„O nein! Die Kraft ist schwach, allein die Lust ist groß.“ Goethes „Faust“ 2012 in Frankfurt!

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gepostet am : 02-10-2012 | von : D_Balci | Kategorie : Schauspiel, Terminhinweise
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Die Premieren am 14. und 15. September 2012 bildeten zugleich einen Fokus im Rahmen der Frankfurter Goethe Festwoche 2012.
Flankiert durch ein umfangreiches theaterpädagogische Bildungs- und Begleitprogramm werden u. a. Frankfurter Hauptschüler eine eigene „Faust“-Performance erarbeiten und unter der Überschrift „Das verfluchte Hier!“ auf der großen Bühne präsentieren (am 6. und 7. Oktober).

Eine neue Vortrags- und Gesprächsreihe unter dem Titel „Nach dem Fortschritt“ entwickelt Gedanken und Impulse ausgehend von Goethes „Faust“.

Am 22. September folgte dann die Premiere „Doktor Faustus“ nach Christopher Marlowe als Puppenspiel speziell für Kinder ab 10 Jahren. Das Sekundärdrama „FaustIn and out“ von Elfriede Jelinek rundet den Faust-Schwerpunkt ab. Premiere war am 27. September, Regie führt Julia von Sell.

Die Macher

Stefan Pucher (Regie)
Jahrgang 1956, studierte Theaterwissenschaft und Amerikanistik in Frankfurt am Main.
Seine Anfänge als Regisseur liegen am Frankfurter TAT, wo er zusammen mit der britischen Gruppe Gob Squad erste Performances entwickelte. Es folgten Arbeiten am Theater Basel, dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und dem Schauspielhaus Zürich, wo er unter Christoph Marthaler Hausregisseur wurde.
Inszenierungen am Burgtheater Wien, den Münchner Kammerspielen, dem Thalia Theater Hamburg und der Volksbühne Berlin. 2005 wurde er in der Kritikerumfrage der Zeitschrift „Theater heute“ zum Regisseur des Jahres gewählt. Sechs seiner Inszenierungen wurden zum Theatertreff in Berlin eingeladen.

Barbara Ehnes (Bühne)
Studierte Freie Kunst und Bühnenbild bei Wilfried Minks und Marina Abramovic an der HfbK Hamburg und in Amsterdam sowie Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg. Seit 1995 entwirft sie Bühnenbilder u. a. für das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, die Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus Zürich, Volksbühne Berlin, Thalia Theater Hamburg, Burgtheater Wien, Muziektheater Amsterdam, Salzburger Festspiele und Staatsoper Berlin. Seit 2000 arbeitet sie regelmäßig mit Stefan Pucher und entwirft Bühnenbilder für Jossi Wieler / Sergio Morabito, Stefan Bachmann, Lars-Ole Walburg, Calixto Bieito, Schorsch Kamerun, Sebastian Baumgarten und die Choreografin Meg Stuart. Eigene Inszenierte Installationen u. a. am HAU Berlin. Unter der Intendanz Frank Baumbauers (2001 bis 2009) gehörte sie um künstlerischen Leitungsteam der Münchner Kammerspiele. 2005 erhielt sie den deutschen Bühnenpreis „Opus“. Im Sommersemester 2011 wurde sie zur Professorin für Bühnenbild an der HfbK Dresden berufen.

Marysol del Castillo (Kostüme)
Absolvierte ihr Studium als Dipl. Kostümdesignerin an der Fachhochschule Hannover für Kunst und Medien bei Prof. Maren Christensen. Nach ihrem Studium assistierte sie am Schauspielhaus Hamburg unter der Intendanz von Frank Baumbauer und folgte Anna Viebrock und Christoph Marthaler an das Schauspielhaus Zürich. Während der Assistenzzeit entstanden von 1999 bis 2002 eigene Arbeiten, u. a. mit Christoph Schlingenseif und Anna Viebrock.
Seitdem Kostümbilder für u. a. Nicolas Stemann, Stefan Pucher, Tom Kühnel, Sebastion Baumgarten, Falk Richter am Thalia Theater in Hamburg, Schauspielhaus Hamburg, Deutschen Theater Berlin, der Komischen Oper Berlin, der Schaubühne, dem Grand Theatre National in Brüssel, Schauspielhaus Köln, Burgtheater Wien, Schauspielhaus Dresden, sowie am Schauspielhaus Frankfurt. Seit 2011 Gastprofessorin an der FH Hannover und Mentorin an der UDK Berlin.

Christopher Uhe (Musik)
Der Songwriter, Sänger, Multiinstrumentalist und Autodidakt Christopher Uhe veröffentlichte zahlreiche Alben mit seinen Bands und bewegte sich einige Jahre an der Schnittstelle von Noise-Rock und Performance, mit Auftritten u. a. bei dem Urbanisierungskongress „Cities On The Move 6“ in Bangkok, der 8. Architekturbiennale in Venedig, dem Festival „Paris cherche Tokyo“ und anderen. Produzent u. a. für das Debüt-Album der Schauspielerin Julia Hummer. Seit 2005 Theaterarbeit mit Stefan Pucher im Prater der Volksbühne Berlin, am Schauspielhaus Zürich, den Münchner Kammerspielen und dem Deutschen Theater Berlin. Arbeiten als Theatermusik auch mit Gob Squad und She She Pop.

Chris Kondek (Video)
Geboren 1962 in Boston, arbeitet seit Anfang der neunziger Jahre als Videokünstler, zunächst in den USA, später auch in Europa. Er arbeitete u. a. mit der Wooster Group, Robert Wilson, Michael Nyman, und Laurie Anderson und prägte den Einsatz von Videotechnik im Theater maßgeblich. Es folgten Zusammenarbeiten u.a. mit Meg Stuart, Stefan Pucher, René Pollesch, Sebastian Baumgarten und Falk Richter an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Züricher Schauspielhaus, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, den Münchner Kammerspielen und den Bayreuther Festspielen. Seit 2000 entwickelt er eigene, vielfach ausgezeichnete Performances. Für die Produktion „Money – It came from outer Space“ wurde er mit dem Preis des Goethe – Instituts beim 8. Festival Politik im Freien Theater ausgezeichnet.

Michael Eberth (Dramaturgie)
Geboren 1943 in Lindau. Dramaturg u.a. am Schauspielhaus Frankfurt, an den Münchner Kammerspielen, bei den Salzburger Festspielen, am Burgtheater in Wien; Chefdramaturg am Deutschen Theater in Berlin, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Lehraufträge und Gastprofessuren u. a. an der Hochschule der Künste und der Freien Universität Berlin, am Institut für Schauspielregie und an der Hochschule für Angewandte Künste in Hamburg. In der Reihe „Backstage“ des Verlages Theater der Zeit die Bände „Matthes“, „Finzi“ und „Eidinger“. Artikel und Essays in: Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, Theater der Zeit, Theater heute, Die Zeit und anderen Publikationen.

€ 8 Einheitspreis für Schüler- und Studentenarten. Kartenbestellungen und weitere Informationen: Neue Mainzer Str. 15, 60311 Frankfurt/M.  Tel.: 069-212-37444 www.schauspielfrankfurt.de

(Autor: Schauspielhaus Frankfurt | Bild: Birgit Hupfeld  |  Zitat Quelle: Goethe, Faust l, Mephisto, Auerbachs Keller)


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