Orgel- und Harmoniumbauer/in ohne Musikverständnis wenig Chancen

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gepostet am : 09-11-2011 | von : A_Damayanti | Kategorie : Ausbildung, Job, Plan B
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Orgel- und Harmoniumbauer/innen entwerfen Orgeln und Harmonien, stellen sie her und montieren sie vor Ort. Außerdem halten sie die Instrumente instand und bauen sie um.
Orgel- und Harmoniumbauer/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufs-bildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Diese bundesweit geregelte3 1/2-jährige duale Ausbildung mit Fachrichtungen findet im Ausbildungsbetriebund in der Berufsschule statt. Sie erfolgt in einer der folgenden Fachrichtungen:

•Orgelbau
•Pfeifenbau

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:
1. Ausbildungsjahr: € 300
2. Ausbildungsjahr: € 400
3. Ausbildungsjahr: € 430
4. Ausbildungsjahr: € 450

• Orgel- und Harmoniumbauer/in– Fachrichtung Orgelbau

In der Fachrichtung Orgelbau bauen Orgel- und Harmoniumbauer/innen Orgelgehäuse, Spieltische mit allen Klaviaturen und Registerknöpfen und die Windladen, also dieHolzkästen, in denen durch Ventile die Zufuhr der Druckluft zu den Orgelpfeifen gesteu-ert wird. Sie fertigen auch die Traktur an. Diese Vorrichtung leitet den Tastendruckvon Manual oder Pedal weiter. Damit sich der Klang optimal entfalten kann, berück-sichtigen sie schon bei der Planung die akustischen, architektonischen und klimatischenBedingungen des jeweiligen Raumes, in dem die Orgel später stehen soll. Schließlich montieren sie die Orgel vor Ort und stimmen sie. Orgel- und Harmoniumbauer/innenhalten auch ältere Instrumente bespielbar und restaurieren Orgeln und Harmoniennach historischen Vorgaben. Ihre Kunden bedienen und beraten sie im Laden oder inder Werkstatt.

Orgel- und Harmoniumbauer/innen der Fachrichtung Orgelbau arbeiten in erster Linie bei handwerklichen und industriellen Orgel- und Harmoniumherstellern. Darüber hinaus können sie auch in Restaurierungsabteilungen von Museen für historische Musikinstrumente tätig sein.

• Orgel- und Harmoniumbauer/in
– Fachrichtung Pfeifenbau

In der Fachrichtung Pfeifenbau stellen Orgel- und Harmoniumbauer/innen je nach Aufgabenschwerpunkt labiale Metall- und Holzpfeifen (Tonerzeugung durch schwingende Luft) oder linguale Pfeifen (Tonerzeugung durch schwingende Metallzungen) her. Die Register von Harmonien setzen sich ausschließlich aus lingualen Pfeifen, den sogenannten Harmoniumzungen, zusammen. Für den Bau der Pfeifen verwenden Orgel- und Harmoniumbauer/innen je nach vorgesehener Klangausrichtung Holzarten wie Eiche, Nadel- oder Obsthölzer oder verschiedene Metalllegierungen, meist Zinn-Blei-Legierungen. Um beispielsweise labiale Metallpfeifen anzufertigen, gießen sie Platten, stellen Pfeifenfüße und Pfeifenkörper her und setzen die einzelnen Teile zusammen.

Orgel und Harmoniumbauer/innen der Fachrichtung Pfeifenbau stimmen ggf. auch Labialregister, Zungenregister bzw. Harmoniumzungen. Auch restaurieren sie alte Orgeln oder Harmonien nach historischen Vorgaben, pflegen sie und halten sie bespielbar.

Orgel- und Harmoniumbauer/innen der Fachrichtung Pfeifenbau arbeiten in erster Linie in handwerklichen und industriellen Orgel- oder Harmoniumbaubetrieben. Darüberhinaus können sie auch in Restaurierungsabteilungen von Museen für historische Musikinstrumente tätig sein.

(Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika
Interesse an Musik, Spaß am Kundenkontakt und gute Konzentrationsfähigkeit werden in diesem Beruf verlangt. Lernen Sie den Beruf Orgel- und Harmonieumbauer/in näher kennen.Ein Praktikum zu absolvieren, macht Sinn! Durch das Praktikum werden Sie den Einblick in den Berufsalltag eines/-r Orgel- und Harmonieumbauer/in erhalten.

In den Fachrichtungen  Orgelbau und Pfeifenbau  können Sie beispielsweise Ihre praktischen Erfahrungen bei handwerklichen und industriellen Orgel- und Harmoniumherstellern, Fachmärkten, Kirchengemeinden oder Restaurierungsabteilungen von Museen für historische Musikinstrumente sammeln.

Falls Sie bei der Suche eines konkreten Ansprechpartners nicht fündig werden, wenden Sie sich doch an folgende Verbände:
- Hessischer Musikverband e.V.
- Gesammtverband Deutscher Musikgeschäfte
- Deutscher Musikverläger-Verband e.V.
- Bundesverband Musikindustrie

Weitere Möglichkeiten sich über diesen Beruf zu erkundigen, wären beispielsweise bei der kommenden Musikmesse Frankfurt oder bei dem Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig.

Ähnliche Berufe hier auf Mentoring4u:
Klavier- und Cemballobauer/-in , Bogenmacher/-in
, oder Sie schreiben Kritiken über Veranstaltungen an Ihrem Heimatort. Hier ein Beispiel.

Die perfekte Bewerbungsmappe
Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

Tipps für die Bewerbung
Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung und PlanB
Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Sie müssen nur wissen, wo Sie wirklich hin wollen. Halten sie Ohren und Augen offen. Gibt es in Ihrer Umgebung vielleicht Musiker, die keiner kennt? Planen Sie mit diesen doch mal einen Auftritt. Und schon sind Sie mitten drin und nicht außen vor. Beziehen Sie Ihren Arbeitgeber mit ein. Entwickeln Sie neue Strategien, vielleicht sogar für Musiker aus Ihrem Bekanntenkreis. Festivals zu besuchen muss ein Hobby von Ihnen sein. In jeder Stadt gibt es Event- und Marketingagenturen, die ständig auf der Suche nach quirligen Mitarbeitern sind. Denn nur wenn Sie über den Zaun schauen, werden Sie langfristig auch Karriere in Ihrem Metier machen. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich einen Betrieb in einer anderen Stadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten. Denken Sie doch auch einmal darüber nach, ob ein Studium für Sie interessant ist. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel “Studieren ohne Abi“ .

Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten. Am Anfang Ihrer Karriere sollten Sie ruhig in mehreren Unternehmen gearbeitet haben. Aber nicht nur für 3-4 Monate sondern 1-2 Jahre sollten es schon sein. Auf jeden Fall arbeitet jedes Unternehmen auf seine Art, da ist es nicht verwunderlich, wenn Sie auch andere Techniken kennen lernen. Aktiv bewegen, müssen Sie sich allerdings selbst. Denken Sie immer daran, wenn Sie mit einem möglichen Arbeitgeber sprechen, müssen Sie interessant für ihn sein. Und Sie verkaufen an ihn Ihre Arbeitskraft und die muss hohen Ansprüchen gerecht werden. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

(Autoren: M. Weiss & Ayu Damayanti ( Praktikantin) |  Bild & Thumb: A. Damayanti  |  Quellen: http: www.hessischer-musikverband.de, www.gdm-online.com, www.mfm.uni-leipzig.de,www.musikindustrie.de, mfm.uni-leipzig.de,www.lmr-rp.deLexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV )


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