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Monat: Juni 2016

  • Gratulation an Frankfurt: „Integrationsdorf“ für Flüchtlinge auf dem Sport-Campus

    Goethe-Universität stellt der Stadt Frankfurt eine Fläche zur Verfügung

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    „Integrationsdorf“ für Flüchtlinge auf dem Sport-Campus  (pia) Die Goethe-Universität überlässt der Stadt Frankfurt bis Ende 2019  befristet ein Teilgrundstück der Liegenschaft Ginnheimer Landstraße 39 für die  Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft. Auf der Grünfläche zwischen dem  Cricket-Platz und dem Sportplatz der Uni wird in den kommenden Monaten ein  „Integrationsdorf“ für bis zu 300 Asylbewerber entstehen. Dort sollen bevorzugt  studierende Flüchtlinge und solche Flüchtlinge einziehen, die ein Studium  aufnehmen wollen. Die Nähe zur Universität wird die Begegnung und den Austausch  mit Studierenden befördern, die schon länger hier leben.

    Auf Bitte des Landes Hessen hatte die Universität Mitte September 2015 mehrere  Turnhallen auf dem Sport-Campus als vorübergehende Außenstelle der  Erstaufnahmeeinrichtung Gießen zur Verfügung gestellt. Nach dem Auszug dieser  Flüchtlinge im Februar 2016 wurden dort bis Mitte Mai 2016 vorrübergehend  Asylbewerber untergebracht, die der Stadt Frankfurt direkt zugewiesen sind.  Obwohl die Nutzung der Hallen als Notunterkunft den Lehrbetrieb beeinträchtigte,  begegneten die Studierenden und die Lehrenden den Flüchtlingen überaus positiv  und aufgeschlossen.

    Uni-Präsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff und Frankfurts  Sozialdezernentin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld verständigten sich vor dem  Hintergrund auf ein Anschlussprojekt.  „Wir müssen in Frankfurt weiter die Unterkunftskapazitäten ausbauen, um die  Notquartiere abzulösen“, sagte Birkenfeld. Aktuell sind 1.900 Asylbewerber in  Turnhallen, Schulcontainern und Hotels untergebracht, die nur vorrübergehend zur  Verfügung stehen. Außerdem weist das Land Hessen zurzeit wöchentlich zusätzlich  20 Flüchtlinge der Stadt Frankfurt zu. Die Stadträtin begrüßt angesichts dessen  die zeitweise Überlassung des Grundstücks durch die Universität, aber auch „weil  sich hier konzeptionell ein spannender Integrationsansatz ergibt“.  „Universitäten leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration von  Geflüchteten“, sagte Uni-Präsidentin Birgitta Wolff: „Das Integrationsdorf wird  die zwanglose Begegnung und den Austausch von Studierenden mit und ohne  Fluchterfahrungen weiter erleichtern – mit großem Gewinn für beide Seiten, die  viel voneinander lernen können. Das ist gelebte Internationalität, und es  erleichtert Studierenden mit Fluchterfahrung den Einstieg ins Studium.“

    Die Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung (BSMF), eine  Tochter der Konversionsgrundstücksentwicklungsgesellschaft (KEG), hat mit der  Planung des „Integrationsdorfs“ begonnen. Es sollen sieben Wohn- und ein  Verwaltungsmodul entstehen. Der Naturschutzbeirat ist informiert und hat keine  Bedenken gegen die befristete Nutzung der Grünfläche. Auch die Mitglieder des  Ortsbeirats 2 haben erste Informationen zu dem Vorhaben erhalten.  Voraussichtlich im Spätsommer werden die Planungen soweit gediehen sein, dass  die Stabsstelle Flüchtlingsmanagement der Stadt Frankfurt sie dem  Stadtteilgremium und der Bevölkerung detailliert vorstellen kann. Der Termin der  Informationsveranstaltung wird noch bekannt gegeben.

    (Quelle: Manuerla Skotnik, Stadt Frankfurt  / Bild & Thumb Photocase: Messe Menschen von oben avanti_artikel  Tumb: Motivation )