mentoring4u

Schlagwort: Praktikum

  • Fleischer/in – ein interessanter, vielseitiger Beruf mit Zukunft plus Plan B

    Sie beurteilen die Fleischqualität, zerlegen das Fleisch und bereiten es verkaufsgerechtvor oder verarbeiten es zu Fleisch- und Wurstwaren weiter. Beispielsweise zerkleinern, kochen, brühen oder räuchern Fleischer/innen das Fleisch und geben je nach Rezeptweitere Zutaten, Würzmittel und Konservierungsstoffe hinzu. Neben Wurst stellen sie z.B. auch Feinkosterzeugnisse, Fertiggerichte, Salate oder Konserven her und verpackendie Produkte sachgerecht. Für den Verkauf schneiden Fleischer/innen die Fleischstücke je nach Verwendungszweck als Schnitzel, Gulasch oder als Braten zurecht oder bereitensie als küchenfertige Mischung, zum Beispiel Hackfleisch, vor. Mit den verkaufsfertigen Waren bestücken Fleischer/innen die Verkaufstheke. Sie beraten die Kunden undverkaufen die Waren. Für den Imbissbetrieb oder den Partyservice bereiten sie verschiedene warme und kalte Speisen zu. Abhängig vom Arbeitsschwerpunkt beurteilen sieauch die Fleischqualität der lebenden Tiere, schlachten diese und bereiten das Fleischfür die weitere Verarbeitung vor. Bei all ihren Tätigkeiten setzen Fleischer/innen die gesetzlichen Vorgaben, wie das Lebensmittelrecht und die Hygienevorschriften, genau um. Auch, wenn sie die in der Fleischerei verwendeten Maschinen und Geräte reinigen.

    Hauptsächlich arbeiten Fleischer/innen in Betrieben des Fleischerhandwerks (Fleischer-fachgeschäfte) oder der Fleisch- und Wurstwarenindustrie, in Einzelhandelsgeschäften oder in Fleischgroßmärkten. Aber auch in Schlacht- und Fleischzerlegebetrieben können sie tätig sein. Darüber hinaus finden sie in der Gastronomie Beschäftigung, z.B. in Gaststätten mit eigener Metzgerei.
    Fleischer/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Diese bundesweit geregelte 3-jährigeAusbildung wird im Bereich Industrie und Handel sowie im Handwerk angeboten.Durch Wahlqualifikationseinheiten verfügt dieser Beruf über eine flexible Ausbildungsstruktur.

    Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

    1. Ausbildungsjahr:
    € 286 bis € 546

    2. Ausbildungsjahr:
    € 350 bis € 618

    3. Ausbildungsjahr:
    € 434 bis € 710

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika
    Sie möchten gern wissen, ob der Beruf Fleischer/in für Sie in Frage kommt?
    Sie sollten sich zuerst auf alle Fälle über diesen Beruf und die Tätigkeiten erkündigen. Ein Praktikum in Betrieben des Fleischerhandwerks, Fleisch- und Wurstwarenindustrie oder Fleischgroßmärkten zu absolvieren, ist eine Gelegenheit das Arbeitsgebiet dieses Berufes näher kennenzulernen. Sprechen Sie den Meister auf ein mögliches Praktikum direkt an. Trauen Sie sich!  Ganz bestimmt finden Sie dort auch einen Mentor,  der Ihnen den richtigen Weg in die Zukunft aufzeigt.

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    Wir haben Ihnen mal ein paar Adressen zusammengestellt, rufen Sie dort doch einfach an, ganz bestimmt werden Sie unterstützt und man nennt Ihnen gerne einen Ansprechpartner: Sächsischer-Fleischer-Innungs-Verband Fleischerverband Bayern,Flesichverband Hessen,Fleischverband Nordrhein- Westfalen , Flesicherverband Berlin/Brandenburg. Die Liste ist natürlich unvollständig, googlen Sie einfach Ihre Heimatgemeinde und geben den Beruf ein, sicherlich finden Sie direkt oder über die für Sie zuständige Handwerkskammer einen Ansprechpartner. Aktiv werden sollten Sie aber selbst! Auch hier gilt es, sprechen Sie den Meister oder den Firmeninhaber direkt an.

    Weitere Informationen zu diesem Beruf können Sie z.B bei der Messe InterMeat Düsseldorfsammeln.

    Das Gehalt eines Fleischers/-in finden Siehier.

    Weitere Berufe aus der Nahrungsmittelindustrie finden Sie hier
    Brauer/in und Mälzer/in,   Diätassistent/in,  Biologielaborant/in.
    Fleischer nicht nur ein Männerberufund schauen Sie doch mal in das Online-Mentoring zum Thema: Lebensmittelchemie und finden heraus, welche Möglichkeiten sich hier noch bieten.

    Die perfekte Bewerbungsmappe
    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In   Mentoring4u.TVFilm zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung und PlanB
    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Sie müssen nur wissen, wo Sie wirklich hin wollen. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich einen Betrieb in einer anderen Stadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten. Denken Sie doch auch einmal darüber nach, ob ein Studium für Sie interessant ist.  Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Studieren ohne Abi“ .

    Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten. Am Anfang Ihrer Karriere sollten Sie ruhig in mehreren Unternehmen gearbeitet haben. Aber nicht nur für 3-4 Monate sondern 1-2 Jahre sollten es schon sein. Auf jeden Fall arbeitet jedes Unternehmen auf seine Art, da ist es nicht verwunderlich, wenn Sie auch andere Techniken kennen lernen. Aktiv bewegen, müssen Sie sich allerdings selbst. Seien Sie flexibel. Denken Sie immer daran, wenn Sie mit einem möglichen Arbeitgeber sprechen, müssen Sie interessant für ihn sein. Und Sie verkaufen an ihn Ihre Arbeitskraft und die muss hohen Ansprüchen gerecht werden. Über den Gartenzaun in die Ferne blicken ist die Devise. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Persönlichkeiten mit Hintergrund Fleischerhandwerk
    Das Sie auch eine ganz andere Richtung einschlagen können zeigt beispielsweise die Karriere von
    Michael Boddenberg, Staatsminister in Hessen für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Landes beim Bund 2011.

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Autoren: M. Weiss & Ayu Damayanti ( Praktikantin) |  Bild & Thumb: A. Damayanti  |  Quellen: www.fleischerverband-hessen.de, www.sfivsachsen.de ,www.fleischer-berlin-brandenburg.de, www.intermeat.de , www.gehaltsvergleich.com , Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV )

  • Fachkraft für Veranstaltungstechnik – Veranstaltung gerettet, Produkt gut bei Kunden plaziert …..davon leben Unternehmen

    Sie planen und betreuen den technischen Ablauf einer Veranstaltung und wirken beider Durchführung aktiv mit.
    Im Schwerpunkt Aufbau und Durchführung planen Fachkräfte für Veranstaltungstechnik den Einsatz der technischen Anlagen: Sie bauen Beleuchtungs-, Projektions- und Beschallungsanlagen auf und richten sie ein. Während eines Konzerts bedienen sie z.B. Schalt- und Mischpulte oder Nebelmaschinen. Im Schwerpunkt Aufbau und Organisation konzipieren sie Messestände oder Ausstellungsräume: Vor Ort koordinieren sie die unterschiedlichen Arbeitsgänge und -bereiche. So sorgen sie beispielsweise dafür, dass die Tischler/innen, die die Einrichtung aufbauen und die Fachkräfte, die sich um die elektrische Ausstattung kümmern, termingerechtzur Verfügung stehen. Außerdem bauen sie Beleuchtungs- und Tonanlagen auf. Beschäftigung finden Fachkräfte für Veranstaltungstechnik bei Messe- oder Kongress-veranstaltern und Event- bzw. Veranstaltungsagenturen. Auch in Unternehmen der Filmbranche oder bei kulturellen Einrichtungen wie kommunalen Bühnen gibt es geeignete Tätigkeitsfelder.
    Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach demBerufsbildungsgesetz (BBiG).

    Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird in der Industrie in den folgendenSchwerpunkten angeboten:
    • Aufbau und Durchführung
    • Aufbau und Organisation

    Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.
    Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

    1. Ausbildungsjahr:
    € 531

    2. Ausbildungsjahr:
    € 619

    3. Ausbildungsjahr:
    € 707

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika
    Sie haben unterschiedliche Wege, um herauszufinden, ob dieser Beruf Ihnen passt. Eine der Möglichkeiten ist es ein Praktikum zu absolvieren. Ein Praktikum dient dazu, Ihnen einen Einblick in die Tätigkeiten des Berufes zu geben. Es ist empehlenswert beispielsweise bei GDBA , TheaterManagement, den Event- bzw. Veranstaltungsagenturen oder Unternehmen der Filmbranche anzurufen und nach einem Praktikumsplatz zu fragen.

    Nach der Suche des richtigen Ansprechpartners können folgende Verbände Ihnen ganz bestimmt helfen:

    – EVVC (Europäischer Verband Veranstaltung- Centren e.V)
    – VPLT (Der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik)
    – VDT (Verband Deutscher Tonmeister)
    – DTHG (Deutsche Theatertechnische Gesellschaft)

    – VDB (Verband Deutscher Bühnen)

    Auch ein Messebesuch würde sich lohnen!
    Auf der einen Seite bietet die Messe den Vorteil, dass Sie  sich ausgiebig über diesen Beruf informieren können. Anderseits haben  Sie dort die Gelegenheit zahlreiche Unternehmen kennenzulernen. Prolight+Sound Frankfurt am Main und Showtech sind nur einige davon.

    Das Einkommen eines/-r Veranstaltungstechnikers/-in finden Sie hier.

    Die perfekte Bewerbungsmappe
    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TVFilm zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung und PlanB
    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Sie müssen nur wissen, wo Sie wirklich hin wollen. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich einen Betrieb in einer anderen Stadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten. Denken Sie doch auch einmal darüber nach, ob ein Studium für Sie interessant ist.   Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Studieren ohne Abi“ .

    Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten oder im Ausland. Um Produkte langfristig zu verkaufen müssen Unternehmen Messen und Verkaufsveranstaltungen gestalten. Das wichtigste ist das natürlich das richtige Produkt. Wie die Veranstaltung aber bei den Kunden ankommt ist ihr Verdienst.  An diesem Erfolg sind Unternehmen stark interessiert. Suchen Sie sich daher eine Firma mit interessanten Produkten, die es zu vermarkten gilt. Am Anfang Ihrer Karriere sollten Sie ruhig in mehreren Unternehmen gearbeitet haben. Aber nicht nur für 3-4 Monate sondern schon 1-2 Jahre sollten es schon sein. Denken Sie immer daran, wenn Sie mit einem möglichen Arbeitgeber sprechen, müssen Sie interessant für ihn sein. Und Sie verkaufen an ihn Ihre Arbeitskraft und die muss hohen Ansprüchen gerecht werden. Über den Gartenzaun in die Ferne blicken ist die Devise. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht

    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Autoren: M. Weiss & Ayu Damayanti ( Praktikantin) |  Bild & Thumb: A. Damayanti  |  Quellen: www.arbeitsagentur.dewww.gehaltsvergleich.com, www.buehnengenossenschaft.de,  www.theatermanagement-aktuell.de, www.evvc.org, www.vplt.org , www.tonmeister.de, www.dthg.de , www.theatertexte.de , www.showtech.de, Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV )

  • 2. Teil Vom Kindheitstraum zum Traumberuf … ein Erfahrungsbericht

    Mein Name ist Fagr Eladly. Geboren wurde ich am 16.05.1993 in Mainz. Ich bin ägyptischer Herkunft und bin angehende Medizinstudentin und Ärztin. Mein Vater ist Biochemiker und Mikrobiologe, meine Mutter studierte Betriebswirtschaft.
    …
    Förderung & Widerstand
    So begann ich, ebenfalls gefördert durch meine Eltern, im April 2009 ein Frühstudium der Medizin an der Johannes-Gutenberg- Universität und setzte das Frühstudium, das Schülern, mit besonderen Leistungen in einem Fachbereich und insgesamt sehr guten Leistungen gewährt wird, bis Januar 2011 fort. Auch beim Angehen dieses Schrittes traf ich auf Entmutigung und Widerstand durch den Tutor an der Universität, welches mich jedoch nicht von meinem Vorhaben abhalten sollte. Zum einen bot mir das Frühstudium einen praktischen Einblick in mein zukünftiges Berufsfeld und bestätigte meinen Wunsch.

    Vielseitigkeit
    Ich muss allerdings beteuern, dass ich stets ein umfassendes, breites Wissen erlangen und meinen Wissensdrang stillen möchte.
    Ich liebe Sprachen, Philosophie, bedingt durch meine Ethiklehrerin (Dr. Caroline Heinrich),  und Journalismus, zumal ich mir bewusst bin, dass ein vernünftiger Mensch Fachidiotismus und eine selektive Wahrnehmung umgeht, stattdessen vielseitig interessiert und tatkräftig ist, um Verantwortung für das Umfeld, für die Gesellschaft übernehmen zu können:

    Ehrenamtliches Engagement
    In der elften Jahrgangsstufe bin ich Vetrauensschülerin an meiner Schule geworden. Ein Jahr später trat ich den Jusos in Mainz bei. Seit April 2011 bin ich durch einen Lehrer und gleichzeitig Initiator des Bildungsnetzwerkes in Mainz auf das Projekt gestoßen und seitdem ehrenamtlich aktiv, wobei wir sozial benachteiligte Kinder, unabhängig von Konfession und Herkunft, fördern. Hausaufgabenbetreuungen und Förderunterricht stellen mein Aufgabengebiet dar. Das Arbeiten mit Kinder und Jugendlichen bereitet mir große Freude, das Gefühl Verantwortung für kommende „Generationen“ zu tragen und Wissen weiterzuvermitteln. Außerdem gelingt es mir dadurch Werte, an die ich glaube, Gerechtigkeit, Chancegleichheit und Altruismus, zu verwirklichen. Ich bin der Überzeugung, dass mich mein Ehrenamt bereichert und erfüllt.

    Revolution in Ägypten
    Ein wichtiges Ereignis meines Lebens, im Grunde ein Schlüsselereignis, stellte die Revolution in Ägypten dar.
     Die Jugendlichen, ihr Kampf für Freiheit, soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaat und Demokratie, trotz aller gravierenden Risiken, haben mich beeindruckt und in meinem Einsatz für eine bessere Gesellschaft bestärkt. Als ich im Juli 2011 in Ägypten, Alexandria,  war, trat ich der Resala Charity bei und war dort etwa drei Wochen u. a. in medizinischen und weiteren Arbeitskreisen tätig. Des Weiteren bin ich seit Juni Mitglied des ägyptisch-deutschen Ärzteverbandes.

    Über Ägypten berichte ich heute u.a. im Rahmen meines Praktikums im Rundfunk (Radio-Rheinwelle), das ich im August angetreten habe. Ich lernte die Journalistin Frau Jost-Dahlhoff während meines dreimonatigen Medizin-Praktikums an den Universitätskliniken der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz kennen, wobei sie meine Artikel der Abiturzeitung sehr mochte.

    Zukunftserwartung
    Heute stehe ich vor einem scheinbar neuen Lebensabschnitt, es gilt nämlich Wissensdrang, Engagement und Selbsttreue zu wahren.

    Teil 1 dieses Artikels finden Sie hier.

    Die Redaktion von Mentoring4u wünscht Fagr Eladly weiterhin viel Erfolg für die Zukunft und freut sich über weitere Berichte.

    Sie, liebe Leser, haben auch einen so interessanten und vielseitigen Lebenslauf? Sie möchten junge Menschen dabei unterstützen, den Beruf für ihre Zukunft zu finden? Wenn ja, senden Sie Ihren Bericht an redaktion@mentoring4u.de .  Wir freuen uns von Ihnen zu lesen!

     (Autor:  Fagr Eladly  |  Bild: Bastografie  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • Berufsfeld Drahtwarenmacher/in

    In großen Industriebetrieben stellen Drahtwarenmacher/innen aus rundem und vierkantigem Draht Wellen- und Stanzgitter her. Dazu verwenden sie Stahl, Kupfer, Messing oder Leichtmetall. Sie richten Produktionsmaschinen ein, beschicken die Maschinen mit Ausgangsmaterial und überwachen den Herstellungsprozess. Schließlich kontrollieren sie die Qualität der fertigen Produkte und bereiten sie für das Verpacken vor. In mittelständischen Betrieben verarbeiten Drahtwarenmacher/innen in der Regel vorgefertigte Drahtprodukte je nach Kundenauftrag weiter. So montieren sie einzelne Teile zu Zäunen, Drahtgittern oder Toren, die sie direkt vor Ort fachgerecht aufstellen. Drahtwarenmacher/innen arbeiten vor allem in Betrieben, die Draht zu Zäunen, Gittern oder Sieben weiterverarbeiten bzw. Zäune und Gitter montieren. Das können z.B. Metallwebereien, Drahtwerke, Zaunhersteller oder Baubetriebe sein. Drahtwarenmacher/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Diese bundesweit geregelte 2-jährige Ausbildung wird in der Industrie angeboten.

    Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

    € 735 bis € 818 1. Ausbildungsjahr:

    € 800 bis € 843 2. Ausbildungsjahr:

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u Tipps für die Zukunft, Karriereplanung und Plan B
    oder was Sie beachten können, wenn das Ausbildungsende naht.

    Berufsausbildung in Deutschland – Ausbildung und duales Studium nach G8
    Ausbildung und duales Studium nach G8. 
Die Absolventenzahlen der nächsten Jahrgänge kumulieren sich in einigen Bundesländern so stark, dass es zu Engpäsen in einigen Studienfächern kommen wird. Da ist gute Information besonders wichtig, welche Studiengänge es gibt.

    Information ist alles 
Haut rein! Geht an die Hochschulen, sprecht mit Leuten, die schon das Studienfach belegt haben, auch ein Ranking im Netz hilft zur Einschätzung der Chancen. Und gut ist auch neugeschaffene Studiengänge und ungewöhnliche näher unter die Lupe zu nehmen. Vieles ist heute möglich in Kooperation mit Unternehmen. So gelingt Euch der Einstieg in die Praxis besonders leicht, da betriebliche Abläufe mit in den Studienablauf eingebunden werden. Im vorliegenden Mentoring4u TV-Ratgeber stellen wir Euch zunächst drei weltweit operierende Unternehmen vor.

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika

    Ist ein Praktikum sinnvoll? Klar!

    Ein Praktikum dient dazu einen Einblick in die Tätigkeit zu werfen und dort können Sie prüfen, ob es sich tatsächlich Ihren Berufswunsch handelt.  Als erste Anlaufadresse gilt natürlich die ortsansässige IHK, nehmen wir mal als Beispiel die IHK Niederbayern. Sie sind eher daran interessiert Ihr gewünschtes Berufsbild nicht in Ihrer Heimatstadt zu erlernen, sondern sind flexibel, dann schauen Sie mal direkt bei den Metallarbeitgebern vorbei. Es bietet sich u. a. der Verband der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie VSME oder der Arbeitgeberverband Gesamtmetall ist der Dachverband der regionalen Metallarbeitgeberverbände Deutschlands.  Dort finden Sie ganz bestimmt einen Ansprechpartner. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie von dort direkt zu einem Unternehmen geschickt oder verbunden werden. Diese Jahr, 2011, herrscht ein großer Mangel an Fachkräften.

    Ähnliche Berufe auf Mentoring4u
    Elektroanlagenmonteur/in, Elektroniker/in für Geräte und Systeme, Elektroniker/in für Automatisierungstechnik, Elektroniker/in für luftfahrttechnische Systeme

    Die perfekte Bewerbungsmappe
    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV-Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online.

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung
    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich einen Betrieb in einer anderen Großstadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten. Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten. Schauen Sie sozusagen einmal über den Gartenzaun in die Ferne. Es kann auch in 580 km Entfernung ein interessanter Betrieb liegen. Aktiv bewegen, müssen Sie sich allerdings selbst. Seien Sie flexibel. Ganz besonders wichtig ist dann Ihre Argumentation. Überlegen Sie sich im Voraus gut, warum Sie wechseln möchten. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Film der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    (Assistenz: Dilan Balci  Autor: M. Weiss  |  Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle:www.arbeitsagentur.de,www.gesamtmetall.de ,www.vsme.de , www.passau.ihk.de, Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV)

  • Teil 2: Viele Wege führen nach Rom. Es lohnt sich für Träume zu kämpfen!


    Als mein Antrag für die Gymnasiale Oberstufe angenommen wurde, war mein größter Wunsch in Erfüllung gegangen. Doch leider kam alles anders als geplant: Ich wurde durch zum Teil rassistische Gründe nicht versetzt und musste meine Schule abbrechen (im Unterricht wurde gern „geschwätzt“, wobei hauptsächlich unser Lehrer sprach. Und fast immer ging es um Ausländer, die sich in Deutschland nicht angepasst haben, die kriminell waren oder ähnlich, und dabei war ich natürlich immer im Blickfeld).

    Für mich glich es einem Weltuntergang, ich wusste nichts mehr mit mir anzufangen und konnte keine weiteren Ziele ins Auge fassen. Nachdem ich hatte abbrechen müssen, habe ich versucht, mich damit abzufinden. Zwei, drei Monate lang hatte ich keine Idee, was ich machen könnte. Danach habe ich vier Wochen lang ein freiwilliges Praktikum im Krankenhaus gemacht. Und da mir dieses Praktikum gut gefallen hat, habe ich gleich darauf Bewerbungen für eine Krankenschwester-Ausbildung an fast alle Krankenhäuser in der Umgebung geschickt. Nach einem Vorstellungsgespräch habe ich erst gemerkt, dass dies nicht der richtige Beruf für mich ist. Und wieder stand ich vor der Frage „Was kann ich für meine weitere Zukunft machen?“

    Nach einem Gespräch bei der Arbeitsagentur und mit einer Jugendberaterin bekam ich wieder neue Hoffnung. Ich machte eine schulische Ausbildung im Fachbereich Fremdsprachensekretariat mit Schwerpunkt Wirtschaft und gleich darauf mein Fachabitur mit Schwerpunkt Wirtschaft. Endlich war ich am ersehnten Ziel angekommen. Jetzt stand ich vor der Frage, in welchem Fachbereich ich studieren könnte. Es fiel mir nicht schwer, eine Entscheidung zu treffen, da ich eine wirtschaftsbezogene Schule besucht hatte: Während ich mein Fachabitur gemacht habe, dachte ich immer, dass ich danach BWL studieren würde.

    Doch nach einem Besuch auf der Hobit bekam ich Interesse für Architektur (die Hobit ist die Anlaufstelle Nr. 1 für Schüler und Schulabsolventen in Darmstadt und der Region, hier geht es um die Ausbildungs- oder Studienplatz-Orientierung). Also beschloss ich, mich gleichzeitig auch für Architektur zu bewerben. Nach einigen Wochen bekam ich eine Zusage der Hochschule Darmstadt; auch für BWL bekam ich eine Zusage, doch mein Herz schlug mehr für Architektur.

    Während meines Architekturstudiums arbeitete ich – und arbeite noch immer – in einem großen Bauprojekt am Frankfurter Flughafen. Vor einigen Wochen machte ich meinen Bachelorabschluss als „Bachelor of Arts“. Für mich ist mein Traum in Erfüllung gegangen. Es war nicht einfach. Oft kam ich an den Punkt, alles hinzuwerfen, doch ich habe hart dafür gekämpft und ICH HABE ES GESCHAFFT!!

    Nun habe ich mir wieder ein Ziel gesetzt: Ich möchte innerhalb der nächsten zwei Jahre meinen Masterabschluss machen, weil ich mir sehr gut vorstellen kann, international – eigentlich sogar mehr in meiner Heimat – zu arbeiten. Dort herrscht seit Jahrzehnten immer noch Krieg, und dadurch wird vieles vernachlässigt, beschädigt oder es fehlt einfach an Mitteln, um etwas Neues aufzubauen. Ich wollte immer etwas in der Hand haben, womit ich anderen helfen kann. Und ich denke, dass ich das mit diesem Vorhaben kann. Außerdem kann ich mich nach dem Masterstudium selbständig machen. Auch dies ist ein wichtiger Grund. Es klingt vielleicht etwas seltsam, doch ich möchte eine gewisse Unabhängigkeit haben. Mit meiner Selbstständigkeit wäre dies für mich erreicht.

    Mit meinem Bericht möchte ich nicht hervorheben, welche Schwierigkeiten ich während meiner Schullaufbahn hatte. Sondern ich möchte andere Menschen darin ermutigen, immer für ihre Träume zu kämpfen und sich immer wieder neue Ziele zu setzen. Man sollte nicht schon bei der ersten Hürde aufgeben. Selbst bei einer Niederlage sollte man nicht mit allem abschließen und auf Gedanken kommen wie „Ich kann es doch eh nicht schaffen“ oder „Es ist unmöglich!“.

    Vielleicht durch meine Erfahrungen habe ich mir das Motto „Viele Wege führen nach Rom“ angeeignet.

    Sie haben den ersten Teil verpasst. Hier geht’s weiter.

    (Gastautoren: Meryem Bavli & Annette v. Spiegel  |  Bild: Meryem Bavli  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • Ergotherapeut/in

    Sie beraten und behandeln Personen, die durch eine Erkrankung, z.B. einen Schlaganfall, oder durch eine Behinderung in ihrer Selbstständigkeit beeinträchtigt sind; auch Kinder und alte Menschen, die beispielsweise motorische Schwierigkeiten aufweisen, zählen 141zu ihren Patienten. Nach einem individuell erstellten Behandlungsplan üben Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen mit ihnen je nach Bedarf z.B. grundlegende Fertigkeiten wie Essen, Waschen, Ankleiden, Schreiben oder Einkaufen. Bei anderen Patienten steht das Training der Grob- und Feinmotorik oder der Orientierungs- und Konzentrationsfähigkeit im Vordergrund. Darüber hinaus üben Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen mit ihren Patienten den Umgang mit Hilfsmitteln und Prothesen, geben Anregungen und Anleitungen zur Gestaltung des Arbeitsplatzes, der Arbeit im Haushalt oder zur Planung des Tagesablaufs. In den Therapieplan beziehen sie stets auch die Angehörigen und das Umfeld der Patienten mit ein. Ziel der Arbeit von Ergotherapeuten und -therapeutinnen ist es, den Patienten durch die Therapie ein möglichst selbstständiges Leben bzw. eine Teilnahme am Arbeitsleben zu ermöglichen. Daneben sind sie auch in der Gesundheitsförderung und Prävention tätig. Hier übernehmen sie beispielsweise Beratungsaufgaben hinsichtlich der Entwicklungsförderung von Kindern. Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen arbeiten in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Gesundheitszentren, Sozialstationen oder auch in speziellen Praxen für Ergotherapie. Ebenso sind sie in Altenheimen, Tages- oder Wohnheimen für Menschen mit Behinderung,  ambulanten  Diensten  sowie  in  Sonderschulen  und  Frühförderzentren tätig. Ergotherapeut/in ist eine bundesweit einheitlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen oder bei privaten Bildungsträgern.

    Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Daneben  besteht  die  Möglichkeit,  Ergotherapie  an  Fachhochschulen  zu  studieren, teilweise auch in kombinierter Form mit der Berufsfachschulausbildung. Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss. Auch Schüler/innen mit Hauptschulabschluss können aufgenommen werden, sofern sie zusätzlich über eine Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer verfügen. Teilweise muss vor Ausbildungsbeginn die gesundheitliche Eignung durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden.

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika
    Dieser Beruf verlangt Freude am Umgang mit den Patienten! Doch vielleicht bist Du Dir noch nicht sicher, ob dieser Beruf  richtig für Dich ist? Um das heraus zu finden, empfehlen wir Dir den Deutschen Verband der Ergotherapeuten anzusprechen. Dort finden sich sicherlich Ansprechpartner oder Du bekommst einen Hinweis, in welcher Stadt, welcher Anpsrechpartner ist. Durch das Praktikum kannst Du die Tätigkeiten dieses Berufes wesentlich besser kennenlernen. Ein Besuch der Medica ist ein absolutes „muss“. Eine gute Vorbereitung, welche technischen Neuheiten auf den Markt kommen.

    Mehr Informationen zu sammeln schadet ja nicht!

    Welches Gehalt wird Dich als Ergotherapeut/-in erwarten? Hier kannst Du dich darüber informieren!

    Die perfekte Bewerbungsmappe
    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV-Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung und PlanB
    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Sie müssen nur wissen, wo Sie wirklich hin wollen. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich einen Betrieb in einer anderen Stadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten.  Denken Sie doch auch einmal darüber nach, ob ein Studium für Sie interessant ist.   Lesen Sie dazu auch unseren Artikel „Studieren ohne Abi“ .

    Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten oder im Ausland. Sie sollten sozusagen über den Gartenzaun in die Ferne blicken. Die größten Arbeitgeber in diesen Bereichen sind außerdem die katholische- und evangelische Kirche. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Praktikantin: A.Damayanti Autor: M. Weiss  |  Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle: www.arbeitsagentur.de,  www.dve.info Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV)

  • „Hier bin ich Mensch, hier darf ich (’s) sein“ (?) Teil 4


    (ein typischer Flüchtlings-Weg von Afghanistan nach Deutschland)

    Siehe hierzu auch:

    www.ardmediathek.de, www.tagesschau.de ,     http://www.wdr.de/tv/weltweit/sendungsbeitraege/2010/0914/index.jsp ,

    http://www.neon.de/kat/sehen/politik/236524.html

    Über ein Jahr ist mittlerweile vergangen, und sie leben noch immer in Heimen, auf die sie ohne Rücksicht auf Freundschaften verteilt worden sind. Zum Teil ringen sie mit Depression, Aggression, Schlaflosigkeit, Alkoholkonsum, der Idee aufzugeben und zurückzukehren – und ab und zu auch mit der Idee und der Hoffnung, hier vielleicht doch eine Zukunft zu haben. Vielleicht.

    Ich beschreibe es bewusst so.

    Ein Arzt, mit dem ich über diese Dinge sprach, sagte, das sei normal. Und dass es manchmal gut sei, einfach ab und zu mit ihnen zu tanzen, weil schon das etwas Lebenskraft zurück bringen kann. Manchmal. Er muss es wissen: Er ist selbst Iraner im Exil, hat aber das Glück, seinen Beruf hier ausüben zu dürfen. Er ist sogar Lehrarzt.

    Für mich war sehr schmerzhaft mitzuerleben, wie diese pfiffigen, glücklichen  jungen Leute angesichts der sich über so viele Monate dahinschleppenden Entscheidungswege der Behörden ihren Schwung verloren. Sie haben viel ausgehalten und verharren nun in dieser offenbar nicht enden wollenden Slow-Motion-Situation. Irgendwann ist die Kraft einfach weg …

    Weil sie nicht wissen, ob sie bleiben können. Weil sie keine Arbeit annehmen dürfen. Weil sie aufs Neue Freundschaften aufgeben mussten, wenn sie in ein anderes Heim verlegt wurden. Manchmal sogar von heute auf morgen. Manchmal, während der Freund auf einem Ausflug war, und man konnte nicht mehr tschüss sagen.
    Es wundert mich nicht, wenn sie irgendwann abschalten und nach dem Sprachkurs nur noch im Bett liegen und schlafen. Und abends trinken. Und die Familie vermissen oder die Freundin, mit der man im Iran schon 3 Jahre zusammen war, die man heiraten möchte. Der man immer noch nichts sagen kann. Die droht, sich umzubringen, wenn es nicht bald eine Entscheidung gibt über ihr Leben und seines. Die Familie, die Druck macht, dass man endlich was zustande bringt.

    Es sind junge Männer, die zuvor schon jahrelang berufstätig gewesen waren und –  sofern sie denn noch irgendwo Familie haben – etwas zu deren Unterhalt beitragen konnten. Ein sehr wichtiger Status gerade in ihrem Kulturkreis.

    Ich war sehr überrascht, dass Hamid schon in seiner 5. Woche hier in Deutschland die Begriffe „Penner“ und „asozial“ kannte und mir erläuterte, dass er sich genau so fühlt, weil ihm der Staat alles bezahlt und er selbst nichts beitragen kann. Er schämte sich, und das ist diesen Jungs bis heute gemein.

    Es hat sich eine Resignation eingestellt, die auch nicht verschwindet, wenn sie schließlich ihre Pässe mit eingeschränktem Aufenthaltstitel erhalten: Die Luft ist raus, zu sehr haben sie sich daran gewöhnt zu schlafen, rumzuhängen, nichts zu tun zu haben und irgendwie auch nichts mehr zu wollen.

    Wieder haben wir Sommer, und diesmal ist Lehrstellen-Vermittlung angesagt. Mädchen werden den Arzthelfer- und Hauswirtschafts-Tätigkeiten zugeführt, Jungs werden Verkäufer. Ungeachtet ihrer Begabungen und Interessen, wie ich sehe, und es scheint, als finde auch keine Aufklärung über das breite Angebot an Lehrberufen statt:

    So machte Alireza ein Praktikum als Verkäufer und fühlte sich unwohl, denn er ist ein zurückhaltender junger Mann. Nicht schüchtern, aber zurückhaltend. Er lernte recht schnell Deutsch, spricht von sich aus aber wenig, auch wenn er unter seinen Landsleuten ist. Warum steckt man so jemanden in eine Tätigkeit, die ein gewisses Maß an Extrovertiertheit bedarf?!


    (Annette von Spiegel)

    Als ich ihn fragte, was er gern machen würde, wenn er alle Möglichkeiten hätte, sah er mich fragend an und hob die Schultern: „Vielleicht Baustelle? Das habe ich im Iran gemacht.“ Ich fragte, ob ihm das gefallen habe. „Nein … aber es geht.“ Und nach einer Pause „Ich weiß nicht, was ich in Deutschland lernen kann. Baustelle geht, oder?“

    Nach meinem Kenntnisstand wird Alireza in den nächsten Wochen anfangen, den Beruf des Maler/Lackierers zu lernen. Javad wird wohl Friseur oder Pizzabäcker – und was Hamid treibt, der so gern Chirurg werden wollte, weiß ich nicht.

    Man hat meine Ex-Schüler hier aufgenommen und versorgt. Und ich danke aufrichtig dafür, denn es sind wunderbare junge Menschen. Und ich weiß, dass nicht jeder Staat so etwas tut! Sie wurden nicht ins Gefängnis entsorgt oder in die Gosse, und abgeschoben wurden sie auch nicht. Aber es macht mich unglücklich, dass diese einst so motivierten jungen Leute, die den steinigen Weg bis zu uns geschafft, die unsere Schrift und Sprache gelernt haben, einfach so abgewickelt werden.

    Ich wünsche ihnen von Herzen alles Gute!

    Sie haben Teil 1, Teil 2 und Teil 3 verpasst? Keine Problem klicken Sie sich rein.

    (Gastautor: Annette von Spiegel  |  Bilder: Annette von Spiegel  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • „Hier bin ich Mensch, hier darf ich (’s) sein“ (?) Teil 3


     (Alireza)

    Auch lernte ich, dass manches türkische Wort im Persischen sehr ähnlich ist, als ich nämlich einen der Afghanen gedankenverloren tembel  (türk. Faulpelz) nannte: Der starrte mich höchst erstaunt an und beteuerte, dass er dies auf keinen Fall sei. Nun war ICH höchst erstaunt, dass er verstanden hatte – und es stellte sich heraus, dass das Wort Faulpelz auf Farsi (Persisch) ungefähr dasselbe ist. In der Folge hörte ich gerade diesen Jungs aufmerksamer zu, wenn sie sich unterhielten, und entdeckte allerlei Worte, die ich aus dem Türkischen kenne. Sehr lustig!

    Bemerkenswert ist, dass diese Schüler selbst Sorge dafür trugen, dass es einigermaßen leise bleibt und diszipliniert zugeht: Selten musste ICH etwas sagen, weil sie das untereinander regelten.

     
     
     
     

     


     (im Unterricht)

     (Fraol übt sich im 10-Finger-Schreiben)

     (jemand ist beim 10-Finger-Schreibtrainer ziemlich gut geworden …)

     Herzallerliebst war auch die Selbstverständlichkeit, mit der mich die Afghanen nach dem Unterricht zum Bahnhof begleiten. Und sich obendrein nicht nehmen ließen, meine Tasche zu tragen. So gibt es diverse Fotos mit Afghanen mit roter Tasche ……. 🙂


    (Javad)

     

    (während eines Ausflugs mit dem Kurs, die rote Tasche immer dabei ;-))

     Ich bin beeindruckt, wie es diese jungen Menschen im Grunde ohne Papiere, Geld und Sprachkenntnisse hierher geschafft haben. Und sich ihre optimistische Haltung und Herzlichkeit bewahren konnten.

    Alireza aus Kandahar malte mir mal irgendwann seine Irrfahrt von Afghanistan bis nach Deutschland auf. Ein relativ typischer Weg, wie ich mittlerweile weiß. Den sogar Kinder beschreiten: Meine Schüler erzählten mal von einem Neu-Zugang im Heim, einem 10jährigen! Ich selbst traf dort auch einmal eine 16jährige aus dem Iran, die sich mit ihrer schätzungsweise 7jährigen Schwester auf den Weg gemacht hatte. Welcher Druck muss dahinter stecken, um sich so etwas auszusetzen …

    Der letzte Teil dieser Serie kommt am 28. August.

    Sie haben Teil 1, Teil 2 und Teil 4 verpasst? Keine Problem klicken Sie sich rein.

    (Gastautor: Annette von Spiegel  |  Bilder: Annette von Spiegel  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • „Hier bin ich Mensch, hier darf ich (’s) sein“ (?) Teil 2

    …..Äthiopien, Afghanistan bzw. Iran. Ich spreche weder Arabisch, noch Somali, Farsi oder eine der Sprachen, die hier helfen würden. Und da meine Schüler zu Beginn des Kurses seit maximal einem Monat in Deutschland waren, konnten sie im Grunde kein Deutsch. Also, viel Spaß ……

    Selten waren Schüler dabei, die fließend Englisch sprechen, aber mit Wortfetzen und Pantomime wussten wir uns zu behelfen. Ich staunte sogar sehr, dass meine Minimal-Kenntnisse über den Koran ausgerechnet beim Thema Computer nützlich waren! Das sorgte für großes Gelächter, auch bei mir 🙂

    Einzelne Teilnehmer mussten erst einmal das Doppelklicken mit der Maus üben, weil sie unerfahren im Umgang mit Rechnern waren. Oder starrten ratlos auf den Bildschirm, weil sie grundsätzlich nicht verstanden, was sie da vor sich sahen.  Andere posteten derweil lässig Bilder und Kommentare in Facebook. Wieder andere konnten weder schreiben noch lesen, auch nicht in ihrer Heimatsprache. Das ist schon eine harte Mischung, um zu unterrichten ….

    Aber sie hatte völlig Recht, die Mitarbeiterin, die mich für diesen Unterricht angefragt hatte und abschließend sagte: „Du, die sind soo süß – zum Knutschen!“

    Die Art von Schwierigkeiten, mit denen ich gerechnet hatte, weil es sich vorrangig um junge Männer aus muslimischen Ländern handelte, die belastende und zum Teil sicher auch traumatische Wege einer Flüchtlings-Odyssee hinter sich hatten, blieben völlig aus:

    Vor allem die Afghanen zeigten sich glücklich, in einem Schonraum angekommen zu sein und wohlwollend behandelt zu werden [Anmerkung: da ich noch Kontakt zu ihnen habe, kann ich mit ihrer Erlaubnis Fotos, auf denen sie zu sehen sind, verwenden]. Javad aus Herat z. B. war froh, endlich mal zur Schule gehen zu können: Sein Vater starb, als Javad noch jung war, und so musste er arbeiten gehen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Dass er hierdurch nur 2 Jahre lang eine Schule besucht hatte, fiel in keinster Weise auf: Er war ein interessierter, glücklicher und guter Schüler.


    (Javad)

    Abdullahi, ein junger Mann aus Mauretanien, hatte bis zum zweiten Unterrichtstag den Satz „Ich habe Sie vermisst!“ auswendig gelernt und überraschte mich mit dieser Begrüßung. Wie schon gesagt: „die sind zum Knutschen!“ 😉 Auch er kam wippend und mit einem warmen Lachen in den Unterricht und war hochmotiviert, Deutsch und etwas über Computer zu lernen, ließ sich zeigen, wie man die Fahnen Deutschlands und Marokkos in ein Word-Dokument einfügt, um es auszudrucken und im Heim übers Bett zu hängen.

    Irritierend fand ich folgende Situation mit Denis und Aboka aus Uganda und Somalia: Ihre Rechner waren, etliche Minuten nach Unterrichtsbeginn, immer noch aus. Das wunderte mich, denn auch diese beiden waren ausgesprochen dankbare Schüler. Es stellte sich heraus, dass die zentrale Steckerleiste ausgeschaltet war, deshalb liefen die Rechner nicht. Als ich sie ansprach, stellte sich heraus, dass sie schlichtweg Angst gehabt hatten, mich zu fragen …

    Besonders in solchen Momenten kam in mir natürlich die Frage hoch, wie sie aufgewachsen sein, was sie erlebt haben mögen.
    Diese Frage wurde konkreter, als ich z. B. in den Pausen herumging und fragte, ob die Teilnehmer mir nicht mal im Internet Bilder ihrer Heimatstadt zeigen wollen. Diese zwei waren es, die leise sagten „no … no good picture my city. please.“ Ich habe später selbst mal gesucht, und richtig: Es gab nur Bilder von Massakern auf den ersten 2-3 Ergebnisseiten bei Google … es tat mir leid, dass ich sie überhaupt danach gefragt hatte.

    Ein anderer Teilnehmer hingegen zeigte mir eine wirklich beschauliche Provinzstadt – weiße Kolonialstilbauten mit Veranden auf roter, staubiger Erde, eingebettet in eine grüne Hügelkette am Horizont: Mit freudigem Blick und Finger rechts oben auf dem Bildschirm erklärte er mir irgendwie, dass SEIN Heimatdorf „da hinten, etwa 10 km, wenn man diese Straße noch weiterfährt“, liegt. Fand ich toll! Er auch 🙂 Ich sagte, dass ich sein Dorf GERN eines Tages mal besuchen würde, und das meinte ich auch so.

    Auch sonst gaben die Pausen Raum für schöne Situationen – wie diese mit Javad: Er brachte mir, der Lehrerin, bei, dass man die persische Schrift – ebenso wie Arabisch – von rechts nach links schreibt, die Zahlen aber wie bei uns von links nach rechts:


    (Javad erklärt die persische Schrift)

    Weiter geht’s mit dieser Serie am 27. August

    Sie haben Teil 1, Teil 3 und Teil 4 verpasst? Keine Problem klicken Sie sich rein.

    (Gastautor: Annette von Spiegel  |  Bilder: Annette von Spiegel  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • „Hier bin ich Mensch, hier darf ich (’s) sein“ (?) 1.Teil

    „Hör mal, hättest du nicht Lust, unsere jugendlichen Flüchtlinge zu unterrichten?“
    Klar hatte ich Lust. Und ich war sehr gespannt, was mich erwartete, denn ich hatte noch nie mit Flüchtlingen gearbeitet und wusste eigentlich nur – so war es mir gesagt worden – dass es sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge handelt, junge Männer aus Marokko, Afghanistan, Pakistan, erst seit kurzem in Deutschland.

    Nach meinen Erfahrungen mit den Mädchen in einer anderen Einrichtungund mit den üblichen Berichten aus Berliner Brennpunkt-Schulen im Kopf machte ich mich auf allerhand gefasst.

    Und schäme mich heute dafür!

    Aber von Anfang an:
    Laut UNO „waren [2008] weltweit insgesamt 42 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung, gewaltsamen Konflikten, Krieg, und Menschenrechtsverletzungen.“  – welchen Anteil daran Minderjährige haben, kann ich nicht sagen. Aber auch sie machen sich aus verschiedensten Gründen auf den Weg ins Ausland, ins Ungewisse, in eine Hoffnung auf eine andere Zukunft.

    Frankfurt am Main hat einen ziemlich großen Flughafen, weltweit gesehen ist er sogar auf Platz 9, er wird auch „Drehkreuz Europas“ genannt wird. Obwohl hier nebst Köln/Bonn auch die meisten Abschiebungen aus Deutschland erfolgen, ist dieses Drehkreuz sicherlich einer der Gründe, warum viele Flüchtlinge hier – im wahrsten Sinne des Wortes – landen.

    Zunächst erfolgt die Erfassung durch den Bundesgrenzschutz, danach geht es weiter in ein zentrales Erstaufnahme-Heim. Wochen später dann werden sie auf Folgeeinrichtungen in ganz Hessen verteilt. Das Warten auf eine Entscheidung über Abschiebung oder Aufenthalt beginnt …Währenddessen gibt es neben Deutsch-Unterricht und Ausflügen optional auch einen Computer-Kurs – damit die Neuankömmlinge mit Familie und Freunden kommunizieren, sich über die aktuelle Lage in der Heimat informieren können und letztlich auch, um sie auf einen etwaigen Bewerbungs-Prozess bzw. gewerbliche Tätigkeit in Deutschland vorzubereiten.

    Und das war mein Job.

    10 TeilnehmerInnen sind es pro Klasse, das ist nicht viel. Sie kommen aus Mauretanien, Somalia, Uganda, …….
    Weiter geht’s am 26. August

    Sie haben Teil 2, Teil 3 und Teil 4 verpasst? Keine Problem klicken Sie sich rein.

    (Gastautor: Annette von Spiegel  |  Bilder: Annette von Spiegel  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)