Was kann ich schon tun? Die Not in Ostafrika ist so groß, dass ich mir hilflos vorkomme. Klar: Ich kann Geld spenden. Viel oder wenig, jedenfalls meinen Teil.

Aber ist das alles?
Ich frage mich, was mit meiner Spende geschieht. Was wird da eigentlich genau gebraucht? Die Diakonie verteilt Trinkwasser, Nahrung und baut Notunterkünfte. Misereor ist mit mobilen Gesundheitsstationen unterwegs, verteilt auch Nahrung und baut Brunnen. Die Liste der Hilfsorganisationen ist lang.
Ich glaube, es lohnt sich, danach zu fragen. Nicht um die Organisationen zu vergleichen! Aber wenn wir anfangen, uns genauer zu informieren, dann werden wir allmählich unseren Blick auf die Welt verändern. Auch bei uns leben schließlich Flüchtlinge. Warum haben sie ihre Heimat verlassen? Kennen sie auch Hunger oder Krieg?
Wir können auch lernen, dankbar zu sein für das, was wir haben. In Somalia versuchen sie jetzt, jedem Menschen täglich 17 Liter Wasser zu beschaffen. Wir verbrauchen im Schnitt 122 Liter am Tag! Ich kann dieses Wasser nicht sparen und nach Afrika schicken – ich kann mir nur bewusst werden, dass es nicht selbstverständlich ist.
Wenn ich weder die Dürre noch die politischen Verhältnisse in Ostafrika verändern kann, dann muss ich eben bei mir anfangen. Denn bei mir kann ich alles ändern, mein Kosumverhalten, meine Einstellung zu Fremden, mein Bewusstsein – mein ganzes Leben, wenn ich will.
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(Gastautor: Sr. Barbara Offermann, Dominikanerin von Bethanien; Riga, Lettland | Bild: Kinderhilfswerk World Vision |Thumb, Bild und Bildbearbeitung: M. Weiss)
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