Ob Ballerinas, Pumps, Budapester oder Boots – sie stellen die unterschiedlichsten Schuhe her. Hierfür nehmen Schuhmacher/innen die Maße vom Fuß des jeweiligen Kunden. Diese Maße übertragen sie auf ein hölzernes Fußmodell (Leisten) und richtendieses auf die passende Form und Größe zu. Anhand der Leisten zeichnen sie ein Schnittmuster, mit dem sie nun die einzelnen Schuhbestandteile aus dem gewählten Material schneiden. Sie steppen das Schuhoberteil (Schaft) mit dem Innenfutter zusammen und verbinden es mit dem Bodenteil. Auch Sohlen und Absätze bringen sie an. Die fertigen Schuhe behandeln sie mit Wachs und Politur. Schuhmacher/innen reparieren außerdem defektes Schuhwerk, z.B. tauschen sie Sohlen oder Absätze aus. Sie arbeiten aber auch Schuhe um und fertigen Fußbettungen und Fußstützen an.
Hauptsächlich arbeiten Schuhmacher/innen in Betrieben des Schuhmacherhandwerks oder in handwerklichen Lederwerkstätten.
Darüber hinaus gibt es auch Beschäftigungsmöglichkeiten bei Schuh-Schnellreparaturdiensten. Mitunter arbeiten sie in den Werkstätten von Orthopädie- und Sanitätsfachgeschäften. Auch große Theater und Opernhäuser sowie Film- und Fernsehanstalten verfügen teilweise über eigene Schuhwerkstätten, in denen sie tätig werden können.
Schuhmacher/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO). Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird im Handwerk angeboten.
Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:
1. Ausbildungsjahr: € 280 bis € 390
2. Ausbildungsjahr: € 310 bis € 460
3. Ausbildungsjahr: € 345 bis € 535
(Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)
Ähnliche Berufe hier auf Mentoring4u:
Spielzeughersteller/in
Glasmacher/in
Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika
Bevor Sie diesen Beruf erlernen, sollten Sie sich zuerst sicher sein, dass die Tätigkeiten des Arbeitsgebiets Ihren Interessen entsprechen. Versuchen Sie sich in Betrieben des Schuhmacherhandwerks oder in handwerklichen Lederwerkstätten nach einer freien Stelle für ein Praktikum zu erkundigen. Durch ein Praktikum können Sie in den Beruf hineinschnuppern. Im Nachhinein können Sie feststellen, ob der Beruf Ihren eigenen Vorstellungen entspricht. Ein weiteres Ziel ein Praktikum zu machen, besteht darin, dass Sie selbst einschätzen können, ob Ihre Fähigkeiten, Kenntnisse und Eigenschaften für diesen Beruf geeignet sind.
Sie haben die Möglichkeit beispielsweise bei den folgenden Verbänden nach dem richtigen Ansprechpartner zu fragen:
Bundesverband der Schuhindustrie
Zentralverband des Deutschen Schuchmacher
Bundesverband der Schuhindustrie e.V.
Besuchen Sie auch mal ein Museum; eine gute Möglichkeit diesen Beruf näher kennenzulernen.
Deutsches Ledermuseum, Deutsches Schuhmuseum Hauenstein, Schuhmuseum Weißenfels
Die perfekte Bewerbungsmappe
Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!
Tipps für die Bewerbung
Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!
Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online
Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung und PlanB
Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!
Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Sie müssen nur wissen, wo Sie wirklich hin wollen. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich einen Betrieb in einer anderen Stadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten. Denken Sie doch auch einmal darüber nach, ob ein Studium für Sie interessant ist. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel “Studieren ohne Abi“ .
Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in in Großstädten mit kapitalkräftigen Kunden wie z. B. Frankfurt/M., Hamburg, München oder Düsseldorf. Um Produkte langfristig zu verkaufen müssen Unternehmen Messen und Verkaufsveranstaltungen gestalten. Sie sind ein ganz wichtiger Verkaufsfaktor für Ihren Arbeitgeber. Sie kennen sich in der Bearbeitung und Herstellung von Lederprodukten aus. Können so also hervorragend die Kunden beraten. Denken Sie immer daran, wenn Sie mit einem möglichen Arbeitgeber sprechen, müssen Sie interessant für ihn sein. Und Sie verkaufen an ihn Ihre Arbeitskraft und die muss hohen Ansprüchen gerecht werden. Über den Gartenzaun in die Ferne blicken ist die Devise. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.
Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.
Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!
Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.
(Autoren: M. Weiss & Ayu Damayanti ( Praktikantin) | Bild & Thumb: A. Damayanti | Quellen: www.hds-schuh.de, www.schuhmacherhandwerk.de, www.hds-schuh.de , www.ledermuseum.de, www.museum-hauenstein.de, www.museum-weissenfels.de,Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeitund Mentoring4u TV )




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