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„Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“ Faust?!

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Posted on : 03-10-2012 | By : D_Balci | In : Schauspiel
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(Bewertung-Durchschnitt: 5,00 von 5 Sternen)
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Die Krise Europas lenkt unseren Blick auf den faustischen Helden, der Gott abgeschafft, sein Ego an dessen Stelle gesetzt und dem »Geist, der stets verneint« die Seele geopfert hat, um die Welt dem eigenen Willen unterwerfen zu können. Die Revolte des Helden hat Großes hervorgebracht. Die Katastrophen des letzten Jahrhunderts haben den Glanz seines Aufbruchs aber verdunkelt. Aus dem Genie, das die Welt nach seinem Bild formen wollte, ist ein Egoist geworden, der nur noch den eigenen Vorteil im Sinn hat.

Der Turmbau von Babel, das größte Projekt der Alten Welt, scheiterte an der Vielfalt der Sprachen. Keiner wollte um der gemeinsamen Sache willen von der eigenen Art abrücken. Auch das
Projekt »Europa « ist von der Selbst-Sucht bedroht. Wie soll das Bauwerk vollendet werden, wenn jeder am Eigenen festhält? »Da sind diese riesigen homogenen Blöcke in Nord- oder Südamerika oder Asien«, sagte der Denkwerker Meinhard Miegel in diesen Tagen mit einem Blick auf die Weltkarte, »Und dann ist da dieses farbige Krisselkrassel Europa. Passt das wirklich unter eine Währung?« Angesichts des Fehlens von Vision und Tatkraft wird der Chor derer, die den Niedergang des Abendlands für unabwendbar halten, lauter und lauter.

Die Bedrohung lässt Angst aufkommen. Die Angst zwingt dazu, sich im Eigenen festzukrallen. Das erschöpfte Selbst, eines der neuen Phänomene, verbirgt seine Depression hinter der Maske einer starren Identität. Angst, Sinnverlust, Sprachlosigkeit führen zum Stillstand. Und schuld ist der Teufel. In der Gestalt einer Schlange hat er sich ins Paradies eingeschlichen und Eva dazu verführt, Adam in den Apfel beißen zu lassen, der die Erkenntnis bringt, dass der Mensch ohne Gott leben kann, weil er das Göttliche in sich trägt. Die Aufklärer, in deren Tradition der gewaltige Goethe steht, nannten den Sündenfall eine Revolte. Wir ahnen inzwischen, dass es ein Akt der Verblendung war.
Der Erste, der das Ringen des abendländischen Helden mit seinem Satan zum Drama gefasst hat, war der griechische Dichtern Euripides.

Abgestoßen von einer Hochkultur, deren Niedergang am Ende des 5. Jahrhunderts vor unserer Zeit mit den Händen zu greifen war, verließ er das Goldene Athen und zog sich auf eine primitivere Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung zurück. Vom Mazedonien des Königs Philipp aus beschrieb er das Schicksal eines Helden, der seine Existenz auf den Kopf gestellt und die Welt seiner Vorstellung unterworfen hat und zur Strafe für die Verirrung von den Mänaden des Rauschgotts Dionysos zerrissen wird. »Für sein schönstes Werk halte ich die Bakchen«, schrieb Goethe über den Griechen, »Kann man die Macht der Gottheit vortrefflicher und die Verblendung des Menschen geistreicher darstellen?« Der zerrissene Pentheus der Bakchen ist ein Vorläufer des zerrissenen Faust (»Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen«). Beim christlichen Helden, hier trennen sich Welten, trifft das Zerreißen nur noch die Seele. Der Gekreuzigte, den die christliche Kultur ins Spiel brachte, hat die archaische Grausamkeit der antiken Kultur sublimiert.

In GoethesWalpurgisnacht ist vom Furor einer von den Fesseln der Zivilisation erlösten Agaue, die im Rausch der Befreiung den eigenen Sohn zerreißt, nichts mehr zu spüren. Der Satans- und Hexenzauber, den der Dichter ins deutsche Mittelgebirge verlegt hat, zeigt nicht den Sündenbock, der geopfert wird, damit sich eine erstarrte Gesellschaft erneuern kann. Er führt nur Verwandlung vor. Der zum Selbst/Ich/Ego geschrumpfte Mensch hat sich die Welt so verkleinert, dass er drin Gott sein kann, ohne unter der Anmaßung leiden zu müssen.

Der Preis für die Selbst-Verherrlichung ist ein verengter Blick auf die Wirklichkeit. Als real lässt das geschrumpfte Selbst nur noch gelten, was es erfassen kann. Und der vor Zeiten Allmächtige wird im Rausch der Selbst-Vergrößerung ironisiert. Goethes Gott ergötzt sich im Prolog im Himmel an seiner Schöpfung und wettet mit dem Teufel, dass sich »ein guter Mensch in seinem dunklen Drange des rechten Weges wohl bewusst« ist.

Er hat den Überblick über sein Werk so gründlich verloren, dass er nicht mehr erkennen kann, wie gewaltig das Terrain ist, das sein Widersacher ihm abgetrotzt hat. »Euch gibt es zwei Dinge / So herrlich und groß: / Das glänzende Gold / Und der weibliche Schoß. / Das eine verschaffet, / Das andre verschlingt. / Drum glücklich, wer beide / Zusammen erringt,« singt der Satan in der Walpurgisnacht den Männern vor. Und ergänzt für die Frauen: »Für euch sind zwei Dinge / Von köstlichem Glanz: / Das leuchtende Gold / Und ein glänzender Schwanz. / Drum wisst euch, ihr Weiber, / Am Gold zu ergötzen / Und mehr als das Gold noch / Die Schwänze zu schätzen«. Goethe hat diese Verse nicht in die endgültige Fassung seines Stücks aufgenommen. Dass die Anstrengungen von Religion und Kunst, die Fakten des Lebens mit schöner Verheißung zu übermalen, vergebliche Liebesmüh sind – diese Erkenntnis wollte er seiner Zeit wohl nicht zumuten.

Mephisto kann Faust nur auf seine Seite bringen, wenn er die Macht über dessen Seele erringt. Die Seele, anders als Körper und Geist, hört nie auf, die Befreiung von den Fesseln des Irdischen zu ersehnen. Der in sein Selbst eingekerkerte Faust kann nicht erkennen, dass das Ziel seines Suchens die Liebe ist. Er muss die Seele als Pfand einsetzen, um sich von Mephisto zu greifbaren Zielen führen zu lassen. Das Jetzt-und Sofort ist einer der Trümpfe des Teufels. Mephisto fürchtet nichts so sehr wie die Liebe. Um zu verhindern, dass der Zerrissene von Gretchens Liebe erlöst wird, bringt er das Gold ins Spiel. Der Schmuck in den Kästchen kann Gretchens Sinne betören. Ihre Seele kann das Gold aber nicht verderben. Mephisto muss den Zerrissenen durch die Orgien der Walpurgisnacht führen, um zu verhindern, dass er ihn an die Liebe verliert.

Erst der Faust, der die Liebe verraten hat, kann zum willigen Vollstrecker des Teufels werden. Für den griechischen Dichter war es undenkbar, dass eine Gesellschaft, die sich so gründlich ins Falsche verirrt hat wie das Athen seiner Zeit, zur Umkehr imstande ist. Dass er in seinem Stück auch das Theben des Pentheus zerstören lässt, deutet an, wie radikal die Erneuerung sein sollte, die er für notwendig hielt. Der deutsche Dichter setzt die Erinnerung an den Gekreuzigten ein, um seinen Helden davor zu bewahren, den braunen Saft aus der Phiole zu trinken, der ihm den Tod bringen soll, liefert ihn dann aber dem Teufel aus.

Das Genie aus Weimar, das Gott aus dem Weg geschafft hatte, konnte sich einbilden, auch dem Teufel gewachsen zu sein. Wie zum Hohn auf seine Arglosigkeit richteten die Verrohten der Hitlerzeit im Blickfeld der Ettersburg, auf der er sich mit musischen Geistern traf, ein Konzentrationslager ein, das sie erst Ettersberg, später Buchenwald nannten. Ein Bretterzaun sorgte dafür, dass die Welten getrennt blieben.

Die Dimension der Verbrechen, von denen der Gekreuzigte die Verblendeten und die Verrohten erlösen muss, nährt
die Zweifel an einem Glauben, der sich auf Illusionen über den Menschen stützt – und führt zu der Frage, ob das erschöpfte Selbst, an dem das Bauwerk Europa zu scheitern droht, eine Folge der einstigen Überheblichkeit ist. Die Zerrissenen, die von der Sehnsucht nach dem Ungreifbaren in die Irre geführt werden, müssen in Zeiten der Krise dem
Typus des neuen Menschen weichen, der sein Sinnen und Trachten aufs Greifbare richtet.

Der Famulus Wagner, der die Verirrungen seines Meisters staunend begleitet, macht uns die Verluste bewusst, die wir auf dem Weg von den faustischen Helden zu den »trockenen Schleichern« der Jetztzeit hinnehmen müssen.

Das Frankfurter Schauspiel präsentiert seinen Faust im Schatten der Türme der Geldhäuser. Während sich in den Seitenarmen der Kaiserstraße Schwanz und Schoß wie seit Urzeiten paaren (und der Protest der Occupy-Bewegung in der Trübsal des Asozialen versinkt), schaut die Bankwelt von ihren Türmen aus ungerührt auf die Zerrissenen herab, die den nicht endenden Tanz um den Goldenen Stier für ein Menetekel des Niedergangs einer Gesellschaft halten, welche um der irdischen Freuden und Güter willen dem Teufel die Seele als Pfand gab und vergessen hat, das Pfand einzulösen.

Die Auflösung der Ordnungen des Erzählens, die in den Künsten um sich greift, macht die Sehnsucht nach einem Wandel der Verhältnisse sichtbar, der von den Protagonisten einer im Blick aufs Gold erstarten Gesellschaft nicht zu erhoffen ist. »Alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht«, erklärt der Geist, »der stets das Böse will und stets das Gute schafft« – und fordert Sympathy for the Devil.
(Michael Eberth)

(Autor: Michael Eberth | Bild: Birgit Hupfeld  |  Quelle: Schauspiel Frankfurt  |  Zitat: Goethe, Faust 1 Monolog)

„O nein! Die Kraft ist schwach, allein die Lust ist groß.“ Goethes „Faust“ 2012 in Frankfurt!

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Posted on : 02-10-2012 | By : D_Balci | In : Schauspiel, Terminhinweise
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(Bewertung-Durchschnitt: 4,67 von 5 Sternen)
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Die Premieren am 14. und 15. September 2012 bildeten zugleich einen Fokus im Rahmen der Frankfurter Goethe Festwoche 2012.
Flankiert durch ein umfangreiches theaterpädagogische Bildungs- und Begleitprogramm werden u. a. Frankfurter Hauptschüler eine eigene „Faust“-Performance erarbeiten und unter der Überschrift „Das verfluchte Hier!“ auf der großen Bühne präsentieren (am 6. und 7. Oktober).

Eine neue Vortrags- und Gesprächsreihe unter dem Titel „Nach dem Fortschritt“ entwickelt Gedanken und Impulse ausgehend von Goethes „Faust“.

Am 22. September folgte dann die Premiere „Doktor Faustus“ nach Christopher Marlowe als Puppenspiel speziell für Kinder ab 10 Jahren. Das Sekundärdrama „FaustIn and out“ von Elfriede Jelinek rundet den Faust-Schwerpunkt ab. Premiere war am 27. September, Regie führt Julia von Sell.

Die Macher

Stefan Pucher (Regie)
Jahrgang 1956, studierte Theaterwissenschaft und Amerikanistik in Frankfurt am Main.
Seine Anfänge als Regisseur liegen am Frankfurter TAT, wo er zusammen mit der britischen Gruppe Gob Squad erste Performances entwickelte. Es folgten Arbeiten am Theater Basel, dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und dem Schauspielhaus Zürich, wo er unter Christoph Marthaler Hausregisseur wurde.
Inszenierungen am Burgtheater Wien, den Münchner Kammerspielen, dem Thalia Theater Hamburg und der Volksbühne Berlin. 2005 wurde er in der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute“ zum Regisseur des Jahres gewählt. Sechs seiner Inszenierungen wurden zum Theatertreff in Berlin eingeladen.

Barbara Ehnes (Bühne)
Studierte Freie Kunst und Bühnenbild bei Wilfried Minks und Marina Abramovic an der HfbK Hamburg und in Amsterdam sowie Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 1995 entwirft sie Bühnenbilder u. a. für das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, die Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus Zürich, Volksbühne Berlin, Thalia Theater Hamburg, Burgtheater Wien, Muziektheater Amsterdam, Salzburger Festspiele und Staatsoper Berlin. Seit 2000 arbeitet sie regelmäßig mit Stefan Pucher und entwirft Bühnenbilder für Jossi Wieler / Sergio Morabito, Stefan Bachmann, Lars-Ole Walburg, Calixto Bieito, Schorsch Kamerun, Sebastian Baumgarten und die Choreografin Meg Stuart. Eigene Inszenierte Installationen u. a. am HAU Berlin. Unter der Intendanz Frank Baumbauers (2001 bis 2009) gehörte sie um künstlerischen Leitungsteam der Münchner Kammerspiele. 2005 erhielt sie den deutschen Bühnenpreis „Opus“. Im Sommersemester 2011 wurde sie zur Professorin für Bühnenbild an der HfbK Dresden berufen.

Marysol del Castillo (Kostüme)
Absolvierte ihr Studium als Dipl. Kostümdesignerin an der Fachhochschule Hannover für Kunst und Medien bei Prof. Maren Christensen. Nach ihrem Studium assistierte sie am Schauspielhaus Hamburg unter der Intendanz von Frank Baumbauer und folgte Anna Viebrock und Christoph Marthaler an das Schauspielhaus Zürich. Während der Assistenzzeit entstanden von 1999 bis 2002 eigene Arbeiten, u. a. mit Christoph Schlingenseif und Anna Viebrock.
Seitdem Kostümbilder für u. a. Nicolas Stemann, Stefan Pucher, Tom Kühnel, Sebastion Baumgarten, Falk Richter am Thalia Theater in Hamburg, Schauspielhaus Hamburg, Deutschen Theater Berlin, der Komischen Oper Berlin, der Schaubühne, dem Grand Theatre National in Brüssel, Schauspielhaus Köln, Burgtheater Wien, Schauspielhaus Dresden, sowie am Schauspielhaus Frankfurt. Seit 2011 Gastprofessorin an der FH Hannover und Mentorin an der UDK Berlin.

Christopher Uhe (Musik)
Der Songwriter, Sänger, Multiinstrumentalist und Autodidakt Christopher Uhe veröffentlichte zahlreiche Alben mit seinen Bands und bewegte sich einige Jahre an der Schnittstelle von Noise-Rock und Performance, mit Auftritten u. a. bei dem Urbanisierungskongress „Cities On The Move 6“ in Bangkok, der 8. Architekturbiennale in Venedig, dem Festival „Paris cherche Tokyo“ und anderen. Produzent u. a. für das Debüt-Album der Schauspielerin Julia Hummer. Seit 2005 Theaterarbeit mit Stefan Pucher im Prater der Volksbühne Berlin, am Schauspielhaus Zürich, den Münchner Kammerspielen und dem Deutschen Theater Berlin. Arbeiten als Theatermusik auch mit Gob Squad und She She Pop.

Chris Kondek (Video)
Geboren 1962 in Boston, arbeitet seit Anfang der neunziger Jahre als Videokünstler, zunächst in den USA, später auch in Europa. Er arbeitete u. a. mit der Wooster Group, Robert Wilson, Michael Nyman, und Laurie Anderson und prägte den Einsatz von Videotechnik im Theater maßgeblich. Es folgten Zusammenarbeiten u.a. mit Meg Stuart, Stefan Pucher, René Pollesch, Sebastian Baumgarten und Falk Richter an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Züricher Schauspielhaus, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, den Münchner Kammerspielen und den Bayreuther Festspielen. Seit 2000 entwickelt er eigene, vielfach ausgezeichnete Performances. Für die Produktion „Money – It came from outer Space“ wurde er mit dem Preis des Goethe – Instituts beim 8. Festival Politik im Freien Theater ausgezeichnet.

Michael Eberth (Dramaturgie)
Geboren 1943 in Lindau. Dramaturg u.a. am Schauspielhaus Frankfurt, an den Münchner Kammerspielen, bei den Salzburger Festspielen, am Burgtheater in Wien; Chefdramaturg am Deutschen Theater in Berlin, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Lehraufträge und Gastprofessuren u. a. an der Hochschule der Künste und der Freien Universität Berlin, am Institut für Schauspielregie und an der Hochschule für Angewandte Künste in Hamburg. In der Reihe „Backstage“ des Verlages Theater der Zeit die Bände „Matthes“, „Finzi“ und „Eidinger“. Artikel und Essays in: Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, Theater der Zeit, Theater heute, Die Zeit und anderen Publikationen.

€ 8 Einheitspreis für Schüler- und Studentenarten. Kartenbestellungen und weitere Informationen: Neue Mainzer Str. 15, 60311 Frankfurt/M.  Tel.: 069-212-37444 www.schauspielfrankfurt.de

(Autor: Schauspielhaus Frankfurt | Bild: Birgit Hupfeld  |  Zitat Quelle: Goethe, Faust l, Mephisto, Auerbachs Keller)

„Ein Teil von jener Kraft, Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Goethes „Faust“ in Frankfurt!

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Posted on : 01-10-2012 | By : D_Balci | In : Schauspiel
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(Bewertung-Durchschnitt: 4,67 von 5 Sternen)
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Zwei Regisseure stellen sich in Frankfurt Goethes „Faust“ und bringen je einen Teil der Tragödie in einem Doppelprojekt auf die Bühne.

Beide „Faust“-Teile sind fünf Wochen lang (bis zum 21. Oktober 2012) in einer einmaligen En-suite. Bespielung zu sehen. Es sind sowohl Doppelvorstellungen beider „Faust“-Teile als auch Vormittagstermine für Schulklassen vorgesehen. Vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung statt. Der Vorverkauf für alle angesetzten „Faust“-Termine läuft bereits seit dem 10. Februar 2012.

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Hilf, Teufel, mir die Zeit der Angst zu verkürzen!

Faust ist am Ende. Er, Professor, Forscher, Philosoph, Magier ist gescheitert. Das Wissen des Absoluten bleibt unerreicht und keine seiner Methoden hat sich als brauchbar erwiesen, dem Kern des Lebens auf die Spur zu kommen. Hoffnungslos, aber immer noch getrieben, hält er sein Leben für wertlos. Doch den Schritt in den Tod wagt er nicht.

Kirchenglocken und Engelsgesang halten ihn ab, die Phiole mit dem Schlaftrunk zu leeren, die Erinnerung an seine Kindheit scheint auf, in der ihn noch nicht jener Erkenntniszwang quälte. Doch wie soll man leben, wenn alle bekannten Mittel versagen? Da tritt Mephisto in Fausts Leben und bietet ihm einen Pakt an: jeder Wunsch soll Faust erfüllt werden, aber wenn er für einen Augenblick mit der Welt versöhnt ist, fällt Mephisto im Gegenzug Fausts Seele zu.
Die Reise der beiden beginnt.

Faust steigert sich in maßlose, hybride Allmachtsphantasien. Wenn schon nicht im Wissen die Seligkeit liegt, dann vielleicht im Rausch? Von Drogen aufgeputscht, geblendet durch Zauberei, will er das Mädchen Gretchen besitzen. Sein Liebestrieb endet in Zerstörung. Egozentrisch auf die eigene Glückssuche fixiert, verschuldet er Gretchens Untergang und den ihrer Familie. Faust kann nicht gewinnen. Ein Riss zieht sich durch ihn hindurch. Omnipotent, gottgleich, allwissend will er sein und ist doch ein Mensch.

Grenzenlosigkeit will er und erfährt doch nur die eigene Beschränktheit. Er scheitert an sich selbst, an seiner unmäßigen Gier nach Wissen und seinem Wunsch nach Befriedigung. Die Wette mit dem Teufel ist dabei die Weiterformulierung seines Dilemmas – unmöglich ist, was er sich wünscht. Denn das Verweilen, also die Befriedigung der Sehnsucht nach dem Glück ist nur in Allianz mit dem Verlust der eigenen Freiheit zu haben.

Der Augenblick, der alle irdischen Beschränkungen niederwirft, der Absolutheit ergründbar und erfahrbar werden lässt, wird somit zugleich zum Augenblick der ewigen Gefangenschaft. Nachdem Stefan Pucher Mitte der neunziger kontinuierlich am TAT engagiert war, kehrt er nun mit seiner Faust-Inszenierung nach Frankfurt zurück. Er arbeitet zurzeit u.a. am Thalia Theater Hamburg, dem Schauspielhaus Zürich und den Münchner Kammerspielen und war mehrfach beim Berliner Theatertreffen vertreten.

€ 8 Einheitspreis für Schüler- und Studentenkarten. Kartenbestellungen und weitere Informationen: Neue Mainzer Str. 15, 60311 Frankfurt/M.  Tel.: 069-212-37444
www.schauspielfrankfurt.de

(Autor: Schauspielhaus Frankfurt | Bild: Birgit Hupfeld  |  Quelle Zitat: Goethe, Faust 1, Mephisto zu Faust, Studierzimmer I)