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Autor: c_amrhein

  • Abi 2011 hat begonnen: Menti macht sich bereit

    Menti Abi hat begonnen

    Menti wird dieses Jahr Abi machen. Jetzt, im März beginnen die Prüfungen, die sich bis Mai hinziehen werden. Aber das Abi ist nicht an einem Tag geschrieben. Grund- und Leistungskurse wählen und vor allem Punktesammeln ist schon ab Klasse 11 die langfristige Vorbereitung auf das Abitur. Das heißt viel lesen und mitschreiben. Denn viel Stoff muss schließlich in den Kopf – und vom Kopf aufs Papier.

    Arbeitsvorbereitung
    Und Menti weiß, wie wichtig es ist, sich vorzubereiten – zu präparieren. Dafür gibt es allerlei Helferlein – in der Bib und, klar, im www. Recherchen und die Anregungssuche sind absolut ok, das Rad muss schließlich nicht jedesmal neu erfunden werden. Nur darf man nicht einfach übernehmen, was dort so schön fertig vorgeschlagen wird…Achtung: Plagiat! Wir berichteten bereits vor einigen Wochen darüber, lange vor der G-Affaire.

    Von Wilson Mizner, einem US-amerikanischer Dramatiker und Unternehmer (1876-1933), ist eine überzeichnete Definition des Begriffes „abschreiben“ überliefert:

    „Aus einem Buch abschreiben = Plagiat; aus zwei Büchern abschreiben = Essay; aus drei = Kompilation; aus vier = Dissertation.“ [Wenn es mehr Quellen werden = COLLAGE; Anmerkung der Redaktion]

    Nach der oben genannten Plagiatsaffaire fragen wir uns, wieviel andere sich denn auch bei Dritten bedient haben? „Copy&Paste“ sind nicht nur Freunde von Menti…

    Hausaufgaben
    Die werden bekanntlich zu Hause gemacht, d.h.ohne Aufsicht. Da kann ein Schüler sich schnell mal hinsetzen und Dr. Google fragen. Der weiss zu jedem Thema etwas zu sagen. Sogar fertige Hausarbeiten, Referate und Klassenarbeiten; in 0,25 Sekunden sind ca. 29.900 Ergebnisse auf dem Schreibtisch. Nie wieder ne Schreibhemmung…

    Und wenn es in die Prüfung geht?
    Dann kommt oft der altbewärte Spickzettel zum Einsatz. Wer macht das nicht? Sicher die wenigsten. Ich erinnere mich sehr gut an die enorme Kreativität unter den Schülern, was das strategische Positionieren der „Arbeitshilfe“ angeht. Auch die Formate waren höchst variable (Minizettel in der Hosentasche, eingeklebte Seiten in zur Prüfung zugelassenem Arbeitsmaterial, beschriebene Taschentücher, auf die eigene Haut gebannte Listen, speziell programmierte Taschenrecher und Handys), um hier nur einige zu nennen.

    Gedächnisstütze
    Tatsächlich glaube ich aber, sind Spicker einfach eine gute Stütze des Selbstbewußtseins. Im Falles des Falles KÖNNTE man dort Informationen finden. Allerdings ist das oft nicht mal nötig, da der Inhalt der „Gedächnishilfen“ allein durch das sorgfältige Zusammenschreiben fest ins Gehirn eingebrannt sind. Besser ist es NICHT nachzusehen, denn Täuschungsversuche werden restriktiv geahndet.

    (Autor: C. Amrhein | Comic: A. Korkis | Quelle: Archiv)

  • Sport und Karriere – Einstellungsgrund versus Einstellungshindernis?

    Sport & Karriere

    Auf der anderen Seite des Bewerbungstisches: eine Betrachtung von Alfred J. Stein, Personalberater, ConActivity KG

    Top oder Flop?
    „Wie denken Personaler wirklich, wenn ich „mich oute“ und sage, dass ich im Verein Sport treibe? Ist das gut oder schlecht?“ Das ist eine Frage, die sich viele junge Leute vor einem Vorstellungsgespräch stellen. Warum? Ist es denn nicht unisono als positiv zu betrachten? Na ja, die Antwort liegt – wie so oft – irgendwo in der Mitte.

    Positives
    Natürlich hat es viele positive Seiten, wenn man sportlich aktiv ist und damit auch etwas für seine Gesundheit tut. Das beugt einer hohen Krankquote vor. Körperliche Fitness ist im Übrigen auch die Voraussetzung für Belastungen, die am Arbeitsplatz auf einen zukommen. Nebenbei steigert es die Konzentrationsfähigkeit, die Kooperations- und Kritikfähigkeit, das Selbstbewusstsein und vielleicht sogar die Führungskompetenz. Außerdem baut man sein eigenes Kontaktnetzwerk auf, das vielleicht sogar für einen erfolgreichen Job wichtig ist. Und wer erfolgreich ist, nimmt natürlich auch „sein Unternehmen“ mit auf die Ruhmesleiter.

    Zwei Seiten der Medaille
    Kein Wunder, dass manche Arbeitgeber aktiv etwas unternehmen, um ihre Mitarbeiter zu sportlicher Tätigkeit zu motivieren. Aber…

    Schattenseiten
    Das trifft jedoch nicht auf alle Arten der sportlichen Betätigung zu. Gerade wer sich in bestimmten Arten des Mannschaftssports betätigt und bleiben wir mal bei dem in Deutschland häufigsten Fall – Jemand spielt Fußball – können sich so manche Vorteile in Luft auflösen. Nicht gerade gern gesehen bei Arbeitgebern ist der häufig montags bis dienstags vorgelegte „gelbe Urlaubsschein“ – die Krankmeldung. Das bleibt manchmal nicht aus, wenn man engagiert bei der Sache ist.

    Geschlagene Kämpfer
    Und selbst wenn die Krankmeldung nicht eingeht, schleppen viele ihre Blessuren mit zur Arbeit – sie brauchen dann eine Woche Arbeit, um sich wieder zu erholen und fürs nächste Wochenende fit zu sein. Wie das bei einem Arbeitgeber ankommt, kann man sich an seinen fünf Fingern abzählen. Das ist zwar eine krasse Schilderung, aber ich kenne einige Arbeitgeber, die einen Kandidaten, der aktiv und im Verein Mannschaftssport betreibt, nicht einstellen würden.

    Fazit
    Was also soll man machen? Nun, jeder muss sich zunächst im Klaren sein, was in seinem Leben wichtig ist – ob es der Job ist oder vielleicht der Sport. In ganz vielen Fällen begünstigen sich beide Bereiche. Es gibt jedoch Überschneidungen. Es kann sein, dass man dann eine Entscheidung treffen muss, oder aber ein Arbeitgeber trifft seine Entscheidung.

    Offen & ehrlich
    In jedem Fall gilt aber: Immer offen und ehrlich informieren! Warum? Es kommt sowieso an das Tageslicht und einen künftigen Arbeitgeber nicht über sein sportliches, vielleicht professionelles Engagement zu informieren wäre nicht akzeptabel und unfair.

    Ihre eigenen Erfahrungen
    Was haben Sie bisher für Reaktionen auf Ihr sportliches Engagement bekommen? Danke für Ihren Kommentar hier unter dem Artikel oder per E-Mail an redaktion@mentoring4u.de.

    (Autor: Alfred J. Stein | Foto Thumb: Svea-Anais-Perrine | Foto Artikel: Al73 | Quellen: www.photocase.de)

  • Menti-Button Gewinnspiel: die Nummern 1759, 4105 und 4717 haben gewonnen

    Menti Gewinnspiel, 570x300px

    Liebe Mentees mit den Menti-Buttons Nummern 1759, 4105 und 4717, herzlichen Glückwunsch! Sie haben gewonnen! Melden Sie sich bei uns und erhalten Sie Ihr individuelles Mentorengespräch oder einen der zahlreichen Sonderpreise unserer Kooperationspartner!

    Huch, ich hab gewonnen, was jetzt?
    Schicken Sie uns bis Freitag, den 4. März 2011, 18 Uhr, eine E-Mail an menti@mentoring4u.de mit folgenden Angaben:

    Ihr Name
    Ihre Telefonnummer
    Ihre Adresse
    Ganz wichtig: ein Foto, auf dem Sie mit Ihrem Gewinner-Button zu erkennen sind. Seien Sie kreativ!

    Den Rest übernehmen wir!
    Mentoring4u meldet sich umgehend bei Ihnen, um zu gratulieren. Dem Hauptgewinner werden wir ein Mentorengespräch vermitteln. Der Mentor kommt aus der Branche oder dem Beruf Ihres Interesses und gibt Ihnen ganz individuelle Ratschläge für den erfolgreichen Einstieg in Ihren Traumberuf.

    Reagieren Sie zu spät, verfällt Ihr Los und wir ziehen die Woche drauf dafür einen Gewinner mehr. Also keine Zeit vergeuden, nutzen Sie Ihre Chance! Zusätzlich hat jeder Teilnehmer jede Woche erneut die Möglichkeit zu gewinnen.

    Mehr Infos zum Gewinnspiel gibt’s hier.

    (Autor: C. Amrhein | Foto: kallejipp| Bearbeitung: A. Korkis | Bildquelle: photocase)

  • #Denkanstoß Nº 6: Triple L: Lebenslanges Lernen #Zitat der Woche

    Zitat der Woche

    Lernen, lernen und wieder lernen heißt es für alle ab der Geburt. Tja, der Mensch hat nach dem Geboren werden ’ne ganze Menge zu tun: schlafen lernen, essen lernen, verdauen lernen. Dann kommt die nächste Etappe mit den Hauptbereichen Mobilität und Kommunikation. – Gut das unsere Eltern so geduldig waren und sind…denn auch für die Kleinsten ist aller Anfang schwer.

    Von der Wiege bis zur Bahre
    Es gibt die alte Redewendung „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“. Diese Maxime scheint früher vielleicht gegolten haben, aber heute sicherlich nicht mehr. Das Lernen damals meinte wohl eher das Erlernen von Gehorsam und Disziplin (das Bild des Krümmens des Häkchens macht dies besonders gut deutlich). Heute wird anders gelernt: lernen zu denken, zu handeln, lernen um des Lernens willen, lernen als Mittel zum Ziel der Veränderung. Diese angestrebte Veränderung kann die Person betreffen oder die Situation, in der sich der Lernende befindet. Was Sie u.U. bereits vermuteten: Deutschland ist laut ELLI-Index (European Livelong Learning Indicators) nur im unteren Mittelfeld im Vergleich mit den anderen Staaten der europäischen Union…

    Was ist Lernen?
    Laut der Definition von B. Reysen-Kostudis, Team Studienberatung der FU Berlin, ist es das:
    – der Zuwachs von Wissen, Können und Selbstbewusstsein –
    Als Lernziele werden genannt:
    – Kompetenzen, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, persönliche und soziale Kompetenz –

    Weitermachen
    Wer einmal anfängt, etwas zu lernen, der kann sich bald schon an den eigenen (kleineren oder größeren) Fortschritten erfreuen. Also ein Motivations-Motor ist: die Freude. Wir alle wissen, dass erfolgreiches Lernen immer auch eine Frage der Kontinuität des Lernens ist, der regelmäßigen Anwendung unseres Wissens und somit dessen ständige Überprüfung auf Aktualität und Richtigkeit. Und das hört nie auf. Ein guter Arzt geht laufend zu Fortbildungen. Ein Steuerberater wäre in kürzester Zeit kein guter Berater mehr, wenn er nicht laufend über Gesetzesänderungen im Steuerrecht informiert wäre. Auch von einem Ingenieur erwarten wir, das er immer auf dem neusten Stand der Technologie ist.

    „Lernen ist Wachstum, ist Werden.“
    „Lernen ist wie flussaufwärts zu rudern: Wenn man nicht weiterkommt, fällt man zurück.“

    chinesische Sprichwörter

    Studium für jedes Alter
    Lebenslanges Lernen können wirklich alle. Kinder in der Kinder-Uni (8 – 12 Jahre). Von 6 Jahren bis 16 Jahren an muss man in Deutschland zur Schule gehen. In Ungarn sogar bis 18! Danach gibt es zwei, nein inzwischen drei Wege der weiteren Ausbildung: berufliche Ausbildung, Studium und die Kombination von beidem, das duale Studium. Für Berufstätige gibt es anschließend viele Angebote zu Weiterqualifizierung mittels Master und MBA. Bei einem bekannten Anbieter für nebenberufliche Hochschulstudien liegt das Alter der Teilzeit-Studenten zwischen 22 und 55. Und die Generation 50+ ist eine attraktive Zielgruppe für das Angebot der Seniorenstudien, in Frankfurt/Main z.B. auch „Universität des dritten Lebensalter“ genannt.
    Lernen kann also jeder zu jeder Zeit. Warum hält sich dann das Vorurteil, dass jungen Menschen dies besonders leicht fällt? Vielleicht vergleichen wir auch Äpfel mit Birnen, wenn wir einerseits ein (Klein)Kind sehen, wie und wie schnell es etwas lernt, und einen Erwachsenen. Die Jungen sollen, können, wollen und MÜSSEN in jeder Gesellschaft lernen, um sich für die Zukunft fit zu machen.  Von ihnen wird unendlich viel erwartet und gefordert – aber auch gefördert und unermüdlich korrigiert! Ein Mensch ab 30 KANN sich weiterbilden (wenn er das möchte und es seine (Job)Situation erfordert). Wenn ein Mensch über 35 oder 40 sich nochmal in den Hörsaal setzt, dann wird das von der Umwelt oft kritisch hinterfragt, und gefragt: „Lohnt sich so ein Aufwand in Deinem Alter denn noch? Glaubst Du damit einen besseren Job zu bekommen?“…Was ich sagen will, ist dass die allgemeine Erwartungshaltung an die Lernenden verschiedener Lebensalter sehr verschieden ist.

    KaWa Lernen
    Das Lernen SPAß machen kann und soll, wird verstärkt nur lernenden Kindern zugestanden. Vera Birkenbihl, bekannte deutsche Managementtrainerin mit Spezialisierung für das Sprachen lernen, beschäftigt sich seit Langem mit dem Thema Gehirn-gerechtem Lernen. In dem kleinen Video erklärt sie uns, mittels ihrer Methode des KaWa’s, WIE unser Gehirn am Besten lernt (egal, wie alt der Schüler ist :-)). Der Lernerfolg ist garantiert!

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    Was haben Sie für Erfahrungen mit dem Lernen? Konnten Sie verschiedene Methoden ausprobieren? Teilen Sie sie uns mit! Vielen Dank!

    (Autor: C. Amrhein| Foto: sherlock0574 |Bildbearbeitung: A. Korkis | Quellen: www.photocase , www.elli.org, www.fu-berlin.de, www.geo.de, www.studieren-berufsbegleitend.de, www.erfahrung-ist-zukunft.de, www.wikipedia.org )

  • Résumé der Mentoren-Initiative „Auf die Socken, fertig, los!“, soziale Brennpunktschulen & große Fische zum Anfassen

    Photocase Funky fishez Artikel

    Die Valentinswoche 2011 – Jede Schule ist ein eigener Kosmos.
    Unter der Schirmherrschaft von Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und unter dem Motto: „Auf die Socken, fertig, los!“ trafen sich Mentoren aus ganz Deutschland.  Es war eine aufregende und ereignisreiche letzte Woche. Traditionell zum Valentinstag am 14.02. geht Mentoring4u seit fünf Jahren mit Mentoren in Schulen Deutschlands, die in sozial schwierigen Vierteln liegen. Dieses Jahr wurden fünf Schulen der Städte Stuttgart, Duisburg, Frankfurt/Main, Bremen und Berlin nominiert. Auf dieser fünftägigen Tournee,
    1518
    km kreuz und quer durch die Republik, unterstützten uns 51 Mentoren. Sie tauchten nach längerer Abstinenz wieder ein in das ganz normale Schulleben. Gingen zu den Schülern in ihre Klassen und erzählten von ihrem eigenen Berufsweg, ihren Erfahrungen, Erkenntnissen und natürlich auch von Fehlern. Diese Präsenz und die Persönlichkeit der Mentoren  begeisterte! Sie waren Vorbild, Beispiel, Richtungsweiser und Denkanstoßer für insgesamt ca. 855 Schülerinnen und Schüler dieses Valentinszyklus.

    „Die beste Weise, Fische zu beobachten, besteht darin, selber zum Fisch zu werden.“
    Jacques Yves Cousteau (1910-1997), französischer Marineoffizier und Meeresforscher

    14.02.2011: Stuttgart – Heusteigschule (Haupt- und Werkrealschule)
    Rund 200 Schülerinnen und Schüler aus  den 7.,8. und 9. Klassen der Heusteigschule spitzten die Ohren, als die Mentoren zur Auftaktveranstaltung zu ihnen kamen. Sogar ein Kamerateam war dabei! Die Mentoren repräsentierten eine breite Palette von Wirtschaftsbereichen. Großen Firmen wie Schenker Deutschland, Daimler AG, die DEKRA  und Vodafone entsendeten ihre Mentoren. Spannende Jobs gibt es überall, auch ohne Abitur! Auch der Mittelstand hatte viele interessante Herausforderungen zu bieten. „Wie viele Teile hat ein Auto?“, fragte der Mentor von Daimler. “ 40.000 ist die Antwort – habt Ihr das gewusst?“. Schenker stellte den Job des Logistikers vor, der von Mädchen und Jungen gleichermaßen ausgeübt werden kann. Ein anderer Mentor berichtete, wie man mit einer Banklehre in das Management eines Familienunternehmens aufsteigen kann.
    Für die DEKRA Industrial GmbH präsentierte eine Dame aus der Geschäftsführung Ausbildung & Jobs im Bereich Sicherheit und Thermographie. Vodafone machte Lust auf Berufe in Vertrieb und Kommunikationstechnik. Selbst ein Photomodell erzählte von ihren Projekten und versetzte so manches Mädchen in Tagträume.

    15.02.2011: Duisburg – Comeniusschule (Hauptschule)
    Spannende Erfahrungsberichte der Mentoren fesselten auch ca. 95 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 der Comeniusschule in Duisburg-Hamborn. Diese Schule fragte uns im Vorfeld nach Kontakten zum Handwerk. Nichts leichter als das: die Kreishandwerkerschaft Duisburg und das Bildungszentrum Handwerk Duisburg entsendeten Mentorinnen und Mentoren aus den Berufen Maler und Uhrmacher. Der Personalreferent von Xella Baustoffe GmbH stellte gleich zwei Ausbildungsberufe vor: den Mechatroniker und den Industriekaufmann. Flexibilität ist gefordert, da die Mitarbeiter an mehreren Standorten eingesetzt werden.
    Wussten Sie, dass Maler und Lackierer in Mathe, Chemie und Bio richtig gut sein müssen? Oder das Dachdecker ein Beruf mit Zukunft ist, der Nachwuchs braucht? Das Logistik-Unternehmen Schenker Deutschland war auch in Duisburg vor Ort und erklärte das Wirkungsfeld des LKW Fahrerberufs. Bewerbungen von Mädchen sehr erwünscht! Was wirklich ein ungewöhnliches Berufsbild ist, erfuhren die Schüler und Lehrer von Fritz Roth. Er ist Geschäftsführer von Pütz-Roth Bestattungen- und Trauerbegleitung. Sein spannendes Aufgabenspektrum reicht von der Seelsorge bis zum Eventmanagement…
    Nach den Klassenbesuchen konnten die Schüler in Einzelgesprächen mit den Mentoren über ihre individuellen Ideen diskutieren. Als Hausaufgabe hatten alle schon die Bewerbungsmappen vorbereitet.

    16.02.2011: Frankfurt/Main – Michael-Ende-Schule (Haupt- und Realschule)
    An der Frankfurter Michael-Ende-Schule in Rödelheim lief unsere Initiative „Auf die Socken, fertig, los!“ in Kooperation mit der Ausbildungsinitiative Rhein-Main des Wirtschaftsrates und der Sektionen Frankfurt und Wiesbaden. Die beteiligten 220 Schüler der Haupt- und Realschulklassen 8,9 und 10 waren auf diesen ersten Mentorenbesuch super gut vorbereitet und stellten viele interessante Fragen! Überhaupt war Disziplin und gutes Benehmen an dieser Schule kein Thema. Die Mentoren waren ihrerseits beeindruckt, als die Klassen geschlossen zur Begrüßung des Lehrers aufstanden.
    Die Palette der hier vorgestellten Berufswege war sehr breit: als Hotelkaufmann/-kauffrau kennt man jeden Handgriff und in dieser Branche haben Mitarbeiterinnen sehr gute Chancen in Führungspositionen aufzusteigen (ca 25% Frauen). Voraussetzung: Fremdsprachen sprechen und ein Menschenfreund sein. Der Bankenverband Hessen stellte viele Möglichkeiten im Bankengewerbe vor. Ein guter Start in die Wirtschaft sind immer Praktika im Bereich und möglichst Auslandsaufenthalte. Englischkenntnisse sind Eingangsvoraussetzung, wie auch bei der Nomura Bank, welche Beratungen im M&A Bereich für institutionelle Kunden anbietet. Für pfiffige Bewerber gab es sogar die Möglichkeit ein Praktikum im Handelsraum zu ergattern!
    Wie wird man Vorstand in einem Weltunternehmen, ganz ohne Abi? Wie das funktioniert erzählte ein älterer Mentor. Er machte eine kaufmännische Ausbildung, hatte dann während seines Wehrdienstes die Hochschulreife nachgeholt und ein Studium aufgenommen. Das war für ihn der richtige Weg zu einem späteren Vorstandsposten in der Chemiebranche. Die Bundeswehr, zu Gast an mehreren Schulen, stellte eine Vielzahl interessanter Berufe vor. Die deutsche Staatsbürgerschaft wird bald vielleicht nicht mehr Voraussetzung sein, um dort Karriere zu machen. Bewerberinnen werden auch bei der Bundeswehr schon seit Jahren sehr gerne genommen.

    17.02.2011: Bremen – Gesamtschule Bremen-Ost (integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe)
    An dieser großen Schule erwarteten unsere Mentoren die ca. 200 Schüler der sieben 9. Klassen. Auch in Bremen war, wie in Duisburg, das Handwerk sehr präsent. Ein Großbäcker aus der Region sprach von der Leidenschaft, mit der die Lehrlinge Brot und Kuchen backen. Durch den Einsatz von Maschinen können heute auch junge Frauen diese Ausbildung gut schaffen. Schüler, die in Mathe, Deutsch und Naturwissenschaften gute Noten haben, konnten sich vom vielseitigen Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker Sanitär, Heizung & Klima ein genaueres Bild machen. Besonders Flexibilität, Teamfähigkeit und die Freude an einer handwerklichen Aufgabe sind gute Voraussetzungen einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Wer noch nicht wusste, wo seine Interessen liegen, erfuhr, dass die Handwerkskammer Bremen 119 freiwillige Praktika bis Ostern vermittelt. Zur  Kontaktbörse am 08.03.2011 wurden alle Schüler eingeladen. „Alles ist möglich, wenn man ein Ziel hat!“ Das unterstrich im Besonderen auch der Berufsweg eines Bremer Zahnarztes. Er hatte seinen Traumberuf in vielen Jahren über den zweiten Bildungsweg erreicht. Nach dem Hauptschulabschluss machte er erst eine Ausbildung zum Zahntechniker. Während seiner Wehrdienstzeit holte er das Abitur nach und konnte Zahnmedizin studieren. Fazit: die Berufswahl ist nicht mit einer einzigen Entscheidung abgeschlossen. Es gibt auch später immer Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln.

    18.02.2011: Berlin – Alfred-Nobel-Schule (Realschule)
    Zum Abschluss dieser Valentinswoche trafen sich acht Mentoren aus der Region an der Alfred-Nobel-Schule in Berlin-Neukölln. Ein sehr gerne gesehenes Unternehmen war wieder die Bundeswehr. Den Schülerinnen und Schülern der teilnehmenden vier 10. Klassen ist nicht klar gewesen, dass rund 90% aller Ausbildungsberufe in der Bundeswehr angeboten werden. Ein Chefreporter von Bild Berlin schilderte plastisch seinen eigenen Berufsfindungsprozess: nach dem Abi ins Politikstudium, über ein Volontariat ging die Reise dann in Richtung Journalismus weiter. Der Bundesverband deutscher Omnibusbetriebe stellte die Ausbildungsberufe Berufskraftfahrer und Fachkraft im Fahrbetrieb vor. Mentoren aus der Hotellerie, der Gesundheits- & Kinderkrankenpflege sprachen von ihren Erkenntnissen im täglichen Umgang mit Menschen. Der Mensch steht auch im sozialen Dienstleistungsbereich im Zentrum. Hier wird Nachwuchs dringend gebraucht. Ausbildungen zum Heilerziehungspfleger kosten sogar Geld, die Altenpflegehelfer haben schon heute ein Defizit an Bewerbern. Die Mentoren der pflegenden Berufe bestärkten die jungen Leute, einen Beruf anzustreben, mit dem man nicht nur Geld verdienen kann, sondern auch idealerweise seine Erfüllung findet.

    Fachkräftemangel – Oder wo ist der Nachwuchs?
    Nach jeder Veranstaltung konnten Mentor & Mentee in Einzelgesprächen bestimmte Themen vertiefen. Schüler, die weitere Fragen an „ihren“ Mentor haben, werden vom Mentoring4u-Team betreut. So werden regelmäßige Kontakte über maximal ein Jahr für ein nachhaltiges Ergebnis angestrebt. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter als Mentoren entsenden sind sich bereits heute bewusst, dass Personalentwicklung in Zeiten des Fachkräftemangels schon VOR der Bewerbung beginnen kann. Ein Mentor kann junge Menschen dort abholen, wo sie stehen und für sein Unternehmen interessieren und idealerweise begeistern.

    Vorschlagen & Bewerben
    Möchten Sie an einer oder mehrerer Veranstaltungen der Reihe „Auf die Socken, fertig, los!“ mitwirken und angehenden Schulabsolventen von Ihren Erfahrungen berichten? Mentoren aus allen Branchen sind bei uns herzlich willkommen. Bei Interesse setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Sollen unsere Mentoren auch in Ihre Stadt, an Ihre Schule kommen? Bewerben Sie sich, per Kontaktanfrage und per Anruf! Oder geben Sie uns einen Tipp, an welcher Schule wir mit unserer Initiative etwas Gutes bewirken können! Für die Mentoren-Initiative „Auf die Socken, fertig, los!“ stehen besonders Schulen in sozialen Brennpunkten im Fokus.

    (Autor: C. Amrhein| Foto: Dagmar Fischer| Quelle: www.photocase)

  • #Denkanstoß Nº 5: Wo geht es hier zur Zukunft? #Zitat der Woche

    Fallstricke_Denkanstoß

    Heute ist nicht morgen.
    Der Schulabschluss kommt bestimmt, irgendwann. Nur das so lange Zeiträume schwierig zu begreifen sind. Wir sind jung,„Ich lebe JETZT!“, schon klar.
    Dieser Slogan, gedruckt auf Hochglanzpostkarte, war als Postwurfsendung einer bekannten Bank bereits sehr erfolgreich…ich habe die Karte auch aufgehoben.

    Von der Grundschule bis zum Abitur
    Die (Regel)Schulausbildung in Deutschland dauert mindestens neun Jahre (Berufsschulreife). Wenn die Noten stimmen und der Schüler motiviert ist, ist ein zusätzliches Jahr zur Fachoberschulreife (Realschulabschluss) sehr ratsam. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind damit wesentlich besser. Tatsächlich ist es aber so, dass Unternehmen heute bevorzugt Abiturienten mit 12 oder 13  Jahren Schulbildung einstellen. Das hat mehrere Gründe: erstens sind die Abiturienten mit ca. 18 Jahren reifer als ihre Kameraden, die schon mit 15 oder 16 auf den Arbeitsmarkt drängen. Zudem werden in der Oberstufe die Fähigkeiten Selbstorganisation, Projektplanung und Zeitmanagement trainiert.

    Morgen ist heute!
    Auch wenn das sich komisch anhört: „Mach Dir einen Plan heute und verfolge ihn kontinuierlich“ ist ein guter Ratschlag. Überraschungen und Schwierigkeiten gibt es immer und bringen üblicherweise Hindernisse, Umwege und Verzögerungen mit sich. Zeit ist also der entscheidende Faktor, um zur rechten Zeit zum gewünschten Ziel zu kommen (= Ausbildungsbeginn, = Studienbeginn). Man muss es ja nicht gleich wie die Japaner machen…


    Zukunft

    „Alles in allem wird deutlich, dass die Zukunft große Chancen bereithält – sie enthält aber auch Fallstricke.
    Der Trick ist, den Fallstricken aus dem Weg zu gehen, die Chancen zu ergreifen und bis sechs Uhr wieder zu
    Hause zu sein.“

    Woody Allen (*1935), eigtl. Allen Stewart Konigsberg, amerik. Regisseur, Schauspieler, Gagschreiber u. Schriftsteller


    Berufschance Zukunft…

    Frühzeitige Berufsinformation => frühzeitige Berufsorientierung=> rechtzeitige Organisation (unter Einbeziehung von Verzögerungen) , so könnte man resümieren. Mentoring4u setzt genau hier an. Durch unsere Mentoren, vor Ort in den Schulen und Universitäten, stellen wir den direkten Kontakt zu Fach- und Führungskräften her.  Schüler bzw. Studenten können frühzeitig ihre Vorstellungen von Berufsbildern überprüfen und aus dem Arbeitsalltag der Mentoren zu erfahren. Nach der Veranstaltung können Mentor & Mentee über einen definierten Zeitraum den Austausch in mehreren Einzelgesprächen vertiefen.

    Vorschlagen & Bewerben
    Sollen unsere Mentoren auch an Ihre Schule kommen? Bewerben Sie sich, per Kontaktanfrage und per Anruf! Oder geben Sie uns einen Tipp, an welcher Schule wir mit unserer Initiative etwas Gutes bewirken können! Für die Mentoren-Initiative „Auf die Socken, fertig, los!“ stehen besonders Schulen in sozialen Brennpunkten im Fokus. Denn dort gibt es die besagten Fallstricke im Dutzend.

    (Autor: C. Amrhein| Foto: mätzchen  | Quelle: www.photocase)

  • #Denkanstoß Nº 4: Zwischenebene unterhalb des Foyers – Kennen Sie Escher? #Zitat der Woche

    Screenshot stratego aufundab, Artikel

    Ein Sonntagsausflug. Wir wollen uns bilden, und das auch in unserer Freizeit. Unsere Wahl fiel auf das Technoseum in Mannheim. Laut Faltblatt bietet das Landesmuseum für Technik und Arbeit der ganzen Familie unter dem Motto „NICHTS IST SPANNENDER ALS TECHNIK“ allerlei Anschauungsobjekte aus Forschung und Technik. 8000 m² und sechs Stockwerksebenen von A bis F wollen erkundet werden.

    Von A nach F
    Das machte uns neugierig auf neue Erkenntnisse und Vergessenes aus dem Physikunterricht. Der Rundgang der Dauerausstellung sollte auf EBENE A mit dem Vorabend der Revolution beginnen. Die Wissenschaftsförderung nach der Philosophie der Aufklärung des Kurfürsten Carl Theodors ist Thema auf EBENE B…

    EBENE C…
    EBENE D hier befindet sich der Eingang. Und damit fing schon das Malheur an…weil das nicht in unsere Köpfe ging.
    EBENE E…
    EBENE F (lapidarer Hinweis im Fahrstuhl: „Zugang EBENE F über EBENE D (FOYER)“. (??) Zur Erklärung: Auf Ebene F befinden sich die Schließfächer, also ging unsere allererste Fahrstuhlfahrt nach unten.


    „Wer nicht weiß wo er hin will, muss sich nicht wundern, wenn er wo anders ankommt.“
    Urheber unbekannt


    Das Logo ist Programm

    Das Haus ist groß, die Architektur modern (was hier nicht als Schimpfwort verstanden werden soll) und die Wegeführung entbehrt jeder, für die Überzahl der Mitglieder unserer Gruppe, ersichtlichen, plausiblen Logik. Mehrfach sind wir zu den großen, blauen Schildern gegangen, aber die Frage „WO FINDE ICH WAS!“ konnten sie nur bedingt darstellen. Vielleicht sind wir nur einfach durch einen Test durchgefallen, den wir mit Betreten des Gebäudes automatisch durchliefen? Verwirrte Blicke und übliche Lautsprecheransagen wie: „Der kleine Mario sucht seine Mama. Er kann in der Eingangshalle abgeholt werden“, begleiteten uns. „Tja, WO ist denn bloß der Eingang??“ Schauen Sie sich das Logo des Technoseums an…bemerken Sie es auch? Was ist hinten, vorne, oben, unten? Der gestaltende Graphiker hat bewusst den Farbkontrast rot-grau gewählt – das springt so schön vor den Augen.

    Wo ist das Foyer?
    Abgesehen von den desorientierten Kinder trafen wir auf etliche andere Besucher, denen es nicht besser erging als uns. Ein Wegeleitsystem gibt in diesem Fall, normalerweise, gute Hilfestellung und was ganz wichtig ist: ORIENTIERUNG. Nur leider kamen wir damit nicht wirklich klar. Trotz mehrfacher Versuche konnten wir den Eingang nicht finden (um das verloren gegangene Kind wieder einzusammeln). Also liefen wir den gesamten Rundgang durch (irgendwann werden wir schon ankommen, das Kind wird schon warten). Und zur Belohnung für unseren Gleichmut sahen wir wirklich tolle Sachen: vom Mühlstein bis zur Mehlmahlmaschine, wie Strom fließt oder auch nicht. Eine Rohrpost kann jedes kleine Kind verschicken. Ein Gästebetreuer demonstrierte uns, dass Licht und Klang sich gleichermaßen in Wellen verbreitet (nachdem er sich vergewissert hatte, dass wir auch 15 Minuten zuhören wollten). Flaschenzüge zum Anfassen (echt spannend!), ein mittelalterlicher Hebekran (Modell Hamsterrad) und die Newtownschen Fallregeln standen zum Mitmachen bereit.

    Ein bisschen Escher
    Ein Museum kann so spannend sein, wenn die Besucher bereit für Entdeckungen sind. Das Technoseum hat uns voll für sich eingenommen: wir sind nicht bei A losgegangen, um über B und C nach D zum Ziel zu kommen. Hier ging der Parcours durchs Escher‘ sche Labyrinth von D aus wild durchs Alphabet. Wir haben viel gesehen, noch mehr angefasst und ausprobiert, den verlorenen Sohn schließlich auch wiedergefunden und konnten uns schließlich, nachdem die Pausenzonen unauffindbar blieben, in der Arbeiterkneipe in EBENE E stärken. Alle, Kinder wie Erwachsene, waren an Ende müde vom ausgiebigen und ereignisreichen Spaziergang. Versuchen Sie es doch auch einmal, denn „NICHTS IST SPANNENDER ALS DAS TECHNOSEUM„!

    (Autor: C. Amrhein| Photo: stratego | Quellen: www.photocase, Archiv)

  • Unsere Zeit und ihre Zeitarbeiter

    Screenshot kallejipp_workinghard, Artikel

    Zeitarbeit…in Deutschland haftet dieser Branche immer noch etwas Negatives an. Dabei boomt sie ohne Aussicht auf ein Wachstumsende. Doch woher kommt der zweifelhafte Ruf? Und warum wird hierzulande der „zweite Arbeitsmarkt“, so der Fachjargon, besonders kritisch beäugt?

    Andere Länder andere Ansichten
    Unsere Nachbarländer Belgien und Frankreich sehen die temporären Arbeitseinsätze als Chance um besonders Berufsanfängern und Branchenwechslern oder Pausierern den (Wieder)Eintritt in Unternehmen möglich zu machen. Zudem wird auch gleich gut bezahlt wie für vergleichbare, feste  Arbeitsplätze.  Herausragend ist, dass französische Zeitarbeitsunternehmen 2,15 % der Lohnsumme in einen Qualifizierungsfonds einzahlen, aus dem Qualifizierungsmaßnahmen für Zeitarbeitskräfte finanziert werden. Zeitarbeit in Deutschland hingegen ist immer noch ein Mittel der Wahl, um wieder eine Arbeit aufzunehmen, z.B. nach längerer Arbeitslosigkeit. Berufsanfänger machen hier mit nur 7% einen kleinen Teil aus. Und: Zeitarbeitern wird entgegen des „Equal Pay-Grundsatzes“ oft wesentlich weniger gezahlt als fest eingestellten Arbeitnehmer. Immerhin hat die Branche einen anerkannten Ausbildungsberuf kreiert: seit Mitte 2008 werden Personaldienstleistungskaufmänner bzw. -kauffrauen, kurz: PDK, ausgebildet. (Anmerkung der Redaktion)


    Aus der Welt der Zeitarbeit …
    eine Innenansicht der Branche von A. von Spiegel

    Vom Schnuppern und vom Spielen
    Nun, auch die Welt der Zeitarbeit hat ihre zwei Seiten der Medaille. Ich bin jetzt so lange dabei, dass ich davon Folgendes berichten kann: Wenn man von OFFICE-Jobs ausgeht (im Handwerk ist es nochmal anders), ist Zeitarbeit gerade für Leute, die eine kaufmännische Ausbildung oder Vergleichbares haben, eine flexible Option zum Einsteigen, Schnuppern oder Überbrücken. Bei jedem neuen Einsatz denke ich „neues Spiel, neues Glück“, denn man kann ja immer in einem Unternehmen landen, das einem gefällt und umgekehrt. Außerdem kommt man so auch mal in Firmen, Branchen oder Tätigkeiten, in die man von selbst womöglich nie die Nase gesteckt hätte – mit allen Vor- und Nachteilen ;-).

    Auch Bänker können nett sein
    Ich z. B. habe festgestellt: Viele Bänker sind tatsächlich so wie ihr schlechter Ruf – aber ich konnte eben auch entdecken, dass unter „den ganz Großen“ richtig tolle Leute sind – hätte ich denen gar nicht zugetraut :D. Noch ein Vorteil des Einsatzes über Zeitarbeit: Beide Seiten können sich unverfänglicher beschnuppern, als wenn man sich direkt auf eine Stelle bewirbt: es geht um weniger. Das nimmt Druck raus …

    Zeitarbeiter = Mensch zweiter Klasse?
    Ich möchte allerdings auch darauf hinweisen, dass die Zeitarbeiterei durchaus Nachteile haben kann: In einigen Firmen ist man nicht nur Mitarbeiter, sondern auch gleich MENSCH zweiter Klasse, weil man Zeitarbeiter ist. ‚Ne goldene Nase verdient man ohnehin nicht, auch wenn es sich z. T. um anspruchsvolle, stressige Jobs handelt.

    Die Guten ins Kröpfchen, die Schlechten ins Töpfchen
    Manche Zeitarbeitsunternehmen sind so schlecht wie der Ruf der ganzen Branche (hier ist natürlich die Frage, wie man vorher herausfindet, welche NICHT die schwarzen Schafe sind …). Auch die Konditionen sind sehr unterschiedlich – ob z. B. ein Monatsticket bezahlt wird oder nicht, wie schnell man gekündigt wird bzw. was gezahlt wird, während es keinen Einsatz gibt etc. Da lohnt sich das Nachhaken und das Lesen des Kleingedruckten!

    Festeinstellung als Köder
    Last but not least ein Hinweis, den auch andere Leiharbeiter-KollegInnen bestätigen können: Lasst euch NICHT ködern mit der gern hingeworfenen „Option auf Festeinstellung“: Das wird gern gesagt, ohne dass es je dazu kommt! Mag nach Propaganda einer Desillusionierten klingen, kommt aber eben auffallend oft vor. Und nicht vergessen: Falls mal alle Stricke reißen … seid ihr ein oder zwei Wochen später schon wieder in einem anderen Unternehmen und guckt, ob es dort besser läuft! In diesem Sinne ….. versucht es ruhig mal, es ist wirklich eine Option von vielen, und so schlecht nicht :).

    (Autor: A. von Spiegel| Bilder: JoeEsco, kallejipp| Quelle: www.photocase, Archiv)

  • #Denkanstoß Nº 3: oder – bei Anruf Zitat – #Zitat der Woche

    La Dina Peinlich Artikel

    Ist schon komisch. Ich habe mich schon immer gerne mit Zitaten beschäftigt. Aber seit ich hier jede Woche eines vorstelle, kommen sie von überall. Diesmal per Telefon.

    Einen Diamant wert
    Es ist ein freundlicher Mensch, der eine Nachricht für den Chef hinterlassen möchte. Und weil er so sympathisch ist, kommen wir ins Reden. Wir sprechen vom hellsten Stern am Nachthimmel, von Bildungsförderung und vom Buddhismus. Das Zitat heute stammt vom Lama Ole Nydahl, der als Beauftragter des 16. Karmapa den Diamantweg-Buddhismus der westlichen Welt zugänglich machte. In seinem Namen gründete er seit 1972 mehr als 300 Diamantweg-Zentren rund um die Welt.


    „Peinlichkeiten sind die besten Berater.“
    Ole Nydahl, * 19.03.1941 bei Kopenhagen/Dänemark


    Berater = Meister?

    Es müssen nicht immer Menschen oder Vorbilder sein, die uns lernen lassen. Oft genug ist es eine furchtbar peinliche Situation, die wir nie wieder vergessen werden.
    Und mit dieser unsäglichen Situation wird der Fehler, der diese erst hat entstehen lassen, in einer permanenten Verkettung in unseren Gehirnwindungen abgespeichert. Wohl für immer…
    Diesen Fehler werden wir nicht wieder machen (sondern andere).

    Was hat das mit Buddhismus zu tun?
    Der Buddhismus kennt keine Dogmen und erlaubt, alles in Frage zu stellen. Karma bedeutet „Ursache und Wirkung“.
    Im Buddhismus des Diamantwegs lernen die Schüler, die Welt aus einer reichen und selbstbefreienden Sicht heraus zu erfahren. Da sind wir wieder beim Lernprozess. Und der ist manchmal halt auch schmerzhaft.

    Mentoren contra Peinlichkeit
    Ausprobieren ist super! Trotzdem ist es gut sich zu informieren, wozu gibt es Menschen mit Erfahrung? Um diese weiterzugeben, Neudeutsch – zu sharen. Das vermeidet unangenehme Situationen. Besonders wenn es um den zukünftigen Job und die Bewerbung geht ist das wichtig! Bei www.mentoring4u.de sind Mentoren, die selbst schon viel erlebt haben, auch peinliches! Diesen Erfahrungsschatz stellen sie jungen Leuten zur Verfügung. Ganz einfach via Webblog, im interaktives Online-Mentoring, auf Live Mentoren-Veranstaltungen in weiterführenden Schulen und in unserem gleichnamigen  Mentoring4u Magazin. Reinschauen und profitieren! Wer immer auf dem Laufenden bleiben will, schickt uns eine Mail an: newsletter@mentoring4u.de, Betreff: „Subscription“.

    (Autor: C. Amrhein | Foto: La Dina  | Quelle: www.diamantweg.de, www.wissen.de, www.photocase.de)

  • Kampf der Internetgiganten, Mobbingblogs und „Charaben“ für den guten Appetit

    Heute bei unseren Fundstellen aus dem Netz: Wenn zwei sich streiten, das selbst Mobbing online geht und was „Charaben“ sind. Die kontrastreiche Zusammenstellung der heutigen Auswahl mag einigen den Appetit verderben. Pluralität ist aber auch ein Ausdruck von Freiheit, findet die Autorin.

    Screenshot sueddeutsche, Yahoo schrumpft

    Die Wirtschaft boomt
    Das hören wir nun schon seit einiger Zeit. Das ist nicht nur für Berufsanfänger interessant, denn auch die „Alten“, die „Frauen“, sogar die Langzeitarbeitslosen sollen ja wieder mehr Chancen auf Einstellung haben. Doch wenn eine Firma boomt, hat es der Mitbewerber schwer. So ist es auch im Duell von Google und Yahoo. Den Giganten mit dem „G“ kennt schließlich jedes Kind. Bei Yahoo schauen seit Jahren immer weniger Netzsuchende rein. Für 2011 hat Google angekündigt, mehr neue Mitarbeiter anzustellen als je zuvor. Also liebe Absolventen 2011: bitte bewerben, die Chancen auf einen Job stehen gut!

    Screenshot mobbing-seitenstark, Netzwerk von Menschen, Vereinen

    Mobbing online
    Kaum zu glauben, was da abgeht. Das Kürzel SMS hat eine neue, negative Bedeutung bekommen: Schüler mobben Schüler. Genauso schnell wie die Kurzmitteilung verschickt ist, sind auf einer  Mobbing-Webseite Mitteilungen gepostet, die Mitschüler angreifen und beleidigen. Aktuell wird geprüft, ob und wie die Seite abgeschaltet werden kann. Der Server steht in Neuseeland, also nicht in deutschem Rechtsgebiet. Es ist nicht sicher, ob der Betrieb der Seite verboten werden kann. Wie kann man sich und andere schützen? Hilfe gegen Schülermobbing ist das Thema der Seite „Mobbing – Schluss damit„. Sie gibt Kinder, Eltern und Lehrer zahlreiche Tipps, macht Umfragen und bietet Betroffenen einen Chat an. Habt Ihr/Haben Sie auch schon Erfahrungen mit Mobbing machen müssen? Bitte schreiben Sie uns!

    Screenshot facefoodbento, Blog

    Fine and nice food – Charaben macht Appetit
    Die Japaner sind handwerklich wie ästhetisch Meister. Ikebana kennen wir, aber was ist „Charaben“? Fragen Sie doch mal die Suchmaschine: dann wählen Sie als Anzeigeoption „Bilder“. Wundervolle essbare Kleinskulpturen gefertigt von Mutterhand, und schon lieben die Kindern ihr Pausenbrot (und essen es dann auch hoffentlich…). Toll, oder?

    (Autor: C. Amrhein | Screenshots: A. Korkis | Quellen: www.sueddeutsche.de, www.mobbing.seitenstark.de, www.facefoodbento.blogspot.com)