{"id":6218,"date":"2011-02-21T07:30:33","date_gmt":"2011-02-21T06:30:33","guid":{"rendered":"http:\/\/mentoring4u.de\/?p=6218"},"modified":"2011-08-30T17:55:15","modified_gmt":"2011-08-30T15:55:15","slug":"resume-der-mentoren-initiative-auf-die-socken-fertig-los-soziale-brennpunktschulen-grose-fische-zum-anfassen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/2011\/02\/21\/6218\/resume-der-mentoren-initiative-auf-die-socken-fertig-los-soziale-brennpunktschulen-grose-fische-zum-anfassen\/","title":{"rendered":"R\u00e9sum\u00e9 der Mentoren-Initiative &#8222;Auf die Socken, fertig, los!&#8220;, soziale Brennpunktschulen &#038; gro\u00dfe Fische zum Anfassen"},"content":{"rendered":"<p><em><strong> <\/strong><strong><a href=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/photocase_funky-fishez_artikel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6122\" title=\"photocase_funky fishez_artikel\" src=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/photocase_funky-fishez_artikel.jpg\" alt=\"Photocase Funky fishez Artikel\" width=\"570\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/photocase_funky-fishez_artikel.jpg 570w, http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/photocase_funky-fishez_artikel-300x157.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px\" \/><\/a><\/strong><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Die Valentinswoche 2011 &#8211; Jede Schule ist ein eigener Kosmos.<br \/>\nUnter der Schirmherrschaft von Dr. Kristina Schr\u00f6der, Bundesministerin f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend\u00a0und unter dem Motto: &#8222;Auf die Socken, fertig, los!&#8220; trafen sich\u00a0Mentoren aus ganz Deutschland.\u00a0\u00a0Es war eine aufregende und ereignisreiche letzte Woche. Traditionell zum Valentinstag am 14.02. geht Mentoring4u seit f\u00fcnf Jahren mit Mentoren in Schulen Deutschlands, die in sozial schwierigen Vierteln liegen. Dieses Jahr wurden f\u00fcnf Schulen der St\u00e4dte Stuttgart, Duisburg, Frankfurt\/Main, Bremen und Berlin nominiert. Auf dieser f\u00fcnft\u00e4gigen Tournee, <\/strong><strong>1518<\/strong><\/em><em><strong> km kreuz und quer durch die Republik, unterst\u00fctzten uns 51 Mentoren. Sie tauchten nach l\u00e4ngerer Abstinenz wieder ein in das ganz normale Schulleben. Gingen zu den Sch\u00fclern in ihre Klassen und erz\u00e4hlten von ihrem eigenen Berufsweg, ihren Erfahrungen, Erkenntnissen und nat\u00fcrlich auch von Fehlern. Diese Pr\u00e4senz und die Pers\u00f6nlichkeit der Mentoren\u00a0 begeisterte! Sie waren Vorbild, Beispiel, Richtungsweiser und Denkansto\u00dfer f\u00fcr insgesamt ca. 855 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler dieses Valentinszyklus.<br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>\u201eDie beste Weise, Fische zu beobachten, besteht darin, selber zum Fisch zu werden.&#8220; <\/strong><em><br \/>\nJacques Yves Cousteau (1910-1997), franz\u00f6sischer Marineoffizier und Meeresforscher<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>14.02.2011: Stuttgart &#8211; Heusteigschule<\/strong> (Haupt- und Werkrealschule)<br \/>\nRund 200 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus\u00a0 den 7.,8. und 9. Klassen der Heusteigschule spitzten die Ohren, als die Mentoren zur Auftaktveranstaltung zu ihnen kamen. Sogar ein Kamerateam war dabei! Die Mentoren repr\u00e4sentierten eine breite Palette von Wirtschaftsbereichen. Gro\u00dfen Firmen wie Schenker Deutschland, Daimler AG, die DEKRA\u00a0\u00a0und Vodafone entsendeten ihre Mentoren. Spannende Jobs gibt es \u00fcberall, auch ohne Abitur! Auch der Mittelstand hatte viele interessante Herausforderungen zu bieten. &#8222;Wie viele Teile hat ein Auto?&#8220;, fragte der Mentor von Daimler. &#8220; 40.000 ist die Antwort &#8211; habt Ihr das gewusst?&#8220;. Schenker stellte den Job des Logistikers vor, der von M\u00e4dchen und Jungen gleicherma\u00dfen ausge\u00fcbt werden kann. Ein anderer Mentor berichtete, wie man mit einer Banklehre in das Management eines Familienunternehmens aufsteigen kann.<br \/>\nF\u00fcr die DEKRA Industrial GmbH\u00a0pr\u00e4sentierte eine Dame aus der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung Ausbildung &amp; Jobs im Bereich Sicherheit und Thermographie. Vodafone machte Lust auf Berufe in Vertrieb und Kommunikationstechnik. Selbst ein Photomodell erz\u00e4hlte von ihren Projekten und versetzte so manches M\u00e4dchen in Tagtr\u00e4ume.<\/p>\n<p><strong>15.02.2011: Duisburg &#8211; Comeniusschule<\/strong> (Hauptschule)<br \/>\nSpannende Erfahrungsberichte der Mentoren fesselten auch ca. 95 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Jahrgangsstufe 10 der Comeniusschule in Duisburg-Hamborn. Diese Schule fragte uns im Vorfeld nach Kontakten zum Handwerk. Nichts leichter als das: die Kreishandwerkerschaft Duisburg und das Bildungszentrum Handwerk Duisburg entsendeten Mentorinnen und Mentoren aus den Berufen Maler und Uhrmacher. Der Personalreferent von Xella Baustoffe GmbH stellte gleich zwei Ausbildungsberufe vor: den Mechatroniker und den Industriekaufmann. Flexibilit\u00e4t ist gefordert, da die Mitarbeiter an mehreren Standorten eingesetzt werden.<br \/>\nWussten Sie, dass Maler und Lackierer in Mathe, Chemie und Bio richtig gut sein m\u00fcssen? Oder das Dachdecker ein Beruf mit Zukunft ist, der Nachwuchs braucht? Das Logistik-Unternehmen Schenker Deutschland war auch in Duisburg vor Ort und erkl\u00e4rte das Wirkungsfeld des LKW Fahrerberufs. Bewerbungen von M\u00e4dchen sehr erw\u00fcnscht! Was wirklich ein ungew\u00f6hnliches Berufsbild ist, erfuhren die Sch\u00fcler und Lehrer von Fritz Roth. Er ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von P\u00fctz-Roth Bestattungen- und Trauerbegleitung. Sein spannendes Aufgabenspektrum reicht von der Seelsorge bis zum Eventmanagement&#8230;<br \/>\nNach den Klassenbesuchen konnten die Sch\u00fcler in Einzelgespr\u00e4chen\u00a0mit den\u00a0Mentoren \u00fcber ihre individuellen Ideen diskutieren. Als Hausaufgabe hatten alle schon die Bewerbungsmappen vorbereitet.<\/p>\n<p><strong>16.02.2011: Frankfurt\/Main &#8211; Michael-Ende-Schule <\/strong>(Haupt- und Realschule)<br \/>\nAn der Frankfurter Michael-Ende-Schule in R\u00f6delheim lief unsere Initiative &#8222;Auf die Socken, fertig, los!&#8220; in Kooperation mit der Ausbildungsinitiative Rhein-Main des Wirtschaftsrates und der Sektionen Frankfurt und Wiesbaden. Die beteiligten 220 Sch\u00fcler der Haupt- und Realschulklassen 8,9 und 10 waren auf diesen ersten Mentorenbesuch super gut vorbereitet und stellten viele interessante Fragen! \u00dcberhaupt war Disziplin und gutes Benehmen an dieser Schule kein Thema. Die Mentoren waren ihrerseits beeindruckt, als die Klassen geschlossen zur Begr\u00fc\u00dfung des Lehrers aufstanden.<br \/>\nDie Palette der hier vorgestellten Berufswege war sehr breit: als Hotelkaufmann\/-kauffrau kennt man jeden Handgriff und in dieser Branche haben Mitarbeiterinnen sehr gute Chancen in F\u00fchrungspositionen aufzusteigen (ca 25% Frauen). Voraussetzung: Fremdsprachen sprechen und ein Menschenfreund sein. Der Bankenverband Hessen stellte viele M\u00f6glichkeiten im Bankengewerbe vor. Ein guter Start in die Wirtschaft sind immer Praktika im Bereich und m\u00f6glichst Auslandsaufenthalte. Englischkenntnisse sind Eingangsvoraussetzung, wie auch bei der Nomura Bank, welche Beratungen im M&amp;A Bereich f\u00fcr institutionelle Kunden anbietet. F\u00fcr pfiffige Bewerber gab es sogar die M\u00f6glichkeit ein Praktikum im Handelsraum zu ergattern!<br \/>\nWie wird man Vorstand in einem Weltunternehmen, ganz ohne Abi? Wie das funktioniert erz\u00e4hlte ein \u00e4lterer Mentor. Er machte eine kaufm\u00e4nnische Ausbildung, hatte dann w\u00e4hrend seines Wehrdienstes die Hochschulreife nachgeholt und ein Studium aufgenommen. Das war f\u00fcr ihn der richtige Weg zu einem sp\u00e4teren Vorstandsposten in der Chemiebranche. Die Bundeswehr, zu Gast an mehreren Schulen, stellte eine Vielzahl interessanter Berufe vor. Die deutsche Staatsb\u00fcrgerschaft wird bald vielleicht nicht mehr Voraussetzung sein, um dort Karriere zu machen. Bewerberinnen werden auch bei der Bundeswehr schon seit Jahren sehr gerne genommen.<\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><strong>17.02.2011: Bremen &#8211; Gesamtschule Bremen-Ost <\/strong>(integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe)<strong><br \/>\n<\/strong>An dieser gro\u00dfen Schule erwarteten unsere Mentoren die ca. 200 Sch\u00fcler der sieben 9. Klassen. Auch in Bremen war, wie in Duisburg, das Handwerk sehr pr\u00e4sent. Ein Gro\u00dfb\u00e4cker aus der Region sprach von der Leidenschaft, mit der die Lehrlinge Brot und Kuchen backen. Durch den Einsatz von Maschinen k\u00f6nnen heute auch junge Frauen diese Ausbildung gut schaffen. Sch\u00fcler, die in Mathe, Deutsch und Naturwissenschaften gute Noten haben, konnten sich vom vielseitigen Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker Sanit\u00e4r, Heizung &amp; Klima ein genaueres Bild machen. Besonders Flexibilit\u00e4t, Teamf\u00e4higkeit und die Freude an einer handwerklichen Aufgabe sind gute Voraussetzungen einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Wer noch nicht wusste, wo seine Interessen liegen, erfuhr, dass die Handwerkskammer Bremen 119 freiwillige Praktika bis Ostern vermittelt. Zur\u00a0 Kontaktb\u00f6rse am 08.03.2011 wurden alle Sch\u00fcler eingeladen. &#8222;Alles ist m\u00f6glich, wenn man ein Ziel hat!&#8220; Das unterstrich im Besonderen auch der Berufsweg eines Bremer Zahnarztes. Er hatte seinen Traumberuf in vielen Jahren \u00fcber den zweiten Bildungsweg erreicht. Nach dem Hauptschulabschluss machte er erst eine Ausbildung zum Zahntechniker. W\u00e4hrend seiner Wehrdienstzeit holte er das Abitur nach und konnte Zahnmedizin studieren. Fazit: die Berufswahl ist nicht mit einer einzigen Entscheidung abgeschlossen. Es gibt auch sp\u00e4ter immer M\u00f6glichkeiten sich weiterzuentwickeln.<\/p>\n<p><strong>18.02.2011: Berlin &#8211; Alfred-Nobel-Schule <\/strong>(Realschule)<strong><br \/>\n<\/strong>Zum Abschluss dieser Valentinswoche trafen sich acht Mentoren aus der Region an der Alfred-Nobel-Schule in Berlin-Neuk\u00f6lln. Ein sehr gerne gesehenes Unternehmen war wieder die Bundeswehr. Den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der teilnehmenden vier 10. Klassen ist nicht klar gewesen, dass rund 90% aller Ausbildungsberufe in der Bundeswehr angeboten werden. Ein Chefreporter von Bild Berlin schilderte plastisch seinen eigenen Berufsfindungsprozess: nach dem Abi ins Politikstudium, \u00fcber ein Volontariat ging die Reise dann in Richtung Journalismus weiter. Der Bundesverband deutscher Omnibusbetriebe stellte die Ausbildungsberufe Berufskraftfahrer und Fachkraft im Fahrbetrieb vor. Mentoren aus der Hotellerie, der Gesundheits- &amp; Kinderkrankenpflege sprachen von ihren Erkenntnissen im t\u00e4glichen Umgang mit Menschen. Der Mensch steht auch im sozialen Dienstleistungsbereich im Zentrum. Hier wird Nachwuchs dringend gebraucht. Ausbildungen zum Heilerziehungspfleger kosten sogar Geld, die Altenpflegehelfer haben schon heute ein Defizit an Bewerbern. Die Mentoren der pflegenden Berufe best\u00e4rkten die jungen Leute, einen Beruf anzustreben, mit dem man nicht nur Geld verdienen kann, sondern auch idealerweise seine Erf\u00fcllung findet.<em><br \/>\n<\/em><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Fachkr\u00e4ftemangel &#8211; Oder wo ist der Nachwuchs?<\/strong><br \/>\nNach<strong> <\/strong>jeder Veranstaltung konnten Mentor &amp; Mentee in Einzelgespr\u00e4chen bestimmte Themen vertiefen. Sch\u00fcler, die weitere Fragen an &#8222;ihren&#8220; Mentor haben, werden vom Mentoring4u-Team betreut. So werden regelm\u00e4\u00dfige Kontakte \u00fcber maximal ein Jahr f\u00fcr ein nachhaltiges Ergebnis angestrebt. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter als Mentoren entsenden sind sich bereits heute bewusst, dass Personalentwicklung in Zeiten des Fachkr\u00e4ftemangels schon VOR der Bewerbung beginnen kann. Ein Mentor kann junge Menschen dort abholen, wo sie stehen und f\u00fcr sein Unternehmen interessieren und idealerweise begeistern.<\/p>\n<p><strong>V<\/strong><strong>orschlagen<\/strong><strong> &amp; Bewerben<\/strong><br \/>\nM\u00f6chten Sie an einer oder mehrerer Veranstaltungen der Reihe &#8222;Auf die Socken, fertig, los!&#8220; mitwirken und angehenden Schulabsolventen von Ihren Erfahrungen berichten? Mentoren aus allen Branchen sind bei uns herzlich willkommen. Bei Interesse setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Sollen unsere Mentoren auch in Ihre Stadt, an Ihre Schule kommen? Bewerben Sie sich, per <a title=\"Kontaktseite mentoring4u.de\" href=\"..\/index.php\/das-projekt\/bildungskontakt\/\" target=\"_blank\">Kontaktanfrage und per Anruf<\/a>! Oder geben Sie uns einen Tipp, an welcher Schule wir mit unserer Initiative etwas Gutes bewirken k\u00f6nnen! F\u00fcr die <a title=\"mentoring4u - Mentoren schenken Sch\u00fclern Zeit \" href=\"..\/\" target=\"_blank\">Mentoren-Initiative &#8222;Auf die Socken, fertig, los!&#8220;<\/a> stehen besonders Schulen in sozialen Brennpunkten im Fokus.<\/p>\n<p><em>(Autor: C. Amrhein| Foto: Dagmar Fischer| Quelle: <a title=\"m\u00e4tzchen_Fallstricke der Zukunft\" href=\"http:\/\/www.photocase.de\/\" target=\"_blank\">www.photocase<\/a>)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Valentinswoche 2011 &#8211; Jede Schule ist ein eigener Kosmos. Unter der Schirmherrschaft von Dr. Kristina Schr\u00f6der, Bundesministerin f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend\u00a0und unter dem Motto: &#8222;Auf die Socken, fertig, los!&#8220; trafen sich\u00a0Mentoren aus ganz Deutschland.\u00a0\u00a0Es war eine aufregende und ereignisreiche letzte Woche. 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