Wer die Freiheit aufgibt,
um Sicherheit zu gewinnen,
wird am Ende beides verlieren.
(Benjamin Franklin 1706-1790 US-Staatsmann, Ökonom und Naturforscher)
Wir starten im Januar 2014 mit dieser neuen Rubrik. Wir freuen uns, wenn Sie lieber Leser/in Spaß daran haben, diese in Ihrem Sinne zu kommentieren.
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ZDF-Umweltdokureihe „planet e.“ über schlafraubende Schadstoffe
Eigentlich soll das Schlafzimmer ein Raum der Erholung sein. Doch gerade dort geht es gefährlich zu. Baubiologen, Umweltmediziner sowie ein Matratzentester zeigen am Sonntag, 5. Januar 2014, 14.45 Uhr, in der ZDF-Umweltdokureihe „planet e.: Gefahr im Schlafzimmer“, wo die Gefahren lauern.
So wie man sich bettet, so liegt man, sagt der Volksmund. Keine schöne Vorstellung. Zumindest nicht, wenn viele von uns nach Meinung von Experten auf Millionen von Milben beziehungsweise einem Haufen Milbenkot schlafen. Im Schnitt befinden sich zwei Millionen Milben in einer Matratze.
Vor allem in Bettwäsche, Matratzen und Möbeln befinden sich zudem häufig chemische Stoffe wie Formaldehyd, Lösungsmittel, UV-härtende Lacke oder Weichmacher, die uns krank machen können. Heute ist diese Erkrankung (MCS) von den Krankenkassen anerkannt. Etwa zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung zeigen die Symptome – Tendenz steigend.
Ich wünsche den jungen Leuten für 2014 Kraft ihre Träume zu verwirklichen, Menschen an ihrer Seite die zu ihnen stehen, Mut machen, kritisch sind, fordern und fördern.
Ich ermutige alle, ob Jung oder Alt – sich für ihre Ziele einzusetzen und dabei den Nachbarn nicht zu vergessen. Niemand ist für sich alleine stark
Ich hoffe, im neuen Jahr wieder mehr wollen zu können und weniger müssen zu müssen. Hans „Johnny“ Klein (1931-96), dt. Journalist, Regierungssprecher
Fagr Eladly
Neujahresgrüße können euch berühren, begeistern oder auch einfach schmunzeln lassen. Ich möchte es nicht bei einem mehr oder weiniger pathetischem Spruch belassen. Denn nichts ist eindrücklicher, als eine kurze Anekdote, eine Situation, die unserem Alltag nahe steht, deren Akteure unsere Lebensumstände teilen und für uns stellvertretend sind.
Im Dezember dieses Jahres, an der Medizinischen Uni Heidelberg, im Seminar der Gesundheitsökonomie mussten wir uns für zehn Minuten mit den Flüchtlingen aus Lampedusa befassen, um den Konflikt anschließend zu besprechen und „konstruktive“ Vorschläge hervorzubringen: „Politiker sollen…“, „Niemand ist illegal“, „Wir müssen unseren Idealen ….“ „Warum machen wir nicht…“
Der Text war gelesen, das Seminar beendet, eine Diskussion hatte stattgefunden mit der Erkenntnis, dass alles sehr komplex sei und in der Mittagspause wurde wieder lauthals gelacht. Einige erfuhren im Zuge des Seminars überhaupt zum ersten Mal von der „Tragödie“.
Drei Tage später sitze ich im Zug, lese die Topnachrichten auf dem „Smartphone“ und stutze. Ich muss sogar blinzeln, ob ich richtig lese. Denn lesen kann ich, das steht fest.
Aber die Nachricht hatte mich wirklich getroffen: Etwa 3500 Schüler haben am Donnerstagvormittag für die Rechte von 300 in Hamburg lebenden Flüchtlingen demonstriert.
Stutzig wurde ich auf Grund zweier Tatsachen:
1. Der Kontrast zu unserem „Medizin –Seminar“, der Art, wie die Mehrheit mit der Problematik letztendlich umgegangen war, trotz der allgemeinen Einsicht, dass es sich um einen Konflikt handelt, der uns alle betrifft.
2. Die Geste, die die Schüler sehr deutlich und eindrücklich gesetzt haben und die Tatsache, dass sie aus eigenem Willen für ein Ideal gehandelt haben. Sie hatten erkannt, dass sie Verantwortung tragen, für ihre Gemeinschaft, ihre Gesellschaft, für das woran wir glauben. Eine Geste, die Deutschland nur bereichern kann!
Denn unsere Ideale und Prinzipien sind oft schon in uns verankert, aber oft fehlt uns sie die Einsicht, dass wir handeln können und müssen, dass wir vermögen, Zeichen zu setzten und zu verändern.
In diesem Sinne wünsche ich Euch ein – in jeder Hinsicht- erfolgreiches Neues Jahr.
Vorsätze sind so ziemlich das Schlimmste, was man sich für ein neu beginnendes Jahr machen kann. Nicht mehr rauchen, weniger trinken oder mehr Sport sind die beliebtesten Dinge, an denen man dann ein Jahr lang das Scheitern vorzeigen kann, um im kommenden Jahr genau die gleichen Vorsätze zu fassen. Wir machen uns etwas vor.
Auch wenn ich mich nicht sonderlich alt fühle, so merke ich, dass meine Kindheit und Pubertät so ganz anders verlaufen sind als die heutigen. Als ich den 80ern und 90ern groß wurde, da konnte man vielleicht wirklich noch Kind sein. Es gab keine Gegenstände, von denen man abhängig war. Das Mobiltelefon war zwar schon in greifbarer Nähe, aber eben noch nicht da. Der sogenannte „C 64“ eroberte den Markt und begann, die Süchte der Menschen einzufangen.
Es klingt alles nach Verteufelung, nicht wahr? Soll es gar nicht. Der technische Fortschritt ist ein Segen für uns Menschen. Er zeigt schließlich, wozu wir Menschen in der Lage sind. Der Mensch kann erfinden, ja irgendwie erschaffen – geradezu göttlich. Anders als die göttliche Schöpfungskraft, die unendlich ist, erfinden wir immer wieder neu und anders. Die Richtung dabei ist allerdings stets klar: höher, schneller, weiter und ja, noch mehr. Unsere Erfindungen sollen unser Leben erleichtern und bereichern – je mehr, desto besser – denken wir.
Bei all dem Erfinderreichtum und der regelrechten Jagd nach Rekorden haben wir alle vergessen, dass Fortschritt dem Menschen dienen soll und nicht andersherum. Wir alle kennen es inzwischen: Handy morgens beim Aufstehen, auf der Toilette, während des Unterrichts, während des Essens, im Kino, beim Date, und beim Zubettgehen. Es gibt inzwischen gar keinen gesunden Abstand mehr zu diesen Dingen. Die Welt spricht von Apps, Games und Facebook und twittert.
Der Anblick von Smartphones überall nervt gewaltig. Am Frühstückstisch wird inzwischen nicht mehr miteinander gesprochen, nein! Zur Not kann man sich ja whats app-Nachrichten über den Tisch hin- und herschicken…
Vielleicht wäre es erstrebenswert, seine Mitmenschen wahrzunehmen, sie anzulachen und ein Gespräch zu führen.
Hätte man mir vor zwanzig Jahren gesagt, es wird einmal ein besonderer Vorsatz sein, sich am Tag 15 Minuten Zeit zu nehmen und nichts, aber auch gar nichts zu machen, nicht lesen, nicht schreiben, so hätte ich das belächelt.
Heute merke ich, dass es das ist, was das Menschsein ausmacht: Ruhe finden – ohne technische „Hilfsmittel“ …
(Gastautorin: Lamya Kaddor ist deutsche muslimische Religionspädagogin, Islamwissenschaftlerin und Autorin syrischer Herkunft. Kaddor ist erste Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes, Quelle Wikipedia)
Jungen Menschen wünsche ich Offenheit für das Neue, Frische für den Umgang mit dem Mühsamen, Herzlichkeit, wenn es um die Begegnung mit Fremden zu tun hat und Hartnäckigkeit, wo die DURCHSETZUNG VON PRINZIPIEN wichtig ist, damit unsere verfassungsgarantierte Freiheit keinen Schaden nimmt. Egoismus ist der größte Feind einer menschenorientierten Hausordnung für alle.
(Gastautor: Thomas Goppel, ist deutscher Politiker der CSU und Mitglied des Bayerischen Landtags. Er war von 1986 bis 1998 und 2003 bis 2008 in verschiedenen Funktionen Mitglied der Bayerischen Staatsregierung. Quelle Wikipedia)