mentoring4u

Monat: August 2012

  • Spielsucht mit Vertrauen und Miteinander in der Familie bekämpfen….. gamescom! Ihre Meinung, votre opinion, your comment, vostro comento, amaciniz, taaleqik ….

    Als Mutter eines fünfzehnjährigen Jungen muss ich mich zwangsläufig mit dem Thema Internetspiele beschäftigen. Im Rückblick fällt es mir jedoch schwer zu sagen, seit wann diese Art der Freizeitbeschäftigung einen relativ großen Raum in seinem Leben eingenommen hat. Anfangs wurden diese Aktivitäten auf eine Stunde pro Tag begrenzt. Da unser Sohn noch auf die Anweisungen seiner Eltern hört, hat er sich auch daran gehalten. Aber es wurde für uns von Zeit zu Zeit immer schwerer, uns an die von uns gemachten Vorgaben zu halten, weil man ja selbst mit allen möglichen Dingen beschäftigt ist. Das ist natürlich eine sehr schwache Entschuldigung, die aber zeigt, wo die Ursachen für unser Fehlverhalten liegen.

    Unser Sohn hat einen ausgeglichenen Charakter, aber auch er spielt diese sogenannten Spiele, in denen man auf einen imaginären Feind schießen und sich knifflige Kampfstrategien ausdenken muss. Auf meine Frage, was er denn an solchen Spielen findet, die für mich als Außenstehenden schon recht einfach und stupide wirken, teilte er mir folgendes mit. Es sei ja nicht so, dass er nicht auch bereit wäre, sich mit anderen Spielen zu beschäftigen. Aber diese seien eben oft zu langweilig und nicht abwechslungsreich genug. Dazu kommt, dass es durch das Internet nun möglich wird, eine scheinbare Realität nachzugestalten. Da man mit echten Menschen zusammen- oder gegeneinander kämpft, bekommt man das Gefühl der Nähe. Die Spielentwickler haben solche Dinge natürlich bereits im Auge, weil der Mensch als Gesellschaftswesen sich ja nun eigentlich nach Gemeinschaft sehnt.

    Bedenklich erscheint mir die Tatsache, dass man fast nur noch Kampfspiele kaufen kann, wenn man die Zielgruppe der Teenager erreichen will. Dieser Prozess verlief ganz schleichend, aber heute ist es für die jungen Menschen völlig normal, virtuell zu kämpfen. Bestimmte Spiele wurden sogar nur für den Zweck erfunden, vor allem junge Männer für den Kampf zu begeistern. Denn in einem bestimmten Alter könnten sie bereit sein, mit Begeisterung in die Armee einzutreten, um mit Enthusiasmus das Vaterland zu verteidigen. Die virtuelle Welt wird dann ganz schnell mit der Realität verwechselt.

    Zum Glück konnten wir bei unserem Sohn feststellen, dass sich seine Kampfbereitschaft auf dem Feld der Internetspiele immer nur auf bestimmte Zeiträume begrenzt. Sein Interesse ließ meistens dann nach, wenn sich seine echten Freunde nicht mehr für die Spiele begeistern konnten. Er hatte dann niemanden, mit dem er sich austauschen konnte. Zurzeit spielen sie unter anderem „Minecraft“. Dieses Spiel ist nicht ganz so gewalttätig, und vor allem schießt man nicht auf Figuren, die wie echte Menschen aussehen.

    Ich finde die Entwicklung zu mehr und mehr Gewalt sehr bedenklich. Es nützt aus meiner Sicht nichts, ausschließlich auf den gesunden Menschenverstand der Jugendlichen zu vertrauen. Wie schnell kann es zu einem Aussetzer kommen, wenn der junge Mensch sich durch übermäßigen Spielgebrauch von der Umwelt vollkommen abkapselt und dadurch den Kontakt zu realen Menschen total verliert? Es gibt heute schon süchtige Internetspieler, die gar nicht mehr in der Lage sind, reale Freundschaften zu pflegen.

    Mein persönliches Fazit lautet
    Verbieten können wir Eltern das Spielen im Internet sowieso nicht. Aber wir müssen darauf achten, dass die jungen Menschen den Bezug zur Realität nicht verlieren. Was unsere Familie betrifft, bei uns ist es normal, dass wir jeden Abend mindestens eine Stunde zusammen am Tisch sitzen und uns beim Essen über das unterhalten, was tagsüber passiert ist. Dadurch entsteht Vertrauen, weil die Kinder wissen, dass wir sie ernst nehmen und ihnen zuhören. Außerdem sind diese Stunden immer unheimlich bereichernd, weil die Begebenheiten des Tages oft sehr lustig sind. Und wir achten darauf, dass sie sich in ihrer Freizeit auch noch mit anderen Dingen beschäftigen als mit dem Internet. Unser Sohn spielt aktiv Fußball und die Tochter singt im Chor, spielt Gitarre und tanzt Hip Hop.

    Weitere Artikel von Gitta Tost hier auf Mentoring4u:
    Von der Holzfacharbeiterin zur Buchautorin
    Vom Couch Potato zum Wanderfreak

    Weitere Kommentare zu diesem Thema: Theo der Entdecker, Dorothee Bär, Papa, ich geh spielen Karl Feldkamp , Electroclash mit Captain Capa, Ist „call of ….ein Gesellschaftsspiel“ und eine Million Preisgelder, Spielen, Lernen, Leben.

    (Gastautor: Gitta Tost  / Bildbearbeitung: D. Balci  )

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

  • „Working Holidays“ – Nach dem Studium ins Ausland!

    Du hast noch keine Lust dich in das Berufsleben zu stürzen? Dann bist Du der ideale Kandidat für das Gap Year!


    Was sind „Working Holidays“?
    „Working Holidays“ oder auch „Work an Travel“; bedeutet die Kombination aus Jobben und Reisen.

    Die Bundesrepublik Deutschland hat mit insgesamt 6 Staaten (Australien, Neuseeland, Kanada, Japan, Südkorea und Hongkong) ein Working-Holiday-Programm ins Leben gerufen.

    Dafür benötigt man ein Working-Holiday-Visum.

    Wie erhalte ich einen „Working-Holiday-Visum“?
    Die Bedingungen für die Beantragung und für den Erhalt sind von Staat zu Staat unterschiedlich.
    Meistens müssen die Bewerber zwischen 18 und 30 Jahre alt sein. (Kanada bis 35; Singapur ab 17 Jahren).
    Vorraussetzung ist die Staatsbürgerschaft in dem jeweilig teilnehmenden Land (siehe oben)

    (Quelle: motograf / pixelio.de)

    Was ist mit dem „Working-Holiday-Visum“ möglich?
    Mit einem Working-Holiday-Visum hast Du die Möglichkeit, dich für einen bestimmten Zeitraum (meistens bis zu 12 Monaten) im Zielland aufzuhalten und dort zu Finanzierung Deines Aufenthaltes bezahlte Jobs anzunehmen.

    Damit das WHV nicht als reines Arbeitsvisum missbraucht wird, müssen die Jobs immer wechselnde Gelegenheitsjobs sein („Jobhopping“).

    (Autor: Dilan Balci | Bild: www.working-holiday-visum.de | Bildbearbeitung: Dilan Balci | Quelle: www.working-holiday-visum.de)

  • Spielen, Lernen, Leben. In der virtuellen Realität? .. gamescom! Ihre Meinung, votre opinion, your comment, vostro comento, amaciniz, taaleqik ….

    Spielen ist die Natur des Menschen und allzu gern flüchten wir in buntere, heilere Realitäten, in denen wir mehr Gestaltungsmöglichkeiten und auch mehr Macht haben. Eltern, Lehrer und Politiker sind derzeit von sorgenden Gedanken geplagt, wie man in Zukunft mit virtuellen Spielen umgehen soll.

    Im Zentrum solcher Diskussionen steht letztendlich immer das Gehirn an sich, welches ständig „lernt“ – auch beim Spielen! Darauf basierend wäre es wichtig, ein konkretes Bild von einer Gesellschaft zu haben, in deren Richtung man sich entwickeln will. Dieses Ziel einer zukünftigen Gesellschaft zu erreichen, ist es sinnvoll genau die Art von Spielen an den Markt zu bringen, welche die geistige Einstellung und sozialen Kompetenzen der zukünftigen Gesellschaft widerspiegelt.

    Selbstverständlich ist ausreichend unterdrücktes Potential in uns und unseren Kindern vorhanden, um militarisierende Spiele zu favorisieren. Wir schlagen Schlachten gegen Ungeheuer der grausamsten Art, sind jedoch nicht mehr in der Lage, für unser reales Leben zu kämpfen. Denn eine gespielte Situation kann immer wiederholt werden; solange, bis man endlich gewonnen hat. Das Leben hingegen bietet ausschließlich gelebte Situationen und es beinhaltet keinen Reload-Button.

    Die grundlegende Bedeutung von Spielen lag in der Schulung des Geistes. Man erinnere sich an Mensch ärgere dich nicht oder Schach. Emotionale Kontrolle, strategisches Denken oder Geduld waren sozial kompetente Gewinne der einstigen Spiele.

    Essentiell wichtig wäre dies zu bemerken und zu hinterfragen, ob das Spielen heute nicht eher eine Ablenkung und Trennung von der Wirklichkeit ist?

    Denn wo bleibt das Herz, wenn dir als direkter Spielpartner nur noch eine Maschine gegenüber sitzt? Das Herz wird zwar immer wieder schnell erwähnt und bringt dich schnell in die Esotherik-Schublade. Jedoch sind die neuen Erkenntnisse unserer Wissenschaftler exorbitant horizonterweiternd!

    (Autor: Johannes Drees /  Bild Archiv  & Berabeitung D. Balci)

    Weitere Kommentare zu diesem Thema: Theo der Entdecker, Dorothee Bär, Papa, ich geh spielen Karl Feldkamp , Electroclash mit Captain Capa, Ist „call of ….ein Gesellschaftsspiel“ und eine Million Preisgelder.

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  • Eine Million Dollar Preisgelder… zu Lasten der Realität?.. gamescom! Ihre Meinung, votre opinion, your comment, vostro comento, amaciniz, taaleqik ….


    Die zunehmende Ausrichtung von Computer-Spielturnieren in Verbindung mit  der Ausschüttung gigantischer Preisgelder stimmen mich recht bedenklich. Das auf der letztjährigen gamescom durch den Hersteller Valve zum Fantasy-Strategiespiel „DotA 2“ ausgerichtete Turnier mit einem Gewinner-Preisgeld in Höhe von einer Million US-Dollar dokumentiert, dass es sich bei solcher Art Engagement nicht mehr ausschließlich um flankierende Marketingevents handelt:

    Mit solcherart hohen Preisgeldern, welche man eher bei großen Sportereignissen erwartet, wird meines Erachtens leider nicht mehr lediglich der dynamische Spielemarkt „angekurbelt“. Im Gegensatz zur Förderung von Leistungssport innerhalb von Wettkampfstrukturen, zeitigt die Idealisierung des „Schneller, Besser und Weiter“ im Rahmen von Computer-Spielturnieren oft auch sehr evidente negative Folgen:
    Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit  mit Schulabgänger /-innen erfuhr ich insbesondere während der vergangenen beiden Jahre immer häufiger, dass die „Großen“ der diversen internationalen Gamer-Szenen oft regelrecht idealisiert werden. Der recht nebulöse Beruf des“Professionellen Computerspielers“, stellt für manche meiner Teilnehmer /-innen gar eine aus deren Sicht realistische berufliche Perspektive dar.  In den ernstzunehmenden Fällen richten Jugendliche ihre gesamte Freizeit auf das „Trainieren“ ihrer Spielkompetenzen aus – häufig zu Lasten des realen Umfeldes: Einerseits demonstrieren diese Jugendlichen selbst während unseres mediendidaktischen Unterrichts oft eindrucksvoll die Fähigkeit,  rasend schnell durch die Webseiten einschlägiger Spielecommunities und / oder daran gekoppelter Interessengemeinschaften auf sozialen Plattformen wie „Facebook“ zu navigieren. Andererseits leiden hierbei meiner Einschätzung nach mehr und mehr diejenigen Kompetenzen, welche es benötigt, um sich konzentriert einer Aufgabe und dem entsprechenden Lösungsweg zu widmen.

    (Autor: Sven Linke  / Bild: Archiv  /  Bildbearbeitung Y.Tutucu)

    Weitere Kommentare zu diesem Thema: Theo der Entdecker, Dorothee Bär, Papa, ich geh spielen Karl Feldkamp , Electroclash mit Captain Capa, Ist „call of ….ein Gesellschaftsspiel“

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  • Stress macht vergesslich!

    Das Stress krank machen kann, ist längst bekannt. Doch das Risiko an Demenz zu erkranken, nimmt im Alter zu. Denn Dauerstress im Job mindert die Gedächtnisleistung.

    Studien klären auf:
    Bei Langzeitarbeitlosen ist es besonders gefährdet, psychisch und physisch an Stress zu erkranken.
    Denn sie sehen ihre Situation als nicht änderbar.

    Hält der Stress über mehrere Monate an, kann es selbst zum Absterben von Nervenzellen kommen. Denn Nervenzellen werden nicht wie Körperzellen nachgebildet. Wer sich also auf ne lange Zeit Stress zumutet, wird dadurch dümmer.

    Und wenn Stress nicht verkraftet werden kann, steigt das Risiko, an einer Depression zu erkranken.

    Berufe rund um dieses Thema? Wir haben einige, über die wir hier auf Mentoring4u berichteten für Euch aufgelistet:
    Heilerziehungspfleger/in
    Physiotherapeut/in
    Heilerziehungspfleger/in
    Altenpfleger/in

    (Autor: Dilan Balci | Bild & Thumb: www.zeit.de | Bilderbearbeitung D.Balci | Quelle: www.zeit.de)

  • Ist „Call of ….“ ein Gesellschaftsspiel? Ein junger Vater kommentiert…. gamescom! Ihre Meinung, votre opinion, your comment, vostro comento, amaciniz, taaleqik ….

    Ist „Call of Duty“ ein Gesellschaftsspiel? Kreativität bei Stil und Story halten Einzug in neue Spielentwicklungen. Thorsten Vozar und Ludwig Reicherstorfer, Landesgeschäftsführer von CSUnet kommentieren.

    Thorsten Vozar:

    In Berichten über die gerade mit einem Besucherrekord zu Ende gegangene Gamescom habe ich viel gesehen und gelesen über das Phänomen Computerspiele, das nicht erst durch die allgegenwärtige Vernetzung über das Internet zu einem Massenphänomen geworden ist. Bei schönstem Sommerwetter zieht es tausende von jungen Menschen in Messehallen, um stundenlang an Ständen anzustehen und die neuesten Spiele zu testen. Ich habe Interviews mit jungen Menschen gesehen, die voller Begeisterung und mit leuchtenden Augen von Onlinespielen berichtet haben, wie sie stunden- und nächtelang mit Gleichgesinnten „Call of Duty“ spielen.

    Im Moment bin ich noch ganz froh, dass meine Kinder im Fernsehen die „Oktonauten“ oder „Bob the builder“ schauen. Und sobald es nicht in Strömen regnet, wollen sie raus an die frische Luft. Elternherz, was willst du mehr! Obwohl ich noch einige Jahre davon entfernt bin, dass meine Kinder „Call of Duty“ (wie auch immer die aktuelle Version dann heißt) am Rechner spielen wollen, kommt jetzt schon ein leichtes Unbehagen zu Tage, wenn ich daran denke, dass sie das irgendwann auch mal spielen wollen (und vermutlich auch werden). Dabei saß ich selbst mal stundenlang vor dem Rechner und habe „Doom 2“ gespielt oder mit ruhiger Hand auf der Maus mit einem Präzisionsgewehr auf die Köpfe (natürlich böser) Computergegner gezielt. Ich kann mich auch noch gut an die Ermahnungen meines Vaters erinnern, dass Menschen im richtigen Krieg gestorben sind und solche Spiele daher den Krieg verherrlichen.

    Und nun? Hatte ich mir nicht vorgenommen, mit dem Thema Computer und Internet anders umzugehen als meine Eltern? Ich kann meine Kinder nicht abschotten, und nur das sehen lassen, was ich für richtig und altersgerecht halte. Käme das nicht einer Zensur gleich? Selbst wenn ich es zu Hause verbiete, werden sie mit absoluter Sicherheit irgendwo bei Freunden einen unbeschränkten Zugriff ins Netz bekommen. Und sie werden Dinge im Internet sehen, wovon ich nicht mal wissen möchte, dass sie so etwas sehen. Ich wäre wahrscheinlich froh, wenn sie nur „Call of Duty“ spielten.

    Sie werden wie selbstverständlich mit Computer und Internet aufwachsen. Selbst im Alter von zwei Jahren weiß mein Zweitgeborener, dass er mit dem Finger über das Display meines Telefons streichen muss, um sich das nächste Foto anzusehen. Wahrscheinlich würde ich die Entwicklung meiner Kinder sogar behindern, wenn ich sie von der Technik fernhalte und sie deswegen zu Außenseitern in der Schule mache.

    Dabei möchte ich doch nicht mehr und nicht weniger, als dass sie einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet lernen. Ich wünsche mir, dass sie immer in der Lage sein werden, zwischen dem wahren Leben und dem Internet oder dem Spiel zu unterscheiden – wie realistisch die Grafik und das Spielverhalten auch immer sein mag. Ich möchte sie so erziehen, dass sie sich eine eigene Meinung bilden, mündige Bürger werden. Das ist meine Aufgabe. Genauso, wie ihnen Respekt vor anderen Menschen und dem Leben zu vermitteln. Das geht wie so oft am besten, indem ich es ihnen vorlebe.

    Und vielleicht stärkt ja das Online-Zusammenspiel bei „Call of Duty“ tatsächlich das Zusammengehörigkeitsgefühl oder das logische Denken durch gemeinsames taktisches Vorgehen. Ausgeprägte Sozialkompetenzen und analytische Fähigkeiten stehen in der heutigen Arbeitswelt hoch im Kurs.

    Ich werde es zwangsläufig irgendwann erfahren… (Autor: Thorsten Vozar)

    Ludwig Reicherstorfer, Landesgeschäftsführer CSUnet

    Computerspiele sind längst kein sinnloser Zeitvertreib mehr,
    sondern oftmals kleine Kunstwerke. Auf der Gamescom konnte man wieder einmal die Vielfältigkeit und das Ideenreichtum der Spieleentwickler sehen. Besonders spannend finde ich es, wenn Kreativität bei Stil und Story zusammen kommen und man wie bei einem guten Buch oder einem guten Film in die Atmosphäre eines solchen Spiels eintauchen kann. Ich finde es schade, dass manche bei Gaming immer noch an Tetris und Doom denken, glaube aber, dass diese Denkweise inzwischen nicht mehr zum „guten Geschmack“ gehört. (Ludwig Reicherstorfer, Landesgeschäftsführer CSUnet)

    Weitere Kommentare zu diesem Thema: Theo der Entdecker, Dorothee Bär, Papa, ich geh spielen Karl Feldkamp , Electroclash mit Captain Capa

    (Autoren: Thorsten Vozar und Ludwig Reicherstorfer  / Bildbearbeitung D. Balci)

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

  • Theo der Entdecker oder der Urgroßvater lernt vom Ur-Enkel …. gamescom! Ihre Meinung, votre opinion, your comment, vostro comento, amaciniz, taaleqik ….

    Mit fast 300.000 Besuchern bewies die Gamescom einmal mehr, dass Computerspiele längst zu Kulturgütern geworden sind, die immense Innovations- und Kreativpotenziale aufzeigt. Und auch wirtschaftlich gewinnt die Gaming-Branche immer mehr an Relevanz.

    Laut Games-Report 2012 des BIU gibt es 25 Mio. aktive Gamer in Deutschland, dabei ist der Frauenanteil bei knapp 50 Prozent. Die Begeisterung für die Computerspiele geht quer durch alle Gesellschaftsgruppen, was ich besonders erfreulich finde. Etwas mehr als ein Drittel der Gamer sind unter 9 Jahren alt, was zeigt, dass es gerade für Kinder sehr gute und pädagogisch wertvolle Angebote gibt. In einer medienkompetenten Familie, in der Eltern ohne erhobenen Zeigefinger darauf achten, wie der Computer bei den Kindern eingesetzt wird, können Games ein großer Gewinn für die Entwicklung der Jüngsten sein. (Autorin: Dorothee Bär, MdB, stv. CSU-Generalsekretärin, Vorsitzende des CSUnet und des CSU-Netzrates)

    Bei einem Familienessen – (mein Schwiegersohn hat noch seine Großeltern) sah ich mit sehr erstaunten Augen wie der gerade 2-jährige Theo, jüngster Sohn meiner Tochter, seinem ca. 86 Jahre alten Urgroßvater das Iphone näherbrachte und sehr elegant jeweils von links nach rechts und umgekehrt wusch -wusch mit seinem kleinen Zeigefinger auf dem Gerät die Bilder bewegte- Nun denken die Forscher, haben die digital natives wie diese jüngste Generation genannt wird, das Problem, später in Büchern festzustellen, dass diese Bilder sich nicht bewegen. Wir sind übrigens die digital immigrants. (Autorin: Inge Koltermann)

    Weitere Kommentare zu diesem Thema: Papa ich geh spielen (Autor: Karl Feldkamp)

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.


    (Autoren: Dorothee Bär, Inge Koltermann /  Bilder: A. Damayanti, L. Reicherstorfer, Archiv /  Bildbearbeitung: D. Balci)

    Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen bitte an: Email: redaktion@mentoring4u.de Vielen Dank! Merci beaucoup! Mille grazie! Thanks a lot! Tesekkür ederiz! Sukran djasilen!

  • Ein echter Burner, das Musik Festival in Zürich

    Ab 23. August. Das Openair Festival in Zürich.
    Euch erwarten vor Ort Indierock und  Electro Beatz sowie verschiedene DJs, unter anderem Skrillex mit starken Dubsteb beatz oder auch die 3D Light Show mit vielen Extras und Pyrotechnik. Endlich sind auch The Killers wieder dabei, die kreative Pause soll abgeschlossen sein. Deutsche Musiker sind auch dabei wie z. B. Die Fantastischen Vier oder die Indie-Rock Band TOCOTRONIC. Ein echter Burner könnte auch die von Kraftwerk konzipierte 3D Show werden. Insgesamt  werden circa 43 Bands, DJs und Sänger erwartet.


    Skrillex


    Die fantastischen Vier

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    Verpflegung
    Zahlreiche Stände bieten Essen sowie Trinken an.

    Alkoholausgabe
    Eltern aufgepasst!
    Der Festivalveranstalter verteilt Armbänder in drei verschiedenen Farben. Die Gastronomie erkennt an der jeweiligen Farbe, ob der Träger/die Trägerin unter 16, unter 18 oder volljährig ist. Alkoholkonsum ist ab 16 Jahren erlaubt, Spirituosen ab 18 Jahren.

    Achtung!
    Da es vor Ort profesionelle Foto- und Kamerateams gibt, ist das mitbringen von profesionellem Equipment untersagt. Gerne könnt Ihr aber eure Pocketkameras mitbringen.

    Anfahrt
    Ihr wollt wissen wie Ihr am schnellsten hinkommt?
    Dann besucht doch die www.zurichopenair.ch, dort findert ihr alle Infos zum Hin & Rückweg!

    Öffnungszeiten & Tickets
    Donnerstag:    12:00 bis 04:30
    Freitag:          10:00 bis 05:30
    Samstag:        10:00 bis 05:30
    Sonntag:        10:00 bis 22:00

    Die Tickets zum Openair Festival findet Ihr vor Ort am Haupteingang.

    (Autor: Y. Tutucu (Praktikant) | Bild: www.zurichopenair.de | Bilderbearbeitung: D.Balci | Quelle: www.zurichopenair.de)

  • Papa, ich geh spielen… gamescom! Ihre Meinung, votre opinion, your comment, vostro comento, amaciniz, taaleqik ….

    Karl Feldkamp: Nun will ich nicht behaupten, dass ich – inzwischen Großvater von vier Enkeln – genau weiß, wie das Leben funktioniert und wie ein Kind sich am besten auf sein bevorstehende Erwachsenen-Dasein vorbereiten kann.


    Selbst als Vater und professioneller Pädagoge habe ich vorwiegend nach dem Schema Versuch und Irrtum gehandelt und bin inzwischen mit den Ergebnissen, die sich bei meinen erwachsenen Kindern zeigen, recht zufrieden.

    Ich weiß aber noch, wie schwer es zu ertragen war, wenn das eigene Kind sich Spielen widmete, die mein technisches und strategisches Know how weit überstiegen.

    Mein Vater hat einfach nicht mehr mit mir Schach gespielt, als ich ihn das erste Mal besiegte.

    Er war eben kein sonderlich guter Verlierer… Damit hat er mich zwar gehörig  enttäuscht. Aber er verstand die Spielregeln wenigstens noch.

    Heute müssen Väter immer eher damit rechnen, dass ihre Söhne ihnen überlegen sind.

    Sie beherrschen in relativ jungen Jahren schon spielerisch die Technik und Elektronik ihrer kleinen und größeren Computer besser und verabschieden sich mit virtuellen Fantasie-Figuren aus dem, was Eltern für die wahre – nämlich ihre eigene – Realität halten.

    Früher kannte sich jeder Vater und vor allem jede Mutter in der überlieferten Märchenwelt recht gut aus. Sie konnten erzählen, was ihnen von ihren Eltern erzählt wurde.

    Zugegeben, das ist schon sehr lange her.

    Heute bastelt und programmiert eine anoynme Spiele- und Computerbranche sich etwas zusammen, dem die zumeist beruflich stark eingespannten Eltern sich überhaupt nicht mehr nachhaltig widmen können.

    Nur eines ist ganz gewiss noch wie früher: Die pädagogisch wertvolleren Spiele sind in der Regel die langweiligeren.

    So stand bei den Computerspielen, die gerade wieder auf der Kölner gamescom mit viel Werbung und Medienpräsenz angeboten wurden, selbstverständlich Glanz, Spannung und Aktion im Mittelpunkt, da die zunehmend abenteuerärmere Umwelt unserer Kinder, dringend Ersatz und Ausgleich erfordert.

    Ja, und genau genommen, sind die virtuellen Welten längst attraktiver als jene, die uns als Wirklichkeit umgeben. Zum Teil vermischen sich beide auch und es wird nicht nur für Kinder immer mühsamer zu unterscheiden, ob das stimmt, was wir außerhalb der Medien wahrnehmen oder das, was ihnen über kleine und größere Bildschirme ins Haus und inzwischen überall hin geliefert wird.

    Wenn jene Bildschirme nur erzählen und berichten würden, wären wir, abgesehen vom technischen Fortschritt und der gelegentlich überwältigenden Vielfalt des Gezeigten nur unbedeutend über das Märchenerzählen hinausgekommen.

    Doch durch die immer raffinierten Computerspiele, die der Spieler beeinflussen kann, ist es ihm möglich, die virtuellen Welten mitzugestalten. Und in virtuellen Welten ist das wesentlich leichter (nämlich zumeist durch Knopfdruck) möglich, während das Leben auf der Erde sich immer komplizierter gestaltet.

    Da laufen Banken aus dem Ruder der zuständigen Regierungen, da gelten städtische Metropolen als unregierbar, Kriege lassen sich nicht vermeiden. Und Eltern müssen sich aus Existenzgründen den Regeln der Berufswelt unterwerfen und können trotz aller angeblich familienfreundlichen politischen Bemühungen sich nur noch begrenzt um ihre Kinder kümmern.

    Nicht zuletzt deswegen sind Väter und Mütter auch bereit, ihren Kindern mehr Zeit am Kleincomputer zuzugestehen, als sie eigentlich für richtig halten.

    Einst hieß „Papa ich geh spielen“ zumeist: Ich gehe auf die Straße zu meinen Freunden.

    Da blieb dem Vater allenfalls die Sorge, dass sein Sohn oder seine Tochter Spielkameraden finden konnte, die sie oder ihn zu irgendwelchen Untaten anstifteten.

    Wenn heute ein Kind spielen geht, zieht es sich nicht selten in sein Kinder-Einzelzimmer zurück und drückt Knöpfchenfolgen oder kann durch Bewegung das Geschehen auf einem Großbildschirm beeinflussen. Und es wird nicht mehr lange dauern, dann wird das Hirn, direkt an den Computer angeschlossen, durch Mitdenken mitspielen.

    Natürlich bleibt dabei das Einüben von sozialem Verhalten auf der Strecke. Die körperlichen Bewegungen sind eher geringfügig und haben zumeist Übergewicht zur Folge. Und die Emotionen, die durch persönliche unmittelbare Begegnungen ausgelöst werden, bleiben nur nur beschränkt gefordert. Ganz abgesehen von den Suchtgefahren, die bei eher grenzenlosem Gebrauch dieser Spiele zu befürchten sind.

    Nun ist aber auch in meiner Jugend manches von überzeugten Pädagogen verworfen und in seiner befürchteten Fortentwicklung als Ende des Abendlandes und des wahren Menschseins angesehen worden.

    Doch wir haben es alle überlebt – das Telefon, das Radio, den Fernsehapparat, die Comics, das Handy, den Computer…

    Irgendwann lernten die Menschen bisher, so mit den angeblich gefährlichen Medien umzugehen, dass sie weitgehend zu nützlichen Gebrauchsmitteln wurden.

    Ich bin gespannt, ob eine möglicher Weise schöne neue virtuelle Welt demnächst auch positive Rückwirkungen auf das reale Erdenleben haben wird.

    Allein auf die Auswirkungen der Spiele käme es an. Denn Spiele waren bisher vor allem der nützliche Versuch, für ein möglichst glückliches Leben zu üben.

    (Autor: Karl Feldkamp, 51766 Engelslirchen-Wallefeld /  Bild: 1. french_03   2+3. D. Balci /  Bildquelle:www.photocase.de + Archiv /  Web: www.karl-feldkamp.de.tl/)

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  • Ein Beruf mit Zukunft: Trauerredner/in



    Verschlägt es auch Deine Sprache, wenn ein nahestehender Mensch verstorben ist?

    Frau Gabriele Jöhren ist Trauerrednerin. Seit fast 11 Jahren begleitet sie Menschen beim Abschied und hat bisher über 1300 Lebensgeschichten erzählt.

    Denn Jedes Leben ist es wert, erzählt zu werden. Dies ist das Motto der Trauerrednerin Fr. Jöhren.

    Du möchtest mehr über diesen Beruf und über Gabriele Jöhren erfahren?
    Dann schau doch mal bei www.die-ansprache.de nach. Die offizielle Webseite von Fr. Jöhren.

    Du hast schon solch eine Erfahrung gemacht und willst sie mit uns teilen? Dann schreibt uns Eure Erfahrung bitte an redaktion@mentoring4u.de oder hinterlasst doch einfach einen Kommentar !

    Auf Mentoring4u. findet Ihr auch noch Informationen zum  Berufsfeld Bestattungsfachkraft .

    (Autor: Dilan Balci | Bild & Thumb: www.die-ansprache.de | Bilderbearbeitung: D. Balci | Quellen: www.die-ansprache.de)