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Schlagwort: Flüchtlinge

  • Ruprecht Polenz: „Flüchtlinge“ Wort des Jahres 2015

    „Flüchtlinge“ wurde von der Gesellschaft für Deutsche Sprache zum Wort des Jahres 2015 gewählt, weil es den politischen und gesellschaftlichen Diskurs maßgeblich bestimmt hat. Ein Jahr mit dieser Überschrift kann kein gutes Jahr gewesen sein. Nur „mehr Frieden“ wird 2016 zu „weniger Flüchtlinge“ führen.

    Für Frieden in Syrien, Irak, Ukraine oder Libyen können wir persönlich wenig unmittelbar beitragen. Aber wir können uns Hass und Hetze dort entgegenstellen, wo er uns im Alltag oder in den sozialen Medien begegnet. In diesem Sinn wünsche ich Ihnen ein friedvolles Jahr 2016.

    (Autor: Ruprecht Polenz)

  • Fagr Eladly: Ich wünsche mir mehr Mündigkeit und Weitsicht

    Fagr Eladly

    Eigentlich wollte ich mich in meinem Neujahresgruß mit der „Zeit“ befassen, mit Vorsätzen, mit der Alltagshektik und darüber, dass man sich gerade zur Jahreswende mit der vergangenen „Zeit“ befasst. Einige Denkanstöße aus einem sehr bereichernden Buch „Hector auf der Suche nach der Zeit“ wollte ich demonstrieren.

    Aber ehrlich gesagt, ich komme nicht drum herum, über das letzte Jahr zu sprechen. Über 2015, das Jahr der Flüchtlinge, eines, das uns alle aufgewühlt hat mit polarisierenden Debatten, eindrucksvollen und einschneidenden Bildern vom gestrandeten Jungen in Bodrum, von der Zeit nach dem 5. September 2015. Sehr viele haben sich engagiert, geholfen und sich selbst dadurch bereichert, ob an Schulen, Universitäten in Seniorenkreisen. Überall gab es Initiativen, nachhaltige Projekte; an meiner Universität: von Physik für Flüchtlinge bis hin zu medizinischen Sprechstunden. In meinem Umfeld wurde stets gehandelt, im Jahr der Flüchtlingkrise.

    Trotzdem ist zu erfragen, warum wir gerade in den vergangenen Monaten, so überwältigt wurden, warum wir die sogenannte „Krise“ jetzt wahrgenommen haben. Denn die Krise, die Gestrandeten und Hilferufe aus Nordafrika und Syrien gibt es mindestens seit 2011. Aber die betrafen uns eben nur indirekt, sie begegneten uns nur flüchtig in einem Artikel, der von Italien handelte, von Lampedusa. Das Thema wurde der Öffentlichkeit, d.h. uns, weder seitens der Medien, noch seitens der Politik so nahe gelegt. Und veilleicht war es recht so?! Die Entwicklung der letzten Monate, die Hilfsbereitschaft und der nachhaltige Einsatz sind nicht nur notwendig und lobenswert, sie sind eindrücklich. Aber, muss die Krise unsere Haustür erreichen, damit wir sie als solche empfinden? Ich hoffe mir für die nächsten Jahre mehr Mündigkeit, mehr Weitsichtigkeit, und nicht im Sinne einer Sehschwäche. Ich hoffe, dass wir mehr hinterfragen, dass nicht nur „Hypes“ unsere Aufmerksamkeit ergattern. Ich hoffe, dass nicht die Ereignisse UNS übermannen! In desem Sinne wünsche in allen ein erfolgreiches neues Jahr.

    Fagr Eladly

  • Schutzsuchende Willkommen heißen

    Die Gründungsidee der Mentoren-Initiative ist heute so aktuell, wie vor zehn Jahren:

    Generationen zusammenführen, um jungen Menschen neue Perspektiven zu eröffnen und ein realistisches Bild von der Berufswelt zu entwickeln. Gerade im Hinblick auf die vielen Flüchtlinge, die zurzeit in unser Land kommen und schnell Teil unserer Gesellschaft werden sollen, eröffnen sich Chancen für etablierte Initiativen wie das Mentoren-Programm.

    Schutzsuchende willkommen zu heißen und ihnen auf dem Weg zu einer erfolgreichen beruflichen Zukunft in der Mitte unserer Gemeinschaft behilflich zu sein, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ich wünsche dem Haus der Mentoren ein erfolgreiches Jahr 2016, viele konstruktive Gespräche und informative Begegnungen mit jungen Menschen und danke für die wichtige Arbeit.“

    Ich wünsche Ihnen fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    Peter Beuth MdL

    Hessischer Minister des Innern und für Sport