
Vor fünf Wochen, im Februar diesen Jahres 2011, war Mentoring4u.de mit der Mentoren-Intiative “Auf die Socken, fertig, los!” in fünf Haupt-, Real- und Gesamtschulen Deutschlands. Heute möchten wir unsere Auswertungen der Woche mit Ihnen teilen. In kompakter Form versteht sich, denn schon Rudolf Augstein wusste:
“Die Zahl derer, die durch zu viele Informationen nicht mehr informiert sind, wächst.”
Autor: Rudolf Augstein (1923 – 2002), deutscher Journalist, Verleger, Publizist und der Gründer des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel”.
Statistik macht Spaß
Besonders wenn sie das belegt, was uns schon die Mehrzahl der diesjährigen 54 Mentoren aus 11 Branchengebieten und der über 800 erreichten Schüler gesagt haben. Das Mentoring4u-Team entwickelte einen Fragenbogen, der an die beteiligten Mentoren, Schulleiter und Lehrer verteilt wurde. Zunächst beeindruckt die hohe Rücklaufrate von 89%!
Auf die Frage: “Wie hat Ihnen die Mentoreninitiative generell gefallen?” antworteten 98% mit “wie erwartet” und “über meiner Erwartung”. Ebenso waren 89% mit der Struktur, Organisation und der Betreuung während der Veranstaltung zufrieden oder sehr zufrieden.
Es ist noch kein Mentor vom Himmel gefallen
Bei der Frage: “Waren Sie durch die Informationen im Vorfeld gut auf Ihre Rolle als Mentor vorbereitet?” antworteten 58% zufrieden und 10% der Mentoren sogar mit “über meiner Erwartung”. Allerdings wünscht sich ein Drittel unserer Mentoren eine noch bessere Vorbereitung auf ihre wichtige Rolle als Ratgeber der jungen Leute. Dies ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass 67% unserer Mentoren das allererste Mal an einem Mentorenprogramm teilnahmen! Trotz einiger Unsicherheiten im Vorfeld der Veranstaltungen, finden wir es einen großen Erfolg, dass 93% Mentoring4u uns wieder bei unseren Mentorenprogramme unterstützen werden. Vielen Dank!

Auch Schüler sollten sich bereitmachen
60% der beteiligten Mentoren, Lehrer und Schulleiter fanden die Auswahl der Schulen “absolut richtig” und 33% richtig. Bei der Einschätzung, ob die Schüler gut auf die Mentorentage vorbereitet wurden, gehen die Meinungen auseinander: lediglich 15% finden dies absolut korrekt und 44% richtig. Immerhin mehr als 20% der Mentoren finden, dass diese Vorbereitung von Seiten der Schüler noch besser sein könnte. Auch die Lehrer sehen das überwiegend so, nur müssen sie diese Vorbereitung längerfristig mit in den Unterricht integrieren.
Geteilte Einschätzung
Bei der Frage: “Waren Ihrer Meinung nach die Schüler interessiert, Mentoren kennenzulernen?” gibt es ein recht differenziertes Ergebnis. Während fast die Hälfte der Antwortenden das mit “Ja” beantwortet, ist sich die andere Hälfte nicht sicher. Einige Stimmen schlagen sogar vor, den Schülern den Besuch und die Beratung durch die Mentoren auf rein freiwilliger Basis anzubieten (und nicht als Pflichtveranstaltung), um die Motivation der Klasse noch zu erhöhen und den Austausch zwischen Mentor und Schüler zu optimieren.
Nachhaltigkeit
Dass diese Mentoren-Initiative zum nachhaltigen Austausch beiträgt zeigt, dass 65% der Mentoren angeben, viele persönliche Erkenntnisse aus der Begegnung mit den Jugendlichen gezogen zu haben. Das macht deutlich, dass Unternehmen mit den Mentoren vor den Klassen eine wunderbare Chance haben, ihre Fachkräfte von morgen schon frühzeitig kennenzulernen, für ihre Ausbildungen zu interessieren und zu motivieren.
Mehr Zeit und kleinere Gruppen
Auch wenn über die Hälfte der Antwortenden den Zeitrahmen der Mentoren-Mentee-Gespräche in der Klasse als passend bewertetet, so wünschen sich 69% der Lehrer und Mentoren doch mehr Zeit – besonders für die Einzelgespräche. Hier werden wir in jedem Falle versuchen, den Austausch weiter zu verbessern und die Schulen bitten, wenn organisatorisch möglich, auch den Nachmittag mit Gesprächen zu füllen.
Wenig Technik
Mentoren und Lehrer sind sich hier einig: 69% bewerten die freie Rede als das angemessene Mittel, um die Schüler zu erreichen. Ein Drittel findet den Einsatz von mehr Technik (Videos, Präsentationen) für die Vorstellung ihrer Unternehmen und deren Aufgabengebieten und Einsatzmöglichkeiten für junge Mitarbeiter hilfreich. Auch hier werden wir versuchen, je nach Vorgaben der Schulen, den individuellen Wünschen der Unternehmen und unserer Mentoren noch besser nachzukommen.

Und was sagen die Schüler?
Die teilnehmenden Schüler der Klassenstufen 8., 9. und 10. Klasse waren insgesamt begeistert von der Möglichkeit, so nah an Menschen aus der Berufswelt heranzukommen. Auch neue Berufsbilder und Karrierewege konnten sie kennenlernen. Es wurde aufmerksam zugehört und anschließend sehr viele Fragen gestellt. Übrigens: in jeder Schule wurden im Anschluss Mentorenfavoriten gewählt!
Einige Schüler waren pfiffig und flott und bewarben sich umgehend nach der Veranstaltungswoche bei einem Mentorenunternehmen. Sie erhielten die Chance auf einen Praktikumsplatz oder eine Ausbildungsstelle. Wir gratulieren und werden später darüber berichten.
Zwischen einigen Unternehmen und Schulen werden Bildungspartnerschaften zustande kommen, d.h. regelmäßig werden Schüler der jeweiligen Schulen in die Betriebe gehen können. Dies gibt Perspektive und Verlässlichkeit für beide Seiten. Das Mentoring4u Team freut sich darüber ganz besonders!
Zweimal im Jahr “auf die Socken”: Ihr Einsatz Mentor!
Die regelmäßige Mentoren-Initative “Auf die Socken, fertig, los!” ist unser Einsatz, junge Menschen und Wirtschaftsunternehmen zusammen zu bringen. Frühzeitige Information und Kontakt zu Unternehmen unterstützt die Karriereplanung. Mentoren etablieren als Botschafter ihres Unternehmens den direkten Zugang zum Nachwuchs.
Darüber und über weitere Initiativen berichten wir Ihnen regelmäßig und bedanken uns herzlich bei allen, die uns darin unterstützen!
(Autor: C. Amrhein | Photos: neelz (Artikel), benvenuto (Thumb) www.photocase.de | Quelle: www.mentoring4u.de)
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