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Fehlzeiten und frieren im Sommer? Teil 3

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Posted on : 13-01-2013 | By : m_weiss | In : Erfahrungsberichte, Soziales Engagement
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(Bewertung-Durchschnitt: 5.00 von 5 Sternen)
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Es folgt das Interview, Teil 3, mit Jürgen M. Beith, Gründungspräsident der Deutsche Thalassämiehilfe e.V. (1995).

Mentoring4u:
Gibt es Probleme in der Ausbildung?

Jürgen M. Beith:
Es ist für diese Patienten zu mindestens doppelt so schwer, einen Job zu finden. Ein junger Mann mit irgendeinem Wirtschaftsstudiengang musste die Arbeit und Ausbildung als Substitut im Einzelhandel aufgeben, weil er sie körperlich nicht bewältigen konnte.

Mentoring4u:
Wie könnte ein Studium verlaufen ?

Jürgen M. Beith:
Studium geht mehr schlecht als Recht, weil die Leistungskurve nach dem dritten Tag nach der Bluttransfusion kontinuierlich abfällt. Patienten frieren auch selbst im Sommer leicht.

Frau Nowack mit Patienten


Mentoring4u:
Wie verhalten sich Arbeitgeber?

Jürgen M. Beith:
Viele Arbeitgeber scheuen auch die Fehlzeiten. Ein wirklich im IT-Bereich hoch qualifizierter berichtet mir regelmäßig von seinen Problemen, weil keine Ambulanz mehr am Wochenende Transfusionen verabreicht und er deswegen Donnerstags oder Freitags alle drei Wochen fehlt. Der letzte Arbeitgeber, Sitz in USA hat ihn deswegen gefeuert.

Die Job-Auswahl muss individuell erfolgen. Obendrein tun sich in Deutschland viele Gutachter schwer, einen Grad der Erwerbsminderung zu testieren.

Mentoring4u:
Wie gehen Ihrer Meinung nach internationale Organisationen mit diesem Thema um?

Jürgen M. Beith:
Die WHO umgeht das Thema nach Möglichkeit, weil sonst die Frage im Raum stünde: “Wo ist unser Blut, wo ist unser Sanitäter, wo ist unsere Krankenstation???

Die Letzte die sich dazu geäußert hat, war Gro Harlem Brundtland2003 als Direktorin der WHO. (Gro Harlem Brundtland ist eine norwegische Politikerin und war dreimal Ministerpräsidentin. Als erste Frau war sie von 1981 bis 1992 Vorsitzende der sozialdemokratischen Arbeiderpartiet Quelle: Wikipedia)   Sie hat die Nationen aufgefordert, mehr “Augenmerk auf das drängende Thema” zu werfen. Das war es dann aber auch.

Mentoring4u:
Wenn Sie sich etwas wünschen dürfen, was wäre es?

Jürgen M. Beith:
Was uns Not tut, ist öffentliches und gesundheitspolitisches Bewusstsein für die Krankheit, Weiterbildung der Gynäkologen und Kinderärzte in der Fläche (Anamnese und Diagnostik liegen im Argen) und Aufklärung der Trägerinnen und Träger über das Vererbungsrisiko.

Hier finden Sie Teil 1 und Teil 2 des Interviews

Mentoring4 führte das Interview mit Oberstleutnant a.D Jürgen M. Beith, Gründungspräsident Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V. .

(Autor: M. Weiss  /  Bilder: Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V.  / Bildbearbeitung: M. Weiss  /  Quelle: www.thogde.org,www.thalassaemie.info/,de.wikipedia.org)

Teufel mit Bezelbub ausgetrieben -2-

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Posted on : 10-01-2013 | By : m_weiss | In : Erfahrungsberichte
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(Bewertung-Durchschnitt: 5.00 von 5 Sternen)
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Mit Mutationen wollten menschliche Körper die Entwicklung des Malariaerregers im Blutkreislauf unterbinden und holten sich dadurch die genauso lebensgefährlichen Thalassämien an Bord.

Es folgt das Interview, Teil 2, mit Jürgen M. Beith, Gründungspräsident der Deutsche Thalassämiehilfe e.V. (1995).

Mentoring4u:
Gibt es denn auch Begleiterkrankungen?

Jürgen M. Beith:
Oh ja, Thalassämiker sehen sich im Laufe ihres Lebens mit einem ganzen Bündel von Begleiterkrankungen konfrontiert.

Erst einmal die mangelnde körperliche Leistungsfähigkeit, die von Kollegen und Chefs gern als Faulheit oder Leistungsverweigerung eingestuft wird. Dann Diabetes, Osteoporose, Gelenkentzündungen. Arthritis, Rheuma, schwere Migräne, Schwindelanfälle, Depressionen, Konzentrationstörungen und (ein wenig folkloristisch) Haarausfall.


Mentoring4u:

Was passiert mit den Erkrankten in unserer Welt?

Jürgen M. Beith:
In den entwickelten Industriestaaten haben die ersten Patienten fast das 60. Lebensjahr erreicht. Oftmals aber auch mit schwersten Komplikationen, Verweil-Stunts, die die Venenfindung für die Transfusion überflüssiger machen sollen, verkeimen, entzünden sich, führen zu beginnenden Blutvergiftungen.

Mentoring4u:
Und wie ergeht es Patienten in den Entwicklungsländern?

Jürgen M. Beith:
In geringer entwickelten Ländern beobachten wir Unterschiedliches. Manche Eltern verschulden sich über alle Maßen, um den Kindern ein Minimum an Hilfe angedeihen zu lassen. Oft erwartet das Pflegepersonal für das Legen der Transfusionsschläuche auch noch einen saftigen Bakschisch.

Andere Eltern setzen in wenig entwickelten Ländern ohne bezahlbare medizinische Versorgung die Kinder und besonders die Mädchen einfach aus oder bringen sie einfach um. Hören wir besonders aus Indien, Pakistan und angrenzenden Staaten.

Die Brüder Pinna

Mentoring4u:
Können Sie über einen Fall zum Beispiel aus Deutschland sprechen?

Jürgen M. Beith:
Wir betreuen gerade ein türkischstämmiges Paar aus dem Schwarzwald, wo bereits per Zufall die Diagnose vorliegt, dass das werdende Kind krank sein wird. Da war Feuer am Dach und Panik im Haus.

Wir verfügen zusätzlich über ein Verzeichnis einer leider viel zu kleinen Zahl von Ärzten, die mit den Thalassämien vertraut sind. Da wir öffentlich keine Empfehlungen aussprechen wollen, dürfen sich Patienten, Betroffene und Angehörige gern direkt oder über die Hilfe- und Beratungsmaske auf der Seite  www.thogde.org mit uns in Verbindung setzen.

….

Dieser Link führt Sie zum ersten Teil des Interviews, dieser zum letzen Teil

Der dritte Teil folgt am Montag, den 13. Januar

Mentoring4 führte das Interview mit Oberstleutnant a.D Jürgen M. Beith, Gründungspräsident Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V. .

(Autor: M. Weiss  /  Bilder: Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V.  / Bildbearbeitung: M. Weiss  /  Quelle: www.thogde.org , http://www.thalassaemie.info/)

Ein Urvieh, 7000 Jahre alt und immer noch nicht besiegt

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Posted on : 07-01-2013 | By : m_weiss | In : Aktuelles, Erfahrungsberichte, Medizin
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(Bewertung-Durchschnitt: 5.00 von 5 Sternen)
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Guten Morgen liebe Leserinnen und lieber Leser,
heute möchte ich Ihnen einen Mann mit ganz besonders wertvollen Interessen vorstellen. Bei der Bundeswehr war er Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der 1. Luftwaffendivision im Range eines Oberstleutnants, zuvor zuständig für das Organisieren von Katastrophenhilfe in einem speziellen Bereich innerhalb der Bundeswehr und Gründungspräsident der Deutsche Thalassämiehilfe e.V. (1995).


Mentoring4u:
Herr Beith, wie sind Sie dazu gekommen, sich für die Krankheit Thalassämie zu engagieren?

Jürgen M. Beith:
Mit der Krankheit Thalassämie bin ich zufällig beruflich in der Mitte der 70ziger Jahre in Berührung gekommen. Ab 2003 habe die Weggefährten vergangener Tage, Familienmitglieder und ich über Abhilfe nachgesonnen und 2005 haben wir hier in der Region Stuttgart die Thalassämiehilfe ohne Grenzen e.V. aus der Taufe gehoben.

Eigentlich begann alles mit Sardinien, beruflich war ich ein „kleiner“ Sachbearbeiteroffizier aber mit dem großen Verantwortungsbereich “Organisation von Katastrophenhilfe”. Da erreichte uns 1976 ein Notruf aus Sardinien, dass den Krankenhäusern dort das Blut ausginge. Nach erfolglosen Verhandlungen mit DRK und BRK – beide wollten einfach zu viel Geld – haben wir im eigenen Bereich das Zentralinstitut der Bundeswehr eingebunden und seit Herbst 1976 bis heute gibt es die nicht kommerzielle Blutbrücke nach Sardinien. Ich bin im Jahr 2000 bei der Bundeswehr krankheitsbedingt in den vorzeitigen Ruhestand getreten.

Mentoring4u:
Hatten Ihre Kollegen bis dato schon mal Kontakt zu Krankheitsträgern?

Jürgen M. Beith:
Sardinen ist einer der vielen Thalassämiebrennpunkte der Welt und zugleich auch Standort eines Übungsplatzkommandos der fliegenden deutschen Luftwaffe. Unsere Leute haben in ihrer Freizeit auf Sardinien Menschen gesehen, die ganz verändert aussahen. Fragen brachten Aufklärung und die Jungs gingen erst mal dran, Blut zu spenden und auch etwas Geld zu sammeln.

Mentoring4u:
Was ist Thalassämie?

Jürgen M. Beith:
Die Thalassämien, (es gibt unterschiedliche, am verbreitetsten ist die Beta-Thalassämie) sind vererbte Erkrankungen des blutbildenden Systems. Vereinfacht könnte man auch des Knochenmarks sagen. Ohne qualifizierte medizinische Versorgung einer Beta-Thalassämie major (akute Form) liegt die Lebenserwartung im Durchschnitt bei zwei Jahren. Die Krankheit existiert seit mindesten 7.000 Jahren, wird aber weltweit mehr oder weniger totgeschwiegen und verdrängt.

Mentoring4u:
Wie steckt man sich denn an?

Jürgen M. Beith:
Es handelt sich nicht um Ansteckung. Wenn zwei Träger der Thalassämie-Erbanlage ein Kind bekommen, dann funktioniert nach Gregor Mendel der Erbgang theoretisch so:

Es gibt zu 25% eine Chance auf ein gesundes Kind, 50 % Kind mit Thalassämie Trägerschaft und 25 % ein schwer krankes Kind.

Nur hält sich Mutter Natur nicht an die Theorie. Ich kenne Familien, da sind von 8 Kindern 6 schwer krank, ständig auf Bluttransfusionen und sogenannte Chelatbildner (um das überschießende, giftige Eisen wieder los zu werden) angewiesen.

Die ursprüngliche Verbreitung der Thalassämien folgte den Malariaregionen der Erde (daher abgeleitet vom Mittelmeer / griech. Thalassos – Thalassämie : Krankheit aus dem Meer). Heute gibt es kaum noch Regionen ohne Träger aufgrund von Flucht, Vertreibung, Arbeitssuche.

Der zweite Teil des Interviews folgt am Donnerstag, dem 10. Januar.

Mentoring4 führte das Interview mit Oberstleutnant a.D Jürgen M. Beith, Gründungspräsident Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V. .

(Autor: M. Weiss  /  Bilder: Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V.  / Bildbearbeitung: M. Weiss  /  Quelle: www.thogde.org www.thalassaemie.info/)

Heidemarie Mundlos: Vertraue der Zukunft

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Posted on : 01-01-2013 | By : m_weiss | In : Erfahrungsberichte, Gastautor
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(Bewertung-Durchschnitt: 4.50 von 5 Sternen)
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Vertraue Deinen eigenen Fähigkeiten – Du erwirbst Sie Dir durch Lernen und Anstrengung!


Vertraue Deinen Freunden – Du behältst sie durch Verständnis und Ehrlichkeit!
Vertraue der Zukunft – Du gewinnst sie durch Arbeit und Mut!

Heidemarie Mundlos
Mitglied des Niedersächsischen Landtages

Neujahrsgrüße von George Tenner: In einer gnadenlosen Leistungswelt kommt es darauf an, ….

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Posted on : 01-01-2013 | By : m_weiss | In : Erfahrungsberichte, Gastautor
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(Bewertung-Durchschnitt: 4.67 von 5 Sternen)
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….. rechtzeitig die Weichen zu stellen, die einen selbst auf das Gleis des Erfolges bringen.

Es nützt nichts zu denken, ach heute habe ich gar keine Lust zu lernen! Diese Einstellung rächt sich mit Sicherheit. Ich habe das am eigenen Leib erfahren.

Deshalb möchte ich euch, ihr jungen Leute, einen Satz mit auf die Reise geben, den ich zu meinem Lebensmotto gemacht habe:

“Verlasst euch nie auf das Glück allein, Glück kommt nur durch harte Arbeit!”

(Buchautor: George Tenner  /  Bild: George Tenner  /  Bearbeitung: M. Weiss)

Mission Musik bei der Bundeswehr? Militärmusikdienst

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Posted on : 28-11-2012 | By : c_amrhein | In : 2. Deutscher Mentorentag 2012, Berufsausbildung, Employer Branding, Erfahrungsberichte
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(Bewertung-Durchschnitt: 5.00 von 5 Sternen)
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(Bild: Wachbatallion beim Bundesministerium für Verteidigung)

Bundeswehr als Arbeitgeber?
Es gibt bei der Bundeswehr nicht nur Berufe, die mit der Waffe zu tun haben. Neben dem Truppendienst gibt es drei sogenannte militärische Fachdienste:

  • Geoinformationsdienst
  • Sanitätsdienst
  • Militärmusikdienst


(Bild: Wehrbereichsmusikkorps 1 Neubrandenburg)

Hier spielt die Musik
Der Militärmusikdienst der Bundeswehr verfügt heute über vier Einheiten mit besonderer Aufgabenzuweisung:

  • Stabsmusikkorps der Bundeswehr (Berlin) – protokollarischer Ehrendienst
  • Musikkorps der Bundeswehr (Siegburg) – repräsentative Konzerttätigkeit und protokollarischer Ehrendienst in Westdeutschland
  • Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr (Hilden/Düsseldorf) -  zentrale Aus- und Weiterbildung der Angehörigen des Militärmusikdienstes
  • Big Band der Bundeswehr (Euskirchen) – Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchsgewinnung
  • 14 Musikkorps mit 4 Luftwaffen-, 2 Marine- und 8 Musikkorps des Heeres bzw. der Streitkräftebasis

Die fachliche und (teilweise) truppendienstliche Leitung des Militärmusikdienstes obliegt dem Leiter Militärmusik und Leiter Zentrum Militärmusik der Bundeswehr in Bonn. Im Rahmen der derzeit laufenden Bundeswehrreform wird auch der Militärmusikdienst umorganisiert.

Zwischen Tradition und Moderne
Die Militärmusik ist Teil von Tradition und soldatischem Brauchtum innerhalb der Bundeswehr, indem sie mit ihren spezifischen Mitteln, wie in großer Blasorchesterbesetzung, verschiedensten Kammermusikensembles jeweils anlassbezogen immer für den guten Ton sorgt und Musik am Puls der Zeit präsentiert.

Musik als integrativer und kultureller Auftrag
Im Jahre 2007 erfolgte die erstmalige Verortung des Militärmusikdienstes innerhalb der Gesamtorganisation der Streitkräfte durch die sogenannte  Teilkonzeption Militärmusik, (TK MilMusBw) die Bedeutung, Grundlagen und Möglichkeiten von Musik – Militärmusik – als Macht eigener Größe für die Bundeswehr festschreibt und so die Basis für die Auftragserfüllung bildet.
Der Militärmusikdienst versteht sich selbst als essentieller kultureller Beitrag für die Bundeswehr, da er emotional wirkungsvoll integrativ für die Truppe selbst, in die Öffentlichkeit und im Rahmen von Einsätzen auch international Wirkung entfaltet.

Seine musikalisch vielfältige Präsenz korrespondiert dabei mit kultureller Kompetenz gerade auch über interkulturelle Grenzen hinweg und bietet so Möglichkeiten zum Dialog an, wenn Sprache dafür zu versagen droht.
Militärmusiker waren und sind seit jeher „global player“, die mit klingender Symbolik die Streitkräfte repräsentieren und mit der ihnen eigenen künstlerischen Aktivität Zeremoniell und Konzert verbinden.

Bundeswehrinterne Ausbildung zum Musiker
Eine eigene Ausbildungs- und Verwendungsreihe innerhalb      der Bundeswehr ermöglicht interessierten und vorgebildeten   MusikerInnen eine anspruchsvolle und qualifizierte Möglichkeit   zur Professionalisierung ihres instrumentalen Könnens mittels eines Studiums, das in Zusammenarbeit zwischen dem Militärmusikdienst und der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf durch das Ausbildungsmusikkorps durchgeführt wird.

(Bild: Orchestermusik beim Bund)


Mal schnuppern?

Für interessierte BewerberInnen bietet sowohl die Militärmusik selbst, als auch die Karriereplanung Bundeswehr vielfältige Möglichkeiten zur Information an. Der Militärmusikdienst der Bundeswehr veranstaltet jährlich einen eigenen Musikwettbewerb unter dem Motto „Bw-MUSIX“, der gerade für Jugendblasorchester die Möglichkeit bietet sich mit der Militärmusik auszutauschen und so erste Erfahrungen mit Musik in Uniform zu sammeln.

Schon mal an ein Praktikum im Bereich Militärmusik gedacht?
Dann gibt es hier viele Infos für Leute ab 16 Jahre. Fragen? Schreibt uns hier im Kommentar oder an redaktion@mentoring4u.de .

(Autoren: Dr. M. Heidler, Major der Bundeswehr, Zentrum für Militärmusik, Bonn;
C. Amrhein, Mentoring4u; Quellen: www.militaermusik.bundeswehr.de;
www.berlintattoo.com
; Archiv www.mentoring4u.de)

Nach Vollbremsung neue Karriere gestartet! Ein Porträt: Ashley Hicklin

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Posted on : 10-10-2012 | By : m_weiss | In : Erfahrungsberichte, Gastautor, Musik
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(Bewertung-Durchschnitt: 4.29 von 5 Sternen)
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Fußball und Musik – für viele junge Briten sind das Lebensinhalte, die eng miteinander verbunden sind. Das war bei Ashley Hicklin nicht anders, jedoch mit einem gravierenden Unterschied: Er musste sich als Teenager zwischen Ball und Gitarre entscheiden. Mit 16 galt er als großes Talent und war auf dem Sprung zum Profifußballer, hatte aber auch gleichzeitig angefangen, eigene Songs zu schreiben.

Ashley Hicklin

Ashley Hicklin


Damals lebte Hicklin noch in Scarborough, einem verschlafenen Ort an der Nordostküste Englands. Seine Eltern hatten einen Pub und jeden Sonntag traten dort Nachwuchstalente bei Open Mic Sessions auf – und Ashley mittendrin. Zuerst coverte er Songs von Oasis, Travis oder Crowded House, später kamen die ersten eigenen Lieder hinzu. Das Gitarrespielen brachte ihm ein Mädchen bei, welches bei den Eltern hinter der Bar arbeitete und in das ich ein kleines bisschen verliebt war“, gibt er offen zu.

Fußball oder Musik- Ashley entscheidet sich für die Musik und Leeds, um am dortigen College Of Music Klassik zu studieren. Hicklin spielt Schlagzeug, Klavier und Gitarre, schreibt Arrangements für Orchester und widmet sich dem Gesang. Aber Klassik und ich, das passte nicht so richtig zueinander, erzählt er. Ashley fühlt sich dem Pop mehr zugehörig und beschließt, nach London zu gehen.

Mit der britischen Metropole wird er auch nicht so richtig warm: „Zu verrückt, zu schnell, zu unfreundlich. Ein Gutes hat die Stadt dann aber doch: Der Hamburger Musikverleger Peter Ende entdeckt ihn dort, verpflichtet den jungen Engländer mit den dunklen Augen als Komponisten und Texter für seinen Verlag und nimmt ihn mit nach Hamburg.

Ab dann geht alles sehr schnell.  Hicklin versteht sich auf die Kunst, gefühlvolle Songs zu schreiben, die Geschichten erzählen. Der erste, der davon profitiert ist der Belgier Tom Dice, der 2010 sein Land beim Eurovision Song Contest mit dem Lied „Me And My Guitar“ vertritt. Andere Nachwuchssänger und –sängerinnen folgen aus aller Welt.

Doch Ashleys Talent soll nicht nur anderen vorbehalten bleiben und der erste eigene Plattenvertrag lässt nicht lange auf sich warten. Ferryhouse nimmt Hicklin unter seine Fittiche und stellt ihm einen erfahrenen Produzenten an die Seite, der sein Debüt „Parrysland“ aufnimmt .

Ashley Hicklin spielt beim Hamburger Reeperbahn Festival und geht mit Bands wie Ich + Ich und Sunrise Avenue als Support auf Tournee. Nicht selten sind es über 20.000 Zuschauer. Der große Durchbruch scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch er kommt nicht.

Vollbremsung
Ashley geht auf die Straße. Keine Hotels und andere Annehmlichkeiten eines umworbenen Jungstars mehr. Mit einem Rucksack bepackt und seinen akustischen Instrumenten in der Hand reist er durch 30 deutsche Städte und spielt in Fußgängerzonen – angewiesen auf das Wohlwollen von Freunden und Fans, bei denen er übernachtet oder die Geld in den Hut werfen: „Du musst es schaffen, dass die Leute, die zum Einkaufen oder zur Arbeit, gehen stehenbleiben und dir zuhören.“

Die Straßentour hatte einen reinigenden Effekt. Hicklin fasst neuen Mut, denn auf der Straße zeigt sich, ob du wirklich jemanden erreichen kannst.Das anschließende Schreiben neuer Songs fühlt sich wieder leicht an und macht Spaß. Der Erfolgsdruck, dem er sich bei der Produktion des Debütalbums ausgesetzt sah, scheint wie weggefegt.

In den folgenden Monaten nimmt er in Stockholm zusammen mit dem Musiker und Produzenten Peter Kvint sein zweites Album mit dem Titel „Kissing The Queen“ auf. Kvint arbeitete in der Vergangenheit u.a. für Britney Spears, Die Happy, Natasha Bedingfield und Heather Nova. Wir haben einig der Songs zusammen geschrieben und arrangiert, erzählt Ashley Hicklin. Es ging alles mit einer unglaublichen Leichtigkeit“.

Während die Aufnahmen des Debüts fast eineinhalb Jahre gedauert hatten, ist „Kissing The Queen“ nach knapp drei Monaten im Kasten.

Hicklin hat dafür Popsongs mit großen Refrains geschrieben, manchmal hymnisch wie in „Little Echo“ oder sanft wie in „City Lights“.

„Kissing The Queen“ enthält auch eine ganze Reihe an Liebesliedern. Über den Wolken zu schweben und sich im totalen Glück zu verlieren wie in „Top Of The World“ mit der Zeile no love police can bring us down.Die Songs sind in einer Zeit geschrieben worden, in der ich sehr glücklich war. Das ist in jedem Lied zu spüren. Es sind emotionale Momentaufnahmen, sagt der 26 jährige Künstler.

Hicklins neue positive Haltung spürt der Hörer musikalisch in „Better With You“ am meisten, obwohl es im Song ums Alleinsein geht.  Als Musiker ist man oft allein. Im Hotelzimmer, im Zug und in fremden Städten. Es geht um das Gefühl, dass es in diesen Momenten schön wäre, Gesellschaft zu haben.

Fußball interessiert Ashley natürlich immer noch. Aber er hat seine Entscheidung, Profimusiker zu werden, niemals bereut. Alles dreht sich in meinem Leben um Musik. Das ist ein Luxus, den ich genieße.

(Autor: Arne Gosh, Ferryhouse  /  Bildbearbeitung: D. Balci  /  Bilder: Archiv Sound’n Scripture GmbH)

Erfahrungsbericht: Architekt mit PlanB

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Posted on : 27-09-2012 | By : m_weiss | In : Erfahrungsberichte, Plan B
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(Bewertung-Durchschnitt: 3.60 von 5 Sternen)
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“Während meines Studiums habe ich schon geplant und gebaut. Da war auch ein Pferdestall und ein Wochenendhaus dabei. Nach meinem Studium folgten Projekte in New York, Jerusalem, Helsinki und Venedig. Mein Rat: Man muss es nur wollen, traut Euch!”

Mentoring4u: Servus Herr Hiegel, ich finde Ihren Werdergang sehr interessant. Können Sie uns das detaillierter erzählen? Wie hat das angefangen, dass Sie Ihren Berufswunsch Architekt verwirklicht haben?

Herr Hiegel: Nun ja, in meinem Heimatdorf konnte nicht jeder an einem Gymnasium das Abitur machen. Aber ich wollte das und ich wollte Architekt werden! So habe ich verschiedene Praktika auf der Baustelle, das Abitur in der nächsten grossen Stadt und  die Ausbildung zum Architekten gewählt. Die Berufsausbildung, auch mit Stationen in mehreren Ländern war gut für meine Persönlichkeitsentwicklung.

Mentoring4u: Ich habe gehört, Sie beherrschen Englisch, sprechen ein wenig Französich und ein paar Worte Hebräisch. Haben Sie sich die Sprachen selbst beigebracht?

Herr Hiegel: Es hat damit angefangen, dass ich mich während meiner Schulzeit für Fremdsprachen interessierte: Am liebsten wäre ich noch mehr gereist als ich es in den europäischen Staaten schon tat. Doch diese war mir aus zeitlichen Gründen leider nicht möglich. Als ich vor der Entscheidung stand, zwischen meinem bereits begonnenen technischem Architekturstudium in Karlsruhe und einem mehr konzeptionellem Architekturstudium in London zu wählen, entschied ich mich, an der „Architectural Association School of Architecture“ in London zu studieren und gleich im ersten Semester haben mich Professoren eingeladen, an einer von ihnen gestalteten Auststellung in London teilzunehmen.

Mentoring4u: Was haben Sie nach Ihrem Studium gemacht?

Herr Hiegel: Nachdem ich mein Studium in Karlsruhe und London erfolgreich mit zwei Diplomen in der Hand absolviert hatte, arbeitete ich für ein paar Jahre in verschiedenen Architekturbüros und Universitäten in London, Karlsruhe, Berlin, Düsseldorf, Frankurt und New York. In Karlsruhe, Frankfurt, Kassel und London unterrichtete ich im Fach Architekturtheorie und Entwerfen und brachte den Studierenden im Fach Architektur und Stadtplanung die Regeln des Handwerks bei.  In über 120 Projekten, gebaute, gedachte, geplante, durfte ich mein Fachwissen einbringen und meine Arbeiten wurden und werden in einem kleinen Bereich der internationalen Fachwelt zwischen New York und Jerusalem, Helsinki und Venedig diskutiert, ich selbst kann ab und zu über Architektur schreiben und mit einem Team zusammen Veranstaltungen zu Stadtplanung, Architektur und Kunst durchführen.

Mentoring4u: Ahja, das ist ja toll! Was ist heute mit dem Planen, Bauen und Schreiben? Wann haben Sie den Traum, als Architekt tätig zu sein, in die Tat umgesetzt?

Herr Hiegel: Schon während des Studiums habe ich geplant und gebaut. Ein Wochenendhaus bei Kaiserslautern, eine Pferdestall in der Pfalz, ein Einfamilienhaus bei Stuttgart. Auch direkt nach meinem Studium hatte ich verschiedene kleinere und grössere Aufträge und so ist es geblieben, ich konnte immer meinen Traum leben. In sehr unterschiedlichen Dimensionen; Niederlagen und Erfolge halten sich in etwa die Waage. Lediglich die Beschäftigung mit der Theorie ist stärker geworden; so konnte ich mich letztlich bei Planungsarbeiten für ein grösseres Haus im Norden Israels, bei einem anderen Projekt in der Nähe von St. Tropez und einem kleinen Umbau in Karlsruhe mit spannenden neuen Theorie-Aspekten zur Sprache der Architektur auseinandersetzen. Das ist spannend und das ist gut so.

Berufe und Artikel auf mentoring4u, die in Verbindung mit Architektur für Euch relevant sein können: Spezieltiefbau , Lichtkulturfestival Luminale, , Maler- Lakiererhandwerk, Maurer/in,   Künstlerporträt Corinna Rosteck,  Denkmaltechnischer Assistent/in,  Bauzeichner/in .

(Das Gespräch führte die Mentoring4u Redaktion mit Hans Robert Hiegel, Architekt in Karlsruhe /  Bild und Bildbearbeitung:  Hans Robert Hiegel, D.Balci)

Erfahrungsbericht: Bachelor of Arts Social Sciences (Sozialwissenschaften) Mein Rat: Vergessen Sie das Praktikum nicht!

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Posted on : 18-09-2012 | By : m_weiss | In : Erfahrungsberichte, Gastautor, Studium
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(Bewertung-Durchschnitt: 4.57 von 5 Sternen)
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Der Bachelor of Arts (BA) Social Sciences ist ein gemeinsamer Studiengang der Fächer Soziologie und Politikwissenschaft am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften.

Gegenstand ist die Analyse von Gesellschaft, ihren Teilbereichen, deren Strukturen, Bedingungen und Entwicklungen sowie deren Wechselwirkungen mit den Handlungen einzelner Akteure. Leitfragen sind u.a.:

• Wie und wodurch entstehen gesellschaftliche/politische Strukturen?
• Wie verändern sie sich?
• Wie wirken sie auf Akteure ein und wie wirken Akteure auf Strukturen ein?

Während die Soziologie diese Leitfragen auf die Gesamtgesellschaft und einzelne Teilbereiche wie bspw. Familie, Geschlecht oder Arbeitsorganisationen bezieht, untersucht die Politikwissenschaft diese im Hinblick auf die politische Ordnung von Gesellschaften im Allgemeinen sowie in einzelnen Politikfeldern wie Innen-, Außen- oder Wirtschaftspolitik.

Merkmal des Studiengangs ist die Verschränkung der beiden sozialwissenschaftlichen Fachdisziplinen.

Neben dem politikwissenschaftlich-soziologischen Fachstudienbereich gehören ein Methodenteil und ein Praxisteil zu den Kernelementen des Studiengangs.

Rückblickend hat mir das Studium sehr viel Spaß gemacht und meine Kenntnisse in vielen Bereichen erweitert. Insbesondere hat mir gefallen, dass ich im fünften Semester meines Studiums ein Austauschmodul in einem angrenzenden Studienfach absolvieren konnte. Ich habe die Möglichkeit genutzt und mich für BWL entschieden.

Auch hier habe ich Grundkenntnisse erwerben können. Während des Studiums konnte ich in die Soziologie, die Politik als auch in die Statistik hereinschauen. Genau die Mischung aus allen Disziplinen macht für mich den Studiengang interessant. Die Berufsperspektiven sind dadurch sehr breit aufgestellt, es ist jedoch zu empfehlen während des Studiums in ein möglichen Bereich mit einem Praktikum hereinzuschauen, um nach dem Studienabschluss nicht in den vielen Berufsmöglichkeiten unter zu gehen, da mit dem sehr allgemeinen Studium eine Spezialisierung notwendig ist!

(Autorin: Johanna Lipp | Bild: Gerd Altmann / pixelio.de | Bildgestaltung: Dilan Balci)

Erfahrungsbericht: ein Mal Musicaldarstellerin sein…

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Posted on : 12-07-2012 | By : m_weiss | In : Erfahrungsberichte, Musik, privates Engagement
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(Bewertung-Durchschnitt: 4.67 von 5 Sternen)
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Für ein Mal Musicaldarstellerin sein…

Michèle Birchler-Stratmann

Von Kindesbeinen an berührte Musik mein Herz und meine Seele
Schon als kleines Mädchen durfte ich beinahe täglich mit meinen Eltern singen. In der Primarschule trat ich begeistert dem Kinderchor bei und durfte so meinen Teil dazu beitragen, die Menschen mit „meinen“ Liedern zu erfreuen. Sei dies in der Kirche mit einem klassischen Repertoire, an grossen Festen gar zusammen mit weiteren Chören oder an diversen Anlässen mit dem heute wieder aufkommenden vielseitigen Schweizer Liedgut. In der Oberstufe nahm ich engagiert an den Proben des Schülerchors teil und etwas später wurde als „An-schlusslösung“ der gemischte Chor „Les copains” gegründet. Diesem Chor blieb ich dank beflügeln-dem Liederprogramm und vielen musikalischen und anderen Highlights (z. Bsp. CD-Aufnahme im Studio) fast 20 Jahre treu, bevor ich 2006 dem kleinen aber feinen Frauenchor „Fallmasch Mélange“ beitrat, der ein herrlich spritziges Repertoire für Geburtstage, Firmen- und andere Anlässe bereit hält.

Die Kinder werden erwachsen..
nachdem meine Kinder etwas grösser waren, entschied ich mich, meinem musikalischen Hobby noch intensiver zu frönen und bei der Musikschule Feusisberg-Schindellegi Gesangsstunden zu nehmen. Eine spannende Zeit begann! Mit Freude und dank Leilas herausfordernden Übungen und ihren wertvollen Tipps lernte und lerne ich Vieles dazu. Da wir beide ausgesprochene Musicalfans sind, kamen wir im Gespräch bald einmal auf die Idee, hier im Dorf ein solches Projekt zu realisieren. Es  dauerte viele Monate, bis der Entscheid fiel, die Vision in die Tat umzusetzen. Bis dahin brauchte es viele Vorabklärungen, die definitive Zusage sowie – noch wichtiger – die finanzielle und tatkräftige Unterstützung seitens der Musikschule Feusisberg-Schindellegi unter der Leitung von Thomas Dietziker.

Ein Musicalprojekt?
Als die Einladung zum Mitwirken verteilt wurde, kam ich erst einmal ins Wanken. Bei aller Neugier und Lust, musikalisch und schauspielerisch einen Schritt nach vorne zu machen, kamen auch die Bedenken: Kann ich es neben Familie und Beruf schaffen, über fast ein Jahr hinweg intensiv zu proben? Werde ich Zuhause die nötige Rückendeckung haben? Die Freiheit, mich dem Musicalprojekt mit Haut und Haaren hin zu geben? Denn wenn ich etwas anpacke, dann doch richtig… Ja, ich wollte es wagen!

Lucy & Hyde (Photo: Monica Pierangeli)

Ein Workshop?
Ab Oktober 2011 probten wir 25 Workshopteilnehmer mehr oder weniger fleissig – Leila könnte ein Liedchen davon singen – an den mitreissenden Chorliedern aus dem zwar noch wenig bekannten aber äusserst packenden Musical „Jekyll & Hyde“. Und nicht nur das: Die Backvocals zu den berührenden Arien und Duetten unserer Solisten wollten geübt, herausfordernde Choreographien einstudiert und mit der Musik in Einklang gebracht, Kostüme an- sowie Theaterschminke und Frisuren ausprobiert werden. Das Einfühlen in unsere Rollen und die schauspielerische Umsetzung gelangen nicht jeden Tag gleich gut. Herbe Rückschritte gehörten dazu. Hmmmm… Doch alle nur Anfänger? Kopf hoch, positiv denken… und v.a. „üben üben üben“ hiess da die Devise!

Utterson und Gefolge aus "Jekyll & Hyde" (Photo: Monica Pierangeli)

Im Hintergrund brauchte es MitdenkerInnen und viele emsige Bienen
Da kam die aufwändige Suche nach Sponsoren und Gönnern hinzu, das Schreiben für die Zeitung sowie für Familie und Freunde, das professionelle Fotoshooting mit Monica Pierangeli, das Erstellen eines Videoclips für „you tube“, die Gestaltung von Flyern und Programmheft, die Planung des kulinarischen Teils inkl. Personalsuche und vieles mehr.

Ein riesengrosses Projekt mit vielen Facetten!
Ich schätze mich glücklich, ein Teil davon zu sein und bin sicher, „Jekyll & Hyde“ werden mir fehlen! Ein grosses Dankeschön geht an meine grosszügige Familie, an unsere wunderbare Gesamtleiterin Leila, an unsere unermüdliche Organisatorin und Mitsängerin Sandra, an Thomas, an unseren Pianisten Roger und natürlich an alle Mitglieder des Ensembles, die mich in den letzten Monaten auf ihre wunderbare Art begleitet, inspiriert und unterstützt haben! Schön, gibt’s Euch!   Michèle Birchler-Stratmann

Weitere Artikel von Michèle Birchler-Stratmann finden Sie in unserer Zeitung Mentoring4u Ausgabe 3 Seite 12: hier.

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Die Mentoring4u Redaktion wünscht allen Lesern viel Spaß!

(Autorin: Michèle Birchler-Stratmann  /  Bilder: Monica Pierangeli)