{"id":21607,"date":"2013-01-31T17:46:51","date_gmt":"2013-01-31T16:46:51","guid":{"rendered":"http:\/\/mentoring4u.de\/?p=21607"},"modified":"2013-01-31T17:50:41","modified_gmt":"2013-01-31T16:50:41","slug":"wiesbaden-der-mittelstand-rustet-gegen-den-fachkraftemangel-vertrauen-zuverlassigkeit-und-stabilitat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/2013\/01\/31\/21607\/wiesbaden-der-mittelstand-rustet-gegen-den-fachkraftemangel-vertrauen-zuverlassigkeit-und-stabilitat\/","title":{"rendered":"Wiesbaden: Der Mittelstand r\u00fcstet gegen den Fachkr\u00e4ftemangel &#8211; Vertrauen, Zuverl\u00e4ssigkeit und Stabilit\u00e4t?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Prof. Hans Helmut Schetter; Vizepr\u00e4sident Wirtschaftsrat Deutschland: &#8222;<em>Nur eine leistungsf\u00e4hige Wirtschaft mit einer starken, wettbewerbsf\u00e4higen Arbeitnehmerschaft und nicht das Verteilen von Wohltaten garantiert einen leistungsf\u00e4higen Sozialstaat und einen starken Wirtschaftsstandort. Unternehmerischer Erfolg werde durch Management und Arbeitnehmerschaft gemeinsam getragen.&#8220;<\/em><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_21628\" aria-describedby=\"caption-attachment-21628\" style=\"width: 545px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Wirat-Jan-2013--e1359650347996.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-21628\" title=\"Wirat Jan 2013\" src=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Wirat-Jan-2013--e1359650347996.jpg\" alt=\"\" width=\"545\" height=\"257\" srcset=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Wirat-Jan-2013--e1359650347996.jpg 545w, http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Wirat-Jan-2013--e1359650347996-300x141.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 545px) 100vw, 545px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-21628\" class=\"wp-caption-text\">(v.l.n.r. George Wyrwoll; Sodexo, Razvan Vlasceanu Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Sodexo, Dr. Helmut M\u00fcller; Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Wiesbaden, J\u00fcrgen Menzel; Tengelmann Auditing Services, Prof. Hans Helmut Schetter; Vizepr\u00e4sident Wirtschaftsrat Deutschland)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><strong> <\/strong>Schetter beschrieb zum Thema \u201e<em>Erfolgreiche Personalf\u00fchrung durch Mitarbeitermotivation und \u2013beteiligung<\/em>\u201c \u00a0weitere politische Handlungsfelder, die jetzt gemeinsam mit der Wirtschaft vorangetrieben werden m\u00fcssten, auch um drohende Risse zwischen Management und Mitarbeitern zu schliessen.<\/p>\n<p><strong>Bildungspolitik?<\/strong><br \/>\nDer Weg\u00a0 beginne mit der Bildungspolitik. <strong>Aufgabe der Unternehmer sei es, durch Engagement in den Schulen Interesse f\u00fcr die Arbeitswelt und erfolgreiches Unternehmertum zu wecken<\/strong>. Der Wirtschaftsrat pl\u00e4diere f\u00fcr ein begabungsgerechtes, gegliedertes Schulsystem mit sinnvoller Durchl\u00e4ssigkeit, f\u00fcr eine St\u00e4rkung der naturwissenschaftlichen und technischen F\u00e4cher (\u201esie sind der Rohstoff unseres Landes\u201c) und f\u00fcr ein Festhalten an der dualen Ausbildung, \u201e<em>dem international anerkannten deutschen Erfolgsmodell<\/em>\u201c.\u00a0 Weiterhin sei eine gezielte F\u00f6rderung unverzichtbar, um einen Schulabschluss und damit den Anschluss an den Arbeitsmarkt zu erm\u00f6glichen, auch unter Verbesserung der Integration.<\/p>\n<p><strong>Wettbewerbsfaktor?<\/strong><br \/>\nEin weiteres, wichtiges Ziel des Wirtschaftsrates sei die <strong>Vereinbarkeit von Beruf und Familie<\/strong>. \u201e<em>Eine moderne Firmenkultur, die zu famili\u00e4rem Engagement von M\u00e4nnern und Frauen steht<\/em>\u201c, wird zum Wettbewerbsfaktor. Dazu z\u00e4hlten ebenfalls verst\u00e4rkte Betreuungsangebote der Arbeitgeber und flexible Arbeitszeitmodelle bei gleichzeitiger Flexibilit\u00e4t der Arbeitnehmer. Schetter sprach sich f\u00fcr <strong>Wertzeitkonten<\/strong> aus, die in Zeiten hoher Auslastung des Betriebes angespart werden k\u00f6nnten, um sie sp\u00e4ter f\u00fcr Auszeiten, fr\u00fcheren Eintritt in den Ruhestand oder zur zus\u00e4tzlichen Altersversorgung heranzuziehen.<br \/>\n<strong><br \/>\nLohnuntergrenzen?<br \/>\n<\/strong>Zum Thema tarifliche Lohnuntergrenzen sagte Schetter, die wachsende Tendenz, Besch\u00e4ftigte unterhalb von Branchen- bzw. Firmentarifvertr\u00e4gen zu bezahlen, sei nicht tolerierbar. Tarifpartner m\u00fcssten ihrer Verantwortung gerecht werden und Lohnuntergrenzen in den Tarifvertr\u00e4gen regeln. \u201e<em>Es ist unbegreiflich, dass Gewerkschaften auf diese M\u00f6glichkeit verzichten oder die Regelung an den Gesetzgeber \u00fcbertragen wollen<\/em>\u201c, so Schetter. \u201e<em>Dort, wo ,wei\u00dfe Flecken\u2019 in der Tariflandschaft sind, soll eine durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer parit\u00e4tisch besetzte Tarifkommission eine allgemein verbindliche Lohnuntergrenze auf den Weg bringen<\/em>\u201c. <strong>Lohnfestlegungen durch den Gesetzgeber seien abzulehnen<\/strong>, da sie zum \u201e<em>Auktionsgegenstand eines jeden Wahlkampfes werden und damit massiv Arbeitspl\u00e4tze gef\u00e4hrden.<\/em>\u201c<\/p>\n<p><strong><br \/>\nVariable Verg\u00fctung?<br \/>\n<\/strong>Weiterhin sprach sich der Wirtschaftsratsvize f\u00fcr variable Verg\u00fctungsbestandteile aus, die sich am Ertrag orientieren, \u201e<em>Unternehmerischer Erfolg und Verg\u00fctung m\u00fcssen im Kontext stehen<\/em>\u201c.<\/p>\n<p><strong><br \/>\n67. Lebensjahr?<br \/>\n<\/strong>Zur Altersgrenze sagte Schetter, eine Anhebung des Renteneintrittsalters \u00fcber das 67. Lebensjahr hinaus \u201e<em>kann kein Tabu sein<\/em>.\u201c Wegweisend sei der Vorschlag\u00a0 des Sachverst\u00e4ndigenrates, den Rentenbeginn an die Lebenserwartung der Deutschen zu koppeln. In diesem Zusammenhang pl\u00e4dierte er f\u00fcr betriebliche Programme, die die Arbeitsleistung am Ende des Berufslebens und den Eintritt in die Rente flexibel gestalten lassen. Ebenso sprach sich Schetter f\u00fcr unb\u00fcrokratisch handhabbare Hinzuverdienstm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Rentner aus. Davon h\u00e4tten beide Seiten etwas: Arbeitnehmer k\u00f6nnten ihre Rente aufbessern, Arbeitgeber h\u00e4tten leichten Zugriff auf personelle Ressourcen f\u00fcr Vertretung und Abdeckung von Spitzenbedarf. \u201eWir brauchen nicht nur Einarbeitungsprogramme, sondern auch Ausarbeitungsprogramme.\u201c<\/p>\n<p><strong><br \/>\nEigentum?<br \/>\n<\/strong>Als einen wichtigen Baustein der privaten Altersvorsorge bezeichnete Schetter Wohneigentum. Auch hier forderte er unb\u00fcrokratische Finanzierungsmodelle an der Schwelle des Generationen\u00fcbergangs.<br \/>\n<strong><br \/>\nVorbilder?<br \/>\n<\/strong>An die Unternehmerschaft\u00a0 (\u201eBotschafter der Sozialen Marktwirtschaft\u201c) appellierte Schetter, \u201e<em>Wirtschaft ist kein Selbstzweck, sondern hat den Menschen zu dienen. Unternehmerisches Handeln muss sich an den Werten unserer Gesellschaft messen lassen<\/em>.\u201c F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen in Betrieb und Gesellschaft als \u201e<em>Vorbild und Leistungstr\u00e4ger wahrgenommen und anerkannt zu werden<\/em>\u201c. <strong>Die Wirtschaft braucht Gesichter und muss dazu ihr mediales Vakuum verlassen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wiesbadens Oberb\u00fcrgermeister Dr. Helmut M\u00fcller<\/strong> hielt ein engagiertes Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Soziale Marktwirtschaft. \u201e<em><strong>Vertrauen, Zuverl\u00e4ssigkeit und Stabilit\u00e4t \u2013<\/strong><\/em> <em>seit einiger Zeit entwickeln sich Wirtschaft und Gesellschaft gef\u00e4hrlich auseinander &#8211;\u00a0 m\u00fcssen wieder zusammengef\u00fchrt werden<\/em>\u201c.\u00a0 Dies habe vor allem auch im Sinne k\u00fcnftiger Generationen oberste Priorit\u00e4t.<\/p>\n<p><em>(Autor: \u00a0U. Jung \u00a0\/ \u00a0Vortrag: Erfolgreiche Personalf\u00fchrung durch Mitarbeitermotivation und \u2013beteiligung am 28. Januar 2013 in Wiesbaden \u00a0\/ \u00a0Quelle: Wirtschaftsrat)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Hans Helmut Schetter; Vizepr\u00e4sident Wirtschaftsrat Deutschland: &#8222;Nur eine leistungsf\u00e4hige Wirtschaft mit einer starken, wettbewerbsf\u00e4higen Arbeitnehmerschaft und nicht das Verteilen von Wohltaten garantiert einen leistungsf\u00e4higen Sozialstaat und einen starken Wirtschaftsstandort. 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