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Schlagwort: Ausbildung

  • MINT für Mädchen statt Serienabklatsch

    Mädchen Metall Schild Schutz

    Die Schere zwischen typisch männlichen und typisch weiblichen Jobs scheint nicht kleiner zu werden. Und Schuld ist: Das Fernsehen!

    „Weibliche“ und „männliche“ Berufe
    Es gibt über 350 Ausbildungsberufe in Deutschland, von denen etwa 14 als typische Frauenberufe charakterisiert werden können. Fast 80% der dort Beschäftigten sind Frauen, in den typischen Männerberufen sind weniger als 20% Frauen vertreten. Nicht nur, dass Frauen seltener ein „männerlastiges“ Fach studieren und im Schnitt weniger verdienen als Männer, hinzu kommt, je „weiblicher“ ein Beruf ist, desto niedriger ist das Einkommen. Das könnte man ändern, wenn sich die Neigungen von Jungs und Mädchen umverlagern würden.

    Initiativen steuern gegen
    Der Orientierungsschere entgegen wirken bereits Initiativen wie der Girl’s Day, der junge Mädchen für technische Berufe begeistern soll, aber auch das Projekt „Neue Wege für Jungs“, das Jungen Berufe im Pflege-, Erziehungs-, Sozial- und Dienstleistungsbereich attraktiv machen soll.

    Fernsehserien als Berufsorientierung
    Leider immer noch zu wenig, wenn man sich die aktuelle Studie des Bildungsministeriums anschaut, die auf der internationalen Konferenz „MINT und Chancengleichheit in fiktionalen Formaten“ am Montag veröffentlicht wurde: Tatsächlich werden nur 13% aller Mädchen auf ihren Berufswunsch durch die Schule aufmerksam, 17% durch Berufsberatung und 20% durch Infosendungen. Der Spitzenreiter: TV-Serien mit 23%!

    Verzerrte Darstellung der Wirklichkeit
    Da drängt sich einem die Frage auf, wie viel Einfluss, Unterhaltungssendungen auf unsere Gesellschaft haben. Denn effektiv sind zwar Frauen in fiktionalen Formaten überwiegend berufstätig – was der Realität nicht entspricht, denn Hausfrauen kommen im Fernsehen so gut wie nie vor – aber dann auch nur in frauentypischen Berufen, wie Ärztin, Verkäuferin oder Lehrerin. Dagegen spielen im Fernsehen nur 0,7% der Darstellerinnen eine Frauenrolle in Forschung und Naturwissenschaft, nur 0,5% üben einen technischen Beruf aus. Das sind genau die Berufe des so genannten MINT-Sektors – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik –, in denen „in Zukunft Fachkräftemangel herrschen wird“, betont Bundesministerin Anette Schavan.

    Die Flimmerkiste als Chance?
    Dabei ist der Mangel keine Frage der Intelligenz. Längst ist bekannt, dass Mädchen statistisch gesehen bessere Noten als Jungs haben und höhere Bildungsabschlüsse erreichen. Das Kernproblem liegt also woanders: nämlich in der Sozialisierung durch Eltern, Schule und Freunde. Dies anzupacken und zu ändern, wird wohl noch eine Weile dauern, vielleicht ist es auch unmöglich. Aber an einer Stelle kann man bereits jetzt ansetzen: In amerikanischen TV-Formaten werden Frauen in MINT-Berufen häufiger dargestellt als hierzulande. Und mal ehrlich, welches Mädchen findet die abgedrehte Forensikerin Abby Scuito aus Navy CIS oder Viper-Pilotin Kara Thrace nicht cool?

    (Autor: A. Sokolowski | Foto: designhunter | Quelle photocase)

  • Mentoren an der Gesamtschule Bremen-Ost

    Führungskräfte als Mentoren an Schulen, das gibt’s. Und wir waren dort.

    „Führungskräfte schenkten Schülern Zeit“
    Unter diesem Motto veranstaltete das Haus der Mentoren auch diesmal ein Zusammentreffen der Generationen in der Gesamtschule Bremen-Ost. Über 150 Schüler der 9. Klasse erhielten am 4. Juni 2010 fast vier Stunden lang die Gelegenheit 14 verschiedenen Mentoren Löcher in den Bauch zu fragen. Mit dabei waren unter anderem:

    Allianz Dresdner Bauspar
    Axel Springer Druckerei Ahrensburg

    Berenberg Bank

    Bundeswehr

    BWK Chemiefaser

    Engram

    Handwerkskammer

    HANSA-FLEX Hydraulik

    Nehlsen AG

    neuland – Büro für Informatik

    Tenters Backhaus

    um nur einige zu nennen!

    „Spitze!“
    So urteilte Schulleiter Herr Jentschke nach der Veranstaltung. Seiner Meinung nach hat sich diese Veranstaltung für alle Beteiligten gelohnt. Die Schüler waren überdurchschnittlich aufmerksam und hätten viel mitgenommen. Vor allem die Wiederholung von Tips zu Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen von so unterschiedlichen Mentoren zeigten den Schülern die Ernsthaftigkeit des Themas. In Einzelgesprächen hatten die Schüler die Möglichkeit weitere Fragen zu stellen. Auch das Kollegium tauschte sich mit den Mentoren aus und stellte fest: Auch die Mentoren waren positiv überrascht von der Aufmerksamkeit, die ihnen entgegengebracht wurde. „Die Mentoren gaben den Lehrern die Bestätigung, dass wir damit, was wir tun, auf dem richtigen Weg sind“, schloss Jentschke zufrieden.

    Mentoring4u Linktip:
    Deutsche Kammerphilharmonie an der Gesamtschule Bremen-Ost

    Haben wir Ihr Interesse geweckt?
    Wir kommen auch an Ihre (Hoch-) Schule, mit Mentoren, die Ihre Schüler und Studenten wirklich interessieren. Schreiben Sie uns!

    (Autor: A. Sokolowski | Foto: Bastografie | Quelle: photocase)

  • Auf die Socken fertig los!

    Auf die Socken fertig los

    Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder für die Mentoring-Initiative „Auf die Socken fertig los“

    Gegenwart und Zukunft
    „Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben“, sagte einmal Albert Einstein. Als Physiker wusste er allerdings auch, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eng miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Wer also im Hier und Jetzt stehen bleibt, wird sich an gleicher Stelle wieder finden. Damit sich aber die eigene Perspektive erweitert, muss man sich erst einmal auf den Weg machen.

    Die Aufgabe
    Daher hat es sich die Initiative „Auf die Socken fertig los“ zur Aufgabe gemacht, junge Menschen bei ihren ersten Schritten auf dem manchmal steinigen Weg von der Schule ins Berufsleben zu begleiten. Hier schauen sich ehrenamtliche Mentoren gemeinsam mit Jugendlichen deren individuelle Situation, Stärken und Potentiale an und helfen ihnen dann auf ihrem persönlichen Weg in eine eigene Zukunft. Als Schirmherrin der Initiative freue ich mich ganz besonders darüber, dass sich so viele Führungskräfte aus der Wirtschaft gefunden haben, Jugendliche aus Brennpunktschulen ehrenamtlich zu unterstützen und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.

    Allen Mentoren danke ich, dass sie sich dafür einsetzen, allen Kindern und Jugendlichen faire Chancen für eine gute Ausbildung und Zukunft zu geben. Denn dieses Ziel können wir nur gemeinsam erreichen.

    Dr. Kristina Schröder

    (Autor: Dr. K. Schröder | Foto: kikiiii | Quelle photocase)