SMOG! Überall herrscht Verkehrschaos in der indonesischen Hauptstadt, Jakarta. Um dieses Problem zu lösen, wurde im Jahr 1992 ein neues Gesetz verabschiedet (3 in 1). Um kürzere Routen zu nutzen, müssen mindestens drei Personen im Auto während der Stoßzeiten sitzen.
Ihr solltet Euch es so vorstellen, 9,58 Millionen (Quelle: Wikipedia) Menschen wohnen in Jakarta. Während der Woche kommen mehr als eine Million Pendler aus den Außenbezirken, täglich verstopfen acht Millionen Autos die Straßen. Das Problem der Metropole geht weiter. Nach Angaben des Transportministeriums nimmt der Verkehr um 11 Prozent im Jahr zu.
Die sogenannten „Jockeys“ sind professionelle Mitfahrer:
Zahlreiche Männer, Frauen und Kinder stehen morgens und abends zu einer bestimmten Zeit am Straßenrand. Sie werden für eine freie Fahrt rund um Jakarta bezahlt. Wie soll das funktionieren? Etwa Rp.10.000 bzw.$ 1.00 erhalten Jockeys für die Mitfahrt. Sie heben den Finger hoch als wollten sie die Windrichtung prüfen, das ist das Zeichen: bereit zum Einsteigen. Die Fahrer bezahlen diese Kosten, um die vorgeschriebene Personenzahl zu erreichen. Mutter und ihr Kind zählen als zwei Köpfe, auch wenn sie nicht das doppelte kosten. Guter Eindruck zählt in diesem Job, sonst wird man von den Polizisten angehalten. „Jockeys“ tragen oft ein Hemd bzw. eine Bluse, um die Polizisten zu täuschen. Viele Menschen können mit Hilfe dieser „Jobs“ ihre kläglichen Einkommen ganz erheblich verbessern.
Hier seht Ihr die Situation der „ Jockeys“ und Autofahrer.

Handschellen (S. Hofschlaeger)
Der Jockey geht ein großes Risiko ein:
Autofahrer können für die Mitnahme von Jockeys mit bis zu € 83 bestraft werden. Korruption ist alles und die scheint an dieser Stelle zu helfen. Mit Schmiergeldern von € 16-17 Polizisten zu bestechen, reicht meistens für ertappte Autofahrer, um sich von der Strafe zu befreien. Für den Fall, dass ein „Jockey“ erwischt wird, erwartet er eine Gefängnisstrafe von bis zu 90 Tagen bekommen. Jockeys können Polizisten nicht bestechen, da sie meistens aus einem armen Familienhaus stammen und das Geld nicht haben. Es lauern für die „Jockeys“ noch weitere Gefahren wie z. B. Vergewaltigungen und Entführungen für Frauen. Sie müssen sich immer wieder gegen Annäherungsversuche wehren. Was für ein krankes armes Land!
(Autor: A.Damayanti|Thumb: alles steht (Grey59) | Bildbearbeitung: A.Damayanti |Quellen: www.spiegel.de und www.20min.ch )
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