{"id":8287,"date":"2011-05-15T13:14:58","date_gmt":"2011-05-15T11:14:58","guid":{"rendered":"http:\/\/mentoring4u.de\/?p=8287"},"modified":"2011-05-15T14:59:39","modified_gmt":"2011-05-15T12:59:39","slug":"integration-als-wechselseitiger-prozess","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mentoring4u.de\/index.php\/2011\/05\/15\/8287\/integration-als-wechselseitiger-prozess\/","title":{"rendered":"Integration als wechselseitiger Prozess"},"content":{"rendered":"<p><em><strong><a href=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/sc_artikel_14052011.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-8268\" title=\"sc_artikel_14052011\" src=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/sc_artikel_14052011.jpg\" alt=\"Kinder lesen\" width=\"570\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/sc_artikel_14052011.jpg 570w, http:\/\/mentoring4u.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/sc_artikel_14052011-300x157.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px\" \/><\/a><br \/>\n<\/strong><\/em><em><\/em><\/p>\n<p><em>Ein Beitrag von Christine L\u00fchn, Kinderbeauftragte im Stadtteil Nied<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sorgen der Eltern<br \/>\n<\/strong>In einer Grundschule, im Stadtteil Nied herrscht Sorge bei den Eltern, weil in einer Jahrgangsstufe die Klassen um eine auf zwei reduziert werden sollen. Durch das Zusammenlegen der Sch\u00fcler\/innen wird die vorgeschriebene Klassenkapazit\u00e4t ausgesch\u00f6pft. Die Sorge der Eltern ist auf die Lernf\u00e4higkeit ihres Kindes gerichtet, wenn sich das Lehrpersonal um gr\u00f6\u00dfere Klassenst\u00e4rken k\u00fcmmern muss. Auf politischer Ebene wurde auf dieses Anliegen bereits reagiert und es bleibt zu hoffen, dass die Sparma\u00dfnahme zur\u00fcckgenommen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Notwendigkeit der sprachlichen F\u00f6rderung<br \/>\n<\/strong>An den drei Grundschulen im Stadtteil Nied ist der Anteil von Kindern mit einem Migrationshintergrund von 45 %, 55% und 75 % relativ hoch. Somit ist davon auszugehen, dass sprachliche F\u00f6rderung ein wesentlicher Bestandteil der schulischen F\u00f6rderung ist. Im nunmehr 2. Jahr reagiert die Stadt Frankfurt auf diese Problematik und bietet an den Grundschulen sogenannte &#8222;Vorlaufkurse&#8220; an. Die Vorstellungsgespr\u00e4che der Kinder finden bereits vor dem Beginn des ersten Schuljahres in der entsprechenden Grundschule statt. Nach diesem Erstgespr\u00e4ch empfiehlt die Schulleitung die Teilnahme des Kindes an einem Vorlaufkurs, der an der Grundschule stattfindet. Es ist Ziel des Kurses, dass die einzuschulenden Kinder m\u00f6glichst einen gemeinsamen Sprachlevel erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Enorme Leistungen von Kindern<br \/>\n<\/strong>Festzustellen ist, dass die Kinder mit einem Migrationshintergrund eine enorme Leistung vollbringen. Sie sind zum Schulbeginn in der Regel in der Lage in zwei Sprachen zu kommunizieren. Sie wachsen in unserer Kultur auf und ganz selbstverst\u00e4ndlich erwarten wir von ihnen diesen Integrationsprozess.<br \/>\nWie kann unser Beitrag zu diesem Integrationsprozess aussehen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Forderung des B\u00fcrgerforums 2011<br \/>\n<\/strong>Als Teilnehmerin am B\u00fcrgerforum 2011 habe ich mich mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Wir haben, nach einer l\u00e4ngeren Diskussionsphase, eine Forderung erarbeitet, die folgenderma\u00dfen lautet:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&#8222;Die Gestaltung der Integration hat in wechselseitigem Prozess zu erfolgen. Dieser basiert auf Respekt und Achtung der Kulturen. Sprachen sind identit\u00e4tsstiftende kulturelle Grundlagen und wichtige Kommunikationsmittel, daher sind Sprachkenntnisse zu f\u00f6rdern und fordern.<\/strong> <strong>Um eine Kultur des gegenseitigen Respekts zu schaffen, ist die Einf\u00fchrung eines Patensystems zu diskutieren.<\/strong>&#8222;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die Diskussion im B\u00fcrgerforum wurde ich angeregt \u00fcber meinen Beitrag zu Integration und Sprachf\u00f6rderung nachzudenken. Im Ergebnis bin ich zur Feststellung gelangt, dass Sprache im Dialog lebendig wird. Dialog kann z.B. im nachbarschaftlichen Austausch stattfinden, mit Menschen aus den &#8222;fremden&#8220; Kulturen in meinem Stadtteil. Meine 6-j\u00e4hrige Tochter ist mir dabei ein Vorbild. Sie ist so wertfrei und vorbehaltlos im Umgang mit ihren Kindergartenkinder, die \u00fcber eine reichhaltigen kulturellen Schatz verf\u00fcgen. Durch den Dialog und Austausch im Elternkreis kann ich mein Interesse an dem Herkunftsland bekunden. Fremd muss mir dann mein Nachbar im Stadtteil nicht mehr sein und die Wechselseitigkeit in dem Prozess gewinnt dann an Bedeutung.<\/p>\n<p>(Autor: C. L\u00fchn | Foto: A. Korkis | Quelle: C. L\u00fchn, A. Korkis)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beitrag von Christine L\u00fchn, Kinderbeauftragte im Stadtteil Nied Sorgen der Eltern In einer Grundschule, im Stadtteil Nied herrscht Sorge bei den Eltern, weil in einer Jahrgangsstufe die Klassen um eine auf zwei reduziert werden sollen. Durch das Zusammenlegen der Sch\u00fcler\/innen wird die vorgeschriebene Klassenkapazit\u00e4t ausgesch\u00f6pft. 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