Für ein Mal Musicaldarstellerin sein…

Von Kindesbeinen an berührte Musik mein Herz und meine Seele
Schon als kleines Mädchen durfte ich beinahe täglich mit meinen Eltern singen. In der Primarschule trat ich begeistert dem Kinderchor bei und durfte so meinen Teil dazu beitragen, die Menschen mit „meinen“ Liedern zu erfreuen. Sei dies in der Kirche mit einem klassischen Repertoire, an grossen Festen gar zusammen mit weiteren Chören oder an diversen Anlässen mit dem heute wieder aufkommenden vielseitigen Schweizer Liedgut. In der Oberstufe nahm ich engagiert an den Proben des Schülerchors teil und etwas später wurde als „An-schlusslösung“ der gemischte Chor „Les copains“ gegründet. Diesem Chor blieb ich dank beflügeln-dem Liederprogramm und vielen musikalischen und anderen Highlights (z. Bsp. CD-Aufnahme im Studio) fast 20 Jahre treu, bevor ich 2006 dem kleinen aber feinen Frauenchor „Fallmasch Mélange“ beitrat, der ein herrlich spritziges Repertoire für Geburtstage, Firmen- und andere Anlässe bereit hält.
Die Kinder werden erwachsen..
nachdem meine Kinder etwas grösser waren, entschied ich mich, meinem musikalischen Hobby noch intensiver zu frönen und bei der Musikschule Feusisberg-Schindellegi Gesangsstunden zu nehmen. Eine spannende Zeit begann! Mit Freude und dank Leilas herausfordernden Übungen und ihren wertvollen Tipps lernte und lerne ich Vieles dazu. Da wir beide ausgesprochene Musicalfans sind, kamen wir im Gespräch bald einmal auf die Idee, hier im Dorf ein solches Projekt zu realisieren. Es dauerte viele Monate, bis der Entscheid fiel, die Vision in die Tat umzusetzen. Bis dahin brauchte es viele Vorabklärungen, die definitive Zusage sowie – noch wichtiger – die finanzielle und tatkräftige Unterstützung seitens der Musikschule Feusisberg-Schindellegi unter der Leitung von Thomas Dietziker.
Ein Musicalprojekt?
Als die Einladung zum Mitwirken verteilt wurde, kam ich erst einmal ins Wanken. Bei aller Neugier und Lust, musikalisch und schauspielerisch einen Schritt nach vorne zu machen, kamen auch die Bedenken: Kann ich es neben Familie und Beruf schaffen, über fast ein Jahr hinweg intensiv zu proben? Werde ich Zuhause die nötige Rückendeckung haben? Die Freiheit, mich dem Musicalprojekt mit Haut und Haaren hin zu geben? Denn wenn ich etwas anpacke, dann doch richtig… Ja, ich wollte es wagen!

Ein Workshop?
Ab Oktober 2011 probten wir 25 Workshopteilnehmer mehr oder weniger fleissig – Leila könnte ein Liedchen davon singen – an den mitreissenden Chorliedern aus dem zwar noch wenig bekannten aber äusserst packenden Musical „Jekyll & Hyde“. Und nicht nur das: Die Backvocals zu den berührenden Arien und Duetten unserer Solisten wollten geübt, herausfordernde Choreographien einstudiert und mit der Musik in Einklang gebracht, Kostüme an- sowie Theaterschminke und Frisuren ausprobiert werden. Das Einfühlen in unsere Rollen und die schauspielerische Umsetzung gelangen nicht jeden Tag gleich gut. Herbe Rückschritte gehörten dazu. Hmmmm… Doch alle nur Anfänger? Kopf hoch, positiv denken… und v.a. „üben üben üben“ hiess da die Devise!

Im Hintergrund brauchte es MitdenkerInnen und viele emsige Bienen
Da kam die aufwändige Suche nach Sponsoren und Gönnern hinzu, das Schreiben für die Zeitung sowie für Familie und Freunde, das professionelle Fotoshooting mit Monica Pierangeli, das Erstellen eines Videoclips für „you tube“, die Gestaltung von Flyern und Programmheft, die Planung des kulinarischen Teils inkl. Personalsuche und vieles mehr.
Ein riesengrosses Projekt mit vielen Facetten!
Ich schätze mich glücklich, ein Teil davon zu sein und bin sicher, „Jekyll & Hyde“ werden mir fehlen! Ein grosses Dankeschön geht an meine grosszügige Familie, an unsere wunderbare Gesamtleiterin Leila, an unsere unermüdliche Organisatorin und Mitsängerin Sandra, an Thomas, an unseren Pianisten Roger und natürlich an alle Mitglieder des Ensembles, die mich in den letzten Monaten auf ihre wunderbare Art begleitet, inspiriert und unterstützt haben! Schön, gibt’s Euch! Michèle Birchler-Stratmann
Weitere Artikel von Michèle Birchler-Stratmann finden Sie in unserer Zeitung Mentoring4u Ausgabe 3 Seite 12: hier.
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(Autorin: Michèle Birchler-Stratmann / Bilder: Monica Pierangeli)
