Studieren ohne Abitur – Viele Wege führen ans Ziel! Aufgepaßt PlanB!
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Studieren ohne Abitur – Viele Wege führen ans Ziel!
Verschaffen Sie sich eine günstige Ausgangsposition, indem Sie einen Schulabschluss nachholen? Wussten Sie eigentlich, dass Sie mit Ihrer beruflichen Vorbildung auch ohne Hochschulreife ein Studium beginnen können?
Wollen Sie sich weiterentwickeln? Wenn ja, dann haben Sie die Chance auch ohne Abitur die Hochschule zu besuchen. Denn: Man lernt nie aus!
Ohne Abitur an die Hochschule!
Auch ohne Hochschulreife, allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife oder Fachgebundene Hochschulreife ist es möglich zu studieren. Inzwischen haben alle Bundesländer Regelungen getroffen in denen Praktiker ohne Abitur an einer Hochschule ein Studium absolvieren können.
- Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Jedes Bundesland verlangt unterschiedliche Voraussetzungen doch fast jedes fordert:
- eine mindestens 2-jährige erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung
- plus 3-jährige Berufspraxis
- Mindestalter von 24 Jahren
- Qualifizierte Weiterbildung plus Nachweis der Meisterprüfung*
Welche Zugangsregelungen gibt es?
Nicht immer ist der direkte Zugang in die Hochschule möglich. Oftmals ist für die Zulassung die fachbezogene Eignung (z.B. Meisterbrief) in den ersten Semestern in einem Probestudium** nachzuweisen oder es ist ein Prüfungsverfahren wie z.B. die Zugangsprüfung*** oder das Eignungsgespräch**** nötig.
Welche Zugangsregelungen angewandt werden, ist jeweils nach Bundesland unterschiedlich (siehe Tabelle).
(Quelle: http://www.wege-ins-studium.de/data/File/BBZ_Nachholen_Abschluesse.pdf)
*Meisterprüfung
Beispielsweise zum/zur Meister/in , Techniker/in, Fachwirt/in, Fachkraft aus dem Erziehung –und Pflegebereichs ….
**Probestudium
In einigen Bundesländern besteht für berufserfahrene Praktiker die Möglichkeit sich in einem Probestudium zu eignen.
Das Probestudium dauert in Prinzip zwei bis 4 Semester in Bezug auf ein Studienfach das erworben wurde.
***Zugangsprüfung
In den meisten Bundesländern sind Zugangsprüfungen erforderlich. Die Zugangsprüfung besteht meistens aus einem schriftlichen und einem mündlich Teil und umfasst Allgemeinwissen als auch fachliche Grundlagen des gewählten Studienganges.
****Eignungsgespräch/Direktzugang
In mehreren Bundesländern ist es möglich, das Studium ohne die Zugangsprüfung oder ohne das Probestudium direkt zu beginnen.
Oft wird jedoch vor Aufnahme des Studiums Beratungs- und Eignungsgespräche geführt.
Beispielsweise bietet die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt einen Beratungsservice an. Dort haben Sie die Gelegenheit mehr über ein Studium oder über eine Studienaufnahme zu erfahren und Ihre persönlichen Fragen zu stellen.
Unser Buchtipp: Qualifikationsreserven durch Quereinstieg nutzen
(Autor: Dilan Balci | Bild & Thumb: D.Balci | Quelle: www.wege-ins-studium.de , www.goethe-universität.de Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV)
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(19 Bewertung/en), 




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An die Redaktion von Mentoring4u
Wir haben am Institut beschlossen in diesem Bereich keine falschen Hoffnungen zu wecken. Seit der
Einführung der Studienwege ohne Abitur haben wir in unserem FB erhebliche Probleme mit
Studenten, die keine breite Ausbildung in den Naturwissenschaften mitbringen. Nach dem
2. Semester haben wir viele Abbrecher bei den Studenten ohne Abi. Der Zugang wurde
“erleichtert” aber das System im BSc-Studiengang erschwert das Leben.
Einen freundlichen Gruß aus Darmstadt,
Rafael Ferreiro Mählmann
Karin Wolff: Veröffentlicht wird das selten! Aber trotzdem kommt schon ein Drittel der Hochschulzugangsberechtigten in Hessen über die Berufliche Bildung!
Redaktion Mentoring4u: Karin Wolff, hessische Kultusministerin von 1999-2008
Studieren ohne Abitur ist tatsächlich möglich. Ich habe ebenfalls erst über den 2. Bildungsweg studiert und bereue nicht eine Minute meines Studiums. Diese Entscheidung fiel mir auch nicht sonderlich schwer. Ich habe mir meine Studienrichtung bereits vorab sehr überlegt genau ausgesucht (Neuere Geschichte Europas und Soziologie B.A. Politik M.A.).
Ich setzte mich mit der Universität Rostock in Verbindung und wurde vom damaligen Studienberater sehr ausführlich informiert. Man lud mich zu 3 schriftlichen Prüfungen ein. Zwei waren fachbezogen und eine galt dem Allgemeinwissen. Danach musste ich noch eine mündliche Prüfung im Hauptfach (Geschichte) vor einem Kolloquium absolvieren und wurde promt zum Wintersemester 2004/2005 zugelassen. Alles war neu und anders, als zu arbeiten, denn ich hatte vorher bereits zwei klassische Ausbildungen absolviert und 4 Jahre gearbeitet.
Ich erhielt in den ersten 5 Semestern ganz normales BAFÖG, bewarb mich aber, dankenswerter Weise auf einen Hinweis eines Prof. hin bei der Hans-Böckler-Stiftung, die für den 2. Bildungsweg und Gewerkschaftsmitglieder am ehesten gewählt werden sollte. Die Aufnahmeprozedur dauerte 3 Abende. 1x Gutachtergespräch mit dem Stipendiatengruppenvorsitzenden und seinem Stellv., einer Bewerbung mit Motivationsschreiben und einem ausführlichem Lebenslauf und der dritte Abend war bereits die Zusage. Zwar lies die Zusage fast ein 3/4 Jahr auf sich warten, jedoch erhielt ich ab dem 6. Semester ein Hochbegabtenstipendium von der HBS.
Dieses war an Leistungen gekoppelt. Einerseits wurde man halbjährlich neu begutachtet und sollte sehr viel politisches und soziales Engagement mitbringen und andererseits musste man (wollte ich auch) selbst aktiv in der HBS werden.
Seit dem 7. Semester war ich dann die Stipendiatengruppenvorsitzende und das durchgängig bis zu meinem Studienende 10. Semester. Ich begutachtete neue Stipendienwillige, schrieb Gutachten, organisierte Sitzungen, fuhr zu Weiterbildungen.
Im 10. Semester hielt ich die Abschlussrede der Studenten (vor ca. 450 Personen) in der Universitätskirche von Rostock vor Professoren, Eltern und Absolventen. Ich werde dieses Gefühl nie vergessen.
Wie Sie sehen, ist es möglich, seine Träume in Erfüllung gehen zu lassen. Es kostet zwar Kraft und Durchhaltevermögen und viel Willen, jedoch lohnt sich jede einzelne Minute und ich kann es jedem nur empfehlen.
Meine Dissertation ist in Planung, musste zwar wg. Geldmangel erst einmal auf Eis gelegt werden, jedoch habe ich heute auch die Qualifikation und kann sie jederzeit beginnen und einreichen, sogar noch in 30 Jahren. … Diese Option hatte ich vor meinem Studium nicht …