Meine großformatigen Fotografien und Videoinstallationen von lichthaltigem und reflektierendem Wasser changieren zwischen gegenständlicher Reproduktion und abstrakter Struktur. Die Wirkung der malerisch bewegten Oberflächen wird dabei vom metallischen Widerschein des Aluminiumbildträgers, der sich je nach natürlichem Lichteinfall im Ausstellungsraum verändert, formal gesteigert und entspricht der lebendigen, sich ständig verändernden Erscheinung des Wassers.Die Installationen auf Metall, Glas und als hinterleuchtete Elemente wie z.B. Leuchtkästen nehmen sowohl Bezug auf architektonische Besonderheiten eines Raumes, als auch auf seine Funktion. Es findet dabei eine Erweiterung in und durch den Raum statt. Fotografie, sowie zumeist raum- bzw. kontextbezogene Videoprojektionen aus dem Blick der Malerei, sind zentrale Elemente meiner Arbeit, die sich gegenseitig durchdringen und beeinflussen.
Corinna Rosteck – Unternehmerin
Neben meiner professionellen künstlerischen Positionierung auf dem Kunstmarkt habe ich seit 2001 Gestaltungen von öffentlichen Räumen mit namhaften Firmen entwickelt und erfolgreich realisiert. Ich zeige mit meinen Installationen, überregional und international, auf welch vielfältige Weise sich das Wechselspiel von Unternehmensarchitektur, insbesondere aus der Industrie und Kunst vollzieht: einmal angewandt auf die bestehende Architektur, als Energiefluss innerhalb eines Gebäudes und schließlich explizit kontextbezogen auf die Produkte, die ein Unternehmen herstellt. Meine Kompetenz ist, mich auf die spezielle Atmosphäre eines Unternehmens einzulassen, diese zu analysieren und aus den räumlichen und strukturellen Gegebenheiten, mit meinen langjährigen Erfahrungen aus der künstlerischen- ästhetischen Wahrnehmung, dem Gebäude eine auratische Wirkung zu verleihen, die vor allem den Mitarbeitern und der neuen Wahrnehmung der täglichen Abläufe zugute kommt.
Hier geht’s außerdem zum Interview mit Corinna Rosteck auf YouTube Thema:
„Kunst am Bau: Welches Schätze sich in Werkshallen verbergen.“
Ich erbringe für Unternehmen Leistungen, wie z.B. Foto-, Licht- und Videoinstallationen, die auf das Ort, das Haus, das Profil des Unternehmens und die Mitarbeiter zugeschnitten sind, beratende Tätigkeiten für die Mitarbeiter in der Arbeitssituation und in der Aussenwirkung für die Besucher im repräsentativen Foyer- und Eingangsbereich. Ich entwickele eine speziell auf die dort stattfindende Produktion zugeschnittene künstlerische Arbeit, unter Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort, recherchiere und bringe aus meiner langjährigen Erfahrung ästhetischer Wahrnehmungen eigene Ideen mit. Ziel ist die Verbesserung der Umgebungssituation, die vielfältigen Aspekte des realen Arbeitslebens werden in die ästhetische und künstlerische Form miteinbezogen und transformiert. Es ist ein neues Modell zum eigenständigen Einzelunternehmen.
Das nichts zufällig entstanden ist, es wird erkennbar durch beispielhafte Referenzprojekte in meiner Biografie. Thematisch gehe ich flexibel und vielseitig auf eine praxisnahe Umsetzung ein. Der Gewinn für den Auftraggebers ist nicht nur der „ästhetische Mehrwert“, sondern die Arbeitsprozesse über die Darstellung hinaus, „in Bewegung“ zu setzen. In Zusammenarbeit mit Architekten, den Vorständen als auch der Unternehmenskommunikation werden Ausgangsvorrausetzungen für eine praxisnahe und aussergewöhnliche Umsetzung geschaffen. Der Ausdruck meiner Wahrnehmung wird zu einer visuellen Aussage zum Unternehmens-profil, erlebbar für jeden Betrachter und verändert dadurch potentiell das Selbstbild des Unternehmens – mit fokussierten Ausschnitten von seriellen Prozessen aus dem Produktionsablauf und in der energetischen Wirkung von Farbe. Ich verleihe Gebäuden nicht nur ein neues Gesicht, sondern leiste weitaus Elementareres: Den öffentlichen Raum mit neuer Relevanz ausstatten, auf ihn reagieren und sich auf ihn einlassen.
Mit den Bildthemen dynamisiere ich unsere Sehgewohnheiten, durchlichte und weite Räume im Sinne einer auratischen Wirkung, die praxisnah die Bedürfnisse der Mitarbeiter miteinbeziehen und dem Betrachter ungewöhnliche Ein- und Aussichten eröffnen.
Referenzprojekt 1: Wasser Fälle Beim Eintritt in die Eingangshalle der Unternehmenszentrale der Berliner Wasserbetriebe empfängt den Besucher eine bildnerische Motivik, die unmittelbar auf die Wassertechnologie künstlerischen Bezug nimmt. Der Blick wird auf die leuchtenden Wasserelemente der zentralen Galerien in der Mitte und- zu den seitlichen Liftbereichen gelenkt. Die Treppe repräsentiert einen Schwimmer, der diagonal ins Wasser und durch den Raum taucht. Die Glasfassaden und Liftfenster leuchte mit grossen transparenten Fotos von Big Fin Swimmern, die mit LED zusätzlich animiert und hinterleuchtet sind. Die Besucher, die den gläsernen Lift betreten, simulieren per LED die Höhe eines Wasserstandes, da die Anzeige auf den einzelnen Etagen mitfährt und auf jeder Ebene stehen bleibt und leuchtet. So entsteht Kunst, die kongenial auf Unternehmen und Architektur ausgerichtet ist. Der Raum erhält eine neue Energie, die durch das Wasser repräsentiert wird und inhaltlich das Unternehmensprodukt thematisiert. Material: transparente Fotos auf Glas, ca. 50 qm, Outdoor Brücke Übergang, ca. 24 qm. Lichtdesign: Lichttransfer, Katrin Söncksen. Architekt: Herr Ganz, 2009. Auftraggeber: BWB, Herr Schmidt, Herr Bruckmann, Herr Simon.

Brückeflow gesamt – Corinna Rosteck Referenzprojekt 2: Swarm- Eintauchen in die Medizin Im Auftrag der Landesärztekammer Hessen gestaltete ich den Eingangsbereich des Carl- Oelemann-Internats in Bad Nauheim künstlerisch mit der mehrteiligen Installation Swarm. Im Fokus auch hier: Das Element des Wassers. Das Gebäude fungiert für Auszubildende zur Medizinischen Fachangestellten. Daher bildet der helfende Mensch für mich den ersten Referenzpunkt in meiner Konzeption. Die großflächige, dynamische Fotoinstallation swarm auf der Glasfassade verwandelt den Eingangsbereich bei Nacht in einen Leuchtkörper. Tagsüber entsteht ein blauer, lichterfüllter Raum, der als Passage zwischen Eingangsbereich und Aufenthaltsraum dient und von außen zum prominenten Blickfang wird. Der Besucher taucht buchstäblich atmosphärisch ein, auf seinem Weg vom Foyer über die Rampe zum Mensabereich. Zwei Leuchtkästen erweitern optisch den Raum und thematisieren medizinische Hilfe am Menschen. Swarm dynamisiert den Fluss in der Bewegung der Menschen durch das Gebäude. Material: 44 qm Fotoinstallation auf Glasfassade und in Leuchtkästen, Foyer und Rampe, geladener Wettbewerb 1. Preis, 2008. hks-Architekten und Auftraggeber: Landesärztekammer Hessen

Referenzprojekt 3: Circular, Eintauchen in den Kreislauf des Wassers Im Eingangsfoyer der Leading Infusion Factory Europe L.I.F.E, des 2005 neu errichteten Fabrikgebäudes der B. Braun Melsungen AG, Europas modernster Produktionsstätte für Infusionslösungen, nahm ich Bezug auf den Kreislauf des Wassers, der für den Menschen lebenswichtig ist. Es läuft das Video Circular auf einem großen Plasmabildschirm, der in das Fenstersegment architektonisch integriert ist, sodaß gleichzeitig der Blick in die aktuelle Produktion (Sterofundin) sichtbar ist. Hier greife ich als Künstlerin das vom Unternehmen hergestellte Produkt explizit auf und thematisiere es. Ergänzt wird die Videoinstallation durch den zentralen Leuchtkasten wake, der eine Schwimmerin in dem Augenblick zeigt, in dem sie nach einem Sprung ins Wasser die Oberfläche durchbricht. Der Ausgangspunkt der künstlerischen Konzeption ist der Kreislauf des Wassers, der für den Menschen elementar und lebensnotwendig ist. Material: Wake, Großfoto im Leuchtkasten, 150 cm x 200 cm, 2001, Circular, DVD 23min.Video auf Plasmabildschirm 84″ im Loop, 2005, Regie und Kamera: Corinna Rosteck, Schnitt: Rene Schulz, Sound Design: Rich Blaha und Lars Damm. Die Videoinstallation setzt sich mit dem Produkt des Unternehmens, der Infusionslösung, aus dem Blickwinkel der Künstlerin auseinander.

wake_whirl – Corinna Rosteck Referenzprojekt 4, Whirl & Wake, Eintauchen in die Oberfläche- Liquides Das Liquide ist ein zentrales Sujet in meinen Arbeiten. Jedoch lässt sich mein künstlerisches Schaffen nicht auf das Motiv des Wassers reduzieren. Vielmehr bilden Spiegelungen und Oberflächen im Stadtraum, in der Landschaft des Liquiden und auch beim Tanz einen thematischen Fokus meiner Arbeiten. Meine Bilder sind raum- beziehungsweise kontextbezogene Installationen zwischen Fotografie, Malerei und Architektur.
Lebenslauf mal ganz kurz gefasst: Studium an der Udk, Berlin, in New York am International Center of Photography und am Central St. Martin’s College of Art & Design, langjährige Zusammenarbeit mit einem namhaften Fotolabor in Berlin, Entwicklung von fotografischen speziellen Drucktechniken mit lichttechnisch besonders interessanten Materialien und Oberflächen.

Doujeu_whirl_01 Corinna Rosteck (Gastautorin: Corinna Rosteck / Internet: www.corinna-rosteck.de)
Das Interview mit Mentoring4u finden Sie hier.
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