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Kategorie: Karriere

  • Elektroniker/in für Automatisierungstechnik

    Sie analysieren Funktionszusammenhänge sowie Prozessabläufe von automatisierten Systemen und entwerfen Änderungen und Erweiterungen. Elektroniker/innen für Automatisierungstechnik installieren und justieren elektrische, hydraulische oder pneumatische Antriebssysteme. Weiterhin bauen sie mess-, steuerungs- und regelungstechnische Einrichtungen ein. Dabei montieren, konfigurieren, programmieren und justieren sie Sensorsysteme, Betriebssysteme, Bussysteme und Netzwerke. Die installierten Komponenten verbinden sie zu komplexen Automatisierungseinrichtungen, die sie in ein Gesamtsystem integrieren. Nach Testläufen übergeben sie die Systeme und weisen die künftigen Anwender in die Bedienung ein. Zudem bedienen bzw. warten sie Automatisierungssysteme und halten sie instand. Mit Hilfe von Testsoftware und Diagnosesystemen kreisen sie Störungen ein und analysieren diese. Elektroniker/innen für Automatisierungstechnik sind Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften. Elektroniker/innen für Automatisierungstechnik arbeiten in Unternehmen, die Automatisierungslösungen entwickeln, herstellen oder einsetzen. Vor allem Unternehmen der Elektroindustrie oder des Maschinenbaus kommen in Betracht. Arbeitsplätze gibt es darüber hinaus auch z.B. in der Automobilindustrie, der chemischen Industrie, in Kunststoff verarbeitenden Betrieben und zahlreichen anderen Anwenderbranchen.

    Elektroniker/in für Automatisierungstechnik ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Diese bundesweit geregelte 3 1/2-jährige Ausbildung wird in der Industrie angeboten.

    Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:
    1. Ausbildungsjahr: € 758 bis € 775
    2. Ausbildungsjahr: € 807 bis € 820
    3. Ausbildungsjahr: € 863 bis € 885
    4. Ausbildungsjahr: € 906 bis € 943

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika

    Finden Sie den Beruf, der Sie glücklich macht! Sie sollten einen Beruf finden, bei dem Sie sich nicht jeden Tag dazu überwinden müssen, zur Arbeit zu gehen. Aus diesem Grund sollten Sie sich vergewissern, dass die Tätigkeiten des Berufes Ihre Interessen entsprechen. Praktische Erfahrungen können Sie machen, in dem Sie ein Praktikum absolvieren.Rechtliche Rahmenbedingungen zum Praktikum finden Sie hier .

    Eine weitere Möglichkeit ist, bei folgenden Verbänden wie

    –Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstech. Handwerke (ZVEH)

    – Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden -Württemberg

    –Zentralverband der elektro- und informationstechnischen Handwerke

    anzurufen. Dort wird Ihnen bestimmt geholfen, den richtigen Partner zu finden. Und noch viel besser ist es, die Veranstaltung im Thüringer Museum für Elektrotechnik Erfurt e.V. zu besuchen. Es wird Ihnen sicherlich Spaß machen! Nach dem Besuch des Museums werden Sie vielleicht von diesem Beruf sehr beeindruckt sein.

    Ähnliches Berufsbild auf mentoring4u: Elektroniker/in für Luftfahrttechnische Systeme

    Die perfekte Bewerbungsmappe
    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV-Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung und PlanB
    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Sie müssen nur wissen, wo Sie wirklich hin wollen. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich einen Betrieb in einer anderen Stadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten.  Denken Sie doch auch einmal darüber nach, ob ein Studium für Sie interessant ist.   Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Studieren ohne Abi“ .

    Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten oder im Ausland. Sie sollten sozusagen über den Gartenzaun in die Ferne blicken. Im Bereich Gesamtmetall werden z. B. zur Zeit knapp 100.000 Ingenieure gesucht. Sprechen Sie doch auch einmal den Arbeitgeberverband Gesamtmetall auf offene Stellen an. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Praktikantin: A.Damayanti Autor: M. Weiss  |  Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle: www.arbeitsagentur.de,  www.dve.info , www.feg-bay-thuer.de,  www.fv-eit-bw.de ,  www.zveh.de , www.elektromuseum.d , www.gehalts-check.de, www.gesamtmetall.de,  Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV)

  • Estrichleger/in oder wenn Schränke auf schiefen Ebenen wackeln

    Von der Wärme- und Schallschutzschicht über den Estrich bis zum Bodenbelag – der Fußboden ist das Metier der Estrichleger/innen. Sie legen spezielle direkt begehbare Verbundestriche in Werkhallen oder Sportstätten, schwimmenden Estrich in Wohngebäuden  oder  sie  verlegen  Trockenestriche  aus  Fertigplatten.  Je  nach  vorgesehener Nutzung  bauen  sie  Sperr-  und  Dämmschichten  für  den  Wärme-  und  Feuchteschutz sowie für die Trittschalldämmung ein, bevor sie die geeignete Estrichmörtelmischung mit der Fördermaschine oder – bei Fließestrich – mit dem Schlauch aufbringen. Dabei richten sie sich nach Werkzeichnungen und Bauplänen. Auf den getrockneten Estrich verlegen  sie  außerdem  Bodenbeläge,  beispielsweise  PVC-  oder Laminatböden.  Sie stellen auch fugenlose Terrazzoböden her und sanieren ältere Böden. Estrichleger/innen arbeiten in spezialisierten Estrich- oder in Fußbodenlegebetrieben sowie in Unternehmen der Hoch- oder Ausbaubranche, die die Estrichlegerei neben anderen Bauleistungen anbieten. Estrichleger/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG)  und  der  Handwerksordnung  (HwO).

    Diese  bundesweit  geregelte  3-jährige Ausbildung wird in Industrie und Handwerk angeboten.
    Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

    1. Ausbildungsjahr: € 518 bis € 600
    2. Ausbildungsjahr: € 711 bis € 922
    3. Ausbildungsjahr: € 898 bis € 1.164

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u Tipps für die Zukunft, Karriereplanung und Plan B
    oder was Sie beachten können, wenn das Ausbildungsende naht.

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika

    Du merkst, dass es Dir Spaß macht, handwerklich zu arbeiten! Doch leider bist du Dir noch nicht sicher, ob dieser Beruf richtig für Dich ist?
    Dann finde es heraus! Um mehr über die Tätigkeiten dieses Berufes zu erfahren, besteht die Möglichkeit, dass Du ein  Praktikum absolvierst!
    Rechtliche Rahmenbedingungen zum Praktikum finden Sie hier .

    Bei den örtlichen Handels- und Handwerkskammern und Verbänden wie z. B. dem Bundesverband Estrich und Belag e.V , Fachverband Fußbodenbau Baden-Württemberg , Baugewerbe-Verband Niedersachsenlohnt es sich bestimmt nachzufragen, ob man Dir einen Ansprechpartnerbetrieb in Deiner Region nennen kann. Wir leben im Moment in der Zeit des Fachkräftemangels. Bestimmt gibt es gleich mehrere Betriebe, die Dir genannt werden.  Wenn nicht, frag unbedingt nach! Du bietest Dich an, somit kannst Du Dir auch einen Arbeitgeber aussuchen.

    Eine andere Möglichkeit ist einfach nach Estrich- oder in Fußbodenlegebetrieben zu googeln und direkt dort anzurufen! Vielleicht wird Dir eine Praktikumsstelle angeboten.

    Dich interessiert das Gehalt eines /r Estrichleger/-in? Dann schau hier nach.

    Ähnliche Berufsbilder auf mentoring4u: Bodenleger/in ,  Betonstein- und Terrazzohersteller/in , Beton- und Stahlbetonbauer/in , Betonfertigteilbauer/in

    Die perfekte Bewerbungsmappe

    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV-Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    -Besuch doch die Messe, die am

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung und PlanB
    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Sie müssen nur wissen, wo Sie wirklich hin wollen. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich einen Meisterbetrieb in einer anderen Stadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten.  Gerade hier bietet es sich an noch eine Runde über eine Universität zu drehen, damit können Sie sich selbst noch einmal unter Beweis stellen. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Studieren ohne Abi“ .  Wir hörten allerdings, dass die Abbrecherquote an den Hochschulen bei ausgelernten Fachkräften relativ hoch ist. Fazit: Wenn schon studieren, dann überlegt und den richtigen auf Sie passenden Studiengang aussuchen.

    Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten. Sie sollten sozusagen über den Gartenzaun in die Ferne blicken. Aktiv bewegen, müssen Sie sich allerdings selbst. Seien Sie flexibel. Neben Handwerksbetrieben bieten sich auch größere Fabriken an, die an eigenen Fachkräften für die ständigen Renovierungsarbeiten auf dem Gelände interessiert sind. Warum also nicht auch zu einem Kunden wechseln. Ganz besonders wichtig ist dann Ihre Argumentation. Überlegen Sie sich im Voraus gut, warum Sie wechseln möchten. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Praktikantin: A.Damayanti Autor: M. Weiss  |  Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle:  www.estrich-hotline.de,   www.estrich-belag.de , www.bvn.de,  Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV))

  • Teil 2: Viele Wege führen nach Rom. Es lohnt sich für Träume zu kämpfen!


    Als mein Antrag für die Gymnasiale Oberstufe angenommen wurde, war mein größter Wunsch in Erfüllung gegangen. Doch leider kam alles anders als geplant: Ich wurde durch zum Teil rassistische Gründe nicht versetzt und musste meine Schule abbrechen (im Unterricht wurde gern „geschwätzt“, wobei hauptsächlich unser Lehrer sprach. Und fast immer ging es um Ausländer, die sich in Deutschland nicht angepasst haben, die kriminell waren oder ähnlich, und dabei war ich natürlich immer im Blickfeld).

    Für mich glich es einem Weltuntergang, ich wusste nichts mehr mit mir anzufangen und konnte keine weiteren Ziele ins Auge fassen. Nachdem ich hatte abbrechen müssen, habe ich versucht, mich damit abzufinden. Zwei, drei Monate lang hatte ich keine Idee, was ich machen könnte. Danach habe ich vier Wochen lang ein freiwilliges Praktikum im Krankenhaus gemacht. Und da mir dieses Praktikum gut gefallen hat, habe ich gleich darauf Bewerbungen für eine Krankenschwester-Ausbildung an fast alle Krankenhäuser in der Umgebung geschickt. Nach einem Vorstellungsgespräch habe ich erst gemerkt, dass dies nicht der richtige Beruf für mich ist. Und wieder stand ich vor der Frage „Was kann ich für meine weitere Zukunft machen?“

    Nach einem Gespräch bei der Arbeitsagentur und mit einer Jugendberaterin bekam ich wieder neue Hoffnung. Ich machte eine schulische Ausbildung im Fachbereich Fremdsprachensekretariat mit Schwerpunkt Wirtschaft und gleich darauf mein Fachabitur mit Schwerpunkt Wirtschaft. Endlich war ich am ersehnten Ziel angekommen. Jetzt stand ich vor der Frage, in welchem Fachbereich ich studieren könnte. Es fiel mir nicht schwer, eine Entscheidung zu treffen, da ich eine wirtschaftsbezogene Schule besucht hatte: Während ich mein Fachabitur gemacht habe, dachte ich immer, dass ich danach BWL studieren würde.

    Doch nach einem Besuch auf der Hobit bekam ich Interesse für Architektur (die Hobit ist die Anlaufstelle Nr. 1 für Schüler und Schulabsolventen in Darmstadt und der Region, hier geht es um die Ausbildungs- oder Studienplatz-Orientierung). Also beschloss ich, mich gleichzeitig auch für Architektur zu bewerben. Nach einigen Wochen bekam ich eine Zusage der Hochschule Darmstadt; auch für BWL bekam ich eine Zusage, doch mein Herz schlug mehr für Architektur.

    Während meines Architekturstudiums arbeitete ich – und arbeite noch immer – in einem großen Bauprojekt am Frankfurter Flughafen. Vor einigen Wochen machte ich meinen Bachelorabschluss als „Bachelor of Arts“. Für mich ist mein Traum in Erfüllung gegangen. Es war nicht einfach. Oft kam ich an den Punkt, alles hinzuwerfen, doch ich habe hart dafür gekämpft und ICH HABE ES GESCHAFFT!!

    Nun habe ich mir wieder ein Ziel gesetzt: Ich möchte innerhalb der nächsten zwei Jahre meinen Masterabschluss machen, weil ich mir sehr gut vorstellen kann, international – eigentlich sogar mehr in meiner Heimat – zu arbeiten. Dort herrscht seit Jahrzehnten immer noch Krieg, und dadurch wird vieles vernachlässigt, beschädigt oder es fehlt einfach an Mitteln, um etwas Neues aufzubauen. Ich wollte immer etwas in der Hand haben, womit ich anderen helfen kann. Und ich denke, dass ich das mit diesem Vorhaben kann. Außerdem kann ich mich nach dem Masterstudium selbständig machen. Auch dies ist ein wichtiger Grund. Es klingt vielleicht etwas seltsam, doch ich möchte eine gewisse Unabhängigkeit haben. Mit meiner Selbstständigkeit wäre dies für mich erreicht.

    Mit meinem Bericht möchte ich nicht hervorheben, welche Schwierigkeiten ich während meiner Schullaufbahn hatte. Sondern ich möchte andere Menschen darin ermutigen, immer für ihre Träume zu kämpfen und sich immer wieder neue Ziele zu setzen. Man sollte nicht schon bei der ersten Hürde aufgeben. Selbst bei einer Niederlage sollte man nicht mit allem abschließen und auf Gedanken kommen wie „Ich kann es doch eh nicht schaffen“ oder „Es ist unmöglich!“.

    Vielleicht durch meine Erfahrungen habe ich mir das Motto „Viele Wege führen nach Rom“ angeeignet.

    Sie haben den ersten Teil verpasst. Hier geht’s weiter.

    (Gastautoren: Meryem Bavli & Annette v. Spiegel  |  Bild: Meryem Bavli  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • Teil 1: Lohnt es sich für Träume zu kämpfen?


    Ich heiße Meryem Bavli und bin 28 Jahre alt.
    Ich möchte Ihnen heute über meine Schullaufbahn und meine damit verbundenen Ziele berichten.

    Ich bin im Winter 1989 / 90 mit meiner Familie aus Cizre, einer kleinen Stadt im Südosten der Türkei, nach Deutschland gekommen. Der Hauptgrund unserer Ausreise aus unserer Heimat war zum einen die dort herrschende Armut und zum anderen der Krieg, der seit Jahrzehnten fast unverändert weitergeführt wird. Damals war ich sieben Jahre alt und konnte kein Wort Deutsch sprechen. Wir bekamen eine Wohnung in Braubach, einer Stadt in der Nähe von Koblenz. Der Ort ist sehr schön, ganz besonders, weil er am Rhein liegt und in der Umgebung die bekannte Marksburg ist, die vor allem im Sommer viele Menschen anlockt.

    Zu unserem Pech waren wir hauptsächlich nur unter ausländischen Mitbürgern, so dass es für uns fast unmöglich war, die für uns neue Sprache zu lernen. Doch das Blatt wendete sich, nachdem meine Schwester und ich zusammen eingeschult wurden: Weil wir immer noch kein Deutsch sprachen, beschloss unsere Klassenlehrerin, uns zweimal in der Woche mit nach Hause zu nehmen, damit wir uns mit ihrer gleichaltrigen Tochter anfreundeten und so die neue wichtige Sprache lernen konnten. Nach langem Zögern ließ unsere Mutter es zu: Da wir erst seit wenigen Monaten in diesem fremden Land lebten und weder Einheimische, noch das Land an sich kannten, konnte meine Mutter nicht verstehen, weswegen eine wildfremde deutsche Frau sich so sehr um ihre Kinder kümmerte.
    Wir fuhren also zu unserer Lehrerin und lernten ihre Tochter Eva kennen. Auch für uns war es ungewohnt, jetzt noch „zusätzlich“ unsere Nachmittage bei einer deutschen Familie zu verbringen. Doch mit der Zeit gewöhnten wir uns daran und pflegten eine sehr schöne Freundschaft mit Eva und ihre Freundinnen. Nach 2 Jahren sprachen wir besser Deutsch als die anderen Kinder in unserer Nachbarschaft.

    Weil unseren Eltern das deutsche Schulsystem völlig fremd war, kamen wir nach der Grundschule auf die sich an der gleichen Schule befindenden Hauptschule: In der Heimat gab es dieses Schulsystem nicht. Es gab nur eine Schule für alle Kinder. Und meine Eltern dachten, dass es hier wahrscheinlich genauso ist. Nachdem sie wussten, dass man die Kinder auch auf eine bessere Schule schicken kann, fiel es ihnen schwer, uns jeden Tag alleine mit dem Bus zur Schule zu schicken. Wahrscheinlich kamen diese Bedenken daher, dass sie in der eigenen Heimat keine Sicherheit gefunden hatten und es ihnen schwer fiel zu glauben, dass man diese Sicherheit in Deutschland hatte. Außerdem fiel es ihnen schwer, uns in einen anderen Ort zu Schule zu schicken.

    Einige Monate später mussten wir umziehen. Doch leider war es nun nicht mehr möglich, von der Hauptschule auf die Realschule zu wechseln. Leider kann ich nichts Genaues dazu sagen. Es wurde nur gesagt, dass es nicht mehr möglich und sowieso besser sei, wenn wir weiterhin auf der Hauptschule blieben.

    Im Laufe der Zeit fiel mir der Unterrichtsstoff sehr leicht, und da ich auch gute Noten bekam, fing ich an, mir ernsthaft Gedanken über meine Zukunft zu machen: Ich wollte etwas erreichen, womit ich auch anderen helfen könnte. Und der einzige Weg dahin war ein guter Abschluss.

    In der 7. Klasse dann mussten wir einen vom Arbeitsamt durchgeführten Eignungstest machen, um uns beraten zu lassen, welcher Beruf am besten zu uns passen könnte. In Einzelgesprächen wurde uns das Ergebnis mitgeteilt, danach bekamen wir Tipps, für welche Berufe wir uns später bewerben könnten. Als ich an die Reihe kam, sagte man mir, dass mein Test besser ausgefallen war als der vieler meiner deutschen Klassenkameraden. Auf die Frage, ob ich mir Gedanken über meine Zukunft gemacht hätte, antwortete ich „Ich will studieren!“. Danach entstand eine Weile Stille.

    Nun versuchte man mir zu erklären, dass es vernünftiger sei, mir die Sache mit dem Studieren aus dem Kopf zu schlagen. Doch für mich war das undenkbar. Ich dachte, ich höre nicht richtig: Statt mich zu unterstützen, statt mir zu sagen, was für eine gute Entscheidung ich damit getroffen habe, sollte ich mir Gedanken darüber machen, welche Ausbildung mit einem HAUPTSCHULABSCHLUSS für mich mehr in Frage käme. (Natürlich ging mir auch eine weitere Sache durch den Kopf: Egal, wie sehr ich es drehte und wendete, ICH WAR EIN AUSLÄNDISCHES KIND. Dieser Gedanke kam nicht durch Vorurteile. Denn sowohl einige unserer Schulkameraden, als auch Leute aus unserer Nachbarschaft, hatten uns fühlen lassen, dass wir NICHT WIE SIE waren.)

    Es war inzwischen zu meinem größten Ziel geworden, es bis zum Studium zu schaffen. Da ich nicht locker ließ, versuchte man mich in diesem Gespräch auf die Schwierigkeiten, die mir bevorstanden, hinzuweisen, und mich immer noch für andere Ausbildungen und Berufe zu begeistern. Aber das Ergebnis meines Tests war für mich ein weiterer Ansporn, an meinen Zielen festzuhalten.

    Zwei Jahre später machte ich meinen Hauptschulabschluss als Jahrgangsbeste …

    Wieder zogen wir um. Diesmal fanden wir eine Wohnung im Rhein-Main-Gebiet, bei Darmstadt. Ich wechselte auf die Realschule und musste dadurch die 9. Klasse wiederholen. Da ich auf der Hauptschule außer Englisch keine weitere Fremdsprache gelernt hatte, musste ich jetzt zusätzlich Französisch lernen, um meine Mittlere Reife zu machen. Während dieses Schuljahres ging ich zusätzlich zur Nachhilfe, um mit der Zeit mit meinen Klassenkameraden auf einen Stand zu kommen. Auch mein Abschluss in der Mittleren Reife war ein weiterer Ansporn für mich, weiterhin an meinen Zielen festzuhalten.

    Fortsezung folgt am Sonntag 4. September 2011.

    (Gastautoren: Meryem Bavli & Annette v. Spiegel |  Bild: Meryem Bavli  |  Bildbearbeitung: A. Korkis  |  Quellen: http://de.wikipedia.org )

  • Ergotherapeut/in

    Sie beraten und behandeln Personen, die durch eine Erkrankung, z.B. einen Schlaganfall, oder durch eine Behinderung in ihrer Selbstständigkeit beeinträchtigt sind; auch Kinder und alte Menschen, die beispielsweise motorische Schwierigkeiten aufweisen, zählen 141zu ihren Patienten. Nach einem individuell erstellten Behandlungsplan üben Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen mit ihnen je nach Bedarf z.B. grundlegende Fertigkeiten wie Essen, Waschen, Ankleiden, Schreiben oder Einkaufen. Bei anderen Patienten steht das Training der Grob- und Feinmotorik oder der Orientierungs- und Konzentrationsfähigkeit im Vordergrund. Darüber hinaus üben Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen mit ihren Patienten den Umgang mit Hilfsmitteln und Prothesen, geben Anregungen und Anleitungen zur Gestaltung des Arbeitsplatzes, der Arbeit im Haushalt oder zur Planung des Tagesablaufs. In den Therapieplan beziehen sie stets auch die Angehörigen und das Umfeld der Patienten mit ein. Ziel der Arbeit von Ergotherapeuten und -therapeutinnen ist es, den Patienten durch die Therapie ein möglichst selbstständiges Leben bzw. eine Teilnahme am Arbeitsleben zu ermöglichen. Daneben sind sie auch in der Gesundheitsförderung und Prävention tätig. Hier übernehmen sie beispielsweise Beratungsaufgaben hinsichtlich der Entwicklungsförderung von Kindern. Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen arbeiten in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Gesundheitszentren, Sozialstationen oder auch in speziellen Praxen für Ergotherapie. Ebenso sind sie in Altenheimen, Tages- oder Wohnheimen für Menschen mit Behinderung,  ambulanten  Diensten  sowie  in  Sonderschulen  und  Frühförderzentren tätig. Ergotherapeut/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen oder bei privaten Bildungsträgern.

    Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Daneben  besteht  die  Möglichkeit,  Ergotherapie  an  Fachhochschulen  zu  studieren, teilweise auch in kombinierter Form mit der Berufsfachschulausbildung. Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss. Auch Schüler/innen mit Hauptschulabschluss können aufgenommen werden, sofern sie zusätzlich über eine Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer verfügen. Teilweise muss vor Ausbildungsbeginn die gesundheitliche Eignung durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden.

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika
    Dieser Beruf verlangt Freude am Umgang mit den Patienten! Doch vielleicht bist Du Dir noch nicht sicher, ob dieser Beruf  richtig für Dich ist? Um das heraus zu finden, empfehlen wir Dir den Deutschen Verband der Ergotherapeuten anzusprechen. Dort finden sich sicherlich Ansprechpartner oder Du bekommst einen Hinweis, in welcher Stadt, welcher Anpsrechpartner ist. Durch das Praktikum kannst Du die Tätigkeiten dieses Berufes wesentlich besser kennenlernen. Ein Besuch der Medica ist ein absolutes „muss“. Eine gute Vorbereitung, welche technischen Neuheiten auf den Markt kommen.

    Mehr Informationen zu sammeln schadet ja nicht!

    Welches Gehalt wird Dich als Ergotherapeut/-in erwarten? Hier kannst Du dich darüber informieren!

    Die perfekte Bewerbungsmappe
    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV-Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
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    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung und PlanB
    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Sie müssen nur wissen, wo Sie wirklich hin wollen. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich einen Betrieb in einer anderen Stadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten.  Denken Sie doch auch einmal darüber nach, ob ein Studium für Sie interessant ist.   Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Studieren ohne Abi“ .

    Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten oder im Ausland. Sie sollten sozusagen über den Gartenzaun in die Ferne blicken. Die größten Arbeitgeber in diesen Bereichen sind außerdem die katholische- und evangelische Kirche. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Praktikantin: A.Damayanti Autor: M. Weiss  |  Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle: www.arbeitsagentur.de,  www.dve.info Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV)

  • Elektroniker/in für luftfahrttechnische Systeme

    Sie bauen elektrische und elektronische Anlagen und Geräte in Fluggeräte ein, sorgen für deren reibungslosen Betrieb und warten bzw. reparieren sie. Elektroniker/innen für luftfahrttechnische Systeme verlegen und verbinden dazu Energie-, Signal- und Datenleitungen und montieren Komponenten und Geräte zu luftfahrttechnischen Anlagen und Systemen. Sie installieren Sensorsysteme, Baugruppen der elektronischen Steuerungs- und Regelungstechnik, elektropneumatische und hydraulische Stellgliedersowie Kommunikations-, Radar- und Autopilotanlagen. Die Elektroniker/innen erstellen auch Prüfaufbauten und -systeme. Mit deren Hilfe simulieren sie technische Umfeldbedingungen und erfassen Messwerte bzw. werten diese aus. Darüber hinaus prüfen sie pneumatische, hydraulische, elektrische und elektronische Komponenten und führen Tests im Gesamtsystem durch. Mit Diagnosesystemen und spezieller Testsoftware analysieren sie Störungen und schließen auf Fehlerursachen. Anschließend wechseln sie die betroffenen Komponenten oder Geräteteile aus und dokumentieren die Arbeitsabläufe und durchgeführten Prüfungen. Elektroniker/innen für luftfahrttechnische Systeme sind Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften.Sie arbeiten in Betrieben der Luft- und Raumfahrtindustrie, bei Fluggesellschaften oder bei der Bundeswehr. Darüber hinaus können sie auch in Flugschulen Beschäftigung finden.

    Elektroniker/in für luftfahrttechnische Systeme ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Diese bundesweit geregelte 3 1/2-jährige Ausbildung wird in der Industrie angeboten.
    Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

    1. Ausbildungsjahr:
    735 bis 818
    2. Ausbildungsjahr:
    800 bis 843
    3. Ausbildungsjahr:
    861 bis 917
    4. Ausbildungsjahr:
    891 bis 985
    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u Tipps für die Zukunft, Karriereplanung und Plan B
    oder was Sie beachten können, wenn das Ausbildungsende naht.

    Berufsausbildung in Deutschland – Ausbildung und duales Studium nach G8
    Ausbildung und duales Studium nach G8. 
Die Absolventenzahlen der nächsten Jahrgänge kumulieren sich in einigen Bundesländern so stark, dass es zu Engpäsen in einigen Studienfächern kommen wird. Da ist gute Information besonders wichtig, welche Studiengänge es gibt.

    Information ist alles 
Haut rein! Geht an die Hochschulen, sprecht mit Leuten, die schon das Studienfach belegt haben, auch ein Ranking im Netz hilft zur Einschätzung der Chancen. Und gut ist auch neugeschaffene Studiengänge und ungewöhnliche näher unter die Lupe zu nehmen. Vieles ist heute möglich in Kooperation mit Unternehmen. So gelingt Euch der Einstieg in die Praxis besonders leicht, da betriebliche Abläufe mit in den Studienablauf eingebunden werden. Im vorliegenden Mentoring4u TV-Ratgeber stellen wir Euch zunächst drei weltweit operierende Unternehmen vor.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika

    Bevor Du diesen Beruf erlernst, solltest Du zuerst Dir sicher sein, dass die Tätigkeiten des Arbeitsgebiets Dir Spaß machen werden.

    An deiner Stelle würde ich beispielsweise bei Fluggesellschaften nachfragen, ob die Möglichkeit besteht, ein Praktikum zu absolvieren. In der IATA sind fast alle Fluggesellschaften der Welt organisiert. Praktische Erfahrungen zu machen, kann Dir helfen diesen Beruf näher kennenzulernen.

    Es wird sich lohnen sich hier weiter zu informieren oder bei den Verbände wie Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie eV., BBAL – Bundesverband der Betriebe der Allgemeinen Luftfahrt e.V. anzurufen und nach dem richtigen Ansprechpartner zu fragen.

    Das Flugmuseum Wiener Neustadt wird Dir jedenfalls gefallen. Doch leider zu weit?
    Du hast auch die Gelegenheit das Luftfahrtmuseum Hannover-Laatzen zu besuchen.

    Die perfekte Bewerbungsmappe

    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV-Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung
    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Das kann auch ein Privatflugplatz oder eine private Fluggesellschaft in Ihrer Nähe sein, manchmal werden auch dort Fachkräfte mit Ihrem Profil gesucht. Hamburg, Darmstadt, Bremen und Toulouse sind beispielsweise interessante Städte, in denen Fachkräfte mit Ihrem Format gesucht werden. Sie müssen nur wissen, wo Sie wirklich hin wollen.  Gerade hier bietet es sich an noch eine Runde über eine Universität zu drehen, damit können Sie sich selbst noch einmal unter Beweis stellen. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Studieren ohne Abi“ . Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten. Sie sollten sozusagen über den Gartenzaun in die Ferne blicken. Es kann auch in 500 km Entfernung ein interessanter Betrieb liegen. Aktiv bewegen, müssen Sie sich allerdings selbst. Seien Sie flexibel. Ganz besonders wichtig ist dann Ihre Argumentation. Überlegen Sie sich im Voraus gut, warum Sie wechseln möchten.

    Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Praktikantin: A.Damayanti Autor: M. Weiss  |  Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle: www.arbeitsagentur.de,  , www.bdli.de, www.bbal.de, www.luftfahrtmuseum-hannover.de, Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV)

  • Eisenbahner/in im Betriebsdienst – Fachrichtung Fahrweg

    Sie arbeiten im Stellwerk, wo sie Zugmeldungen abgeben und annehmen, Weichen und Signale einstellen und Bahnübergänge sichern. Bei Störungen und gefährlichen Ereignissen sperren Eisenbahner/innen im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg bestimmte Gleise oder veranlassen Nothalte. Daneben rangieren sie Züge und sorgen dafür, dass die richtigen Wagen in der richtigen Anzahl an die jeweiligen Loks angekoppelt sind. Außerdem führen sie Zugfahrten und Fahrten in Kleinwagen (z.B. Montagewagen) durch. Im Bereich Transportdisposition und -abwicklung beraten sie auch Kunden. Hauptsächlich arbeiten Eisenbahner/innen im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg bei Schienennetzbetreibern im Personen- und Güterverkehr und Unternehmen zum Betrieb von Zugsicherungssystemen. Darüber hinaus sind sie bei Gleisbauunternehmen in der Baustellensicherung tätig.

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u Tipps für die Zukunft, Karriereplanung und Plan B
    oder was Sie beachten können, wenn das Ausbildungsende naht.

    Berufsausbildung in Deutschland – Ausbildung und duales Studium nach G8
    Ausbildung und duales Studium nach G8. 
Die Absolventenzahlen der nächsten Jahrgänge kumulieren sich in einigen Bundesländern so stark, dass es zu Engpäsen in einigen Studienfächern kommen wird. Da ist gute Information besonders wichtig, welche Studiengänge es gibt.

    Information ist alles 
Haut rein! Geht an die Hochschulen, sprecht mit Leuten, die schon das Studienfach belegt haben, auch ein Ranking im Netz hilft zur Einschätzung der Chancen. Und gut ist auch neugeschaffene Studiengänge und ungewöhnliche näher unter die Lupe zu nehmen. Vieles ist heute möglich in Kooperation mit Unternehmen. So gelingt Euch der Einstieg in die Praxis besonders leicht, da betriebliche Abläufe mit in den Studienablauf eingebunden werden. Im vorliegenden Mentoring4u TV-Ratgeber stellen wir Euch zunächst drei weltweit operierende Unternehmen vor.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika

    In diesem Beruf wird nicht nur Deine Konzentrationsfähigkeit gefragt. Die Arbeiten eines Eisenbahner/in im Betriebsdienst (Fachrichtung Fahrweg) erfordern höchste Präzision und Sorgfalt.

    Falls Du dir nicht sicher bist, dass Deine Interessen und Fähigkeiten in diesem Beruf liegen, wäre es ratsam ein Praktikum in diesem Beruf zu absolvieren.

    Hierfür gäbe es mehrere Anhaltspunkte. Zum einen wäre da die EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft) und zum anderen die Allianz pro Schiene bei denen man sich ausgiebig informieren kann. Die jährliche Messe InnoTrans ist hier ebenfalls zu erwähnen. InnoTrans ist eine internationale Fachmesse für Verkehrstechnik.

    Für historische Erlebnisse der Eisenbahngeschiche sorgen Eisenbahnmuseen die zu genüge in jedem Bundeslang Deutschlands vertreten sind.

     „Eisenbahner/in im Betriebsdienst“ wurde bereits vorgestellt. Hier finden Sie sicherlich weitere Möglichkeiten an wen Sie sich wenden können.

    Die perfekte Bewerbungsmappe

    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV-Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung
    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Auf jeden Fall haben Sie sich für einen Beruf entschieden, der unglaubliche Vorteile bietet. Die Transportbranche bietet eine Menge interessanter Möglichkeiten, aber auch in dem großen Neztwerk der Privatbahnen oder der Nahverkehrsbetriebe in Deutschland gibt es interessante Stellen für Sie. Sie müssen nur wissen, wo Sie wirklich hin wollen.  besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten. Sie sollten sozusagen über den Gartenzaun in die Ferne blicken. Es kann auch in 259 km Entfernung ein interessanter Betrieb liegen. Aktiv bewegen, müssen Sie sich allerdings selbst. Seien Sie flexibel. Ganz besonders wichtig ist dann Ihre Argumentation.

    Überlegen Sie sich im Voraus gut, warum Sie wechseln möchten. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Nach Beendigung der Lehrzeit, stellen Sie fest, dass Sie den richtigen Job ausgewählt haben. Sie fragen sich, ob die Aufstiegschancen mit einem Studium noch besser sind. Prüfen Sie die, für Sie in Frage kommenden Studiengänge. Unter welchen Vorraussetzungen Sie studieren können lesen Sie in unserem Artikel „Studieren ohne Abi“ . 

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Praktikantin: A.Damayanti Autor: M. Weiss  |  Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle: www.arbeitsagentur.de, www.evg-online.org , www.allianz-pro-schiene.de, www.innotrans.de, Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV)

  • „Hier bin ich Mensch, hier darf ich (’s) sein“ (?) Teil 4


    (ein typischer Flüchtlings-Weg von Afghanistan nach Deutschland)

    Siehe hierzu auch:

    www.ardmediathek.de, www.tagesschau.de ,     http://www.wdr.de/tv/weltweit/sendungsbeitraege/2010/0914/index.jsp ,

    http://www.neon.de/kat/sehen/politik/236524.html

    Über ein Jahr ist mittlerweile vergangen, und sie leben noch immer in Heimen, auf die sie ohne Rücksicht auf Freundschaften verteilt worden sind. Zum Teil ringen sie mit Depression, Aggression, Schlaflosigkeit, Alkoholkonsum, der Idee aufzugeben und zurückzukehren – und ab und zu auch mit der Idee und der Hoffnung, hier vielleicht doch eine Zukunft zu haben. Vielleicht.

    Ich beschreibe es bewusst so.

    Ein Arzt, mit dem ich über diese Dinge sprach, sagte, das sei normal. Und dass es manchmal gut sei, einfach ab und zu mit ihnen zu tanzen, weil schon das etwas Lebenskraft zurück bringen kann. Manchmal. Er muss es wissen: Er ist selbst Iraner im Exil, hat aber das Glück, seinen Beruf hier ausüben zu dürfen. Er ist sogar Lehrarzt.

    Für mich war sehr schmerzhaft mitzuerleben, wie diese pfiffigen, glücklichen  jungen Leute angesichts der sich über so viele Monate dahinschleppenden Entscheidungswege der Behörden ihren Schwung verloren. Sie haben viel ausgehalten und verharren nun in dieser offenbar nicht enden wollenden Slow-Motion-Situation. Irgendwann ist die Kraft einfach weg …

    Weil sie nicht wissen, ob sie bleiben können. Weil sie keine Arbeit annehmen dürfen. Weil sie aufs Neue Freundschaften aufgeben mussten, wenn sie in ein anderes Heim verlegt wurden. Manchmal sogar von heute auf morgen. Manchmal, während der Freund auf einem Ausflug war, und man konnte nicht mehr tschüss sagen.
    Es wundert mich nicht, wenn sie irgendwann abschalten und nach dem Sprachkurs nur noch im Bett liegen und schlafen. Und abends trinken. Und die Familie vermissen oder die Freundin, mit der man im Iran schon 3 Jahre zusammen war, die man heiraten möchte. Der man immer noch nichts sagen kann. Die droht, sich umzubringen, wenn es nicht bald eine Entscheidung gibt über ihr Leben und seines. Die Familie, die Druck macht, dass man endlich was zustande bringt.

    Es sind junge Männer, die zuvor schon jahrelang berufstätig gewesen waren und –  sofern sie denn noch irgendwo Familie haben – etwas zu deren Unterhalt beitragen konnten. Ein sehr wichtiger Status gerade in ihrem Kulturkreis.

    Ich war sehr überrascht, dass Hamid schon in seiner 5. Woche hier in Deutschland die Begriffe „Penner“ und „asozial“ kannte und mir erläuterte, dass er sich genau so fühlt, weil ihm der Staat alles bezahlt und er selbst nichts beitragen kann. Er schämte sich, und das ist diesen Jungs bis heute gemein.

    Es hat sich eine Resignation eingestellt, die auch nicht verschwindet, wenn sie schließlich ihre Pässe mit eingeschränktem Aufenthaltstitel erhalten: Die Luft ist raus, zu sehr haben sie sich daran gewöhnt zu schlafen, rumzuhängen, nichts zu tun zu haben und irgendwie auch nichts mehr zu wollen.

    Wieder haben wir Sommer, und diesmal ist Lehrstellen-Vermittlung angesagt. Mädchen werden den Arzthelfer- und Hauswirtschafts-Tätigkeiten zugeführt, Jungs werden Verkäufer. Ungeachtet ihrer Begabungen und Interessen, wie ich sehe, und es scheint, als finde auch keine Aufklärung über das breite Angebot an Lehrberufen statt:

    So machte Alireza ein Praktikum als Verkäufer und fühlte sich unwohl, denn er ist ein zurückhaltender junger Mann. Nicht schüchtern, aber zurückhaltend. Er lernte recht schnell Deutsch, spricht von sich aus aber wenig, auch wenn er unter seinen Landsleuten ist. Warum steckt man so jemanden in eine Tätigkeit, die ein gewisses Maß an Extrovertiertheit bedarf?!


    (Annette von Spiegel)

    Als ich ihn fragte, was er gern machen würde, wenn er alle Möglichkeiten hätte, sah er mich fragend an und hob die Schultern: „Vielleicht Baustelle? Das habe ich im Iran gemacht.“ Ich fragte, ob ihm das gefallen habe. „Nein … aber es geht.“ Und nach einer Pause „Ich weiß nicht, was ich in Deutschland lernen kann. Baustelle geht, oder?“

    Nach meinem Kenntnisstand wird Alireza in den nächsten Wochen anfangen, den Beruf des Maler/Lackierers zu lernen. Javad wird wohl Friseur oder Pizzabäcker – und was Hamid treibt, der so gern Chirurg werden wollte, weiß ich nicht.

    Man hat meine Ex-Schüler hier aufgenommen und versorgt. Und ich danke aufrichtig dafür, denn es sind wunderbare junge Menschen. Und ich weiß, dass nicht jeder Staat so etwas tut! Sie wurden nicht ins Gefängnis entsorgt oder in die Gosse, und abgeschoben wurden sie auch nicht. Aber es macht mich unglücklich, dass diese einst so motivierten jungen Leute, die den steinigen Weg bis zu uns geschafft, die unsere Schrift und Sprache gelernt haben, einfach so abgewickelt werden.

    Ich wünsche ihnen von Herzen alles Gute!

    Sie haben Teil 1, Teil 2 und Teil 3 verpasst? Keine Problem klicken Sie sich rein.

    (Gastautor: Annette von Spiegel  |  Bilder: Annette von Spiegel  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • Edelsteinschleifer/in mit Karriere im Ausland, PlanB


    Edelsteinschleifer/innen  wählen  Rubine,  Saphire  und  Smaragde  bzw.  Topase  und Türkise als Rohsteine aus. Um sie in die passende Größe zu bringen, spalten sie die Steine und sägen sie zu. Dabei achten sie darauf, ob Einschlüsse oder Risse in den Steinen  sind,  denn  diese  können  sich  auf  die  Gestaltungsmöglichkeiten  auswirken. Schließlich schleifen, facettieren und polieren sie die Steine in der jeweils geeigneten Technik – in der industriellen Verarbeitung mit computergesteuerten Maschinen – und behandeln ihre Oberfläche. Sie beraten und bedienen auch Kunden. Hauptsächlich arbeiten Edelsteinschleifer/innen in der industriellen Schmuckwaren- herstellung  sowie  in  handwerklichen  Edelstein-  und  Schmuckwerkstätten.  Darüber hinaus sind sie in Werkstätten von Schmuckateliers und Juweliergeschäften tätig. Edelsteinschleifer/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird in handwerklichen und industriellen Unternehmen der Edelstein- und Schmucksteinbearbeitung angeboten.

    Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:
    € 797 1. Ausbildungsjahr:
    € 843 2. Ausbildungsjahr:
    € 917 3. Ausbildungsjahr:

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u Tipps für die Zukunft, Karriereplanung und Plan B
    oder was Sie beachten können, wenn das Ausbildungsende naht.

    Mentoring4u: Karriereplanung und PraktikaIn diesem Beruf wird nicht nur Deine Kreativität gefragt.  Die Arbeit als Edelsteinschleifer erfordert vor allem Spaß an Feinarbeit, Sorgfalt  und Geduld.

    Bist Du Dir sicher, dass  Deine Interessen und  Fähigkeiten in dieser handwerklichen Arbeit liegen?

    Idar-Oberstein und Pforzheim sind die Schmuckzentren in Deutschland. Natürlich findest Du auch in Deiner Stadt eine Menge Juweliere, aber nicht jeder bildet in diesem speziellen Beruf aus. Ruf einfach mal an, vielleicht wird Dir ja spontan ein freiwillige Praktikumsplatz angeboten.

    Eine weitere Möglichkeit wäre zum Beispiel, dass Du an einem Seminar teilnimmst! Anhand der theoretischen Anweisungen von den Fachleuten und aus den praktischen Beispielen des Arbeitsfeldes kannst Du die berufliche Tätigkeiten eines/-r Edelsteinschleifers/-in  näher kennenlernen.

    Das Elztalmuseum zu besuchen wird sich lohnen, um  Dir weiter zu helfen, herauszufinden, ob dieser Beruf zu Dir passt!

    Ähnliche Berufsbilder bei uns: Edelmetallprüfer/in, Edelsteinfasser/in ,  Designer/in – angewandte Formgebung, Schmuck und Gerät, Edelsteinschleifer/in und  Diamantschleifer/in oder einfach den Begriff, den Du bei uns sucht in die Suchzeile eingeben.  Google doch auch mal nach  Dorf der Edelsteinschleifer.

    Die perfekte Bewerbungsmappe

    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV-Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung und PlanB
    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Sie müssen nur wissen, wo Sie wirklich hin wollen. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich einen Meisterbetrieb in einer anderen Stadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten.  Gerade hier bietet es sich an noch eine Runde über eine Universität zu drehen, damit können Sie sich selbst noch einmal unter Beweis stellen. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Studieren ohne Abi“ . Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten. Sie sollten sozusagen über den Gartenzaun in die Ferne blicken.

    Sie sprechen mindestens eine weitere Sprache. Da macht es Sinn, sich auch mal die Fundorte der Edelsteine in Birma, China, Indien, Sri Lanka Pakistan, Afghanistan, Kenia und Tansania u. a. zu besuchen.  Es kann auch in 5.000 km Entfernung ein interessanter Betrieb liegen. Aktiv bewegen, müssen Sie sich allerdings selbst. Seien Sie flexibel. Ganz besonders wichtig ist dann Ihre Argumentation. Überlegen Sie sich im Voraus gut, warum Sie wechseln möchten. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Praktikantin: A.Damayanti Autor: M. Weiss  |  Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle: www.arbeitsagentur.de,cms.naheland.net  ,  www.elztalmuseum.de Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV)

  • „Hier bin ich Mensch, hier darf ich (’s) sein“ (?) 1.Teil

    „Hör mal, hättest du nicht Lust, unsere jugendlichen Flüchtlinge zu unterrichten?“
    Klar hatte ich Lust. Und ich war sehr gespannt, was mich erwartete, denn ich hatte noch nie mit Flüchtlingen gearbeitet und wusste eigentlich nur – so war es mir gesagt worden – dass es sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge handelt, junge Männer aus Marokko, Afghanistan, Pakistan, erst seit kurzem in Deutschland.

    Nach meinen Erfahrungen mit den Mädchen in einer anderen Einrichtungund mit den üblichen Berichten aus Berliner Brennpunkt-Schulen im Kopf machte ich mich auf allerhand gefasst.

    Und schäme mich heute dafür!

    Aber von Anfang an:
    Laut UNO „waren [2008] weltweit insgesamt 42 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung, gewaltsamen Konflikten, Krieg, und Menschenrechtsverletzungen.“  – welchen Anteil daran Minderjährige haben, kann ich nicht sagen. Aber auch sie machen sich aus verschiedensten Gründen auf den Weg ins Ausland, ins Ungewisse, in eine Hoffnung auf eine andere Zukunft.

    Frankfurt am Main hat einen ziemlich großen Flughafen, weltweit gesehen ist er sogar auf Platz 9, er wird auch „Drehkreuz Europas“ genannt wird. Obwohl hier nebst Köln/Bonn auch die meisten Abschiebungen aus Deutschland erfolgen, ist dieses Drehkreuz sicherlich einer der Gründe, warum viele Flüchtlinge hier – im wahrsten Sinne des Wortes – landen.

    Zunächst erfolgt die Erfassung durch den Bundesgrenzschutz, danach geht es weiter in ein zentrales Erstaufnahme-Heim. Wochen später dann werden sie auf Folgeeinrichtungen in ganz Hessen verteilt. Das Warten auf eine Entscheidung über Abschiebung oder Aufenthalt beginnt …Währenddessen gibt es neben Deutsch-Unterricht und Ausflügen optional auch einen Computer-Kurs – damit die Neuankömmlinge mit Familie und Freunden kommunizieren, sich über die aktuelle Lage in der Heimat informieren können und letztlich auch, um sie auf einen etwaigen Bewerbungs-Prozess bzw. gewerbliche Tätigkeit in Deutschland vorzubereiten.

    Und das war mein Job.

    10 TeilnehmerInnen sind es pro Klasse, das ist nicht viel. Sie kommen aus Mauretanien, Somalia, Uganda, …….
    Weiter geht’s am 26. August

    Sie haben Teil 2, Teil 3 und Teil 4 verpasst? Keine Problem klicken Sie sich rein.

    (Gastautor: Annette von Spiegel  |  Bilder: Annette von Spiegel  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)