mentoring4u

Monat: September 2013

  • „jugend creativ“ auf Traumreise – 44. Internationaler Jugendwettbewerb startet

    erlin (ots) – Am 1. Oktober ist es soweit: Der Internationale Jugendwettbewerb „jugend creativ“ der Volksbanken und Raiffeisenbanken startet unter der Schirmherrschaft von Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke in eine neue Runde. „Traumbilder: Nimm uns mit in deine Fantasie“ lautet das Thema des 44. Wettbewerbs.


    (Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Berlin 2013)

    Kinder und Jugendliche sind aufgerufen, sich in Bildern und Kurzfilmen mit ihren Träumen und Fantasien auseinanderzusetzen. Die besten Beiträge werden auf Orts-, Landes-, Bundes- und internationaler Ebene gekürt.

    Manche Menschen träumen viel, andere weniger. Aber jeder Mensch träumt – auch wenn er sich nicht erinnern kann. Dabei drehen sich die nächtlichen Schlaferlebnisse vor allem um Dinge aus dem alltäglichen Leben. So träumen die Deutschen laut einer Bevölkerungsumfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach am häufigsten von ihrer Arbeit und vom Reisen. Kinder träumen besonders intensiv. Während alltagsnahe Träume die Erlebnisse des Vortages wiedergeben, führen fantastische Träume in die ungewöhnlichsten Traumlandschaften. Wünsche und Sehnsüchte, die im wirklichen Leben unmöglich scheinen, werden im Traum wahr. Aber wovon genau träumen Kinder und Jugendliche eigentlich? Sind Träume schwarz-weiß oder farbig? Und wie lassen sie sich künstlerisch darstellen? Genau darum geht es beim 44. Internationalen Jugendwettbewerb „jugend creativ“.

    „Wir wollen junge Menschen in dieser Wettbewerbsrunde dazu anregen, über ihre persönlichen Träume sowie gesellschaftlichen Utopien und Fantasiewelten nachzudenken und diese künstlerisch auszudrücken“, so Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Ziel des Wettbewerbs soll es sein, dem Mysterium Traum auf den Grund zu gehen und sich malerisch oder filmisch mit dem Thema und den eigenen Träumen zu beschäftigen. Dabei sind der Fantasie und Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer keine Grenzen gesetzt. „Kreativität macht gleich zweifach glücklich – sie macht unser innerstes Selbst für andere sichtbar und gleichzeitig lässt sie uns auf sehr spielerische Weise die Welt begreifen“, erzählt Schirmherrin Cornelia Funke.

    Schülerinnen und Schüler der 1. bis 13. Klassenstufe sowie Jugendliche bis 20 Jahre können in drei Disziplinen am Wettbewerb teilnehmen: Bildgestaltung (Klassen 1 bis 13), Kurzfilm (Klassen 5 bis 13) und Quiz (Klassen 1 bis 9). Malereien, Zeichnungen, Collagen oder Kurzfilme, die verschiedensten Techniken sind erlaubt. Auf Orts-, Landes- und Bundesebene erwarten die Gewinnerinnen und Gewinner attraktive Sach- und Geldpreise.


    (Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Berlin 2013)

    Deutschlands beste Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler verbringen im Sommer 2014 einen einwöchigen Kreativworkshop in der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg an der Ostsee. Im Bereich Bildgestaltung haben die erstplatzierten Bundessiegerinnen und Bundessieger sogar die Chance auf eine internationale Auszeichnung.

    Prominente Unterstützung erfährt „jugend creativ“ in dieser Wettbewerbsrunde neben der Schirmherrin Cornelia Funke von Moderator Ralph Caspers, Tennisspielerin Andrea Petkovic, den Schauspielern Vincent Krüger, Valeria Eisenbart und Louis Hofmann sowie von Christina Schindler (Filmregisseurin, Drehbuchautorin, Filmproduzentin und Professorin an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg) und Christoph Türcke (Professor für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig). In Statements erzählen sie von ihren persönlichen Träumen und dem Phänomen Traum im Allgemeinen. Themenpartner für den diesjährigen Jugendwettbewerb ist der Filmpark Babelsberg.

    Die Wettbewerbsunterlagen liegen ab Oktober 2013 in allen teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken aus. Dort werden auch die Beiträge eingereicht. Kurzfilme können zudem direkt auf das interaktive Videoportal www.jugendcreativ-video.de hochgeladen, kommentiert und bewertet werden.

    Einsendeschluss für alle Beiträge ist der 20. Februar 2014, in Bayern der 3. Februar 2014.

    (Quelle: OTS, Beate Wiese, Wiese pr  und Cornelia Schulz, Pressereferentin BVR  / Bilderbearbeitung: C. Amrhein / Bildrechte: BVR Bundesverband der dt. Volksbanken / www.jugendcreativ.de/)

  • Zehn Jahre erfolgreiche Schiffsmechaniker-Ausbildung auf Notschleppern

    Cuxhaven (ots) – Dieses Jubiläum war in der letzten Woche an Bord des Notschleppers „Nordic“ in Cuxhaven Anlass für eine kleine Feierstunde, an der auch der Schirmherr dieses Ausbildungsmodells, der Bremerhavener Bundestagsabgeordnete Uwe Beckmeyer, teilgenommen hat: Klar, dass der SPD-Mann der Ausbildungsgemeinschaft auch für die Zukunft seine Unterstützung zusagte.

    An der Ausbildungsgemeinschaft beteiligt sind

    –   die Emder Schlepp-Betrieb GmbH (ESB), Emden,
    –   die Fairplay Schleppdampfschiffs-Reederei Richard Borchard (FAIRPLAY), Hamburg / Rostock,
    –   die Petersen + Alpers GmbH & Co. KG (P & A), Hamburg,
    –   die Unterweser Reederei GmbH (URAG), Bremen / Bremerhaven  sowie
    –   die initiierende Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Gesellschaft (BUGSIER), Hamburg.

    „Wir sind nach zwei Großreedereien der drittgrößte Ausbildungsbetrieb unter deutscher Flagge„, so Münzer. 48 junge Menschen betreut er  zurzeit, bis zu zwei Gruppen mit jeweils zehn Berufsanfängern kann  die Ausbildungsgemeinschaft jedes Jahr einstellen. „Mehr können wir  mit nur einem Ausbildungsschiff nicht leisten„, stellt Münzer fest;  der 36 Jahre alte Kapitän fährt seit 2007 bei der BUGSIER und leitet  die Ausbildung seit 2013. Insgesamt 163 Schiffsmechaniker haben  bisher ihren Abschluss nach diesem Modell erworben, vier von ihnen  sogar mit Auszeichnung; viele von ihnen haben sich anschließend mit  einem Studium der Schiffsbetriebstechnik oder der Nautik  weiterqualifiziert.


    „Durch ihren Zusammenschluss haben diese fünf mittelständischen  Reedereien nicht nur ihre eigenen Ausbildungsmöglichkeiten  verbessert, sondern auch zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen„,  lobte Schirmherr Uwe Beckmeyer anlässlich der Jubiläumsfeier an Bord  der „Nordic“ und hob besonders die Nutzung des von der  Bundesregierung gecharterten Notschleppers hervor: „Die beteiligten  Reedereien erfüllen nicht nur ihren vereinbarten staatlichen Auftrag, sondern haben darüber hinaus ein vorbildliches Ausbildungsschiff  geschaffen.“

    „Als inhabergeführte Reederei ist es uns wichtig, junge Menschen  nicht nur besonders gut zu qualifizieren, sondern sie nach der  Ausbildung auch weiter zu beschäftigen„, betonte  BUGSIER-Geschäftsführer Hajo Schuchmann, siehe auch Artikel vom 20.9. : Ausbildungsmodell für „Schiffsmechaniker“ – Zehn Jahre erfolgreiche Schiffsmechaniker-Ausbildung auf Notschleppern, „wir haben deshalb nicht nur 64 Auszubildende, sondern auch alle 22 Nautiker und 16 Techniker, die anschließend studiert  haben, in feste Arbeitsverhältnisse übernommen„. Schon heute bilden die beteiligten Reedereien aber über ihren Eigenbedarf hinaus aus.  „Schiffsmechaniker haben einen Beruf mit Zukunft„, macht Schuchmann  deutlich. Neben dem weltweiten Einsatz an Bord großer Frachter oder  auf den Arbeitsschiffen an der deutschen Küste benötigt auch die sich entwickelnde Offshore-Industrie qualifiziertes Personal für die  Errichtung und den Betrieb ihrer Windparks.

    Aus Sicht des Bremerhavener Bundestagsabgeordneten Uwe Beckmeyer ist  die Ausbildungsgemeinschaft Vorbild für andere mittelständische  Reedereien. Zurzeit prüft die Ausbildungsgemeinschaft, so BUGSIER-Geschäftsführer Schuchmann, ob sie zusätzliche  Ausbildungsplätze für ausländische Jugendliche aus Südeuropa  bereitstellen kann – zum Beispiel aus Spanien, das unter hoher  Jugendarbeitslosigkeit leidet. Das aber bedarf der Unterstützung seitens der Bundesregierung.

    Die Mentoring4u Redaktion wünscht der Ausbildungsgemeinschaft weiterhin viel Erfolg und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

    (Pressekontakt:  Carsten-S. Wibel, Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Gesellschaft mbH & Co. KG /  Bilder: Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Gesellschaft mbH & Co. KG  / Bildbearbeitung: M. Weiss)

  • Ausbildungsmodell für „Schiffsmechaniker“ – Zehn Jahre erfolgreiche Schiffsmechaniker-Ausbildung auf Notschleppern

    Cuxhaven (ots) – Seit genau zehn Jahren darf seemännischer Nachwuchs auch an Bord von Schleppern zum „Schiffsmechaniker“ ausgebildet werden – und das geschieht nach einem einzigartigen Kooperationsmodell: Fünf Schleppreedereien arbeiten zusammen und haben bisher 163 junge Leute durch die etwa dreijährige Ausbildung zum erfolgreichen Abschluss begleitet.

    Schiffsmechaniker-Azubi Hannes Baganz und Bugsier-Geschäftsführer Hajo Schuchmann überreichen als Erinnerung an seinen Bordbesuch ein "Nordic"-Schiffsmodell an den Ausbildungs-Schirmherr Uwe Beckmeyer (Quelle: "obs/Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Reederei GmbH & Co. KG")

    Erst eine Gesetzesänderung machte es seinerzeit möglich, die bis dahin aus Sicherheitsgründen untersagte Schiffsmechaniker-Ausbildung auch auf Schleppern zu starten. Weil aber diese Sicherheitserwägungen nach wie vor nicht unbegründet sind, entwickelte die Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Gesellschaft (BUGSIER) ein besonderes Konzept, dem sich inzwischen vier weitere Schleppreedereien angeschlossen und so eine Ausbildungsgemeinschaft gegründet haben: Die Auszubildenden absolvieren ihren ersten Praxisblock an Bord des Notschleppers „Nordic“, der dafür eigens Räumlichkeiten und Einrichtungen erhalten hat. Und erst im späteren Verlauf der Ausbildung dürfen die dann schon angelernten jungen Seeleute auf anderen Schleppern weitere Erfahrungen sammeln.

    Die von der Bundesregierung gecharterte „Nordic“ verfügt über ein eigenes „Ausbildungsdeck“, das den Auszubildenden nicht nur wohnliche Doppelkammern mit Etagen-Kojen, Sitzecke und Schreibtisch bietet, sondern auch eine großzügige Lehrwerkstatt, verschiedene Sondereinrichtungen wie etwa einen Schweißplatz sowie ein „schwimmendes Klassenzimmer“. Bis zu zehn Auszubildende plus Ausbildungsleiter können zusätzlich zur 16-köpfigen Notschlepper-Stammbesatzung an Bord untergebracht werden. „Sogar die Brücke unseres Notschleppers ist so konzipiert, dass sie für die Ausbildung besonders gut geeignet ist“, erläutert Ausbildungskapitän Jens Münzer: „Hier können Radarbeobachtung, Arbeit an der Seekarte und andere Wacharbeiten intensiv geübt werden.“ Die Notschlepper-Stammbesatzung aus besonders erfahrenen, hochqualifizierten Seeleuten gibt ihr Wissen und Können gerne an die jungen Kollegen weiter.

    Die Ausbildung zum Schiffsmechaniker dauert etwa drei Jahre. Nach dem ersten Berufsschulblock an der Seemannsschule in Travemünde fahren die angehenden Schiffsmechaniker zunächst in Gruppen mehrere Monate auf der „Nordic“. Erst nach dem zweiten Schulzeitblock und bestandener Zwischenprüfung werden sie dann auf den deutlich kleineren See- und Hafenschleppern sowie anderen Spezialschiffen ihrer Reedereien eingesetzt und weiter qualifiziert.

    Fortsetzung folgt ….

    Hier im Mentoring4u Archiv finden Sie weitere Berufe:

    Schifffahrtskaufmann/-frau in 2 verschiedenen Fachrichtungen – und vielleicht die Welt kennen lernen

    Hafenschiffer/in

    Bootsbauer/in … die Welt steht Ihnen offen

    Binnenschiffer und Umweltschutz? Wie passt das zusammen?

    Segelmacher/in mit Plan B und anschließend ins Studium

    (Quelle: ots, Carsten-S Wibel, Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Reederei GmbH & Co. KG  / Bild: Thomas Sassen / Bildrechte:  Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Reederei GmbH & Co. KG / Internet: www.bugsier.de/)

  • Ausschreibung: ORDO-Preis für ordnungspolitische Innovationen

    Die „Jenaer Allianz“ – ein Kooperationsnetzwerk von Institutionen, die sich der Sozialen Marktwirtschaft verpflichtet fühlen – vergibt den „ORDO-Preis für ordnungspolitische Innovationen“.

    Im Rahmen dieser Ausschreibung werden Leistungen prämiert, die auf dem Gebiet der Ordnungspolitik als innovativ betrachtet werden können und einen Beitrag zur Fortent- wicklung einer freiheitlichen und menschenwürdigen Sozialen Marktwirtschaft leisten.

    Der Preis ist mit 10.000 € dotiert

    Bewerben können sich

     insbesondere jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ordnungspoli- tisch bedeutende innovative Forschungsleistungen erbracht haben, sowie

     jüngere Menschen, die in Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft bedeutende innovative Ideen und Projekte vorzuweisen haben.

    Es sind sowohl Eigenbewerbungen als auch Nominierungen möglich. Für die Bewerbung erbitten wir die Zusendung eines Lebenslaufs sowie eine etwa 5-10 Seiten umfassende Dokumentation und Begründung der innovativen ordnungspolitischen Leistung des Bewerbers. Der Preis kann ggf. geteilt werden.

    Die Jury wird durch Vertreter der „Jenaer Allianz“ gebildet. Zur Jenaer Allianz gehören Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft, Bund Katholischer Unternehmer, Die Familienunternehmer, Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, Kompetenzzentrum Soziale Marktwirtschaft, Leipziger wirtschaftspolitische Gesellschaft, Walter Eucken Institut, Wilhelm Röpke Institut, Econwatch, Open Europe Berlin, Liberales Institut und Wert der Freiheit.

    Die Beiträge sind bis zum 30. Oktober 2013 zu richten an:

    Professor Dr. Michael Wohlgemuth
    Open Europe Berlin
    Oranienburger Straße 27
    10117 Berlin

    Der Preis wird im Frühjahr 2014 verliehen.

    (Quelle: BKU Bund Katholischer Unternehmer , Jenaer Allianz /  Bildbearbeitung: M. Weiss  /  Internet: www.jenaerallianz.de )

  • Serie Young Professional (Buchtip): Katharina Hartwell: Das Fremde Meer

    Neue Serie Young Professional!
    Mentoring4u beginnt mit einer neuen Serie. Wir möchten unseren Lesern  junge Autoren unter 30 vorstellen.

    Katharina Hartwell (Bild:Tobias Bohm)

    „Ich gehöre zu den Menschen, die glauben, dass sie sich schützen können, wenn sie mit dem Schlimmsten rechnen, dass die Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Dass man ihnen entkommen kann, wenn man sie erwartet.“ (AUS: Das Fremde Meer)

    Katharina Hartwells beeindruckender wie magischer Debütroman erzählt von einer Rettung, der Rettung einer Liebe und eines Lebens, er erzählt von allen Zei- ten und allen möglichen Welten. Nicht zuletzt ist »Das fremde Meer« die Rettung durch das Erzählen selbst – und darum all das, was Literatur vermag.

    Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpȇtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als „Mobilien“ durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan.

    Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten – und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint.

    Von ihm fühlt Marie sich gefunden, miteinander teilen sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt?

    Die Autorin: Katharina Hartwell, 1984 in Köln geboren, studierte in Frankfurt a.M. mit Auszeichnung Anglistik und Amerikanistik. Seit 2010 studiert sie am Deutschen Literatur- Institut in Leipzig. Im selben Jahr erschien ihr Erzählungsband »Im Eisluftballon«. Katharina Hartwell war u.a. Gewinnerin des MDR-Literaturpreises und Stipendiatin der Jürgen-Ponto-Stiftung und des Landes Hessen. 2013 ist sie Sylter Inselschreiberin. »Das Fremde Meer« ist ihr erster Roman.

    Wir wünschen unseren Lesern viel Spaß bei der Lektüre!

    (Quelle: Berliner Verlag  Bloomsbury Berlin /  Bilder: Tobias Böhm  Berliner Verlag /  ISBN 978-3-8270-1137-4)

  • InteGREATer: Damit Träume wahr werden: Ümmühan Ciftci macht jungen Migranten Mut

    Jung, ehrgeizig, engagiert: Ümmühan Ciftci studiert Medizin und hat einen Verein gegründet, der Migrantenkindern und ihren Eltern zeigen will, wie wichtig Bildung ist. Motto: „Du kannst dein Ziel erreichen! Wenn wir es geschafft haben, schaffst du es auch“.

    Team von InteGREATer e.V.

    Stadt Frankfurt am Main (pia). Die Familie türkischstämmig. Der Vater Bauarbeiter. Die Mutter Hausfrau mit fünf Kindern. Die Tochter: nicht geeignet für den höheren Bildungsweg. Die Lehrerin gab ihr eine Hauptschulempfehlung. Das Mädchen heulte sich die Augen aus dem Kopf. „Ich wollte Medizin studieren. Und ich hatte aufgeschnappt: Wer studieren will, muss aufs Gymnasium gehen, nicht auf die Hauptschule“, erzählt Ümmühan Ciftci.

    Träume haben, Ziele erreichen
    Ümmühan Ciftci, 24, schaffte es gegen die Empfehlung der Lehrerin aufs Gymnasium, wurde Stipendiatin der Hertie-Stiftung, studiert heute Medizin in Marburg, Chirurgin will sie werden. Doch das verträgt sich schlecht mit ihrem ehrenamtlichen Engagement: Vor drei Jahren gründete Ümmühan Ciftci, genannt Ümmü, in Frankfurt den Verein InteGreater. Ihr Ziel: Migrantenkindern zeigen, wie wichtig Bildung ist, ihnen Mut machen, ihre Träume vom Studium, der Handwerkslehre, der Bankausbildung wahrzumachen. Und sich dabei nicht von Lehrern beeindrucken zu lassen, die einem eine Hauptschulempfehlung ausschreiben, nur weil man einen türkischen, kroatischen oder pakistanischen Namen trägt. „Du kannst dein Ziel erreichen! Wenn wir es geschafft haben, schaffst du es auch“ steht in großen Lettern auf den Plakaten von InteGreater.


    Ihre Eltern machen sie stark
    Ihr habt es einfach schwieriger. Diesen Satz sagte die Lehrerin damals zu Ümmüs Mutter. Ümmü selbst war dabei, als es darum ging, die Lehrerin zu überzeugen, wie viel in dem Mädchen steckt. „Meine Mutter verstand nicht immer alles. Sie nahm mich zu den Gesprächen mit, damit ich für sie übersetzen konnte.“ Die Mutter hatte sich in der Türkei das Lesen und Schreiben selbst beigebracht, der Vater träumte von einem Studium, als er in den 1970ern nach Kassel kam, arbeitete dann aber auf dem Bau. „Sie sind keine Akademiker, fürchteten, mir nicht helfen zu können, wenn ich in der Schule nicht mitkomme“, erzählt die Studentin. „Aber sie haben immer an mich geglaubt und mich unterstützt.“

    Gespräche als Initialzündung
    An diesem Punkt setzt InteGreater an. Rund 150 junge Leute, die wie Ümmü ausländische Wurzeln haben, sich während ihrer Schulzeit und auch heute noch über allgegenwärtige Vorurteile hinweggesetzt haben, erzählen Eltern und Schülern ihre Erfolgsgeschichte. „Wir sind keine Psychologen oder Pädagogen“, erklärt Ümmü. Die Arbeit des Vereins soll eine Initialzündung sein, Eltern und Schüler zum Nachdenken anregen. „Außerdem haben wir ein großes Netzwerk und wissen, wo man weiterführende Hilfe wie Berufsberatung oder Nachhilfe bekommt“, ergänzt Constanze Matthiesen, eine von zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Vereins. Die InteGreater-Veranstaltungen finden in Schulen statt, in Moscheen, Stadtteil- oder Frauenzentren. Der Verein arbeitet in Frankfurt unter anderem mit dem Amt für Multikulturelle Angelegenheiten und der Polytechnischen Gesellschaft zusammen.

    Geschichten, die bewegen
    Die Gespräche mit Eltern und Schülern finden immer getrennt statt. Weil die Fragen, die sie beschäftigen, andere sind. Eltern wollen wissen, wie sie ihr Kind motivieren können, wie sie helfen können, wenn sie selbst keine ausreichende Schulbildung genossen haben. Oder wie sie mit Lehrern und anderen Eltern umgehen sollen. „Wir haben schon Geschichten gehört von Leuten, deren Kindern seit Jahren dieselbe Klasse besuchen, die aber noch nie miteinander gesprochen haben“, sagt Ümmü. Schüler wiederum erzählen von ihren Ängsten. Ich traue mir nicht zu, Abitur zu machen. Wie soll ich eine Lehrstelle finden, wenn ich schon wegen meines Namens kritisch beäugt werde? Wie soll ich es zu etwas bringen, wenn ich der einzige in der Familie bin, der morgens aufsteht, und meinen Eltern egal ist, was aus mir wird?

    „Eltern und Schüler können mit uns so offen reden, weil wir aus ihrer Mitte kommen, ihre Probleme kennen“, sagt Ümmü. Auch sie wurde unterschätzt. Auch sie stößt heute noch jeden Tag an Grenzen. Für ihre Zimmersuche in Marburg hat die junge Frau einen falschen Namen angegeben, weil sie mit ihrem türkischen keines gefunden hätte. Migranten, stellt sie immer wieder fest, müssen sich in allen Bereichen mehr anstrengen. „Aber davon lasse ich mich nicht kleinkriegen“, sagt sie bestimmt.

    Wolfgang Schäuble war der Auslöser
    Auf die Idee, anderen mit gutem Beispiel voranzugehen, brachte sie ein Lehrer ihres Gymnasiums. Er schlug vor, Ümmü solle Ansprechpartnerin für andere Migranten werden. Später empfahl er sie für ein Start-Stipendium der Hertie-Stiftung. Hier lernte sie ihren Mentor Jochen Sauerborn, den ehemalige UBS-Vorstandsvorsitzenden kennen, heute nennt sie ihn ihren deutschen Papa. Als Stipendiatin wurde sie vom damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler eingeladen, kurz nach dem Abitur hatte Ümmü zusammen mit drei Freunden an ihrer alten Schule eine Diskussionsrunde für Eltern mit ausländischen Wurzeln organisiert. Im Jahr 2009 war Ümmü Gast einer Podiumsdiskussion mit Bundesminister Wolfgang Schäuble. Thema: Migranten und Bildung. „Nach dem Gespräch sagte Herr Schäuble zu mir: ,Erzähl deine Geschichte nicht uns, erzähl sie den Eltern anderer Kinder. Gründe einen Verein, Mädchen!“ Mit der Unterstützung von Jochen Sauerborn fand Ümmü Förderer für ihre Idee, 2010 gründete sie InteGreater.

    Ümmühan Ciftci am Schreibtisch

    Elf Standorte in fünf Bundesländern
    „Inzwischen haben wir Regionalgruppen an elf Standorten in fünf Bundesländern. Aber in Frankfurt sind wir am aktivsten“, sagt Constanze Matthiessen. „Ohne Connie ginge hier gar nichts“, ruft Ümmü und lacht. Constanze „Connie“ Matthiesen kümmert sich um Papierkram, um Schulungen für neue InteGreater und manchmal auch um Bahntickets für die Vereinsgründerin. Ümmü ist eine viel gefragte Frau, hat einen vollgepackten Terminkalender: Studium, Nebenjob, Vereinsarbeit. „Ich möchte so viel, habe so viel Energie“, sagt sie. Auch wenn die Arbeit von InteGreater für sie eine Herzenssache ist, ihr Medizinstudium steht an erster Stelle: „Wenn ich mich hier nicht anstrenge, werde ich nicht dem gerecht, wofür unser Verein steht.“ Dass sie nicht alles auf einmal schaffen kann und Grenzen ziehen muss, hat Ümmü bei ihrer ersten wichtigen Medizinprüfung gelernt. „Ich bin durchs Physikum gerasselt, habe darüber mein Stipendium verloren und war danach auch nicht mehr Bafög berechtigt.“ Das Aufstehen nach dieser Niederlage habe sie viel Kraft gekostet.

    Erfolg und Bodenhaftung
    Erlebnisse wie diese und auch ihre Eltern sind es, die Ümmü nicht abheben lassen. „Meine Eltern achten sehr darauf, dass ich bodenständig bleibe.“ Im März dieses Jahres wurde Ümmü für ihr Engagement bei einer Gala in Berlin mit der Goldenen Bild der Frau ausgezeichnet, der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Am nächsten Tag, wieder zu Hause in Kassel, drückte Mutter Ciftci der Tochter einen Wischmopp in die Hand. „Ümmü“, sagte sie, „gestern hattest du genug Glamour, heute ist wieder alles normal.“


    (Autor: Anja Prechel  / Quelle: Stadt Frankfurt am Main/ Fotos: Stefan Maurer/PIA Frankfurt am Main)

  • Critical Analysis of Higher Education Sector in Libya / Part 4

    1. Discussion and Policy Implications

    The claims by the previous regime over massive spending and investment in education may have been valid, but certainly not over the period under this study. Over the period 2002-08,  on average, between 3 and 4 percent of GDP was allocated to education. Moreover, as shown earlier, per-capita spending in this sector was by far the lowest in the overall economy. Years of under-resourcing and poor management has now left the Libyan education sector in a dire position. Coupled with corruption and injustice, the overall quality of education provision is now seriously questioned. The findings from our survey questionnaire have clearly shown that low wages and unfair promotional schemes have led to lack of incentive and severe decline in innovative teaching and research. In particular, in our sample of 200 teachers/instructors and lecturers in higher education institutions, over three-quarters stated that they had produced no new teaching material; and nor have they attempted any enhancement in their teaching delivery.

    These findings are compatible with those of Saad (2012) which reports that lack of innovative Libya was run as a closed economy for well over 40 years until November 2011. Those years of isolation led to severe decline in provision of quality in all aspects of the economy; and education was indeed of no exception. Quality education, like any other commodity, whether offered by the state or the private sector, cannot be maintained unless factors of production – here being teachers/lecturers and capital – are directly and fairly rewarded. Particularly since the early 1980s, under payment, widespread corruption, and banning of teaching of foreign languages from schools had led to serious lack of incentives, hence decline in quality of education delivery.

    Paulwip / pixelio.de
    (Die Mona Lisa, Paulwip / pixelio.de)

    As for policy implications arising from this research, two main issues are worth noting here. First, low public pay is a main source of bribery, poor service quality and corruption. Particularly, in the light of gradual rising of prices of basic commodities since the uprising of 2011, it is vitally important for the policy-makers to review and to index wages in accordance with projected inflation rates.

    Introduction of efficient and fair monetary reward system is 14  one of the fundamental bases for improved productivity and hence enhanced quality teaching. It should be borne in mind that decisions on building new schools or colleges in different corners of this massive country is justified, if and only if adequate facilities and quality human resources are made available. Second, policy-makers must make every effort in introducing an effective, transparent and workable national promotion mechanism for appreciation of quality service in teaching and research. To ensure that corruption has no place in this new system, constant supervisory quality enhancement procedures, preferably conducted by independent watch dogs supported and monitored by the end consumers, must be implemented and supported.

    Maren Beßler pixelio.de
    (Stausee, Maren Beßler pixelio.de9)

    One way of achieving this objective may be found by making closer collaboration with institutions in other countries to achieve excellent quality assurance systems and accreditation of educational programmes. In short, education policy must be based on quality enhancement and regular monitoring of teachers/lecturers teaching approaches and students’ satisfaction criteria, and nothing else. This way, the existing massive gap between output and outcome in education is anticipated to be reduced in the medium term.

    Dieser Gastbeitrag ist von Dr. M. Taghavi, London (Vice-Principal, Academic & Executive Programmes, IBEC, Tripoli, Libya, www.ibec.edu.ly).

    Hier finden Sie Part 1, Part 2 und Part 3

    Die Mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

  • Eilige Terminsache!!!! MINT! Düsseldorf ist Sciencity am 27. September

    Umfangreiches Programm zur Geschichte und Kultur der Landeshauptstadt bei der 1. Nacht der Wissenschaft am 27. September 2013

    Veranstalter der Sciencity ist die FH Düsseldorf

    Düsseldorf (ots) –
    Bekannt als frühere Residenzstadt mit einer langen und glanzvollen Geschichte, als Stadt der Mode, Sitz führender Werbe- und Medienunternehmen und nicht zuletzt als Metropole des rheinischen Frohsinns, ist Düsseldorf mit der Fachhochschule, der Heinrich-Heine-Universität und der Robert SchumannHochschule für Musik auch eine Stadt der Wissenschaft. Das Themenfeld „Geschichte und Stadt“ beschäftigt sich mit den unterschiedlichsten Aspekten der Düsseldorfer Historie und bietet die Möglichkeit, Geschichte auf gleichermaßen unterhaltsame wie ungewöhnliche Weise zu erleben. So können die Besucherinnen und Besucher beispielsweise den wohl berühmtesten Sohn der Stadt, Heinrich Heine, als „Dichter, Rapper, Avatar“ erleben:

    In einem brandneuen Video erwacht das bekannte Campus-Denkmal von Heinrich Heine als Motion-Capture-Animation zum Leben und schlendert als Avatar, geleitet von Zitaten aus seinen Werken, in einem virtuellen Spaziergang durch das heutige Düsseldorf.

    Auch die Musik kommt nicht zu kurz: So wird das Galliano-Trio der Musikhochschule Dmitri Schostakowitschs Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 und Alexander von Zemlinskys Klaviertrio d-Moll op. 3 aufführen. In einer Live-Performance des von Friedrich Silcher vertonten Heine-Gedichtes „Im wunderschönen Monat Mai“ werden Studierendengruppen jeweils ein Video mit ihren persönlichen Interpretationen und visuellen Assoziationen assoziieren.

    Mit einem anderen Aspekt der Düsseldorfer Musikgeschichte beschäftigt sich das Themengebiet „1938: Die Reichsmusiktage in Düsseldorf„. Vor 75 Jahren fand mit den Reichsmusiktagen als „Leistungsschau deutscher Musik“ und der diffamierenden Ausstellung „Entartete Musik“ im Düsseldorfer Ehrenhof ein politisch intendiertes Staatsereignis statt, das als Schwarz-Weiß-Folie des deutschen Musiklebens dienen sollte. Innerhalb einer Vortragsimprovisation wird eine neue Form von Darstellung und Diskussion präsentiert, deren Inhalte und Ausgang offen bleiben.

    Das alles und noch viel mehr am 27. September 2013 und schon jetzt unter www.sciencity-duesseldorf.de

    (Autor: Simone Fischer M.A.  Pressesprecherin FH Düsseldorf  /  Bildrechte: FH Düsseldorf  /  Quelle: OBS, www.sciencity-duesseldorf.de/ )

  • Wahlen in Deutschland – ZDF-Politbarometer September II 2013

    Vorsprung von Schwarz-Gelb wird noch enger. Syrien-Konflikt: Mehrheit zufrieden mit Bundesregierung.
    Wie denken Sie über die Wahlen, haben Sie Wünsche an die Politiker in Deutschland? Mentoring4u freut sich über Ihre Kommentare und Wünsche an die Politiker.

    Politbarometer ZDF / Forschungsgruppe Wahlen

    Mainz (ots) – Politbarometer-Projektion: Gut eine Woche vor der Bundestagswahl verliert die Union geringfügig an Unterstützung, während die Grünen sich wieder etwas verbessern können: Würde schon an diesem Sonntag gewählt, käme die CDU/CSU auf 40 Prozent (minus 1) und die SPD weiterhin auf 26 Prozent. Die FDP bliebe bei 6 Prozent, die Linke bei 8 Prozent, die Grünen kämen auf 11 Prozent (plus 1) und die AfD auf 4 Prozent (plus 1). Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 5 Prozent (minus 1). Damit würde der bisher schon knappe Vorsprung von Schwarz-Gelb noch enger. Rot-Grün hingegen ist knapp 9 Prozentpunkte von einer eigenständigen Mehrheit entfernt. Neben den unvermeidbaren statistischen Fehlerbereichen müssen bei der Interpretation dieser Zahlen auch noch andere Faktoren berücksichtigt werden:

    Weiterhin sind viele nicht sicher, wen sie wählen wollen

    Inzwischen geben 64 Prozent (Vorwoche 59 Prozent) aller Wahlberechtigten an, dass sie sicher sind, dass und wen sie wählen wollen. Unter denen, die sich schon entschlossen haben, zur Wahl zu gehen, sind bei den Anhängern der CDU/CSU besonders wenige (12 Prozent), die sich noch nicht sicher sind, dass es bei ihrer Wahlentscheidung bleiben wird. Deutlich mehr sind es insbesondere bei den Anhängern der Grünen (33 Prozent), aber auch der Linken (28 Prozent), die ihre Wahlabsicht noch mit einem Fragezeichen versehen.

    Partielle Wechselstimmung

    Wenn die CDU/CSU auch in der nächsten Bundesregierung vertreten wäre, fänden das 54 Prozent gut, 20 Prozent wäre das egal, und 23 Prozent fänden das schlecht. Eine abermalige Regierungsbeteiligung der FDP hingegen fänden nur 26 Prozent aller Befragten gut, 28 Prozent wäre es egal, und eine relative Mehrheit von 44 Prozent fände das schlecht.

    Mehrheitliche Unterstützung für große Koalition

    Lediglich eine Koalition aus CDU/CSU und SPD fände die Zustimmung einer Mehrheit (50 Prozent) der Bundesbürger, 17 Prozent wäre das egal und 29 Prozent lehnen sie ab. Allen anderen denkbaren Koalitionen fehlt eine mehrheitliche Unterstützung: Sowohl Rot-Grün finden jeweils mehr Befragte schlecht (47 Prozent) als gut (36 Prozent; egal: 14 Prozent) als auch Schwarz-Gelb (gut: 35 Prozent; schlecht: 42 Prozent; egal: 21 Prozent). Schwarz-Grün wird noch deutlicher abgelehnt (23 Prozent gut; 49 Prozent schlecht; egal: 24 Prozent). Besonders kritisch wird eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken bewertet (gut: 20 Prozent; schlecht: 64 Prozent; egal: 14 Prozent).

    Fast jeder Zweite glaubt, dass die SPD Rot-Rot-Grün machen würde

    Falls es für eine Koalition allein mit den Grünen nicht reicht, glauben 47 Prozent aller Befragten, dass die SPD dann versuchen würde, eine Koalition mit den Grünen und der Linken zu bilden, obwohl sie sich dagegen ausgesprochen hat (würde die SPD nicht: 46 Prozent; weiß nicht: 7 Prozent). Bei den SPD-Anhängern erwarten dies 36 Prozent, 55 Prozent glauben das nicht (weiß nicht: 9 Prozent).

    K-Frage: Merkel unverändert; Steinbrück verbessert sich leicht

    Bei der Frage, wen die Deutschen nach der Bundestagswahl lieber als Kanzler/-in hätten, liegt Angela Merkel mit konstant 59 Prozent weiterhin deutlich vor ihrem SPD-Herausforderer Peer Steinbrück, der jetzt bei 32 Prozent (Vorwoche: 30 Prozent) liegt. Während Merkel bei den CDU/CSU-Anhängern auf 96 Prozent (Vorwoche: 98 Prozent) Rückhalt kommt, erreicht Steinbrück bei den SPD-Anhängern nur 78 Prozent (Vorwoche: 79 Prozent).

    TOP TEN: Alle leicht verschlechtert

    Inzwischen werden der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der Fraktionsvorsitzende der Linken, Gregor Gysi, wieder zu den zehn wichtigsten Politikern in Deutschland gerechnet, während Thomas de Maizière und Philipp Rösler hier ausgeschieden sind. Weiterhin wird Bundeskanzlerin Angela Merkel am besten bewertet: Sie erreicht jetzt auf der Skala von +5 bis -5 einen Durchschnittswert von 2,2 (Sept. I: 2,4). Mit großem Abstand folgen Wolfgang Schäuble mit 1,3 (Sept. I: 1,4) und Frank-Walter Steinmeier mit 1,1 (Sept. I: 1,2). Peer Steinbrück erreicht jetzt 0,8 (Sept. I: 0,9). Danach folgen Ursula von der Leyen mit nur noch 0,5 (Sept. I: 0,8), Sigmar Gabriel mit 0,3, Horst Seehofer ebenfalls mit 0,3 (Sept. I: 0,4), Jürgen Trittin mit minus 0,1 (Sept. I: 0,1), Gregor Gysi mit minus 0,1 und Guido Westerwelle mit minus 0,3 (Sept. I: 0,0).

    Syrien-Konflikt: Mehrheit mit Arbeit der Bundesregierung zufrieden

    Dass die Bundesregierung ihre Sache im Syrien-Konflikt eher gut macht, sagen 62 Prozent aller Befragten, 27 Prozent meinen, sie mache das eher schlecht (weiß nicht: 11 Prozent). Naturgemäß sind die Anhänger der CDU/CSU (76 Prozent) und die der FDP (75 Prozent) mit der Arbeit der Regierung besonders häufig zufrieden. Aber auch bei den Anhängern der AfD (55 Prozent), der Grünen (53 Prozent) und der SPD (53 Prozent) finden jeweils Mehrheiten, dass die Bundesregierung ihre Arbeit im Konflikt eher gut macht. Lediglich die Anhänger der Linken sehen das mehrheitlich anders (eher gut: 37 Prozent; weiß nicht: 5 Prozent).

    Nachdem die Amerikaner und die Russen nun über eine Kontrolle der syrischen Chemiewaffenbestände verhandeln, glauben 51 Prozent, dass es im Syrien-Konflikt nicht zu einem militärischen Eingreifen der USA kommen wird, 44 Prozent rechnen damit.

    Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlendurchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 10. bis 12. September 2013 bei 1298 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.

    Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 44 Prozent, SPD: 26 Prozent, FDP: 5 Prozent, Linke: 6 Prozent, Grüne: 10 Prozent, AfD: 4 Prozent.

    Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Donnerstag, 19. September 2013.

    (Autor: ZDF Pressestelle, OBS/ZDF Politbarometer  /  Bildrechte, Fotograf und Quelle:  Politbarometer    ZDF / Forschungsgruppe Wahlen)

  • Mentoring4u Buchtip: Schönheit, Liebe, Körperscham

    Schönheit, Liebe, Körperscham – Schönheitsideale in Zeitschriften und ihre Wirkung auf Mädchen und Frauen

    Dauerdiät, mangelndes Selbstbewusstsein und Unzufriedenheit

    Trotz fortschreitender Gleichberechtigung von Männern und Frauen unterwerfen sich bereits junge Mädchen oft einem krankmachenden und frauenfeindlichen Schönheitsideal. Mädchen und Frauen fühlen sich in ihrem Körper nicht wohl, zwängen sich in zu enge Kleidung und verstecken ihr Gesicht hinter dick aufgetragener Kosmetik.

    Christina Mundlos fragt: Warum versuchen Mädchen und Frauen diesem krankhaften Schönheitsideal zu entsprechen? Auf Basis einer breiten Analyse von Mädchen- und Frauenzeitschriften geht sie der Frage nach, warum das in den Medien propagierte Schönheitsideal überhaupt angenommen wird.

    Erstmalig liefert die Autorin hier einen umfassenden Erklärungsansatz für das Funktionieren des westlichen Schönheitsdiktats, der soziologische, sozialpsychologische und soziolinguistische Perspektiven vereint. Dabei beleuchtet sie insbesondere das Zusammenspiel zwischen sprachlichen Manipulationsstrategien in den Zeitschriften, medial vermittelten Liebesversprechungen und Körperbeschämungen der Mädchen und Frauen im Kindesalter.

    Weitere Infos zu den Büchern von Christina Mundlos finden Sie auf Ihrer Homepage:
    www.christina-mundlos.de.

    Die Mentoring4u Redaktion weist nochmals auf den ZDF-TV Tip „
    Nase mit 14“ und seine Kommentare bei uns auf der Homepage mit.

    Wir wünschen unseren Lesern viel Spaß bei der Lektüre!