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Kategorie: Frühförderung

M4u-Veranstaltungen
Initiativen, Stiftungen, Förderprogramme
Kindergarten

  • Ein Bustan arabisch-jüdischer Waldorfkindergarten

    Ein Bustan

    „Ein Bustan“ ist Arabisch und bedeutet: Eine Quelle im Garten.
    Ein Bustan ist der erste arabisch-jüdische Waldorfkindergarten in Israel; Nach der 2. Intifada gegründet von dem jüdischen Musiker und Friedensaktivisten Amir Shlomian und seinem Freund, dem arabischen Sozialarbeiter Samer Zubidat. Der Kindergarten liegt in dem bedouinischen Dorf Hilf in der Nähe der Stadt Kiryat Tivon im Umland von Haifa. Das Friedensprojekt, das in seinen Anfängen gegen starke Widerstände von jüdischer und arabischer sowie israelischer Behördenseite zu kämpfen hatte, musste 2010 seine Räume erweitern und ausbauen. 2011 wird die erste Grundschulklasse basierend auf dem Kindergarten eröffnet werden. 2010 wurde EIN BUSTAN der Preis, eines der besten 10 Friedensprojekte in Israel zu sein, verliehen.

    (Autor: I. Wachendorff | Foto: I. Wachendorff | Quelle: I.Wachenforff)

  • ABC und 1×1 im Kindergarten?

    Vorschulkind malt

    Frühkindliche Bildung – ein europäischer Vergleich. Ein Beitrag von Christine Lühn, Kinderbeauftragte Frankfurt / Nied.

    Unsere Tochter wird im Sommer eingeschult
    Ihr Interesse an Zahlen und Buchstaben ist groß. Selbstverständlich schreibt sie ihren Namen, erkennt Buchstaben und löst mit Ausdauer, Leichtigkeit und Ehrgeiz die Aufgaben in ihren Heften aus dem Zeitschriftensortiment „Lillifee, Geolino, Bussi Bär & Co“. Vorschulerziehung im Kindergarten, wie ich sie in den 70-er Jahren kennen gelernt habe, ist out und aus pädagogischer Sicht nicht gewünscht. Da lohnt sich ein Blick in andere europäische Länder. Die Cousine unserer Tochter lebt in Österreich/Wien. Zum Schulbeginn konnte sie ihren Großeltern die ersten Sätze schreiben. In Italien ist der Kenntnisstand der Vorschulkinder vergleichbar. Was hindert Pädagogen in Deutschland „Vorschulerziehung“ anzubieten? Was wird unter frühkindlicher Bildung verstanden?

    Ein Blick in die Entwicklungspsychologie
    Um den Bildungsanspruch in der frühen Kindheit zu verstehen, ist ein Blick in die Entwicklungspsychologie erforderlich. Entwicklungspsychologie beschäftigt sich mit der Beschreibung und Erklärung menschlichen Erlebens und Verhaltens bezogen auf die gesamte Lebensspanne. Dieser Gesetzmäßigkeit folgend kann z. B. diese Aussage getroffen werden: Je stärker das Selbstwertgefühl eines Menschen entwickelt ist, desto stärker ist seine Bereitschaft, Selbstverantwortung für sein eigenes Verhalten zu übernehmen. In dieser Gesetzmäßigkeit zeigen sich Entwicklungsschritte des Individuums, die Rückschlüsse auf das eigene Verhalten zulassen. Biogenetische Faktoren, wie Reifung und Wachstum, sowie die Umwelt, der Umgang mit Emotionen und das Verhalten (z. B. Trotz) beeinflusst die Entwicklung eines Menschen. Durch die Entwicklungspsychologie ist bekannt, dass außergewöhnlich viele Entwicklungsschritte in einer bestimmten Reihenfolge aufgebaut sind und damit auch nach einer ganz bestimmten Aufbaustruktur verlaufen. Deutlich vor Augen ist uns dieser Entwicklungsschritt im Kleinkindalter: Das Kind erlernt zunächst sich zu drehen, dann krabbeln und schließlich laufen. Der Kindergarten ist daher ein Ort, der die ganzheitliche Entwicklung des Kindes unterstützt und fördert. Bildung darf sich daher in der frühen Kindheit nicht auf die reine Wissensvermittlung beschränken, sondern sie muss die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung des Kindes berücksichtigen und mit einbeziehen.

    Wir mögen die Welt bereisen, um das Schöne zu finden, aber wir müssen es in uns tragen – sonst finden wir es nicht.
    W. Emerson

    Ein europäisches Thema
    Die europäische Kommission hat sich mit der Frühkindlichen Bildung beschäftigt und ihre Ergebnisse in einer beeindruckenden Dokumentation mit dem Titel „Frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung in Europa: ein Mittel zur Verringerung sozialer und kultureller Ungleichheiten“ im Januar 2009 herausgegeben. In dieser Dokumentation wird die besondere Rolle der Vorschulbildung im Hinblick auf die soziale Eingliederung des Kindes hervorgehoben. Europäische Staaten werden aufgefordert in die Vorschulbildung zu investieren, damit eine Basis für weiteres Lernen geschaffen wird, um langfristig Schulabbruch zu verhindern und mehr Gerechtigkeit bei den Bildungsergebnissen zu erreichen. Die europäische Kommission hat die Vorschulbildung 2009/10 zu einem vorrangigen Thema erklärt. Es soll europaweit ein allgemeiner, gerechter Zugang gefördert werden und die Qualität des Unterrichts und der Pädagogen gestärkt werden. Hierbei wird insbesondere an Kinder gedacht, die hauptsächlich aufgrund sozioökonomischer, kultureller und sprachlicher Faktoren benachteiligt sind. Diese Nachteile sollen kompensiert werden. Demzufolge wurde festgestellt, dass institutionelle Vorschulbildung unter bestimmten Voraussetzungen entscheidend dazu beitragen kann, die Bildungschancen von Kindern aus sozial schwachen Familien oder gesellschaftlichen Minderheiten zu verbessern. Am wirksamsten haben sich Fördermaßnahmen und Bildungsprogramme erwiesen, die folgende Elemente kombinierten: „ein intensives frühzeitiges kindzentriertes Bildungsangebot, eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern der Kinder, Elternbildungsangebote und aktive Elternarbeit, ein Programm, das Bildungsaktivitäten beinhaltet, die Kinder und Eltern zu Hause durchführen, sowie Maßnahmen im Bereich der Familienförderung“. Des Weiteren geht aus dem Bericht hervor, dass aktuelle wissenschaftliche Debatten die Bedeutung der Ausgewogenheit der verschiedenen pädagogischen Ansätze und die Wahl der für die einzelnen Altersgruppen geeigneten Konzepte betonen.

    Frühkindliche Förderkonzepte
    Pädagogische Programme für Kinder unter fünf Jahren sollten möglichst die kindliche Entwicklung in den Mittelpunkt stellen. Programme für Kinder im Alter von 5 oder 6 Jahren können bereits stärker strukturierte Lehrpläne einführen, die schulische Lerninhalte und ein stärkeres Eingreifen seitens der Pädagogen beinhalten, ohne dass negative Auswirkungen auf der sozial-emotionalen Ebene zu befürchten wären. Betont man den Erwerb von schulischen Kompetenzen gegen Ende des frühkindlichen Bildungsbereichs und im Anschluss an eine in erster Linie entwicklungsorientierte frühkindliche Förderung, die den Erwerb von sozial-emotionalen Kompetenzen begünstigt, kann dies sogar dazu beitragen, den Übergang in den Primarbereich zu erleichtern. Damit ist es höchste Zeit, die viel beschworene vermeintliche Gegensätzlichkeit dieser beiden pädagogischen Modelle (Kindergarten und Schule) zu überwinden. Es geht darum, beide Ansätze möglichst optimal miteinander zu kombinieren. Langfristig haben sich ganzheitliche Frühkindliche Förderkonzepte als besonders wirksam erwiesen, die das Kind, die Eltern und die Institution in einen kontinuierlichen Bildungsprozess einbeziehen, der sich ausgehend von dem familiären Hintergrund des Kindes bis weit in die Primarschulbildung hinein erstreckt. Einige Staaten haben für Vorschulkinder im Alter von 5 oder 6 Jahren ein obligatorisches Vorbereitungsjahr eingeführt. In Luxemburg werden die Kinder bereits im Alter von 4 Jahren schulpflichtig.

    Wertvolle Anregungen durch Europa
    Ein Blick über den „deutschen“ Tellerrand wird unser Bildungssystem, auch das frühkindliche, beflügeln und herausfordern. Bisher beklagt sich unsere Tochter noch nicht, dass es ihr im Kindergarten langweilig ist. Bis zum Sommer und ihrer Einschulung wird sie noch einige Zeit im Kindergarten verbringen und ich hoffe, dass diese Zeit ihrem Entwicklungsanspruch gerecht wird.

    (Autor: C. Lühn | Foto: A. Korkis | Quelle: C. Lühn, A. Korkis)

  • Handicap-Special, Beraterpapas und warum Sie weniger Arztserien gucken sollten

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Alles, was Sie zur Förderung von Kindern mit Behinderung wissen müssen, Männer in Teilzeit und verzerrtes Bild aus dem Fernsehen.

    Screenshot Netmoms Behinderungen

    Ganz normal sein
    Das Online-Angebot von Netmoms bietet seit heute ein umfassendes Special zu allen Fördermöglichkeiten für Kinder mit Behinderungen und zwar für alle Lebensphasen und weiterführenden Links. So finden wir unter anderem heraus, wie man Behinderungen früh erkennt und wo man Hilfe zur Gegensteuerung erhält. Weiter geht’s mit Schulmodellen, die behinderte Kinder integrieren und und bestmöglich fördern. Auch das Thema Ausbildung und Studium mit Behinderung wird behandelt. Und wenn’s mit keinem der Punkte klappen sollte, so finden sich auch noch hilfreiche Links verschiedener Betreuungsangebote für Kinder mit Behinderungen.

    Screenshot Freshsdads

    Experiment für einen Papa
    Freiwillig als Mann in Teilzeit gehen: Berater Ingo Stadler hat es getan, weil er sich die Zeit mit seiner Familie nicht nehmen lassen will. Das finden wir mutig, sind doch die meisten solcher Stellen von Frauen besetzt. Gerne würden wir wissen, wie es mit seiner Karriere in einigen Jahren aussieht. Wird es einen typischen Karriereknick geben, wie es oft bei Frauen der Fall ist? Wir sind gespannt und freuen uns auf Ihre Meinungen dazu. Und falls Sie planen bald Papa zu werden oder es schon sind, empfehlen wir außerdem eine recht skurrile Seite für Väter-Helden-Idole.

    Uni Münster PM Fernsehen Berufsbilder

    Kalter Kaffee und heiße Vorschläge
    Wie auch bereits das Bundesministerium für Bildung und Forschung vergangenes Jahr herausfand, beeinflusst das Fernsehen unsere Wahrnehmung von Verteilung von Berufen in der Gesellschaft und die Berufswahl. Besonders bei Mädchen. Aber was wäre Wissenschaft, wenn ein anderes Forscherteam eine ähnliche Studie nicht noch einmal aufsetzen würde? Eine Studie der Universität Münster hat diese Ergebnisse nun bestätigen können. Tatsächlich werden viele Berufe und Handwerkstätigkeiten systematisch aus dem Fernsehprogramm ausgeblendet. Was tun? Wir haben kürzlich gelesen, dass deutsche fiktionale Formate auf dem Vormarsch sind und immer beliebter werden. Da kam uns eine Idee für ARD, ZDF und Co., die unsere Grundversorgung im Fernsehen sichern: MWie wär’s mit einer Serie, deren Hauptdarsteller Berufe ausüben, die bisher sträflich vernachlässigt wurden? Dann klappt’s auch wieder mit den Fachkräften!

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Sokolowski | Quellen: www.netmoms.de, www.freshdads.com, www.uni-münster.de)

  • Sich klug singen, virtuelle Ideen und Stellenanzeigen-Quiz

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Singende Kinder sind klüger, DINI-Studis sind gefragt und Interpretationstest von Stellenanzeigen.

    Screenshot Yaez Singen

    Singst du mir noch was vor?
    Aber ja, das sollten Sie! Einer Studie der Universität Bielfeld zufolge sind singende Kinder cleverer, ausgeglichener und lernen besser. Was die Forscher sonst noch herausgefunden haben uns welche Chancen das bietet, lesen Sie heute auf Yaez.

    Screenshot Dini Wettbewerb

    „Gelungene Internet-basierte Aktivitäten“ gesucht
    Wie wärs mit einer pfiffigeren Homepage? Wir sind uns nicht ganz sicher, ob DINI (Deutsche Initiative für Netzwerkinformation) mit dieser Ansprache wirklich Teilnehmer gewinnt, aber weil wir die Idee dahinter schätzen, möchten wir heute trotzdem auf den Ideenwettbewerb für Studenten hinweisen. Wie gesagt, Internet basiert, vernetzt, engagiert sind die Stichwörter. Also trotzdem mal reinschauen.

    Screenshot Zeit Quiz

    Jetzt wird alles klar
    Nachdem wir das Stellenanzeigen-Quiz gemacht haben, wurde uns schlagartig klar, warum so viele Bewerbungen postwendend zurückgeschickt werden oder im Papierkorb landen. Knapp die Hälfte der Antworten wurde von den bisherigen Teilnehmern richtig beantwortet, wenn es um die Interpretation des Wortlauts einer Stellenanzeige geht. Und nun sind Sie an der Reihe: Schaffen Sie es, mehr als die Hälfte der Fragen richtig zu beantworten?

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Sokolowski | Quellen: www.yaez.de, www.dini.de, www.zeit.de)

  • Kinder haben Recht(e), die Früh-Elite und nördliche Green Jobs

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Kinderrechte mitgestalten, ganz früh Chinesisch lernen und Norddeutschland macht auch einen auf grün.

    Screenshot Kinder-Republic

    Für Kinder: Internationales auf Deutsch
    Also im Prinzip versucht die Website der Kinder-Republik einfach nur die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen umzusetzen. Da wir jetzt nicht mehr ganz so jung sind, haben wir am Anfang nicht ganz verstanden, was die Seite will und was sie soll. Nach einigem Suchen und Probieren wissen wir: Hier werden Kinderrechte ganz leicht erklärt und zwar wirklich für Kinder, auch mit vielen Ideen, wie Kinder für an ihre Rechte kommen. Und man kann sogar mitmachen und die Aktion in der Kinderrechte-Landkarte eintragen lassen. Basteln, Rätseln, Lachen, das ist die Devise – Wir finden, es macht Spaß!

    Screenshot Süddeutsche Frühförderung

    Wer ist hier eigentlich überfordert?
    Neidisch werden Eltern, wenn sie mitkriegen, was für tolle Bildungschancen für ihre Jüngsten in den Super-Krippen und Privatschulen lauern. Gerne hätten sie die Chance auch gehabt: individuelle Förderung, zweisprachig aufwachsen und freiwillig bis an die Grenzen gehen. Der Artikel über den Wettlauf der Sechsjährigen hinterlässt einen seltsamen Nachgeschmack, wie so oft bei dem Thema. 35-Stunden-Wochen für die Kleinsten und Eltern, die sich schon fast schämen, wenn sie keinen der begehrten Plätze ergattert haben. Obwohl sie ihre Babys schon vor der Geburt angemeldet haben. Wie viel Förderung ist sinnvoll? Ab wann wird es Eltern zu viel? Und wann den Kindern?

    Screenshot Zukunftsenergien Nordwest

    Hingehen und Leute ausquetschen
    Es ist zwar noch etwas hin, aber lieber rechtzeitig vormerken als zu spät. Im März findet in Bremen die Zukunftsenergien-Nordwest statt, eine Job- und Bildungsmesse für erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Selbstverständlich gibt es hier im Vorfeld auch eine Stellenbörse. Aber viel interessanter ist es doch als (zukünfitger) Schulabgänger oder Student da mal hinzugehen und zu fragen, was diese Leute alle studiert und gelernt haben. Was sie heute machen. Mehr Experten auf einem Haufen gibt es selten und wer weiß besser über den Berufsalltag und Chancen bescheid als die, die ihn tagtäglich mitgestalten? Eben. Darum: vormerken!

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Sokolowski | Quellen: www.kinder-republik.de, www.sueddeutsche.de, www.zukunftsenergien-nordwest.de)

  • Geschichte ohne Grenzen, fünf Wege in die Finanzwelt und Freitag ist Vorlesetag

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Höchste Zeit, Opa zu fragen, wie fest Karrierewege sind und warum Sie sich Freitag frei halten sollten.

    History Award Screenshot

    Bombastisch seriös
    Der History Award 2011 präsentiert sich auf seiner Website ein bißchen wie ein reißerischer Aufmacher zu einem Actionfilm. Klar, man will cool wirken und Geschichte cool machen. Leider finden wir, das klappt nicht so ganz. Und die Schüler, die den Wettbewerb am Ende stemmen sollen, brauchen wahrscheinlich etwas mehr Argumente als ein tolles Pressenetzwerk. Insofern: Ja, uns ist klar, dass die Seite wahrscheinlich eher für Lehrer gedacht ist und die Schule gerne in der Zeitung steht. Aber in Zeiten von web 2.0 und Co., wäre es da nicht sinnvoller gewesen, auch den Jugendlichen etwas mehr im Internet zu bieten, statt sie zur „aktiven Auseinandersetzung mit Geschichte“ anzuregen?

    Screenshot Faz.net 23.11.2010 Finanzberufe

    Alle Wege führen in den Finanzsektor
    Möchte man meinen, wenn man sich diese fünf Karrieren unterschiedlichster Menschen anguckt, die am Ende alle in Finanzberufen gelandet sind. Interessant an dieser Stelle ist, was man alles werden kann, wenn  man nicht damit rechnet oder sich aus scheinbar seltsamen Gründen umorientiert. Übrigens, die fünf Porträts stehen nicht im Fließtext untereinander, sondern die nächsten sind rechts daneben.

    Screenshot Vorlesetag 23.11.2010

    Bundesweiter Vorlesetag
    Da Studien zufolge immer seltener Kindern vorgelesen wird und das insbesondere in Familien mit Migrationshintergrund ein Problem ist, haben Kinder aller Altersklassen am Freitag, 26. November, die Möglichkeit auf den Geschmack zu kommen. Das bundesweite Netzwerk „Wir lesen vor“ bietet eine Plattform für die Einrichtungen, für alle diejenigen, die vorlesen wollen und ebenso für diejenigen, die zum Zuhören kommen. Auch ein paar Promis und Politiker werden dabei sein. Hört sich doch schon mal ganz gut an.

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Sokolowski | Quellen: www.history-award.de, www.vorlesetag.de, www.faz.net)

  • Weltmännertagslaune, ganz früh Deutsch lernen und der Master-Run

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Wir versuchen mit Vorurteilen aufzuräumen. Gegenüber Männern, Kindergärtnern und Unis, die schlechtes Marketing machen.

    Screenshot biff.eu, Berliner Institut für Frühpädagogik

    Wozu ein Weltmännertag?
    Wikipedia gibt einen ersten Hinweis: Weil Männer heutzutage kürzer leben und sich zu wenig um ihre Gesundheit scheren. Sind Männer eine aussterbende Spezies? Das vielleicht nicht unbedingt, in China wird es in einigen Jahren ohnehin mehr Männer als Frauen geben. Aussterben nein, aber vielleicht etwas eingestampft wurden Männer in den letzten Jahren, auch Männerfeindlichkeit ist ein Thema, geht man nach dem Geschlechterforscher Walter Hollstein. Tatsache ist, auch: Es machen weniger Jungs als Mädchen Abitur und besonders Jungs mit Migrationshintergrund sind häufiger arbeitslos. Das bedeutet, man muss früh anfangen, sich auch um Jungs zu kümmern, ihnen alternative Berufe aufzeigen, fördern und unterstützen, wie es zum Beispiel der Boy’s Day vormacht. Wie schön, dass das Familienministerium mit dem gleichen Konzept noch mehr Fliegen mit einer Klappe schlagen kann:

    Screenshot fruehe-chancen, Spracherwerb für die Integration

    Integrieren und Männern eine Arbeit geben
    Denn: In Kitas braucht es zur Zeit zwei Dinge ganz besonders. Integration von Kindern anderer Kulturen und Arbeitskräfte. Kitas mit besonderem Sprachförderbedarf können sich noch bis Mitte des Monats für eine Förderung bewerben, ganz gleich ob die Kinder nun über oder unter drei Jahren alt sind. Und damit das auch machbar ist, denn wie gesagt, irgendjemand muss die Arbeit ja machen, wird auch für Umschulungen geworben, der Beruf Kindergärtner appetitlich gemacht. Heißt im Klartext: Wenn es schon mehr Männer gibt, die arbeitslos sind, dann kann man immerhin versuchen, dieses Potenzial in den Kita-Bereich zu übertragen. Denn Weltmännertag steht ja auch irgendwo für Gleichberechtigung, warum sollten sich Männer also von Vorurteilen abhalten lassen, auch mal einen anderen Job als Manager und Banker auszuüben?

    Screenshot spiegel.de, Wege ins Master-Studium

    Schließlich macht nicht jeder einen Master
    Es wird einem immer schwerer gemacht, selbst an der eigenen Uni, an der man bereits einen Bachelor gemacht hat. Tatsächlich wollen wohl ziemlich viele Bachelor einen Master drauf setzen. Wir hatten gestern schon drauf hingewiesen, dass Bachelor auf dem Arbeitsmarkt nicht ganz so begehrt zu sein scheinen. Die Frage ist allerdings, wo sollen die alle hin? Wenn es an der eigenen Uni eng wird und die Zugangsbestimmungen von Uni zu Uni schwanken, sollte man sich dann an einer Uni einschreiben, die einen weniger guten Ruf hat oder weniger attraktiv ist? Nur weil da Studienplätze frei sind? Möglicherweise ist das wieder ein Problem mit den Vorurteilen. Ostdeutsche Unis haben möglicherweise nicht den Ruf  wie eine TU München, aber könnte es nicht von Vorteil sein, mit wenigen Studis im Audimax zu sitzen? Ist die Betreuung dadurch vielleicht besser? Bevor man gar keinen Master macht und statt dessen ein unterbezahltes Praktikum, wäre es vielleicht auch hier sinnvoll, kurz drüber nachzudenken, was einen selbst blockiert.

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Korkis | Quellen: www.neue-wege-fuer-jungs.de, www.biff.eu, www.fruehe-chancen.de, www.spiegel.de)

  • Roboter-Lehrer, weltweite Leseförderungen und wo Ingenieure gehätschelt werden

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Roboter gegen Lehrermangel, eine echt internationale Liste für Lesefüchse und wo zukünftige Ingenieure sich am besten fühlen.

    Screenshot Spiegel, Roboter

    Die Zukunft der Schule?
    Ist der Lehrer nun da oder nicht? In Südkorea soll der Englischunterricht in einem Pilotprojekt von Robotern übernommen werden. Externe Lehrer loggen sich auf dem Roboter ein und unterrichten. Der Vorteil: Die Lehrer können sich überall auf der Welt befinden, müssen nicht reisen, auswandern oder gar umziehen. Und dort, wo die Lehrer benötigt werden, wird dem Lehrermangel entgegen gewirkt. Das ist sicher kostengünstiger als eine komplette Robo-Dame zu entwerfen wie es die Japaner vorgemacht haben. Was sich nun durchsetzen wird, können wir an dieser Stelle noch nicht sagen, aber Tatsache ist, dass asiatische Kulturen bisher ohnehin mehr Begeisterung für Roboter gezeigt haben. Ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieser Trend auch zu uns kommt?

    Screenshot lesen-weltwei, Datenbank für Lese-, Schreib- und Sprachprojekte

    Lesen in allen Sprachen
    Wir sagen ja immer, wir möchten Initiativen miteinander vernetzen. Also hier haben wir mal eine Liste mit Leseförderungsprojekten weltweit gefunden, die auch kurz vorgestellt werden, sogar nach Zielgruppen sortiert. Kleiner Nachteil: Wer zu einem Projekt mehr wissen möchte und auf die entsprechende Homepage geht, muss schon die Landessprache beherrschen. Bei Australien geht’s noch, aber spätestens bei den chinesischen oder dänischen Webseiten sind wir ausgestiegen.

    Screenshot faz.de, Ingenieure

    Auf dem seidenen Kissen
    Weil die Wirtschaft immer mehr Angst vor der so genannten Ingenieurlücke hat, muss dringend etwas getan werden. Wir kennen alle bereits Förderprogramme, die zum Beispiel Mädchen für Ingenieurwissenschaften begeistern sollen. Aber das echte Problem kommt ja erst noch: Die Durchfall- und Abbrecherquote an den Unis. Darum finden wir es umso interessanter, wie diese zwei Unis dagegen vorgehen, fast schon elitär…

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots. A. Korkis | Quellen: www.spiegel.de, http://lesen-weltweit.de, www.faz.net)

  • Mehr Hirn für Steckdosen, iPads an der Uni Kassel. Außerdem: Pflichtlektüre mal anders

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Wie man einem Cola-Automaten das Denken beibringt, die Universität Kassel mit neuem Lehrkonzept und wie man Lesen anders nahebringen kann.

    Entwicklungsberater – der beste Freund der Maschine
    Schön ausführlich und übersichtlich finden wir heute wieder mal einen Hinweis auf Jobs mit Zukunft, auch gleich mit Tips zum Studium und wie der Markt sich entwickeln wird.  Prinzipiell werden Informatiker, aber auch Ingenieure und Elektrotechniker gesucht. Es geht um die Leute, die Maschinen das Denken beibringen, damit Informationen schneller von A nach B kommen und Menschen besser mit Maschinen kommunizieren können. Klingt abgespaced? Nö, ist schon lange Realität. Wird also Zeit, dass endlich die ganzen freien Stellen dort besetzt werden!

    iPad-Verleih in Kassel
    An vielen Unis in Deutschland, an denen zum Beispiel Design gelehrt wird, gibt es schon lange einen Mac-Raum. Also ein Rechenzentrum nur mit Macs. Die Uni Kassel macht das nun noch ne Nummer größer: Die stellt den ganzen Campus auf Mac um durch die Anschaffung von 250 iPads, die Studenten sich kostenlos ausleihen können. Für wen sich das rentiert, ist offensichtlich. Aber ob die Studenten wirklich besser drauf lernen können? Muss man abwarten, finden wir. Vor allem, wenn man gegenhält, dass die Studis den Datenverkehr auf den iPads selbst zahlen müssen. Wer hat Erfahrung gesammelt und würde die gerne hier loswerden?

    Lesen lernen mal anders
    Vielleicht ein anderer Weg, aber sicher nicht uninteressant: Kinder, die bis dato Probleme mit dem Lesen oder Sprechen haben, sei es, weil zu Hause zu wenig Deutsch gesprochen wird oder weil ihre Eltern nicht so viel lesen, haben die Möglichkeit sich einen Lesepaten zu „leihen“. Die Agentur „Freiwillig“ bietet zusammen mit der Stiftung „Lesen“ dazu seit 2003 diverse Projekte an: Freiwillige geschulte Vorleser kommen in Schulen oder Kindergärten und lesen vor, sei es Märchen oder Bücher, die die Kinder selbst ausgesucht haben. Lese-Coaches, die individuell fördern, gibt es inzwischen auch. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es derzeit auch auf der Frankfurter Buchmesse.

    (Autor: A. Sokolowski)

  • querWELTein-Kinder gesucht! Ein US-Praktikum, das keines ist. Und: THE-Uni-Ranking

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Junge Weltenbummler können einen Nacht im Radio gewinnen, wir stellen die Frage, wie viel man für einen Berufsstart in den USA zahlen sollte und was das Times-Higher-Education-Ranking wirklich aussagt.

    querWELTein-Kinder können sich bewerben
    Die ARD-Kinderradios suchen derzeit Kinder zwischen 10 und 13 Jahren, die schon viel in der Welt herum gekommen sind. Die Jury wird die zwei, die die aufregendsten und spannendsten Geschichten zu erzählen haben, nach München ins Studio zur Radionacht einladen. Eine gute Idee, finden wir. Offenheit und Neugier auf die Welt machen Spaß. Trotzdem, liebe Eltern: nicht jedes Vorbild muss übernommen werden. Reisen und Ausland sind in Maßen eine tolle Sache, aber lassen Sie Ihre Kinder nicht zu modernen Nomaden werden.

    Deutsch-amerikanisches „Praktikantenprogramm“
    Nein, es handelt sich nicht um ein Praktikum. Vielmehr geht es hier um die Möglichkeit, Absolventen, die ein bereits abgeschlossenes (!) Studium und mindestens ein Berufserfahrung haben, in die amerikanische Arbeitswelt reinzuschnuppern. Eher exklusive Weiterbildung: Denn es fallen Gebühren für den Veranstalter Inwent an, der sich im einige Formalitäten und Betreuung kümmert, zusätzlich sollte der „Praktikant“ ca. 1000 Euro im Monat selbst zuschießen, um über die Runden zu kommen. Je nach Praktikumsvergütung natürlich. – Ob das sein muss? Da man sich bei Inwent den Praktikumsplatz selbst suchen muss, kann man das günstiger alleine hinbekommen: Eine gute Auswahl an US-Jobbörsen bietet zum Beispiel stellenboersen.de.

    World’s University Rankings
    Eine Übersicht der 200 Top-Universitäten weltweit hat „Times Higher Education“ veröffentlicht. Mit neuen Messzahlen und einer transparenteren Methodik können sich Interessierte die besten Universitäten nach Kontinent anzeigen lassen, eine Sortierung nach Fachgebiet folgt im Oktober. Allerdings geben die Herausgeber zu, dass sie teilweise an den Gewichtungen diverser Kategorien und Indikatoren herumgespielt haben. Hauptsächlich misst das Ranking die Qualität der Forschung einer Hochschule. Wem da der Praxisbezug nicht fehlt, dürfte die Zahlen trotzdem ganz interessant finden.

    (Autor: A. Sokolowski)