Frau Tost: Das Schreiben habe ich natürlich nie aus den Augen verloren. Im Jahr 2008 habe ich meinen Traum endlich in die Tat umgesetzt. Nachdem ich mehrere zum Teil sehr strapaziöse Wanderungen unternommen hatte, schrieb ich darüber einen Erfahrungsbericht mit dem Titel „Vom Sportmuffel zum Wanderfreak“. Kennen Sie das Buch?
Mentoring4u: Nein leider noch nicht. Worum geht’s denn genau im Buch „Vom Sportmuffel zum Wanderfreak“?
Frau Tost: Schade,ich würde es Ihnen und Ihren Lesern auf jeden Fall empfehlen. In dem Buch geht es nicht nur um meinen Erfahrungsbericht. Ich gebe auch Anregungen, wie jeder einmal aus der gewohnten Rolle ausbrechen und etwas völlig Neues wagen kann.
Mentoring4u: Wie sollen unsere Leser das interpretieren? Was meinen Sie genau damit?
Frau Tost: Naja, selbst eine ganz gewöhnliche Großstadtpflanze wie ich war dazu in der Lage, mehrere hundert Kilometer allein oder in der Gruppe zu wandern. Das allein ist wohl nicht besonders bemerkenswert. Entscheidend ist jedoch die Erkenntnis, die ihr nach der Beendigung der Lektüre gewinnen könnt. Jeder ist in der Lage, über sich hinauszuwachsen, wenn er es nur möchte.
Mentoring4u: Es hört sich sehr spannend an! Was ist mit Ihrem zweiten Buch? Wann wurde das veröffentlicht? Können Sie uns eine kleine Zusammenfassung von dem Buch geben?
Länderflaggen_3 ( Rainer Sturm)
Frau Tost: Also, ich habe kurz nach der Erscheinung des ersten Buches gleich mein zweites herausgebracht. Das Buch „Kurze Geschichte einer Weltreisenden“ handelt von einigen meiner Auslandsreisen, die mich bisher in 39 Länder dieser Erde geführt haben. Konzentriert habe ich mich in diesem Buch jedoch auf die vier Kurzreisen, die ich allein im Jahr 2009 unternommen habe. Beim erneuten Lesen des Buches musste ich feststellen, dass sich seit damals sehr viel verändert hat. Ich weiß z.B. nicht, ob man heute noch so unbeschwert in Ägypten Urlaub machen kann. Das Land hat sich in rasantem Tempo der allgemeinen politischen Situation in der Welt angepasst. Vieles könnte man heute gar nicht mehr so erleben.
Mentoring4u: Was haben Sie sich für die Zukunft vorgenommen? Werden Sie noch mehr Bücher schreiben?
Frau Tost: Natürlich! Ich habe mir vorgenommen, in meiner Freizeit auch weiterhin Bücher zu schreiben. Ich habe nämlich den Lesern noch viel zu erzählen. Es geht in meinen Reiseberichten nicht nur um die Schilderungen dessen, was ich selbst gesehen und erlebt habe. Mir sind auch all die Begegnungen mit den Menschen in fremden Ländern sehr wichtig. Jede Kultur ist anders, hat aber ihre eigenen Besonderheiten. Ich bin der Meinung, dass die Menschen dieser Erde voneinander lernen können…
Mentoring4u: Vielen herzlichen Dank für das Interview. Wir bleiben gespannt und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg beim Schreiben!
(Interview: Ayu Damayanti (Praktikantin) | Thumb: Wie fange ich an?(Wilhelmine Wulff)| Quellen: Gita Tost und http://gitta.tost.pageonpage.com/
heute möchte ich Euch eine Frau mit besonderen Interessen vorstellen. Während ihrer ersten Ausbildung erlernte sie als Jugendliche den Beruf der Holzfacharbeiterin. Heute ist sie als Buchautorin und Sozialarbeiterin tätig. Frau Gitta Tost wurde 1966 in Marienberg im Erzgebirge geboren. Neben der Ausübung ihres Berufes als Sozialarbeiterin schreibt Frau Tost in ihrer Freizeit gern Wander- und Reiseberichte.
Gitta Tost (Quelle: Gitta Tost)
Mentoring4u: Servus Frau Tost, ich finde Ihren Werdergang sehr interessant. Können Sie uns das detaillierter erzählen? Wie hat das angefangen, dass Sie Ihren Berufswunsch Autorin verwirklicht haben?
Frau Tost: Nun ja, in der DDR konnte nicht jeder an einem Gymnasium das Abitur machen. Aber ich wollte das! So habe ich die Ausbildung zur Holfacharbeiterin mit Abitur gewählt. Die Berufsausbildung war auch gut für meine Persönlichkeitsentwicklung.
Mentoring4u: Ich habe gehört, Sie beherrschen Russisch. Haben Sie sich die Sprache selbst beigebracht?
Frau Tost: Es hat damit angefangen, dass ich mich während meiner Schulzeit für Fremdsprachen sehr interessierte. Naja, am liebsten wäre ich Auslandskorrespondent oder etwas ähnlich Aufregendes geworden. Doch diese Berufe waren in der DDR politisch leider nicht sehr erwünscht. Als ich vor der Entscheidung stand, zwischen Ökonomiestudium und Pädagogikstudium zu wählen, entschied ich mich, an der „Pädagogischen Hochschule“ in Magdeburg die Fachrichtung „Deutsch Russisch“ zu studieren.
Willkommen und Auf Wiedersehen (Rike)
Mentoring4u: Was haben Sie nach Ihrem Studium gemacht?
Frau Tost: Nachdem ich mein Studium erfolgreich absolviert hatte, arbeitete ich fünf Jahre lang an verschiedenen Schulen in Leipzig. Dort unterrichtete ich im Fach Russisch und brachte den Jugendlichen im Fach Deutsch die Regeln unserer Muttersprache bei. Nach meinem erneuten Umzug nach Magdeburg, bekam ich die einmalige Chance, bei der Arbeiterwohlfahrt als Migrationsberaterin für Jugendliche zu arbeiten. Mein Gott, das war genau das, was ich immer machen wollte! Da meine ersten Klienten fast alle aus dem osteuropäischen Raum kamen, hat sich mein Russischstudium im Nachhinein auch noch als sehr hilfreich erwiesen.
Mentoring4u: Ahja, das ist ja toll! Was ist mit dem Schreiben? Wann haben Sie den Traum, als Autorin tätig zu sein, in die Tat umgesetzt?
Guys, Ihr dürft das nicht verpassen! Nächste Woche geht’s mit dem Erfahrungsbericht von Frau Gitta Tost weiter! Vom Couch Potato zum Wanderfreak und andere Geschichten.
(Interview: Ayu Damayanti (Praktikantin) | Thumb: Wie fange ich an?(Wilhelmine Wulff) | Quellen: Gitta Tost und http://gitta.tost.pageonpage.com/)
Recherchieren wollte ich über Frauen in Ägypten, ihre Chancen in wirtschaftlichen Positionen und grundlegenderweise über ihre Situation. Die Suche nach Informationen, die durch Statistiken belegt sind, gestaltete sich ziemlich schwierig. Mir fiel eine wesentliche Institution in Ägypten auf: Sogenannte NPOs.
Gemeinnützige Gesellschaften in Ägypten, die in der Lage waren und sind die Unfähigkeit, das Versagen des Staats zu kompensieren, in sozialen und wirtschaftlichen Bereichen.
Im Sommer 2011 konnte ich eine solche Organisation kennenlernen: Resala.
Übersetzt heißt Resala Nachricht oder Mission. 1999 gegründet, ging die Idee von einem Studenten aus und verfügt mittlerweile über 50 Standorte in Ägypten, mit über 100.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Organisation erfährt seit der Revolution im Januar 2011 einen enormen Zuwachs an Mitgliedern, Aktiven und Sponsoren aus der Wirtschaft.
Resala ist keine klischeehafte Organisation, die Bürger zu Spenden aufruft und diese mehr oder weniger intransparent verteilt. Das Konzept besteht darin, die „wahren“ Defizite zu begreifen und langwierige Projekte zu unterstützen.
Im Grunde gibt es vier Schwerpunkte der Organisation:
1- Soziale Fürsorge
2- Bildung
3- Medizinische Fürsorge
4- Wirtschaft und Sonstiges
Soziale Fürsorge In diesem Bereich geht es hauptsächlich darum sozial benachteiligten Familien von Grund auf zu helfen: durch monatliche Nahrungs-Rationen, (von Groß- und Einzelhändlern, Privathaushalten geboten) und Entwicklungshilfen. Das Ziel besteht darin, diese Familien so unabhängig wie möglich werden zu lassen. Die Eröffnung kleiner Näh- oder anderer Handwerksbetriebe wird finanziert und Käufer werden vermittelt.
Im Sommer 2011 konnte ich eine Witwe kennenlernen, die 2005 eine solche Finanzierung erhielt und mittlerweile nicht nur unabhängig ist, sondern auch weitere fünf Frauen beschäftigen konnte.
Das ist lediglich eine Erfolgsgeschichte, die ich selbst zu Gesicht bekam und mir imponierte.
Außerdem sind noch zahlreiche Projekte in diesem Bereich zu erwähnen: Kostenerstattung von Lehrmaterialien, Hilfe für das Gründen von Haushalten etc.
Das Pflegen von Waisenkindern ist ebenfalls ein Schwerpunkt der Organisation. Die Kinder werden in eigenen Heimen ausreichend gepflegt und schulisch gefördert, sodass zahlreiche höhere Abschlüsse erreichen konnten.
Bildung Analphabetismus- ein grundlegendes Problem in Ägypten. Die Alphabetisierung erlaubt den Menschen gesellschaftsfähig zu werden, was Wirtschaft, Nachkommen und Kultur beeinflusst. Die Organisation bietet an fast allen Standorten mehrmals wöchentlich Alphabetisierungs-Kurse an. Allein in Alexandria werden jährlich 1000 Menschen alphabetisiert.
Auch EDV- Kurse werden angeboten: In dem Standort Alexandria ist der Donnerstag für EDV- Kurse vorgesehen, die in etwa drei Monate andauern und Gruppen von ca. 20 Personen lehren.
Inklusion von Blinden und Behinderten und deren Bildungsförderung ist ein Schwerpunkt, der sich bewährt hat.
Medizinische Fürsorge In diesem Bereich werden eingetragene Patienten monatlich mit Medikamenten versorgt, die sie selbst nicht erwerben können. In Alexandria allein, werden monatlich 3000 Patienten durch Resala medizinisch versorgt. Ein Team aus Ärzten und Apothekern ist in diesem Bereich aktiv und vermitteln Menschen, die dringen Operationen benötigen.
Neben einer Blutbank und einer hauseigenen Apotheke gibt es auch in diesem Bereich noch weitere Programme, die allerding den Rahmen dieses Artikels sprengen würden.
Resala ist nur eine von weiteren, sogenannten non-profit organizations.
Mit meinem Artikel beabsichtige ich nicht, die Herzen der Leser zu erweichen und für Altruismus zu werben. Es geht darum, eine beispielhafte Kooperation von Menschen, Studenten, Jugendlichen, Erwachsenen, Privathaushalten, Ärzten, Lehrern, Wirtschaftsmännern und weiteren Gruppen aufzuzeigen.
Gemeinnützige Gesellschaften in Ägypten, die in der Lage waren und sind die Unfähigkeit, das Versagen des Staats zu kompensieren, in sozialen und wirtschaftlichen Bereichen.
Das habe ich zu Beginn desselben Artikels geschrieben.
Zum einen geht es darum eine solche Zusammenarbeit, Verantwortung und den Beitrag vieler Individuen für eine Gesellschaft aufzuzeigen.
In einem Artikel von spiegel-online, vom 03.03.2012 waren folgende Worte zu lesen. Worte, die ganz einschlägig sind:
„Wenn die unter uns, die in reicheren und „freieren“ Ländern leben, Ägypten in seiner Übergangsphase helfen wollen, dann müssen wir anfangen zu verstehen, was in all der staubigen und schlaglöchrigen Komplexität passiert. Wir haben nichts zu verlieren außer unseren Klischees.“
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Eine Kunstaktion von peder w. strux zum Thema Schlüssel. Gesammelt werden Schlüsselerlebnisse verschiedener Menschen.
Vom 1.Januar bis zum 31. Dezember 2012
SCHLÜSSEL –
WORTE
GEDANKEN
– ERLEBNISSE
Jeder von uns ob jung oder älter kennt Situationen die Wegweisend waren. Wir nennen so etwas dann auch ein Schlüsselerlebnis. Ein neuer Weg wurde sichtbar, eine Endscheidung getroffen, eine neue Sichtweise deutlich oder die Begegnung mit anderen Menschen, Kulturen haben etwas in uns geprägt. Oft wird dies erst in der Rückschau deutlich.
Diese Kunstaktion handelt genau von solchen individuellen Erfahrungen.
Der goldene Schlüssel Ein Märchen der Gebrüder Grimm – KHM 200 Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, mußte ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen.
Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bißchen wärmen. Da scharrte er den Schnee weg, und wie er so den Erdboden aufräumte, fand er einen kleinen goldenen Schlüssel. Nun glaubte er, wo der Schlüssel wäre, müßte auch das Schloß dazu sein, grub in der Erde und fand ein eisernes Kästchen.
Wenn der Schlüssel nur paßt! dachte er, es sind gewiß kostbare Sachen in dem Kästchen. Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich entdeckte er eins, aber so klein, daß man es kaum sehen konnte. Er probierte, und der Schlüssel paßte glücklich. Da drehte er einmal herum, und nun müssen wir warten, bis er vollends aufgeschlossen, und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen.
Gesammelt werden Schlüsselerlebnisse verschiedener Menschen. Jeder der mag kann ein ganz persönliches Schlüsselerlebnis aufschreiben, der Aktion zusenden und dieses wird dann an einem Schlüsselholz befestigt. Aus den gesammelten Erlebnissen wird ein Buch entstehen. Aus dem Schlüsselbalken eine Plastik. Diese werden dann gemeinsam an verschiedenen Orten 2013 ausgestellt.
Wer einen oder mehrere alte Schlüssel besitzt und diese zu der Aktion beitragen möchte, kann dies gerne tun.
Welches Schlüsselerlebnis möchten Sie beitragen…. oder welchen Schlüssel…
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(Gastautor: peder strux / Schlüsselbalken: D. Balci)
Heute wollen wir Ihnen eine ganz außergewöhnliche Künstlerin aus Lettland vorstellen. Tatjana Mihailova lebt und wirkt heute in Düsseldorf. Lassen Sie sich verzaubern und lernen warum sie zwar dunkle Schokolade mag, aber alle Farben außer braun liebt.
FARBENLEBEN 120 x 580 cm, Öl auf Leinwand 2004
Mentoring4u: Sie sind eine eindrucksvolle Persönlichkeit, erzählen Sie uns etwas über Ihr Leben und warum Sie sich für diese Karriere entschieden haben?
Tatjana Mihailova: „Ich bin in Daugavpils, in Lettland geboren und seit ich mich erinnern kann, habe ich mit gelber und oranger Farbe gemalt. Heute liebe ich alle Farben außer Braun, aber dunkle Schokolade mag ich gerne.
Daugavpils ist eine besondere Stadt, mit einer besonderen Energie. Die Stadt gibt immer Ideen, die leider nirgendwo anderes umgesetzt werden können, wie z.B. durch Mark Rothko oder Samuel Michoels und andere sehr interessante Künstler, Fotografen, Musikern, Schauspieler und Regisseure. Jetzt ist Daugavpils eine verlassene Stadt.
Ich wollte immer eine Künstlerin werden, aber nach der Schule habe ich beschloßen etwas vernünftiges zu studieren – die Architektur. Nach drei Jahren des Studiums habe ich ohne Abschluss abgebrochen. Ich bin kein technischer Mensch. Danach habe ich mich meinen Mann ins Daugavpils kennengelernt, wo ich im Theater als Bühnenbildnerin und er als Schauspieler gearbeitet haben. Und dann kamen meine lieben zwei Töchter zur Welt.
Design Stühle nach Farbpsychlogie
Mentoring4u: Wie kamen Sie darauf, die Psychologie der Farben in Ihre Werke zu integrieren?
Tatjana Mihailova:Während des Kunststudiums (1990-1994) an der Latvian Academy of Art in Riga, wo ich endlich mit viel Vergnügen studiert habe, habe ich für mich Farbpsychologie entdeckt. Dieses Thema hat mich so fasziniert, dass ich auch später an der Universität Daugavpils, wo ich Malerei unterrichtet habe, ein didaktisches Programm für Malerei mit psychologischen Aspekt, um die Kreativität zu trainieren erarbeitet habe: Wahrnehmungen und Farbe & Farbe als Medium. Dieses Programm ist einzigartig und die Studenten liebten es ihre eigenen individuellen Bilder zu malen und ihre Kreativität weiter entwickeln zu können. Ich habe viel in Lettland gearbeitet und gleichzeitig immer weiter studiert: Master- und Promotionstudium. Leider habe ich letzten Endes doch nicht promoviert, aber ich habe als Kunstpädagogin und Wissenschaftlerin viel gelernt und in meiner Lehre viel ausprobiert. Auf Konferenzen habe ich mit einer guten Resonanz einiges präsentiert. Nebenbei haben wir zusammen mit meinem Mann Michael Dimenstein ein Studenten-Puppen-Theater gegründet. Es war eine schwere, arme, aber sehr kreative und intensive Zeit in Lettland.
Im Jahr 1999 sind wir nach Deutschland immigriert und dann kamen ganz andere Probleme. Leider konnten mich meine persönliche und pädagogische Erfahrung, die gute Ausbildung, vor allem meine wissenschaftliche Seite nicht erfolgreich weiter bringen, aber ich habe angefangen sehr intensiv als Künstlerin zu arbeiten.
Vor zwölf Jahren war vor allem die abstrakte Kunst sehr angesagt.
Verhüllter Blick 80 x 100 cm, Öl auf Leinwand 2008
Ich malte bunte, figurative und emotionale, zurückhaltende Bilder. Es passte nicht, aber ich habe weiter gemalt. Ich denke mit Bildern, ich habe sie vor den Augen bis ich sie auf Leinwand oder Papier bringe. Sie stehen in einer Schlange: Bilder, Objekte, Installationen, Animationen usw..und warten ab. Ich schreibe sie einfach auf.
Mentoring4u: Welche Technik bevorzugen Sie?
Tatjana Mihailova: Viele mögliche Techniken wie Aquarell, Acryl, Öl, Pastell, Bleistift-, Kohle-, Tuschezeichnungen, Mischtechniken, Monotypie, Paper Print habe ich ausprobiert. Ich suchte die Möglichkeit die Farbfläche und Linie zu verbinden, aber in irgendwelcher besonderen Art und Weise. Bunte und schwarz-weiße in einem Bild.
LIEBE 50 x 70 cm, Kohle/Tusche auf Papier 2007
Einmal stand ich vor einem Grab am Friedhof und dachte: zwischen dem Geburtsdatum und dem Datum des Todes steht ein Bindestrich. Nur ein Bindestrich…und schließt in sich unser ganzes Leben mit dem Problemen, Träumen, Gefühle, Gedanken, Erwartungen, Illusionen, der Liebe, den Freundschaften, den Kindern, dem Beruf, Krankheiten, Telefonaten, Hobbys, Reisen usw. ein. Jemand war einzigartig, hat gelacht, geweint, gekocht, getanzt, geliebt, war traurig, einsam, hat Bäume gepflanzt, Freude geschenkt oder nicht…Dort habe ich entschieden, dass ich alles über Menschen und ihren bunten inneren Geschichten malen möchte. Das was wir hinter unserer Fassade verstecken.
Dann, im Jahr 2010, ist das Bild INSIDE OUTSIDE.ERINNERUNGEN entstanden, wo ich das, was ich so lange gesucht habe, umsetzen konnte. Es war mir klar, dass es mein Stil und mein Thema ist. Das was mich bewegt hat, mich interessiert und in mir vibriert hat. Seitdem steht der Mensch als Mittelpunkt meiner Malerei mit seinen Dramen, Wünschen, Emotionen, Wahrnehmungen, Gedanken, Erinnerungen, Erfahrungen, Verlusten, Aberglauben, Ängsten, Träumen, Fantasien und Vorstellungen.
Genauso wie im realen Leben, vermischen sich hier Wirklichkeit und Fantasie.
INNEN / AUSSEN Erinnerungen
Mentoring4u: Psychologie bewegt Sie, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass Sie noch mehr damit erreichen wollen?
Tatjana Mihailova: Ich will Kunst und Wissenschaft, Kunst und Psychologie miteinander verknüpfen. Die Psychologie bietet uns die Möglichkeit die unsichtbaren und rätselhaften Dinge sichtbar zu machen, zu sehen und zu verstehen. Die Kunst macht alles sichtbar und kann es visualisieren.
Ich stelle das Unsichtbare im Menschen dar und zeige das Abbild einer Dingwelt, die aber gleichzeitig Ausdruck einer inneren Welt der Menschen ist.
Die äußere Welt wie die Natur, Traditionen und die Kultur, Gesellschaft und die Umwelt geben immer Impulse und Anregungen und die Menschen reagieren auf sie. Die Gesellschaft möchtet coole und erfolgreiche, sexy, aber auch gleiche Menschen überall sehen und das versuchen wir nach Außen zu präsentieren, aber unseren innere Welt ist viel tiefer, bunter, komplizierter, rätselhafter und individueller. Wir sind immer auf der Suche nach der Balance und der Verbindung zwischen unserer Inneren Welt und der Äußeren.
Ich denke, dass alle Künstler die Instrumente oder das Medium der modernen Zeit sind. Sie visualisieren, dokumentieren, fantasieren und malen das Leben von innen oder von außen, jeder in seiner Art und Weise. Sie haben „eine Antenne“ für den Geist der heutigen Zeit, um alles was neu ist, abzurufen und im Bildern zu zeigen.
Der Zug gestrichen…Am Bahnhof 15 x 18 cm, Skizze, Bleistift auf Papier 1975
Mentoring4u: Sie beobachten Ihre Umwelt und haben eine solche Fülle von Werken geschaffen. Sind Sie glücklich?
Tatjana Mihailova: Ich denke viel über die Kunst nach und kann mir die Kunst als eine Treppe mit drei Stufen vorstellen. Auf der ersten Stufe experimentieren alle Künstler wie die Kinder, spielen mit Farben und Formen. Das wichtigste ist der kreative Prozess. Per Zufall entstandene Bilder haben keinen Inhalt, aber auf dieser Stufe ist es auch total unwichtig. Es macht Spaß!
Wenn sie genug gespielt haben, gehen einige Künstler weiter auf die zweite Stufe. Diese Stufe heißt „die Meister der Renaissance“. Diese Stufe kann man nicht ohne große Mühe, Geduld, Arbeit, Disziplin und Schweiß überwinden.
Nur wenige schaffen es zu der dritten Stufe, wo die Kreativität zusammen mit der Meisterschaft und eine neue originelle Idee wie eine neue Entdeckung ist.
Aber was für alle drei Stufen wichtig ist: Persönlichkeit und Identität.
Es ist alles nicht leicht und häufig unbezahlte Arbeit, aber die Künstler können nicht aufhören kreativ zu sein und krabbeln weiter nach oben.
Ich krabbele auch weiter. Ich unterrichte, male, organisiere Ausstellungen, schreibe zwei Bücher und lebe noch.
Mentoring4u: Vielen Dank für das Interview.
Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
Für aufstiegsorientierte Zahntechnikergesellen ist die Meisterprüfung der bewährte, traditionelle Weg zur Berufskarriere. Der Meisterbrief im Zahntechnikerhandwerk bietet Chancen wie den Aufstieg in eine Führungsposition.
Er ist das Gütesiegel für eine herausragende fachliche Qualifikation. Für den Schritt in die Selbstständigkeit bietet er ein stabiles Fundament. Handwerksmeister haben gelernt, einen Betrieb eigenverantwortlich mit Erfolg zu führen. Sie sind gleichwohl Experten und Vorbild: Sie leiten an, zeigen auf und entscheiden. Die Meisterprüfung für Zahntechniker hat aufgrund ihrer Komplexität im Handwerk den höchsten Anspruch. Den beschwerlichen Weg zum Meisterbrief ebnet idealerweise eine Meisterschule.
In Deutschland besteht darüber hinaus die Möglichkeit, über das Fortbildungsstudium den „Betriebswirt des Handwerks“ zu erfahren, was eine Unternehmerpersönlichkeit ausmacht. Hier erwerben Zahntechniker betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Managementfertigkeiten. Sie verfügen über beste Voraussetzungen, den erworbenen Wissensvorsprung in geschäftlichen Erfolg umzusetzen. Meisterliche Zahntechnik bei der academia dental Viele ausländische Zahntechniker beneiden ihre deutschen Kollegen um die vielfältigen Möglichkeiten, die das deutsche Ausbildungssystem beinhaltet. Die Gründung der academia dental durch die BEGO in Bremen, einem weltweit agierenden Unternehmen mit über 120-jähriger Tradition im Bereich der Fortbildung, entsprach ihrem Wunsch nach Qualifizierung auf höchstem Niveau. Zahntechnik „Made in Germany” und anspruchsvolle Aus- oder Weiterbildung in Deutschland verfügen weltweit über ein hohes Ansehen. Fehlende Sprachkenntnisse und Kostengründe standen einer Weiterbildung in Deutschland oftmals im Wege. Engagierte Zahntechniker aus aller Welt finden über die academia dental Zugang zu höchstem zahntechnischen Standard, neuen Technologien und Verfahren. Anspruchsvolle Zahntechnik innerhalb eines überschaubaren, aber dennoch effektiven Zeitraumes zu vermitteln, ist die Intention der academia dental. Hierbei orientiert sie sich an den hohen deutschen Ausbildungsstandards im Bereich der Meisterausbildung. Sie bietet qualifizierten Unterricht auf „Masterlevel“, ist jedoch kein Ersatz für die Ausbildung an einer Meisterschule.
Und dann noch Zahnmedizin studieren? Wie, das erfahren Sie hier: Studieren ohne Abitur – Viele Wege führen ans Ziel! Aufgepaßt PlanB!
Sie suchen Informationen zum Thema Zahntechnik? Folgen Sie diesem Link.
(Gastautor: Henning Wulfes (siehe Bild oben) / Bild und Bearbeitung: D. Balci / Quelle: www.academia-dental.de )
Ein Praktiker berichtet. Henning Wulfes, BEGO Trainingscenter, über internationale Chancen und Risiken – der Weg in die Selbstständigkeit. Dann ein Zahnmedizinstudium? Ohne Abi? Warum nicht, lesen Sie hier mehr. Zahntechnik ist Teamwork Interdisziplinäres Verständnis ist von Zahnärzten wie Zahntechnikern gleichermaßen gefordert. Mit dem Aufzeigen individueller zahntechnischer Lösungen unterstützt der Zahntechniker als ebenbürtiger und respektierter Partner den Behandler (Zahnarzt). Auf dem Weg zu erfolgreicher Diagnose und Therapie gilt es zunehmend äußerst komplexe Zusammenhänge zu erfassen. Dies gelingt, insbesondere bei hochwertigen und komplizierten Versorgungen, vortrefflich in der Teamarbeit. Zahnärzte erwarten von Zahntechnikern ein breit gefächertes Wissen und die Anwendung neuester Technologien. Beide Berufsgruppen verbindet ein gemeinsames Ziel: die optimale Patientenversorgung.
Zahntechnik hat Anspruch Engagierte Zahntechniker fühlen sich ihrer Berufsethik verpflichtet – sie arbeiten nicht nur teamorientiert und zielgerichtet, sondern auch detailgetreu und präzise. Funktion und Ästhetik stehen für sie im Vordergrund. Entsprechend hoch sind die Ansprüche, die sie an sich selbst und ihre Arbeit stellen. Schwierige Herausforderungen greifen sie bereitwillig auf. Dabei verfügen sie über ein hohes Maß an Durchhaltevermögen und sind motiviert wie leistungsbereit.
Zahntechnik hat Perspektive Gesunde Zähne sind ein wertvolles Gut – Zahn- und Mundgesundheit stehen für Lebensqualität. Zahnersatz dient primär der Wiederherstellung und dem Erhalt der Kaufunktion. Jedoch geht es um viel mehr als nur um rein körperlich funktionale Gesichtspunkte. Das Schließen von Zahnlücken und die damit verbundene wiederhergestellte Kaufunktion sind lediglich zwei von vielen wichtigen Aspekten. Ein positives Gesundheitsgefühl schafft Selbstvertrauen: Es findet seine Grundlage in einem ansprechenden Äußeren und in einer ungestörten Kommunikation.
Der Bedarf an zahnmedizinischer Versorgung ist steigend, die zunehmende Lebenserwartung trägt daran Anteil. Eine gute Mundgesundheit sollte für Patienten die gleiche Wertigkeit einnehmen wie beispielsweise eine gesunde Ernährung oder sportliche Aktivitäten zum Erhalt körperlicher Fitness. Im Fokus moderner Behandlungskonzepte steht der Zahnerhalt.
Zahntechnik im Umbruch – Die Zukunft ist digital! Beschleunigte Innovationszyklen prägen unsere Gegenwart. Der Paradigmenwechsel vom handwerklich geprägten Berufsbild in die digitale Welt ist in der Zahntechnik weitgehend vollzogen. Die Mehrzahl zahntechnischer Restaurationen lässt sich bereits digitalgestützt erzeugen oder entsteht auf Basis industriell gefertigter Komponenten. Mit ihren neuen Technologien und Werkstoffen wird die Zahntechnik immer anspruchsvoller und komplexer. Dabei finden Zahntechniker innerhalb interdisziplinärer Teams zunehmend Annerkennung – die Implantatprothetik ist das beste Beispiel hierfür. CAD/CAM versierte Zahntechniker agieren als Planungs- und Beratungspartner. Das Labor entwickelt sich zunehmend zum Dienstleister der Zahnarztpraxis.
Das Berufsbild des Zahntechnikers ist von diesem rasanten Umbruch betroffen, der „Gesundheitsmarkt“ ordnet sich neu. Viele Dentallabors investieren in innovative Technologien von höherer Effizienz, jedoch führt dies allein nicht zwangsläufig zu Wachstum. Für einen Laborinhaber ist es unverzichtbar sein Team einzubinden und zu fördern, sowie bereit zu sein, strategische Partnerschaften einzugehen. Interne und externe Kommunikation und Kontaktpflege stehen hierbei im Fokus. Zunehmende Digitalisierung ermöglicht dem Labor mehr Zeit in Kreatives, Organisatorisches und Marketing zu investieren – daraus ergeben sich Chancen, die es zu nutzen gilt. Derjenige, der sein Dentallabor frühzeitig in Richtung Wirtschaftlichkeit ausrichtet, arbeitet – ohne beim Qualitätsstandard Kompromisse eingehen zu müssen – rationeller. Er kann hieraus resultierende Preisvorteile weitergeben und damit seine Position gegenüber Mitbewerbern deutlich verbessern.
Aktuelle Stellenangebote z. B. bei der BEGO finden Sie hier.
Unternehmungsgründung im Zahntechnikerhandwerk Viele Zahntechniker streben nach Unabhängigkeit und hegen den Wunsch nach einem eigenen Labor. Sie möchten sich selbst verwirklichen und ihre persönlichen Vorstellungen nach ihrem Konzept umsetzen. Die Beweggründe hierfür sind vielschichtig: Einigen ist ihr Arbeitsplatz nicht sicher genug, oder sie sind mit dem vorhandenen Arbeitsklima unzufrieden. Andere sehen in der Selbstständigkeit eine Chance für ihre fachliche Weiterentwicklung. Natürlich erwarten sie von diesem Schritt auch einen verbesserten Sozialstatus durch finanziellen Erfolg.
Es ist unabdingbar, sich darüber bewusst zu werden, welche unternehmerischen Herausforderungen mit einer Laborgründung einhergehen und wie vielschichtig die Aufgaben sind, die in einem eigenen Labor anfallen. Hier stellt sich zwangsläufig die Frage: Sind neben fachlicher Kompetenz, als Grundvoraussetzung für qualitativ hochwertige zahntechnische Leistungen, auch die nötigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse vorhanden?
Laborgründer sind Teamplayer – einem Dirigenten vergleichbar erkennen sie die Stärken eines jeden Einzelnen und wissen diese zu nutzen. Jede neue Aufgabe und jedes neue Projekt erfordert Pioniergeist, vorhandene Fähigkeiten und Ressourcen sind zu kombinieren und das Team zu begeistern. Hierbei gibt es keine Routine, selbst bei gutem Konzept und perfekter Umsetzung lässt sich vieles einfach nicht vorhersehen.
Der Weg in die Selbstständigkeit bedingt ein hohes Maß an Belastbarkeit und eine gute Konstitution. Gerade in der Anfangsphase wird eine überdurchschnittliche Bereitschaft zu langen Arbeitstagen und wenig Freizeit gefordert sein. Seitens der Zahnärzte und Patienten besteht eine enorme Erwartungshaltung, der es standzuhalten gilt. Bei gleichzeitig hohem Qualitätsanspruch stellen sie beachtliche ästhetische Anforderungen für Leistungen, deren Preise maßgeblich vom Markt diktiert werden.
Und dann Zahnmedizin studieren?
Wie, das erfahren Sie hier: Studieren ohne Abitur – Viele Wege führen ans Ziel! Aufgepaßt PlanB!
Berufsausbildung in Deutschland – Ausbildung und duales Studium nach G8
Ausbildung und duales Studium nach G8. Die Absolventenzahlen der nächsten Jahrgänge kumulieren sich in einigen Bundesländern so stark, dass es zu Engpäsen in einigen Studienfächern kommen wird. Da ist gute Information besonders wichtig, welche Studiengänge es gibt.
Information ist alles Haut rein! Geht an die Hochschulen, sprecht mit Leuten, die schon das Studienfach belegt haben, auch ein Ranking im Netz hilft zur Einschätzung der Chancen. Und gut ist auch neugeschaffene Studiengänge und ungewöhnliche näher unter die Lupe zu nehmen. Vieles ist heute möglich in Kooperation mit Unternehmen. So gelingt Euch der Einstieg in die Praxis besonders leicht, da betriebliche Abläufe mit in den Studienablauf eingebunden werden. Im vorliegenden Mentoring4u TV-Ratgeber stellen wir Euch zunächst drei weltweit operierende Unternehmen vor.
Gerne vermitteln wir Ihnen Ansprechpartner in der Branche. Sprechen Sie uns an: redaktion@mentoring4u.de
Aktuelle Stellenangebote z. B. bei der BEGO finden Sie hier.
Zahntechniker/in Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:
Monika Schulz-Strelow ist Geschäftsführerin der b. international group. Das Unternehmen berät gemeinsam mit Netzwerkpartnern Investoren aus dem In- und Ausland und begleitet deutsche Unternehmen in Auslandsmärkte.
Zu ihren Kunden gehören internationale Wirtschaftsförderungsgesellschaften. Darüber hinaus ist sie als Gutachterin für die EU-Kommission tätig und verfügt über umfangreiche Expertise in European Public Affairs und Funding. Ehrenamtlich engagiert sich Frau Schulz-Strelow u. a seit 2005 in der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte und ist Gründungsmitglied und Präsidentin des 2006 gegründeten Vereins FidAR – Frauen in die Aufsichtsräte e.V. Mit FidAR setzt sie sich für die signifikante Erhöhung des Frauenanteils in deutschen Aufsichtsräten ein.
Dieser Link führt Sie zum Beitrag: „Nur eine gesetzliche Frauenquote kann die Männerwirtschaft kurzfristig und wirksam aufbrechen“
Frauen sind in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft auch heute noch eklatant unterrepräsentiert. Die 10 Jahre alte, freiwillige Vereinbarung der Bundesregierung mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft, für mehr Chancengleichheit in der Privatwirtschaft zu sorgen, hat fast nichts bewegt.
WoB-Index
Die verkrusteten, männlich dominierten Strukturen können über eine gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte am wirksamsten aufgebrochen und verändert werden. Die Diskussion darüber ist in den Medien, der Politik und der Wirtschaft angekommen. Der Druck für mehr Gleichberechtigung wächst von allen Seiten. Zwar zeigen die jüngsten Erklärungen aus der Wirtschaft viel guten Willen. Es fehlt aber von den meisten Unternehmen nach wie vor ein deutliches Signal, wie und wann mehr Frauen in Aufsichtsräte und Vorstände einziehen werden.
Der Women-on-Board-Index von FidAR (www.fidar.de/wob-index) macht transparent, wie wenige Frauen in den Spitzengremien der Wirtschaft vertreten sind. Seit Jahresbeginn 2011 ist der Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten der 160 DAX-, MDAX-, SDAX- und TecDAX-Unternehmen lediglich um knapp über 2 Prozentpunkte auf 12,25 Prozent, in den Vorständen lediglich um 0,6 Prozentpunkte auf 3,61 Prozent gestiegen. Kumuliert liegt der Frauenanteil bei nur 7,93 Prozent (Zum Jahresbeginn 2011 waren es 6,49 Prozent).
Wenn die deutsche Wirtschaft vermeiden will, über eine Gleichstellungsrichtlinie der EU-Kommission zum Handeln gezwungen zu werden, bleibt ihr nur noch wenig Zeit. Denn beim jetzigen Veränderungstempo wird eine europaweite Quotenregelung kaum abzuwenden sein.
Die Ausgestaltung der Vorschläge der Bundesregierung für eine Flexiquote, die noch in diesem Jahr als Gesetz eingebracht werden sollen, wird von allen mit Spannung erwartet.
Die bereits von über 10.000 Frauen und Männern unterzeichnete Berliner Erklärung (www.berlinererklaerung.de) mit der Forderung einer gesetzlichen Mindestquote von 30 Prozent, zeigt, dass auch der überparteiliche Konsens in dieser Frage ständig wächst und die von dem zuständigen Bundesministerium vorgeschlagene Flexiquote nicht die notwendige Veränderung in der Zusammensetzung der Aufsichtsräte der börsennotierten und öffentlichen Unternehmen bringen wird.
Berliner Erklärung
Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
2012 beginnen wir mit Erfahrungsberichten, wechseln allerdings die Sprache. Wir stellen Ihnen heute Sonja ter Heijden vor. Eine ganz außergewöhnliche Karriere.
Das Redaktionsteam von Mentoring4u wünscht Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.
Mentoring4u: Wie kam es dazu, dass Sie sich für einen ganz neuen Lebensweg entschieden?
Sonja ter Heijden: I am going to tell you about my career as a painter,which was a long hard road. First I have to tell you a little about my first career which was to raise my children. When I was young I thought life was fun and easy, but life isn´t easy at all. When I had 3 children and the youngest was nearly 6 years, I divorced. Two years later I was surprised to be pregnant again and I wasn´t in a steady relation. I was single when my fourth one was born and living from welfare. It was not easy for my children, we did not have always potato chips and Coca Cola but we had a lot of love. Now my children are grown up and they have good jobs, my youngest is 16 years now and still at school and living with me.
Mentoring4u: Sie sind Mutter von vier prachtvollen Kindern. Das war doch nicht einfach für Sie. Wie schaffen Sie das alles?
Sonja ter Heijden: About 7 years ago, my second child left the house for living on his own. That moment I realized there would be a day they all would be gone and my house should be empty. I wasn’t happy with that conclusion….I taught many life lessons to my children, one of that was: if you want something, if you desire something, when it is in your heart and mind, you have to go for it, you have to do everything to reach your goal.
Then I was wondered; What if I reached my goal…..raising my children till they were adults. Where, what and who was Sonja? At that moment I became tired of being only a mother. I did not work, because of my health, it wasn’t possible to have a fulltime job and I was still living from welfare. Because of that I was used to read the advertisement flyers every week to seek for cheap shoppings. Somewhere in November of 2005 I saw „paint and brushes“ in a flyer and I was thinking, should it be possible for me to paint?
Mentoring4u: Paint and brushes?
Sonja ter Heijden: When there was no euro in Europe, the Dutch had guldens. My father once gave me 100 guldens to spent for myself. I was not allowed to spent it on my children, he told me to save it for the moment I really wanted to spent it for something special. So I put it in a vase for years, the Euro came and I made from 100 guldens 50 Euro.The paint in the flyer was cheap and I was thinking, if I wanted to sell my paintings I should buy good paint and good brushes. Not the most expensive paint but good paint, cause first of all I had to find out IF I could paint.When I was a child I liked to draw. At the school of my children I was creative with a lot of things. So a little plan came into my mind and I bought acryl paint, Canvas and cheap brushes. That’s the moment my painting career started.
Mentoring4u: Womit haben Sie angefangen?
Sonja ter Heijden: I started with big flowers and simple still lifes, it was nice to see but not special. If I wanted to be an exceptional painter I had to make more beautiful paintings and the acryl paint did not work in combination with my mind and hand. I asked for help from painters on the internet. I sent many emails, just one answered back to me. A painter does not tell secrets about his paintings I suppose…. So after one year of painting with acrylic paint, I decided to buy oil paint. The Masters of the 17th century painted with oil paint and I love their paintings.
When I begun with oilpaint I had to know what I wanted, I had to have a style figure in my paintings, so it would be recognizable for the viewers. If you see a Picasso, you know it is a Picasso so I had to find out what I loved. I was born in Delft, a city well known for its Delft Blue Pottery and as a child I liked that at my grandmothers house. My other interest that time was the oriental life of the Middle East, I decided to paint Delft Blue Pottery with harem woman ; ) Strange combination, but nice to see and because of that combination it could be the eyecatcher I was hoping for. After a few paintings and the comment of my family and friends I understand that it was not a good combination. Also it did not gave me the satisfaction I wanted, so I begun with a portrait of my grandchild.
Mentoring4u: Spielt Internet für Sie eine Rolle?
Sonja ter Heijden: Using the internet I found out, some painters used Masonite to paint on.The structure of the canvas was holding me to make more detailed work. I went to several shops but could not find it and I forgot it. At the beginning of 2007 I met a painter in Delft who used Masonite and I saw his paintings, he explained me the positive features of the material and I started to paint on Masonite when I found a shop who could ordered it for me.
Mentoring4u: Wann begannen Sie sich an Wettbewerben zu beteiligen?
Sonja ter Heijden: In 2007 I won the second prize in a contest from 100 Artists, organized by a garage. I had a little exhibition but did not sell anything ; ) Because I did not know how everything works in the art scene ( I am still learning) and I did not know anything about art and artists, I knew I had to paint more beautiful. I decided to paint just stilllifes with Delft Blue Pottery and because I love nature I had to make designs that way. I did not want to make copies of the old Masters of the 17th century I had to find a way to make my own originals. When I was 15 years old I liked the paintings of Carl Willink and the painter in Delft, Johan Hermsen made beautiful magical paintings, so my idea was to make a combination for myself; Magic, nature, Delft Blue Pottery with a wink to the old Masters..Then I discovered the world wide meaning of The Delft Blue pottery. From the far East ;China came at the beginning of the 17th century the Porcelain to delft, to the West. So for me, in the Delft Blue Pottery the East and West, the blue color of Heaven and the clay of the earth become integrated through craftmanship.I wanted to make an icon of the Delft Blue Pottery. When I was painting the Blue Mask, a painting you can see on my website, I accidentally found the meaning of my paintings I call it : The Blue Secret.
I begun with very little paintings, just a vase, a flower or some fruit. The use of pure red sable brushes in combination with the Masonite was great. My paintings became bigger, my ideas were sometimes overwhelming for myself. I did not know what happened in my mind but I enjoyed it. Even all the times when the paint did not do what I wanted, even when I was crying in front of my easel and thinking it was not possible for me to learn it, I was enjoying painting. Day after day I learned more about making a painting, how much paint I had to do on my brush, the thickness in combination with linseed oil, to draw a design. It is hard working to make a beautiful oilpainting. It was such a fight but also a victory when I was thinking the painting was finished.
Mentoring4u: Sie sind eine Kämpfernatur. Wie ging es weiter?
Sonja ter Heijden: In the summer of 2010 I was making a design on a big panel, it was a very emotional design I gave it the title „I never promised you a rose garden“ For 3 weeks I was all day drawing, also at that summer evening. It was half past ten and the darkness came, I had to stop with drawing. I put my pencil down and walked two steps backwards to see what my drawing looked liked….. I looked and suddenly tears ran down my cheeks. I could not understand how it was possible for me to drawn what was in my mind, by my arm,hand and pencil came on the panel. I was overwhelmed by emotions cause now I understood; if I could paint this like it was in my mind : I was somebody, I could do something. I was not only a mother, I was really an artist. It was my biggest panel so far and for me like a rebirth and I knew, painting this panel was my door to the future.
Mentoring4u: Wie haben Sie Partner für eine Ausstellung gefunden?
Sonja ter Heijden: In February 2011 I sent an email to the Museum The Prinsenhof in Delft with the question if it was possible to have an exhibition. A miracle happened, for 2 months I had an exhibition in the Museum, all the media were interested and even National television. I have to go on and have to learn so many things about being a painter and selling my paintings. After all the heavy years of taking care for my four children, the struggle to live with little money and all the problemes I had to solve by my own, I found my destiny. I had to prove myself that I excist. I am so happy I can paint, painting is my breath, my life, I enjoy, I live! I think I will never reach my border, the most beautiful paintings aren’t paint yet!
Sonja ter Heijden, vielen Dank für Ihren interessanten und vielseitigen Erfahrungsbericht. Toll, dass Sie durchgehalten haben. Es war ganz bestimmt nicht einfach. Unser Tipp: Dran bleiben und nicht aufgeben. Dieser Bericht hat uns wieder gezeigt, wie wichtig es ist, nicht auf zu geben. Lassen Sie sich nicht unterkriegen!
Die Redaktion von Mentoring4u beglückwünscht Sonja ter Heijden zu dieser außergewöhnlichen Karriere und wünscht Ihr weiterhin viel Erfolg.