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Schlagwort: Frühförderung

  • Neue Serie „Erfahrungsberichte“ Einzelhandeskaufmann

    Liebe Leser,
    wir starten heute mit einer neuen Rubrik. In unregelmäßiger Reihenfolge stellen wir unter der Kategorie: „Erfahrungsberichte“ Mentoren und ihre Lebensläufe vor. Was kann interessanter sein, als über die Erfahrungen anderer zu lesen. Welche Möglichkeiten sich ergeben können. Die wenigsten von uns, wussten vor Ausbildungsbeginn, was dann über die Jahre aus uns werden würde. Also keine Angst. Bleiben Sie gespannt.  Wir beginnen heute mit Gabriele Pfefferkorn, die nach dem Schulabschluß eine Lehre als Einzelhandelskaufmann begann.

    Mentoring4u TV Ratgeber
    Auch an dieser Stelle möchten wir Ihnen unseren Mentoring4u TV Ratgeber zum Thema „Ausbildung oder Studium“ ans Herz legen.  Die Schulabgänger unter Ihnen müssen sich jetzt entscheiden, in welche Richtig Sie gehen möchten. Was machen nach dem Schulabschluss oder nach dem Bachelor/Master? Wo gibt es Ausbildungs- / Studienplätze und was bringt die theoretische Ausbildung für den Berufsweg? Das Handwerk sucht immer mehr qualifiziert Nachwuchskräfte, d.h. auch für Abiturienten ist dort eine gute Möglichkeit über einen Eintieg in die Praxis Karriere zu machen.

    Nun geht’s aber los mit den Erfarhungsbericht von Gabriele Pfefferkorn 
    Meine Ausbildung begann ich als Einzelhandelskaufmann im Fach DOB bei Fa. Horten in Pirmasens (meiner Geburtsstadt).
    Nach Heirat, Geburt von Sohn Mathias und Wegzug im Jahr 1972 nach Freising war ich in erster Linie einmal Hausfrau und Mutter. Wie es so ist, wenn man jung und tatkräftig ist, möchte man so schnell es geht wieder Geld verdienen. In München bekam ich die Chance beim damals neu erbauten ADAC, Abteilung Korrespondenz, auf eine gut bezahlte Stelle mit gleichzeitiger Kinderbetreuung im Betriebskindergarten. Leider war auf längere Sicht die frühe und weite Anfahrt für meinen Sohn und mich nicht mehr machbar.

    Im Institut für Landschaftarchitektur in Freising hatte ich unter Prof Gzimek eine neu und interessante Tätigkeit im Sekretariat. Nach Geburt meiner Tochter 1975 war das nicht mehr möglich. Mit kleineren Jobs in Metzgerei und Küche erwarb ich am Abend mir ein kleines „Zubrot“.

    1979 bewarb ich mich durch Zufall beim Musikhaus Pfefferkorn in Freising. Ausgeschrieben war die Stelle einer Verkaufskraft für den Musikalienhandel. Da ich selbst der Musik sehr angetan bin, auch von zuhause immer mit Musik und Gesang konfrontiert war, sagte ich nach anfänglichem Zögern für eine Halbtagsstelle am Vormittag zu.  Meine 1. Ehe ging leider 1981 in die Brüche. Aus finanziellen Gründen und auch weil mir die Arbeit viel Spass machte, wurde aus der Halbtagsstelle eine Vollbeschäftigung. Meine Kinder waren gut versorgt. Mein Chef (seit 1988 Ehemann) übertrug mir, da er ständig im Außendienst und Werkstatt zu tun hatte, sämtliche Arbeiten vom Bestellwesen über Buchhaltung, Verkauf bis zur Terminplanung. Im täglichen Learning by doing konnte ich in kürzester Zeit auch sehr anspruchsvolle Kunden bedienen. Unserem Slogan getreu „Vom Notenblatt bis zum Konzertflügel“ beherrsche ich die Materie.

    Mich interessiert auch die Arbeit bis ins Detail, z.B. die des Klavierbauers. Scherzhaft sage ich gern: ich bin der Lehrling meines Mannes im mittlerweile 32. Lehrjahr. Es ist wichtig, dass man den Beruf den man ergreift mit Lust und  Liebe macht. Mein bzw.
    unser Sohn Mathias (er wurde adoptiert) hat diese Freude am Beruf erfahren und wurde selbst nach bereits abgeschlossener Berufsausbildung Klavierbauer bei meinem Mann.  Inzwischen ist er aus unserem Betrieb nicht mehr wegzudenken und wird das Lebenswerk meines Mannes fortsetzen.

    Die neuen Medien Internet usw. haben längst auch durch ihn Einzug gehalten. Auch hier habe ich mich nicht verschlossen und dazugelernt. Möchte auch dieses Metier nicht mehr missen. Es ist wichtig, dass man ständig bereit ist dazuzulernen und sich neuen Situationen stellt. Der Kunde heute und „damals“ hat sich wesentlich verändert, auch sein Auftreten im Laden ist anders geworden. Respekt und Freundlichkeit, oder Begrüßung beim Ladeneintritt lassen sehr zu wünschen übrig. (nicht nur bei Kindern). Mir fallen dabei alte Sprüche meiner Chefs ein: z.B. Ausbildungsleiterin bei Horten „der Kunde ist die Majestät um die fürwahr sich alles dreht, der Kunde ist zu guter Letzt, die Eins die man vor Nullen setzt, drum pflegen wir ihn jederzeit, mit immer gleicher Höflichkeit“ (Amen, war meine Antwort).

    Prof. Grzimek bei meinem Einstellungsgespräch: Ihre Papiere brauche ich nicht zu sehen, Sie gefallen mir und Sie wollen arbeiten! Was ich damit sagen möchte, ist nicht unbedingt ein Leistungsspektrum zu präsentieren, nein, es ist das Wollen und die Arbeit mit Menschen. In meinem Fall, die Musik die bekanntlich aus dem Herzen kommt, weiterzugeben und Freude zu bereiten.

    Im Oktober möchte ich eigentlich in Rente gehen, aber ich glaube, so ganz werde ich es nicht schaffen, lieb gewonnene Tagesabläufe und Kundengespräche ganz aufzugeben, obwohl es Tage gibt an denen ich es mir wünsche….

    Die Redaktion von mentoring4u berichtet auch gerne über Ihre Erfahrungen. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de

    (Autor:  Martin Weiss, Gabriele Pfefferkorn  |  Foto: www.musikhaus-pfefferkorn.de|  Thumb & Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • Ein Bustan arabisch-jüdischer Waldorfkindergarten

    Ein Bustan

    „Ein Bustan“ ist Arabisch und bedeutet: Eine Quelle im Garten.
    Ein Bustan ist der erste arabisch-jüdische Waldorfkindergarten in Israel; Nach der 2. Intifada gegründet von dem jüdischen Musiker und Friedensaktivisten Amir Shlomian und seinem Freund, dem arabischen Sozialarbeiter Samer Zubidat. Der Kindergarten liegt in dem bedouinischen Dorf Hilf in der Nähe der Stadt Kiryat Tivon im Umland von Haifa. Das Friedensprojekt, das in seinen Anfängen gegen starke Widerstände von jüdischer und arabischer sowie israelischer Behördenseite zu kämpfen hatte, musste 2010 seine Räume erweitern und ausbauen. 2011 wird die erste Grundschulklasse basierend auf dem Kindergarten eröffnet werden. 2010 wurde EIN BUSTAN der Preis, eines der besten 10 Friedensprojekte in Israel zu sein, verliehen.

    (Autor: I. Wachendorff | Foto: I. Wachendorff | Quelle: I.Wachenforff)

  • Kinder haben Recht(e), die Früh-Elite und nördliche Green Jobs

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Kinderrechte mitgestalten, ganz früh Chinesisch lernen und Norddeutschland macht auch einen auf grün.

    Screenshot Kinder-Republic

    Für Kinder: Internationales auf Deutsch
    Also im Prinzip versucht die Website der Kinder-Republik einfach nur die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen umzusetzen. Da wir jetzt nicht mehr ganz so jung sind, haben wir am Anfang nicht ganz verstanden, was die Seite will und was sie soll. Nach einigem Suchen und Probieren wissen wir: Hier werden Kinderrechte ganz leicht erklärt und zwar wirklich für Kinder, auch mit vielen Ideen, wie Kinder für an ihre Rechte kommen. Und man kann sogar mitmachen und die Aktion in der Kinderrechte-Landkarte eintragen lassen. Basteln, Rätseln, Lachen, das ist die Devise – Wir finden, es macht Spaß!

    Screenshot Süddeutsche Frühförderung

    Wer ist hier eigentlich überfordert?
    Neidisch werden Eltern, wenn sie mitkriegen, was für tolle Bildungschancen für ihre Jüngsten in den Super-Krippen und Privatschulen lauern. Gerne hätten sie die Chance auch gehabt: individuelle Förderung, zweisprachig aufwachsen und freiwillig bis an die Grenzen gehen. Der Artikel über den Wettlauf der Sechsjährigen hinterlässt einen seltsamen Nachgeschmack, wie so oft bei dem Thema. 35-Stunden-Wochen für die Kleinsten und Eltern, die sich schon fast schämen, wenn sie keinen der begehrten Plätze ergattert haben. Obwohl sie ihre Babys schon vor der Geburt angemeldet haben. Wie viel Förderung ist sinnvoll? Ab wann wird es Eltern zu viel? Und wann den Kindern?

    Screenshot Zukunftsenergien Nordwest

    Hingehen und Leute ausquetschen
    Es ist zwar noch etwas hin, aber lieber rechtzeitig vormerken als zu spät. Im März findet in Bremen die Zukunftsenergien-Nordwest statt, eine Job- und Bildungsmesse für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Selbstverständlich gibt es hier im Vorfeld auch eine Stellenbörse. Aber viel interessanter ist es doch als (zukünfitger) Schulabgänger oder Student da mal hinzugehen und zu fragen, was diese Leute alle studiert und gelernt haben. Was sie heute machen. Mehr Experten auf einem Haufen gibt es selten und wer weiß besser über den Berufsalltag und Chancen bescheid als die, die ihn tagtäglich mitgestalten? Eben. Darum: vormerken!

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Sokolowski | Quellen: www.kinder-republik.de, www.sueddeutsche.de, www.zukunftsenergien-nordwest.de)

  • Weltmännertagslaune, ganz früh Deutsch lernen und der Master-Run

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Wir versuchen mit Vorurteilen aufzuräumen. Gegenüber Männern, Kindergärtnern und Unis, die schlechtes Marketing machen.

    Screenshot biff.eu, Berliner Institut für Frühpädagogik

    Wozu ein Weltmännertag?
    Wikipedia gibt einen ersten Hinweis: Weil Männer heutzutage kürzer leben und sich zu wenig um ihre Gesundheit scheren. Sind Männer eine aussterbende Spezies? Das vielleicht nicht unbedingt, in China wird es in einigen Jahren ohnehin mehr Männer als Frauen geben. Aussterben nein, aber vielleicht etwas eingestampft wurden Männer in den letzten Jahren, auch Männerfeindlichkeit ist ein Thema, geht man nach dem Geschlechterforscher Walter Hollstein. Tatsache ist, auch: Es machen weniger Jungs als Mädchen Abitur und besonders Jungs mit Migrationshintergrund sind häufiger arbeitslos. Das bedeutet, man muss früh anfangen, sich auch um Jungs zu kümmern, ihnen alternative Berufe aufzeigen, fördern und unterstützen, wie es zum Beispiel der Boy’s Day vormacht. Wie schön, dass das Familienministerium mit dem gleichen Konzept noch mehr Fliegen mit einer Klappe schlagen kann:

    Screenshot fruehe-chancen, Spracherwerb für die Integration

    Integrieren und Männern eine Arbeit geben
    Denn: In Kitas braucht es zur Zeit zwei Dinge ganz besonders. Integration von Kindern anderer Kulturen und Arbeitskräfte. Kitas mit besonderem Sprachförderbedarf können sich noch bis Mitte des Monats für eine Förderung bewerben, ganz gleich ob die Kinder nun über oder unter drei Jahren alt sind. Und damit das auch machbar ist, denn wie gesagt, irgendjemand muss die Arbeit ja machen, wird auch für Umschulungen geworben, der Beruf Kindergärtner appetitlich gemacht. Heißt im Klartext: Wenn es schon mehr Männer gibt, die arbeitslos sind, dann kann man immerhin versuchen, dieses Potenzial in den Kita-Bereich zu übertragen. Denn Weltmännertag steht ja auch irgendwo für Gleichberechtigung, warum sollten sich Männer also von Vorurteilen abhalten lassen, auch mal einen anderen Job als Manager und Banker auszuüben?

    Screenshot spiegel.de, Wege ins Master-Studium

    Schließlich macht nicht jeder einen Master
    Es wird einem immer schwerer gemacht, selbst an der eigenen Uni, an der man bereits einen Bachelor gemacht hat. Tatsächlich wollen wohl ziemlich viele Bachelor einen Master drauf setzen. Wir hatten gestern schon drauf hingewiesen, dass Bachelor auf dem Arbeitsmarkt nicht ganz so begehrt zu sein scheinen. Die Frage ist allerdings, wo sollen die alle hin? Wenn es an der eigenen Uni eng wird und die Zugangsbestimmungen von Uni zu Uni schwanken, sollte man sich dann an einer Uni einschreiben, die einen weniger guten Ruf hat oder weniger attraktiv ist? Nur weil da Studienplätze frei sind? Möglicherweise ist das wieder ein Problem mit den Vorurteilen. Ostdeutsche Unis haben möglicherweise nicht den Ruf  wie eine TU München, aber könnte es nicht von Vorteil sein, mit wenigen Studis im Audimax zu sitzen? Ist die Betreuung dadurch vielleicht besser? Bevor man gar keinen Master macht und statt dessen ein unterbezahltes Praktikum, wäre es vielleicht auch hier sinnvoll, kurz drüber nachzudenken, was einen selbst blockiert.

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Korkis | Quellen: www.neue-wege-fuer-jungs.de, www.biff.eu, www.fruehe-chancen.de, www.spiegel.de)