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Schlagwort: Integration

  • Sprechen Sie Deutsch? Außerdem: Luftakrobaten und Seelsorger

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Der ultimative Sprachschulenfinder, wo Zirkuskultur mehr geschätzt wird und außerdem: Können Sie zuhören?

    Ich spreche Deutsch

    Eine Website zur Integration
    Ist uns heute morgen als riesiges Plakat entgegen gekommen: Die Deutschlandstiftung Integration hat sich eine – wie wir finden – coole und prominente (!) Kampagne ausgedacht, um Integration zu fördern. Sie möchten besser Deutsch sprechen oder es lernen? Sie kennen jemanden, der es sollte oder will? Ausreden gibt’s jetzt keine mehr, denn die Stiftung hat ein umfassendes Verzeichnis aller Sprachschulen zusammen gestellt, die Deutschkurse anbieten. Finden wir toll!

    Screenshot Fluter Beruf Zirkus

    Von Clowns und Jongleuren
    Ein gutes Körpergefühl und Körpersprache lässt sich nicht nur in der Disco ausleben, daraus kann man auch einen Beruf machen. Nein, nicht als Sportlehrer. Gehen Sie zum Zirkus und begeistern und verzaubern Sie Ihre Zuschauer. Ob es sich lohnt, diese Richtung einzuschlagen und wo Sie weitere Infos finden, lesen wir daher heute in einem Gastbeitrag auf Fluter.

    Screenshot Zeit Beruf Seelsorger

    Gegen Zivilisationskrankheiten
    Im Krieg hat angeblich niemand Depressionen. Zwar hat sich Bundeskanzlerin Merkel dieses Wochenende zu dem Thema Krieg geäußert, aber weniger Sorgen, Ängste und Nöte haben die „Daheimgebliebenen“ deshalb trotzdem nicht. Darum sind wir heute auf einen Artikel in der Zeit aufmerksam geworden, der den Beruf des Seelsorgers vorstellt. In Zeiten wie diesen vielleicht ein zukunftsfähiger Beruf?

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Korkis | Quellen: www.ich-spreche-deutsch.de, www.fluter.de, www.zeit.de)

  • Anti-Klischee-Video, Integrationsnachhilfe und Geld im Internet machen

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Ein Podcast ruft zur alternativen Berufswahl auf, neuartiges Nachhilfesystem hat Erfolg und E-Commerce als Studiengang.

    Screenshoot girls-day, Podcast "Eltern und Berufsorientierung"

    „Er informiert auf unterhaltsame Weise“
    Das finden wir in der Tat auch, nachdem wir den Podcast angeschaut haben, aber er ist eher unfreiwillig unterhaltsam. Sei’s drum: Zum Girls‘ Day wurde ein Podcast gedreht, der Eltern zum Nachdenken anregen soll. Wie stark beeinflussen Rollenbilder aus der Familie die Berufswahl der Kinder? Angucken, nachdenken, herzhaft lachen. Aber in jedem Fall Mädchen für den Girls‘ Day öffnen.

    Screenshoot spiegel, Studenten unterrichten Schüler unterrichten Schüler

    Nachhhilfe ohne Hierarchie
    Jetzt kommt die neue Nachhilfe: Man fragt sich so lange unter anderen Schülern und Studenten durch, bis die richtige Antwort da ist. Das ist keine Flüsterpost, sondern ein Schulprojekt von Migranten für Migranten, die sich inzwischen regelmäßig zu Nachhilfe-Nachmittagen treffen. Immer mehr Schulen machen mit. Das finden wir toll!

    Screenshoot arbeits-abc, Online-Handel und Mobile Commerce

    Gerade richtig zur Weihnachtszeit
    Bestellen Sie auch viele Weihnachtsgeschenke im Internet? Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wer alles hinter Ihrer Bestellung steckt? Also jemand, der den Online-Shop pflegt und die Artikel versendet? Jemand, der E-Mails beantwortet und das Lager auffüllt? Leute, deren Werbeanzeige rechts bei Google erscheint und sie draufklicken, weil der Shop interessant ist? Wenn Sie jetzt erst merken, wie spannend dieser Beruf ist, dann haben wir heute das Richtige für Sie entdeckt: Fernstudiengänge zu Online-Handel und Mobile Commerce. Und nächstes Weihnachten sind Sie dann dran, aber auf der anderen Seite.

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Korkis | Quellen: www.girls-day.de, www.spiegel.de, www.arbeits-abc.de)

  • Menti belegt einen Deutschkurs

    Menti Deutschkurs, comic

    Kleines Quiz: In welchem Land spielt dieser Cartoon? Es spricht zwar keiner Deutsch, aber wir befinden uns trotzdem in Deutschland. Klingt komisch, ist aber so.

    Deutsch ist eine so vielfältige Sprache
    So vielfältig, dass sie jeder gerne weiterentwickelt. Diese Woche legt sogar der Langenscheidt ein neues Wörterbuch der Jugendsprache vor, Übersetzung in andere Sprachen inklusive. Da geht es dann um Arschfaxe, Hochleistungschiller und Egosurfen. Man kann sogar mit darüber abstimmen, welches Wort sich 2010 als Jugendwort des Jahres qualifiziert. Vielleicht sollte sich unsere Menti-Lehrerin dieses Wörterbuch mal zu Herzen nehmen oder zumindest checken, ob sie eher Booner, Checker oder Honk ist. Auch das Quiz Arschfax für Anfänger wäre eventuell hilfreich. Wenn sich das nur nicht jedes Jahr ändern würde!

    Angriff von allen Seiten
    Gut, Jugendsprache hätten wir jetzt gelernt. Aber was ist mit all den anderen? Und wir reden nicht von Englisch, Französisch oder Spanisch, sondern Dialekte.  Nicht umsonst sind die Bayern so stolz auf ihr Bundesland, ihr Dialekt könnte bei manch einem dazugereisten Lehrer locker als eigene Sprache durchgehen. Da soll mal einer durchblicken! Ey, ischwör, ich geb bald auf. Ups, das war ja wieder eine andere Sprache.  Und zwar Kiezdeutsch. Das sprechen zwar inzwischen angeblich auch solche, die ursprünglich „nicht dazu gehören“, aber es wollen. Und weil man sich in der Schule ja irgendwie verständigen muss, gibt es dazu sogar eine eigene Website, die sich unter anderem mit sprachlichen Neuerungen, Satz- und Wortstellungen beschäftigt. Kiezdeutsch für Lehrer, verdrehte Welt.

    Wem passt man sich an?
    Das Dialekteproblem ist ja nicht nur in Bayern bekannt, auch Sachsen hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt. Die einzige Lösung, die man hierzulande sieht: Dialekte und Abwandlungen der deutschen Sprache rigoros aus dem Unterricht verbannen. Kennen wir auch von woanders: In China müssen alle offiziell Mandarin sprechen, in Frankreich an der Schule, Uni, im Beruf Hochfranzösisch. Und das, obwohl auch dort jeder mit einem regionalen Dialekt aufgewachsen ist. Gerade in Zeiten, wo von Deutschenfeindlichkeit gesprochen wird – es sei mal dahingestellt, ob der Deutsche dann Jugendsprache oder Kiezdeutsch spricht – wird darüber fachgesimpelt, ob man Hochdeutsch überall auf dem Schulgelände durchsetzen könnte. Das ist vielleicht gut für die Integration und gut gegen Ausgrenzung, aber setzt man hier vielleicht nicht etwas spät an? Wäre frühe Förderung da nicht sinnvoller als der Schulüberwachungsstaat?

    Kulturelles Gut
    Ausmerzen sollte man andere Sprachen nicht. Im Gegenteil, es ist sogar erwiesen, dass die Beherrschung von Hochdeutsch und eines Dialekts das Sprachgefühl deutlich verbessern und das Erlernen von Fremdsprachen erleichtern können. Mancherorts wird Dialekt sogar gefördert in Form von Nachhilfe. Um die Mundart vor dem Aussterben zu bewahren. Für Jugendsprache fehlen bislang Studien, wozu sie denn nun gut ist, in jedem Fall zeugt sie von Kreativität. Aber es wäre doch mal ein echter Forschritt, sei es nun, um den Schulalltag einander zu erleichtern, den Büroalltag oder einfach nur das Miteinanderauskommen, wenn alle zumindest versuchen würden, die gleiche Sprache zu sprechen. Hochdeutsch. Simpel. Ein Experiment.

    (Autor: A. Sokolowski | Cartoon: A. Korkis | Quelle: Archiv)

  • Weltmännertagslaune, ganz früh Deutsch lernen und der Master-Run

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Wir versuchen mit Vorurteilen aufzuräumen. Gegenüber Männern, Kindergärtnern und Unis, die schlechtes Marketing machen.

    Screenshot biff.eu, Berliner Institut für Frühpädagogik

    Wozu ein Weltmännertag?
    Wikipedia gibt einen ersten Hinweis: Weil Männer heutzutage kürzer leben und sich zu wenig um ihre Gesundheit scheren. Sind Männer eine aussterbende Spezies? Das vielleicht nicht unbedingt, in China wird es in einigen Jahren ohnehin mehr Männer als Frauen geben. Aussterben nein, aber vielleicht etwas eingestampft wurden Männer in den letzten Jahren, auch Männerfeindlichkeit ist ein Thema, geht man nach dem Geschlechterforscher Walter Hollstein. Tatsache ist, auch: Es machen weniger Jungs als Mädchen Abitur und besonders Jungs mit Migrationshintergrund sind häufiger arbeitslos. Das bedeutet, man muss früh anfangen, sich auch um Jungs zu kümmern, ihnen alternative Berufe aufzeigen, fördern und unterstützen, wie es zum Beispiel der Boy’s Day vormacht. Wie schön, dass das Familienministerium mit dem gleichen Konzept noch mehr Fliegen mit einer Klappe schlagen kann:

    Screenshot fruehe-chancen, Spracherwerb für die Integration

    Integrieren und Männern eine Arbeit geben
    Denn: In Kitas braucht es zur Zeit zwei Dinge ganz besonders. Integration von Kindern anderer Kulturen und Arbeitskräfte. Kitas mit besonderem Sprachförderbedarf können sich noch bis Mitte des Monats für eine Förderung bewerben, ganz gleich ob die Kinder nun über oder unter drei Jahren alt sind. Und damit das auch machbar ist, denn wie gesagt, irgendjemand muss die Arbeit ja machen, wird auch für Umschulungen geworben, der Beruf Kindergärtner appetitlich gemacht. Heißt im Klartext: Wenn es schon mehr Männer gibt, die arbeitslos sind, dann kann man immerhin versuchen, dieses Potenzial in den Kita-Bereich zu übertragen. Denn Weltmännertag steht ja auch irgendwo für Gleichberechtigung, warum sollten sich Männer also von Vorurteilen abhalten lassen, auch mal einen anderen Job als Manager und Banker auszuüben?

    Screenshot spiegel.de, Wege ins Master-Studium

    Schließlich macht nicht jeder einen Master
    Es wird einem immer schwerer gemacht, selbst an der eigenen Uni, an der man bereits einen Bachelor gemacht hat. Tatsächlich wollen wohl ziemlich viele Bachelor einen Master drauf setzen. Wir hatten gestern schon drauf hingewiesen, dass Bachelor auf dem Arbeitsmarkt nicht ganz so begehrt zu sein scheinen. Die Frage ist allerdings, wo sollen die alle hin? Wenn es an der eigenen Uni eng wird und die Zugangsbestimmungen von Uni zu Uni schwanken, sollte man sich dann an einer Uni einschreiben, die einen weniger guten Ruf hat oder weniger attraktiv ist? Nur weil da Studienplätze frei sind? Möglicherweise ist das wieder ein Problem mit den Vorurteilen. Ostdeutsche Unis haben möglicherweise nicht den Ruf  wie eine TU München, aber könnte es nicht von Vorteil sein, mit wenigen Studis im Audimax zu sitzen? Ist die Betreuung dadurch vielleicht besser? Bevor man gar keinen Master macht und statt dessen ein unterbezahltes Praktikum, wäre es vielleicht auch hier sinnvoll, kurz drüber nachzudenken, was einen selbst blockiert.

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Korkis | Quellen: www.neue-wege-fuer-jungs.de, www.biff.eu, www.fruehe-chancen.de, www.spiegel.de)

  • Heiße Integrationsdebatte, web 2.0-Jobs und wie man Ressourcen besser nutzt

    Heute bei unseren Fundstellen im Netz: In der ARD fetzen sich Promis zum Thema Integration, die Social Media bringen neue Jobs hervor, außerdem: Siemens setzt sich für Nachhaltigkeit ein.

    ScreenShoot ardmediathek.de

    Stellung beziehen
    Gestern abend in der ARD: Hart aber fair mit dem Thema „Özil hui, Ali pfui – welche Zuwanderer brauchen wir?“. Das klingt schon so nach Provokation und das war es auch. Die geladenen Gäste waren durchaus bereit sich gegenseitig ins Wort zu fallen und sich nach allen Regeln der Kunst mal mehr, mal weniger subtil die Kompetenz abzusprechen. Das schien auch die Sprecherin aus dem Off gemerkt zu haben, aber bei der hitzigen Stimmung verzeihen wir ihr auch einige nervöse Versprecher. In jedem Fall eine unterhaltsame Debatte, die durchaus Inhalt hat.

    Screenshot unicum.de

    Wie heißt das nochmal, was du arbeitest?
    Das kann man sich heute schon öfter fragen. Aber hinter all dem web 2.0, Facebook-Auftritten von Unternehmen, Gewinnspielen auf Twitter und gefälschten Produktbewertungen:  Dass die Unternehmen dahin gehen, wo auch die Nutzer sind, ist logisch. Und dafür werden dann auch eigene Stellen geschaffen, denn der Unternehmensauftritt, die Suchmaschinenoptimierung und das Image müssen ja permanent poliert werden. Da gibt’s dann Corporate Blogger, Social Media Editor, Viral Marketing Manager und sicher noch vieles mehr, je nachdem, was die Internetnutzer in Zukunft so treiben.

    Screenshot siemens-stiftung.org

    Den Planeten retten
    Wir sagen es immer wieder und dass es stimmt, zeigen wir heute erneut: Es gibt sooooo viele Stiftungen, die sich der Förderung von Schülern verschrieben haben. Und wenn man gleichzeitig noch den Planeteten retten kann und sich vielleicht auch mehr Mädchen für Mathematik, Naturwissenschaften und  Technik interessieren, hat man drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Heute sind wir auf den Schülerwettbewerb 2011 der Siemens-Stiftung aufmerksam geworden, die das irgendwie in eins gepackt haben: Es geht um nachhaltige Nutzung der Ressourcen unseres Planeten und kreative Ideen dafür. das spannende: Es können auch Schülergruppen aus der Schweiz, Österreich und deutschsprachigen Schulen im Ausland teilnehmen. Das wird ne Preisverleihung!

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Korkis | Quellen: www.ardmediathek.de, www.kress.de, www.unicum.de, www.siemens-stiftung.org)

  • Menti auf dem Elternabend

    Menti Elternabend

    Heute stellen wir zum ersten Mal unser Maskottchen vor: Menti. Menti sieht die Welt ein bißchen anders und stellt sich Fragen, wie die Welt auch anders betrachtet werden kann. Heute ist er auf dem Elternabend und stellt fest: Integration kann auch eine persönliche Herausforderung sein.

    Zweisprachigkeit als Chance
    Verkehrte Welt? Viele Einwanderer, die nach Deutschland kommen, sprechen erst mal nur gebrochenes Deutsch, manche, die nachziehen, manchmal auch gar keins. Häufig erledigen ihre Kinder, die in Deutschland aufwachsen, Botengänge für sie: bei Behörden, an der Schule, es werden inzwischen sogar universitär Imame an Deutschen Hochschulen ausgebildet. Das Ziel: Vermittlung. Und das ist nichts Schlechtes, das ist sogar etwas, worauf Einwandererkinder stolz sein können, den Zweisprachigkeit ist ein Geschenk.

    Die gute Mischung macht’s?
    Eigentlich ist eine gemischte Schule doch eine Herausforderung, müsste man denken: Das einzige, was die Schüler untereinander verbindet, ist die Sprache und das ist Deutsch. Je besser man sie spricht, desto besser kommt man zurecht. Je besser man sich in beiden Kulturen auskennt, desto unabhängiger kann man werden. Wie wäre es denn mal, als ehrenamtlicher Vermittler zu arbeiten? Und wie viele Unternehmen mag es wohl geben, die zweisprachig aufgewachsene Mitarbeiter suchen, um mit einer Exportnation wie Deutschland Handel treiben zu können? Na, kommen wir der Sache schon näher?

    Was war zuerst? Vertrauen oder Selbstvertrauen?
    Es geht natürlich immer auch um Vorurteile, wenn Integration scheitert. Wir haben ein Einstellungsproblem: Wenn Kinder von Einwanderern ihre Chance als Seiltänzer zwischen zwei Kulturen erkennen, ist das die halbe Miete. Das überzeugt einen nicht nur selbst, das überzeugt auch das Umfeld. Was jetzt fehlt, ist der Abbau der Vorurteile der Gegenseite. Ein Förderprojekt in Hamburg hat den Spieß zum Beispiel umgedreht: Begabte Schüler, insbesondere aus Migrantenfamilien wurden gezielt gefördert. Und siehe da? Auf einmal ergaben sich Perspektiven. Und die Schüler trauten sich was zu. Es ist ein langer Weg dahin, aber vorerst kann man ja mal auf dem Elternabend üben.

    (Autor: A. Sokolowski | Cartoon: A. Korkis | Quelle: Archiv)