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„Ich dachte, Frankfurt ist Deutschland“ (Teil1)

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Posted on : 14-11-2011 | By : c_amrhein | In : Erfahrungsberichte, Förderung an der Hochschule, Gastautor, Karriere
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(Bewertung-Durchschnitt: 4.88 von 5 Sternen)
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1) Frankfurt am Main – Blick auf den Römer -  Ayu Damayanti, 2011

In der Kolumne Hier bin ich Mensch, hier darf ich (‘s) sein” erzählt unsere externe Redakteurin Annette von  Spiegel von jungen Menschen, die es aus fernen Ländern nach Deutschland verschlagen hat. Oft haben sie viel Leid erfahren und einen harten Weg hinter sich, manche hatten es etwas einfacher. Aber immer haben sie viel Hoffnung im Gepäck. Kann man in Deutschland auf Ausbildung, persönliche Entwicklung und, vielleicht später, ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen?

Desi aus Bulgarien
Heute erzähle ich euch von Desi, einer jungen Frau aus Bulgarien, die ich ganz gut kenne. Sie hat mich beeindruckt, weil sie ihren Weg fast wie nebenbei gegangen ist. Und geht. Und zwar erfolgreich. Sie sagt dazu „Ich weiß gar nicht, was ich Dir erzählen soll – was ist so Besonderes an mir?“ Für MICH ist es IMMER eine besondere Geschichte, wenn jemand in ein anderes Land geht und dort seinen – bzw. ihren – Weg macht!
Dass es Desi mal nach Deutschland verschlagen würde, war nicht absehbar gewesen.  Obwohl es in Bulgarien, so habe ich heute im Gespräch mit ihr gelernt, offenbar nicht unüblich ist, ab der 7. Klasse ein deutsches, englisches, französisches, spanisches … Gymnasium zu besuchen. Hat sie aber nicht. Allerdings hatte sie Deutsch als zweite Fremdsprache, und zwar von der 7. bis zur 11. Klasse.

Sprach-Pilger
Klasse! Denn Euch wird es vermutlich nicht anders gehen als Desi und mir: Da pilgert man mit in der Schule erlernten Fremdsprachen-Kenntnissen ins Land der erlernten Sprache und versteht … nicht mal Bahnhof. Sprachunterricht in der Schule ist eben doch anders als das, was „im echten Leben“ gesprochen wird.

Aber zurück nach Bulgarien. Desi ist 19, hat ihr Abitur gemacht, hat einen Freund – alles im Lot. Sie möchte studieren, so macht man das, aber der zündende Funke bleibt aus. Wie bei uns mit BWL war die laue Vision damals „Wirtschaft oder so …“. Sie jobbte, bereitete sich halt mal so auf die Aufnahmeprüfungen für’s Studium vor – was man halt so macht nach dem Abi, wenn das Herz nicht für eine berufliche Richtung schlägt.

Blond und in Deutschland…
Irgendwann lernt sie – im Chat – einen jungen Mann kennen. Garnicht ihr Typ, denn er ist blond :) „Aber mir war es langweilig, und so habe ich ihn getroffen. Wir waren Kaffee trinken, dann haben wir das Lokal gewechselt, dann waren wir essen. Und dann noch mal Kaffee trinken.“ Ich erlaube mir mal vorwegzunehmen: Die zwei sind mittlerweile seit 12 Jahren zusammen, und nicht nur ich habe den Eindruck: Das könnten auch nochmal 36 mehr werden :) )

Damals galt jedenfalls: Blöd nur, dass dieser Typ zwar auch Bulgare ist, aber in Deutschland lebt. Sie halten täglich Kontakt, und irgendwann stellt sich die Frage, ob sie denn nicht auch in Deutschland studieren und zu ihm kommen könnte. Sie macht sich Gedanken: „Ein deutsches Diplom wird häufiger anerkannt als ein bulgarisches“ … „Diejenigen, die nach Deutschland gingen, sind auch geblieben – so schlecht kann es dort also nicht sein“ … „Na, wenn alle Stricke reißen: Zurück kann ich immernoch!“


2) – Bücher –   Ayu Damayanti, 2011

Ein Versuch – Drei Monate
Also beantragt sie zwei Jahre, nachdem die beiden sich kennen gelernt haben, das übliche Dreimonats-Touristen-Visum, um Deutschland zu inspizieren. Und wir scheinen Gnade gefunden zu haben, denn sie beschließt, nach Deutschland zu gehen und dort zu studieren: Den Anfang macht sie mit einem VHS-Deutschkurs: „Ich war vielleicht ein bisschen arrogant und bin nicht in den Anfänger-Kurs gegangen, weil ich dachte, es reicht, wenn ich vorher noch in den alten Büchern aus der Schule blättere“.

Deutsch-Intensiv ist auch intensiv
Es folgt ein Deutsch-Intensiv-Kurs von einem Semester, der sie auf ein Studium vorbereitet: Die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH)“. „Das war wirklich nicht leicht. Wir waren 14 oder 16 Teilnehmer, und vier sind wirklich durchgefallen.“ Nun, sie gehörte zu denjenigen, die die Prüfung durchgestanden haben. Ungemein praktisch in dieser Zeit: „Wir hatten im Grunde einen Studenten-Status. Unter anderem konnte ich also z. B. arbeiten.“ Sie kellnerte zum Teil bis morgens um sechs Uhr, ihr Freund stand nachts auf, um sie von der Arbeit abzuholen. Die DSH-Prüfung war geschafft, sie konnte sich für einen Studienplatz bewerben. Da sie sich in Bulgarien auf Mathe und Englisch eingeschossen hatte, suchte sie hier nach etwas Ähnlichem und grinst, als sie sagt: „Und natürlich wollte ich viel Geld verdienen!“

Wer will schon Informatik studieren?
Nach ihrer Aussage übrigens ein Studiengang, den 60-70 % „Leute mit ……. wie heißt das noch? Nicht Ausländer …… ah, `mit Migrationshintergrund` belegen!“ Wir rätseln, warum das wohl so ist. Fazit: „Mathematik ist international. Und man muss keine Texte verfassen!“ Wie praktisch, dass Informatik keine Zugangsbeschränkungen hatte („Wer will schon Informatik studieren?!“), und so bestand auch nicht die Gefahr, von der ZVS in eine andere Stadt versandt zu werden.


3) Frankfurt-Bockenheim – Blick auf den MesseturmA. v. Spiegel, 2011

Orientierung in urbaner Eintönigkeit
Auf meine Frage nach anfänglichen Schwierigkeiten überlegt Desi einen Moment. „Also .. ich fand, dass in Deutschland alle Häuser gleich aussehen! Ich habe mich einfach nicht orientieren können. Ein Mal z. B., da war ich schon ein Monat hier,  waren wir in dem Waschsalon [Anmerkung: von deren Wohnung ca. 100 m in derselben Straße], weil wir gerade keine Waschmaschine hatten. Aber wir hatten das Waschpulver vergessen. Ich habe gesagt, ich hole es, und nach fast einer Stunde war ich wieder da: Ich hatte mich total verlaufen, weil einfach alles gleich aussieht!“ [Anmerkung: Es handelt sich aber auch wirklich um ein Viertel mit Standard-Nachkriegs-Bauten]

(Autor: Annette v. Spiegel | Thumb: A. Damayanti, www.mentoring4u.de | Bild Artikel: 1+2) A.Damayanti, 3) A.v. Spiegel )

Die Fortsetzung von Desis Geschichte finden Sie hier am kommenden Sonntag, 20.11.2011. Schauen Sie einfach rein!

Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Odysseus? Nein: Mohammad aus Schiraz (Teil 2)

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Posted on : 09-10-2011 | By : c_amrhein | In : Ausbildung, Erfahrungsberichte, Gastautor
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(Bewertung-Durchschnitt: 4.78 von 5 Sternen)
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Mohammad

In der Kolumne Hier bin ich Mensch, hier darf ich (‘s) sein” erzählt unsere externe Redakteurin Annette v. Spiegel von jungen Menschen, die es aus fernen Ländern nach Deutschland verschlagen hat. Oft haben sie viel Leid erfahren und einen harten Weg hinter sich. Aber sie haben viel Hoffnung im Gepäck. Kann man in Deutschland auf Ausbildung, persönliche Entwicklung und, vielleicht später, ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen?

Odysseus? Nein: Mohammad aus Schiraz (Teil 2)
Amin ging also in Schiraz auf die Straße, weil er sich eine andere Zukunft in seinem Land wünschte. Als er sich einmischte, weil die Polizisten gegen eine ältere Frau vorgingen, wendete sich die Situation gegen ihn, man ging mit Schlagstöcken gegen ihn vor, er konnte aber fliehen. Dann wurde es plötzlich warm im Rippenbereich … vermutlich hatte der Stress der vorigen Situation den Schmerz unterdrückt: Er war angeschossen worden und hatte es gar nicht bemerkt!

Die Polizei auf den Fersen
Zu Hause war schnell klar: Amin kann nicht bleiben, denn die Polizisten hatten sein Gesicht gesehen, und damit war er gefährdet. Er musste außer Landes. Sein Vater fragte Mohammad, ob er mit Amin gehen würde. Der Plan war, dass beide nach England durchkommen, die Familie hatte das Geld dafür.

Zwei Freunde auf der Flucht
Mohammad sagte zu, und sie flohen – ohne Papiere – zunächst in die Türkei, wo sie zunächst in Istanbul einen Monat verbrachten. Diese Zeit war schwierig, weil sie nicht wagten, draußen zu sein, um nicht geschnappt zu werden. Weiter ging es dann nach Griechenland, wie so viele Flüchtlinge aus Iran und Afghanistan … Griechenland ist eines der Drehkreuze nach Europa.

Wie bleibt man “unsichtbar”?
Auch diese Zeit war belastend, weil Amins Wunde bei all dem Stress und dieser Art zu „reisen“ nicht hatte heilen können. Sie waren, nicht zu vergessen, schon über einen Monat lang unterwegs – und organisiere mal ständig Verbandszeug und Medikamente, wenn du auch im benachbarten Ausland ausländisch aussiehst, die Sprache nicht sprichst und nicht auffallen willst, weil du keine Papiere hast!

Auf dem Absprung nach irgendwo
Geraume Zeit verbrachten sie in Griechenland, immer bemüht, den Absprung nach England zu schaffen. Aber es wollte nicht gelingen. Die Familie beschloss, die nötigen 25.000 $ für die Einreise nach Kanada zu bezahlen – für Amin, denn das Geld für zwei Personen reichte nicht. So trennten sich die Wege dieser beiden Freunde.

Kanada – Deutschland
Amin gelangte in den sicheren Hafen namens Kanada. Seine Familie war so fair, Mohammad zu raten, nach Deutschland zu gehen und die Kosten für Schlepper und Ticket zu übernehmen. Der Schlepper besorgte den Pass eines Portugiesen, der Mo ähnlich genug sieht, und teilte ihm mit, dass es in wenigen Tagen so weit sein werde.
Dass ihn die Wirren seines Lebens in ein Land spülen würden, in dem er niemanden hat, niemanden kennt – und von dem er vom Hörensagen wusste, dass die Menschen Nazis sind – da beruhigten ihn die Worte von Amins Vater, der in Berlin studiert hatte und sagte, Deutschland sei wirklich in Ordnung, nicht wirklich. Die drei Tage vor der Abreise schlief er kaum und hatte vor Angst und Aufregung auch nichts gegessen.

Unbekanntes Land als Reiseziel
Ankunft Frankfurt International Airport. Er wusste nicht, was ihn erwartet, und die Angst vor den Grenzbehörden war gigantisch. Er sah eine junge Deutsche mit viel Gepäck und sprach sie (auf Englisch, das er ganz gut spricht) an, ob sie Hilfe bräuchte – sie nahm diese dankbar an. Genau das war für diesen Moment seine Strategie: Zusammen mit einer einheimischen Person, beide mit Gepäck, beide lachend und Episoden erzählend, also unauffällig, durch die Grenze zu gelangen …… und dabei möglichst die panische Angst zu verbergen.

Nächste Etappe: Achtung Hund!
Dieser Schritt hatte also geklappt. Der nächste hieß „Hauptbahnhof Frankfurt“. Da saß er nun, kannte niemanden und wartete. Auf das, was kommen würde. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber so mancher meiner iranischen bzw. afghanischen Ex-Schüler hat furchtbare Angst vor Hunden. Manche von ihnen haben Messerkämpfe auf den Straßen Teherans und andere Dinge überstanden – aber wenn ihnen hier ein kleiner Pinscher auf dem Gehweg entgegen kommt, werden sie richtiggehend bleich oder wechseln zumindest eilends die Straßenseite.

Es war gerade die Zeit irgend einer Fußball-Meisterschaft, und dementsprechend viel Polizei war am Frankfurter Hauptbahnhof – übrigens keine gute Gegend – zugegen.  Mit Hunden! Und das ist auch, was ihm aus dieser Situation vordringlich in Erinnerung geblieben ist: Nicht der Umstand, alleine, ohne Anlaufstelle, in einem fremden Land gestrandet zu sein, nicht die Angst, festgenommen zu werden ohne zu wissen, was deutsche Nazi-Polizisten mit einem machen – sondern die Hunde …


Frankfurter Hauptbahnhof

Herzlich Willkommen am Frankfurter Hauptbahnhof
Aber er konnte ja nicht bis zum Ende seines Lebens dort sitzen bleiben und warten, also nahm er all seinen Mut zusammen und sprach Polizisten an, die ohne Hund unterwegs waren. Heute sagt er grinsend „Ich denke, die waren gerade auf dem Weg nach Hause“. Er erklärte ihnen, dass er ganz neu in Frankfurt sei. Sie hießen ihn freundlich „Herzlich Willkommen“ :) Er erklärte weiter: „Nein … ich meine, ich habe keine Papiere …“ und hatte höllische Angst, was jetzt passieren würde – schließlich waren das Polizisten! Aber was sollte er tun? Diese deutschen Polizisten sagten aber „Ach, Sie haben Ihre Papiere verloren, ja?“ und wollten ihm behilflich sein. Mohammad lächelt beim Erzählen, immer noch etwas gequält in der Erinnerung daran, und sagt „Die waren wirklich sehr nett“.

Jugendlicher Flüchtling
Als er ihnen beichtet, dass er mit falschen Papieren eingereist sei und im Grunde gar keine habe, nimmt man sich seiner an, fragt ihn, ob er Hunger hat, und bringt ihn zur Aufnahme, wo er erst mal mit einem Dolmetscher sprechen kann. Diesen fragt Mo als erstes, ob die Polizisten ihn schlagen werden, aber der kann ihm versichern: „Nicht in Deutschland! Entspann dich …“.

Trotzdem: Als sie ihn fragen, ob er etwas essen möchte, lehnt er ab. Er erzählt: „Ich hatte nun den vierten Tag nichts gegessen. Und ich hatte WIRKLICH Hunger. Sehr! Aber ich hatte so viel Angst … ich konnte nicht essen. Aber ich habe gefragt, ob ich Wasser haben kann…“


Bibel auf Farsi

Der 3. Teil folgt an dieser Stelle am Sonntag, 16.10.2011. Ihr habt Teil 1 verpasst? Don´t worry, hier ist er .

Besucht uns wieder auf www.mentoring4u.de!
Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

(Autorin: A. von Spiegel / Photo: Archiv v. Spiegel / Thumb: Wikipedia_Schiraz / Bildbearbeitung: C. Amrhein)

Ergebnis der 2. Umfrage als Vorbereitung für den 1. Deutschen Mentorentag am 27. September in Frankfurt

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Posted on : 25-08-2011 | By : m_weiss | In : 1. Deutscher Mentorentag 2011, Autor, Umfrage
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(Bewertung-Durchschnitt: 3.00 von 5 Sternen)
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Zunächst möchten wir uns bei allen Beteiligten unserer 2. Umfrage bedanken.
Die Ergebnisse waren aufschlussreich und werden uns bei den Diskussionen anlässlich des 1. Deutschen Mentorentages am 27. September in Frankfurt/M. unterstützen. Hier nun die Ergebnisse:

Männer verdienen mehr als Frauen?
Die zweite, nicht repräsentative, Umfrage ergab, dass immerhin 76% aller Befragten angaben, dass Männer mehr verdienen wie Frauen.

In kleinen Firmen mit weniger als 50  Mitarbeitern beträgt der Anteil von Frauen in Führungspositionen bis zu 10%. In den Bereichen Bildung und Forschung liegt der Frauenanteil bei 60-70%, Verbänden im Schnitt bei 40% bis 50% und in der Konsumgüterindustrie 25% – 40%.

Die meisten weiblichen Mitarbeiter in Führungspositionen sind im Einzelhandel  21% – 30% gefolgt von den Banken, Versicherungen und Energieversorger 11% – 20 %. Unter dem Rest der Befragten werteten ¾ von ihnen den Anteil weiblicher Führungskräfte mit unter 10%.

80% aller Befragten finden die Elternzeit gut. 18% der Beteiligten Unternehmen nehmen am Girl’s day teil.

Der typische Frauenberuf?
53% der Befragten votierten für Krankenschwester. Das wollen wir schon genauer wissen und fragen in der 3ten Umfrage nach.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch an der dritten Umfrage teilnehmen würden. Hier geht’s weiter: http://www.umfrage.mentorentag.de/

(Autor: M. Weiss  |  Quelle: Umfrage Nr. 2 Mentoring4u |  Photo: nortys| Bildgestaltung: A. Korkis)

Ohne Bildung bist Du nix

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Posted on : 22-08-2011 | By : A_Damayanti | In : Autor, Karriereplanung
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(Bewertung-Durchschnitt: 4.14 von 5 Sternen)
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Meine Erfahrungen in Deutschland.
Mein Vater arbeitet seit vielen Jahren in Deutschland, mein Bruder und ich sind mit unserer Mutter vor 5 Jahren nach Deutschland gekommen. Das Bildungssystem in Deutschland war uns nicht so bekannt, für uns war es viel wichtiger als Familie wieder zusammen zu sein. Und eines ist mir heute noch bewusster als damals. Ohne Bildung bist Du gar nichts! Die Konkurrenz um die gut bezahlten, interessanten und attraktiven Arbeitsplätze ist groß. 

Ganz besonders hat mich Wilhelm von Humboldt beeindruckt. Zwischen dem 18. bis 19. Jahrhundert förderte er, ein deutscher Gelehrter und Mitbegründer der Berliner Universität, den Anspruch auf Allgemeinbildung. Von Humboldt ist für die deutsche Geschichte legendär, denn er war ausschlaggebend für die deutsche Bildungsreform. Laut Humboldt charakterisiert  Bildung die Persönlichkeit eines Menschen.

Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht gem.
Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Artikel 26:

  1. “Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.
  2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.
  3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.”

In Deutschland werden die Menschrechte eingehalten, das gilt nicht für alle Länder der Welt. 

Deutschland bietet zahlreiche Bildungsmöglichkeiten. Jeder Bürger hat das Recht seinen Berufsweg selbst zu gestalten. Das Bildungsniveau in Deutschland finde ich sehr bemerkenswert. Gebt doch mal als Suchanfrage auf dieser Website Schule ein. Darunter  findet Ihr eine ganze Reihe von Informationen.

Wie ist das bei Euch?
Es war so verwirrend für mich, so viele Wege führen zum Erfolg. Das heißt aber nicht, dass ich keine Fragen mehr über meinen Berufsweg habe. Natürlich verunsichert mich auch die allgemeine wirtschaftliche Lage und Fragen wie:
Ist dieser Weg, der richtige für mich?
Was soll ich später werden?
Wo liegen meine Fähigkeiten und Stärken?

Mein Ziel ist International Business Administration an der FH Frankfurt am Main zu studieren. Ich entschied mich, nach der 10-ten Realschulklasse in die Fachoberschule zu gehen.  Schulbegleitend absolviere ich ein einjähriges Praktikum im Haus der Mentoren. Dort begleite ich diese Mentoreninitiative.

Ich bin mir sicher, dass Euch auch Fragen wie diese bewegen. Schreibt mir an redaktion@mentoring4u.de damit ich Eure Fragen weiterleiten kann und wir gemeinsam Antworten finden oder kommentiert diesen Artikel. Als Vorbereitung für die Zukunft habe ich unter den Artikeln von Mentoring4u noch diesen zum Thema Zukunft gefunden. Viel Spaß beim lesen.  

Besucht unsere Mentorenveranstaltung oder bittet Eure Lehrer Mentoring4u an Eure Schule einzuladen.

Hier findet Ihr schon mal Wege, wie es auch gehen könnte. Studieren ohne Abi oder mit Abi Schaut mal rein.

(Autor: A. Damayanti  |  Bild & Thumb: A. Damayanti  | Quelle: http://de.wikisource.orgde.wikipedia.org )

 

….lernen bis zum abwinken?

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Posted on : 17-08-2011 | By : A_Damayanti | In : Autor, Fundstellen
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(Bewertung-Durchschnitt: 4.75 von 5 Sternen)
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Ich bin auch der Meinung von Professor Tenorth, dass die wesentliche Aufgabe der Schule ist, den Schülern die Methode zum Verstehen der Welt zu vermitteln. Mir würde die Schule keinen Spaß machen, wenn ich bereits allwissend wäre. Das Fachwissen würde mir auch nichts bringen, wenn ich z.B. in Mathe keine Bruchaufgaben lösen kann, denn das Grundwissen zu besitzen, ist  relevant. Die Hauptproblematik der Schüler liegt im Grunde nicht an dem bestimmten Fach sondern an dem Fehlen der früheren Sprachförderung. Jede Menge Fremdsprachen zu lernen ist  empfehlenswert.  Doch meiner Meinung nach ist  es wichtiger, dass man in erster Linie seine Muttersprache und Englisch gut beherrschen kann.

(Autor: Ayu Damayanti  |  Bildgestaltung: A. Damayanti  |  Quelle: http://www.zeit.de/2011/33/Interview-Tenorth/seite-1)

Berufsbild: Erzieher/in Mentoring4u Tipps für die Zukunft, Karriereplanung und Plan B

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Posted on : 11-08-2011 | By : A_Damayanti | In : Ausbildung, Job, Plan B
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(Bewertung-Durchschnitt: 4.50 von 5 Sternen)
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Mentoring4u Tipps für die Zukunft, Karriereplanung und Plan B
und was Sie beachten können, wenn das Ausbildungsende naht.

Berufsausbildung in Deutschland – Ausbildung und duales Studium nach G8
Ausbildung und duales Studium nach G8. 
Die Absolventenzahlen der nächsten Jahrgänge kumulieren sich in einigen Bundesländern so stark, dass es zu Engpäsen in einigen Studienfächern kommen wird. Da ist gute Information besonders wichtig, welche Studiengänge es gibt.

Information ist alles 
Haut rein! Geht an die Hochschulen, sprecht mit Leuten, die schon das Studienfach belegt haben, auch ein Ranking im Netz hilft zur Einschätzung der Chancen. Interessant sind auch die MINT Berufe bzw. die MINT-Fachkräftelückeund  Frauenstudiengänge MINT. Vieles ist heute möglich in Kooperation mit Unternehmen. So gelingt Euch der Einstieg in die Praxis besonders leicht, da betriebliche Abläufe mit in den Studienablauf eingebunden werden. Im vorliegenden Mentoring4u TV-Ratgeber stellen wir Euch zunächst drei weltweit operierende Unternehmen vor.

Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika
Ein freiwilliges Praktikum kann Ihnen helfen, diesen Beruf näher kennenzulernen. In diesem Beruf ist Ihre Kreativität gefragt, wie Sie sich mit den Menschen um sich umgehen. Durch Ihre abwechselungsreichen Tätigkeiten werden Sie viele neue Erfahrungen sammeln.

Ihnen sollte klar sein, dass Sie viele Möglichkeiten haben.  Erzieher finden sich in den verschiedensten Einrichtungen wieder. Dazu gehören Einrichtungen  mit Menschen mit Behinderungen, Kinderkliniken, kirchlich religiöse Einrichtungensowie Sonderschulen, Internate Intergrationskindergärten oder auch Erholungs- und Ferienheime. Weitere Informationen finden Sie auch im Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit.

Besonders  bei  der Kindertageseinrichtung Kinderinsel können erzieherische Arbeit mit Sozialpädagogischen Fachkräften erlernt werden.

In den oben genannten Einrichtungen finden Sie praktische Beispiele Ihrer zukünftigen Tätigkeit als Erzieher/in.  Stellen Sie dort Ihre Fragen. Falls Sie Ihre Fremdsprachkenntnisse wie z.B Englisch praktizieren  möchten, dann  nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre praktische Erfahrung z.B. bei der Metropolitan School, zu machen.

Die perfekte Bewerbungsmappe
Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV-Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

Tipps für die Bewerbung
Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung
Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Interessant sind sicherlich auch die Betriebe der evangelischen- und katholischen Kirche, Diakonie und z. B. Caritas. Gerade jetzt, nach Auslaufen der Wehrpflicht, fehlen eine Menge Mitarbeiter in diesen Bereichen. Und Sie sind sogar eine Fachkraft. Der Spruch lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten ist nicht so dumm, wie er sich anhört. In manchen Bundesländern reicht eine Weiterqualifizierung nach der Ausbildung für die Anerkennung der Hochschulreife. Sie haben damit die Möglichkeit als Praktiker in ein Studium einzusteigen.  Das erhöht langfristig die Chancen auf einen interessanten Job und ein gutes Gehalt um ein Vielfaches.

Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten. Es kann auch in 225 km Entfernung ein interessantes Unternehmen für Sie geben. Aktiv bewegen, müssen Sie sich allerdings selbst. Seien Sie flexibel. Ganz besonders wichtig ist dann Ihre Argumentation. Überlegen Sie sich im Voraus gut, warum Sie wechseln möchten. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

Unser Buchtipp: Erziehen, bilden, begleiten

Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

(Praktikantin: A.Damayanti Autor: M. Weiss  |  Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle: wohnheim-husum.de http://www.kinderklinik-ge.de/www.kinderhort-regenbogen.de , www.sonderschule-g-wissen.de,www.ernst-kalkuhl-internat.dewww.hph-bsb.de ,   www.arbeitsagentur.de, http://www.kgveh.de/ , www.erzieherin-online.de , www.diakonie.de , www.caritas.de ,  www.ferienheim-haslachmuehle.de und Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV)

Ohne Hauptschulabschluss…muss nicht sein! (Teil 3)

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Posted on : 16-07-2011 | By : c_amrhein | In : Ausbildung, Förderung, Gastautor
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(Bewertung-Durchschnitt: 5.00 von 5 Sternen)
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Dies ist die letzte Fortsetzung des Artikels von Annette v. Spiegel in der Reihe “(Aus)Bildung als Chance”. Junge Frauen und junge Männer im Einwanderungsland Deutschland und auch woanders stehen im Mittelpunkt der Berichte. Bildung ist für uns in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Jedes Kind hat ein Recht auf Schule und auf Förderung. Trotzdem gibt es viele junge Menschen, die nicht “im System” sind und damit riskieren nicht gefördert zu werden. Professionelle und ehrenamtliche Mentoren versuchen in Initiativen versäumtes nachzuholen und so einen erfolgreichen Berufseinstieg zu ermöglichen.

Zum Lesen der ganzen Geschichte geht´s hier zum Teil 1 und zum Teil 2.

- Fortsetzung Teil 3 -

Menschen sind Menschen, Schule ist was anderes
Nun fragt man sich vielleicht „Wie kann man nur so unterbelichtet sein wie diese Schülerinnen?!“ Das sollte man aber nicht. Oder warst DU in jedem Schulfach gut? Man sollte eher fragen „Warum haben sie diese Schwierigkeiten?“ oder „Was kann ich tun, um es ihnen doch noch schmackhaft oder verständlich zu machen?“ Enja Riegel, die Gründerin der herausragend erfolgreichen Helene-Lange-Schule in Wiesbaden sprach immer so zutreffend von „Wir unterrichten Menschen, nicht Fächer“. Genau das ist der Punkt! Wenn man sich also fragt, woher die Schwierigkeiten kommen, mit denen meine Mädchen zu tun hatten und vermutlich auch immer noch haben –  wenn man sich also wirklich dafür interessiert – so findet man zum Beispiel solche Aspekte:

Abhängigkeit
Die Eltern beschließen, nach Deutschland zu gehen. Und man muss schlichtweg mit. Kommt also in eine fremde Umgebung, in eine fremde Kultur, die zum Teil erschreckend daherkommt. Man muss die Freundinnen, die geliebte Heimat verlassen und den Rahmen, in dem man weiß, was man machen darf und was nicht. Gerade als Mädchen.

Sprache & Inhalt verstanden?
Nachvollziehbar, dass man da nicht immer motiviert ist, all das, was nun auf einen einstürmt, anzunehmen. Und die Zeit des inne liegenden Umbruchs, nämlich die Pubertät, macht das Ganze nicht einfacher. Da wird dann unter Umständen ängstlich gelächelt in der Hoffnung, damit durchzukommen. Auch über Monate. In einem Fall fand ich einfach nicht raus, ob das Mädchen mich überhaupt verstand. Die Aufgaben im Unterricht schaffte sie aber  immer: Sie holte sich die Infos heimlich und leise von anderen Teilnehmerinnen und machte die Übungen dann. Respekt.

Erst die Arbeit und dann…
Ein anderes Mädchen kam meist zu spät fast immer erschöpft. Aber sie war immer da. Wie ich von den Sozialpädagogen der Einrichtung erfuhr, musste sie morgens erst einmal für die ganze Familie das Frühstück bereiten, dann alle kleineren Geschwister in Kindergärten und Schulen bringen – und ging dann selbst zu ihrem Unterricht. Bis dahin war sie schon so kraftlos, dass ich sie weitgehend in Ruhe ließ … was soll ich das Mädchen noch mit Absatz-Formatierungen in Word behelligen, wenn es die Augen kaum offen halten kann, weil es zu Hause so viel zu arbeiten hat?! Was sie leisten konnte, machte sie, obendrein gewissenhaft. Wenn sie nicht vor Erschöpfung einschlief.

Bildung für Bräute
Anders sehe ich allerdings Äußerungen wie „Was soll ich hier Computer lernen? Ich heirate eh nächstes Jahr.“ Achselzuckend kam so etwas. Aber ich finde: Heiraten muss nicht vor Kenntnissen schützen :) .

(Autor: Annette v. Spiegel | Thumb: Mentine, www.mentoring4u.de | Bild Artikel: dergestalter, www.photocase.de )

Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Ohne Hauptschulabschluss…muss nicht sein! (2)

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Posted on : 10-07-2011 | By : c_amrhein | In : Ausbildung, Förderung, Gastautor
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertung/en),

(Bewertung-Durchschnitt: 5.00 von 5 Sternen)
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Auf Start - Praktikum

Dies ist die zweite Fortsetzung des Artikels von Annette v. Spiegel in der Reihe “(Aus)Bildung als Chance”. Junge Frauen und junge Männer im Einwanderungsland Deutschland und auch woanders stehen im Mittelpunkt der Berichte.
Bildung ist für uns in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Jedes Kind hat ein Recht auf Schule und auf Förderung. Trotzdem gibt es viele junge Menschen, die nicht “im System” sind und damit riskieren nicht gefördert zu werden. Professionelle und ehrenamtliche Mentoren versuchen in Initiativen versäumtes nachzuholen und so einen erfolgreichen Berufseinstieg zu ermöglichen. [Redaktion Mentoring4u.de]

Ohne Hauptschulabschluss…muss nicht sein!
Hier geht´s zum Teil 1 und zum Teil 3.

- Fortsetzung Teil 2 -

Verkabeln und reinschauen
Ich brachte ihnen also zunächst einen Computer mit nebst Peripheriegeräten, die anzuschließen waren: Jede sollte sich ein Teil aussuchen, das an den Rechner anzustöpseln war. Und siehe da ….. DAS war zu schaffen :D . Danach haben wir die Kiste mal aufgeschraubt und geschaut, was eigentlich drin ist in so einem Rechner: erstaunlicherweise gähnende Leere – bis auf die paar Kleinigkeiten wie Motherboard, Festplatte und, klar, jede Menge Kabelchen. Beim Blick in eine Festplatte hinein interessierte die Mädels allerdings mehr, wie sie in der spiegelnden Fläche der Platte aussahen als die Platte selbst! Das wären köstliche Fotos geworden! Jedenfalls konnten wir festhalten: Solltet ihr mal eines Tages ein „Gesamtpaket Computer und Zubehör“ kaufen, braucht ihr gar keinen Bruder oder Onkel, der das für euch zusammensteckt! Guckt euch das erst mal in Ruhe an, dann könnt ihr das auch selbst. Wenn dann noch Fragen sind, könnte ihr immer noch jemanden fragen.

Was ist ein Computer?
Nun war also geklärt, womit wir es zu tun hatten, dass der Bildschirm nicht der Computer ist, und konnten entspannt loslegen. Das bedeutete für einige zunächst einmal Doppelklicken üben, denn sie hatten noch nie einen Rechner benutzt. Zum Thema Bildschirm ≠ Computer sei noch gesagt: Großzügig und umsichtig, wie ich bin, hatte ich sie wissen lassen: „Dies wird eine der Fragen im Test sein. Ich möchte NICHT lesen, dass jemand schreibt, es ist ein Computer!“ Wer mag’s glauben? Rund 50% der Mädels kreuzte im Test bei der Abbildung eines Bildschirms und der Frage, was das ist, „Computer“ an.

Mädel und ihre Ordnung
Übrigens spielten gerade die Ladys, die meinten, sie seien völlig ungeeignet für den Umgang mit Computern, nach wenigen Wochen ganz vorn in der Liga: In Schulnoten gesprochen fanden wir sie bei ungefähr 2+ wieder! Mit dem bedauerlichen Effekt, dass sie sich daraufhin für so toll hielten, dass sie meinten, nun gar nichts mehr machen zu müssen. Seufz …. :) . Spannend wurde es, als es um das Speichern und Kopieren von Dateien ging. Drei Wochen lang versuchte ich mit Erklärungen, Systematiken und Bildern – auch Bildern im übertragenen Sinne („im Kleiderschrank sortiert ihr doch auch Socken in ein Fach, T-Shirts in ein anderes und Kleider in ein drittes“) – sowie jeder Menge Übungen klar zu machen, warum sie etwas wohin speichern bzw. wie sie es wiederfinden können. Aber es war nicht zu schaffen.

Dateien-Suchspiel
Erst als ich mit ihnen und einer Digitalkamera loszog und sie Fotos machen konnten, wurde es etwas besser: Fies, wie ich bin, legte ich die Bilder nämlich auf einem Netzlaufwerk ab mit der Ansage: „Die Bilder werde ich eine Woche dort lassen. So lange habt ihr Zeit, sie irgendwohin zu kopieren, wo ihr sie auch wiederfindet. Danach sind sie ein- für allemal weg.“ Oh oh …….. :) ) Natürlich waren die Mädels ganz heiß darauf, die Bilder überhaupt mal zu sehen und sie ggf. auch mal zu Hause zu zeigen, auszudrucken etc. Mist, wenn man dann nicht weiß, wo und wie! … Das Geheule und Gezeter war groß, als die Bilder dann wirklich vom Laufwerk entfernt waren. Aber ich bin ja nicht GANZ Unmensch und gab noch einen Tipp ab: „Tja… Ihr könntet ja mal die Funda fragen. DIE hat die Fotos nämlich, weil sie weiß, wie das mit dem Kopieren geht.“ Den Rest mussten sie selbst hinkriegen. Sie haben mich gehasst.

Hier geht´s zum Teil 1 und zum Teil 3.

(Autor: Annette v. Spiegel | Thumb: Mentine, www.mentoring4u.de | Bild Artikel: dergestalter, www.photocase.de , www.imageafter.com)

Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Abiturienten aufgepasst! Bewerbt Euch rechtzeitig um ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung!

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„Bewerbt Euch um ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung“



Der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi ruft die Abiturienten und Studierenden in seinem Wahlkreis Heusenstamm, Obertshausen, Dietzenbach und in Mühlheim auf, sich bis zum 15. Mai oder zum 1. Juli 2011 um ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zu bewerben. „Im letzten Jahr sind zahlreiche Studierende in meinem Wahlkreis auf die Fördermöglichkeiten aufmerksam geworden und haben sich erfolgreich beworben. Auch jetzt hoffe ich das viele junge Menschen diesen Aufruf folgen“.

Die Mentoring4u Redaktion beschliesst sich diesem Aufruf anzuschließen. Tolle Idee! Allerdings möchten wir auch über Hessen hinaus auf diese Möglichkeit hinweisen. Ganz besonderes Augenmerk wird auf die Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu betätigen hingewiesen. Das ist auch der Grund, warum wir diesen Artikel zusätzlich mit dem Stichwort “Pimp my Lebenslauf” versehen haben. In der späteren Bewerbung um die interessantesten Arbeitsplätze, haben die, die ehrenamtliches Engagement nachweisen können einen großen Vorteil gegenüber denen, die sich nicht gesellschaftlich eingebracht haben.
Wir sind gespannt auf Eure Erfahrungen. Wenn Ihr Lust habt, berichtet uns doch davon. Viel Erfolg!

Am Ende des Artikels findet Ihr Kontaktinformationen z. B. für Hessen. Direkt geht es auch über diesen Link.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung
Als eines der größten Begabtenförderwerke fördert die Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung junge Studierende ideell und finanziell. Die Förderung erfolgt unabhängig vom Studienfach und richtet sich gleichermaßen an Studierende an Universitäten und Fachhochschulen. Voraussetzungen für das Stipendium sind ein Abschluss, der zu einem Studium an einer deutschen Hochschule berechtigt, überdurchschnittliche Leistungen sowie der Wille, in unserer Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.

Erwartungen
Die Konrad-Adenauer-Stiftung erwartet von den Bewerbern auch die Bereitschaft, sich ehrenamtlich für diese zu engagieren. Dieses Engagement kann zum Beispiel im politischen Bereich, in der Kirche oder in Organisationen wie der Freiwilligen Feuerwehr liegen.
In Deutschland wird rund ein Prozent aller Studierenden mit einem Stipendium durch ein Begabtenförderwerk unterstützt. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat im vergangenen Jahr mit über 600 Stipendiatinnen und Stipendiaten so viele Neuaufnahmen erreicht wie nie zuvor – Tendenz steigend. Insgesamt fördert die Konrad-Adenauer-Stiftung momentan 2300 Studierende auf dem Weg zum Bachelor oder Master bzw. zum Diplom und den Staatsexamina. Diese erhalten eine finanzielle Förderung bis zu 597 Euro monatlich, je nach BAföG-Anspruch. Davon unabhängig ist das Büchergeld in Höhe von 150 Euro und die finanzielle Unterstützung von bis zu zwei Auslandssemestern.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung
bietet ihren Stipendiatinnen und Stipendiaten neben der finanziellen Förderung ein umfangreiches und vielseitiges Seminarangebot. Auf Veranstaltungen im In- und Ausland können sie interdisziplinäre Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen.

Besonders Studierenden mit ausländischen Wurzeln und solchen, deren Eltern nicht selbst studiert haben, werden somit wichtige Chancen eröffnet. Am Ende des Studiums begleitet und berät die Stiftung ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten auf dem Weg in den Beruf. Für einen Teil von ihnen bietet die Journalistische Nachwuchsförderung (JONA) zudem einen studienbegleitenden, anerkannten Weg in den Journalismus.

Informationen und Bewerbungsunterlagen unter: www.kas.de/stipendium oder aber auch bei dem hessischen  Landtagsabgeordneten Ismail Tipi. Diese können unter der E-Mail Adresse, i.tipi@ltg.hessen.de  angefordert werden.

(Autor: M. Weiss  |  Thumb & Foto: M. Weiss  |  Quelle: www.kas.de )

#Denkanstoß Nº 9: Reden und Handeln #Zitat der Woche

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Posted on : 21-03-2011 | By : c_amrhein | In : Karriereplanung, Zitat der Woche, privates Engagement
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Wir wollen es heute bei einem kleinen Artikel belassen. Es wird viel gesprochen und geschrieben, nicht erst seit kürzlich. Unser Zitat der Woche ist von Erich Kästner, der mit seinen knappen Worten oft den Kern der Dinge trifft.

“Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.”

Autor:
Erich Kästner (1899 – 1974), Schriftsteller, Lebensphilosoph

Vom Reden und vom Handeln
Es gibt Menschen, die reden und so Bewußtsein bei ihren direkten Zuhörern schaffen oder bei denen, die den Inhalt der Rede von anderen weitergeleitet bekommen. Also ist REDEN ein wichtiger Prozess – Schritt eins. Wenn dieser Prozess allerdings bei Schritt eins stehen bleibt, ist das weitere, wichtigere Ziel nicht mehr im Fokus: das HANDELN – Schritt zwei.

Handeln und helfen
Nach den vielen Katastrophenmeldungen besonders gehäuft in den letzten Wochen, fragen wir uns, wie und wo wir HANDELN können. Manche möchten DIREKT handeln (Freiwilligendienst, Entwicklungshilfe, Katastrophenschutz) andere INDIREKT (ehrenamtliche Arbeit, Spenden). Die beigefügte Link-Liste zu aktiven Organisationen ist als Anregung zu verstehen und erhebt in keinem Fall den Anspruch auf Vollständigkeit!

zur Linkliste

Der Einsatz ist überall möglich
Auch wenn Misstände in Deutschland nicht mit den großen Weltkatastrophen gleichzusetzen sind, ist die regelmäßige Mentoren-Initative in sozialen Brennpunkten “Auf die Socken, fertig, los!” unser Einsatz, jungen Menschen in schwierigen Bildungs-Situationen zu helfen. Darüber berichten wir Ihnen und bedanken herzlich uns bei allen, die uns darin unterstützen!

(Autor: C. Amrhein | Photo: , www.photocase.de | Bildbearbeitung: A. Korkis | Quelle: www.wikipedia.de, www.dzi.de)