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Schlagwort: Schule

  • Teil 2. Ist Legasthenie ein Märchen? Diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainer – helfen Kindern

    …Es entsteht noch mehr Druck und Frustration. Der Teufelskreis hat längst angefangen. Allmählich entwickelt das Kind Verhaltensauffälligkeiten, wird unruhig und unkonzentriert. Irgendwann ist das eigentliche Problem nebensächlich geworden, und das Kind wird zum Problem.

    Deswegen ist es wichtig, dass Eltern, aber auch Schulen die Anzeichen von Legasthenie und Dyskalkulie erkennen und dementsprechend handeln. Muss das Kind zum Psychologen? Muss das Kind zum Psychiater? Soll es gar Tabletten schlucken? Nein, das Kind braucht lediglich eine andere Methode, um die Kulturtechniken zu lernen.

    An dieser Stelle helfen die diplomierten Legasthenie- und Dyskalkulietrainer und –trainerinnen des EÖDL, so wie ich. Ich arbeite nach der Definition von Dr. Kopp-Duller und der von ihr entwickelten AFS-Methode. Was bedeutet das?

    Wenn Eltern mich anrufen, sind sie meistens schon recht verzweifelt und haben bereits eine Odyssee durch mehrere Praxen hinter sich, leider erfolglos. Oft ist es so, dass den Eltern nahegelegt wird, Ritalin sei noch die einzige Rettung. Auch wenn viele Eltern leider diesem Druck nachgeben, gibt es auch noch viele, die das nicht wollen.

    Ich mache zunächst ein Anamnesegespräch mit den Eltern und dem Kind. Es geht dabei darum, festzustellen, ob keine körperlichen Gründe für die Schulschwierigkeiten vorliegen und welche Maßnahmen schon getroffen wurden. Auch gibt es einen Fragebogen zu typischen Merkmalen legasthener Kinder im Vorschul- und im Schulalter. Wenn in diesem Bogen mehrmals „Ja“ angekreuzt wird, mache ich den AFS-Test mit dem Kind. Damit kann ich feststellen, wie aufmerksam das Kind ist, welche Sinneswahrnehmungen anders ausgeprägt sind und welche Art von Fehlern das Kind macht. Eigens dafür habe ich eine Fehleranalysetabelle – darin sind die verschiedenen, typischen Fehler aufgelistet: Buchstaben auslassen, Buchstaben verdrehen, Buchstaben vertauschen, usw. Für diese Analyse benutze ich verschiedene Proben, die das Kind über längere Zeit geschrieben hat. Ich mache keinen LRS-Test, da dieser nur eine Momentaufnahme und zu wenig aussagekräftig ist. Bei einem legasthenen Kind kann es durchaus sein, dass es gerade einen guten Tag hat und glänzend abschneidet beim Test. Das ist wohl der Grund, warum viele Schulpsychologen keinen Handlungsbedarf sehen, da das Ergebnis im Rahmen ist.

    Nach der Testung analysiere ich das Ergebnis und stelle einen Trainingsplan zusammen. Denn jetzt ist es wichtig, das Kind richtig zu fördern. Das mache ich
    nach der AFS-Methode: AFS steht für Aufmerksamkeit, Funktion und Symptom.

    Aufmerksamkeit bedeutet, dass das Kind lernen soll, beim Lesen, Schreiben, Rechnen mit den Gedanken dabei zu sein…

    Der dritte Teil folgt am 18. Dezember 2011

    Über diesen Link kommen Sie zu Teil 1, Teil 3 und letzter Teil.

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

    (Gastautor: Stephany Koujou  /  Bilder & Thumb & Gestaltung: M. Weiss   /  Quellen und weiterführende Links:
    Blog der Autorin: www.abcund123.de , Fernstudium des EÖDL: www.legastheniefernstudium.com/ , Dachverband Legasthenie Deutschland: www.dvld.de/index.php , Legasthenie: de.wikipedia.org/wiki/Legasthenie Legasthenie – Dyskalkulie? (Dr. Astrid Kopp-Duller und Mag. Livia Pailer-Duller, KLL-Verlag, 2008) www.legasthenie.com , Blog von Dr. Astrid Kopp-Duller: blog.legasthenie-lrs-dyskalkulie.com/Sinneswahrnehmungen: abcund123.blogspot.com , AFS-Test:abcund123.blogspot.com und www.dyslexiatest.com ; 30 Fragen:www.30fragen.com/ . Das Legasthenie-Märchen: www.iplnicolay.com KMBek 16.11.99 , Text der KMBek (geändert am 11.8.00): www.schulberatung.bayern.de , Liegende Acht: www.lernen-heute.de, Siebeneinhalb funktionale Analphabeten: www.zeit.de )

  • Ist Legasthenie ein Märchen? Diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainer – helfen Menschen – Teil 1

    Legasthenie ist ein Märchen; Legasthenie ist ein schwieriges Wort für Faulheit; Legasthenie ist eine Erfindung reicher Eltern als Erklärung für ihr dummes Kind; Legasthenie ist eine schwere psychische Störung, Legasthenie ist „eine nur schwer therapierbare Krankheit„. Bei diesen Ansichten, ist es kein Wunder, wenn Eltern es nicht gerne hören, dass ihr Kind legasthen sein soll. Die gleichen Meinungen gibt es über die Dyskalkulie.
    Screenshot Wasserspiegel Artikel

    Richtig erfrischend ist daher die Definition von Dr. Astrid Kopp-Duller. Sie beschreibt Legasthenie so: „Ein legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf Symbole trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten Teilleistungen (Sinneswahrnehmungen) anders empfindet als nicht-legasthene Menschen. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens oder Rechnens.“ (1995).

    Was bedeutet diese Definition? Zunächst, dass Legasthenie und Dyskalkulie nichts mit Dummheit zu tun haben. Legasthene und dyskalkule Kinder sind normal bis überdurchschnittlich intelligent. Jeder, der mit diesen Kindern arbeitet, kann dies bestätigen. Allerdings nehmen sie ihre Umwelt anders wahr als nicht-betroffene Kinder. Ihre Sinneswahrnehmungen sind anders ausgeprägt, sei es im visuellen, akustischen und / oder räumlichen Bereich. Dadurch kann es zu Schwierigkeiten beim Erlernen von Lesen, Schreiben und / oder Rechnen kommen.

    Dazu das Allerwichtigste: Die Kinder sind NICHT krank, gestört, behindert, schwach. Wenn ihnen nicht geholfen wird, können sie allerdings vor lauter Frustration krank und gestört werden.

    Wie sieht der Alltag eines solchen Kindes aus? Lesen geht nur schwer oder stockend, Diktate sind ein Drama, einige Kinder können rechnen, andere nicht, spätestens bei den Sachaufgaben ist Schluss. Das Kind wird den ganzen Tag in der Schule mit etwas konfrontiert, das es nicht kann. Zuhause geht das weiter. Die Hausaufgaben werden zum täglichen Kampf, die Eltern üben und üben und üben mit ihrem Kind, aber das Kind wird nicht besser. Die Eltern verlieren den Mut, machen ihrem Kind Vorwürfe. Das Kind verliert auch den Mut, fängt an, an sich selbst zu zweifeln. Allmählich ist es davon überzeugt, dumm zu sein. In der Schule heißt es, je nach Klasse: „Das wird schon“ (1. und 2. Klasse) und dann: „Sie sollten mehr üben, sonst wird das mit dem Übertritt nichts“ (3. und 4. Klasse). Es entsteht noch mehr Druck und Frustration. Der Teufelskreis hat längst angefangen. Allmählich entwickelt das Kind Verhaltensauffälligkeiten, wird unruhig und unkonzentriert. Irgendwann ist das eigentliche Problem nebensächlich geworden, und das Kind wird zum Problem….

    Der zweite Teil folgt am 17. Dezember 2011

    Über diesen Link kommen Sie zu Teil 2, Teil 3 und zum letzten Teil.

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

    (Gastautor: Stephany Koujou  /  Bilder: Bild: froodmat_wasserspiegel   Gestaltung: M. Weiss  /  Piktogramm: PictoSelector  /  Quellen und weiterführende Links:
    Blog der Autorin: www.abcund123.de , Fernstudium des EÖDL: www.legastheniefernstudium.com/ , Dachverband Legasthenie Deutschland:www.dvld.de/index.php , Legasthenie: de.wikipedia.org/wiki/Legasthenie Legasthenie – Dyskalkulie? (Dr. Astrid Kopp-Duller und Mag. Livia Pailer-Duller, KLL-Verlag, 2008) www.legasthenie.com , Blog von Dr. Astrid Kopp-Duller: blog.legasthenie-lrs-dyskalkulie.com/ Sinneswahrnehmungen:abcund123.blogspot.com , AFS-Test: abcund123.blogspot.com und www.dyslexiatest.com ; 30 Fragen:www.30fragen.com/ . Das Legasthenie-Märchen: www.iplnicolay.com KMBek 16.11.99 , Text der KMBek (geändert am 11.8.00): www.schulberatung.bayern.de , Liegende Acht: www.lernen-heute.de , Siebeneinhalb funktionale Analphabeten: www.zeit.de )

  • Förderlehrer/in und PlanB mit Jobs in Bildung, Marketing und Werbung


    Förderlehrer/in

    In Absprache mit dem Klassenlehrer bzw. der Klassenlehrerin unterrichten Förderlehrer/innen bestimmte Schülergruppen, insbesondere im Deutsch-, Mathematik- sowie handlungsorientierten Unterricht. Dazu werden in der Regel Fördergruppen für leistungsschwache Schüler/innen oder Leistungsgruppen für besonders leistungsstarke Schüler/innen gebildet, die stundenweise aus dem Klassenverband genommen und getrennt unterrichtet werden. Teilweise unterrichten Förderlehrer/innen auch gemeinsam mit der Lehrkraft. In bestimmten Fällen ist aber auch eine intensive Einzelbetreuung von Schülern und Schülerinnen sinnvoll. Um die individuellen Förderschwerpunkte der einzelnen Schüler/innen zu erkennen, beobachten Förderlehrer/innen die Schüler/innen, analysieren Lernverhalten und Fehler und werten diese aus. Damit alle Schüler/innen die bestmögliche Förderung erfahren, ist es z.B. notwendig, unterschiedliche Übungsmaterialien je nach Förderschwerpunkt anzubieten oder geeignete Lernhilfen zur Verfügung zu stellen.

    Daneben halten Förderlehrer/innen selbstständig und eigenverantwortlich Förderunterricht für Deutsch als Zweitsprache, erteilen Lese-Rechtschreib-Kurse und Förderunterricht für Schüler/innen mit Schwierigkeiten im mathematischen Bereich. Sie leiten Arbeitsgemeinschaften in Bereichen wie Schulspiel, Schulchor, Instrumentalunterricht oder Schülerzeitung.

    Im Rahmen des Sportunterrichts erteilen Förderlehrer/innen differenzierten Sport- und Schwimmunterricht. Auch bei Schullandheimaufenthalten und anderen Schulveranstaltungen wirken sie mit. Schließlich übernehmen sie pädagogisch orientierte Verwaltungsaufgaben: Sie betreuen z.B. die Lehrer- und Schülerbücherei, führen die Schulchronik oder arbeiten bei Ausstellungen und Wettbewerben mit. Vorwiegend sind Förderlehrer/innen an Grund-, Haupt- und Förderschulen in Bayern beschäftigt. Sie geben auch Nachhilfeunterricht sowie Stütz- und Förderkurse bei Bildungswerken und Fördervereinen. Förderlehrer/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an einem Staatsinstitut für die Ausbildung von Förderlehrern.

    Die Ausbildung dauert 3 Jahre, der anschließende Vorbereitungsdienst 2 Jahre. Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss. Für den Zugang zur Ausbildung wird ein Mindestalter von 16 Jahren verlangt. Minderjährige Bewerber/innen müssen eine schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten vorlegen. Daneben muss die gesundheitliche Eignung für den Beruf gegeben sein und es muss ggf. ein amtliches Führungszeugnis vorgelegt werden. Außerdem müssen eine schriftliche und eine mündliche Zulassungsprüfung erfolgreich abgelegt werden.

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u Tipps für die Zukunft, Karriereplanung und Plan B
    oder was Sie beachten können, wenn das Ausbildungsende naht.

    Studieren ohne Abitur – Viele Wege führen ans Ziel! Aufgepaßt PlanB!

    Berufsausbildung in Deutschland – Ausbildung und duales Studium nach G8
    Ausbildung und duales Studium nach G8. 
Die Absolventenzahlen der nächsten Jahrgänge kumulieren sich in einigen Bundesländern so stark, dass es zu Engpäsen in einigen Studienfächern kommen wird. Da ist gute Information besonders wichtig, welche Studiengänge es gibt.

    Information ist alles 
Haut rein! Geht an die Hochschulen, sprecht mit Leuten, die schon das Studienfach belegt haben, auch ein Ranking im Netz hilft zur Einschätzung der Chancen. Und gut ist auch neugeschaffene Studiengänge und ungewöhnliche näher unter die Lupe zu nehmen. Vieles ist heute möglich in Kooperation mit Unternehmen. So gelingt Euch der Einstieg in die Praxis besonders leicht, da betriebliche Abläufe mit in den Studienablauf eingebunden werden. Im vorliegenden Mentoring4u TV-Ratgeber stellen wir Euch zunächst drei weltweit operierende Unternehmen vor.

    Das Redaktionsteam von mentoring4u wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Wahl des richtigen, auf Sie passenden Berufsziels!

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika
    Zielstrebigkeit/Durchhaltevermögen, Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein, Lernbereitschaft, Verschwiegenheit, Psychische Belastbarkeit & Stabilität, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Beherrschtheit/Selbstkontrolle und Durchsetzungsvermögen sind die wichtigsten Voraussetzungen um den Beruf zum Förderlehrer wie gewollt zu erlernen. Denn Förderlehrer/innen unterrichten in Kooperation mit den Klassen- bzw. Fachlehrkräften an Grund-, Haupt-, Real-, und Förderschulen. Meist unterrichten Sie leistungsschwache oder besonders leistungsstarke Schüler/innen einzeln oder in kleinen Gruppen.

    Für detaillierte Fragen was sich rundum den Beruf handelt, können Sie sich für den richtigen Ansprechpartner an folgenden Verbände wenden:
    –
    Deutscher Lehrerverband (DL)
    – Verband der Lehrer und Lehrerinnen an Schulen im Sekundarbereich
    – Sächsischer Lehrerverband

    Aufstiegsweiterbildung: Fachlehrer/in (staatlich geprüft) an Sonderschulen

    Hochschulbildungsgänge: Lehrer/in an Förderschulen, Grundschulen (Primarstufe) und Hauptschulen (Sekundarstufe I); Pädagoge/Pädagogin

    Die perfekte Bewerbungsmappe
    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV– Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung
    Haben Sie schon mal darüber nachgedacht noch eine Runde über eine Universität zu drehen, damit können Sie sich selbst noch einmal unter Beweis stellen. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel “Studieren ohne Abi“ .

    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Sprechen Sie beispielsweise auch Werbeagenturen und Kreativ-Agenturen an, die sich auf Werbung für Kinder spezialisiert haben. Es bieten sich auch größere Unternehmen mit Marektingabteilungen an. Sie sind hier nicht im falschen Film. Warum? Ganz einfach, Sie können sozusagen als Übersetzter bei Werbebotschaften Unterstützung anbieten. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich ein renommiertes- nicht unbedingt großes Bildungsunternehmen oder eine Schule, in einer anderen Stadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten. Auf jeden Fall arbeitet jedes Unternehmen auf seine Art, da ist es nicht verwunderlich, wenn Sie auch nach der Lehrzeit Ihre Technik noch verbessern können. Aktiv bewegen, müssen Sie sich allerdings selbst.

    Seien Sie flexibel. Ganz besonders wichtig ist dann Ihre Argumentation. Überlegen Sie sich im Voraus gut, warum Sie wechseln möchten. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen?” Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Autoren: M. Weiss & Dilan Balci (Auszubildende) |  Bild & Thumb: Pixelio  |  Quellen: www.lehrerverband.de, www.vdr-bund.de, www.slv-online.de, Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV )

  • Endlich wieder Olympisch: Rugby-Nachwuchsförderung in BW – auf nach Olympia

    Der Rugby-Verband Baden-Württemberg (RBW) mit knapp 3.000 Mitgliedern in 18 Vereinen ist der erfolgreichste Landesverband in Deutschland.


    Mit dem Heidelberger RK stellt der RBW den deutschen Meister und Pokalsieger 2011 sowie aus den Bundesliga-Vereinen in Heidelberg, Stuttgart und Pforzheim das Hauptkontingent der deutschen Nationalmannschaften.

    Um diesen hohen Leistungsstandard weiter ausbauen zu können, hat der RBW sein Sportkonzept 2012 bis 2016 für Vereine, Schulen und Hochschulen vorgelegt.

    Darin enthalten sind auch Rugby als Schul-, Breiten- und Hochschulsport sowie die planmäßige Talentsuche und Nachwuchsförderung im RBW.

    Schwerpunkte dieses Föderungsprogramms sind die Auswahlmannschaften der Jungen U14, U16, U18 (deutscher Meister), die Mädchen U15 und die Frauen mit einer Gesamtkadergröße von 150 Sportlerinnen und Sportlern.

    Ein jährlicher Höhepunkt ist das Internationale Siebenerrugby-Turnier mit 12 bis 16 U16-Auswahlen, das 2012 am 23. und 24. Juni in Heidelberg stattfinden wird. Siebenerrugby wird 2016 im olympischen Wettkampfprogramm sein, weshalb den Nachwuchsturnieren des RBW eine gesteigerte Bedeutung zukommt. Außerdem fördert der Verband das  Schulrugby-Programm „Jugend trainiert für Olympia“.

    Ziel des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg ist die Gewinnung langfristiger und engagierter Sportler und Partner für die Umsetzung des Förderungsprogramms 2012 bis 2016. Im Moment sind in diesem Verband knapp 3.000 Mitglieder engagiert, davon sind 65 Prozent unter 21 Jahre alt.

    Wir freuen uns auf interessante Diskussionen mit Euch.

    Macht doch mit, vielleicht seid Ihr bei den Olympischen Spielen 2016 schon dabei.  Der Rugby-Nachwuchs im RBW dankt und zahlt es Euch mit tollen Leistungen zurück.

    SAVE THE DATE : 15. Dezember 2011

    Für Unternehmen:

    Mentorenakademie des „Haus der Mentoren“
    Wie funktioniert Sportsponsoring und Social Media l ?

    Workshop mit unserem Mentor Joachim Jörg
    Kosten  € 890,00 zzgl. MWSt.

    Anmeldung: redaktion@mentoring4u.de  oder hier.

    (Autor: Joachim Jörg   |  Bild & Bearbeitung & Thumb: D. Balci   Quelle: Rugby-Verband-BW)

  • Krimi TV-Show, die besten Zwiebelkuchenrezepte und was ein Mentor bewirken kann

    X-Faktor 2011…. auch hier geht’s mit Mentoren (Jury)  in die nächste Runde
    Die VOX-Casting-Show X-Faktor animierte über 25.000 Bewerber.
    Ein Polizist hat es u. a. vorgestern Abend geschafft. Als einer der besten zwölf ist er in die erste Live-Show eingezogen und hat dort Mentoren (Jury) und Publikum überzeugt. Wie es weitergeht erfahren Sie direkt bei VOX.

    Wir wünschen viel Erfolg und hoffen, dass dieser genauso langfristig anhält wie die Mentorenverbindungen, die sich über unsere Initiative „Führungskräfte schenken Schülern und Studenten ZEIT“ in den letzten 6 Jahren ergeben haben.

    Unsere Grundidee
    Die Generationen zusammenführen, um Schülern, Auszubildenden und Studenten mehr Perspektiven und Berufschancen zu bieten.
    Unsere Geschichte finden Sie hier.  Gerne sind wir für Sie da. Nehmen Sie  Kontakt mit uns auf oder schreiben Sie an redaktion@mentoring4u.de

    Unser Rezept
    Schon ein einzelner Mentor kann viel bewegen.

    (Autor: M. Weiss  |  Bildbearbeitung und Thumb: M. Weiss  | Quelle: www.vox.de )

  • Odysseus? Nein: Mohammad aus dem Iran

    In der Kolumne „Hier bin ich Mensch, hier darf ich (‘s) sein“ erzählt unsere externe Redakteurin Annette v. Spiegel von jungen Menschen, die es aus fernen Ländern nach Deutschland verschlagen hat. Oft haben sie viel Leid erfahren und einen harten Weg hinter sich. Aber sie haben viel Hoffnung im Gepäck. Kann man in Deutschland auf Ausbildung, persönliche Entwicklung und, vielleicht später, ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben führen?

    Odysseus? Nein: Mohammad aus Schiraz‚
    Heute geht es um Mohammad. Den kennt ihr ja schon aus meinem Bericht über die Arbeit mit den jugendlichen Flüchtlingen. Er war nie in meinem Unterricht, weil er dazu nicht eingeteilt worden war. Aber er kam manchmal in den Pausen zu Besuch oder begleitete die anderen zum Kurs, der sonntags stattfand: Immer hatte er eine Bibel unter dem Arm, weil er nachmittags noch in die Kirche gehen wollte. Das hat mich immer irritiert, weil der Junge nicht aussieht wie Jugendliche hier, die sonntags einen Gottesdienst besuchen würden. Und zweitens, weil er Mohammad heißt – also wie Mohammed, der Religionsstifter und Prophet im Islam :).

    Er erzählte mir irgendwann mal, als wir uns etwas länger kannten, seine Geschichte … und mit seiner freundlichen Erlaubnis darf ich sie EUCH weitererzählen.


    Bibel auf Farsi

    Mohammad = Mo
    Mohammad, ich nenne ihn Mo, ist jetzt 19. Und kommt aus dem Iran. Aus Schiraz, im Süden des Landes. Diese Stadt ist neben Isfahan und Teheran einer der Orte des Landes, die man als Tourist besucht (gebt mal „Schiraz“ in eine Internet-Suche ein, klickt auf  Bilder, und Ihr werdet sehen, wie schön es da ist …). Die persische Kultur ist nicht umsonst seit Jahrhunderten berühmt für ihre Kunstwerke. Das wird manchmal ganz vergessen (oder ist womöglich sowieso unbekannt), wenn man den Iran nur aus den Nachrichten kennt.

    Der Schmerz
    Seine Geschichte nimmt ihren Lauf mit der Trennung der Eltern: Nach islamischem Recht – bzw. der Entscheidung der Richter in der Heimat dieses jungen Mannes – bekam die Mutter die jüngeren Geschwister zugesprochen, Mohammad kam als ältester Sohn zum Vater. Bis heute weiß er nicht, wo er sie finden kann …
    Nie werde ich vergessen, wie er und sein Freund vor rund einem Jahr ein Lied hörten, in dem es um Mutter geht, die nicht mehr da ist. Und wie diese jungen Männer – Converse-Sneaker und Gel im Haar – wirklich Rotz und Wasser heulten, weil sie ihre Mütter so vermissten. Sie baten mich, etwas allein sein zu können. Ich hörte sie lange tief weinen und sich halten. Es tat so weh, sie so zu erleben …

    Ich und meine Tasche
    Zurück in den Iran: Mo war gerade dabei, die Hauptschule zu beenden, um dann eine weiterführende Schule zu besuchen: Er wollte gern Buchhalter werden. Seine Augen leuchten hingebungsvoll, wenn er sagt „Ich mag Mathe!“ 🙂 Aber es stellte sich heraus, dass sein Vater schon eine ganze Weile die Miete nicht bezahlt hatte, und so mussten sie plötzlich aus der Wohnung ausziehen. Dessen nicht genug, machte sich der Mann auch noch aus dem Staub, und Mo stand alleine da. Aber er hatte Glück: Er lernte einen jungen Mann aus wohlhabender Familie kennen, und dort konnte er auch wohnen: „Nur ich und meine Tasche“, beschreibt er das, leise lächelnd.

    Schule? Keine Zeit
    Man versuchte dann, eine Bleibe für ihn zu finden, die nicht nur für den Übergang ist, und so bekam er schließlich Wohnung und Arbeit auf einer Baustelle des Onkels dieser Familie. Damit hatte er allerdings auch keine Zeit mehr, eine Schule zu besuchen. Die Situation war gut, breit strahlt er, wenn er sich zurückerinnert und sagt „Wohnung und alles, das war perfekt“.

    Natürlich freundete er sich mit den Nachbarn an. Da gab es Amin, und auch sie wurden gute Freunde. Amin ist einer der vielen jungen Menschen, die sich einen anderen Iran wünschen und dafür auch auf die Straße gehen. (In diesem Zusammenhang möchte ich gern auf den sehr gut gemachten Film „The Green Wave“ hinweisen, der dieses Jahr in Deutschland angelaufen ist und auch den Grimme-Preis erhielt! Wer das Thema mit Rap untermalt haben möchte … ). Kaum jemandem dürfte z. B. entgangen sein, als das Mädchen Neda 2009 während einer Demonstration in Teheran erschossen wurde…


    Interesse an  Teil 2und Teil 3 , kein Problem nur klicken.

    Besucht uns wieder auf  www.mentoring4u.de!

    (Autorin: A. von Spiegel / Photo: Archiv v. Spiegel / Thumb: Wikipedia_Schiraz / Bildbearbeitung: C. Amrhein)

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

  • „Auf die Socken, fertig, los!“ – Mentoren gesucht – Übernehmen auch Sie Verantwortung!

    Unter der Schirmherrschaft von Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.Wir übernehmen Verantwortung
    Auch im Herbst 2012 hat Mentoring4u wieder Schüler mit Mentoren aus Wirtschaftsunternehmen der Region zusammen gebracht. Dieses Initiative läuft mit großem Erfolg schon seit 2005 unter dem Motto “Führungskräfte schenken Zeit.“
    Hier eine kleine Auswahl unserer Partner, Freunde und Referenzen.

    Verschärfte Anforderungen für den Nachwuchs
    Schüler, Auszubildende und Studenten müssen sich heute immer früher für eine Berufs- oder Studienrichtung entscheiden. Medienberichte über Fachkräftemangel und Schreckensszenarien zu überfüllten Universitäten machen die Entscheidung und Orientierung nicht leichter. Besonders jetzt ist es wichtig, rechtzeitig Perspektiven aufzuzeigen für Schüler und Studenten gleichermaßen. Dafür haben wir ein eigenes Mentoring4u-TV-Magazin für Absolventen und Berufseinsteiger entwickelt.
    Schauen Sie mal rein.

    Nachhaltige Mentoren-Initiative
    „Auf die Socken fertig los!“ – So lautet das Motto der jährlich und deutschlandweit im Februar (Valentinswoche) und im November (Martinswoche) stattfindenden Mentorenveranstaltungen.  Auch Prominente Politiker sind manchmal mit dabei.
    2010 z. B. Dr. Henning Scherf, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Bremen. Sein Thema: Wie wird man Bürgermeister? Oder einfach nur Bremer Eindrücke und Mentoren in Wiesbadener Abschlussklassen oder das Resumé der Valentins-Initiative 2011 .

    Termine der Mentoren-Initiative in der Martinswoche 2011:

    11.11.2011  Stuttgart
    16.11.2011 Elmshorn
    18.11.2011 Berlin/Neukölln
    23.11.2011 Frankfurt am Main

    Mentoring4u – Unterstützen Sie die Mentoren-Initiative 2011
    Das Besondere an mentoring4u ist der individuelle, fachbezogene Brückenschlag zwischen den Generationen. Machen Sie mit und unterstützen Sie die Mentoren-Initiative auch als exklusives  Mitglied des Mentoren-Netzwerkes Region D A CH.

    Eine gute Vorbereitung war auch der  1. Deutschen Mentorentag am 27. September’11 in Frankfurt/Main.

    (Redaktion mentoring4u | Foto: kikiiii | Bearbeitung: A. Korkis | Quelle:photocase)

  • Teil 2: Viele Wege führen nach Rom. Es lohnt sich für Träume zu kämpfen!


    Als mein Antrag für die Gymnasiale Oberstufe angenommen wurde, war mein größter Wunsch in Erfüllung gegangen. Doch leider kam alles anders als geplant: Ich wurde durch zum Teil rassistische Gründe nicht versetzt und musste meine Schule abbrechen (im Unterricht wurde gern „geschwätzt“, wobei hauptsächlich unser Lehrer sprach. Und fast immer ging es um Ausländer, die sich in Deutschland nicht angepasst haben, die kriminell waren oder ähnlich, und dabei war ich natürlich immer im Blickfeld).

    Für mich glich es einem Weltuntergang, ich wusste nichts mehr mit mir anzufangen und konnte keine weiteren Ziele ins Auge fassen. Nachdem ich hatte abbrechen müssen, habe ich versucht, mich damit abzufinden. Zwei, drei Monate lang hatte ich keine Idee, was ich machen könnte. Danach habe ich vier Wochen lang ein freiwilliges Praktikum im Krankenhaus gemacht. Und da mir dieses Praktikum gut gefallen hat, habe ich gleich darauf Bewerbungen für eine Krankenschwester-Ausbildung an fast alle Krankenhäuser in der Umgebung geschickt. Nach einem Vorstellungsgespräch habe ich erst gemerkt, dass dies nicht der richtige Beruf für mich ist. Und wieder stand ich vor der Frage „Was kann ich für meine weitere Zukunft machen?“

    Nach einem Gespräch bei der Arbeitsagentur und mit einer Jugendberaterin bekam ich wieder neue Hoffnung. Ich machte eine schulische Ausbildung im Fachbereich Fremdsprachensekretariat mit Schwerpunkt Wirtschaft und gleich darauf mein Fachabitur mit Schwerpunkt Wirtschaft. Endlich war ich am ersehnten Ziel angekommen. Jetzt stand ich vor der Frage, in welchem Fachbereich ich studieren könnte. Es fiel mir nicht schwer, eine Entscheidung zu treffen, da ich eine wirtschaftsbezogene Schule besucht hatte: Während ich mein Fachabitur gemacht habe, dachte ich immer, dass ich danach BWL studieren würde.

    Doch nach einem Besuch auf der Hobit bekam ich Interesse für Architektur (die Hobit ist die Anlaufstelle Nr. 1 für Schüler und Schulabsolventen in Darmstadt und der Region, hier geht es um die Ausbildungs- oder Studienplatz-Orientierung). Also beschloss ich, mich gleichzeitig auch für Architektur zu bewerben. Nach einigen Wochen bekam ich eine Zusage der Hochschule Darmstadt; auch für BWL bekam ich eine Zusage, doch mein Herz schlug mehr für Architektur.

    Während meines Architekturstudiums arbeitete ich – und arbeite noch immer – in einem großen Bauprojekt am Frankfurter Flughafen. Vor einigen Wochen machte ich meinen Bachelorabschluss als „Bachelor of Arts“. Für mich ist mein Traum in Erfüllung gegangen. Es war nicht einfach. Oft kam ich an den Punkt, alles hinzuwerfen, doch ich habe hart dafür gekämpft und ICH HABE ES GESCHAFFT!!

    Nun habe ich mir wieder ein Ziel gesetzt: Ich möchte innerhalb der nächsten zwei Jahre meinen Masterabschluss machen, weil ich mir sehr gut vorstellen kann, international – eigentlich sogar mehr in meiner Heimat – zu arbeiten. Dort herrscht seit Jahrzehnten immer noch Krieg, und dadurch wird vieles vernachlässigt, beschädigt oder es fehlt einfach an Mitteln, um etwas Neues aufzubauen. Ich wollte immer etwas in der Hand haben, womit ich anderen helfen kann. Und ich denke, dass ich das mit diesem Vorhaben kann. Außerdem kann ich mich nach dem Masterstudium selbständig machen. Auch dies ist ein wichtiger Grund. Es klingt vielleicht etwas seltsam, doch ich möchte eine gewisse Unabhängigkeit haben. Mit meiner Selbstständigkeit wäre dies für mich erreicht.

    Mit meinem Bericht möchte ich nicht hervorheben, welche Schwierigkeiten ich während meiner Schullaufbahn hatte. Sondern ich möchte andere Menschen darin ermutigen, immer für ihre Träume zu kämpfen und sich immer wieder neue Ziele zu setzen. Man sollte nicht schon bei der ersten Hürde aufgeben. Selbst bei einer Niederlage sollte man nicht mit allem abschließen und auf Gedanken kommen wie „Ich kann es doch eh nicht schaffen“ oder „Es ist unmöglich!“.

    Vielleicht durch meine Erfahrungen habe ich mir das Motto „Viele Wege führen nach Rom“ angeeignet.

    Sie haben den ersten Teil verpasst. Hier geht’s weiter.

    (Gastautoren: Meryem Bavli & Annette v. Spiegel  |  Bild: Meryem Bavli  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • Teil 1: Lohnt es sich für Träume zu kämpfen?


    Ich heiße Meryem Bavli und bin 28 Jahre alt.
    Ich möchte Ihnen heute über meine Schullaufbahn und meine damit verbundenen Ziele berichten.

    Ich bin im Winter 1989 / 90 mit meiner Familie aus Cizre, einer kleinen Stadt im Südosten der Türkei, nach Deutschland gekommen. Der Hauptgrund unserer Ausreise aus unserer Heimat war zum einen die dort herrschende Armut und zum anderen der Krieg, der seit Jahrzehnten fast unverändert weitergeführt wird. Damals war ich sieben Jahre alt und konnte kein Wort Deutsch sprechen. Wir bekamen eine Wohnung in Braubach, einer Stadt in der Nähe von Koblenz. Der Ort ist sehr schön, ganz besonders, weil er am Rhein liegt und in der Umgebung die bekannte Marksburg ist, die vor allem im Sommer viele Menschen anlockt.

    Zu unserem Pech waren wir hauptsächlich nur unter ausländischen Mitbürgern, so dass es für uns fast unmöglich war, die für uns neue Sprache zu lernen. Doch das Blatt wendete sich, nachdem meine Schwester und ich zusammen eingeschult wurden: Weil wir immer noch kein Deutsch sprachen, beschloss unsere Klassenlehrerin, uns zweimal in der Woche mit nach Hause zu nehmen, damit wir uns mit ihrer gleichaltrigen Tochter anfreundeten und so die neue wichtige Sprache lernen konnten. Nach langem Zögern ließ unsere Mutter es zu: Da wir erst seit wenigen Monaten in diesem fremden Land lebten und weder Einheimische, noch das Land an sich kannten, konnte meine Mutter nicht verstehen, weswegen eine wildfremde deutsche Frau sich so sehr um ihre Kinder kümmerte.
    Wir fuhren also zu unserer Lehrerin und lernten ihre Tochter Eva kennen. Auch für uns war es ungewohnt, jetzt noch „zusätzlich“ unsere Nachmittage bei einer deutschen Familie zu verbringen. Doch mit der Zeit gewöhnten wir uns daran und pflegten eine sehr schöne Freundschaft mit Eva und ihre Freundinnen. Nach 2 Jahren sprachen wir besser Deutsch als die anderen Kinder in unserer Nachbarschaft.

    Weil unseren Eltern das deutsche Schulsystem völlig fremd war, kamen wir nach der Grundschule auf die sich an der gleichen Schule befindenden Hauptschule: In der Heimat gab es dieses Schulsystem nicht. Es gab nur eine Schule für alle Kinder. Und meine Eltern dachten, dass es hier wahrscheinlich genauso ist. Nachdem sie wussten, dass man die Kinder auch auf eine bessere Schule schicken kann, fiel es ihnen schwer, uns jeden Tag alleine mit dem Bus zur Schule zu schicken. Wahrscheinlich kamen diese Bedenken daher, dass sie in der eigenen Heimat keine Sicherheit gefunden hatten und es ihnen schwer fiel zu glauben, dass man diese Sicherheit in Deutschland hatte. Außerdem fiel es ihnen schwer, uns in einen anderen Ort zu Schule zu schicken.

    Einige Monate später mussten wir umziehen. Doch leider war es nun nicht mehr möglich, von der Hauptschule auf die Realschule zu wechseln. Leider kann ich nichts Genaues dazu sagen. Es wurde nur gesagt, dass es nicht mehr möglich und sowieso besser sei, wenn wir weiterhin auf der Hauptschule blieben.

    Im Laufe der Zeit fiel mir der Unterrichtsstoff sehr leicht, und da ich auch gute Noten bekam, fing ich an, mir ernsthaft Gedanken über meine Zukunft zu machen: Ich wollte etwas erreichen, womit ich auch anderen helfen könnte. Und der einzige Weg dahin war ein guter Abschluss.

    In der 7. Klasse dann mussten wir einen vom Arbeitsamt durchgeführten Eignungstest machen, um uns beraten zu lassen, welcher Beruf am besten zu uns passen könnte. In Einzelgesprächen wurde uns das Ergebnis mitgeteilt, danach bekamen wir Tipps, für welche Berufe wir uns später bewerben könnten. Als ich an die Reihe kam, sagte man mir, dass mein Test besser ausgefallen war als der vieler meiner deutschen Klassenkameraden. Auf die Frage, ob ich mir Gedanken über meine Zukunft gemacht hätte, antwortete ich „Ich will studieren!“. Danach entstand eine Weile Stille.

    Nun versuchte man mir zu erklären, dass es vernünftiger sei, mir die Sache mit dem Studieren aus dem Kopf zu schlagen. Doch für mich war das undenkbar. Ich dachte, ich höre nicht richtig: Statt mich zu unterstützen, statt mir zu sagen, was für eine gute Entscheidung ich damit getroffen habe, sollte ich mir Gedanken darüber machen, welche Ausbildung mit einem HAUPTSCHULABSCHLUSS für mich mehr in Frage käme. (Natürlich ging mir auch eine weitere Sache durch den Kopf: Egal, wie sehr ich es drehte und wendete, ICH WAR EIN AUSLÄNDISCHES KIND. Dieser Gedanke kam nicht durch Vorurteile. Denn sowohl einige unserer Schulkameraden, als auch Leute aus unserer Nachbarschaft, hatten uns fühlen lassen, dass wir NICHT WIE SIE waren.)

    Es war inzwischen zu meinem größten Ziel geworden, es bis zum Studium zu schaffen. Da ich nicht locker ließ, versuchte man mich in diesem Gespräch auf die Schwierigkeiten, die mir bevorstanden, hinzuweisen, und mich immer noch für andere Ausbildungen und Berufe zu begeistern. Aber das Ergebnis meines Tests war für mich ein weiterer Ansporn, an meinen Zielen festzuhalten.

    Zwei Jahre später machte ich meinen Hauptschulabschluss als Jahrgangsbeste …

    Wieder zogen wir um. Diesmal fanden wir eine Wohnung im Rhein-Main-Gebiet, bei Darmstadt. Ich wechselte auf die Realschule und musste dadurch die 9. Klasse wiederholen. Da ich auf der Hauptschule außer Englisch keine weitere Fremdsprache gelernt hatte, musste ich jetzt zusätzlich Französisch lernen, um meine Mittlere Reife zu machen. Während dieses Schuljahres ging ich zusätzlich zur Nachhilfe, um mit der Zeit mit meinen Klassenkameraden auf einen Stand zu kommen. Auch mein Abschluss in der Mittleren Reife war ein weiterer Ansporn für mich, weiterhin an meinen Zielen festzuhalten.

    Fortsezung folgt am Sonntag 4. September 2011.

    (Gastautoren: Meryem Bavli & Annette v. Spiegel |  Bild: Meryem Bavli  |  Bildbearbeitung: A. Korkis  |  Quellen: http://de.wikipedia.org )

  • Ohne Bildung bist Du nix

    Meine Erfahrungen in Deutschland.
    Mein Vater arbeitet seit vielen Jahren in Deutschland, mein Bruder und ich sind mit unserer Mutter vor 5 Jahren nach Deutschland gekommen. Das Bildungssystem in Deutschland war uns nicht so bekannt, für uns war es viel wichtiger als Familie wieder zusammen zu sein. Und eines ist mir heute noch bewusster als damals. Ohne Bildung bist Du gar nichts! Die Konkurrenz um die gut bezahlten, interessanten und attraktiven Arbeitsplätze ist groß. 

    Ganz besonders hat mich Wilhelm von Humboldt beeindruckt. Zwischen dem 18. bis 19. Jahrhundert förderte er, ein deutscher Gelehrter und Mitbegründer der Berliner Universität, den Anspruch auf Allgemeinbildung. Von Humboldt ist für die deutsche Geschichte legendär, denn er war ausschlaggebend für die deutsche Bildungsreform. Laut Humboldt charakterisiert  Bildung die Persönlichkeit eines Menschen.

    Das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht gem.
    Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

    Artikel 26:

    1. „Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.
    2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.
    3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.“

    In Deutschland werden die Menschrechte eingehalten, das gilt nicht für alle Länder der Welt. 

    Deutschland bietet zahlreiche Bildungsmöglichkeiten. Jeder Bürger hat das Recht seinen Berufsweg selbst zu gestalten. Das Bildungsniveau in Deutschland finde ich sehr bemerkenswert. Gebt doch mal als Suchanfrage auf dieser Website Schule ein. Darunter  findet Ihr eine ganze Reihe von Informationen.

    Wie ist das bei Euch?
    Es war so verwirrend für mich, so viele Wege führen zum Erfolg. Das heißt aber nicht, dass ich keine Fragen mehr über meinen Berufsweg habe. Natürlich verunsichert mich auch die allgemeine wirtschaftliche Lage und Fragen wie:
    Ist dieser Weg, der richtige für mich?
    Was soll ich später werden?
    Wo liegen meine Fähigkeiten und Stärken?

    Mein Ziel ist International Business Administration an der FH Frankfurt am Main zu studieren. Ich entschied mich, nach der 10-ten Realschulklasse in die Fachoberschule zu gehen.  Schulbegleitend absolviere ich ein einjähriges Praktikum im Haus der Mentoren. Dort begleite ich diese Mentoreninitiative.

    Ich bin mir sicher, dass Euch auch Fragen wie diese bewegen. Schreibt mir an redaktion@mentoring4u.de damit ich Eure Fragen weiterleiten kann und wir gemeinsam Antworten finden oder kommentiert diesen Artikel. Als Vorbereitung für die Zukunft habe ich unter den Artikeln von Mentoring4u noch diesen zum Thema Zukunft gefunden. Viel Spaß beim lesen.  

    Besucht unsere Mentorenveranstaltung oder bittet Eure Lehrer Mentoring4u an Eure Schule einzuladen.

    Hier findet Ihr schon mal Wege, wie es auch gehen könnte. Studieren ohne Abi oder mit Abi Schaut mal rein.

    (Autor: A. Damayanti  |  Bild & Thumb: A. Damayanti  | Quelle: http://de.wikisource.org |  de.wikipedia.org )