mentoring4u

Schlagwort: Krankheit

  • Ein Urvieh, 7000 Jahre alt und immer noch nicht besiegt

    Guten Morgen liebe Leserinnen und lieber Leser,
    heute möchte ich Ihnen einen Mann mit ganz besonders wertvollen Interessen vorstellen. Bei der Bundeswehr war er Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der 1. Luftwaffendivision im Range eines Oberstleutnants, zuvor zuständig für das Organisieren von Katastrophenhilfe in einem speziellen Bereich innerhalb der Bundeswehr und Gründungspräsident der Deutsche Thalassämiehilfe e.V. (1995).


    Mentoring4u:
    Herr Beith, wie sind Sie dazu gekommen, sich für die Krankheit Thalassämie zu engagieren?

    Jürgen M. Beith:
    Mit der Krankheit Thalassämie bin ich zufällig beruflich in der Mitte der 70ziger Jahre in Berührung gekommen. Ab 2003 habe die Weggefährten vergangener Tage, Familienmitglieder und ich über Abhilfe nachgesonnen und 2005 haben wir hier in der Region Stuttgart die Thalassämiehilfe ohne Grenzen e.V. aus der Taufe gehoben.

    Eigentlich begann alles mit Sardinien, beruflich war ich ein „kleiner“ Sachbearbeiteroffizier aber mit dem großen Verantwortungsbereich „Organisation von Katastrophenhilfe“. Da erreichte uns 1976 ein Notruf aus Sardinien, dass den Krankenhäusern dort das Blut ausginge. Nach erfolglosen Verhandlungen mit DRK und BRK – beide wollten einfach zu viel Geld – haben wir im eigenen Bereich das Zentralinstitut der Bundeswehr eingebunden und seit Herbst 1976 bis heute gibt es die nicht kommerzielle Blutbrücke nach Sardinien. Ich bin im Jahr 2000 bei der Bundeswehr krankheitsbedingt in den vorzeitigen Ruhestand getreten.

    Mentoring4u:
    Hatten Ihre Kollegen bis dato schon mal Kontakt zu Krankheitsträgern?

    Jürgen M. Beith:
    Sardinen ist einer der vielen Thalassämiebrennpunkte der Welt und zugleich auch Standort eines Übungsplatzkommandos der fliegenden deutschen Luftwaffe. Unsere Leute haben in ihrer Freizeit auf Sardinien Menschen gesehen, die ganz verändert aussahen. Fragen brachten Aufklärung und die Jungs gingen erst mal dran, Blut zu spenden und auch etwas Geld zu sammeln.

    Mentoring4u:
    Was ist Thalassämie?

    Jürgen M. Beith:
    Die Thalassämien, (es gibt unterschiedliche, am verbreitetsten ist die Beta-Thalassämie) sind vererbte Erkrankungen des blutbildenden Systems. Vereinfacht könnte man auch des Knochenmarks sagen. Ohne qualifizierte medizinische Versorgung einer Beta-Thalassämie major (akute Form) liegt die Lebenserwartung im Durchschnitt bei zwei Jahren. Die Krankheit existiert seit mindesten 7.000 Jahren, wird aber weltweit mehr oder weniger totgeschwiegen und verdrängt.

    Mentoring4u:
    Wie steckt man sich denn an?

    Jürgen M. Beith:
    Es handelt sich nicht um Ansteckung. Wenn zwei Träger der Thalassämie-Erbanlage ein Kind bekommen, dann funktioniert nach Gregor Mendel der Erbgang theoretisch so:

    Es gibt zu 25% eine Chance auf ein gesundes Kind, 50 % Kind mit Thalassämie Trägerschaft und 25 % ein schwer krankes Kind.

    Nur hält sich Mutter Natur nicht an die Theorie. Ich kenne Familien, da sind von 8 Kindern 6 schwer krank, ständig auf Bluttransfusionen und sogenannte Chelatbildner (um das überschießende, giftige Eisen wieder los zu werden) angewiesen.

    Die ursprüngliche Verbreitung der Thalassämien folgte den Malariaregionen der Erde (daher abgeleitet vom Mittelmeer / griech. Thalassos – Thalassämie : Krankheit aus dem Meer). Heute gibt es kaum noch Regionen ohne Träger aufgrund von Flucht, Vertreibung, Arbeitssuche.

    Der zweite Teil des Interviews folgt am Donnerstag, dem 10. Januar.

    Mentoring4 führte das Interview mit Oberstleutnant a.D Jürgen M. Beith, Gründungspräsident Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V. .

    (Autor: M. Weiss  /  Bilder: Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V.  / Bildbearbeitung: M. Weiss  /  Quelle: www.thogde.org www.thalassaemie.info/)

  • Schulstunden verpennen, Ameisen versenden und Armut bekämpfen

    Heute in unseren Fundstellen, eine Existenzgründung einer ganz anderen Art und das wichtigste daran ist das Durchhaltevermögen, mag die Idee, wie in diesem Fall auch noch so klein sein. Was versteht man eigentlich unter Fairtrade und warum erkennen Eltern nicht, dass ihre Kinder ungewollt verschlafen?
    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,803376,00.html

    Er habe als Kind viel Zeit im Garten verbracht und habe stundenlang die Ameisen bei ihrer Arbeit beobachtet. Es habe Ihn fasziniert wie die winzigen Lebewesen ihr Leben organisiert haben und wie sie von Hand zu Hand ihr Nest bauten. Daraus kann man schließen, dass er schon als Kind Interesse an Ameisen hatte.
    Martin war so sehr fasziniert von den Ameisen, dass er später im Internet Texte und Fotos von seinen Krabbeltierchen veröffentlichte. Er behielt die Ameisen in einem Glaskasten um sie besser beobachten zu können.

    Vor elf Jahren meldete Martin sein Gewerbe, den „weltweit ersten Ameisenversandhandel“ an. Seitdem kann man die Tierchen im Onlineshop einzeln, eine Königin oder als ganze Kolonie bestellen. Zurzeit besitzt er alle Ameisenarten der Welt, dort leben sie in Glaskästen, Glasröhren oder schlummern in Reagenzgläsern.
    Mittlerweile umfasst Martins Geschäftsfläche in Berlin 1000 m². Die Ameisen von Martin kosten zwischen € 1,00 und € 500 .

    Was aus einem Hobby alles werden kann. Wie viele Ameisen täglich per Post nach ganz Europa geschickt werden, bleibt jedoch Betriebsgeheimnis..
    Heute beschäftigt Martins Firma eine Menge Angestellte.

    http://www.fairtrade-deutschland.de/ueber-fairtrade/

    Fairtrade ist eine Strategie zur Armutsbekämpfung. Bauern in Asien, Afrika und Lateinamerika erhalten durch Fairtrade-Standards die Möglichkeit, ihre Dörfer und Familien aus eigener Kraft zu unterstützen und Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Hinter Fairtrade steht Fairtrade International (FLO), die Dachorganisation setzt sich aus 24 Mitgliedern zusammen.

    Fairtrade ermöglicht Kleinbauern aus benachteiligten Regionen des Südens den Marktzugang in den Norden. Angestellte auf Plantagen bekommen gesetzlichen Mindestlohn und ebenso profitieren sie von Schutzkleidung, bezahlten Urlaub und sozialer Vorsorge.

    Beim Einkauf im Supermarkt treffen Kunden kleine Entscheidungen, die für Produzenten rund um den Globus weitreichende Folgen haben können (z.B. Bau von Trinkwasserbrunnen und Schulen, Umstellung auf biologischen Anbau und unterstützte Arztbesuche).

    Rund 1,2 Millionen Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien sind in das Fairtrade-System eingebunden.

    http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/schlafen/news/fatigue-syndrom-chronisch-erschoepft-auf-der-schulbank_aid_693702.html
    Fatigue-Syndrom
    Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Erschöpfung hindern eine Menge von Schülern daran, regelmäßig zur Schule zu gehen.
    Dies löst das Fatigue-Syndrom (chronischer Erschöpfungssyndrom) aus, doch die Ursache für das Fatigue-Syndrom ist unbekannt und ebenso was dagegen hilft.
    Eine Studie mit 2855 Schülern in der britischen Stadt Bath zeigte, das einer von 100 Schülern zwischen 11 und 18 Jahren die ganze Unterrichtsstunde verschläft. Und 28 von ihnen waren akut betroffen, so dass sie erst gar nicht in der Schule erscheinen konnten.

    Die Kinder sind nicht deshalb so müde, weil sie abends zu spät schlafen gehen, sondern sie leiden neben ihrer Müdigkeit auch unter Gedächtnisproblemen und Konzentrationsschwächen. Deshalb hilft das ordentliche Ausschlafen leider nicht.

    Doch Heilung ist möglich!
    Die Forscher nahmen von den 461 Schülern jeden einzelnen unter die Lupe, der mindestens an einem Tag in der Woche innerhalb von 6 Wochen gefehlt hatte. Fünf von ihnen hatten bereits die Diagnose „chronische Erschöpfung“ erhalten und 23 weitere neue Fälle wurden entdeckt.

    Von den frisch diagnostizierten Kindern entschieden sich nur 19 für eine der 2 Therapien:
    – Verhaltenstherapie
    – Sporttherapie

    Zwölf  von ihnen gingen nach der Therapie wieder Vollzeit zur Schule und sechs erholten sich komplett.

    Leiten Sie diesen Artikel bitte an Eltern weiter. Die Wenigsten wissen, das verschlafen einen Krankheit sein kann.

    (Autor: Dilan Balci (Auszubildende)  /  Bilder: D. Balci  /  Quellen: www.spiegel.de, www.fairtrade-deutschland.de und www.focus.de)