{"id":5676,"date":"2011-02-04T12:00:12","date_gmt":"2011-02-04T11:00:12","guid":{"rendered":"http:\/\/mentoring4u.de\/?p=5676"},"modified":"2012-07-01T11:45:10","modified_gmt":"2012-07-01T09:45:10","slug":"mentine-in-der-fuhrungsetage","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/2011\/02\/04\/5676\/mentine-in-der-fuhrungsetage\/","title":{"rendered":"Mentine in der F\u00fchrungsetage"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/mentine_frauenquote.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5674\" title=\"mentine_frauenquote\" src=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/mentine_frauenquote.jpg\" alt=\"Mentine Frauenquote\" width=\"570\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/mentine_frauenquote.jpg 570w, http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/mentine_frauenquote-300x157.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em><strong>Es ist an der Zeit, Ihnen, also unseren Lesern, Mentine vorzustellen. Mentine hat soeben den Sprung in die F\u00fchrungsetage geschafft. Die H\u00f6hle des L\u00f6wen &#8211; Verzeihung, der M\u00e4nner wartet bereits auf sie.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Oben angekommen?<\/strong><br \/>\nMentine ist in einer F\u00fchrungsposition. Sie hat lange daf\u00fcr gearbeitet, hat Netzwerke gesponnen, viel geleistet. Oder wie ein Mann sagen w\u00fcrde &#8222;Ich bin einfach toll, die mussten mich bef\u00f6rdern&#8220;. Diese H\u00fcrde hat sie also genommen. Nicht viele Frauen schaffen es an die Spitze, wie die aktuelle Debatte um die Frauenquote zeigt. Und Facebook-COO Sheryl Sandberg, erkl\u00e4rt auch, warum. Kernaussage: Klar, liegt es an der Denke. Aber nicht nur die Denke der M\u00e4nner, auch die der Frauen muss sich \u00e4ndern.<\/p>\n<p><object classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" width=\"570\" height=\"345\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" \/><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" \/><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/18uDutylDa4?fs=1&amp;hl=de_DE\" \/><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\" \/><embed type=\"application\/x-shockwave-flash\" width=\"570\" height=\"345\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/18uDutylDa4?fs=1&amp;hl=de_DE\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p><strong>Einfach weggezaubert<\/strong><br \/>\n<a class=\"wp-caption\" title=\"ZEIT Merkel Frauenquote\" href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2011-02\/frauenquote-merkel-unternehmen\" target=\"_blank\">Kanzlerin Merkel ist gegen die Frauenquote. <\/a>Sie sei mit dem Koalitionspartner zusammen &#8222;nicht durchzusetzen&#8220;, sprach sie <a class=\"wp-caption\" title=\"SZ Man bleibt Mann\" href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/bundestag-beruft-reine-maenner-kommission-man-bleibt-mann-1.1053585\" target=\"_blank\">und parallel formierte sich\u00a0 die Enqu\u00eate-Kommission &#8222;Wachstum, Wohlstand, Lebensqualit\u00e4t&#8220; <\/a>&#8211; ohne eine einzige Frau. Logisch, ist ja auch ein ganz klares M\u00e4nnerthema. Nicht mal die CDU hat eine Frau geschickt. &#8222;Oh Mann!&#8220; m\u00f6chte man ausgerechnet ausrufen und sich an den Kopf fassen. W\u00e4re diese Nachricht nicht so traurig, w\u00fcrden wir dar\u00fcber lachen. Aber dass Kom\u00f6die und Trag\u00f6die schon immer nah beieinander lagen, wussten auch schon die alten Griechen.<\/p>\n<p><strong>Was spricht eigentlich gegen eine Frauenquote?<\/strong><br \/>\nDie <a class=\"wp-caption\" title=\"Karrierebibel Frauenquote\" href=\"http:\/\/karrierebibel.de\/drei-grunde-warum-frauenquoten-quatsch-sind\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+karrierebibelblog+%28Karriere-Bibel%29&amp;utm_content=Google+Reader\" target=\"_blank\">drei Hauptgr\u00fcnde, die Jochen Mai von Karrierebibel kommentarlos auflistet<\/a>, lassen sich jedenfalls unserer Ansicht nach entkr\u00e4ften:<\/p>\n<p><strong>1. Die Frauenquote f\u00fchrt zu Diskriminierung<\/strong><br \/>\nEs ist ja nicht so, dass der geringe Anteil an Frauen in F\u00fchrungspositionen erst heute zur Sprache kommt. Jahrelang hat man den Unternehmen Zeit gelassen, sich freiwillig &#8222;zu bessern&#8220;. Und selbst Arbeitsministerin Ursula von der Leyen muss nun zugeben &#8222;Ich war zu vertrauensselig&#8220;. Und die geforderte Quote von 30% ist ja noch tief gegriffen, beachtet man, dass a) die Menschheit\u00a0 nun mal aus 50% Frauen besteht und b) allein in den Wirtschaftswissenschaften 60% der Absolventen weiblich sind. \u00dcbrigens spiegelt sich auch hier wieder der Vorwurf wieder, Frauen w\u00fcrden in ihren Forderungen zu tief stapeln. Wieso 30% fordern, wenn\u00a0 50% Frauen sind?. Dass sich dieses Verh\u00e4ltnis in den F\u00fchrungsetagen nicht wiederfindet, l\u00e4sst nur den Schluss zu, dass dort oben jahrelang kr\u00e4ftig Frauen diskriminiert wurden. Und wenn das bedeutet, dass (zumindest zeitweise) eine Frauenquote eingef\u00fchrt werden muss, um diesen Missstand zu beheben, dann werden dadurch nicht M\u00e4nner diskriminiert, sondern Frauen entdiskriminiert.<\/p>\n<p><strong>2. Die Frauenquote f\u00fchrt zu Mittelma\u00df<\/strong><br \/>\nDas kann nun wirklich keine Statistik belegen und ist wohl eher eine Milchm\u00e4dchenrechnung. Frauen machen im Schnitt bessere Schul- und Uni-Abschl\u00fcsse und <a class=\"wp-caption\" title=\"Focus Frauen besser ausgebildet\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/karriere\/management\/fuehrungskraefte-studie-bosse-sind-selten-weiblich_aid_530774.html\" target=\"_blank\">sind besser gebildet als ihre m\u00e4nnlichen Kollegen<\/a>.\u00a0 Die Frauenquote sieht vor, dass bei gleicher &#8211; wohlgemerkt es reicht gleicher, die Frau muss nicht immer besser sein &#8211; Qualifikation die Frau bevorzugt wird, sofern Frauen unterrepr\u00e4sentiert sind. Kein Unternehmen kann auf dieser Grundlage einen geringer qualifizierten Bewerber einstellen, nur um die Quote voll zu kriegen. Sonst w\u00fcrde es sich in der tat um Diskriminierung handeln. Das Bevorzugen weniger qualifizierter Bewerberinnen zugunsten der Quote ist \u00fcbrigens auch \u00f6konomischer Quatsch. Denn ein neuer Mitarbeiter muss immer erst eingearbeitet werden. Hei\u00dft: Am Anfang kostet der bzw. die neue Mitarbeiter\/in immer mehr als sie Nutzen bringt. Eine weniger qualifizierte Bewerberin rechnet sich also noch weniger. Und sollte sie doch eingestellt werden: Studien renommierter Beratungsunternehmen belegen eindeutig, dass Unternehmen erfolgreicher sind, <a class=\"wp-caption\" title=\"SZ M\u00e4nner profitieren\" href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/debatte-um-die-quote-nur-wo-frauen-fuehren-wachsen-frauen-nach-1.1054639\" target=\"_blank\">je mehr gemischte Teams im Unternehmen vorhanden sind<\/a>. Diese Tatsache also noch als hard fact dazu.<\/p>\n<p><strong>3. Die Frauenquote ist nur ein PR-Gag<\/strong><br \/>\nM\u00f6glich. Es gibt sicher einige Unternehmen, die sich f\u00fcr Bewerberinnen scheinbar \u00f6ffnen, nur um in die Medien zu kommen. Aber wir haben seit Anfang dieses Jahrtausends gelernt, dass Nachhaltigkeit inzwischen in den meisten Unternehmen Pflicht ist. Und zwar nicht nur dadurch, dass man Regenw\u00e4lder wieder aufforstet oder Kinderarbeit auf Bananenplantagen verbietet. Man wird Frauen allein durch eine Quoten-Botschaft nicht locken k\u00f6nnen, hier geben wir dem Argument recht. In der Tat braucht es Arbeitsverh\u00e4ltnisse, die f\u00fcr Frauen attraktiv sind. Dann bewerben sie sich auch gerne. Oder wie es Mechthilde Maier, Leiterin Group Diversity Management der Deutschen Telekom, ausdr\u00fcckte <a class=\"wp-caption\" title=\"Frauen Macht Karriere\" href=\"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/2010\/12\/06\/3808\/frauenmachtkarriere\/\" target=\"_blank\">\u201cWas tun wir, dass wir die Frauen finden? Was tut ihr, damit die gerne zu euch kommen?\u201d<\/a><\/p>\n<p><strong>Was hat MINT damit zu tun?<\/strong><br \/>\nKlar ist, dass die &#8222;meisten&#8220; Managerinnen im Moment noch am h\u00e4ufigsten in BWL-bezogenen F\u00fchrungspositionen auftauchen, zum Beispiel im Marketing oder Personal. Noch weniger sind es in der Tat in den MINT-Berufen, weil Frauen diese F\u00e4cher seltener studieren. Aber der blo\u00dfe Fachkr\u00e4ftemangel, der Girls&#8216; Day und andere Initiativen, die diese Berufe Frauen schmackhaft machen sollen, werden auch in diesen Branchen nichts an der Verteilung von F\u00fchrungspositionen \u00e4ndern. Schlie\u00dflich haben die 60% der wirtschaftswissenschaftlichen Absolventinnen auch nur zwei bis drei Prozent in den Vorst\u00e4nden und zehn in den Aufsichtsr\u00e4ten erreicht. Das Argument des unvermeidbaren demographischen Wandels zieht also nicht.<\/p>\n<p><strong>Was haben wir also gelernt?<\/strong><br \/>\nEs ist eigentlich egal, in welchem Verh\u00e4ltnis Frauen zu M\u00e4nnern welche Abschl\u00fcsse machen und wie viel besser sie sind. Sie sind bisher erfolgreich vom Management ignoriert worden und werden es weiterhin werden, wenn nicht ein gewaltiges Umdenken stattfindet. Dazu geh\u00f6rt zum einen, dass M\u00e4nner Frauen auch tats\u00e4chlich nach ihren Qualifikationen einstellen. Denn wenn sie tats\u00e4chlich besser sind, m\u00fcssten Frauen schon lange die Welt regieren. Dazu geh\u00f6rt weiter ein \u00dcberdenken von Vereinbarkeit von Beruf und Familie, so platt das auch klingen mag. Aber das Wichtigste ist vermutlich der letzte Punkt: Wenn Frauen die bessere Leistung bringen, dann m\u00fcssen sie auch lernen, auf diese Leistung stolz zu sein.<\/p>\n<p><em>(Autor: A. Sokolowski | Comic: A. Korkis | Quelle: Archiv)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist an der Zeit, Ihnen, also unseren Lesern, Mentine vorzustellen. Mentine hat soeben den Sprung in die F\u00fchrungsetage geschafft. Die H\u00f6hle des L\u00f6wen &#8211; Verzeihung, der M\u00e4nner wartet bereits auf sie. Oben angekommen? Mentine ist in einer F\u00fchrungsposition. Sie hat lange daf\u00fcr gearbeitet, hat Netzwerke gesponnen, viel geleistet. Oder wie ein Mann sagen w\u00fcrde [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[230,2465,138,744],"tags":[3625],"class_list":["post-5676","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arbeitsmarkt","category-frauenpower","category-job","category-mentine","tag-mentine"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5676"}],"version-history":[{"count":13,"href":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5676\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18561,"href":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5676\/revisions\/18561"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}