Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Die EU ruft zum Europäischen Freiwilligenwettbewerb auf, studentische Not mit Banken und warum Pessimisten bessere Entscheidungen treffen.
Der älteste Schülerwettbewerb in Deutschland
…startet nun zum 58. Mal und bietet im Rahmen des Europäischen Freiwilligenjahrs 2011 eine große Bandbreite an kreativen Beteiligungsmöglichkeiten. Kleine Gruppen, verschiedene Medien, durch die man sich ausdrücken darf und Europareisen, die als Preise winken, fallen uns hier besonders positiv auf. Irgendwie erscheint die Seite zwar unübersichtlich, obwohl wir einen Pluspunkt für den Navigations-Dot geben. Aber es zählt ja schließlich der Inhalt, nicht wahr?
Eine Runde Mitleid?
Wir sind ja immer leicht skeptisch, wenn wir einen dieser Hautnah-Artikel lesen. Zwar ist es sicher richtig, dass Studienkredite problematisch sein können, aber anhand eines Beispiels dieses Kölner Studenten kann man doch nicht auf die Allgemeinheit schließen. Daher raten wir zur Vorsicht: Lesen, denken, fragen. Kommentare sind an dieser Stelle ausdrücklich erwünscht!
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Besser entscheiden trotz schlechter Laune
Ein Adventskalender, der uns lauter lustige Sachen lehrt: Heute lesen wir darin unter anderem, dass Miesepeter besser denken können. Sind Pessimisten also dich die besseren Realisten? Sind schlechte Gefühle und miese Laune doch zu etwas gut? Und das ist jetzt sogar wissenschaftlich untermauert. Toll! Jetzt kann Weihnachten kommen.
Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Heute wird PISA 2009 veröffentlicht, wir zeigen wo; außerdem: verschiedene Meinungen zu Arbeitszeiten und was Theologen in der IT verloren haben.
Das große Zittern vor den Zahlen
Warum eigentlich 2009? Zur Erklärung: Eine Studie, die so lange geplant und durchgeführt wird, braucht mindestens genau so lange zum Auswerten. Auf der offiziellen Seite der OECD werden wir erst mal auf die Seite der Uni Kiel weitergeleitet, wo aber auch noch keine Informationen zu finden sind. Noch nicht. Erste Einblicke, nicht nur in den Bundesländervergleich, sondern auch zum Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften (mit Grafiken, schön anschaulich) befriedigen daher nur vorerst unsere Neugier. Als Überbrückung schlagen wir vor, sich auch noch die Experten hinter der Studie genauer anzugucken. Und dann endlich die vollständigne Ergebnisse.
Ausführlicher als gedacht
Was zählt alles zu Arbeitszeit und sind Überstunden gesundheitsschädlich? Das sind Fragen, die sich nicht nur regulär Berufstätige stellen, sondern sicher auch Azubis und Praktikanten. Besonders gut finden wir den Rundumschlag und die Detailtiefe, die wir hier vorfinden, zum Beispiel, wie Unternehmen auf 24-Stunden-Erreichbarkeit versus Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter reagieren. Also Entspannungsmodus ausschalten und hier mal reingucken.
Aufgeschmissen ohne IT
In so ziemlich jedem Unternehmen steht heutzutage ein Rechner oder ein Server, Netzwerke wollen eingerichtet und gewartet werden. Nicht jede Lösung ist für jedes Unternehmen und -struktur geeignet. Und da Informationstechnologie nicht weniger wird – nicht umsonst findet heute der fünfte nationale IT-Gipfel in Dresden statt – braucht man natürlich Experten, die sich zumindest ein wenig für das Thema begeistern können. Quereinsteiger willkommen! Was einen so erwartet und was man mitbringen sollte, reißt karriere.de heute an.
Mieser Tag, in der Prüfung durchgefallen, Frustsaufen und schwupps! landet ein neues Profilfoto irgendwo im Netz. Und dann vielleicht noch ein Video. Man wird verlinkt. Es wird kopiert, geteilt und gefallen.
Tun sie’s oder tun sie’s nicht – das ist hier die Frage
Widersprüche, wo man nachliest. Die einen googeln ihren Bewerber, die anderen nicht. BASF und Continental beispielsweise behaupten, sie hätten dafür schlichtweg keine Zeit und es sei ihnen egal, was da im Internet gepostet wurde. In dem selben Tenor geht es weiter, „es sei nicht vorgesehen“ und man wolle sich „eher ein Gesamtbild“ verschaffen. Eine wissenschaftliche Studie der Zeitschrift für Personalforschung (Ausgabe 01/2010, 1. Seite frei, Rest kostenpflichtig) legt allerdings den Schluss nahe, dass Informationen aus dem Internet sehr wohl zu Rate gezogen werden.
Und ob! Es gibt sogar Kurse!
Als Beweis haben wir hier dieses lustige schweizer Video gefunden – lustig, weil wir nicht alles verstanden haben, aber was der Beitrag sagen will, ist ja wohl klar… – und einen dazugehörigen Artikel auf der Website des Schweizer Fernsehens. Personaler belegen inzwischen Kurse darüber, wie sie online die Spreu vom Weizen trennen können.
Zunächst das Böse besiegen
Erst einmal sollte man sich um positive Inhalte kümmern: Also Fotos, Videos und Verlinkungen raus, die nicht ganz so vorteilhaft aussehen. Das gleiche gilt für Kommentare, Spiele oder dubiose Seiten und Gruppen, die einem gefallen. Wem diese Pflege zu mühselig ist, riskiert ausspioniert zu werden. Was glauben Sie, wie viele Fake-Accounts von Personalabteilungen existieren, nur um mal eben anonym einen Blick auf die Seite des Bewerbers werfen zu können? Und das dann abspeichern? Digital, in Einsen und Nullen, faktisch unlöschbar! Das ist halt so die Krux mit web 2.0: Jeder kann mitmachen, aber jeder kann halt auch mitgucken.
Freunde und „Freunde“
Und um sicher zu gehen, dass Privates privat bleibt, hilft eigentlich nur eins: Konsequenz: Profil nur Freunden freigeben, keine Freundschaftseinladungen von Leuten annehmen, die man nicht kennt. Und auch dann überlegen Sie es sich gut, was Sie veröffentlichen: Wenn Ihnen das nächste Mal ein böser Kommentar auf der Zunge liegt, überlegen Sie sich vielleicht, ob es „Freunde“ in Ihrem Netzwerk gibt, die das gegen Sie verwenden könnten. Würden. Irgendwann mal. Und dann erzählen Sie vielleicht lieber den Menschen, denen Sie vertrauen, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Es sei denn ihre Freunde zeichnen alles Gesagte mit einem Diktiergerät auf, um es hinterher im Internet posten zu können. Digital, in Einsen und Nullen, faktisch unlöschbar.
Anschließend zum Helden aufsteigen
Wer jetzt die Medaille noch etwas glänzender polieren möchte, kann sich proaktiv um sein Image im Internet kümmern. Das erfordert ein bißchen Zeit und Engagement. Únd nur weil man schließlich und endlich die Hürde geschafft hat, einen Job zu bekommen, darf man sich lange nicht wieder gehen lassen. Es gab auch schon Vorfälle, da wurden Mitarbeiter abgemahnt oder entlassen, weil sie negativ im Internet aufgefallen sind. Eins ist dabei sicher: Es kommt die Zeit, da wird es nicht mehr drauf ankommen, wie viele Freunde und „Freunde“ man auf Facebook hat, sondern wer seine eigene Publikationsgeilheit am besten zügeln kann.
(Autor: A. Sokolowski | Cartoon: A. Korkis | Quelle: Archiv)
Heute bei unseren Fundstellen im Netz: Was man beim alljährlichen Mitarbeitergespräch beachten sollte, BaFÖG-Erhöhung wird noch diskutiert und der Olymp wartet auf kreative Ideen.
Gut geschwätzt ist halb gewonnen
Nur Mut! Auch das würden wir jedem raten, der ein Mitarbeitergespräch mit dem Chef wahrnimmt. Was wir gut finden: Ein solches Gespräch ist ein Arbeitnehmer-Recht (!) und zudem nichts, wovor man Angst haben muss. Im Gegenteil: Der Artikel gibt Aufschluss darüber, dass ein Dialog zwischen Chef und Mitarbeiter einfach wichtig ist, um zu wissen, ob man gut zusammenarbeitet oder was man besser machen kann. Schließlich will auch der Chef wissen, ob es seinen Mitarbeitern gut geht. Denn unglückliche Mitarbeiter arbeiten ja auch nicht in seinem Sinne.
13 Euro mehr im Monat
Studenten können sich freuen, auch wenn die Politik noch etwas auf sich warten lässt. Der BaFöG-Höchstsatz wird steigen, sogar rückwirkend zum 1. Oktober. Eine recht interessante Perspektive auf das politische Vorgeplänkel und wer was wie finanziert, finden wir heute im Spiegel daher recht interessant.
Mit Olymp hat es wenig zu tun
Trotzdem heißt der Wettbewerb „Kinder zum Olymp!“ und möchte mit dem Spruch ganze Schulklassen motivieren, sich kreativ, malerisch, kulturell an ein neues Projekt heranzuwagen und damit auch noch was zu gewinnen. Gesucht wird in allen Bereichen, von Musik bis Fotografie, von Theater bis Architektur. Wir finden diesen Wettbewerb anspruchsvoll und vielfältig. Unser Eindruck: Hier haben Lehrer die Möglichkeit, Potenziale einer ganzen Klasse zu fördern, die im regulären Kunstunterricht sonst untergehen. Wer weiß, vielleicht entdeckt dadurch so manch ein Schüler seine wahre Berufung? Im Zweifelsfall können hier erste Kontakte für ein Praktikum geknüpft werden.