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Schlagwort: Museum

  • Der 3. Oktober – Tag der Deutschen Einheit

    Da feiern wir, dass unser Land ein Land ist.

    Am 3. Oktober 1990 wurde die Bundesrepublik um fünf Bundesländer größer.
    Bis dahin war Deutschland ein geteiltes Land. Geteilt durch Stacheldrähte und einer Mauer.
    Im Osten die DDR „Deutsche Demokratische Republik“ und im Westen die BRD „Bundesrepublik Deutschland“.

    Wie es dazu kam…
    Deutschland hatte den 2. Weltkrieg verloren. Die USA, Großbritannien, Frankreich und die damalige Sowjetunion waren die Gewinner. Russland hatte aber eine ganz andere Vorstellung davon, wie Menschen miteinander leben sollten.

    1949 gründeten die USA, Großbritannien und Frankreich die BRD. Und aus dem sowjetischen Teil wurde die DDR.
    Mitten in der DDR lag die geteilte Stadt Berlin. Wie ein eiserner Vorhang teilte die Mauer Berlin und ganz Deutschland, sowie Familien und Freunde. Denn über diese Grenze konnte man nicht einfach so rüber gehen.

    Immer mehr Menschen ärgerten sich darüber, dass sie ihre Meinung nicht laut sagen konnten. Das sie ihre Freunde und Verwandten im Westen nicht so einfach besuchen durften.
    Im Laufe der Zeit trauten sich mehr Menschen den Mund aufzumachen. Und je mehr es wurden, desto weniger konnte die Regierung der DDR dagegen tun.

    Der Fall der Mauer
    Am 9. November 1989 passierte endlich das, worauf alle gewartet haben.
    Ein Sprecher der DDR-Regierung kündigte an, dass die Grenze, die Berlin und das ganze Land 28 Jahre, zwei Monate und 27 Tage geteilt hatte, jetzt offen sei. Tausende von Menschen strömten noch in derselben Nacht an die Mauer.

    Wenn Du Dich ganz besonders dafür interessiert. Und wissen willst wie die Grenze denn früher aussah, kannst du Dir das in folgenden Museen anschauen. Der „Checkpoint Charlie“ war früher ein Grenzübergang in Berlin und heute ist dort das Mauermuseum. Oder das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth.

    (Autor: Dilan Balci | Bild1: D.Balci, Bild2: www.spiegel.de, www.online-artikel.de, www.mz-web.de, www.welt.de | Bildbearbeitung: D. Balci)

  • Berlin – eine Stadt mit Künstlerpotential: Corinna Rosteck im Gespräch

    In der Reihe Erfahrungsberichte stellen wir Ihnen diesmal eine freischaffende Künstlerin im Bereich Fotografie, Video und Installation vor. Corinna Rosteck  lebt und arbeitet in Berlin.

    acc1 – Corinna Rosteck




    Mentoring4u: Wie kam es dazu, dass Sie sich für Videoinstallationen entschieden?

    In meinen Video- und Fotoinstallation arbeite ich filmisch mit Sequenzen aus Standbildern. Aus meinen Erfahrungen aus der Malerei, Drucktechnik und Fotografie wurde ich immer mehr in meinen Arbeiten und Motiven mit der Thematik der „Bewegung“, der Ver-Flüssigung, dem Liquiden konfrontiert.

    Die Videos vermitteln keinen chronologisch rekonstruierbaren Ablauf. Nicht mehr das Nacheinander der Bilder ist wichtig, sondern das Nebeneinander – und damit die Möglichkeit, völlig neue assoziative und formale Querverbindungen zu entdecken.

    Bewegung ist das zentrale Sujet in meinen Arbeiten. Dabei liegt ein Themenschwerpunkt in der Faszination des Wassers. Auf das Liquide, andere Aggregatzustände, charakteristische Wellenbewegungen, auf die vielfältigen Lichtbrechungen und Spiegelungen konzentriert sich mein Blick. Oberflächen, die ein perspektivisches Sehen unterbinden, finden sich ebenso in den Motiven des Stadtraums, der Wüstenlandschaft und den menschlichen Bewegungen im Tanz. Die Rhythmik der Lineaturen im Bild schafft für den Betrachter einen energetisch aufgeladenen Raum.

    Die Umsetzung im öffentlichen Raum öffnet weitere Dimensionen gerade über das bewegte Bild und durch den Sound bzw. die Musik.

    Clips – Corinna Rosteck

    Mentoring4u: Womit haben Sie angefangen?
    Mit dem Studium der Malerei und Drucktechnik, in frühester Kindheit mit der Musik (Geige) und Klavier, auch im Orchester,10 Jahre klassisches Ballett

    Mentoring4u: Wie gestaltete sich Ihre Zusammenarbeit mit dem DAAD ?
    Zwei Auslandsreisen wurden nach meiner Bewerbung mit dem DAAD finanziert, ein halbjähriges Reisestipendium nach Japan und USA zum Thema „Masse und Mensch“ , mit den Stationen in die „Vertigo“ – Städte nach Tokyo und Hiroshima, Hawaii University in Honolulu, San Francisco Art Institute, UCLA Los Angeles, amnesty International in Irvine Laguna, Seattle und ein Interview mit Gary Hill über Japan, das Chicago Art Institute, New York mit Besuch des Jonas Mekas’Filmarchive, Das zweite Stipendium war ein halbjähriger Aufenthalt am International Center of Photography in New York als Advanced Digital Media Assisstant. Über beide Reisen habe ich Erfahrungsberichte verfasst und vom DAAD wurde ich organisatorisch auf meinen Reisen begleitet.

    acc – Corinna Rosteck

    Mentoring4u: Welche Techniken bevorzugen Sie ?
    „haptische“ Fotografie, ungewöhnliche Papiere und Materialien für drucktechnische Prozesse, metallische Oberflächen, Video mit der Fotokamera, „Malen mit der Kamera“, Leuchtobjekte, Fotoinstallationen bezogen auf Architektur

    Mentoring4u: Wasser taucht bei Ihnen immer wieder auf. Weshalb?
    Zum einen der biografische Moment  – Wasser ist verführerisch wie gefährlich, siehe auch meine Installation „whirl&wake“ auf meiner homepage:

    http://corinna-rosteck.de/index.php?id=16

    Taucht sie auf oder geht sie unter ? – mein Alter Ego….

    „Eine ständig kreisförmige Bewegung vom Hineinsinken und Emportauchen deutet einen Strudel an. Strudel und Kielwasser fordern jene Schwimmbewegungen heraus, die der Mensch ausführt, um die Tiefe zu ergründen. Das Vorhaben ist verführerisch wie gefährlich.“

    Das Motiv des Wassers, mit dem ich mich  fotografisch auseinandersetze, bietet eine schier unerschöpfliche Fülle von Assoziationen. Sie sind privater, subjektiver Natur sein, Roland Barthes nennt dies das punctum. Aber sie können auch am Symbolcharakter – dem studium – ansetzen: Wir wissen, wie es sich anfühlt, auf- und abzutauchen oder mit den Fingerspitzen Kreise ins Wasser zu malen. Es steht für den unendlichen Kreislauf der Natur und ist Sinnbild in der Religion, Quell allen Lebens, für Energie, aber auch lebensrettend.

    Das Spiel des Lichts, das der Betrachter nahezu zwangsläufig mit dem Element „Wasser“ assoziiert, findet auf der Bildoberfläche faktisch statt. Durch die technische Umsetzung verliert das Bild seine Eigenschaft als statisches Medium. Ich möchte den „eingefrorenen“ Blick der Kamera überwinden und den typischen Charakter von Wasser und Bewegung fassen. Zusätzliche Unterstützung erfährt dies durch die bewusste Einbeziehung analoger und digitaler Unschärfen, welche die Strukturen fließend und weich erscheinen lassen.

    Mentoring4u: Wie reagieren Museen auf Ihre Kunst
    Mit Ankäufen und Ausstellungsangeboten, wenn die finanziellen Mittel da sind- sehr interessiert

    Inwhirl_tonnehaar – Corinna Rosteck

    Mentoring4u: Wie war die Aufgabenstellung für den German Expo Pavilioni in Zaragossa?
    Es ging um die Präsentation von „Wasser und Leben“ in der Umsetzung des Deutschen Pavillons im VIP- Bereich, das Kuratorium hat gezielt spezielle Motive meiner Arbeiten zum Thema des „Liquiden“ zur Eröffnung ausgewählt und über einen Monat in der Lounge gezeigt, aus der alle wichtigen Vertreter der Länder ihre Treffen hatten. Leider wurde keine Dokumentation dazu herausgebracht und auch die Expo viel zu wenig für den einzelnen Künstler beworben (häufig anzutreffen: unzureichende Pressearbeit), in Zaragoza ging es um die Problematik in Zentralspanien, was über geringe Wssserressourcen verfügt, die Verschwendung und den Wert des Wassers in der ganzen Welt aufzuzeigen, meine Bilder zeigen dies hervorragend.

    Mentoring4u: Was bedeutet: Mentoring at the University of the Arts, (UDK), Berlin
    Bei dem Projekt „Berlin, Du Buter Stein Du Biest“ habe ich über sechs Monate eine Gymnasialschülerin in der Oberstufe auf Ihrem Weg ins Studium begleitet, sie in mein Atelier und mein Fotolabor genommen, ihr meine Produktionsweise und Arbeitsalltag einer Selbständigen (Fotografin und Künstlerin) vorgeführt und Ihr gezeigt, wie die Vernetzungsstruktuen auf dem Kunstmarkt funktionieren, aussedem ein Portfolio- Viewing ihrer Arbeiten durchgeführt.Zum Abschluss gab es eine Dokumentation in Form eines Kataloges und eine Ausstellung in der Universität der Künste, das Projekt wurde von der  Oberstufenlehrerin Annette Hauffe des Königin- Luise- Gymnasiums die – teils in der Schule teils in dem Atelier – mit den Gesprächen beigewohnt hat, und diese berufsvorbereitenden Massnahmen hervorragend für die Schüler umgesetzt hat.

    Doujeu_whirl_01 Corinna Rosteck

    Mentoring4u: Wann begannen Sie sich an Wettbewerben zu beteiligen?
    Bereits vor dem Studium während meines Leistungskurses „Kunst“ beim Deutschen Schülerwettbewerb in Hannover mit einem Selbstporträt.

    Mentoring4u: Wie haben Sie Partner für Ihre erste Ausstellung gefunden?
    Durch Aquise und Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis

    Artabudhabi_2009_I – Corinna Rosteck


    Mentoring4u: Was sind Ihre Ziele für 2012
    Eine engagierte Agentin zu finden, die mich umfassend auf dem internationalen Kunstmarkt vertritt und auf Provisionsbasis arbeitet. Eine Galerie im europäischen Ausland oder weltweit, die mich auf den internationalen Messen mich positionieren kann.

    Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen weiter viel Erfolg.

    Hier finden Sie das Künstlerporträt: Corinna Rosteck

    (Das Gespräch führt Martin Weiss mit Corinna Rosteck  /  Bilder: Corinna Rosteck  /  Bearbeitung A. Damayantin  /  Quelle: www.corinna-rosteck.de )