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Schlagwort: Gallerie

  • Deutschland – Land der Lebens-Künstler?

    .., geschweige denn, jede Zeichnung als Kunst angesehen werden sollte.

    Jeder Schreiner der einen gewöhnlichen Stuhl schreinert ist ja auch nicht gleich ein Künstler. Sondern ein Handwerker und wird auch nicht in Kunstvereinen, Rathäusern und Galerien ausgestellt. Die Designer habe ich vergessen, Mode, Hut, Holz, Produkt, Textil und Verpackung, sind alles auch Künstler. Nun ich kann mich hier nur zu der Sparte Malerei und Grafik äußern. Ein kleiner Teil der bildenden Künstler.



    (Quelle: Petra Baral)

    In der heutigen Zeit, eine gemalte Kuh oder ein Pferd, wie auf einem Foto noch als Kunst zu bezeichnen, halte ich für Unsinn!

    Eine Zeichnung gehört zum Handwerk wie der Pinsel. Ein Landschaftsmaler gehört in meinen Augen, auch nicht mehr zur Kunst, sondern zum Kunsthandwerk. Um neues zu schöpfen, was für mich Kunst ist, gehört eben ein langer Weg der eigenen Entwicklung und auch Darstellung dazu.

    Die Themen der Verarbeitung sollten eine neue Ansicht der Dinge enthüllen. Außergewöhnliches entsteht nicht im Alltäglichen. Beuys behauptet „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Ich sehe das anders, vielleicht wollen alle Menschen heutzutage Künstler sein, doch warum?

    Vielleicht, weil heute fast jeder Künstler am Hungertuch nagt und es so schick ist, zu behaupten man sei Künstler. Vielleicht Lebenskünstler? Und der Hobby-Malbedarf profitiert davon. So geben Hobbykünstler Tipps in ihren Büchern weiter, und lenken somit die Sicht auf sich, um zukünftige Hobbykünstler entstehen zu lassen.

    Es ist ein Irrglauben, man müsste nur einfach anfangen und lernen mit den Werkstoffen umzugehen, und dann ein paar Rosen zeichnen und schon hätte man Kunst geschaffen.
    Doch ich denke, Künstler werden geboren mit ihrer Begabung….und glauben Sie mir, es ist ein langer Leidensweg wenn man dieser Bestimmung folgt.


    (Quelle: Petra Baral)

    Künstler sind  nicht Anpassungsfähig, lassen sich nicht einengen in ihrem Denken, haben oft heftige Probleme Gegebenes hinzunehmen und wollen meist die Welt mit ihren Werken verändern. Und stoßen oft mit ihren eigenen Sichtweisen an die Decke.

    Erst dann haben sie die Voraussetzung entwickelt wirklich was Neues in der Kunst beizutragen und können nicht nur ein grafisches oder malerisches Blatt nett gestalten.

    Alkoholiker oder Drogenabhängige mit schlechter Vergangenheit sind automatisch ein Künstler? Der Künstler und seine Kunst werden meist spät entdeckt und gewürdigt, richtig wertvoll, erst nach dem Ableben. Was heute in der Kunst passiert, ist eine Therapie für gescheiterte Existenzen oder Hausfrauen, die hier ihren Sinn des Lebens suchen. Nicht jeder Exzentriker ist ein Künstler.

    Hier wird ein Geschäft mit dem Markt des Kunstbedarfs angekurbelt. So war es erst in der Keramik und dann in der Hobbykunst. Jetzt ist der Hobbykünstler nicht mehr an der kreativen Bastelarbeit interessiert, nein er bedient sich der gesamten Palette des Kunstbedarfs. Doch Künstler zu sein und zu schaffen, bedarf noch mehr als dieses, es muss wie eine neue Religion aus ihm kommen.

    Liebe Leser,  was ich Ihnen raten kann ist, einen Beruf zu erlernen, der Sie ernährt. Denn das Schicksal sucht sich seine Künstler selber aus. Und Wunder passieren bei so vielen Spielern recht selten.

    Um ein Lebenskünstler zu sein, braucht man keine Werkzeuge und keine Farbe, sondern nur eine Frohnatur..

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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    (Erfahrungsbericht: Petra Baral | Bilderbearbeitung: D. Balci | Bilder: Petra Baral )

  • Deutschland – Land der Künstler?

    Was ist Kunst und wie hebt sich ein Künstler ab und wird er/sie dann auch noch als Künstler gefunden?

    Liebe Mentoring4u Leser,

    angefangen hat mein Berufsweg mit einem Grafikstudium. Mit der Ambition Kunst zu machen.
    Und da fängt das Problem an. Was ist Kunst. Wie bewertet man Kunst?

    Mit welchem Künstler ist man in der Kunstgeschichte zu vergleichen. Und in welche Schublade kann man ihn stecken.
    Wäre für mich dann noch Platz in dieser Schublade, dann handelt es sich nicht mehr um Kunst, dann wäre es nur ein Mitläufer.

    Denkt man an Picasso.
    Erst malte Picasso wie die großen Künstler vergangener Epochen, bis er dann seine eigene Kunst fand und nicht mehr einzuordnen war. Bis dahin hatte er den Makel an sich, keinen eigenen Stil zu besitzen . Auch hängt der Erfolg immer vom Zeitgeschmack ab. So konnte eine Regina Wachtmeister ihren Durchbruch erreichen. Und andere eben nicht.

    Die Zeit der angewandten Kunst ist auch vorbei, dank Computer, fallen Plakatmaler auch weg. Es gibt hier noch den Weg der reinen Illustration, oder Autor für den Hobbybedarf zu werden.

    Die reine Malerei und die Grafik in der Kunst, ist auch für unzählige Quereinsteiger erschwert. Alles wird heute zusammen geschmissen. Es gibt oder es wird keine Wertung mehr gemacht zwischen dem reinen Handwerk und der bildenden Kunst. So wird jedes Foto als Kunst gewertet.

    Jede Keramik als Kunstwerk betrachtet. Jeder Schnitzer ist heute ein Künstler und kein Handwerker mehr.
    Schlichtweg ich vermisse die Richtlinien und die entsprechende Bewertung der Kunst. So dass es einen Anspruch an die Werke gibt.

    So war lange nicht gefragt, ob der Künstler auch sein Handwerk beherrscht. Oder, ob es sich nur um kreative Schmierereien,  eines Affen handelt.

    Welche eigene Kreativität und intellektuelles Denken, kombiniert mit einer eigenen Art der Gestaltung aus dem das Kunstwerkt spricht. Und nicht zu vergessen ist meiner Meinung nach, nicht ein einzelnes Werk zu sehen, sondern möglichst ein Gesamtwerk.

    Weil die Anerkennung der eigenen Kunst,  fast ein Ding der Unmöglichkeit wird..
    ….außer man kommt von einer bestimmten Schule und wird auf den Thron gesetzt. Wenn nicht, kämpft man mit allen Gleichgesinnten um eine Möglichkeit seine Bilder auszustellen. In Frage kommen da öffentliche Plätze wie Rathäuser und Stadthallen oder halb öffentliche wie z. B. Hotels. Wobei dies für mich schon die Bestätigung der betreibenden Hobbykunst ist. Viele Künstler gehen der Lösung nach und eröffnen dann ihre eigene Galerie, um sich selber als Künstler anzuerkennen.

    Besonders schwer ist es in Deutschland einen Durchbruch zu erreichen..
    …denn die Interessen der Verlage sind, Lizenzausgaben aus anderen Ländern einzukaufen. Das ist keine wirkliche Unterstützung der eigenen Künstler. Sie verschwinden eher in der Versenkung. Künstler die sich im Hobbybereich ansiedeln konnten, haben da manchmal noch mehr Glück publiziert zu werden.

    Meine Ansicht zur Kunst: Je weniger Menschen sich mit ihr in der Freizeit beschäftigen, umso besser für die Kunst!
    Oder gebt den Arbeiten einen Namen: Fotokunst, Zeichenkunst, Malkunst, Strickkunst, Computerkunst, Verlagskunst und Hobbykunst.

    Ich bin völlig gesättigt mit dem Namen Kunst und Künstler. Und ich bin auch nicht der Meinung, dass sich jeder Künstler nennen sollte, …

    Fortsetzung folgt..

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    (Erfahrungsbericht: Petra Baral | Bild & Thumb: Dilan Balci | Quellen: Petra Baral)