Gastbeitrag von Dr. Kristina Schröder zu Jugend und Medien

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gepostet am : 30-10-2013 | von : m_weiss | Kategorie : "Auf die Socken, fertig, los!", Gastautor
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Gastbeitrag der

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,

Dr. Kristina Schröder,

Schirmherrin der Mentoring-Initiative „Auf die Socken fertig los“

Es gibt 330 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe, dazu viele schulische Ausbildungen, und auch das Angebot an Studiengängen ist sehr groß. Sich für eine dieser Möglichkeiten zu ent­scheiden und die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren, verlangt jungen Menschen viel ab. Sie stellen damit die Weichen für ihre Zukunft. Gerade in dieser Lebensphase ist es wichtig, dass Jugendliche auch außerhalb von Schule und Familie Orientierung erfahren und Ansprech­partner haben, die ihre Fragen beantworten. Deshalb habe ich vor drei Jahren keinen Augenblick gezögert, die Schirmherrschaft über die Mentoring-Initiative „Auf die Socken fertig los“ zu übernehmen, die Führungskräfte und Jugendliche zusammenbringt.

Die Führungskräfte, die ihre Erfahrungen mit Jugendlichen teilen, zeigen Führungsverantwor­tung über den Horizont des eigenen Unternehmens hinaus. Auf den Mentorenveranstaltungen haben sie oft hervorgehoben, dass für den beruflichen Erfolg neben Fachkompetenzen auch die Persönlichkeit entscheidend ist. Wichtig sind zum Beispiel Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, die eigenen Stärken richtig einschätzen zu können. Auch Aufgeschlossenheit gegen­über Innovationen hilft dabei, berufliche Ziele zu erreichen. Diese Aufgeschlossenheit zeigen Jugendliche insbesondere auf dem Feld der digitalen Medien. Aktuelle Zahlen belegen, dass nahezu alle Jugendlichen online sind. Beim Start ins Berufsleben bringt das Vorteile, weil fast alle Arbeits- und Lebensbereiche weitgehend digitalisiert sind.

Allerdings hat der Zugang Jugendlicher zu digitalen Medien bislang nicht zu einer Angleichung der Bildungschancen geführt. Ob Kinder und Jugendliche in der Lage sind, digitale Medien nicht nur zu nutzen, sondern auch Bildungserfolge mit ihnen zu erzielen, hängt stark von ihrem sozialen Umfeld und ihrem Bildungshintergrund ab. Sowohl im 14. Kinder- und Jugendbericht als auch im Medienkompetenzbericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird der Abbau digitaler Ungleichheit deshalb als eine zentrale medien- und bildungspolitische Herausforderung der kommenden Jahre bezeichnet. Er wird nur gelingen, wenn Medienkompetenz in Einrichtungen der schulischen und außerschulischen Bildung verankert ist. Eine bessere Medienausstattung der Schulen allein wird dabei nicht ausreichen. Entscheidend ist ein auf die Vermittlung von Medienkompetenz ausgerichtetes Gesamtkonzept. Die Erklärung der Kultus­ministerkonferenz zur „Medienbildung in der Schule“ im vergangenen Jahr war ein wichtiger Schritt, länderübergreifend gute Rahmenbedingungen zur Förderung von Medienkompetenz an Schulen zu schaffen.

Das zahlt sich in vielerlei Hinsicht aus, denn über die Vermittlung von Medienkompetenz wird nicht zuletzt auch das selbstbestimmte und interessengeleitete Lernen gefördert und damit auch diejenigen Persönlichkeitsmerkmale, die die Führungskräfte im Mentorenprogra „Auf die Socken fertig los“ als besonders wichtig für die berufliche Zukunft einschätzen. Ich wünsche allen jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Mentorenprogramms viel Erfolg!

Hier finden Sie den Orginal- Gastbeitrag Dr. Kristina Schröder.

(Gastautorin: Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Fauen und Jugend, Schirmherrin der Initiative „Auf die Socken, fertig, los!“ /  Foto: kikiiii und  BMFSFJ: L. Chaperon/)

P.S. Nutzen Sie Mentoring4u und bewerben Sie sich um einen Mentor oder werden Sie Mentor. Wie?  Das finden Sie hier.


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