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Deutschland – Land der Künstler?

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Was ist Kunst und wie hebt sich ein Künstler ab und wird er/sie dann auch noch als Künstler gefunden?

Liebe Mentoring4u Leser,

angefangen hat mein Berufsweg mit einem Grafikstudium. Mit der Ambition Kunst zu machen.
Und da fängt das Problem an. Was ist Kunst. Wie bewertet man Kunst?

Mit welchem Künstler ist man in der Kunstgeschichte zu vergleichen. Und in welche Schublade kann man ihn stecken.
Wäre für mich dann noch Platz in dieser Schublade, dann handelt es sich nicht mehr um Kunst, dann wäre es nur ein Mitläufer.

Denkt man an Picasso.
Erst malte Picasso wie die großen Künstler vergangener Epochen, bis er dann seine eigene Kunst fand und nicht mehr einzuordnen war. Bis dahin hatte er den Makel an sich, keinen eigenen Stil zu besitzen . Auch hängt der Erfolg immer vom Zeitgeschmack ab. So konnte eine Regina Wachtmeister ihren Durchbruch erreichen. Und andere eben nicht.

Die Zeit der angewandten Kunst ist auch vorbei, dank Computer, fallen Plakatmaler auch weg. Es gibt hier noch den Weg der reinen Illustration, oder Autor für den Hobbybedarf zu werden.

Die reine Malerei und die Grafik in der Kunst, ist auch für unzählige Quereinsteiger erschwert. Alles wird heute zusammen geschmissen. Es gibt oder es wird keine Wertung mehr gemacht zwischen dem reinen Handwerk und der bildenden Kunst. So wird jedes Foto als Kunst gewertet.

Jede Keramik als Kunstwerk betrachtet. Jeder Schnitzer ist heute ein Künstler und kein Handwerker mehr.
Schlichtweg ich vermisse die Richtlinien und die entsprechende Bewertung der Kunst. So dass es einen Anspruch an die Werke gibt.

So war lange nicht gefragt, ob der Künstler auch sein Handwerk beherrscht. Oder, ob es sich nur um kreative Schmierereien,  eines Affen handelt.

Welche eigene Kreativität und intellektuelles Denken, kombiniert mit einer eigenen Art der Gestaltung aus dem das Kunstwerkt spricht. Und nicht zu vergessen ist meiner Meinung nach, nicht ein einzelnes Werk zu sehen, sondern möglichst ein Gesamtwerk.

Weil die Anerkennung der eigenen Kunst,  fast ein Ding der Unmöglichkeit wird..
….außer man kommt von einer bestimmten Schule und wird auf den Thron gesetzt. Wenn nicht, kämpft man mit allen Gleichgesinnten um eine Möglichkeit seine Bilder auszustellen. In Frage kommen da öffentliche Plätze wie Rathäuser und Stadthallen oder halb öffentliche wie z. B. Hotels. Wobei dies für mich schon die Bestätigung der betreibenden Hobbykunst ist. Viele Künstler gehen der Lösung nach und eröffnen dann ihre eigene Galerie, um sich selber als Künstler anzuerkennen.

Besonders schwer ist es in Deutschland einen Durchbruch zu erreichen..
…denn die Interessen der Verlage sind, Lizenzausgaben aus anderen Ländern einzukaufen. Das ist keine wirkliche Unterstützung der eigenen Künstler. Sie verschwinden eher in der Versenkung. Künstler die sich im Hobbybereich ansiedeln konnten, haben da manchmal noch mehr Glück publiziert zu werden.

Meine Ansicht zur Kunst: Je weniger Menschen sich mit ihr in der Freizeit beschäftigen, umso besser für die Kunst!
Oder gebt den Arbeiten einen Namen: Fotokunst, Zeichenkunst, Malkunst, Strickkunst, Computerkunst, Verlagskunst und Hobbykunst.

Ich bin völlig gesättigt mit dem Namen Kunst und Künstler. Und ich bin auch nicht der Meinung, dass sich jeder Künstler nennen sollte, …

Fortsetzung folgt..

Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

(Erfahrungsbericht: Petra Baral | Bild & Thumb: Dilan Balci | Quellen: Petra Baral)

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