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Neue Nase mit 14

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ZDF zeigt „37°“-Reportage über Schönheitsoperationen an Teenagern

Zwillinge im Wartezimmer einer Schönheitschirurgin. Joanne ließ sich mit 17 die Nase operieren, Michelle hat ihre Schönheitsoperation noch vor sich. (ZDF Bildstelle)

Mädchen und ihr Traum von Schönheit: Davon erzählt die „37°“-Reportage, die am Dienstag, 10. September 2013, 22.35 Uhr, im ZDF ausgestrahlt wird.  Die 14-jährige Sahar findet ihre Nase nicht schön. Am liebsten hätte sie die ihres Lieblingsstars Lana de Rey. Genau wie die Zwillinge Michelle und Joanne (18) findet Sahar, dass ihre eigene Nase nicht dem Ideal entspricht. Alle drei sind bereit, sich die Nase korrigieren zu lassen. Das „37°“-Team begleitet die Mädchen zum Schönheitschirurgen und im Alltag, in dem sich alles um Mode und Schönheit dreht. Die Reportage zeigt die Konflikte mit den Eltern, die Schönheitsoperationen ablehnen. Sahars Eltern argumentieren mit inneren Werten, die wichtiger seien als die äußere Erscheinung. Doch die ständigen Diskussionen mit der Tochter führen schließlich dazu, einen Schönheitschirurgen aufzusuchen, um ihn entscheiden zu lassen und den ständigen Auseinandersetzungen ein Ende zu bereiten.

Joanne hat sich ihren Traum bereits erfüllt: Mit 17 ließ sie sich operieren. Schon seit ihrem zwölften Lebensjahr dachte sie daran, ihr Gesicht zu verändern: „Wenn ich in den Spiegel geguckt habe, sah ich nur meine Nase.  Auch wenn andere sagten, es fällt gar nicht auf, mich hat sie gestört.“ Joanne hat eine Zwillingsschwester. Was beide nun voneinander unterscheidet, ist die Nase. Doch Michelle möchte nachziehen und sich ebenfalls verändern: „Ich hatte immer Angst vor einer Schönheitsoperation. Aber wenn ich die schöne Nase meiner Schwester sehe und wie einfach das ist, chirurgisch einzugreifen, dann möchte ich genauso schön werden.“ Ihre Mutter hat zunächst nicht verstanden, warum ihre Töchter mit ihrem Äußeren unglücklich waren. Als sie aber merkte, wie groß der Wunsch war, gab sie nach.

Ging es vor Jahren noch darum, dem reifen Körper mit Skalpell und Silicon wieder zur jugendlichen Spannkraft zu verhelfen, wünschen sich heutzutage immer mehr Teenager eine Korrektur. Zwar werden bisher nur 1,3 Prozent aller Schönheitsoperationen in Deutschland an Minderjährigen durchgeführt, doch immer häufiger tauchen Teenies in den Praxen auf und fragen nach Brustvergrößerungen oder Nasenoperationen. In sozialen Netzwerken wird heftig darüber diskutiert und um potentielle Kunden geworben: Das Internet ist voll von Angeboten, und selbst Beautyzeitschriften verlosen Schönheitsoperationen.

Bitte lesen Sie dazu auch den Mentoring4u Buchtip: Schönheit, Liebe, Körperscham von Christina Mundlos

(Mainz, 6. September 2013, ZDF-Pressestelle  /  Bilder: ZDF Pressestelle  Joanne und Michelle sind Zwillinge  / Internet: http://37grad.zdf.de http://twitter.com/ZDF)

Kommentare

7 Kommentare zu „Neue Nase mit 14“

  1. Avatar von bassima oussi from Damaskus
    bassima oussi from Damaskus

    Hi, the nose aesthetic surgery become more &and more like a fashion, but I am not with this surgery unless it is for medical reason like my situation I have a big nose but i like it on my face and i feel i am going to change my profile and personality if i do any thing in my nose

  2. Avatar von Christina Mundlos

    Operationen, die medizinisch nicht notwendig sind, sollten an Minderjährigen verboten werden. Stattdessen sollten sich Eltern, Kinder und Ärzte und Ärztinnen mit der Frage nach den Ursachen solcher Wünsche auseinandersetzen. Daran schließt sich dann eventuell eine Psychotherapie an und in jedem Fall eine Medienkritik, die auch politisch Gehör finden sollte! Es ist blanker Wahnsinn, dass hier Körperteile operiert und abgeschnitten oder ausgestopft werden, die vollkommen in Ordnung sind – einfach nur als Kompensationshandlung. Mehr zu den Hintergründen des weiblichen Unwohlseins im eigenen Körper steht in meinem Buch „Schönheit, Liebe Körperscham. Schönheitsideale in Zeitschriften und ihre Wirkung auf Mädchen und Frauen“.

  3. Avatar von Dagmar Hugget
    Dagmar Hugget

    Abwarten, auf die Nase kommt es doch nun wirklich nicht an, ist der Zwilling nun schöner und glücklicher?

  4. Avatar von Regina van Dinther
    Regina van Dinther

    Habe den Film gesehen, absolute Luxusprobleme und mit den Problemen die Jugendliche bewegen , die in meinem Umfeld sind,nicht zu vergleichen. Anna ging heute ihre Pfadfindergruppe leiten, Andi zum Job in dem Getränkemarkt, Moritz lernte für seine morgige Klausur, mit Bella hab ich eine politische Veranstaltung besucht und Lukas diskutierte um einen Zuschuss zu seinem Auto,was er für benötigt , um seine Ausbildungsstelle zu erreichen. Dann ging es noch um die Handballmanschaft der Jungen und um Kleiderfragen bei den Mädels…das alles ist unser normaler Alltag…

  5. Avatar von Simone Stephan
    Simone Stephan

    Abgesehen von den gesundheitlichen Risiken, schließe ich mich voll und ganz Frau van Dinther an. Der Ansatz sollte aber vielleicht auch noch ein anderer sein… Unsere mediale Welt „verkorkst“ das Gedankengut und das Selbstbild vieler junger (und leider auch älterer) Menschen. Schönheit und Selbstwert können nicht durch Hochglanzblätter kreiert werden. Vielleicht etwas altmodisch gedacht, aber wäre es nicht schön, wenn wir wieder mehr den Menschen und sein Handeln für den Nächsten in den Fokus rücken? Dann würden wir Schönheit sehen, die man nicht mit „Photo-Shop“ erreichen kann. Zum Glück hat das in meiner Familie ganz gut geklappt … L.G.

  6. Avatar von Volker Scharlowsky, Berlin
    Volker Scharlowsky, Berlin

    Schönheits-OP für Jugendliche: eine schwer greifbare Welt für einen Vater zweier Söhne mit eher anderen Interessenlagen (Sport etc.). Vielleicht aber drei Überlegungen: für den (nicht eingetretenen) Fall des Wunsches nach Piercings/Tattoos gab es für mich zwei klare Grenzen: nie mit meinem Geld und nie bei Minderjährigen. Und: Kopie („die Nase von …“) bleibt Kopie und ist nie so viel wert wie ein Original. Ausnahmen für kosmetische OP bei Jugendlichen sind für mich beispielsweise Vorhaben, Unfallnarben zu minimieren. Also: Jugendliche haben bei Mode und Erscheinungsbild oft andere Vorstellungen als die Älteren/Eltern – aber es ist dan auch unsere Aufgabe, unsere Grenzen zu ziehen und zu diskutieren. In diesem sinne dürfte es auch spannend sein, zu beobachten, wie die medizinische Seite argumentiert.
    9.9.2013 Volker Scharlowsky, Berlin

  7. Avatar von Regina van Dinther
    Regina van Dinther

    Eltern sollten ihre Kinder lieben und sie darin bestärken, dass sie so wie sie sind , geschätzt und einzigartig sind.
    Auf Schönheit, Größe , Intelligenzquotient oder Begabung in Sport oder Musik kommt es nicht an.
    Leider projizieren viele Eltern ihre eigenen Wunschvorstellungen auf ihre Kinder, denn sonst könnte es solche Auswüchse wie Schönheitsoperationen bei Kindern nicht geben.

    Regina van Dinther
    Mutter von zwei und Tante von 10 Kindern

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