4ndigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse \u2013 auch gek\u00fcrzt zu ver\u00f6ffentlichen. Gastbeitr\u00e4ge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Portr\u00e4t: <a class=\"wp-caption\" href=\"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/2012\/01\/18\/14711\/autorenportrait-monika-schulz-strelow\/\" target=\"_blank\">Monika Schulz-Strelow<\/a><\/em><\/p>\n<p>(Gastautorin: Monika Schulz-Strelow, Pr\u00e4sidentin FidAR \u2013 Frauen in die Aufsichtsr\u00e4te e.V. \u00a0\/ \u00a0Bildbearbeitung: \u00a0D. Balci\/M. Weiss\/ \u00a0Bilder: Archiv \u00a0\/ \u00a0Internet: <a class=\"wp-caption\" href=\"http:\/\/www.fidar.de\" target=\"_blank\">www.fidar.de<\/a> ; <a class=\"wp-caption\" href=\"http:\/\/www.berlinererklaerung.de\" target=\"_blank\">www.berlinererklaerung.de<\/a>)<\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen sind in den F\u00fchrungsetagen der deutschen Wirtschaft auch heute noch eklatant unterrepr\u00e4sentiert. 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