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Schlagwort: Bewerbung

  • Menti schreibt eine Bewerbung

    Menti und Bewerbing Comic

    Die erste Bewerbung steht vor der Tür und es herrscht Ratlosigkeit. Wie geht man das Projekt Bewerbung richtig an? Damit Sie kein Geld zum Fenster rausschmeißen, haben wir ein paar Links zusammen gestellt.

    Der erste Schritt
    Ist der schwierigste. Nicht jeder weiß, wo er beginnen soll, worauf man achten muss und welche Regeln zu berücksichtigen sind. Der erste Schritt sollte also sein, sich einen Überblick zu verschaffen. Die Bundesagentur für Arbeit hat zu dem Thema einen Leitfaden, Online-Trainings und Videos erstellt, unter anderem präsentiert von Oliver Pocher. Wir finden die Seite zwar auf Anhieb leicht unübersichtlich, aber nach einer Weile findet man sich zurecht. Auch für Akademiker gibt es ein Online-Bewerbungstraining der Arbeitsagentur, leider hat die Software dafür bei uns nicht funktioniert. Daher freuen wir uns über das Feedback unserer Leser. In jeder Arbeitsagentur gibt es übrigens ein Berufsinformationszzentrum (BIZ), wo man sich weiter beraten lassen und Computer nutzen kann. Auch einen guten Überblick, allerdings mehr für Akademiker, haben wir im A.S.I.-Karriereportal gefunden. Man muss sich zwar registrieren, aber das Angebot ist kostenlos und bietet eine gute Einführung, Tests und einen Kalender für die Vorbereitung. 15 Minuten am Tag üben reichen angeblich aus, um bald voll durchzustarten.

    Weiter: Unterlagen erstellen
    Und dann? Tips sind zwar gut, aber woher weiß  man, ob die Bewerbungsunterlagen wirklich überzeugen und aussagekräftig sind? Die erste Anlaufstelle sollten daher Freunde und Familie sein, die einen kritischen Blick reinwerfen und Feedback geben. Das hilft oft schon enorm weiter. Aber darauf sollte man es nicht beruhen lassen. Wichtig ist daher ein professioneller Bewerbungsmappencheck. Den führen meistens Personen durch, die entweder selbst schon viele Menschen eingestellt haben oder zumindest wissen, wie Personalverantwortliche denken und handeln. Das ist wichtig, weil der Personalverantwortliche, der Sie einstellt, genauso viel Angst hat wie Sie. Er hat Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Darum: Nehmen Sie ihm diese Angst und senden Sie durch Ihre Bewerbungsunterlagen die Signale, die für Sie sprechen und der Gegenseite das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

    Bewerbungsmappencheck: Hier wird’s teuer
    So manche Internetportale bieten Bewerbungsmappenchecks und Beratung an, sei es durch ein ausformuliertes Feedback oder Notizen, die die Berater auf den eingesendeten Bewerbungsunterlagen vermerken und zurückschicken. Kennen wir bereits aus dem Deutschaufsatz. Je nach Tiefe und Ausführlichkeit des Checks muss man natürlich mehr zahlen. Hier ein paar Hausnummern: auf Jobware.de € 95,-, auf Stellenanzeigen.de € 75,-, auf Monster.de € 25,-.auf Stepstone.de € 98,-. Diese Bandbreite zeigt auch bereits ungefähr, wie hoch die Qualität dieser Bewertungen unter Umständen ausfällt. Und wir fragen uns: Muss das sein?

    Kostenlose Online-Angebote
    Wie oben bereits beschrieben, kann man sich im BIZ beraten lassen, auch zum Thema Bewerbungsunterlagen. Aber es gibt noch mehr: Auf Absolventa haben wir einen kostenlosen Bewerbungsmappencheck gefunden. Dieser wird natürlich von einem Dienstleistungspartner in Ihrer Nähe angeboten, meistens von einem Finanzberater, der Ihnen im Anschluss noch eine Versicherung aufschwatzen möchte. Aber man muss die ja nicht kaufen. Generell gilt: viele Finanzberater bieten solche Checks an und zwar aus gutem Grund: Wenn Sie Erfolg bei der Bewerbung haben und später mal gutes Geld verdienen, dann schließen Sie vielleicht doch mal eine Versicherung bei denen ab. Darum wird er sie nach Möglichkeit auch wirklich gut beraten.

    Kostenlos und persönlich
    Wer bereits studiert, kann auch die kostenlosen Angebote der Career Center und Career Services der Hochschulen in Anspruch nehmen. Vorteil: Die Career Center sind mit vielen Unternehmen gut vernetzt und wissen, worauf Personaler bei Absolventen von Hochschulen achten. Und last but not least: Messen. Große Recruiting-Messen werden oft von dem einen oder anderen Beratungsunternehmen und VIPs mitgetragen, so zum Beispiel der kommende Absolventenkongress von Staufenbiel und Kienbaum. An den Ständen dieser zwei kann man sich kostenlos einen kompletten Bewerbungsmappencheck einholen und oft auch von weiteren Unternehmen vor Ort. Meistens muss man sich bereits früh dafür anmelden, je nach Messe entweder online oder man sollte am Messetag als erster dort sein und sich ein Zeitfenster-Ticket besorgen. Auch auf anderen Messen – siehe zum Beispiel der Recruiting-Kalender von Karriere.de – gibt es oft, auch fachspezifische, Bewerbungsberatung zum Nulltarif. Man muss nur den Eintritt zur Messe zahlen und das ist doch verkraftbar, oder?

    Wie viel Check ist nötig?
    Empfehlenswert ist auf jeden Fall ein professionelles Gespräch, in dem die Bewerbungsunterlagen geprüft werden, auch wenn man eigentlich keine Zeit mehr hat. Mama und Papa können es zwar noch so gut meinen, haben aber vielleicht die falsche Perspektive, um Ihre Unterlagen professionell beurteilen zu können. Wer nicht ganz so unter Zeitdruck steht, sollte die Möglichkeit nutzen, mehrere Beratungen und Checks in Anspruch zu nehmen. Ob das jetzt kostenlos oder kostenpflichtig sein muss, diese Entscheidung überlassen wir Ihnen. Tatsache ist, dass jeder Berater nochmal seinen Senf dazugeben wird, weil er auf andere Details achtet oder weil ihm andere Sachen wichtiger sind. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern. Sie müssen nicht alle Ratschläge befolgen, Sie können sich genauso gut die Rosinen herauspicken und der Bewerbung so Ihre ganz eigene Note geben. Und dann dürfte eigentlich nichts mehr schief gehen. Viel Erfolg!

    (Autor: A. Sokolowski | Cartoon. A. Korkis | Quelle: Archiv)

  • Menti gibt seine Daten auf Facebook frei

    Menti Social Media

    Mieser Tag, in der Prüfung durchgefallen, Frustsaufen und schwupps! landet ein neues Profilfoto irgendwo im Netz. Und dann vielleicht noch ein Video. Man wird verlinkt. Es wird kopiert, geteilt und gefallen.

    Tun sie’s oder tun sie’s nicht – das ist hier die Frage
    Widersprüche, wo man nachliest. Die einen googeln ihren Bewerber, die anderen nicht. BASF und Continental beispielsweise behaupten, sie hätten dafür schlichtweg keine Zeit und es sei ihnen egal, was da im Internet gepostet wurde. In dem selben Tenor geht es weiter, „es sei nicht vorgesehen“ und man wolle sich „eher ein Gesamtbild“ verschaffen. Eine wissenschaftliche Studie der Zeitschrift für Personalforschung (Ausgabe 01/2010, 1. Seite frei, Rest kostenpflichtig) legt allerdings den Schluss nahe, dass Informationen aus dem Internet sehr wohl zu Rate gezogen werden.

    Und ob! Es gibt sogar Kurse!
    Als Beweis haben wir hier dieses lustige schweizer Video gefunden – lustig, weil wir nicht alles verstanden haben, aber was der Beitrag sagen will, ist ja wohl klar… – und einen dazugehörigen Artikel auf der Website des Schweizer Fernsehens. Personaler belegen inzwischen Kurse darüber, wie sie online die Spreu vom Weizen trennen können.

    In Zahlen
    Je nach Studie unterschiedlich, aber tendenziell steigend. So verrät uns eine Studie des CareerBuilder, dass 2006 11% aller Personaler Bewerber im Internet gesucht haben, 2008 waren es schon 22%. 2009 waren es laut Verbraucherministerium schon 36%., laut Careerbuilder im Vergleich 45%. Jetzt ist das natürlich nicht alles negativ, immerhin kann man das Internet für sich ja auch nutzen, wie diese letzte Studie zeigt. Denn es kann ja passieren, dass das positive Bild eines Bewerbers durch Infos aus dem Internet bestätig wird!

    Zunächst das Böse besiegen
    Erst einmal sollte man sich um positive Inhalte kümmern: Also Fotos, Videos und Verlinkungen raus, die nicht ganz so vorteilhaft aussehen. Das gleiche gilt für Kommentare, Spiele oder dubiose Seiten und Gruppen, die einem gefallen. Wem diese Pflege zu mühselig ist, riskiert ausspioniert zu werden. Was glauben Sie, wie viele Fake-Accounts von Personalabteilungen existieren, nur um mal eben anonym einen Blick auf die Seite des Bewerbers werfen zu können? Und das dann abspeichern? Digital, in Einsen und Nullen, faktisch unlöschbar! Das ist halt so die Krux mit web 2.0: Jeder kann mitmachen, aber jeder kann halt auch mitgucken.

    Freunde und „Freunde“
    Und um sicher zu gehen, dass Privates privat bleibt, hilft eigentlich nur eins: Konsequenz: Profil nur Freunden freigeben, keine Freundschaftseinladungen von Leuten annehmen, die man nicht kennt. Und auch dann überlegen Sie es sich gut, was Sie veröffentlichen: Wenn Ihnen das nächste Mal ein böser Kommentar auf der Zunge liegt, überlegen Sie sich vielleicht, ob es „Freunde“ in Ihrem Netzwerk gibt, die das gegen Sie verwenden könnten. Würden. Irgendwann mal. Und dann erzählen Sie vielleicht lieber den Menschen, denen Sie vertrauen, was Ihnen auf dem Herzen liegt. Es sei denn ihre Freunde zeichnen alles Gesagte mit einem Diktiergerät auf, um es hinterher im Internet posten zu können. Digital, in Einsen und Nullen, faktisch unlöschbar.

    Anschließend zum Helden aufsteigen
    Wer jetzt die Medaille noch etwas glänzender polieren möchte, kann sich proaktiv um sein Image im Internet kümmern. Das erfordert ein bißchen Zeit und Engagement. Únd nur weil man schließlich und endlich die Hürde geschafft hat, einen Job zu bekommen, darf man sich lange nicht wieder gehen lassen. Es gab auch schon Vorfälle, da wurden Mitarbeiter abgemahnt oder entlassen, weil sie negativ im Internet aufgefallen sind. Eins ist dabei sicher: Es kommt die Zeit, da wird es nicht mehr drauf ankommen, wie viele Freunde und „Freunde“ man auf Facebook hat, sondern wer seine eigene Publikationsgeilheit am besten zügeln kann.

    (Autor: A. Sokolowski | Cartoon: A. Korkis | Quelle: Archiv)

  • Wunscharbeitgeber auf der Automechanika

    Steuerknueppel

    Seit gestern stehen wieder einmal fünf Tage lang Besuchern die Tore der Automechanika, der internationalen Leitmesse der Automobilwirtschaft in Frankfurt am Main, offen. Rund 4400 Aussteller aus 76 Ländern präsentieren neue und innovative Lösungen des Automobilmarkts und der Zulieferindustrie. Eine ideale Plattform für alle, die sich schon immer für Automobile begeistern konnten – und sie zu ihrem Beruf machen wollen. Jetzt dem richtigen Gang einlegen!

    Messe mit Job-Direkteinspritzung
    Die Aussteller der Messe, die dieses Jahr noch internationaler und bunter gemischt sind, als in den vorigen Jahren, veröffentlichten bereits vor Messebeginn Stellenangebote auf www.automechanika.jobboarding.de. So können sich Bewerber rechtzeitig vorbereiten, interessante Stelleangebote finden und mit den Unternehmen Kontakt aufnehmen. Wem die Zeit dazu fehlt, der wird auch auf dem Messegelände an den Jobboards der Galleria (Ebene 1 A41) fündig: Dort hängen aktuelle Stelleangebote für jeden Geschmack aus.

    Die Qual der Wahl
    Wer bereits weiß, dass die Automechanika für einen zum Pflichtprogramm gehört, der sollte sich vorab genau informieren. Bei der Menge an mittelständischen Unternehmen und Weltkonzernen kann man schon mal den Überblick verlieren. Daher ist es wichtig, vorher zu wissen, was einem der Messebesuch bringen soll: Einen neuen Job, einen Kontakt oder einfach nur Information? Welchen Bereich finden Sie besonders spannend und welches Unternehmen bietet genau diese Sparte an (unabhängig davon, ob hier Stellenausschreibungen vorliegen)?

    Richtig vorbereiten
    Auf dieser Grundlage fällt es dann bereits leichter eine Auswahl an Wunscharbeitgebern zu treffen. Sinnvoll ist auch, sich einen Überblick über das Messegelände zu verschaffen und welche Aussteller man in welcher Reihenfolge besucht. Erfahrungsgemäß geht ein Messetag ziemlich auf die Füße, besonders, wenn man noch tütenweise Prospektmaterial zugesteckt bekommt und dieses mit sich herumträgt. Daher: kurze und effiziente Wege für den Besuch festlegen.

    Grün, grün, grün sind alle meine Autos
    Nicht zu vernachlässigen sind die aktuellen Trends der Automobilindustrie. Kaum ein Hersteller oder Zulieferer kann es sich noch leisten, nicht über Klima- und Umweltschutz nachzudenken. Ein Thema, das in Zukunft an Bedeutung gewinnen und neue Jobs mit sich bringen wird, sei es durch Innovationen im Hybridmotorbereich oder zum Stichwort Elektromobilität. Wer also schon mal die Messe besucht, sollte auch wissen, worüber die Aussteller untereinander reden und welche Berufsbilder in Zukunft möglich sein werden. Der Besuch diverser Events, z. B. zum Thema „Green Directory“ oder „Innovation Award“ sollte daher nicht fehlen.

    Sprechen Sie Ihren Wunscharbeitgeber an
    Es muss ja nicht gleich der Personalverantwortliche sein, den man erwischt. Auch andere Messemitarbeiter, die Schlüsselpositionen z. B. im Vertrieb oder der Produktion einnehmen, können meist früher abschätzen, ob und wann freie Stellen entstehen. Das ist wichtig, denn knapp zwei Drittel aller Stellen werden nicht ausgeschrieben, sondern intern vergeben. Nutzen Sie also die Gelegenheit und investieren Sie in Vitamin B.

    Wer am Ende überzeugt
    Interessieren Sie sich bereits für eine bestimmte Stellenausschreibung? Sprechen Sie die Person an, die aus dem Bereich kommt und nicht irgendwen. Aber Vorsicht: Gerade bei branchenspezifischen Messen, wie der Automechanika ist eine gute Vorbereitung über aktuelle Trends und Neuheiten auf dem Markt ein absolutes Muss! Ein persönliches Gespräch am Messestand sollte nicht nur von Interesse, sondern auch von Kompetenz zeugen. Überzeugen Sie Ihr Gegenüber von sich. Aber was mindestens genauso wichtig ist, wenn Sie am Ende des Messetages die Hallen verlassen: Welcher Wunscharbeitgeber hat Sie überzeugt? 
    (Autor: A. Sokolowski | Foto: die*Mel*| Quelle photocase)