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Schlagwort: Politik & Wirtschaft

  • Ägypten – Über 100.000 Ehrenamtliche unterstützen, wo der Staat versagt

    Recherchieren wollte ich über Frauen in Ägypten, ihre Chancen in wirtschaftlichen Positionen und grundlegenderweise über ihre Situation. Die Suche nach Informationen, die durch Statistiken belegt sind, gestaltete sich ziemlich schwierig. Mir fiel eine wesentliche Institution in Ägypten auf: Sogenannte NPOs.



    Gemeinnützige Gesellschaften in Ägypten, die in der Lage waren und sind die Unfähigkeit, das Versagen des Staats zu kompensieren, in sozialen und wirtschaftlichen Bereichen.

    Im Sommer 2011 konnte ich eine solche Organisation kennenlernen: Resala.

    Übersetzt heißt Resala Nachricht oder Mission. 1999 gegründet, ging die Idee von einem Studenten aus und verfügt mittlerweile über 50 Standorte in Ägypten, mit über 100.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Organisation erfährt seit der Revolution im Januar 2011 einen enormen Zuwachs an Mitgliedern, Aktiven und Sponsoren aus der Wirtschaft.

    Resala ist keine klischeehafte Organisation, die Bürger zu Spenden aufruft und diese mehr oder weniger intransparent verteilt. Das Konzept besteht darin, die „wahren“ Defizite zu begreifen und langwierige Projekte zu unterstützen.

    Im Grunde gibt es vier Schwerpunkte der Organisation:

    1-    Soziale Fürsorge
    2-    Bildung
    3-    Medizinische Fürsorge
    4-    Wirtschaft und Sonstiges

    Soziale Fürsorge
    In diesem Bereich geht es hauptsächlich darum sozial benachteiligten Familien von Grund auf zu helfen: durch monatliche Nahrungs-Rationen, (von Groß- und Einzelhändlern, Privathaushalten geboten) und Entwicklungshilfen. Das Ziel besteht darin, diese Familien so unabhängig wie möglich werden zu lassen. Die Eröffnung kleiner Näh- oder anderer Handwerksbetriebe wird finanziert und Käufer werden vermittelt.

    Im Sommer 2011 konnte ich eine Witwe kennenlernen, die 2005 eine solche Finanzierung erhielt und mittlerweile nicht nur unabhängig ist, sondern auch weitere fünf Frauen beschäftigen konnte.
    Das ist lediglich eine Erfolgsgeschichte, die ich selbst zu Gesicht bekam und mir imponierte.

    Außerdem sind noch zahlreiche Projekte in diesem Bereich zu erwähnen: Kostenerstattung von Lehrmaterialien, Hilfe für das Gründen von Haushalten etc.

    Das Pflegen von Waisenkindern ist ebenfalls ein Schwerpunkt der Organisation. Die Kinder werden in eigenen Heimen ausreichend gepflegt und schulisch gefördert, sodass zahlreiche höhere Abschlüsse erreichen konnten.

    Bildung
    Analphabetismus- ein grundlegendes Problem in Ägypten. Die Alphabetisierung erlaubt den Menschen gesellschaftsfähig zu werden, was Wirtschaft, Nachkommen und Kultur beeinflusst. Die Organisation bietet an fast allen Standorten mehrmals wöchentlich Alphabetisierungs-Kurse an. Allein in Alexandria werden jährlich 1000 Menschen alphabetisiert.

    Auch EDV- Kurse werden angeboten: In dem Standort Alexandria ist der Donnerstag für EDV- Kurse vorgesehen, die in etwa drei Monate andauern und Gruppen von ca. 20 Personen lehren.
    Inklusion von Blinden und Behinderten und deren Bildungsförderung ist ein Schwerpunkt, der sich bewährt hat.

    Medizinische Fürsorge
    In diesem Bereich werden eingetragene Patienten monatlich mit Medikamenten versorgt, die sie selbst nicht erwerben können. In Alexandria allein, werden monatlich 3000 Patienten durch Resala medizinisch versorgt. Ein Team aus Ärzten und Apothekern ist in diesem Bereich aktiv und vermitteln Menschen, die dringen Operationen benötigen.
    Neben einer Blutbank und einer hauseigenen Apotheke gibt es auch in diesem Bereich noch weitere Programme, die allerding den Rahmen dieses Artikels sprengen würden.

    Resala ist nur eine von weiteren, sogenannten non-profit organizations.

    Mit meinem Artikel beabsichtige ich nicht, die Herzen der Leser zu erweichen und für Altruismus zu werben. Es geht darum, eine beispielhafte Kooperation von Menschen, Studenten,  Jugendlichen, Erwachsenen, Privathaushalten, Ärzten, Lehrern, Wirtschaftsmännern und weiteren Gruppen aufzuzeigen.

    Gemeinnützige Gesellschaften in Ägypten, die in der Lage waren und sind die Unfähigkeit, das Versagen des Staats zu kompensieren, in sozialen und wirtschaftlichen Bereichen.

    Das habe ich zu Beginn desselben Artikels geschrieben.

    Zum einen geht es darum eine solche  Zusammenarbeit, Verantwortung und den Beitrag vieler Individuen für eine Gesellschaft aufzuzeigen.
    In einem Artikel von spiegel-online, vom 03.03.2012 waren folgende Worte zu lesen. Worte, die ganz einschlägig sind:

    „Wenn die unter uns, die in reicheren und „freieren“ Ländern leben, Ägypten in seiner Übergangsphase helfen wollen, dann müssen wir anfangen zu verstehen, was in all der staubigen und schlaglöchrigen Komplexität passiert. Wir haben nichts zu verlieren außer unseren Klischees.“

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

    (Gastautorin: Fagr Eladly  /  Bilder: Fagr Eladly/Resala  /  Thumb & Bildbearbeitung: Dilan Balci /  Quellen: en.wikipedia.org, resalacharity.com /, www.resala.org/, www.spiegel.de )

  • Immobilienkaufmann/-frau oder finden Sie doch Ihr eigenes Heim

    Sie erledigen zahlreiche Aufgaben in der Bewirtschaftung von Immobilien wie Grundstücke, Wohnhäuser jeder Größe, Wohnungen, Gewerbe- oder Bürohäuser.

    Für die Veräußerung oder Vermittlung von Objekten führen sie Beratungsgespräche sowie Kauf- oder Verkaufsverhandlungen. Außerdem planen und betreuen Immobilienkaufleute Neubau-, Sanierungs- oder Modernisierungsvorhaben. Wenn sie in der Wohnungseigentumsverwaltung tätig sind, führen sie z.B. Eigentümerversammlungen durch understellen Abrechnungen. Auch das technische Gebäudemanagement organisieren sie. Darüber hinaus setzen sie Marketingmaßnahmen um oder erledigen Aufgaben in der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle.
    Immobilienkaufleute sind in allen Bereichen der Immobilienbranche tätig, z.B. in Wohnungsbauunternehmen, bei Immobilien- und Projektentwicklern oder Immobilienmaklern. Auch in den Immobilienabteilungen von Banken, Bausparkassen oder Versicherungen sind sie beschäftigt. Darüber hinaus arbeiten sie gelegentlich in der öffentlichen Verwaltung, z.B. bei Liegenschaftsbehörden.
    Immobilienkaufmann/-frau ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).
    Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft angeboten. Durch Wahlqualifikationseinheiten verfügt dieser Beruf über eine flexible Ausbildungsstruktur. Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.

    Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:
    1. Ausbildungsjahr: € 710
    2. Ausbildungsjahr: € 820
    3. Ausbildungsjahr: € 930

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Studieren ohne Abitur – Viele Wege führen ans Ziel! Aufgepaßt PlanB!

    Berufsausbildung in Deutschland – Ausbildung und duales Studium nach G8
    Ausbildung und duales Studium nach G8. 
Die Absolventenzahlen der nächsten Jahrgänge kumulieren sich in einigen Bundesländern so stark, dass es zu Engpäsen in einigen Studienfächern kommen wird. Da ist gute Information besonders wichtig, welche Studiengänge es gibt.

    Information ist alles 
Haut rein! Geht an die Hochschulen, sprecht mit Leuten, die schon das Studienfach belegt haben, auch ein Ranking im Netz hilft zur Einschätzung der Chancen. Und gut ist auch neugeschaffene Studiengänge und ungewöhnliche näher unter die Lupe zu nehmen. Vieles ist heute möglich in Kooperation mit Unternehmen. So gelingt Euch der Einstieg in die Praxis besonders leicht, da betriebliche Abläufe mit in den Studienablauf eingebunden werden. Im vorliegenden Mentoring4u TV-Ratgeber stellen wir Euch zunächst drei weltweit operierende Unternehmen vor.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika
    Als Immobilienkaufmann/-frau arbeiten Sie in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft. Da gehört es zu Ihrer Aufgabe Kunden in sämtlichen Fragen rund um Haus, Wohnung oder Grundstück zu beraten. Ebenso erwerben, verwalten, vermitteln, vermieten bzw. verkaufen Sie Immobilien und Grundstücke. Sie erledigen zahlreiche Aufgaben in der Bewirtschaftung von Immobilien wie Grundstücke, Wohnhäuser und Wohnungen.

    Hauptsächlich arbeiten Immobilienkaufleute in allen Bereichen der Immobilienbranche, z.B. in Wohnungsbauunternehmen, bei Immobilienentwicklern oder Immobilienmaklern.

    Schauen Sie doch mal im Immobilienverband Deutschland (IVD) nach, dies ist eine Möglichkeit ans wichtige Adressmaterial zu kommen, die können Ihnen auch ganz bestimmt einige Ansprechpartner nennen.

    Ähnliche Berufe hier auf Mentoring4u:
    – Hotelkaufmann/-frau
    – Bankkaufmann/-frau
    – Automobilkaufmann/-frau

    Die perfekte Bewerbungsmappe

    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV– Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung und PlanB
    Haben Sie schon mal darüber nachgedacht noch eine Runde über eine Universität zu drehen, damit können Sie sich selbst noch einmal unter Beweis stellen. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel “Studieren ohne Abi“ .

    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Es gibt immer wieder etwas neues dazu zu lernen. Die Früchte ernten Sie. Auf jeden Fall arbeitet jedes Unternehmen auf seine Art, da ist es nicht verwunderlich, wenn Sie auch nach der Lehrzeit Ihre Technik noch verbessern können. Natürlich können Sie sich jetzt auch selbstständig machen. Suchen Sie sich dafür aber Kollegen, die den Markt bereits kennen und Spaß an einem gemeinsamen Aufbau haben. Aktiv bewegen, müssen Sie sich allerdings selbst. Seien Sie flexibel. Ganz besonders wichtig ist dann Ihre Argumentation. Überlegen Sie sich im Voraus gut, warum Sie wechseln möchten. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen?” Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Autoren: M. Weiss & Dilan Balci (Auszubildende) |  Bild & Thumb: Dilan Balci |  Quellen: www.ivd.net , Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV )

  • Freiwilliges Jahr … oder machen Sie doch was Sie wollen

    Das muss man erst mal verstehen. Ein freiwilliges Jahr nach der Schule anzugehen. Für wen ist das überhaupt etwas, was kommt auf Sie zu und zu wessen Lasten?

    Früher
    Es war einmal….irgendwie war früher alles anders. Wir konnten uns ehrenamtlich betätigen. Das war doch selbstverständlich. Warum muss heute ein finanzieller Anreiz dafür gegeben werden? Vielleicht weil die Wehrpflicht ausgesetzt ist und es keine „günstigen“  Zivildienstleistenden mehr gibt? Es ist also eine gesellschaftspolitische Frage, mit der wir uns hier auseinandersetzen müssen. Wenn sich heute also keiner mehr in sozialen Berufen engagieren möchte, dann fehlt wohl eher der Anreiz. Solange ein Familienvater seine Familie nicht mit seinem Job ernähren kann, solange wird er auch nicht in einen unterbezahlten Arbeitsbereich einsteigen. Das ist eine Frage an die Tarifparteien.

    Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ)
    bietet jungen Menschen von 16 bis 27 Jahren die Chance, etwas für sich und andere Menschen zu tun. U. a. mit Taschengeldausgleich, günstiger Versicherung und Kindergeld für die Eltern.

    Wofür wird eigentlich ausgebildet, auf welchen Schultern und zu wessen Lasten?

    • eine Chance Ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln,
    • die Begegnung mit Menschen,
    • das Erfahren von Gemeinschaft,
    • die Möglichkeit, unsere Gesellschaft mitzugestalten,
    • die Auseinandersetzung mit Glaubensfragen,
    • berufliche Orientierung und das Kennenlernen sozialer Berufsfelder,
    • eine Chance, die persönliche Eignung für einen sozialen Beruf zu prüfen.

    Das FSJ wird ganztägig als überwiegend praktische Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen, insbesondere in Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, einschließlich der Einrichtungen für außerschulische Jugendbildung und Einrichtungen für Jugendarbeit oder inEinrichtungen der Gesundheitspflege und kulturelle Einrichtungen (Einsatzstellen) geleistet. “ Quelle: FSJ

    Demographischer Wandel
    Alles schön und gut, erste Frage ist damit beantwortet. Auf welchen Schultern und zu wessen Lasten noch nicht. Die Frage ist doch, welcher junge Mensch sich das heute leisten kann?  Na klar, der demographische Wandel. Es kommen immer weniger junge Menschen auf „den Markt“ . Jetzt schon? Lesen wir doch im Moment, dass alle Universitäten überfüllt sind. Ist das nächstes Jahr anders? Weit gefehlt, immer mehr Bundesländer verkürzen von 13 auf 12 Schuljahre. Also machen nächstes Jahr wieder zwei Jahrgänge Abitur. Na Bravo, dann hat es sich wirklich gelohnt ein soziales Jahr dazwischen zu schieben. Nächstes Jahr sind die Universitäten und die attraktivsten Ausbildungsbetriebe genauso überfüllt.


    Praktika & Ausbildung
    Eine Alternative könnte sein, sich im Rahmen von mehreren Betriebspraktika direkt auf den Job der Zukunft vorzubereiten. Der Fachkräftemangel macht es möglich. Sie können sich heute den Arbeitgeber aussuchen und probieren. Wenn Sie nach dem Praktikum feststellen, dass Ihnen der Job keinen Spass machen wird, haben Sie nur einige wenige Wochen Zeit investiert. War doch besser als dann ein Leben lang daran zu denken, was man verpasst hat. Was bringt es beispielsweise einer angehenden Krankenschwester, wenn sie im Praktikum schon feststellt, dass sie kein Blut sehen kann. Sicherlich gibt es auch eine andere Einsatzmöglichkeit für sie. Eine solide Ausbildung, sei es eine Lehre mit Hauptschulabschluss, mittlerer Reife oder Abitur ist auch nicht zu verachten.

    Mentor
    Haben Sie schon einmal daran gedacht, sich mit einer fremden Person über Ihre Berufsziele zu unterhalten? Vielleicht lernen Sie im Unternehmen auch einen Menschen kennen, der Sie persönlich weiterbringt.  Oder fragen Sie bei uns nach, vielleicht können wir Ihnen einen Mentor vermitteln. Schreiben Sie an redaktion@mentoring4u.de.

    Arbeitgeber
    sehen es gerne, wenn ihre Mitarbeiter sich gesellschaftlich engagieren. Also ist jetzt die Zeit gekommen, dieses zu tun und auch noch bei echter Bezahlung. Oft kann Ihnen in dem jeweiligen Unternehmen auch die Personalabteilung sagen, in welchen sozialen Projekten sich die Firma engagiert. Es steht Ihnen frei; wo Sie sich gerne beteiligen möchten.

    Verschaffen Sie sich eine günstige Ausgangsposition
    indem Sie einen Schulabschluss nachholen. Wussten Sie eigentlich, dass Sie mit Ihrer beruflichen Vorbildung auch ohne Hochschulreife ein Studium beginnen können? Nein? Dann lesen Sie mal unseren Artikel zu diesem Thema:

    Studieren ohne Abitur – Viele Wege führen ans Ziel!

    Jobben
    By the way, wenn Sie dann studieren, sind Sie im Gegensatz zu Ihren Mitstudenten bereits eine Fachkraft in dem jeweiligen Beruf, den Sie gelernt haben. Danach werden Sie auch bezahlt, wenn Sie sozusagen während des Studiums „jobben“ .  Der Unterschied ist beachtlich.

    Wirtschaft wandert ab
    Frage zwei ist damit beantwortet. Zu wessen Lasten noch nicht. Vielleicht zu Lasten der Wirtschaft, die händeringend Fachkräfte sucht? Vielleicht sucht die Wirtschaft auch einen Grund im Ausland nach günstigeren Arbeitskräften zu schauen. Unterstützen Sie uns dabei, alles zu unternehmen, damit die Wirtschaft nicht abwandert! Und wie wird man Fachkraft? Indem man vorher eine Ausbildung macht. So schließt sich der Kreis. So einfach ist das.

    Pro & Contra
    Wir sind nicht gegen das FSJ und BFD,   wir sind nur der Meinung, dass nicht unbedingt jeder dafür in Frage kommt. Vielleicht ist es nach dem freiwilligen Jahr noch schwieriger einen Ausbildungs- oder Studienplatz zu bekommen. Beschäftigen wir uns doch mal mit der Annahme, Sie würden nach Abschluß Ihrer Ausbildung noch ein freiwilliges Jahr dranhängen. Was halten Sie davon?

    Wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen.

    (Autor: M. Weiss  /  Bild:  M. Weiss   /  Quelle: www.freiwilliges-jahr.de , www.freiwilliges-jahr.de )

  • Standpunkt ll: Verlässlichkeit und Zukunftsaussichten, Aktienbörsen, Energiepreise, Eurostabilität und seine Auswirkungen auf die Ausbildung der Jugend und fast 100.000! Ingenieure gesucht (Teil 2)

    Welche Chancen gibt es in der Wirtschaft für junge Menschen? Weltuntergangsstimmung an den Börsen und warum wir junge Menschen in technikorientierten Berufen brauchen.

    Online-Mentoring, Karriere Menschen

    (Dieser Artikel lebt und erschien am 21. August 2011. Ich habe ihn aktualisiert und er ist genauso aktuell, wie vor knapp 3 Monaten. wir freuen uns auf Ihre Kommentare. M. Weiss)

    Anfang 2000 platzte die Technologieblase
    Damals waren die Börsenindizes noch ein paar Tausend Punkte tiefer als heute und Anleger hatten das gleiche Problem, es gab keine Rendite (Risikoaufschlag) für Ihr Geld. Das könnte sich jetzt aber ändern. Nachdem mit der Finanzkrise 2008 die Zinsen für Länder und Banken ausgesetzt wurden ist es für die beteiligten jetzt doppelt schwer sich wieder an “normale” Zinsen zu gewöhnen. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo 7% normal waren. Auch für Länder wie Italien. 10% Zinsen wurden von Portugal schon in den 90ziger Jahren bezahlt. Da sind sie jetzt wieder. Staatsverschuldung. Auch nicht ganz so neu. Die EZB kauft Staatsanleihen auf. Ich glaube nicht, dass die Staaten Ihre Anleihen nicht zurückzahlen werden. Mit dieser Einstellung stehe ich im Moment auf verlorenen Boden. Vielleicht umschulden warum nicht, tun die Bürger auch ab und an. Die Rückzahlung der Kredite wird zu einem anderen Problem führen, Kursgewinne der EZB. Ist das ein Problem?

    Der Euro ist nicht gescheitert
    Es findet nur zurzeit ein Kräftemessen statt. Seit Monaten versuchen Ratingagenturen Europa herunter zu reden und nun wo sich Europa formiert beginnt die FED die Liquidität der europäischen Banken zu prüfen. Hallo? Sind die Stresstests auf einmal nichts mehr wert und über welche wirtschaftlich starken Volkswirtschaften sprechen wir heute. Ich möchte die Wirtschaftskraft von Italien nicht in Frage stellen. Das Land befindet sich endlich auf einem Reformkurs. Ausgelöst durch den eklatanten Anstieg der Zinsen in den letzten Wochen kommt nun auch Bewegung in die Bevölkerung. Sprechen endlich miteinander. 

    Made in Germany
    Auf der anderen Seite ist es gerade die deutsche Wirtschaft die außerhalb Europas mit den „Made in Germany“ Produkten und Ingenieurleistungen Furore erzielt. Ist der Euro schwach, wenn die Parität 1,30 zum Dollar erreicht? Weit gefehlt, der Wettbewerbssituation der für den Export produzierenden Unternehmen käme das nur entgegen. Andere europäische Nationen bemerken diesen Wettbewerbsvorteil hoffentlich auch bald. Unternehmer haben es bereits bemerkt!

    Verlust der Reputation
    Der internationale Reputationsschaden ist für die Energiewirtschaft und den Maschinenbau von erheblicher Bedeutung. In diesem Zusammenhang sind auch Verzögerungen von Bauprojekten nicht gerade förderlich. Wie wirkt sich das wohl auf Standorte und Ausbildungsplätze für junge Menschen aus, die einen langfristigen sicheren Arbeitsplatz suchen? Von den im internationalen Wettbewerb stehenden deutschen Unternehmen ganz zu schweigen. Denkt keiner dran?

    Handwerk sucht Auszubildende
    Unser Artikel  ”Studieren ohne Abitur – …” ist als Argumentationshilfe zu verstehen. Tun Eltern, die ihren Kindern raten unbedingt studieren zu gehen, einen Gefallen? Wer nach der Haupt- oder Realschule (9 / 10 Klasse Alter 15-17) beispielsweise von der Schule abgeht und z. B. eine 3-jährige Tischlerlehre absolviert, danach eine dreijährige Berufspraxis und einen Meisterkurs erfolgreich beendet, kann ab einem Mindestalter von 24 z. B. Architektur studieren. Wer absolviert sein Studium wohl leichter und hat möglicherweise bessere Zukunftsaussichten? Ist dieses Thema Eltern bekannt? Denkt einer dran und warum spricht keiner mit den Eltern?

    G8 G9 und Wegfall der Wehrpflicht
    Könnte es sein, das die beunruhigenden Nachrichten aus der Wirtschaft dazu geführt haben, dass sich die Jugend zunächst an den Universitäten sammelt, um abzuwarten wie sich die Wirtschaft entwickelt? Nun führt leider G8/G9 und der Wegfall der Wehrpflicht (siehe auch Mentoring4u TV-Ratgeber) dazu, dass sich fast doppelt so viele Studenten in den Universitäten tummeln und wahrscheinlich auch gleichzeitig auf den Arbeitsmarkt drängen werden. Na Bravo! Tolle Aussichten. Denkt einer dran? hatte ich hier an gleicher Stelle am 21.8.11.geschrieben. Haben die Studenten wahrscheinlich alle am 1ten Tag erlebt, denn die Unis sind übervoll. Habe alle Beteiligten gemerkt, spricht keiner mehr von.

    Pflegeberufe
    erfahren eine völlig neue Bewertung. Es gibt nach Wegfall der Wehrpflicht keine Zivildienstleistenden mehr und die Bundeswehr ist selbst als Nachfrager nach Talenten auf dem Fachkräftemarkt. Solange ein Familienvater seine Familie durch seinen Beruf ernähren kann, solange werden in diesen Berufen auch nicht genügend Fachkräfte vorhanden sein. Eine Anpassung der Gehälter ist dringend notwendig. Und Aktionen wie z. B. Männer in reine Frauenberufe gehen so nicht auf.
    Hoffentlich beginnt endlich mal die öffentliche Diskussion.

    Langfristige Energie Sicherung
    Langfristige Sicherung der Energie, die die Unternehmen benötigen um Ihre Unternehmensziele zu erfüllen. Da sehe ich viel eher Schwachpunkte. Vor einigen Jahren haben sich Unternehmen aus Deutschland zurückgezogen, weil Arbeitsplätze zu teuer wurden. Der nächste Auslöser für eine Abwanderung weiterer Unternehmen könnten die Energiepreise sein. Welche Anzahl an interessanten und vielseitigen Jobs verlassen damit Deutschland? Denkt einer dran?

    Fachkräftemangel. Fast 100.000 Ingenieure gesucht! 
“Offene Stellen für Ingenieure auf Rekordniveau” titelte der VDI am 11. August 2011. Welcher Jugendliche oder junge Erwachsene soll sich bei dieser gesamtwirtschaftlichen Situation heute noch für ein Ingenieurstudium entscheiden? Denkt einer dran?

    Ich vermisse jetzt nach drei Monaten immer noch glaubwürdige Ziele und Aktionen, ich sehe immer noch nur Reaktionen.

Warum wir uns damit beschäftigen? Unsere Motivation lesen Sie hier.

    (Autor M. Weiss  |  Bild: froodmat_OM_Froodmat_wf  |  Gestaltung: A. Korkis  |  Quelle: Photocase, www.mentoring4u.de www.vdi.de )