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  • 2571 – Wettbewerbsbeitrag „Junge Redaktion“ 01/13

    Die Autorin: Valeria Wildner

    20. August 2571

    Ich heiße C884, ich bin ein Roboter.

    Das sage ich euch nur, weil ich weiß, dass zuvor Menschen die Welt bewohnt haben und wer weiß was in der Zukunft sein wird. Auf jeden Fall heute sind wir alle Roboter.

    Alle gleich, alle grau, alle gegeneinander.

    Das Einzige, das wir machen (und ich auch bis zum letzten Jahr), ist produzieren und verbrauchen. Kaufen und wegschmeißen. Niemand hat Gefühle, außer Hass. Man hat keine Zeit um froh zu sein, keine Zeit eine Familie zu haben. Man ist einsam.

    Es war der 15. September 2570. Es regnete und plötzlich sah ich ein Mädchen, die einer alten Frau helfen wollte. Sie fragte die alte Frau, ob sie unter ihrem Regenschirm laufen wolle, da sie keinen hatte. Die alte Frau schrie: „Lass mich!“ und lief böse weiter. Die anderen Roboter, die auch da standen, schauten das Mädchen ebenfalls böse an und liefen weiter. Plötzlich kamen aus den Augen des Mädchens Tränen. Ich hatte nie so etwas gesehen, aber sie schien traurig zu sein.

    In diesem Augenblick ist mit mir etwas passiert. Etwas in meinem Inneren hat mich dazu getrieben, etwas ganz Verbotenes zu tun. Ich redete sie an:

    „Hallo, es tut mir leid, was ihnen passiert ist, aber sie sollten nicht traurig sein“.

    Sie war überrascht und lächelte: „Sie haben keine Schuld, trotzdem Danke. Wer sind sie?“

    „Ich heiße C884, aber ich finde den Name Giosué viel schöner. Er ist ganz alt, das habe ich

    einmal in einem Buch gelesen…“.

    „Hallo Giosué, dann leben sie seit mehr als zwanzig Jahren, damals konnte man noch Bücher lesen.“

    So fingen wir an zu reden und sie erzählte viel über sich: sie hieß D108, aber sie liebte den Namen Helena, sie mochte nicht viel in unserer Gesellschaft. Ihr Geheimnis war, dass sie alles, was verboten war, trotzdem machte und dass sie viel, das es in unserer Kindheit gegeben hatte, behalten hat. Sie hatte noch ein Buch und sie schrieb Gedichte, sie hörte Klassische Musik und sie hatte einen Traum: „Ich möchte in einer anderen Welt oder in einer anderen Zeit leben. Ich möchte frei sein und alles sagen können, was ich denke, alle sollten das können! Ich möchte den Leute helfen und glücklich sein!“.Während sie das sagte, leuchteten ihre Augen und das schwöre ich: ich hatte nie so etwas Schönes gesehen. Leider musste sie gehen, aber ich wollte sie wiedersehen, deshalb machten wir ein Treffen für den nächsten Tag aus.

    Am nächsten Tag kam sie aber nicht. Und an den Tagen danach auch nicht. Ich sah sie nie wieder.

    Aber diese Begegnung hat mich verändert.

    Ich ging nicht mehr arbeiten und fing ich an, um mich herum mehr zu schauen, und nicht alles für Recht hinzunehmen. Ich fing an zu träumen. Ich suchte jemand oder etwas, das wirklich für mich wichtig sein könnte. Ich suchte einen Grund zu leben. Ich fing an, in der Welt herumzugehen, ich wollte mit den Leute reden, um ihnen die Augen auf zu machen, wie Helena meine aufgemacht hatte. Aber alle hatten Angst vor mir und hörten mir nicht zu. Auch meine Bekannten, zuerst lachten sie mich aus, dann entfernten sie sich, dann bekam ich Strafen und Drohungen von der Polizei und von der Regierung.

    Ich war zu einer Gefahr für die Gesellschaft geworden und entweder hörte ich auf oder mit mir würde etwas Schlimmeres passieren.

    Ich ging weiter.

    Aber heute rief mich die Polizei an und ich habe schon alles verstanden. Ich habe mich erinnert, dass Helena vor unserem Treffen noch zur Polizei gehen musste (ich dachte damals, sie hätte etwas verloren) und ich hatte sie nie wieder gesehen.

    Ich werde heute sterben. Wie Helena und alle Helden, die anders sein wollten.

    Deshalb schreibe ich diesen Brief und grabe ihn in meinen Garten ein, mit der Hoffnung, dass irgendwann jemand ihn findet.

    Ich klage meine Gesellschaft an, in der man nicht frei leben und denken kann. Eine Gesellschaft, in der die Leute Unmenschen sind, ohne Gefühle, die nicht akzeptieren, wenn jemand anders ist.

    Wenn du anders bist, wenn du protestierst, wirst du von der Polizei umgebracht. Und das nennen sie Frieden und Freiheit. Ich nenne das leise und versteckte Diktatur, Kontrolle, Vortäuschung.

    Meine Aufforderung ist die Ablehnung einer solchen Gesellschaft, wenn nicht einer anfängt sich zu ändern, wird alles so bleiben und das könnt ihr nicht erlauben.

    Sie werden viel Mut und Willenskraft brauchen, aber nur so werden sie wirklich leben.

    Ich habe die besten zehn Monate meines Leben verbraucht und das wünsche ich jedem Nachkommen.

    Ich trage jetzt die Folgen meiner Endscheidung ohne Bedauern.

    Vielleicht werde ich in dem nächsten Leben Helena treffen. Das ist mein Haupttraum.

    Viel Glück und leben sie wohl.

    Giosué

    Valeria Wildner

    Die Autorin ist Austauschschülerin aus Italien und für ein halbes Jahr in Deutschland in einer 10.Klasse eines Gymnasiums: „Ich war und bin immer noch von Deutschland und seinen Bewohnern, seiner Sprache angezogen„.

    Redaktion Mentoring4u:
    Bitte voten Sie diesen Artikel, er nimmt an unserem Artikelwettbewerb „Junge Redaktion“ teil

    (Gastautor „Junge Redaktion“:  Valeria Wildner  / Thumb: Redaktion Mentoring4u)

  • Fehlzeiten und frieren im Sommer? Teil 3

    Es folgt das Interview, Teil 3, mit Jürgen M. Beith, Gründungspräsident der Deutsche Thalassämiehilfe e.V. (1995).

    Mentoring4u:
    Gibt es Probleme in der Ausbildung?

    Jürgen M. Beith:
    Es ist für diese Patienten zu mindestens doppelt so schwer, einen Job zu finden. Ein junger Mann mit irgendeinem Wirtschaftsstudiengang musste die Arbeit und Ausbildung als Substitut im Einzelhandel aufgeben, weil er sie körperlich nicht bewältigen konnte.

    Mentoring4u:
    Wie könnte ein Studium verlaufen ?

    Jürgen M. Beith:
    Studium geht mehr schlecht als Recht, weil die Leistungskurve nach dem dritten Tag nach der Bluttransfusion kontinuierlich abfällt. Patienten frieren auch selbst im Sommer leicht.

    Frau Nowack mit Patienten


    Mentoring4u:
    Wie verhalten sich Arbeitgeber?

    Jürgen M. Beith:
    Viele Arbeitgeber scheuen auch die Fehlzeiten. Ein wirklich im IT-Bereich hoch qualifizierter berichtet mir regelmäßig von seinen Problemen, weil keine Ambulanz mehr am Wochenende Transfusionen verabreicht und er deswegen Donnerstags oder Freitags alle drei Wochen fehlt. Der letzte Arbeitgeber, Sitz in USA hat ihn deswegen gefeuert.

    Die Job-Auswahl muss individuell erfolgen. Obendrein tun sich in Deutschland viele Gutachter schwer, einen Grad der Erwerbsminderung zu testieren.

    Mentoring4u:
    Wie gehen Ihrer Meinung nach internationale Organisationen mit diesem Thema um?

    Jürgen M. Beith:
    Die WHO umgeht das Thema nach Möglichkeit, weil sonst die Frage im Raum stünde: „Wo ist unser Blut, wo ist unser Sanitäter, wo ist unsere Krankenstation???

    Die Letzte die sich dazu geäußert hat, war Gro Harlem Brundtland2003 als Direktorin der WHO. (Gro Harlem Brundtland ist eine norwegische Politikerin und war dreimal Ministerpräsidentin. Als erste Frau war sie von 1981 bis 1992 Vorsitzende der sozialdemokratischen Arbeiderpartiet Quelle: Wikipedia)   Sie hat die Nationen aufgefordert, mehr „Augenmerk auf das drängende Thema“ zu werfen. Das war es dann aber auch.

    Mentoring4u:
    Wenn Sie sich etwas wünschen dürfen, was wäre es?

    Jürgen M. Beith:
    Was uns Not tut, ist öffentliches und gesundheitspolitisches Bewusstsein für die Krankheit, Weiterbildung der Gynäkologen und Kinderärzte in der Fläche (Anamnese und Diagnostik liegen im Argen) und Aufklärung der Trägerinnen und Träger über das Vererbungsrisiko.

    Hier finden Sie Teil 1 und Teil 2 des Interviews

    Mentoring4 führte das Interview mit Oberstleutnant a.D Jürgen M. Beith, Gründungspräsident Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V. .

    (Autor: M. Weiss  /  Bilder: Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V.  / Bildbearbeitung: M. Weiss  /  Quelle: www.thogde.org,www.thalassaemie.info/,de.wikipedia.org)

  • Teufel mit Bezelbub ausgetrieben -2-

    Mit Mutationen wollten menschliche Körper die Entwicklung des Malariaerregers im Blutkreislauf unterbinden und holten sich dadurch die genauso lebensgefährlichen Thalassämien an Bord.

    Es folgt das Interview, Teil 2, mit Jürgen M. Beith, Gründungspräsident der Deutsche Thalassämiehilfe e.V. (1995).

    Mentoring4u:
    Gibt es denn auch Begleiterkrankungen?

    Jürgen M. Beith:
    Oh ja, Thalassämiker sehen sich im Laufe ihres Lebens mit einem ganzen Bündel von Begleiterkrankungen konfrontiert.

    Erst einmal die mangelnde körperliche Leistungsfähigkeit, die von Kollegen und Chefs gern als Faulheit oder Leistungsverweigerung eingestuft wird. Dann Diabetes, Osteoporose, Gelenkentzündungen. Arthritis, Rheuma, schwere Migräne, Schwindelanfälle, Depressionen, Konzentrationstörungen und (ein wenig folkloristisch) Haarausfall.


    Mentoring4u:

    Was passiert mit den Erkrankten in unserer Welt?

    Jürgen M. Beith:
    In den entwickelten Industriestaaten haben die ersten Patienten fast das 60. Lebensjahr erreicht. Oftmals aber auch mit schwersten Komplikationen, Verweil-Stunts, die die Venenfindung für die Transfusion überflüssiger machen sollen, verkeimen, entzünden sich, führen zu beginnenden Blutvergiftungen.

    Mentoring4u:
    Und wie ergeht es Patienten in den Entwicklungsländern?

    Jürgen M. Beith:
    In geringer entwickelten Ländern beobachten wir Unterschiedliches. Manche Eltern verschulden sich über alle Maßen, um den Kindern ein Minimum an Hilfe angedeihen zu lassen. Oft erwartet das Pflegepersonal für das Legen der Transfusionsschläuche auch noch einen saftigen Bakschisch.

    Andere Eltern setzen in wenig entwickelten Ländern ohne bezahlbare medizinische Versorgung die Kinder und besonders die Mädchen einfach aus oder bringen sie einfach um. Hören wir besonders aus Indien, Pakistan und angrenzenden Staaten.

    Die Brüder Pinna

    Mentoring4u:
    Können Sie über einen Fall zum Beispiel aus Deutschland sprechen?

    Jürgen M. Beith:
    Wir betreuen gerade ein türkischstämmiges Paar aus dem Schwarzwald, wo bereits per Zufall die Diagnose vorliegt, dass das werdende Kind krank sein wird. Da war Feuer am Dach und Panik im Haus.

    Wir verfügen zusätzlich über ein Verzeichnis einer leider viel zu kleinen Zahl von Ärzten, die mit den Thalassämien vertraut sind. Da wir öffentlich keine Empfehlungen aussprechen wollen, dürfen sich Patienten, Betroffene und Angehörige gern direkt oder über die Hilfe- und Beratungsmaske auf der Seite  www.thogde.org mit uns in Verbindung setzen.

    ….

    Dieser Link führt Sie zum ersten Teil des Interviews, dieser zum letzen Teil

    Der dritte Teil folgt am Montag, den 13. Januar

    Mentoring4 führte das Interview mit Oberstleutnant a.D Jürgen M. Beith, Gründungspräsident Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V. .

    (Autor: M. Weiss  /  Bilder: Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V.  / Bildbearbeitung: M. Weiss  /  Quelle: www.thogde.org , http://www.thalassaemie.info/)

  • Last Minute Veranstaltung4U: AUGEN AUF FÜR EINE ZUKUNFTSFÄHIGE WELT – Schülerkongress in Stuttgart

    Unter der Schirmfrauschaft von Gabriele Warminiski-Leutheußer, baden-württembergische Kultusministerin findet am 11. Januar in Stuttgart ein Schülerkongress für Schüler ab der siebten Klasse statt.

    Veranstalter bzw. Einladende sind der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) zusammen mit der Stadt Stuttgart, dem Land Baden-Württemberg, dem Landesschülerrat, dem Landesarbeitskreis „Schule für Eine Welt“ und dem Entwicklungspädagogischen Informationszentrum EPiZ.

    Flyer


    Es gibt einiges zu entdecken!

    In 30 Workshops zusammenarbeiten und rund um die Themen

    • Globales Lernen,
    • UN-Milleniums Ziele,
    • Fairer Handel,
    • ethische Geldanlagen,
    • Schülerfirmen,
    • Klimawandel oder Migration

    können Schüler ab der Klasse 7 Ideen entwickeln und diese diskutieren.


    Schwere Kost? – Kein Problem!

    Zum ganzheitlicheren Verdauen wird ein großer Bildungsmarkt entstehen, eine Modenschau von Schülern mit Second-Hand-Kleidung für coole Outfits gezeigt, bei einem Flashmob gibt´s erstaunliches zu sehen und und und.  Das Programm beinhaltet auch Diversity, Tanz und Musik. Die Dynamik der hoch begabten Künstler wird sicherlich die Teilnehmer in ihren Bann ziehen und helfen Konflikte mit Musik zu lösen. Eine ganz tolle Idee, junge Menschen mit einem vielseitigen Programm sozusagen „mit zu nehmen“. Die Anmeldung von Schulklassen ist erwünscht!

    Weitere Informationen sind hier. Haut rein!

    (Autor: M. Weiss  /  Bildbearbeitung: M. Weiß  /  Quelle: www.dachverband-entwicklungspolitik-bw.de)

  • Ein Urvieh, 7000 Jahre alt und immer noch nicht besiegt

    Guten Morgen liebe Leserinnen und lieber Leser,
    heute möchte ich Ihnen einen Mann mit ganz besonders wertvollen Interessen vorstellen. Bei der Bundeswehr war er Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der 1. Luftwaffendivision im Range eines Oberstleutnants, zuvor zuständig für das Organisieren von Katastrophenhilfe in einem speziellen Bereich innerhalb der Bundeswehr und Gründungspräsident der Deutsche Thalassämiehilfe e.V. (1995).


    Mentoring4u:
    Herr Beith, wie sind Sie dazu gekommen, sich für die Krankheit Thalassämie zu engagieren?

    Jürgen M. Beith:
    Mit der Krankheit Thalassämie bin ich zufällig beruflich in der Mitte der 70ziger Jahre in Berührung gekommen. Ab 2003 habe die Weggefährten vergangener Tage, Familienmitglieder und ich über Abhilfe nachgesonnen und 2005 haben wir hier in der Region Stuttgart die Thalassämiehilfe ohne Grenzen e.V. aus der Taufe gehoben.

    Eigentlich begann alles mit Sardinien, beruflich war ich ein „kleiner“ Sachbearbeiteroffizier aber mit dem großen Verantwortungsbereich „Organisation von Katastrophenhilfe“. Da erreichte uns 1976 ein Notruf aus Sardinien, dass den Krankenhäusern dort das Blut ausginge. Nach erfolglosen Verhandlungen mit DRK und BRK – beide wollten einfach zu viel Geld – haben wir im eigenen Bereich das Zentralinstitut der Bundeswehr eingebunden und seit Herbst 1976 bis heute gibt es die nicht kommerzielle Blutbrücke nach Sardinien. Ich bin im Jahr 2000 bei der Bundeswehr krankheitsbedingt in den vorzeitigen Ruhestand getreten.

    Mentoring4u:
    Hatten Ihre Kollegen bis dato schon mal Kontakt zu Krankheitsträgern?

    Jürgen M. Beith:
    Sardinen ist einer der vielen Thalassämiebrennpunkte der Welt und zugleich auch Standort eines Übungsplatzkommandos der fliegenden deutschen Luftwaffe. Unsere Leute haben in ihrer Freizeit auf Sardinien Menschen gesehen, die ganz verändert aussahen. Fragen brachten Aufklärung und die Jungs gingen erst mal dran, Blut zu spenden und auch etwas Geld zu sammeln.

    Mentoring4u:
    Was ist Thalassämie?

    Jürgen M. Beith:
    Die Thalassämien, (es gibt unterschiedliche, am verbreitetsten ist die Beta-Thalassämie) sind vererbte Erkrankungen des blutbildenden Systems. Vereinfacht könnte man auch des Knochenmarks sagen. Ohne qualifizierte medizinische Versorgung einer Beta-Thalassämie major (akute Form) liegt die Lebenserwartung im Durchschnitt bei zwei Jahren. Die Krankheit existiert seit mindesten 7.000 Jahren, wird aber weltweit mehr oder weniger totgeschwiegen und verdrängt.

    Mentoring4u:
    Wie steckt man sich denn an?

    Jürgen M. Beith:
    Es handelt sich nicht um Ansteckung. Wenn zwei Träger der Thalassämie-Erbanlage ein Kind bekommen, dann funktioniert nach Gregor Mendel der Erbgang theoretisch so:

    Es gibt zu 25% eine Chance auf ein gesundes Kind, 50 % Kind mit Thalassämie Trägerschaft und 25 % ein schwer krankes Kind.

    Nur hält sich Mutter Natur nicht an die Theorie. Ich kenne Familien, da sind von 8 Kindern 6 schwer krank, ständig auf Bluttransfusionen und sogenannte Chelatbildner (um das überschießende, giftige Eisen wieder los zu werden) angewiesen.

    Die ursprüngliche Verbreitung der Thalassämien folgte den Malariaregionen der Erde (daher abgeleitet vom Mittelmeer / griech. Thalassos – Thalassämie : Krankheit aus dem Meer). Heute gibt es kaum noch Regionen ohne Träger aufgrund von Flucht, Vertreibung, Arbeitssuche.

    Der zweite Teil des Interviews folgt am Donnerstag, dem 10. Januar.

    Mentoring4 führte das Interview mit Oberstleutnant a.D Jürgen M. Beith, Gründungspräsident Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V. .

    (Autor: M. Weiss  /  Bilder: Thalassämiehilfe ohne Grenzen e. V.  / Bildbearbeitung: M. Weiss  /  Quelle: www.thogde.org www.thalassaemie.info/)

  • Ein Schildbürgerstreich? Keine Starts in 2013?

    Erst musste der zentral gelegene Flughafen Tempelhof geschlossen werden, Berliner Taxiunternehmen meldeten sich in Brandenburg an,  kleine Fluggesellschaften gaben ein lukratives Businessjetgeschäft für die große neue Welt in Schönefeld auf. Der Großflughafen Schönefeld sollte ja bald schon fertig gebaut sein. Na  ja, man plant und baut dort erst seit fast 20 Jahren. Nun stellt sich Berlin-Tegel wahrscheinlich auf eine Erweiterung und Neugeschäft ein.

    Menti Einweiser Comic

    Da kann es schon mal kleine Verzögerungen und Preisunterschiede geben. Hoffen wir mal, dass die Politik bei den wahrscheinlich wieder erhöhten Preisen die Umsatzsteuer nicht vergessen hat…wie in Hamburg geschehen. Siehe auch unseren Artikel zur Elbphilharmonie. In Berlin passiert das schon mal. Nun kommt allerdings Brandenburg dazu. Das scheint das ganze nicht zu vereinfachen.

    Jetzt ist es wieder einmal die Brandschutzanlage, die ja gerne für Verspätungen herhalten muss. Na wir wünschen auf jeden Fall viel Erfolg mit der  Stromversorgung der Brandschutzanlage. Ein Beruf, über den wir schon berichteten, der jetzt etwas verspätet in Schönefeld wahrscheinlich erst richtig ernst genommen wird: Fachkraft für Schutz und Sicherheit.

    Wir haben gehört, dass es geplante Shops in Schönefeld gibt, die noch nicht einmal über eigenen Strom verfügen und eigens mitgebrachte Generatoren bewachen lassen müssen. Können wir uns nicht vorstellen. Ist bestimmt eine Finte.

    Ein immenser Imageschaden für die Bundesrepublik Deutschland. Und die Reputation leidet.  Nicht genug, dass das zu Lasten der Arbeitnehmer der Region geht, nein auch international wird ein gutes Renomé verspielt. Große Aufregung, als vor den olympischen Spielen in Athen bekannt wurde, welche strukturellen Probleme vorlagen. Investoren aus aller Welt halten den Atem an und Investitionen in Berlin und der Umgebung zurück. So leicht kann man teure Wirtschaftsförderung verspielen!
    Ein Schelm, der denkt die Stadt Schilda läge bei Berlin.

    Wenn es nicht so traurig wäre, würden wir meinen, die Flughafenbaumeister nehmen keine Rücksicht auf eventuelle Jobs rund um den Flughafen. Wir möchten an dieser Stelle an einige Berufe rund um das Fluggeschäft erinnern. Bis es denn endlich soweit ist, können Sie ganz in Ruhe – an anderen Flughäfen – in die Lehre gehen. Vielleicht haben Sie nach Abschluss Ihrer Ausbildung, eine gute Chance in Schönefeld den richtigen und gut bezahlten Job zu finden.

    Technische Berufe bieten sich schon jetzt an. So können Sie vor Ort lernen, was man alles falsch machen kann. Getreu dem Wahlspruch „learning by doing“ . Die Hauptstadt und das Umland bieten eine interessante Freizeitgestaltung und gute Wohnmöglichkeiten. Große und feste feiert man außerdem am Brandenburger Tor.

    Luftverkehrskaufmann/frau
    Tourismuskaufmann/frau
    Flugdienstberater/in
    Fluglotse
    Berufsflugzeugführer/in
    Flugzeugeinweiser/in
    Bauzeichner/in
    Mechatroniker/in für Kältetechnik
    Anlagenmechaniker/Innen für Heizung- und Klimatechnik

    Kanalbauer/innen u. v. m.

    Stöbern Sie doch mal auf unserer Website und bewerten die Artikel mit Sternchen. Da freuen sich auch unsere Redakteure auch einmal.

    (Autor: M. Weiss  /  Bildarchiv: A. Korkis  /  Quelle: de.wikipedia.org)

  • Studienplatz Medizin: Doppelte Abiturjahrgänge erreichen im Herbst 2013 den Höhepunkt

    Studienplatzklage und Bewerbung bis 15.01.2013 ratsam. Der frühe Vogel fängt den Wurm!

    Hamburg/Frankfurt (ots) – Bis 15.01.2013 müssen sich Abiturienten bei Hochschulstart für Medizin und Zahnmedizin bewerben. An diesem Tag laufen auch bereits die ersten Studienplatzklage-Fristen ab.

    „Der frühe Vogel fängt den Wurm„, sagt Rechtsanwalt Dirk Naumann zu Grünberg, der sich auf das Einklagen von Studienplätzen spezialisiert hat. Er rät Abiturienten dringend, sich zum Sommersemester 2013 strategisch zu bewerben und vor dem 15.01.2013 auch bereits die ersten Studienplatzklage-Schritte vorzunehmen. Denn im Jahr 2013 erreichen die doppelten Abiturjahrgänge ihren Höhepunkt: Die bevölkerungsreichen Bundesländer Hessen und NRW entlassen die doppelte Anzahl von Abiturienten. Die Folge: Der Numerus clausus, der bereits bereits bei 1,4 liegt, verschärft sich. Und die Wartezeit wird voraussichtlich auf über 13 Semester ansteigen.

    Über 15.000 Abiturienten warten seit Jahren auf einen Studienplatz Medizin. Gleichzeitig suchen gerade Krankenhäuser auf dem Land verzweifelt junge Ärzte. „Ein Skandal ist das„, sagt Studienplatz-Spezialist Naumann zu Grünberg: „Junge Leute werden 7 Jahre in die Warteschleife geschickt, gleichzeitig fehlen Ärzte oder müssen aus Osteuropa abgeworben werden. Die Hochschulen vergeben jährlich insgesamt hunderte Studienplätze in NC-Fächern nicht, die dann erst mit der Studienplatzklage eingeklagt werden.“

    Man kann also sein Recht selbst in die Hand nehmen und trotz der Abiturnote seinen Wunschstudienplatz zeitnah bekommen. Wichtig dabei ist jedoch, dass nicht erst gegen den Hochschulstart-Ablehnungsbescheid geklagt wird. Gestritten wird bereits vorher. Frühe Fristen laufen bereits am 15.01.2013 für das kommende Sommersemester ab. Auch später kann noch geklagt werden, aber nicht mehr an allen Hochschulen. „Lieber vor dem 15.01. zum Anwalt„, rät Studienplatzklage-Anwalt Naumann zu Grünberg daher allen Bewerbern.

    Kostenfreie Info-Blätter und weitere Informationen zu Chancen, Kosten und Dauer einer Studienplatzklage sind auf der Internet-Seite  www.uni-recht.de abrufbar.

    (Quelle: Dennis Hillemann, Rechtsanwalt | Fachanwalt für Verwaltungsrecht Naumann zu Grünberg Rechtsanwaltsgesellschaft mbH Schwerpunktkanzlei für Hochschul, Prüfungs- und Berufsrecht | Internet: www.uni-recht.de)

  • Die Berliner Schutzengel in der ZDF Mediathek – Mentoring4u gratuliert

    Die Berliner Schutzengel  begleiten auch unsere Mentorenveranstaltung.
    Wir gratulieren zur Berichterstattung in der ZDF „heute“ Sendung vom 5. Januar 2013.

    Folgen Sie diesem Link zum ZDF und engagieren Sie sich auch in Ihrer Stadt für diese Initiative!

    Die Berliner Schutzengel:
    Fahrt nicht schneller als Euer Schutzengel fliegen kann!“ Außerdem hier.

  • Ein neues Gesicht

    „Genau mein Ding!“ – Kathy Weber (32) wird neue Moderatorin des kabel eins-Wissensmagazins „Abenteuer Leben – täglich neu entdecken“

    Kathy Weber

    Kathy Weber übernimmt ab 7. Januar 2013 die Moderation des werktäglichen Wissensmagazins bei kabel eins. Die Wahl-Berlinerin stand bereits als Vertretung für Kim Heinzelmann für das „K1 Magazin“ vor der Kamera, 2012 moderierte sie abwechselnd mit Christian Mürau das zweistündige Wissensmagazin „Abenteuer Leben“ am Sonntagabend. Kathy Weber: „Wissen für den Alltag, Serviceinformationen, die wirklich nützlich sind, und immer wieder was zum Schmunzeln – diese Mischung ist genau mein Ding! Deswegen freue ich mich auch sehr, künftig regelmäßig als Moderatorin von ‚Abenteuer Leben – täglich neu entdecken‘ vor der Kamera zu stehen.“

    Außerdem wird die 32-Jährige weiterhin als Reporterin mit ihrer Rubrik „Stein des Anstoßes“ in der Sendung „K1 Magazin“ (donnerstags, 22:15 Uhr) unterwegs sein. Für ihr Engagement gegen Bürokratie-Wahnsinn und Steuerverschwendungs-Irrsinn wurde sie 2012 mit dem Journalistenpreis des Bundes der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V. ausgezeichnet.

    „Abenteuer Leben – täglich neu entdecken“ bietet montags bis freitags um 17.50 Uhr Wissen, Service und Information mit Aha-Effekt und erreichte 2012 Bestwerte von bis zu 8,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Unterhaltsam, lebensnah und verständlich taucht „Abenteuer Leben – täglich Wissen“ ein in die verschiedensten Phänomene des Alltags und stillt den Wissensdurst der kabel eins-Zuschauer.

    (Autorin: Barbara Stefaner /ProSiebenSat1.com  /  Bildredaktion: Merve Aina Zinke ProSiebenSat1.com)

  • Ausbildung und Beruf, wie geht das ohne sehen zu können? – Welt-Braille-Tag

    Lesen, schreiben oder rechnen können blinde Menschen nur mit der Brailleschrift lernen. Das ist der erste Schritt für eine Ausbildung, einen Beruf und die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

    Mahjan, 11 Jahre. Copyright: CBM/argum/Einberger

    Mahjan, 11 Jahre, Das afghanische Mädchen verlor ihr Augenlicht durch eine Bombe während der Kämpfe zwischen der amerikanischen Armee und den Taliban 2001. Seit 2003 lernt sie lesen und schreiben in einer Schule für blinde Menschen.

    Punktschrift ermöglicht Bildung

    CBM erinnert zum Welt-Braille-Tag an Bedeutung der Punktschrift für blinde Menschen

    Bensheim.
    Anlässlich des morgigen Welt-Braille-Tags erinnert die Christoffel-Blindenmission (CBM) am 4. Januar an die Bedeutung der Brailleschrift (Blindenschrift) für blinde Menschen und fordert Zugang auch für Menschen in Entwicklungsländern. Sprechende Handys und Vorleseprogramme auf dem Laptop gehören für blinde und schwer sehbehinderte Menschen heute zum Alltag in Deutschland dazu. Diese Hilfsmittel erleichtern den Zugang zum kulturellen Leben in der Gesellschaft. Doch wenn die Technik mal versagt oder einfach nur der Akku des Handys leer ist, sind blinde Menschen auch bei uns auf die Brailleschrift angewiesen.

    In vielen Entwicklungsländern können blinde Kinder noch immer keine Schule besuchen. Damit bleibt ihnen oft nur ihr Leben als Bettler zu fristen. Denn die Brailleschrift ist für blinde Menschen der einzige Zugang zu Bildung, Ausbildung und zum kulturellen Schatz ihres Landes.
    Die Christoffel-Blindenmission hat allein in 2011 über 16.000 blinde Schüler unterrichtet, rund 70.000 Schulbücher in der Punktschrift gedruckt und mehr als 18.000 Kassetten und digitale Medien für blinde Menschen produziert. Über die gemeindenahe Rehabilitationsarbeit wurden durch CBM weltweit rund 60.000 blinde Menschen in ihrer Selbstständigkeit gefördert.

    In der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince lernt ein Kind lesen und schreiben. Copyright: CBM

    Lesen mit den Händen
    Die Brailleschrift – auch Punktschrift oder Blindenschrift genannt – ersetzt jeden Buchstaben durch eine Kombination von sechs hervorgehobenen Punkten. Mit dem Finger tastend, kann ein blinder Mensch diese Punktschrift in einem ähnlichen Tempo lesen wie ein sehender Mensch. So können zum Beispiel Bahnhofspläne ertastet oder Medikamentenpackungen auseinander gehalten werden. Am Computer ermöglicht eine vor der Tastatur angebrachte sogenannte Braillezeile das Lesen von E-Mails oder Webseiten mit den Fingern.

    Derzeit fördert die CBM weltweit in 81 Ländern rund 750 Projekte. Neben Augenkliniken und Blindenschulen sind das zum Beispiel Rehabilitationsdienste für körperbehinderte Menschen, Schulen für Hörgeschädigte oder Ausbildungsstätten für medizinisches Personal. Die CBM ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Fachorganisation anerkannt, hat Beraterstatus bei der UN und erhält vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen seit Jahren regelmäßig das Spendensiegel.

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    (Autor: Christoffel-Blindenmission (CBM)  /  Bild & Textbearbeitung: M. Weiss  /  Quelle: www.cbm.de )