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Gewaltstudie 2013

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Posted on : 03-06-2013 | By : m_weiss | In : Frühförderung
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Leverkusen (ots) – Gewalt ist in Deutschland für viele Heranwachsende erschreckender Alltag. Fast ein Viertel (22,3%) wird von Erwachsenen oft oder manchmal geschlagen; 28% davon sind Kinder ab sechs Jahren, etwa 17% Jugendliche.

Neue Gewaltstudie: Schläge sind für ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland Alltag / Bildrechte: Bayer HealthCare Deutschland Fotograf: © fasphotographic, 2013 mit Gene

Überraschend ist dieses Ergebnis vor allem deshalb, weil es bereits seit 13 Jahren ein gesetzlich verankertes Recht auf eine gewaltfreie Erziehung gibt. Die „Gewaltstudie 2013“ der Universität Bielefeld hat im Auftrag der Bepanthen-Kinderförderung untersucht, wie präsent Gewalt- und Missachtungserfahrungen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland heute noch sind und inwiefern sie von Armutslagen abhängen. Die Studie ist einzigartig, weil bislang zum ersten Mal bereits Kinder ab sechs Jahren befragt wurden. In der zweiten Altersgruppe wurden Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre befragt. Die Studie ist mit 900 Teilnehmern bevölkerungsrepräsentativ.

Kinder in Armutslagen werden öfter und härter geschlagen

Auch wenn Heranwachsende aus allen Schichten Gewalterfahrungen machen, lassen sich doch eindeutige soziale Unterschiede feststellen. „Vor allem Kinder aus prekären Lebenslagen werden häufiger und offenbar auch in höherer Intensität geschlagen als Kinder, deren sozialer Status durchschnittlich oder privilegiert ist“, bestätigt Studienleiter Prof. Dr. Holger Ziegler, Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld. Insgesamt geben 32,5% der sozial benachteiligten Kinder an, oft oder manchmal von Erwachsenen geschlagen worden zu sein – 17,1% sogar so heftig, dass sie blaue Flecken hatten. Bei den durchschnittlich bis privilegiert gestellten Kindern kommt das weitaus weniger häufig vor (6,6% und 1,4%). Im Vergleich zu den Kindern sind die Gewalterfahrungen von Jugendlichen zwar auch, jedoch weniger eindeutig mit dem sozioökonomischen Status assoziiert. 22,1% der sozial benachteiligten im Vergleich zu 17,9% der privilegierten Jugendlichen berichten, oft oder manchmal geschlagen zu werden. 6,4% der sozial benachteiligten Jugendlichen hatten anschließend blaue Flecken – im Gegensatz zu 3% der privilegierten.

Dumm, faul und weniger wert

Gewalt äußert sich jedoch nicht nur durch Schläge, sondern auch durch (verbale) Missachtung. Ein Viertel aller befragten Heranwachsenden (25,1%) hat die Erfahrung gemacht, von Erwachsenen als „dumm“ oder „faul“ beschimpft zu werden (26,7% Kinder, 23,9% Jugendliche). Ein Fünftel gibt an, dass Erwachsene ihnen das Gefühl geben, weniger wert zu sein. Bei den Kindern werden erneut sozioökonomische Unterschiede sichtbar: Mit 23,6% sind sozial benachteiligte Kinder im Vergleich zu den privilegierten Kindern (9,9%) mehr als doppelt so häufig dieser Erfahrung ausgesetzt. Bei den Jugendlichen ist das hohe Gesamtniveau über alle Schichten hinweg erschreckend: Knapp 24% wurden von Erwachsenen schon mal als „dumm“ oder „faul“ bezeichnet, 26% haben das Gefühl, weniger wert zu sein. Erziehungswissenschaftler Prof. Ziegler: „Wir wissen, dass sich solche verbalen Missachtungserfahrungen deutlich – und unter Umständen auch stärker als körperliche Gewalterfahrungen – auf das Ausmaß emotionaler Probleme, das Wohlbefinden oder Selbstvertrauen der Heranwachsenden auswirken.“

Privilegierte Kinder in der Schule bevorzugt?

Auch im schulischen Umfeld spielen Missachtungserfahrungen eine Rolle – die erlebte Fairness im Klassenzimmer ist sozial sehr ungleich verteilt. 45% der Kinder aus prekären Lebenslagen berichten, dass LehrerInnen bestimmte Schüler besser behandeln – bei den privilegierten Kindern empfinden das nur 22,6% so. Fast dreimal so viele der sozial benachteiligten Kinder (14,4%) im Vergleich zu den privilegierten Kindern (4,9%) geben an, Angst vor dem Klassenlehrer zu haben. Fast ein Viertel hat das Gefühl, unfair behandelt zu werden. Jugendliche nehmen ihre LehrerInnen als noch weniger fair wahr, die Unterschiede nach sozialer Lage sind jedoch weniger stark ausgeprägt: 55% der Jugendlichen aus prekärer Lage geben an, dass bestimmte Schüler besser behandelt werden; in der Gruppe der Privilegierten sind es 51,9%.

Soziales Gefälle auch beim Mobbing

Sozial benachteiligte Heranwachsende machen stärkere Mobbingerfahrungen durch Peers als privilegierte. So berichten 70,6% der Kinder davon, zumindest manchmal von anderen gehänselt oder beleidigt worden zu sein, im Vergleich zu knapp 60% der privilegierten Kinder. Davon geben 15,3% der sozial benachteiligten Kinder und 14,3% der Jugendlichen gegenüber 6,3% der privilegierten Kinder bzw. 5,9% der privilegierten Jugendlichen an, oft gehänselt oder beleidigt zu werden. Mit Absicht nicht beachtet zu werden, erleben knapp 11% der sozial benachteiligten Kinder im Gegensatz zu 2,1% der privilegierten Kinder. Bei den Jugendlichen ist das Verhältnis ähnlich (10,1% vs. 3%).

Eltern-Kind-Beziehung wichtig

Gewalt- und Missachtungserfahrungen bleiben nicht ohne Folgen – das weiß auch Diplom-Pädagogin Katharina Saalfrank. Die neue Schirmherrin der Bepanthen-Kinderförderung will für das Tabuthema „Gewalt in der Familie“ ein öffentliches Bewusstsein schaffen und sieht ihre Aufgabe darin, Eltern bei ihrer Eltern-Kind-Beziehung zu begleiten und zu unterstützen: „Kinder und Jugendliche kommen nicht gewalttätig auf die Welt und ihr Verhalten hat immer einen Grund. Wenn sie in ihren ersten Beziehungen – also durch Eltern oder Familie – Gewalt oder Missachtung erleben, integrieren sie diese Erfahrungen in sich und entwickeln ein nur sehr geringes Selbstwertgefühl. Dieses kompensieren sie dann mit Gewalt und übernehmen so diese gelernten Muster in ihr eigenes Handeln“, sagt Saalfrank, die in der Familienberatung tätig ist.

In der Gewaltstudie zeigen sich bei der Elternbeziehung statistisch bedeutsame Unterschiede nach sozioökonomischen Status. Die Frage, ob Eltern gegebene Versprechen einhalten, verneinen etwa 40% der Kinder aus prekären Lebenslagen – im Gegensatz zu rund 20% der privilegierten Kinder. Nur knapp die Hälfte der sozial benachteiligten Kinder wird regelmäßig von den Eltern nach ihrer Meinung gefragt; bei Kindern mit privilegiertem Hintergrund sind es hingegen zwei Drittel. Rund 30% der sozial benachteiligten Jugendlichen berichten ebenfalls davon, sich nicht auf Versprechen ihrer Eltern verlassen zu können und mehr als 40% haben das Gefühl, die Erwartungen der Eltern nicht erfüllen zu können; bei den privilegierten Jugendlichen sind es unter 30%.

Kein eigenes Zimmer, nicht genügend Geld

Die sozioökonomische Lage der Familie wird auch von den jungen Menschen selbst ganz unmittelbar wahrgenommen. Mehr als ein Viertel (27%) der Kinder und Jugendlichen aus prekären Lebenslagen hat kein eigenes Zimmer, im Gegensatz zu nur 2% der privilegierten und 5% der durchschnittlich gestellten Heranwachsenden. Bereits jedes fünfte Kind (21,4%) aus prekären Lebenslagen ist sich bewusst, dass die eigene Familie nicht genügend Geld hat, um sich alles leisten zu können. Von den privilegierten Kindern macht nur jedes 50. Kind (2%) eine solche Erfahrung.

Bepanthen-Kinderförderung unterstützt Arche-Kinder

Die „Gewaltstudie 2013“ belegt, dass Gewalt und Missachtung für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag gehören. Um vor allem den häufig betroffenen sozial benachteiligen Kindern eine Möglichkeit der Verarbeitung solcher Erlebnisse zu geben, hat die Bepanthen-Kinderförderung im Mai 2013 ein bundesweites Konflikt-Training an 13 Standorten des Kinder- und Jugendwerks „Die Arche“ gestartet. „Die Kinder können in diesem Rahmen begleitet ihre Erfahrungen im geschützten Raum der Arche ansprechen – und auch verstehen, dass jede Gewalt an ihnen eine Grenzüberschreitung bedeutet und nicht ok ist und Unrecht bedeutet„, so Saalfrank.

Sowohl die Schirmherrin als auch Studienleiter Holger Ziegler wünschen sich mehr öffentliche Aufmerksamkeit für das Tabuthema Gewalt. „Denn Gewalt an Kindern in jeglicher Form ist nicht nur gesetzlich verboten, sondern beeinträchtigt vor allem die Entwicklung von Kindern nachhaltig. Jeder Schlag hinterlässt tiefe Schrammen auf der Seele. Im Sinne der Kinder müssen wir als Gesellschaft die wissenschaftlichen Erkenntnisse über gesundes Aufwachsen von Kindern endlich in die pädagogische Praxis integrieren und ein Umdenken als notwendige, gesellschaftliche Aufgabe begreifen“, betonen die Diplom-Pädagogin und der Erziehungswissenschaftler.

Die Bepanthen-Kinderförderung setzt sich seit 2008 für sozial benachteiligte Kinder in Deutschland ein und unterstützt die Arche mit Förderprogrammen und jährlichen Geldspenden. Derzeit sind 2,5 Millionen Kinder hierzulande von Armut betroffen. Weitere Informationen unter www.kinderförderung.org.

Über Bayer HealthCare Deutschland

Bayer HealthCare Deutschland vertreibt die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care (Diabetes Care und Radiology & Interventional) und Pharmaceuticals. Das Unternehmen konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will Bayer HealthCare Deutschland einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern.

www.gesundheit.bayer.de www.twitter.com/gesundheitbayer

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

(Jutta Schulze Bayer AG / Bildrechte: Bayer HealthCare Deutschland /  Fotograf: © fasphotographic, 2013 mit Gene  / Quellen: „obs/Bayer HealthCare Deutschland“, presse-healthcare.bayer.de kinderprojekt-arche.eu/ )

Letzter Teil: Ist Legasthenie ein Märchen? Diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainer – helfen Ihnen –

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Posted on : 23-12-2011 | By : m_weiss | In : Förderung in der Schulzeit, Frühförderung, Gastautor
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(Bewertung-Durchschnitt: 4,80 von 5 Sternen)
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Für das Funktionstraining steht eine Fülle an Spielen und Arbeitsblättern zur Verfügung. Der AFS-Test hat gezeigt, welche Schwierigkeiten das Kind hat, und hier wird das Training angesetzt.


Hat ein Kind Schwierigkeiten, Unterschiede zu sehen, so gibt es Fehlerbilder, Wimmelbücher, Buchstabensuche, usw. Hat es Schwierigkeiten, „oben“, „unten“, „rechts“, „links“, „neben“, „vor“, „hinter“ zu unterscheiden, so werden Türme gebaut, Figuren aus unterschiedlichen Perspektiven nachgezeichnet, Bilder gedreht usw. Für jeden Bereich gibt es eine große Auswahl. Viele Trainer des EÖDL stellen ihre Arbeitsblätter auf ihren Privatwebseiten bzw. über www.arbeitsblaetter.org gratis zur Verfügung.

Doch die Aufmerksamkeit des Trainers und die Wahrnehmungsübungen für das Kind alleine reichen nicht. Auch ein legasthenes Kind lernt Lesen durch Lesen, Schreiben durch Schreiben und Rechnen durch Rechnen. Zusätzlich zum AFS-Test mache ich immer eine genaue Fehleranalyse. Welche Fehler macht das Kind? Lässt es Buchstaben aus, fügt es welche hinzu, vertauscht es „g“ und „k“ oder „b“ und „d“? Manche Eltern staunen, wenn ich ihnen zeige, dass die Fehler ihres Kindes System haben. Ein Kind, das Schwierigkeiten mit der räumlichen Wahrnehmung hat, wird öfters „b“, „d“, „p“ und „q“ verwechseln. Was hilft es da, wahllos Diktate zu üben? Groß- und Kleinschreibung? Rein gar nichts. Auch hier setze ich das Training da an, wo das Kind Probleme hat. Dabei gehe ich immer in dieser Reihenfolge vor: 1. Lesen, 2. Schreiben und 3. Rechnen. Denn Lesen ist das Wichtigste. Jegliche Informationsaufnahme geschieht über das Lesen. Solange ein Kind nicht gut und sicher lesen kann, brauche ich keine Rechtschreibung zu üben und schon gar keine Sachaufgaben. Für manche Eltern ist das ein regelrechter Schock! „Wie, wir sollen kein Diktat üben?!“ Nein, es bringt nichts. Solange das Kind die Buchstaben nicht einmal unterscheiden kann, was will man da Diktat üben? Auch beim Symptomtraining gibt es mehrere Möglichkeiten, den Buchstaben- oder Zahlenwirrwarr im Kopf des Kindes zu entwirren: Holzbuchstaben, Nachfahrplättchen, Kneten, …
Auch hier gilt: was das Kind annimmt, gilt. Sehr sinnvoll ist es hier auch, den Computer einzusetzen. Dennoch, trotz aller Spiele und Möglichkeiten soll ein Kind mit der Hand schreiben können und ein Arbeitsblatt bearbeiten können. Tablets, Netbooks, Smartphones mögen im Alltagsleben der Kinder angekommen sein, in der Schule sind sie das noch lange nicht. Auch wenn die neuen Medien in der Schulen ankommen sollten, ein Kind soll dennoch in der Lage sein, einen Stift in der Hand zu halten und leserlich zu schreiben.

Im Training gehe ich daher kleinschrittig vor: ich hole ich das Kind da ab, wo es ist und bringe ihm langsam, aber sicher die Kulturtechniken bei. Das Frustrierende an der Sache? Bis die Kinder zu mir kommen, sind sie oft schon in der 3. und 4. Klasse oder sogar älter, vom Wissensstand aber irgendwo Mitte oder Ende der 1. Klasse oder 2. Klasse. Das ist übertrieben? Leider nicht. Es ist erschreckend, wie viele 12-jährige Kinder wie ein Erstklässler lesen. Die Zahlen in Deutschland sagen auch genug: Siebeneinhalb Millionen funktionale Analphabeten gibt es in Deutschland; Migranten, die nicht oder kaum Deutsch sprechen sind dabei nicht erfasst. Sind das alle nicht-erkannte Legastheniker? Ich weiß es nicht, aber ich wage zu sagen: sehr viele auf jeden Fall. Die Art und Weise, wie in Deutschland Lesen und Schreiben gelernt wird, ist für Legastheniker nicht gerade förderlich. Aber das wäre ein weiteres Thema und ein Artikel für sich.

Auch interessant: Wenn festgestellt wird, dass ein Kind in der Grundschule Schwierigkeiten mit Lesen, Schreiben, Rechnen hat, muss es in Deutschland eine multiaxiale Diagnostik über sich ergehen lassen, um als Legastheniker anerkannt zu werden. Ein Kind, das „nur“ Dyskalkulie hat, ist völlig sich selbst überlassen. Noch interessanter ist allerdings Folgendes: Ich habe viele Kinder, die erst beim Erlernen einer Fremdsprache auffällig werden. Irgendwie kann sich keiner erklären, warum das Kind sich mit Englisch oder Latein so schwer tut. Schaue ich genauer hin, merke ich, dass das Kind auch in Deutsch erhebliche Schwierigkeiten hat, aber dass es dieses durch seine hohe Intelligenz und verschiedene Tricks lange überspielen konnte. Jetzt braucht das Kind keinen Psychologen, keinen Psychiater und keine Medikamente (zum Glück), sondern es heißt einfach: „Na ja, es ist halt nicht so gut in Sprachen!“

Es würde den Rahmen sprengen, hier noch mehr auf Einzelheiten einzugehen bzw. die Bildungssituation in Deutschland anzusprechen – dennoch soll gesagt werden, dass Deutschland mehr legasthene Kinder als andere Länder hat. Das sollte uns nachdenklich stimmen.

Neben dem Training mit betroffenen Kindern versuche ich auch die Öffentlichkeit über die Themen Legasthenie und Dyskalkulie zu informieren. Twitter und Facebook sind dafür geeignete Plattformen, aber auch Vorträge, Flyer, Aushänge, usw.

Wichtig ist zu erkennen, dass Legasthenie und Dyskalkulie keine Krankheiten oder Behinderungen oder Schwächen sind. Mit dem richtigen Training kann jedes Kind seine Legasthenie oder Dyskalkulie in den Griff bekommen. Deswegen sollten Legasthenie und Dyskalkulie möglichst früh erkannt werden. Wenn ein normal intelligentes Kind Probleme mit Lesen, Schreiben, Rechnen hat, soll man nicht wegschauen, nicht denken, dass der Knoten schon platzen werde (tut er nämlich nicht), die Eltern nicht vertrösten (sie wollen Hilfe!) und den Eltern nicht sagen, dass sie mehr üben sollen (das tun sie nämlich!). Legasthene und dyskalkule Kinder brauchen eine individuelle Förderung auf pädagogisch-didaktischer Ebene. So einfach ist das.

Über diesen Link kommen Sie zu Teil 1, Teil 2, Teil 3 .

Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Wir wünschen Ihnen, unseren Lesern, ein gesegnetes Weihnachtsfest.  Die Redaktion von Mentoring4u.

(Gastautor: Stephany Koujou  /   Bilder: S. Koujou  /  Gestaltung: M. Weiss   /  Quellen und weiterführende Links:
Blog der Autorin: www.abcund123.de , Fernstudium des EÖDL:www.legastheniefernstudium.com/ , Dachverband Legasthenie Deutschland:www.dvld.de/index.php , Legasthenie:de.wikipedia.org/wiki/Legasthenie Legasthenie – Dyskalkulie? (Dr. Astrid Kopp-Duller und Mag. Livia Pailer-Duller, KLL-Verlag, 2008) www.legasthenie.com , Blog von Dr. Astrid Kopp-Duller: blog.legasthenie-lrs-dyskalkulie.com/Sinneswahrnehmungen:abcund123.blogspot.com , AFS-Test:abcund123.blogspot.com und www.dyslexiatest.com ; 30 Fragen:www.30fragen.com/ . Das Legasthenie-Märchen: www.iplnicolay.comKMBek 16.11.99 , Text der KMBek (geändert am 11.8.00): www.schulberatung.bayern.de , Liegende Acht: www.lernen-heute.de, Siebeneinhalb funktionale Analphabeten: www.zeit.de )

Teil 3: Ist Legasthenie ein Märchen? Diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainer – helfen Eltern

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Posted on : 18-12-2011 | By : m_weiss | In : Förderung in der Schulzeit, Frühförderung, Gastautor
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(Bewertung-Durchschnitt: 4,88 von 5 Sternen)
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Aufmerksamkeit bedeutet, dass das Kind lernen soll, beim Lesen, Schreiben, Rechnen mit den Gedanken dabei zu sein. Es reicht natürlich nicht, dem Kind lapidar zu sagen: „Konzentriere dich endlich mal“ oder „Sei ruhig!“. Nein, ich zeige dem Kind, wie es aufmerksam sein kann, wie es dazu kommt, mit den Gedanken bei der Sache zu sein.

Für den Einstieg mache ich gerne Übungen mit der liegenden Acht, sei es mit einer Acht zum Anfassen oder mit einer Acht auf Papier zum Nachfahren. Die liegende Acht ist eine Übung aus der Kinesiologie. Ich will hier nicht auf den wissenschaftlichen Aspekt eingehen, ob es nachweisbar ist, dass die Gehirnhälften dadurch miteinander verbunden werden oder nicht. Fakt ist, dass die meisten Kinder diese Übung annehmen und dabei ruhiger werden.

Für die Kinder, die diese Übung nicht akzeptieren oder nicht machen können, gibt es andere Übungen. Atemübungen, Nachfahrübungen, einen Turm bauen lassen, ja, ich habe einen Schüler, mit dem ich zuerst 10 Minuten Judotraining mache, damit er überhaupt zur Ruhe kommt. Denn das ist das Schöne an der AFS-Methode. Sie ist eine offene Methode, d.h. jeder Ansatz, jedes Spiel, jede Technik, jede Methode, die dem Kind helfen kann, wird akzeptiert. Jedes Kind hat eine andere Legasthenie, und jedes Kind hat eine andere Dyskalkulie, und deswegen ist es wichtig, auf jedes Kind einzeln einzugehen. Da das Training in einer Eins-zu-eins-Situation stattfindet, ist dies auch möglich.

Manche Kinder sind nach Jahren des falschen Übens und der Frustration so unruhig geworden, dass sie manchmal lange brauchen, um überhaupt zur Ruhe zu kommen und aufmerksam zu sein. Hier heißt es, nicht locker zu lassen, sondern so lange daran zu arbeiten, bis das Kind seine Aufmerksamkeit gefunden hat.

Der zweite Aspekt ist das Funktionstraining. Funktionen oder Sinneswahrnehmungen sind die Wahrnehmungen, die man zum Lesen, Schreiben und Rechnen braucht. Es geht um visuelle, akustische und räumliche Wahrnehmung. Es geht nicht darum, ob ein Kind gut sieht oder nicht, sondern darum, ob das Kind in der Lage ist, Unterschiede zu sehen oder zu hören, sich zu merken, was es gesehen oder gehört hat, ob es sicher „oben“, „unten“, „rechts“, „links“, „neben“, „vor“, „hinter“ unterscheiden kann. Denn wenn ein Kind das nicht kann, kann es zu Schwierigkeiten beim Erlernen der Kulturtechniken kommen.

Für das Funktionstraining steht eine Fülle an Spielen und….

Der vierte Teil erscheint bei uns am 23. Dezember 2011

Über diesen Link kommen Sie zu Teil 1, Teil 2 und zum letzten Teil.

Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

(Gastautor: Stephany Koujou  /  Bilder: froodmat_wasserspiegel   Gestaltung: M. Weiss  /  Piktogramm: PictoSelector  /  Quellen und weiterführende Links:
Blog der Autorin: www.abcund123.de , Fernstudium des EÖDL:www.legastheniefernstudium.com/ , Dachverband Legasthenie Deutschland:www.dvld.de/index.php , Legasthenie:de.wikipedia.org/wiki/Legasthenie Legasthenie – Dyskalkulie? (Dr. Astrid Kopp-Duller und Mag. Livia Pailer-Duller, KLL-Verlag, 2008) www.legasthenie.com , Blog von Dr. Astrid Kopp-Duller: blog.legasthenie-lrs-dyskalkulie.com/ Sinneswahrnehmungen:abcund123.blogspot.com , AFS-Test:abcund123.blogspot.com und www.dyslexiatest.com ; 30 Fragen:www.30fragen.com/ . Das Legasthenie-Märchen: www.iplnicolay.com KMBek 16.11.99 , Text der KMBek (geändert am 11.8.00): www.schulberatung.bayern.de , Liegende Acht: www.lernen-heute.de, Siebeneinhalb funktionale Analphabeten: www.zeit.de )

Teil 2. Ist Legasthenie ein Märchen? Diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainer – helfen Kindern

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Posted on : 17-12-2011 | By : m_weiss | In : Förderung in der Schulzeit, Frühförderung, Gastautor
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(Bewertung-Durchschnitt: 4,40 von 5 Sternen)
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…Es entsteht noch mehr Druck und Frustration. Der Teufelskreis hat längst angefangen. Allmählich entwickelt das Kind Verhaltensauffälligkeiten, wird unruhig und unkonzentriert. Irgendwann ist das eigentliche Problem nebensächlich geworden, und das Kind wird zum Problem.

Deswegen ist es wichtig, dass Eltern, aber auch Schulen die Anzeichen von Legasthenie und Dyskalkulie erkennen und dementsprechend handeln. Muss das Kind zum Psychologen? Muss das Kind zum Psychiater? Soll es gar Tabletten schlucken? Nein, das Kind braucht lediglich eine andere Methode, um die Kulturtechniken zu lernen.

An dieser Stelle helfen die diplomierten Legasthenie- und Dyskalkulietrainer und –trainerinnen des EÖDL, so wie ich. Ich arbeite nach der Definition von Dr. Kopp-Duller und der von ihr entwickelten AFS-Methode. Was bedeutet das?

Wenn Eltern mich anrufen, sind sie meistens schon recht verzweifelt und haben bereits eine Odyssee durch mehrere Praxen hinter sich, leider erfolglos. Oft ist es so, dass den Eltern nahegelegt wird, Ritalin sei noch die einzige Rettung. Auch wenn viele Eltern leider diesem Druck nachgeben, gibt es auch noch viele, die das nicht wollen.

Ich mache zunächst ein Anamnesegespräch mit den Eltern und dem Kind. Es geht dabei darum, festzustellen, ob keine körperlichen Gründe für die Schulschwierigkeiten vorliegen und welche Maßnahmen schon getroffen wurden. Auch gibt es einen Fragebogen zu typischen Merkmalen legasthener Kinder im Vorschul- und im Schulalter. Wenn in diesem Bogen mehrmals „Ja“ angekreuzt wird, mache ich den AFS-Test mit dem Kind. Damit kann ich feststellen, wie aufmerksam das Kind ist, welche Sinneswahrnehmungen anders ausgeprägt sind und welche Art von Fehlern das Kind macht. Eigens dafür habe ich eine Fehleranalysetabelle – darin sind die verschiedenen, typischen Fehler aufgelistet: Buchstaben auslassen, Buchstaben verdrehen, Buchstaben vertauschen, usw. Für diese Analyse benutze ich verschiedene Proben, die das Kind über längere Zeit geschrieben hat. Ich mache keinen LRS-Test, da dieser nur eine Momentaufnahme und zu wenig aussagekräftig ist. Bei einem legasthenen Kind kann es durchaus sein, dass es gerade einen guten Tag hat und glänzend abschneidet beim Test. Das ist wohl der Grund, warum viele Schulpsychologen keinen Handlungsbedarf sehen, da das Ergebnis im Rahmen ist.

Nach der Testung analysiere ich das Ergebnis und stelle einen Trainingsplan zusammen. Denn jetzt ist es wichtig, das Kind richtig zu fördern. Das mache ich
nach der AFS-Methode: AFS steht für Aufmerksamkeit, Funktion und Symptom.

Aufmerksamkeit bedeutet, dass das Kind lernen soll, beim Lesen, Schreiben, Rechnen mit den Gedanken dabei zu sein…

Der dritte Teil folgt am 18. Dezember 2011

Über diesen Link kommen Sie zu Teil 1, Teil 3 und letzter Teil.

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(Gastautor: Stephany Koujou  /  Bilder & Thumb & Gestaltung: M. Weiss   /  Quellen und weiterführende Links:
Blog der Autorin: www.abcund123.de , Fernstudium des EÖDL: www.legastheniefernstudium.com/ , Dachverband Legasthenie Deutschland: www.dvld.de/index.php , Legasthenie: de.wikipedia.org/wiki/Legasthenie Legasthenie – Dyskalkulie? (Dr. Astrid Kopp-Duller und Mag. Livia Pailer-Duller, KLL-Verlag, 2008) www.legasthenie.com , Blog von Dr. Astrid Kopp-Duller: blog.legasthenie-lrs-dyskalkulie.com/Sinneswahrnehmungen: abcund123.blogspot.com , AFS-Test:abcund123.blogspot.com und www.dyslexiatest.com ; 30 Fragen:www.30fragen.com/ . Das Legasthenie-Märchen: www.iplnicolay.com KMBek 16.11.99 , Text der KMBek (geändert am 11.8.00): www.schulberatung.bayern.de , Liegende Acht: www.lernen-heute.de, Siebeneinhalb funktionale Analphabeten: www.zeit.de )

Ist Legasthenie ein Märchen? Diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainer – helfen Menschen – Teil 1

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Posted on : 15-12-2011 | By : m_weiss | In : Förderung in der Schulzeit, Frühförderung, Gastautor
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(Bewertung-Durchschnitt: 4,57 von 5 Sternen)
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Legasthenie ist ein Märchen; Legasthenie ist ein schwieriges Wort für Faulheit; Legasthenie ist eine Erfindung reicher Eltern als Erklärung für ihr dummes Kind; Legasthenie ist eine schwere psychische Störung, Legasthenie ist „eine nur schwer therapierbare Krankheit„. Bei diesen Ansichten, ist es kein Wunder, wenn Eltern es nicht gerne hören, dass ihr Kind legasthen sein soll. Die gleichen Meinungen gibt es über die Dyskalkulie.
Screenshot Wasserspiegel Artikel

Richtig erfrischend ist daher die Definition von Dr. Astrid Kopp-Duller. Sie beschreibt Legasthenie so: „Ein legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf Symbole trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten Teilleistungen (Sinneswahrnehmungen) anders empfindet als nicht-legasthene Menschen. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens oder Rechnens.“ (1995).

Was bedeutet diese Definition? Zunächst, dass Legasthenie und Dyskalkulie nichts mit Dummheit zu tun haben. Legasthene und dyskalkule Kinder sind normal bis überdurchschnittlich intelligent. Jeder, der mit diesen Kindern arbeitet, kann dies bestätigen. Allerdings nehmen sie ihre Umwelt anders wahr als nicht-betroffene Kinder. Ihre Sinneswahrnehmungen sind anders ausgeprägt, sei es im visuellen, akustischen und / oder räumlichen Bereich. Dadurch kann es zu Schwierigkeiten beim Erlernen von Lesen, Schreiben und / oder Rechnen kommen.

Dazu das Allerwichtigste: Die Kinder sind NICHT krank, gestört, behindert, schwach. Wenn ihnen nicht geholfen wird, können sie allerdings vor lauter Frustration krank und gestört werden.

Wie sieht der Alltag eines solchen Kindes aus? Lesen geht nur schwer oder stockend, Diktate sind ein Drama, einige Kinder können rechnen, andere nicht, spätestens bei den Sachaufgaben ist Schluss. Das Kind wird den ganzen Tag in der Schule mit etwas konfrontiert, das es nicht kann. Zuhause geht das weiter. Die Hausaufgaben werden zum täglichen Kampf, die Eltern üben und üben und üben mit ihrem Kind, aber das Kind wird nicht besser. Die Eltern verlieren den Mut, machen ihrem Kind Vorwürfe. Das Kind verliert auch den Mut, fängt an, an sich selbst zu zweifeln. Allmählich ist es davon überzeugt, dumm zu sein. In der Schule heißt es, je nach Klasse: „Das wird schon“ (1. und 2. Klasse) und dann: „Sie sollten mehr üben, sonst wird das mit dem Übertritt nichts“ (3. und 4. Klasse). Es entsteht noch mehr Druck und Frustration. Der Teufelskreis hat längst angefangen. Allmählich entwickelt das Kind Verhaltensauffälligkeiten, wird unruhig und unkonzentriert. Irgendwann ist das eigentliche Problem nebensächlich geworden, und das Kind wird zum Problem….

Der zweite Teil folgt am 17. Dezember 2011

Über diesen Link kommen Sie zu Teil 2, Teil 3 und zum letzten Teil.

Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

(Gastautor: Stephany Koujou  /  Bilder: Bild: froodmat_wasserspiegel   Gestaltung: M. Weiss  /  Piktogramm: PictoSelector  /  Quellen und weiterführende Links:
Blog der Autorin: www.abcund123.de , Fernstudium des EÖDL: www.legastheniefernstudium.com/ , Dachverband Legasthenie Deutschland:www.dvld.de/index.php , Legasthenie: de.wikipedia.org/wiki/Legasthenie Legasthenie – Dyskalkulie? (Dr. Astrid Kopp-Duller und Mag. Livia Pailer-Duller, KLL-Verlag, 2008) www.legasthenie.com , Blog von Dr. Astrid Kopp-Duller: blog.legasthenie-lrs-dyskalkulie.com/ Sinneswahrnehmungen:abcund123.blogspot.com , AFS-Test: abcund123.blogspot.com und www.dyslexiatest.com ; 30 Fragen:www.30fragen.com/ . Das Legasthenie-Märchen: www.iplnicolay.com KMBek 16.11.99 , Text der KMBek (geändert am 11.8.00): www.schulberatung.bayern.de , Liegende Acht: www.lernen-heute.de , Siebeneinhalb funktionale Analphabeten: www.zeit.de )

Erfahrungsbericht eines 1:1 Lesecoach No: 2

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Posted on : 17-07-2011 | By : m_weiss | In : Frühförderung, Gastautor, Soziales Engagement
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(Bewertung-Durchschnitt: 4,60 von 5 Sternen)
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Mentoring4u.de, die Informationsplattform für Berufsorientierung und Karriereplanung, ermöglicht ihren Kooperationspartnern  und externen Mentoring-Initiativen von der Arbeit mit ihren Schützlingen (Mentees) zu berichten. Diesmal stellt uns Lesecoach Inge Koltermann den Lesecoach Ingeborg Filter vor.

Ein Erfahrungsbericht
Lesecoach bin ich seit Sept./Okt. 2010.

Die Idee, mit Kindern zu lesen hatte ich schon lange. 
Informiert über Möglichkeiten, ehrenamtlich zu arbeiten, hatte ich mich schon vor einiger Zeit bei einem Aktionstag der Stadt in den Römerhallen. Eingestiegen bin ich dann, nachdem der passive Teil meiner Altersteilzeit begonnen hatte.

Es ist eigentlich jedes mal schön mit den Kindern zu lesen. Besonders intensiv war eine Einladung zum Weihnachtsbasteln in der 1. Klasse, wo ich auch die Eltern der Kinder kennen lernen konnte und vom Lehrer in meiner Funktion als Lesecoach vorgestellt wurde.

(Autor: Ingeborg Fiedler  |  Bild: Kallejipp  | Thumb & Bildbearbeitung: A. Korkis)

Erfahrungsbericht eines 1:1 Lesecoach No:1

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Posted on : 16-07-2011 | By : m_weiss | In : Frühförderung, Gastautor, Soziales Engagement
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(Bewertung-Durchschnitt: 4,75 von 5 Sternen)
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Mentoring4u.de, die Informationsplattform für Berufsorientierung und Karriereplanung, ermöglicht ihren Kooperationspartnern  und externen Mentoring-Initiativen von der Arbeit mit ihren Schützlingen (Mentees) zu berichten. Diesmal stellt uns Frau Koltermann Dr. Jörg Heiland vor. Ein Erfahrungsbericht von einem ehrenamtlichen Lesecoach:


„Impressionen“:
Ich bin seit ca 1 1/2 Jahren regelmäßig – falls keine Ferien sind – einmal wöchentlich für eine in doppeltem Sinn gute (!) Stunde in der Riedhofschule in Frankfurt Sachsenhausen. Seitdem begleite ich 2 mal 2 Kinder in ihrer Leseentwicklung. Für mich ist besonders erfreulich , dass die Kinder neugieriger werden, ihnen unbekannte Wörter erklärt haben möchten, nachfragen und nicht nur, wie ganz zu Anfang , möglichst schnell einen Text hinter sich bringen wollen. Gelesen haben wir „Wo die wilden Kerle wohnen“, einige kleine Geschichten von Findus und
Factus, „Ich bin der Stärkste im ganzen Land“ und zur Zeit die Geschichten des Sammelbandes von Janosch „Ach, wie schön ist Panama“.

Nicht immer gelingt es mir, „meinem Problemschüler“, der sehr unkonzentriert ist, lieber mit Irgendetwas um sich werfen möchte, 20 Minuten lang eine Erzählung kennen zu lernen. Aber irgendwie macht es ihm doch Spaß, und ich habe nicht vor, aufzugeben.

Über die grundlegende Notwendigkeit, in unserer modernen Welt lesen zu können, wenn es ein Fortkommen geben soll, brauche ich hier nicht zu schreiben. Da ist vielleicht eine kleine Hilfe als Lesecoach machbar.
In diesem Sinn macht mir der Einsatz Freude!

(Autor: Dr. Jörg Heiland | Photo: kallejipp  |  Bildgestaltung: A. Korkis)

Integration als wechselseitiger Prozess

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Posted on : 15-05-2011 | By : c_luehn | In : Frühförderung, Gastautor, privates Engagement, Sprachen und Ausland
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(Bewertung-Durchschnitt: 4,20 von 5 Sternen)
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Kinder lesen

Ein Beitrag von Christine Lühn, Kinderbeauftragte im Stadtteil Nied

Sorgen der Eltern
In einer Grundschule, im Stadtteil Nied herrscht Sorge bei den Eltern, weil in einer Jahrgangsstufe die Klassen um eine auf zwei reduziert werden sollen. Durch das Zusammenlegen der Schüler/innen wird die vorgeschriebene Klassenkapazität ausgeschöpft. Die Sorge der Eltern ist auf die Lernfähigkeit ihres Kindes gerichtet, wenn sich das Lehrpersonal um größere Klassenstärken kümmern muss. Auf politischer Ebene wurde auf dieses Anliegen bereits reagiert und es bleibt zu hoffen, dass die Sparmaßnahme zurückgenommen wird.

Notwendigkeit der sprachlichen Förderung
An den drei Grundschulen im Stadtteil Nied ist der Anteil von Kindern mit einem Migrationshintergrund von 45 %, 55% und 75 % relativ hoch. Somit ist davon auszugehen, dass sprachliche Förderung ein wesentlicher Bestandteil der schulischen Förderung ist. Im nunmehr 2. Jahr reagiert die Stadt Frankfurt auf diese Problematik und bietet an den Grundschulen sogenannte „Vorlaufkurse“ an. Die Vorstellungsgespräche der Kinder finden bereits vor dem Beginn des ersten Schuljahres in der entsprechenden Grundschule statt. Nach diesem Erstgespräch empfiehlt die Schulleitung die Teilnahme des Kindes an einem Vorlaufkurs, der an der Grundschule stattfindet. Es ist Ziel des Kurses, dass die einzuschulenden Kinder möglichst einen gemeinsamen Sprachlevel erreichen.

Enorme Leistungen von Kindern
Festzustellen ist, dass die Kinder mit einem Migrationshintergrund eine enorme Leistung vollbringen. Sie sind zum Schulbeginn in der Regel in der Lage in zwei Sprachen zu kommunizieren. Sie wachsen in unserer Kultur auf und ganz selbstverständlich erwarten wir von ihnen diesen Integrationsprozess.
Wie kann unser Beitrag zu diesem Integrationsprozess aussehen?

Forderung des Bürgerforums 2011
Als Teilnehmerin am Bürgerforum 2011 habe ich mich mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Wir haben, nach einer längeren Diskussionsphase, eine Forderung erarbeitet, die folgendermaßen lautet:

„Die Gestaltung der Integration hat in wechselseitigem Prozess zu erfolgen. Dieser basiert auf Respekt und Achtung der Kulturen. Sprachen sind identitätsstiftende kulturelle Grundlagen und wichtige Kommunikationsmittel, daher sind Sprachkenntnisse zu fördern und fordern. Um eine Kultur des gegenseitigen Respekts zu schaffen, ist die Einführung eines Patensystems zu diskutieren.

Durch die Diskussion im Bürgerforum wurde ich angeregt über meinen Beitrag zu Integration und Sprachförderung nachzudenken. Im Ergebnis bin ich zur Feststellung gelangt, dass Sprache im Dialog lebendig wird. Dialog kann z.B. im nachbarschaftlichen Austausch stattfinden, mit Menschen aus den „fremden“ Kulturen in meinem Stadtteil. Meine 6-jährige Tochter ist mir dabei ein Vorbild. Sie ist so wertfrei und vorbehaltlos im Umgang mit ihren Kindergartenkinder, die über eine reichhaltigen kulturellen Schatz verfügen. Durch den Dialog und Austausch im Elternkreis kann ich mein Interesse an dem Herkunftsland bekunden. Fremd muss mir dann mein Nachbar im Stadtteil nicht mehr sein und die Wechselseitigkeit in dem Prozess gewinnt dann an Bedeutung.

(Autor: C. Lühn | Foto: A. Korkis | Quelle: C. Lühn, A. Korkis)

Ehrenamtliche Bildungsarbeit: 1:1 Die Lesecoaches

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Posted on : 09-04-2011 | By : c_amrhein | In : Frühförderung, Gastautor, Pimp my Lebenslauf, Soziales Engagement
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Communication is the key 

1:1 Die Lesecoaches der AWO – Freiwillig – Die Agentur

Wie kann ich ein Lesecoach werden?
Es ist recht einfach, ein Lesecoach zu werden: Das notwendige Rüstzeug erhalten die zukünftigen ehrenamtlichen Lesecoaches in den kostenfreien Seminaren der AWO Freiwillig die Agentur.

Die Seminare finden in angenehmer Atmosphäre in den Räumen der AWO (Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Frankfurt am Main e.V.), Henschelstr. 11, 60314 Frankfurt am Main/Nähe Ostbahnhof statt. Ehrenamtliche Projektleiterinnen, die selbst als Lesecoach tätig sind, geben ihre Erfahrungen weiter. Es gibt so viele Kinder, die dringend Unterstützung brauchen, damit sie Spaß am Lesen finden, ihren Wortschatz und das Verständnis der gelesenen Texte erweitern.

Wer wird Lesecoach?
Es sind nicht nur ältere Menschen, die Lesecoaches werden, sondern auch viele berufstätige junge Frauen zählen dazu, leider nur ganz wenige Männer. Dabei hätten männliche Lesecoaches eine gewisse Vorbildfunktion, denn es sind vor allem Jungs, die kaum oder gar nicht lesen und auch schon früh in der Schule mehr Probleme mit dem Lesen haben als Mädchen.

Pimp my Lebenslauf
Vor allem junge Menschen müssen wissen, dass sich ehrenamtliche (pro bono)-Tätigkeiten sehr gut im Lebenslauf machen. Die Arbeitgeber erkennen das soziale Engagement durchaus an, ja, sie stellen in einzelnen Fällen ihre Arbeitnehmer sogar für das Ehrenamt frei bzw. haben Verständnis dafür, wenn der Arbeitnehmer seine Mittagspause etc. dafür nutzt. Es ist sehr gut vorstellbar, dass junge Männer und ältere Schüler, die diese Aufgabe übernehmen, besonders gut bei den 8-bis 9-jährigen ankommen und die Peer-Bewunderung der Kleinen zu spüren bekommen.

Wie kann ich Mitglied werden?
Anschließend an den Besuch des Seminars, bei dem die Teilnehmer automatisch Mitglied der Stiftung Lesen werden, was zu nichts verpflichtet, und ein Zertifikat über die Teilnahme erhalten, ist Freiwillig. Die Agentur bemüht, die neuen Lesecoaches in eine Grund-, Gesamt- oder Förderschule zu vermitteln. Einzig die Lehrer der entsprechenden Schule wissen, welche Kinder Förderung benötigen und die Lesecoaches arbeiten bei ihrer Tätigkeit eng mit diesen zusammen.

Hier noch der Link zu meinem letzten Artikel, vom 12. März.  In meinem nächsten Beitrag erfahren Sie, wie Schulen, Lehrer und Kinder über die Lesecoaches denken.

Kommentare und Anregungen:
Ganz besonders freue ich mich, wenn Sie mir Fragen und Anregungen mitteilen. Nutzen Sie einfach das Feld unter meinem Artikel. Vielen Dank!

(Gastautor: Inge Koltermann | Foto: Cybertronic | Thumb: Albert Korkis | Quelle: http://www.awo-frankfurt.de/awo/)

Kinder-Surfen ohne Risiko

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Posted on : 27-02-2011 | By : c_luehn | In : Frühförderung, Gastautor, privates Engagement, Schule, Soziales Engagement
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Ein hilfreiches Angebot des Bundesfamilienministerium. Ein Beitrag von Christine Lühn, Kinderbeauftragte Frankfurt/Nied

Surfen ohne Risiko Bild

Online-Angebot vom Bundesfamilienministerium
„Surfen ohne Risiko“ ist ein Online-Angebot vom Bundesfamilienministeriums für einen sicheren Einstieg von Kindern und Jugendlichen ins Netz. Soeben haben wir das Angebot mit unserer 6-jährigen Tochter ausprobiert. Um es kurz zu sagen: das Angebot ist aus unserer Sicht, der Eltern, gut und hilfreich.  Die Handhabung der Module ist gut beschrieben und mit wenigen Klicken ist der kindgerechte Browser fertig.  Das Bundesministerium hat die länderübergreifenden Stelle für Jugendschutz beauftragt die Webseite www.surfen-ohne-risiko.de zu entwerfen.

Surfen ohne Risiko Webseite

Unterstützung für Eltern
Der Browser unserer Tochter enthält die Rubrik Spiele, Suchmaschine, Wetter, Politik und Nachrichten. Einige Rubriken sind vom Anbieter vorgegeben und andere können ergänzt werden.  Generell sind die Möglichkeiten des Netzes auch für Kinder enorm und bergen somit auch viele Gefahren. Die Auswahl  des Anbieters  verweisen Eltern auf sichere und risikofreie Internetseiten, die vom Kind genutzt werden können. Eltern werden unterstützt, einen sicheren und vertrauenswürdigen Internetzugang für das Kind aufzubauen. Selbstständig kann das Internet auf diesem Weg von dem Kind genutzt werden.

Fehlende Altersangaben
Vom Anbieter werden allerdings keine Altersangaben vorgeschlagen. Sie beschränken sich auf die Aussage „Kinder und Jugendliche“. Angaben zum Alter könnten Eltern helfen für ihr Kind eine zielorientierte Auswahl zu treffen.

(Autor: C. Lühn | Foto: A. Korkis | Quelle: C. Lühn, A. Korkis)