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Kategorie: Autor

  • Berufsbild: Asphaltbauer/in

    Die Tätigkeit im Überblick
    Asphaltbauer/innen verarbeiten Gussasphalt und Asphaltmastix (Mischung aus Steinmehl und Bitumen für starke Beanspruchungen). Im Brücken- und Straßenbau stellen sie Abdichtungs-, Schutz- und Deckschichten her, im Industriebau Hallen- und Werkstattböden. Außerdem sichern sie Bauwerke aller Art gegen Feuchtigkeit.

    Sie arbeiten hauptsächlich in Betrieben der Bauwirtschaft, beispielsweise im Ausbau, im Brücken- und Straßenbau, Hoch- und Industriebau sowie Tief- und Wasserbau. Darüber hinaus bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten in Straßenmeistereien.

    Die Ausbildung im Überblick
    Asphaltbauer/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

    Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird in der Industrie angeboten.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Websiteder Arbeitsagentur.

    Tipps für die Zukunft, Karriereplanung
    oder was Sie beachten können, wenn das Ausbildungsende naht.

    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluß der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten.  Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Ganz besonders wichtig ist dann Ihre Argumentation. Überlegen Sie sich im Voraus gut, warum Sie wechseln möchten. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Zusätzlich zu den oben genannten Betrieben, könnten Sie es auch in großen Unternehmen mit Fertigungshallen versuchen. Damit wechseln Sie die Seite und beraten vielleicht einen Kunden. 

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Autor: M. Weiss  | Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle: www.arbeitsagentur.de )

  • Berufsbild:Arzthelfer/in -Medizinische Fachangestellte

    Die Tätigkeit im Überblick
    Medizinische Fachangestellte assistieren Ärzten und Ärztinnen bei der Untersuchung, Behandlung, Betreuung und Beratung von Patienten und führen organisatorische und Verwaltungsarbeiten durch.

    Beschäftigungsmöglichkeiten finden Medizinische Fachangestellte in Arztpraxen aller Fachgebiete sowie in Krankenhäusern und anderen Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens. Auch bei ambulanten Pflegediensten bieten sich Einsatzmöglichkeiten. Darüber hinaus können Medizinische Fachangestellte in betriebsärztlichen Abteilungen von Unternehmen, medizinischen Laboren oder Forschungsabteilungen von Pharmafirmen tätig sein.

    Die Ausbildung im Überblick
    Medizinischer Fachangestellter bzw. Medizinische Fachangestellte ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).

    Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird im Bereich Freie Berufe angeboten. Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.

    Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website der Arbeitsagentur.

    Tipps für die Zukunft, Karriereplanung
    oder was Sie beachten können, wenn das Ausbildungsende naht.

    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluß der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in dem selben Betrieb zu arbeiten.  Suchen Sie sich rechtzeigtig den möglichen Arbeitgeber aus. Ganz besonders wichtig ist dann Ihre Argumentation. Überlegen Sie sich im Voraus gut, warum Sie wechseln möchten. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.
    Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht! Zusätzlich zu den oben genannten Betrieben, könnten Sie es auch einmal in großen Hotelbetrieben, Ferienanlagen und Unternehmen mit Krankenstationen versuchen. 

    Nachschlagewerke z. B. mit Erläuterungen und Praxishilfen zur Ausbildungsordnung finden Sie auf Amazon. Ein mögliches Beispiel finden Sie unten stehend:

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Autor: M. Weiss  | Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle: www.arbeitsagentur.de )

  • Scheidung – die Familie am Ende?


    Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Wochenendtagung  der Evangelischen Akademie Arnoldshain

    in Kooperation mit der Helmut Mader Stiftung am

    Samstag, dem 14. Mai und Sonntag, dem 15. Mai 2011.

    In Deutschland werden jedes Jahr rund 200.000 Ehen geschieden. Neben den 400.000 Erwachsenen sind davon Jahr für Jahr etwa 150.000 minderjährige Kinder betroffen. Schon die hohe Zahl der Ehescheidungen beweist, dass sich in unserer Gesellschaft ein Wandel vollzogen hat. In einem zunehmend säkularen Umfeld hat das religiöse Dogma der Unauflöslichkeit der ehelichen Gemeinschaft seine Kraft eingebüßt. Ehescheidungen haben gesellschaftlich Akzeptanz gefunden.  Dennoch ist Scheidung für die Beteiligten ein schwerer
    Lebenseinschnitt, und geht, besonders für die betroffenen Kinder, mit erheblichen Belastungen einher.

    Eine Gesellschaft, die sich vom herkömmlichen Familienbild abwendet, muss Lösungen finden, die ihre Kinder vor Schaden schützt und ihnen eine lebensbejahende Zukunft aufzeigt. Dafür muss ein neues Familienverständnis gefunden werden. In Anlehnung an das von der Helmut Mader Stiftung herausgegebene Buch
                       „Die Familie nach der Familie.
                        Wissen und Hilfen bei Elterntrennung und neuen Beziehungen“
    möchte die Tagung Denkanstöße geben, wie sich der Umgang mit Trennung und Scheidung und deren Folgen erleichtern lässt.

    Wir empfehlen die Teilnahme an dieser Tagung für betroffene Eltern, Großeltern, Stiefeltern und andere Angehörige, besonders aber auch für Interessenten, die beruflich mit Trennung und Scheidung zu tun haben.

    Die Tagung findet statt im Martin-Niemöller-Haus der Evangelischen Akademie Arnoldshain
    Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten im Taunus

    Über die Webseite der Helmut Mader Stiftung http://www.mader-stiftung.de/  können Sie das Programm abrufen. Hier ist der Link zur Online-Anmeldung.

    Oder direkt über www.evangelische-akademie.de/tagungen.html

    (Autor: H. Mader  |  Bild & Thumb: A. Korkis  |  Quelle: www.mader-stiftung.de , www.evangelische-akademie.de )

  • CD Vorstellung “Der Mönch und das Mädchen”.

    Pater Anselm Grün veröffentlicht zum ersten Mal gesungene Versionen seiner in der ganzen Welt verbreiteteten Texte. Gemeinsam mit einer jungen, talentierten Nachwuchssängerin hat er einige seiner Texte vertonen lassen und so gibt es Anselm Grün jetzt zum ersten Mal als musikalischen Auf- und Durchatmer. 

    „Lebe dein Leben“
    Die Texte des Anselm Grün gesungen von Evelyn Vysher

    CD Ariola 88697830532  seit 11. März 2011 im Handel  

    Auf dem Album „Lebe dein Leben“
    erschienen zehn Texte aus der Feder von Anselm Grün. Zwei davon, nämlich den begrüßenden und den beschließenden, trägt er selbst als Sprecher vor. Die restlichen Titel werden gesungen von Evelyn Vysher. Die Grazerin hat sich in den vergangenen Jahren als versierte und hochbegabte Sängerin, Moderatorin und Sprecherin hervorgetan und jetzt mit der Vertonung von Pater Anselms Schriften einen Herzenswunsch erfüllt. Ihr gelingt mit „Lebe dein Leben“ eine gefühlvolle und authentische Interpretation dieser Lebens-Lieder. Musikalisch verpackt in natürliche und lebendige Arrangements werden hier die vielen Farben und Facetten unseres Daseins zum Klingen und Schwingen gebracht. Zur Seite stand Anselm Grün und Evelyn Vysher dabei der aus Salzburg stammende Produzent und Komponist Klaus Moser. Zur Bestellung geht’s hier weiter:  

    „Die Musik“, so Pater Anselm Grün,
    „öffnet Bereiche in der menschlichen Seele, die das reine Wort nicht zu erschließen vermag. Ich möchte mit meinen Worten die Sehnsucht und die Erfahrungen der Menschen ernst nehmen und bin Klaus Moser dankbar, dass er meine Worte in eine Form gebracht, die ihre musikalische Gestaltung erlaubt.“
    So ist „Lebe dein Leben“ eine Produktion, die mit viel Liebe und großer textlicher und musikalischer Sorgfalt erarbeitet wurde – ein Hörgenuss, der täglich Freude bereiten, positive Gefühle aktivieren und wichtige Stationen des Lebens musikalisch begleiten soll: Taufe, Hochzeit, Krankheit, Trauer. Angesprochen werden außerdem genau diejenigen Bereiche des Lebens, die unseren ureigenen Bedürfnissen entspringen und uns trotzdem (oder gerade deshalb?) im Alltag so leicht abhandenkommen: Selbstbestimmung und Lebensfreude, Gelassenheit und Hoffnung. Das Vertrauen in die positiven Mächte, es schlummert in jedem dieser Worte und wahrscheinlich ist Pater Anselm Grün genau deshalb zu einem solchen Sympathieträger geworden: Er selbst verkörpert Sympathie. Und Empathie – die Fähigkeit, mit anderen zu fühlen. „Mir liegt es ferne, mit meiner Sprache Menschen zu bewerten. Ich möchte vielmehr ein Haus bauen, in dem sich andere zu Hause fühlen, in dem sie sein dürfen, wie sie sind, in dem sie ausruhen können, um sich dann wieder ihrem Alltag zuzuwenden.“ Was wäre eine schönere Verpackung für solche Botschaften als die Musik?  

    Das Album „Lebe dein Leben“ von Evelyn Vysher mit Texten von Pater Anselm Grün ist am 11. März 2011 erschienen. 
    Die CD gibt es überall im CD Handel. Erschienen bei Sony Ariola.
     

    Beteiligt Euch auch an unserer Verlosung. Dort verlosen wir u. a. 2 CDs von Anselm Grün. Folgt diesem Link.

    (Quelle: Sound’n Scripture GmbH  |  Thumb: M. Weiss)

  • #Lebensgeschichten Nº 1: Berufsorientierung & Berufstätigkeit für Menschen mit Behinderung

    Arbeit ist für jeden ein Ort der Herausforderung und der Bestätigung. In unserer neuen Reihe „Lebensgeschichten“ erzählen behinderte Mitmenschen über ihre Eindrücke und Aufgaben in ihrer beruflichen Tätigkeit. Die Redaktion hat die wfb in Wiesbaden besucht, und mit einigen der Gastautoren gesprochen. Unser erster Beitrag kommt von Herrn H.

    Meine Arbeit in der wfb Wiesbaden-Rheingau-Taunus
    Mein Name ist Michael H., ich bin 49 Jahre, ledig und wohne bei meinen Eltern. Seit meiner Geburt sitze ich im Rollstuhl. Nach meiner Ausbildung als Büropraktiker machte ich Fortbildungsmaßnahmen in der Volkshochschule sowie verschiedene Praktika: beim Betreuungshilfsdienst, in den Horst-Schmitt-Klinken und bei der Interessengemeinschaft für Behinderte in Schlangenbad und Schierstein.

    In der Betriebsstätte Hagenauer Str…
    Als ich 1998 in der wfb Wiesbaden Rheingau-Taunus anfing zu arbeiten, war ich zuerst im Arbeitstrainingsbereich (heute ist das der Berufsbildungsbereich). Im Jahr 1999 wechselte ich in den Arbeitsbereich ‚Zentrale’. Ich komme morgens mit dem Fahrdienst in die WfbM. Meine Arbeitszeit ist montags bis donnerstags von 7.45 – 15.55 Uhr und freitags von 7.45 Uhr – 12.55 Uhr. Meine Frühstückspause ist Montags bis Freitags von 8.40 – 09.00 Uhr und meine Mittagspause ist Montag bis Donnerstag von 11.40 bis 12.25 Uhr. Freitags habe ich von 10.40 bis 11.10 Uhr Mittag. Zu den Tätigkeiten der Zentrale gehören: morgens die Essensbestellungen jeder Gruppen annehmen, sie in eine Liste eintragen und sie abschließend unserer Küche geben.

    Tägliche Aufgaben
    Ich bediene die Telefonanlage und das Faxgerät und bearbeite die ausgehende Post. Das heißt, ich frankiere zuerst die Post mit einer Frankiermaschine und mache dann eine Eingabe ins digitale Portobuch. Ich sortierte die hausinterne Post und verteile sie in die entsprechenden Postkästen. Mithilfe einer Sprechanlage mache ich Ausrufe, sodass z.B. die Mitarbeiter/innen wissen, wann ihre arbeitsbegleitenden Maßnahmen beginnen. Die Mitarbeiter können auch bei mir Geld wechseln.

    Jeder gehört zu einem Team
    Wenn ich in der Zentrale bin sind Hr. Thomas N. (Werkstattleiter) und Fr. Jennifer B. (Begleitender Dienst) für mich zuständig. Da die Zentrale keine Gruppe ist, bin ich der Verpackungsgruppe von Fr. Natascha H. angeschlossen. Mit der Gruppe mache ich Gruppenfrühstück, Weihnachtsfeier und meinen Jahresausflug. Ich mache alles gerne was hier in der Zentrale anfällt.

    Ihr Michael H., wfb Wiesbaden

    Finde ich eine Praktikumstelle, wenn ich eine Behinderung habe
    ?
    In einer WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen) ist dies möglich! Im Grunde kann ein Mensch mit Behinderung zu jedem Zeitpunkt bei uns ein Praktikum absolvieren, ausgenommen sind die Sommerferien o.ä. (Schule). Des Weiteren muss auf die Belegung geachtet werden, d.h. wenn viele Schülerpraktikanten im Haus sind, ist evtl. mit einer Wartezeit zu rechnen. Wer Interesse hat, wendet sich an den jeweiligen Begleitenden Dienst einer Werkstatt (Kontaktdaten auf der Homepage) und vereinbart einen Vorstellungstermin. Beim Vorstellungstermin ist es wichtig, dass die Person mit Behinderung am Gespräch teilnimmt, damit wir von ihr einen ersten Eindruck gewinnen.

    Nach einem Austausch über die aktuelle schulische/berufliche/lebens- Situation folgt in der Regel eine Werkstattbesichtigung.
    * das Praktikum dauert in der Regel 2-3 Wochen
    * die An- und Abfahrt zur Werkstatt muss die Person selbst bewältigen bzw. organisieren.
    * Ein Praktikum kann zur beruflichen Orientierung absolviert werden, die Aufnahme in die Werkstatt ist demnach nicht verpflichtend.
    * Handelt es sich um eine/n Schüler/in, so ist von einem Praktikum abzusehen, da die Person bereits durch die Schule Praktika in einer WfbM absolviert

    Praktika in einer WfbM für Menschen ohne Behinderung
    Es besteht die Möglichkeit in unseren Werkstätten Praktika zu absolvieren: a) zur beruflichen Orientierung oder b) zur Absolvierung von Pflichtpraktika (Ausbildung zum Ergotherapeuten; Studierende aus dem sozialen Bereich etc.).
    * Das Praktikum kann in der Regel in allen Bereich absolviert werden: Berufsbildungsbereich, Arbeitsbereich, sozial-orientierte Arbeitsgruppen, Tagesförderstätte
    * Die Interessenten müssen sich schriftlich bewerben, hier an die Geschäftsführung.

    (Gastautor: Michael H. | Interview: C. Amrhein | Photos: Bungo www.photocase.de | Quelle: wfb Wiesbaden, begleitender Dienst )

  • Musikvorstellung: Claas-P. Jambor geht auf eine 100 Städte Unplugged-Tour

     Claas-P. Jambor geht auf eine 100 Städte Unplugged-Tour
    durch Deutschland und Finnland. Es erwartet Sie eine außergewöhnliche und wieder erkennbare Stimme und eine lockere und humorvolle Art der Präsentation von bewegenden Geschichten aus dem Leben des Künstlers. Die musikalischen Erzählungen drücken das Leben und die Suche nach Gott in moderner Sprache aus. Sie setzen bei Inhalten wie der Suche nach Heimat und innerer Selbstachtung an, handeln von Liebe, Sucht, Trennung, Versöhnung und Neuanfang, um dann im Verlauf des Abends eine Brücke zur Begegnung mit einem liebevollen Gott zu schlagen.

    Hört mal auf You Tube rein. Echt Klasse (Anmerkung der Redaktion) 

     Claas P. Jambor
    Aufgewachsen ist der Sänger mit der wandlungsfähigen Stimme abwechselnd in Texas und in Schleswig Holstein. Als Wanderer zwischen den Kontinenten verbindet er herausstechende musikalische Qualität mit norddeutscher Coolness. Er steht als unterhaltsamer Entertainer für handgemachte Rock- & Popmusik, unverwechselbarer Stimmfarbe und Geschichten aus seinem Leben, die er auch auf seinem neuesten Silberling „Paradise Lane“ zwingend unter Beweis 
    stellt: Und er steht für das besondere T.R.U.T.H Experiment. Mehr davon auf seiner Website.

    Wir freuen uns über Eurer Feedback. 

    (Gastautor: Agentur mara – artists & events | Foto: & Thumb:  A. Korkis  |  Quelle: http://www.paradiselane.de)

  • Einer für Alle – keiner für Einen? Mehr zu Pflegeberufen plus Jobangebot


    Habt Ihr es schon gehört?
    In unserer Nachbarschaft gibt es jetzt ein Altenpflegeheim, in dem die Bewohner in Kommunen zusammen leben. Hm, hatten wir früher – yippie, mein Lieblingswort – also früher in den 60ern schon mal. Das waren aber eher jugendliche Revoluzzer, die da was Anderes getrieben haben.

    Komisch also, alte Menschen in Kommunen. Warum wohl? Lasst uns weiter spinnen. Erst seit 30 Jahren wissen wir ja, dass die Bevölkerungspyramide kippt. Denn unsere Altvorderen waren nicht wirklich Nachwuchsproduktionsfreudig, so, wie wir heute auch. Da ist mal die Pille schuld. Aber da ist auch schuld, dass man es gut haben und sich was gönnen und leben wollte. Die Frauen sind besser ausgebildet als ihre Großmütter und wollen auch nicht mehr Heimchen am Herde spielen….die Papas haben noch immer Angst um den Karriereknick bei Elternzeit, und Kinderbetreuung oder familienfreundliche Arbeitszeitmodelle sind in Deutschland noch nicht wirklich denkbar.

    Die neueste Erkenntnis ist jetzt, dass es an Fachkräften mangeln wird. Huch, wer hätte das vor 30 Jahren schon gedacht! Tja, und woher nehmen wir dann Leute in sozialen und Pflegeberufen? Also  die Pflege der anschwellenden Masse an Senioren, Krankenpflege, Kinderbetreuung, Behindertenbetreuung…..Nun, so wirklich attraktiv sind diese Berufe heute – rein monetär gesehen – wirklich nicht. Da gehört schon ziemlich viel Idealismus und Liebe zum Mitmenschen dazu, sich für diese wichtigen Berufe zu entscheiden.  Tja, wie wäre es mal mit der Aufwertung dieser Tätigkeit? Bessere Arbeitsbedingungen? Und die Einsicht der Verantwortlichen, sich nicht immer an den Schwächsten zu sanieren? Aber die Einsicht werden wir vielleicht in 30 Jahren haben.

    Es bietet sich also letztendlich nur die Selbsthilfe an: in besagter Kommune hilft der Blinde dem Tauben, der Parkinson dem Alzheimer, der Fitte dem Siechen…Die Kinder des ebenfalls in Nachbarschaft befindlichen Kindergartens werden mittags zu den Senioren verbracht. Das bringt deren Kreislauf in Wallung, sie können also die kleinen Wilden betreuen und sind somit erst mal gut beschäftigt. Gute Idee, was? Spart doch wieder Pflegekräfte im Heim, die sich sonst um Beschäftigung kümmern müssten, und Erzieherinnen im Kindergarten, da die Omis und Opis sich nützlich machen….

    Kinder, ist das nicht eine doofe Vorstellung? Aber lasst uns nochmal Hirnschmalz schmelzen. Wir alle brauchen mal soziale Dienste, nicht zuletzt auf dem letzten Weg, den wir alle früher oder später dahinschlurfen dürfen. Wird nicht die Politik sich tatsächlich darüber Gedanken machen müssen, ob man für diese physisch und psychisch schwere Arbeit die Leute nicht auch mal besser entlohnt? Nebenbei gesagt, Leute für solche Berufe, für die wirklich eine Berufung nötig ist, werden gesucht werden. Man kann nicht alle Arbeitskräfte importieren. Es ist doch auch nicht die Lösung des Problems – wie jüngst durchaus diskutiert – Freigänger dafür heranzuziehen oder Arbeitslose damit zu beauftragen.  Ohne Lust und Liebe zum Thema ist das doch sinnlos. Klar könnte man Abhilfe durch Ehrenamtliche, Freiwilligendienste und Seniorenräte schaffen. Das ist auch gut, ersetzt aber nicht gelernte Fachkräfte.

    Müssen wir uns also wirklich demnächst selber die Zähne ziehen oder – stellt Euch das mal vor –dem Chirurgen selber assistieren, sofern man uns eine Spinal- oder Periduralanästhesie verpasst, wir uns also obenrum bewegen können und bei Bewusstsein sind? Spart wieder eine Krankenschwester im OP.  Den Alten wird das Essen nicht mehr auf Tellern serviert, sondern in einer Schüssel, wo sie dann ihre Gebisse rein legen, damit sie selber essen.  Iiiih, lecker. Ach ja, und körperlich Behinderte betreuen geistig Behinderte…Betreuer also überflüssig. Also sagt doch selber, so geht das doch nicht.
    Einer für Alle Artikel, Gisela Kiefer

    Was also wird aus uns und unseren Nachfahren, also Kindern und Enkeln, die sich darüber noch keine Gedanken machen oder gar noch nicht geboren sind? Macht Euch doch einfach schlau, welche Möglichkeiten es  gibt. Denn Pflegeberufe werden gefragt – vielleicht werden die Konditionen dann – dem Prinzip von Angebot und Nachfrage folgend – auch besser.  Glaubt mir, trotz der schweren Arbeit kann so ein Beruf sehr zufrieden machen. Die Seele nämlich.

    Alsdann, bis neulich !

    Weitere Informationen
    zu Pflegeberufen findet Ihr auch beim Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe, der AOK, der Katholischen Schule für Pflegeberufe Essen gGmbH, Klinikum Herford, der Paritätischen Berufsfachschule für Sozial- und Pflegeberufen gGmbH oder Dienstleister wie z. B. einer unserer Mentoren aus Berlin, die PremioBerlin. Noch viele mehr findet Ihr über Internetsuchmaschinen. Viel Erfolg bei der Suche.

    Und damit Ihr auch wisst, dass es in diesen Bereichen echte Nachfrage gibt und welche Möglichkeiten sich zu diesem Berufsbild ergeben, hier gleich noch eine interessante Stellenanzeige für einen Job im Ausland dazu:

    Medizinische Fachkraft (Arzt/Ärztin oder Krankenpfleger/in mit Zusatzausbildung in Public Health) für die Koordination der medizinischen Arbeit einer EED-Partnerorganisation in der Demokratischen Republik Kongo:

    (Autor: G. Kiefer  |  Bilder: A. Korkis | Quelle: www.eed.de)

  • Sackgasse Job – Was nun? Was tun?

    Vitamin B oder Qualifikation "medienarbeiter" Himmelstreppe

    Kennst Du diese Situation?
    Nach nicht ganz einfacher Suche und Entscheidung für einen Ausbildungsplatz, hast du Dich motiviert bis in die Fussspitzen auf die neue Aufgabe gestürzt und musst nach kurzer Zeit feststellen, dass alles anders gekommen ist oder sich ganz anders darstellt, als Du es erwartet hast. Du fühlst Dich, als wärest Du in eine Sackgasse geraten, aus der es keinen Ausweg gibt. Auch junge Leute sind mit einer solchen Situation häufig einfach überfordert.

    Was könntest Du unternehmen?
    Zunächst mal solltest Du Dir bewusst machen, dass so etwas im Laufe seiner Karriere immer mal wieder vorkommen kann. Das ist kein guter Trost. Denn was ist schon immer genau so, wie Du Dir das gedacht hast? Oder in welchem Job gibt es keine Veränderungen? So etwas zu erwarten wäre höchst unrealistisch! Ganz im Gegenteil, in der heutigen Arbeitswelt steht man regelmässig vor neuen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Also, das, was Du vielleicht gerade erlebst, ist Teil eines Lernprozesses, ist Teil des Lebens überhaupt. Und mit einer solchen Situation hast Du die Chance, Dir Fähigkeiten anzueignen, damit umzugehen. Statt also der heute so populären Neigung nachzugeben, sehr schnell eine Sache aufzugeben und „hinzuschmeißen“, bist Du gut beraten, zunächst alle anderen Optionen zu prüfen und auszuschöpfen. Denn meistens lohnt es sich, zunächst Probleme zu lösen und Situationen zu verbessern, statt nach Neuem zu suchen. Klar muss aber auch sein, dass sich an manchen Dingen nichts ändern kann und dass Du, wenn diese Punkte so zutreffen, lieber zu einem „Ende mit Schrecken, als zu Schrecken ohne Ende“ optieren solltest.

    Wie könntest Du vorgehen?

    1. Schritt – Bestandsaufnahme
    Prüfe in aller Ruhe, wie sich Deine Situation darstellt, was genau es ist, das nicht den Erwartungen entspricht? Wie kam es dazu? Was hat sich geändert? Natürlich mußt Du Dich dabei auch fragen, inwieweit die eigenen Erwartungen und Vorstellungen wirklich realistisch waren. Fragen, die Du Dir sich stellen mußt sind dabei natürlich auch, ob es um Personen geht, mit denen Du nicht klarkommst, oder um Arbeitsinhalte, die Du nicht magst?! Oder sind es Randbedingungen, die den Alltag erschweren (Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrtkosten, Arbeitszeiten, usw.)? Möglicherweise handelt es sich um einen Mix aus verschiedenen Problemen, die in Summe das Frustpotenzial auf ein anscheinend unerträgliches Mass erhöhen.

    2. Schritt – Handlungsoptionen prüfen
    Zwischenmenschliche Probleme
    Liegt das Kernproblem im zwischenmenschlichen Bereich, also kommst Du mit einem oder mehreren Kollegen nicht klar, ist es am besten, wenn Du den Mut aufbringst und das Thema offen ansprichst. Das ist gar nicht leicht, weil häufig Emotionen eine Rolle spielen – die eigenen und natürlich die des Kollegen! Aber Du kannst Dir helfen indem Du versuchst, auf der Sachebene zu bleiben. Daher ist es ratsam, vor dem Gespräch genau zu prüfen, um welche Situationen es geht. Was genau ist so störend? Und was könnten die Ursachen sein? Gibt es besondere Umstände, die zu berücksichtigen sind? Und was kann man selbst tun, um solche Situationen überhaupt nicht entstehen zu lassen oder zu entschärfen? Wenn Du Dir darüber im Klaren bist und Du dir Lösungsmöglichkeiten überlegt hast, ist es viel leichter in ein solches Gespräch mit dem betreffenden Kollegen zu gehen.

    Arbeitsinhalte
    Sind es Arbeitsinhalte, die Du Dir anders vorgestellt hast, analysiere die genauen Umstände und prüfe, ob dies nur eine zeitweilige Situation ist und sich in absehbarer Zeit wieder Änderungen einstellen werden, oder nicht. Es gibt leider heute immer noch Ausbildungsbetriebe, die ihre Auszubildenden als billige Arbeitskräfte ansehen und dann auch alles nur Mögliche erledigen lassen, nur eben nicht Inhalte des entsprechenden Ausbildungsberufes. Natürlich kommt es immer wieder vor, dass auch Azubis mit völlig falschen Erwartungen in ihre Ausbildung einsteigen. Hier muss man sich wieder mal an die eigene Nase fassen. Dann ist nicht der Job das Problem, sondern die eigene Person.

    Randbedingungen
    Dann gibt es natürlich noch die Randbedingungen, die einem das Leben erschweren. Aber auch hier lassen sich manche Änderungen realisieren. Z.B. könntest Du versuchen, statt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, einen Kollegen zu finden, der Dich mitnimmt, oder Du könntest Dich mit anderen abstimmen und vielleicht Arbeitszeiten aufeinander abstimmen. Es gibt Kollegen, die lieber Spätschicht arbeiten und das auf Dauer, oder umgekehrt.

    3. Schritt – Strategie und Umsetzung
    Wenn Du soweit bist, solltest Du ein Problem nach dem anderen angehen. Konzentriere Dich auf leichter realisierbare Lösungsmöglichkeiten. Hierbei ist es wiederum ratsam, sich mit anderen abzustimmen und noch einen Plan B in der Tasche zu haben. Wenn Du es geschafft hast, die eine oder andere Situation durch diese Vorgehensweise zu verbessern, motiviert es Dich auch und Du kannst die nächsten Schritte in Angriff nehmen. Damit durchlebst Du eine Lernkurve, die Du immer wieder im Leben brauchst und die ungeheuer wertvoll ist

    Mentor
    Empfehlenswert ist in einer solchen Situation ein Coach, Mentor oder Ratgeber. Das könnten ein guter Freund, ein Lehrer oder natürlich auch die Eltern sein. Übrigens einen guten Ratgeber erkennt man daran, dass er einem nicht nach dem Mund redet, sondern ganz offen und ehrlich seine Meinung sagt. Dieser Coach kann nicht nur nüchtern die Dinge einschätzen, er kann auch motivieren, nicht frühzeitig aufzugeben, er zeigt Dir aber vielleicht auch ganz neue Wege auf.

    Notbremse als letzte Lösung
    Was aber, wenn das alles nicht hilft? Nun, dann kannst Du mit guten Gewissens die Notbremse ziehen. Und dann sollte man auch nicht weiter zögern und sollte den Mut zu radikaleren Veränderungen aufbringen. Schließlich gibt es bei jedem Auto den Rückwärtsgang – Du  musst nicht in der Sackgasse stehen bleiben, sondern es besteht auch die Möglichkeit zurückfahren und einen anderen Weg einschlagen.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg!

    (Gastautor: Alfred Stein| Bearbeitung A. Korkis | Foto: medienarbeiter | Thumb: kallejipp | Quelle: www.photocase.de)

  • Ehrenamtliche Bildungsarbeit: 1:1 Die Lesecoaches

    Communication is the key 

    1:1 Die Lesecoaches der AWO – Freiwillig – Die Agentur

    Wie kann ich ein Lesecoach werden?
    Es ist recht einfach, ein Lesecoach zu werden: Das notwendige Rüstzeug erhalten die zukünftigen ehrenamtlichen Lesecoaches in den kostenfreien Seminaren der AWO Freiwillig die Agentur.

    Die Seminare finden in angenehmer Atmosphäre in den Räumen der AWO (Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Frankfurt am Main e.V.), Henschelstr. 11, 60314 Frankfurt am Main/Nähe Ostbahnhof statt. Ehrenamtliche Projektleiterinnen, die selbst als Lesecoach tätig sind, geben ihre Erfahrungen weiter. Es gibt so viele Kinder, die dringend Unterstützung brauchen, damit sie Spaß am Lesen finden, ihren Wortschatz und das Verständnis der gelesenen Texte erweitern.

    Wer wird Lesecoach?
    Es sind nicht nur ältere Menschen, die Lesecoaches werden, sondern auch viele berufstätige junge Frauen zählen dazu, leider nur ganz wenige Männer. Dabei hätten männliche Lesecoaches eine gewisse Vorbildfunktion, denn es sind vor allem Jungs, die kaum oder gar nicht lesen und auch schon früh in der Schule mehr Probleme mit dem Lesen haben als Mädchen.

    Pimp my Lebenslauf
    Vor allem junge Menschen müssen wissen, dass sich ehrenamtliche (pro bono)-Tätigkeiten sehr gut im Lebenslauf machen. Die Arbeitgeber erkennen das soziale Engagement durchaus an, ja, sie stellen in einzelnen Fällen ihre Arbeitnehmer sogar für das Ehrenamt frei bzw. haben Verständnis dafür, wenn der Arbeitnehmer seine Mittagspause etc. dafür nutzt. Es ist sehr gut vorstellbar, dass junge Männer und ältere Schüler, die diese Aufgabe übernehmen, besonders gut bei den 8-bis 9-jährigen ankommen und die Peer-Bewunderung der Kleinen zu spüren bekommen.

    Wie kann ich Mitglied werden?
    Anschließend an den Besuch des Seminars, bei dem die Teilnehmer automatisch Mitglied der Stiftung Lesen werden, was zu nichts verpflichtet, und ein Zertifikat über die Teilnahme erhalten, ist Freiwillig. Die Agentur bemüht, die neuen Lesecoaches in eine Grund-, Gesamt- oder Förderschule zu vermitteln. Einzig die Lehrer der entsprechenden Schule wissen, welche Kinder Förderung benötigen und die Lesecoaches arbeiten bei ihrer Tätigkeit eng mit diesen zusammen.

    Hier noch der Link zu meinem letzten Artikel, vom 12. März.  In meinem nächsten Beitrag erfahren Sie, wie Schulen, Lehrer und Kinder über die Lesecoaches denken.

    Kommentare und Anregungen:
    Ganz besonders freue ich mich, wenn Sie mir Fragen und Anregungen mitteilen. Nutzen Sie einfach das Feld unter meinem Artikel. Vielen Dank!

    (Gastautor: Inge Koltermann | Foto: Cybertronic | Thumb: Albert Korkis | Quelle: http://www.awo-frankfurt.de/awo/)

  • Aus der Welt der Zeitarbeiter: Die Gleichstellung …


    Ja, wie … heute geht es um feministische Themen? Das ist ja was! Aber nein: Es gibt so viele Möglichkeiten, gleicher zu sein als andere, und eben auch in der Welt der Zeitarbeit: In der Kolumne „Zeitarbeiter“ gibt Ihnen unsere externe Redakteurin Annette von Spiegel persönliche und authentische Einblicke.

    Gleiches für Gleiche
    Heute geht es um die in den Medien in letzter Zeit erfreulicherweise häufiger diskutierte Frage der Gleichstellung von Leiharbeitern mit der fest angestellten Stammbelegschaft – und zwar in Bezug auf das Gehalt, häufig unter dem Stichwort „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. (Erst kürzlich veranstaltete der DGB aus einen Aktionstag, in dessen Rahmen auch dieses Thema behandelt wurde.) Detailliertere Infos zu Inhalten gibt es z. B. hier .

    Fragen und keine Antworten
    Neben dem Sinn des Lebens gibt es ja noch andere große Fragen des Mensch-Seins:  „Sein oder nicht sein“, „Haben oder sein“ bzw. hier: „Recht haben und Recht bekommen“. Und das sind nun mal zweierlei Paar Schuhe; schon immer gewesen.

    Ein Beispiel: Geschlechtsneutralität
    Im Rahmen der geschlechtlichen Gleichstellung müssen in Deutschland per Gesetz Stellenanzeigen geschlechtsneutral (also „m/w“) ausgeschrieben werden. Prima Idee. Aber … wenn ein Chef nun mal partout eine Dame im Vorzimmer sitzen haben möchte? Dann wird die Stelle zwar offiziell geschlechtsneutral ausgeschrieben, letztendlich in Erwägung gezogen werden aber doch nur BewerberINNEN. Wollte nun ein Mann, sofern er überhaupt von diesen Machenschaften Kenntnis erlangt, klagen – wie, um alles in der Welt, will er DAS nachweisen?! 🙂

    Ein Beispiel: Schwanger oder was?
    Hübsch ist auch, was Frauen um die 30 ereilt, wenn sie sich bewerben: Nachvollziehbarerweise fürchten potenzielle Arbeitgeber, dass die Bewerberin nun in einem Alter ist, wo die so genannte biologische Uhr beunruhigend anfängt zu ticken: Man bekommt unterstellt, man könnte in absehbarer Zeit schwanger werden und dann ausfallen – und bekommt die Stelle daher lieber mal nicht! (Das habe  ich selbst erlebt: erstens häuften sich die Fragen zu diesem Thema ab Ende 20 auffallend, mir wurde aber auch schon unter vier Augen gesagt, dass ich aus diesem Grund eine Stelle nicht bekomme – wobei ich in diesem Fall natürlich fragte, warum ich dann überhaupt eingeladen worden war).

    Antworten – oder besser doch nicht?
    Es gibt Themenbereiche, auf die man nicht antworten muss. Da eine Antwort-Verweigerung im Grunde immer negativ ausgelegt werden dürfte, darf man bei Fragen z. B. zur Familienplanung, zur sexuellen, religiösen oder politischen Orientierung etc. ganz offiziell und getrost lügen! Sollte ein Arbeitgeber späterhin das Arbeitsverhältnis lösen wollen, weil er in einem solchen Punkt belogen wurde, wird das vor keinem deutschen Gericht standhalten! (Allerdings werden die wenigsten Arbeitgeber mit DEM Argument zur Kündigung kommen …).

    Gesetz versus Realität
    Wir können uns jedenfalls einstweilen daran erfreuen, dass es ein Bewusstsein für Ungleichbehandlungen gibt und man per Gesetz versucht, einen vernünftigen Rahmen zu schaffen, also auch die Möglichkeit, sich auf ein gewisses Recht zu berufen. Inwieweit allerdings der Aspekt „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ in den Tarifverträgen der Zeitarbeitsverbände berücksichtigt wird, weiss ich nicht. Denn: Wie will man denn überhaupt in Erfahrung bringen, was die fest angestellten Kollegen so verdienen? Das ist ja schon ein schwieriges Unterfangen, wenn man selbst kein Leiharbeiter ist, sich aber mal orientieren möchte.

    Gehaltsvergleiche – aber wie?
    Schwieriger wird es – zumal sich der Aufwand auch kaum lohnt – wenn man nur einen kurzen Einsatz hat, z. B. als Urlaubsvertretung. Aus dem Nähkästchen meines eigenen Erfahrungs-Schatzes: von Ablage in Unternehmen A lande ich plötzlich für zwei Wochen im Vorzimmer eines Bank-Vorstandes. Gelegentlich war ich auch die einzige Person im Unternehmen, die diese Aufgaben hatte – wen hätte ich also fragen können, welche Bezahlung hier üblich ist? Und selbst wenn es Transparenz im Unternehmen des Kunden gibt, kann es schwierig bleiben:

    Ein Versuch: Gehaltserhöhung
    Ich hatte mich nach über einem Jahr Zugehörigkeit beim Zeitarbeitsunternehmen und gleichzeitig ununterbrochenem Einsatz beim selben Kunden um eine Gehaltserhöhung bemüht – zumal ich wusste, dass ich da sehr gute Arbeit leistete. Die Diskussion verlief in etwa so:

    AG (Arbeitgeber): „Aber dann müssten wir das ja dem Kunden weiterberechnen …“

    ich: „Ja, nur zu, damit habe ich kein Problem.“

    AG: „Mmh … leider steht diese Firma zur Zeit nicht so gut da, das können wir nicht machen.“

    ich: „Komisch: Denn seit ich hier bin, erhalten alle Festangestellten um mich herum pro Quartal eine Extraprämie von 300 €, weil das Quartal so gut gelaufen ist! Und ich sage Ihnen: DAS ist auf Dauer ganz schön demotivierend, denn ich leiste seit vielen Monaten Vollzeit dieselbe Arbeit wie alle Kollegen um mich herum!“

    AG: „Das kann schon sein. Allerdings gibt es dieses Jahr in diesem Unternehmen eine Sperre bzgl. Gehaltserhöhungen. Da können wir leider nichts machen.“

    ich: „Auch DAS wundert mich, denn gerade vorgestern gab es eine Betriebsversammlung, zu der auch ich gegangen bin, und da war die Staffelung der Gehaltserhöhungen im laufenden Jahr einer der Tagespunkte. Ich kann Ihnen gern den Auszug aus dem Protokoll zukommen lassen …“.

    Und so weiter. Eine Gehaltserhöhung habe ich in fünf Jahren nicht bekommen, obwohl ich auch auf mein Nachfragen nie hörte, dass man mit meiner Arbeit oder Einsatzbereitschaft in irgendeiner Weise unzufrieden gewesen ist. Witzigerweise bekam ich in all der Zeit immer dasselbe Gehalt – egal, ob ich irgendwo Ablage machte oder im Vorzimmer des Bank-Vorstandes saß. Wobei den höheren Anteil, der für mich bezahlt wird, wenn ich qualifiziertere Arbeit leiste, selbstredend das Leiharbeitsunternehmen einstreicht…

    (Autor: Annette von Spiegel | Fotos: kallejipp (Artikel) , joeesco (Thumb) | Quellen: www.photocase.de )