Eine Dokumentation der aktuellen Ereignisse aus der Zentralafrikanischen Republik.
Gordon Finkbeiner, ein Mentor des „Haus der Mentoren gemeinnützige GmbH“ direkt aus Bangui
Zuerst einmal entschuldige ich mich für die lange Zeit ohne Kontakt. Die Geschehnisse der letzten Monate haben es mir nicht erlaubt, mich unserem ursprünglichen Vorhaben zu widmen.
Seitdem wir das letzte Mal telefonischen Kontakt hatten, ist viel passiert.
Am Tag darauf mussten wir die Evakuierung unseres Teams aus einem unserer Projekte im Norden des Landes (N`délé) aus Sicherheitsgründen (erhöhtes Entführungsrisiko) einleiten.
Die Zufuhr an Medikamenten und anderen Mitteln sah sich häufig durch Gefechte unterbrochen. Interkonfessionelle Gewalttaten nahmen schnell überall im Lande zu, und mündeten in dem misslungenem Versuch einer gewaltsamen Machtübernahme durch die Attacke auf Bangui am 5. Dezember 2013. Seitdem befinden wir uns im totalen Ausnahmezustand.
Eine kleine Randnotiz kann die Lage des 5. Dezembers und der darauffolgenden Tage hoffentlich zumindest teils darstellen:
Ich, der ich ja nur als Finanzkoordinator hier in Bangui tätig bin, musste selber mit anpacken, und als Hilfslogistiker das zentrale Krankenhaus mit Notzelten beliefern, während dieses von der massiven Aufnahme von Schuss- und Macheten-verwundeten komplett überflutet wurde. Die Ansicht der angehäuften Leichen vor der Leichenhalle werde ich noch einige Zeit mitnehmen.
Bild: Simone_Schlindwein_CAR_Bangui_2013-05
Ich habe einen Artikel beigefügt, den ich für unsere internationale Webseite verfasst habe, in einer der Nächte, in denen es schwer war, Schlaf zu ergattern weil unweit wieder Granatenexplosionen und Gewehrschüsse einen nicht zu dazu kommen liessen.
Ich werde jetzt leider nicht mehr zu unserem Vorhaben „Mentoren für Bangui“ kommen. Es wäre auch, leider, jetzt keiner dafür zu haben.
Bild: Sia Kambou_AFP_Getty Images
Alle Institutionen, die, wenn überhaupt, auf Mindestservice liefen, sind zur Zeit total stillgelegt. Häufig weil ein Großteil des Personals noch irgendwo auf der Flucht ist.
Alle jungen Menschen hüten sich, ihre Häuser oder anderen Zufluchtsorte zu verlassen, da sie die ersten Zielscheiben sind, Kinder inklusive.
Dies belegt den Grad der Grausamkeit.
Inzwischen ist der einstige Präsident und Rebellenführer zum Abgang bewegt worden, und heute kamen erstmals wieder Hoffnungen auf.
Zum allerersten Mal wurde eine Frau zur Übergangspräsidentin gewählt , die das Land wieder vereinen und nach repektablen Wahlen organisieren soll.
Wir haben lange überlegt, ob wir diesen Artikel veröffentlichen. Das ist die Situation und es wird nicht dadurch besser, dass man es verschweigt. Die Menschen in der Zentralafrikanischen Republik benötigen Unterstützung – auch von außen.
Title: "Abwehrhaltung" skyla80 / photocase.com
There’s no more putting it differently now: this is a state of war.
All-out open warfare, including heavy guns and mortars, randomly flaring up in different parts of the city, helicopters continuously circling above, explosions which cut your digestion. If during the early days of the French troops‘ arrival an apparent and hopeful calm had settled, this has now been replaced by a state of total confusion as to who is battling whom: ex-Seleka rebels, the anti-Balaka militia, the French troops, the African multinational peacekeepers composed of Congolese and Burundians, and their often feared Chadian colleagues, often perceived as not being neutral.
People are desperate,
huddling up in tens of thousands at religious compounds or the improvised internal-displaced camp at the airport. 127.000 people so far have left their homes in Bangui alone, the number keeps increasing daily. One of my staff members spent over a week with his family inside a church trying to sleep on the floor together with 6.000 others. Several other staff members cannot return to their homes without risking their lives, resorting to improvised stays elsewhere or hiding and sleeping in the bush, some have lost relatives. The residence of Cameroon’s ambassador, a mere 100 metres from where we are staying, is filled up with more than 1.000 nationals trying to get out of the country after a few of their countrymen here were slaughtered. A group of Chadian civilians were attacked while trying to leave the city northward probably attempting to regain Chad. 47 of them were massacred, including women and children. We are currently trying to evacuate one other national because he won’t be safe here anymore. I do not expect him to come back.
Money and supplies
are starting to become a problem as banks and shops are obviously closed. Needless to say, Christmas never happened. Schools, which before the attack of December 5th had finally found a certain regularity in remaining open and being attended, have been closed since, totalling less than 4 months open this year. You keep seeing entire families on the road, pushing a cart with their entire belongings, or those they could fetch, to some safer place, leaving their home behind knowing it will most probably be pillaged, destroyed or both.
The current outlook
is grim, but also utterly unpredictable. We went from seeing corpses with slit throats lined up by the dozens, to almost normality and back to hiding from bullets again, in a matter of 2 weeks. The current tension and feelings of hatred and vengeance will be hard to ever reconcile.
The good news is
we have a great team in place and are currently, in addition to the massive regular projects elsewhere in the country (hospitals plus their respective regional coverage), running and assisting two more here in Bangui giving life-saving assistance, as well as supporting the several camps of displaced people and fighting potential measles and cholera outbreaks. All this with the obvious and also the unforeseeable difficulties, risks and sometimes even threats surrounding the mission.
You could almost say we are doing little miracles here.
(Gastautor: Gordon Finkbeiner 27 December 2013 at 01:44 / Fotos: „Abwehrhaltung“ , „Glücksgefühl“ skyla80 / Fotobearbeitung: M. Weiss/ Quelle: photocase.com)
Neue Initiative, neue interessante Gesprächspartner. Lernen Sie einen jungen Trick-Filmemacher aus Kamerun kennen.
Robert Atangana aus Kamerun
Nach einer harmonischen und erlebnisvollen Kindheit und Schulzeit vorwiegend in ein paar afrikanischen Dörfern, entschloss ich mich nach Deutschland zu fliegen, um Visuelle Kommunikation zu studieren.
Ein Vorhaben voller Risiko, denn erstens hat es in Kamerun einen solchen Fachbereich noch nie an Hochschulen gegeben, zweitens die Zukunftsaussichten in Kinderfilm-Geschäft in Afrika waren bisher auch nicht von großem Interesse und drittens war es ebenso ungewöhnlich an einer deutschen Hochschule, einen Studenten aus Afrika, der sich für ein Trickfilm-Studium interessiert anzutreffen. Normalerweise studieren meine Altersgenossen Maschinenbau, Elektrotechnik oder Germanistik.
Ich glaube, ich habe mit der afrikanischen Kinderfilm Produktion eine Marktlücke gefunden. Das Interesse und die Nachfrage nach afrikanischen Produktionen wächst weltweit. Die Internationalität und Interkulturalität der Stadt Kassel ermöglichten die Umsetzung meines Traumes. Ein Kinder Film Festival: AFRIKIKAS!
Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) vom 26.11.2009
Ich möchte mit meinem Studium hier in Europa, die Digitalisierung der afrikanischen mündlichen Tradition mit vorantreiben und unterstützen.
Die Idee die Kinderfilmtage Kassel (AFRIKIKAS) am kommenden Herbst zu veranstalten, erregte bereits große Begeisterung. Zu den zahlreichen Förderern gehören Prominente wie z. B. Manu Dibango; Institutionen; Organisationen. Ganz besonders habe ich mich über das Engagement der Stadt Kassel gefreut. Gespannt erwarten die Zuschauer die Vorführungen der AFRIKIKAS im Herbst 2014. Ich würde mich freuen, wenn ich durch diesen Gastbeitrag weitere Sponsoren und Zuschauer für dieses spannende und vielseitige Kinder-Film-Projekt finde. Machen Sie mit und melden Sie sich bei der Redaktion von Mentoring4u unter dem Stichwort: AFRIKIKAS
Robert Atanganas Wahlspruch: „Die Zukunft wird uns schon sagen, ob es sich gelohnt hat diesen Weg zu gehen.“
Das Haus der Mentoren gGmbH hat mit dem Martinstag 2013 eine neue Initiative gestartet. Wir unterstützen mit unserem Mentoren-Netzwerk afrikanische Studenten vor Ort oder in Ihrer neuen Heimat. Die Voraussetzung für eine Teilnahme an dem Programm finden Sie hier.
(Gastbeitrag: Robert Atangana / Bearbeitung: M. Weiss / Quelle: www.studiobasso.de Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) )
Der Rugby-Verband Baden-Württemberg (RBW) mit der Hochburg Heidelberg, in der um 1850 zum ersten Mal auf deutschem Boden der ovale Rugbyball gepasst wurde, nimmt gegenwärtig im rund 14 000 Mitglieder starken Deutschen Rugby-Verband (DRV) eine Ausnahmestellung ein. Aufgrund einer langjährigen planvollen Jugendarbeit der 20 Mitgliedsvereine in Heidelberg, Karlsruhe, Bühl, Freiburg, Lörrach, Konstanz, Ravensburg, Rottweil, Stuttgart, Pforzheim, Heilbronn und Neckarsulm und der planvollen Nachwuchsförderung des RBW sind die Auswahlmannschaften des Verbandes sehr erfolgreich.
In den letzten vier Jahren haben die U16- und U18-Landesauswahlen Baden-Württembergs bei den deutschen Meisterschaften im traditionellen Fünfzehnerrugby und im olympischen Siebenerrugby sämtliche Titel gewonnen. Erfolge feierten die von der SAS Institute GmbH, der SNP AG, McDonald’s, den Stadtwerken Heidelberg und dem Land Baden-Württemberg geförderten Jungen auch bei internationalen Turnieren in Cambridge, Strasbourg, Lyon und Paris, wo vordere Plätze beim alljährlichen Tournoi des Capitales de Rugby (mit dem Nachwuchs aus London, Dublin, Cardiff, Edinburgh, Rom, Bukarest, Moskau, Johannesburg, Auckland, Sydney, Vancouver, Tokio und Buenos Aires) belegt wurden.
Ein besonderes Augenmerk legt der Ausbilderstab um den hauptberuflichen Landestrainer Jan Ceselka auf die Förderung der Mädchen unter 15 Jahren, die ebenfalls in internationalen Vergleichen erprobt werden. Der RBW hat 2013/14 acht Mannschaften in den 1. und 2. Bundesligen der Männer und drei Teams in der 1. Liga der Frauen. Auswahlspielerinnen und Auswahlspieler des RBW stellen rund 80 Prozent aller deutschen Rugby-Nationalspieler.
Wenn du ein Schiff bauen willst, rufe nicht die Menschen zusammen um Aufgaben zu verteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen Meer. (Antoine de Saint-Exupery)
Geben Sie doch einfach mal „Karriere“ in die Suchfunktion von Mentoring4u ein. Sicherlich finden Sie dabei eine interessante Auswahl von zielführenden (vergangenen) Veranstaltungen und Berufen. Viele Spaß bei der Wahl nach dem richtigen Ausbildungsberuf!
(Lieblingsspruch von unserem Leser W. Graf. / Bild: nerv_artikel Lia* | Quelle photocase.de / Weitere Informationen zu dem französischem Schriftsteller und Pilot Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint-Exupéry finden Sie hier: de.wikipedia.org/wiki/Antoine_de_Saint-Exupéry)
Wer die Freiheit aufgibt,
um Sicherheit zu gewinnen,
wird am Ende beides verlieren.
(Benjamin Franklin 1706-1790 US-Staatsmann, Ökonom und Naturforscher)
Wir starten im Januar 2014 mit dieser neuen Rubrik. Wir freuen uns, wenn Sie lieber Leser/in Spaß daran haben, diese in Ihrem Sinne zu kommentieren.
Senden Sie Ihre Kommentare oder die Sprüche, die Sie am liebsten lesen bitte an:
ZDF-Umweltdokureihe „planet e.“ über schlafraubende Schadstoffe
Eigentlich soll das Schlafzimmer ein Raum der Erholung sein. Doch gerade dort geht es gefährlich zu. Baubiologen, Umweltmediziner sowie ein Matratzentester zeigen am Sonntag, 5. Januar 2014, 14.45 Uhr, in der ZDF-Umweltdokureihe „planet e.: Gefahr im Schlafzimmer“, wo die Gefahren lauern.
So wie man sich bettet, so liegt man, sagt der Volksmund. Keine schöne Vorstellung. Zumindest nicht, wenn viele von uns nach Meinung von Experten auf Millionen von Milben beziehungsweise einem Haufen Milbenkot schlafen. Im Schnitt befinden sich zwei Millionen Milben in einer Matratze.
Vor allem in Bettwäsche, Matratzen und Möbeln befinden sich zudem häufig chemische Stoffe wie Formaldehyd, Lösungsmittel, UV-härtende Lacke oder Weichmacher, die uns krank machen können. Heute ist diese Erkrankung (MCS) von den Krankenkassen anerkannt. Etwa zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung zeigen die Symptome – Tendenz steigend.
Ich wünsche den jungen Leuten für 2014 Kraft ihre Träume zu verwirklichen, Menschen an ihrer Seite die zu ihnen stehen, Mut machen, kritisch sind, fordern und fördern.
Ich ermutige alle, ob Jung oder Alt – sich für ihre Ziele einzusetzen und dabei den Nachbarn nicht zu vergessen. Niemand ist für sich alleine stark