mentoring4u

Kategorie: Frauenpower

  • Service Learning? Eine positive Frauenpower-Bilanz und wie man sein Leben zum Beruf macht

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Es ist an der Zeit, soziales Engagement an Unis zu belohnen, ein erster Lichtblick für Frauenkarrieren und außerdem: Erfahrungen künstlerisch verarbeiten.

    Screenshot netzwerk

    Neben dem Studium die Zivilgesellschaft retten
    Heute sind wir auf das Hochschulnetzwerk „Bildung durch Verantwortung“ (BdV) gestoßen. Warum Hochschulen? Nun, angeblich sind Studenten die aktivste Gruppe überhaupt, die sich ehrenamtlich engagiert. Und wer kriegt’s mit? Eben. Service Learning ist dabei ein eigenes Lehrkonzept bei BdV, das bürgerschaftliches Engagement in den regulären Unterricht bzw. den Unialltag integriert. Auch das Deutsche Studentenwerk bemüht sich um die Würdigung der Studi-Aktivitäten und verleiht alle zwei Jahre einen Preis, gestern wieder einmal. Nicht nur, dass es gut im Lebenslauf aussieht, man erlernt Verantwortung und eine eigene Sicht auf die Welt. Denn für unsere Mitmenschen engagieren wir uns und nicht für den Personalchef.

    Screenshot karriere, Deutschlands neue Chefinnen

    Frauen sind auf dem Vormarsch
    Endlich mal eine gute Nachricht: Statt wie üblich festzustellen, was Frauen alles falsch machen und warum sie noch nicht in der Führungsspitze angekommen sind, zeigt uns Karriere.de heute eine vorbildliche Auswahl, was bisher richtig gemacht und wo Erfolge erzielt wurden. Das hebt die Laune, also unbedingt lesen.

    Screenshot Afghanistan, Theater-Premiere

    Wissen, was gespielt wird
    Elijah Escobar ist Schaupieler und Rapper. Ursprünglich kommt er aus Afghanistan und hat so manche schwere Erfahrungen hinter sich. Wie erträgt man so etwas? Auswandern, einwandern, integrieren? Elijah hat seinen eigenen Weg gefunden: Er verarbeitet all dies in seiner Musik und der Schauspielerei. Man kann nicht nur Hobbys zum Beruf machen, zeigt er, sondern auch sein Leben: Passenderweise hat morgen Abend in Hannover das Theaterstück „Tariqs Auftrag“ Premiere. Und dort spielt Elijah einen jungen Mann, der ihm nicht ganz unähnlich ist. Eine spannende Sicht auf den Inhalt des Stückes, finden wir.

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Korkis | Quellen: www.netzwerk-bdv.de, www.karriere.de , www.afghanistan-blog.de)

  • Krise ist mein zweiter Vorname, Frauen sind zu bescheiden und ab heute geht’s leichter ins Ausland

    Heute bei unseren Fundstellen im Netz: Was man als Krisenexperte den ganzen Tag lang macht, eine weitere Studie belegt, dass Frauen zu wenig fordern und „Wege ins Ausland“ hat einen neuen Internetauftritt.

    Screenshoot zeit.de

    Ausnahmezustand-Manager
    Überschwemmung, Wirbelstürme, Erdbeben, Waldbrände. Hilfsorganisationen sind immer schnell vor Ort. Doch wer sind eigentlich diese Menschen, die das alles organisieren? Ab heute wissen wir, die heißen Krisenexperten und kümmern sich um so ziemlich alles, was außerhalb der Norm liegt. Und nein, das sind nicht irgendwelche Ökos, der heutige Artikel zeigt eindeutig auf, dass es inzwischen auch Master-Studiengänge zu den verschiedensten „Katastrophenbereichen“ gibt und wo solche Absolventen gesucht werden. Daumen hoch für die Aufwertung dieser Berufsgruppe, ohne die in Krisenzeiten nichts laufen würde.

    Screenshoot spiegel.de

    Sind die Frauen selbst schuld?
    Einmal neu und einmal alt: Bekannt ist, das Frauen deutlich weniger verdienen als Männer. Was wir heute allerdings der Studentenspiegel-Umfrage entnehmen, zeigt: Das liegt nicht unbedingt daran, dass sie von Männern künstlich klein gehalten werden. Oftmals sind es die Frauen selbst, die ihr Licht unter den Schemel stellen, als seien ihre Qualifikationen nicht so wichtig. Warum das so ist und ob man mit Training und Gesetzesvorlagen dagegen angehen kann, ist an dieser Stelle erst mal fraglich, denn im Endeffekt ist alles eine Einstellungssache. A propos, angeblich sind Karrierechancen für Frauen derzeit so gut wie nie. Das wäre doch mal ein Anlass, die Einstellung zu ändern.

    Screenshoot wege-ins-ausland.netzcheckers.net

    Sechs Wege ins Ausland haben ein neues Gesicht
    Der Arbeitskreis „Wege ins Ausland“ hat nun einen neuen Internetauftritt. Erster Eindruck: Recht schlicht und nüchtern, aber schließlich soll man ja keine Ewigkeit auf dieser Seite verbringen, sondern auf eine der sechs Institutionen klicken, die Wege ins Ausland bietet. Auf jeden Fall ist die erste Orientierung durchaus gelungen, man findet sich schnell zurecht. Auch ein Twitter-Auftritt hat es auf die Seite gebracht, ebenso wie integrierte RSS-Feeds. An Aktualität mangelt es also nicht und die wichtigsten Informationen zu den verschiedenen Programmen sind zum Glück kurz und prägnant gehalten. Wer also ins Ausland möchte, findet hier garantiert das richtige Programm oder zumindest den richtigen Ansprechpartner.

    (Autor: A. Sokolowski | Screenshots: A. Korkis | Quellen: www.zeit.de, www.spiegel.de, http://wege-ins-ausland.netzcheckers.net)

  • MINT für Mädchen statt Serienabklatsch

    Mädchen Metall Schild Schutz

    Die Schere zwischen typisch männlichen und typisch weiblichen Jobs scheint nicht kleiner zu werden. Und Schuld ist: Das Fernsehen!

    „Weibliche“ und „männliche“ Berufe
    Es gibt über 350 Ausbildungsberufe in Deutschland, von denen etwa 14 als typische Frauenberufe charakterisiert werden können. Fast 80% der dort Beschäftigten sind Frauen, in den typischen Männerberufen sind weniger als 20% Frauen vertreten. Nicht nur, dass Frauen seltener ein „männerlastiges“ Fach studieren und im Schnitt weniger verdienen als Männer, hinzu kommt, je „weiblicher“ ein Beruf ist, desto niedriger ist das Einkommen. Das könnte man ändern, wenn sich die Neigungen von Jungs und Mädchen umverlagern würden.

    Initiativen steuern gegen
    Der Orientierungsschere entgegen wirken bereits Initiativen wie der Girl’s Day, der junge Mädchen für technische Berufe begeistern soll, aber auch das Projekt „Neue Wege für Jungs“, das Jungen Berufe im Pflege-, Erziehungs-, Sozial- und Dienstleistungsbereich attraktiv machen soll.

    Fernsehserien als Berufsorientierung
    Leider immer noch zu wenig, wenn man sich die aktuelle Studie des Bildungsministeriums anschaut, die auf der internationalen Konferenz „MINT und Chancengleichheit in fiktionalen Formaten“ am Montag veröffentlicht wurde: Tatsächlich werden nur 13% aller Mädchen auf ihren Berufswunsch durch die Schule aufmerksam, 17% durch Berufsberatung und 20% durch Infosendungen. Der Spitzenreiter: TV-Serien mit 23%!

    Verzerrte Darstellung der Wirklichkeit
    Da drängt sich einem die Frage auf, wie viel Einfluss, Unterhaltungssendungen auf unsere Gesellschaft haben. Denn effektiv sind zwar Frauen in fiktionalen Formaten überwiegend berufstätig – was der Realität nicht entspricht, denn Hausfrauen kommen im Fernsehen so gut wie nie vor – aber dann auch nur in frauentypischen Berufen, wie Ärztin, Verkäuferin oder Lehrerin. Dagegen spielen im Fernsehen nur 0,7% der Darstellerinnen eine Frauenrolle in Forschung und Naturwissenschaft, nur 0,5% üben einen technischen Beruf aus. Das sind genau die Berufe des so genannten MINT-Sektors – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik –, in denen „in Zukunft Fachkräftemangel herrschen wird“, betont Bundesministerin Anette Schavan.

    Die Flimmerkiste als Chance?
    Dabei ist der Mangel keine Frage der Intelligenz. Längst ist bekannt, dass Mädchen statistisch gesehen bessere Noten als Jungs haben und höhere Bildungsabschlüsse erreichen. Das Kernproblem liegt also woanders: nämlich in der Sozialisierung durch Eltern, Schule und Freunde. Dies anzupacken und zu ändern, wird wohl noch eine Weile dauern, vielleicht ist es auch unmöglich. Aber an einer Stelle kann man bereits jetzt ansetzen: In amerikanischen TV-Formaten werden Frauen in MINT-Berufen häufiger dargestellt als hierzulande. Und mal ehrlich, welches Mädchen findet die abgedrehte Forensikerin Abby Scuito aus Navy CIS oder Viper-Pilotin Kara Thrace nicht cool?

    (Autor: A. Sokolowski | Foto: designhunter | Quelle photocase)