mentoring4u

Autor: m_weiss

  • „Hier bin ich Mensch, hier darf ich (’s) sein“ (?) Teil 3


     (Alireza)

    Auch lernte ich, dass manches türkische Wort im Persischen sehr ähnlich ist, als ich nämlich einen der Afghanen gedankenverloren tembel  (türk. Faulpelz) nannte: Der starrte mich höchst erstaunt an und beteuerte, dass er dies auf keinen Fall sei. Nun war ICH höchst erstaunt, dass er verstanden hatte – und es stellte sich heraus, dass das Wort Faulpelz auf Farsi (Persisch) ungefähr dasselbe ist. In der Folge hörte ich gerade diesen Jungs aufmerksamer zu, wenn sie sich unterhielten, und entdeckte allerlei Worte, die ich aus dem Türkischen kenne. Sehr lustig!

    Bemerkenswert ist, dass diese Schüler selbst Sorge dafür trugen, dass es einigermaßen leise bleibt und diszipliniert zugeht: Selten musste ICH etwas sagen, weil sie das untereinander regelten.

     
     
     
     

     


     (im Unterricht)

     (Fraol übt sich im 10-Finger-Schreiben)

     (jemand ist beim 10-Finger-Schreibtrainer ziemlich gut geworden …)

     Herzallerliebst war auch die Selbstverständlichkeit, mit der mich die Afghanen nach dem Unterricht zum Bahnhof begleiten. Und sich obendrein nicht nehmen ließen, meine Tasche zu tragen. So gibt es diverse Fotos mit Afghanen mit roter Tasche ……. 🙂


    (Javad)

     

    (während eines Ausflugs mit dem Kurs, die rote Tasche immer dabei ;-))

     Ich bin beeindruckt, wie es diese jungen Menschen im Grunde ohne Papiere, Geld und Sprachkenntnisse hierher geschafft haben. Und sich ihre optimistische Haltung und Herzlichkeit bewahren konnten.

    Alireza aus Kandahar malte mir mal irgendwann seine Irrfahrt von Afghanistan bis nach Deutschland auf. Ein relativ typischer Weg, wie ich mittlerweile weiß. Den sogar Kinder beschreiten: Meine Schüler erzählten mal von einem Neu-Zugang im Heim, einem 10jährigen! Ich selbst traf dort auch einmal eine 16jährige aus dem Iran, die sich mit ihrer schätzungsweise 7jährigen Schwester auf den Weg gemacht hatte. Welcher Druck muss dahinter stecken, um sich so etwas auszusetzen …

    Der letzte Teil dieser Serie kommt am 28. August.

    Sie haben Teil 1, Teil 2 und Teil 4 verpasst? Keine Problem klicken Sie sich rein.

    (Gastautor: Annette von Spiegel  |  Bilder: Annette von Spiegel  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • „Hier bin ich Mensch, hier darf ich (’s) sein“ (?) Teil 2

    …..Äthiopien, Afghanistan bzw. Iran. Ich spreche weder Arabisch, noch Somali, Farsi oder eine der Sprachen, die hier helfen würden. Und da meine Schüler zu Beginn des Kurses seit maximal einem Monat in Deutschland waren, konnten sie im Grunde kein Deutsch. Also, viel Spaß ……

    Selten waren Schüler dabei, die fließend Englisch sprechen, aber mit Wortfetzen und Pantomime wussten wir uns zu behelfen. Ich staunte sogar sehr, dass meine Minimal-Kenntnisse über den Koran ausgerechnet beim Thema Computer nützlich waren! Das sorgte für großes Gelächter, auch bei mir 🙂

    Einzelne Teilnehmer mussten erst einmal das Doppelklicken mit der Maus üben, weil sie unerfahren im Umgang mit Rechnern waren. Oder starrten ratlos auf den Bildschirm, weil sie grundsätzlich nicht verstanden, was sie da vor sich sahen.  Andere posteten derweil lässig Bilder und Kommentare in Facebook. Wieder andere konnten weder schreiben noch lesen, auch nicht in ihrer Heimatsprache. Das ist schon eine harte Mischung, um zu unterrichten ….

    Aber sie hatte völlig Recht, die Mitarbeiterin, die mich für diesen Unterricht angefragt hatte und abschließend sagte: „Du, die sind soo süß – zum Knutschen!“

    Die Art von Schwierigkeiten, mit denen ich gerechnet hatte, weil es sich vorrangig um junge Männer aus muslimischen Ländern handelte, die belastende und zum Teil sicher auch traumatische Wege einer Flüchtlings-Odyssee hinter sich hatten, blieben völlig aus:

    Vor allem die Afghanen zeigten sich glücklich, in einem Schonraum angekommen zu sein und wohlwollend behandelt zu werden [Anmerkung: da ich noch Kontakt zu ihnen habe, kann ich mit ihrer Erlaubnis Fotos, auf denen sie zu sehen sind, verwenden]. Javad aus Herat z. B. war froh, endlich mal zur Schule gehen zu können: Sein Vater starb, als Javad noch jung war, und so musste er arbeiten gehen, um zum Familienunterhalt beizutragen. Dass er hierdurch nur 2 Jahre lang eine Schule besucht hatte, fiel in keinster Weise auf: Er war ein interessierter, glücklicher und guter Schüler.


    (Javad)

    Abdullahi, ein junger Mann aus Mauretanien, hatte bis zum zweiten Unterrichtstag den Satz „Ich habe Sie vermisst!“ auswendig gelernt und überraschte mich mit dieser Begrüßung. Wie schon gesagt: „die sind zum Knutschen!“ 😉 Auch er kam wippend und mit einem warmen Lachen in den Unterricht und war hochmotiviert, Deutsch und etwas über Computer zu lernen, ließ sich zeigen, wie man die Fahnen Deutschlands und Marokkos in ein Word-Dokument einfügt, um es auszudrucken und im Heim übers Bett zu hängen.

    Irritierend fand ich folgende Situation mit Denis und Aboka aus Uganda und Somalia: Ihre Rechner waren, etliche Minuten nach Unterrichtsbeginn, immer noch aus. Das wunderte mich, denn auch diese beiden waren ausgesprochen dankbare Schüler. Es stellte sich heraus, dass die zentrale Steckerleiste ausgeschaltet war, deshalb liefen die Rechner nicht. Als ich sie ansprach, stellte sich heraus, dass sie schlichtweg Angst gehabt hatten, mich zu fragen …

    Besonders in solchen Momenten kam in mir natürlich die Frage hoch, wie sie aufgewachsen sein, was sie erlebt haben mögen.
    Diese Frage wurde konkreter, als ich z. B. in den Pausen herumging und fragte, ob die Teilnehmer mir nicht mal im Internet Bilder ihrer Heimatstadt zeigen wollen. Diese zwei waren es, die leise sagten „no … no good picture my city. please.“ Ich habe später selbst mal gesucht, und richtig: Es gab nur Bilder von Massakern auf den ersten 2-3 Ergebnisseiten bei Google … es tat mir leid, dass ich sie überhaupt danach gefragt hatte.

    Ein anderer Teilnehmer hingegen zeigte mir eine wirklich beschauliche Provinzstadt – weiße Kolonialstilbauten mit Veranden auf roter, staubiger Erde, eingebettet in eine grüne Hügelkette am Horizont: Mit freudigem Blick und Finger rechts oben auf dem Bildschirm erklärte er mir irgendwie, dass SEIN Heimatdorf „da hinten, etwa 10 km, wenn man diese Straße noch weiterfährt“, liegt. Fand ich toll! Er auch 🙂 Ich sagte, dass ich sein Dorf GERN eines Tages mal besuchen würde, und das meinte ich auch so.

    Auch sonst gaben die Pausen Raum für schöne Situationen – wie diese mit Javad: Er brachte mir, der Lehrerin, bei, dass man die persische Schrift – ebenso wie Arabisch – von rechts nach links schreibt, die Zahlen aber wie bei uns von links nach rechts:


    (Javad erklärt die persische Schrift)

    Weiter geht’s mit dieser Serie am 27. August

    Sie haben Teil 1, Teil 3 und Teil 4 verpasst? Keine Problem klicken Sie sich rein.

    (Gastautor: Annette von Spiegel  |  Bilder: Annette von Spiegel  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • Ergebnis der 2. Umfrage als Vorbereitung für den 1. Deutschen Mentorentag am 27. September in Frankfurt


    Zunächst möchten wir uns bei allen Beteiligten unserer 2. Umfrage bedanken.
    Die Ergebnisse waren aufschlussreich und werden uns bei den Diskussionen anlässlich des 1. Deutschen Mentorentages am 27. September in Frankfurt/M. unterstützen. Hier nun die Ergebnisse:

    Männer verdienen mehr als Frauen?
    Die zweite, nicht repräsentative, Umfrage ergab, dass immerhin 76% aller Befragten angaben, dass Männer mehr verdienen wie Frauen.

    In kleinen Firmen mit weniger als 50  Mitarbeitern beträgt der Anteil von Frauen in Führungspositionen bis zu 10%. In den Bereichen Bildung und Forschung liegt der Frauenanteil bei 60-70%, Verbänden im Schnitt bei 40% bis 50% und in der Konsumgüterindustrie 25% – 40%.

    Die meisten weiblichen Mitarbeiter in Führungspositionen sind im Einzelhandel  21% – 30% gefolgt von den Banken, Versicherungen und Energieversorger 11% – 20 %. Unter dem Rest der Befragten werteten ¾ von ihnen den Anteil weiblicher Führungskräfte mit unter 10%.

    80% aller Befragten finden die Elternzeit gut. 18% der Beteiligten Unternehmen nehmen am Girl’s day teil.

    Der typische Frauenberuf?
    53% der Befragten votierten für Krankenschwester. Das wollen wir schon genauer wissen und fragen in der 3ten Umfrage nach.

    Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch an der dritten Umfrage teilnehmen würden. Hier geht’s weiter: http://www.umfrage.mentorentag.de/

    (Autor: M. Weiss  |  Quelle: Umfrage Nr. 2 Mentoring4u |  Photo: nortys| Bildgestaltung: A. Korkis)

  • „Hier bin ich Mensch, hier darf ich (’s) sein“ (?) 1.Teil

    „Hör mal, hättest du nicht Lust, unsere jugendlichen Flüchtlinge zu unterrichten?“
    Klar hatte ich Lust. Und ich war sehr gespannt, was mich erwartete, denn ich hatte noch nie mit Flüchtlingen gearbeitet und wusste eigentlich nur – so war es mir gesagt worden – dass es sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge handelt, junge Männer aus Marokko, Afghanistan, Pakistan, erst seit kurzem in Deutschland.

    Nach meinen Erfahrungen mit den Mädchen in einer anderen Einrichtungund mit den üblichen Berichten aus Berliner Brennpunkt-Schulen im Kopf machte ich mich auf allerhand gefasst.

    Und schäme mich heute dafür!

    Aber von Anfang an:
    Laut UNO „waren [2008] weltweit insgesamt 42 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung, gewaltsamen Konflikten, Krieg, und Menschenrechtsverletzungen.“  – welchen Anteil daran Minderjährige haben, kann ich nicht sagen. Aber auch sie machen sich aus verschiedensten Gründen auf den Weg ins Ausland, ins Ungewisse, in eine Hoffnung auf eine andere Zukunft.

    Frankfurt am Main hat einen ziemlich großen Flughafen, weltweit gesehen ist er sogar auf Platz 9, er wird auch „Drehkreuz Europas“ genannt wird. Obwohl hier nebst Köln/Bonn auch die meisten Abschiebungen aus Deutschland erfolgen, ist dieses Drehkreuz sicherlich einer der Gründe, warum viele Flüchtlinge hier – im wahrsten Sinne des Wortes – landen.

    Zunächst erfolgt die Erfassung durch den Bundesgrenzschutz, danach geht es weiter in ein zentrales Erstaufnahme-Heim. Wochen später dann werden sie auf Folgeeinrichtungen in ganz Hessen verteilt. Das Warten auf eine Entscheidung über Abschiebung oder Aufenthalt beginnt …Währenddessen gibt es neben Deutsch-Unterricht und Ausflügen optional auch einen Computer-Kurs – damit die Neuankömmlinge mit Familie und Freunden kommunizieren, sich über die aktuelle Lage in der Heimat informieren können und letztlich auch, um sie auf einen etwaigen Bewerbungs-Prozess bzw. gewerbliche Tätigkeit in Deutschland vorzubereiten.

    Und das war mein Job.

    10 TeilnehmerInnen sind es pro Klasse, das ist nicht viel. Sie kommen aus Mauretanien, Somalia, Uganda, …….
    Weiter geht’s am 26. August

    Sie haben Teil 2, Teil 3 und Teil 4 verpasst? Keine Problem klicken Sie sich rein.

    (Gastautor: Annette von Spiegel  |  Bilder: Annette von Spiegel  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • Standpunkt: Verlässlichkeit und Zukunftsaussichten, Aktienbörsen, Energiepreise, Eurostabilität und seine Auswirkungen auf die Ausbildung der Jugend und fast 100.000! Ingenieure gesucht

    Screenshot Wasserspiegel Artikel
    Welche Chancen gibt es in der Wirtschaft für junge Menschen? Weltuntergangsstimmung an den Börsen und warum wir junge Menschen in technikorientierten Berufen brauchen.

    Anfang 2000 platzte die Technologieblase
    Damals waren die Börsenindizes noch ein paar Tausend Punkte tiefer als heute und Anleger hatten das gleiche Problem, es gab keine Rendite (Risikoaufschlag) für Ihr Geld. Das könnte sich jetzt aber ändern. Nachdem mit der Finanzkrise 2008 die Zinsen für Länder und Banken ausgesetzt wurden ist es für die beteiligten jetzt doppelt schwer sich wieder an „normale“ Zinsen zu gewöhnen. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo 7% normal waren. Auch für Länder wie Italien. 10% Zinsen wurden von Portugal schon in den 90ziger Jahren bezahlt. Da sind sie jetzt wieder. Staatsverschuldung. Auch nicht ganz so neu. Die EZB kauft Staatsanleihen auf. Ich glaube nicht, dass die Staaten Ihre Anleihen nicht zurückzahlen werden. Vielleicht umschulden warum nicht, tun die Bürger auch ab und an. Die Rückzahlung der Kredite wird zu einem anderen Problem führen, Kursgewinne der EZB. Ist das ein Problem?

    Der Euro ist nicht gescheitert
    Es findet nur zurzeit ein Kräftemessen statt. Seit Monaten versuchen Ratingagenturen Europa herunter zu reden und nun wo sich Europa formiert beginnt die FED die Liquidität der europäischen Banken zu prüfen. Hallo? Sind die Stresstests auf einmal nichts mehr wert? Spricht einer von?

    Der Ölpreis
    ist in den letzten Monaten um 20% gegenüber dem US Dollar gefallen. Der Dollar weitestgehend unverändert. In Deutschland ist der Preis in Euro als wäre nichts passiert. Stimmt, die Europäer haben  Sommerferien und sind mit dem Wagen unterwegs. Sprechen viele von, passiert aber nichts.

    Made in Germany
    Auf der anderen Seite ist es gerade die deutsche Wirtschaft die außerhalb Europas mit den „Made in Germany“ Produkten und Ingenieurleistungen Furore erzielt. Ist der Euro schwach, wenn die Parität 1,30 zum Dollar erreicht? Weit gefehlt, der Wettbewerbssituation der für den Export produzierenden Unternehmen käme das nur entgegen. Spricht keiner von?

    Verlust der Reputation
    Der internationale Reputationsschaden ist für die Energiewirtschaft und den Maschinenbau von erheblicher Bedeutung. In diesem Zusammenhang sind auch Verzögerungen von Bauprojekten nicht gerade förderlich. Wie wirkt sich das wohl auf Standorte und Ausbildungsplätze für junge Menschen aus, die einen langfristigen sicheren Arbeitsplatz suchen? Von den im internationalen Wettbewerb stehenden deutschen Unternehmen ganz zu schweigen. Denkt keiner dran?

    Handwerk sucht Auszubildende
    Unser Artikel  „Studieren ohne Abitur – …“ ist als Argumentationshilfe zu verstehen. Tun Eltern, die ihren Kindern raten unbedingt studieren zu gehen, einen Gefallen? Wer nach der Haupt- oder Realschule (9 / 10 Klasse Alter 15-17) beispielsweise von der Schule abgeht und z. B. eine 3-jährige Tischlerlehre absolviert, danach eine dreijährige Berufspraxis und einen Meisterkurs erfolgreich beendet, kann ab einem Mindestalter von 24 z. B. Architektur studieren. Wer absolviert sein Studium wohl leichter und hat möglicherweise bessere Zukunftsaussichten? Ist dieses Thema Eltern bekannt? Denkt einer dran?

    G8 G9 und Wegfall der Wehrpflicht
    Könnte es sein, das die beunruhigenden Nachrichten aus der Wirtschaft dazu geführt haben, dass sich die Jugend zunächst an den Universitäten sammelt, um abzuwarten wie sich die Wirtschaft entwickelt? Nun führt leider G8/G9 und der Wegfall der Wehrpflicht (siehe auch Mentoring4u TV-Ratgeber) dazu, dass sich fast doppelt so viele Studenten in den Universitäten tummeln und wahrscheinlich auch gleichzeitig auf den Arbeitsmarkt drängen werden. Na Bravo! Tolle Aussichten. Denkt einer dran?

    Langfristige Energie Sicherung
    Langfristige Sicherung der Energie, die die Unternehmen benötigen um Ihre Unternehmensziele zu erfüllen. Da sehe ich viel eher Schwachpunkte. Vor einigen Jahren haben sich Unternehmen aus Deutschland zurückgezogen, weil Arbeitsplätze zu teuer wurden. Der nächste Auslöser für eine Abwanderung weiterer Unternehmen könnten die Energiepreise sein. Welche Anzahl an interessanten und vielseitigen Jobs verlassen damit Deutschland? Denkt einer dran?

    Fachkräftemangel. Fast 100.000 Ingenieure gesucht!
    „Offene Stellen für Ingenieure auf Rekordniveau“ titelte der VDI am 11. August 2011. Welcher Jugendliche soll sich bei dieser gesamtwirtschaftlichen Situation heute noch für ein Ingenieurstudium entscheiden? Denkt einer dran?

    Ich vermisse glaubwürdige Ziele und Aktionen, ich sehe nur noch Reaktionen.

    Warum wir uns damit beschäftigen? Unsere Motivation lesen Sie hier

    (Autor M. Weiss  |  Bild: froodmat_wasserspiegel  |  Gestaltung: A. Korkis  |  Quelle: Photocase, www.vdi.de )

  • Ergebnis der 1. Umfrage als Vorbereitung für den 1. Deutschen Mentorentag am 27. September in Frankfurt


    Zunächst möchten wir uns bei allen Beteiligten unserer 1. Umfrage bedanken.
    Die Ergebnisse waren aufschlussreich und werden uns bei den Diskussionen anlässlich des 1. Deutschen Mentorentages am 27. September in Frankfurt/M. unterstützen. Hier nun die Ergebnisse:

    Mentorenprogramm
    Nur 27 % aller Befragten haben in Ihrem Unternehmen ein Mentorenprogramm installiert. Ein Grund mehr den 1. Deutschen Mentorentag am 27. September in Frankfurt zu besuchen. Diskutieren Sie mit uns über Möglichkeiten. Hier geht’s zur Anmeldung: www.anmeldung.mentorentag.de

    Akademikeranteil
    bei einem Drittel der Beteiligten macht der Akademikeranteil im Unternehmen zwischen 26%-50% aller Mitarbeiter aus. Davon haben es aber bei 77% der Befragten nur bis zu 10%  in Führungspositionen geschafft.

    Fachkräfte
    sind für 85% unserer Befragten von Interesse, die gleiche Anzahl bildet in Ihren Unternehmen selbst aus.

    Migrationshintergrund: 65% fördern intern die Integration von Mitarbeitern.

    Zusammenarbeit mit Bildungsträgern
    Mehr als zwei Drittel aller Befragten arbeiten mit Bildungsträgern zusammen.

    Förderung der Integration
    Zwei Drittel aller Befragten fördern in Ihren Unternehmen intern die Integration von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund, wobei die Quote der Mitarbeiter mit Migrationshintergrund bei 42% unserer Befragten bei 1%-4% lag.

    Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch an der zweiten Umfrage teilnehmen würden. Hier geht’s weiter: www.umfrage.mentorentag.de

    (Autor: M. Weiss  |  Quelle: Umfrage Nr. 1 Mentoring4u |  Photo: nortys| Bildgestaltung: A. Korkis)

  • Der Evangelische Entwicklungsdienst sucht….aktuelle internationale Stellenangebote per August 2011

    Screenshot Denkanstoß

    Wir möchten uns mit dieser Rubrik auch an unsere Mentoren wenden.
    Sie finden in der unten stehenden Liste interessante Möglichkeiten Ihr Know-how nachhaltig internationalen Projekten des EED und seinen Partnerorganisationen zur Verfügung zu stellen. Der EED ist ein Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland.

    Jedes Jahr fördert der EED
    etwa 1500 Projekte und Programme in Afrika, Asien und Lateinamerika, in Südosteuropa und im Kaukasus. Er vermittelt Fachleute aus Europa in Projekte nach Übersee und vergibt Stipendien an Nachwuchskräfte aus Partnerländern. In Deutschland unterstützt der EED die entwicklungspolitische Bildungsarbeit von 500 Gruppen und Gemeinden.

    “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.” Autor: Erich Kästner (1899 – 1974), Schriftsteller, Lebensphilosoph

    Lesen Sie dazu auch die Kommentare zu der Hungersnot (21.7.11)  in Ostafrika unseren Artikel vom  21. März 2011

    Aktuelle Stellenangebote des EED:

    San José, Costa Rica
    Eine Fachkraft für Monitoring und Wirkungsbeobachtung im Bereich häusliche Gewalt und Maskulinität für unsere Partnerorganisation Instituto Costarricense de Masculinidad, Pareja y Sexualidad (Instituto WEM)

    Mutare, Simbabwe
    Eine Dozentin bzw. einen Dozenten in den Bereichen Public Health und Gesundheitsmanagement für die Medizinische Fakultät unserer Partnerorganisation der African University

    Kenia
    Eine Soziologin/einen Soziologen mit Berufserfahrung im Gesundheitssektor (eine Fachwirtin/einen Fachwirt Krankenkasse mit Erfahrung in der Sozialforschung) für unsere Partnerorganisation, Support for Tropical Initiatives in Poverty Alleviation (STIPA)

    Mosambik
    Eine Fachkraft für Mikrofinanz- und Kleingewerbeförderung für unsere Partnerorganisation, Organização Comunitária para o Desenvolvimento de Manica (OCODEMA)

    (Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel über Mikrofinanzdienstleistungen vom 31.7.2011)

    Agogo, Ghana
    Eine Fachärztin oder einen Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe zur Facharztausbildung am Lehrkrankenhaus der Presbyterian Church of Ghana

    Bogota, Kolumbien
    Eine Beraterin oder einen Berater für Lobbyarbeit im Bereich Frieden und Menschenrechte für unsere Partnerorganisation, Centro de Investigación y Educación Popular (CINEP), Stiftung für volksnahe Forschung und Erziehung

    (Hören Sie hierzu auch unser Online-Mentoring „Politik im Reagenzglas“ mit Volker Scharlowsky vom 3.02.2011)

    Ibandan, Nigeria
    Eine Fachkraft für Curriculumsentwicklung und Ausbildungsberatung im Druckgewerbe im Young Men’s Christian Association (YMCA)-Vocational Training Centre for Printing-Technology (VTC)

    Kathmandu, Nepal
    Eine Sozialwissenschaftlerin bzw einen Sozialwissenschaflter oder eine Sozialpädagogin bzw. einen Sozialpädagogen mit Kenntnissen in der Präventionsarbeit von HIV/AIDS für Kapazitätsbildung im Programmbereich HIV/AIDS einer Partnerorganisation

    Manila (Quezon City), Philippinen
    Einen Agrarwissenschaftler oder eine Agrarwissenschaftlerin mit Hochschulabschluss oder einer vergleichbaren Qualifikation für die Vermarktung organischer Produkte kleinbäuerlicher Gemeinschaften und Entwicklung von Perspektiven für Fairen Handel für eine Partnerorganisation

    Universidade Catolica de Mocambique
    Eine Dozentin / einen Dozenten für Gynäkologie zur Weiterentwicklung des medizinischen Ausbildungsganges

    Demokratischen Republik Kongo
    Medizinische Fachkraft (Arzt/Ärztin oder Krankenpfleger/in mit Zusatzausbildung in Public Health) für die Koordination der medizinischen Arbeit einer Partnerorganisation

    Für das Braun Health Center in Butaweng/Finschhafen
    der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Papua-Neuguinea sucht Mission Eine Welt eine/n Arzt/Ärztin

    Für das Krankenhaus Etep der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Papua-Neuguinea
    sucht Mission Eine Welt eine/n Arzt/Ärztin

    (Autor: M. Weiss | Thumb & Photo: Svea Anais Perrine, froodmat www.photocase.de | Bildbearbeitung & Thumb: A. Korkis | Quelle: www.missio.de, www.eed.de )

  • Die Vorbereitungen auf den 1. Deutschen Mentorentag laufen / Jetzt schnell bei der Umfrage mitmachen!!!

    Presse ts-grafik.d

    Der erste deutsche Mentorentag am 27. September in Frankfurt/M. beschäftigt die gesamte Redaktion.

    Geben Sie jungen Menschen eine Chance.

    Ihre Meinung ist uns wichtig.
    Die Verantwortung der heute im Beruf stehenden Generationen für junge Menschen erhöht sich deutlich. Diese Verantwortung hat die unterschiedlichsten Facetten. Eine davon ist es, junge Menschen auf den Berufseinstieg besser vorzubereiten, als dies bisher in Deutschland der Fall war. Unser Motto „Führungskräfte schenken Zeit“ trifft auch auf diese Umfrage zu.
    Schenken Sie uns bitte einige Minuten Zeit für die Umfrage.

    Einzige Vorraussetzung ist, dass Sie bereits in einem Unternehmen arbeiten. 

    Hier geht’s zur Umfrage  

    Vielen Dank für die Unterstützung!

  • Oslo – Norwegen. Ein Statement von Catharina Trost M.A.

    Mein Statement zu den Attentaten in Norwegen
    Ich bin ebenso erschüttert wie viele andere Menschen auf der Welt, ob des brutalen, feigen Attentats von Norwegen. Meine Gedanken und mein Mitgefühl gelten den Opfern und deren Angehörigen.

    Schnell wurde vermutet, dass es ein Anschlag von Muslimen war und Vergleiche wurden zu 9/11 gezogen. Nun sind wir eines besseren belehrt worden. Die Nachrichtenagenturen überschlagen sich und jede will das entscheidende Puzzleteil kennen, warum ein Mensch wie Anders B. B. diese feigen Morde verübte. Schaut man sich das ehemalige Facebookprofil an, würde man nie vermuten, dass er ein Mörder ist. Genau das ist jedoch die Gefahr. Hass, Gewalt und auch feige Anschläge machen nicht vor unserer Haustür halt. Es gibt Menschen, denen eine Multi-Kulti-Gesellschaft zuwider ist. Der Attentäter hat jahrelang, scheinbar unerkannt, aktiv in einer rechtskonservativen Partei mitgewirkt. Seine erzielten Einnahmen aus seinem Beruf als Gemüsebauer verwendete er für seine politische Arbeit gegen Muslime. Er sah eine deutliche Gefahr in der Religion des Islams. Können wir solchen Taten zukünftig entgegensteuern? Können wir in Deutschland daraus etwas lernen?

    Ich meine ja.

    Diese Tat beweist einmal mehr, wie wichtig Aufklärung ist. Wissen über Religionen. Die Freiheit des Glaubens. Der Respekt vor Leben. Diese Aspekte sind gleich, egal in welcher Religion. Fanatiker, egal welcher Couleur wird es immer wieder geben, jedoch liegt es an unsvselbst, uns ein umfassendes Wissen anzueignen um ihnen entgegenzutreten. Politische Fragen müssen viel offener mit der Bevölkerung diskutiert werden. Jugendliche der heutigen Zeit haben vielfache Möglichkeiten sich über das Internet, in Schulen, im Geschichts- und Politikunterricht zu beteiligen. Ebenso können sie tagtäglich ihren Mitstreitern ein Leben vorleben, in dem es nicht um Hass und Gewalt geht, sondern um ein Miteinander geht.

    Selbst wenn die Lebensbedingungen nicht für jeden gleich sein mögen, so hängt doch auch sehr viel vom Elternhaus ab. Ein gebildeter Mensch versucht Kontroversen aus verschiedenen Sichtweisen zu beleuchten. Einem ungebildeten Menschen ist es egal, wie das Leben seiner Mitmenschen verläuft. Die Kälte in der Gesellschaft trägt vielfach zur Vereinsamung bei. Dieses birgt jedoch die Gefahr des Fanatismus. Man lebt in seiner eigenen Welt und sucht gezielt nach Verschwörungstheorien oder einem Götzen, dem man folgen kann. Genau hier sind wir als Gesellschaft gefragt, einzugreifen und gegenzusteuern.

    Ein Mensch, der als Gemüsebauer lebte, hatte Konsumenten. Menschen die von seinen Produkten lebten und seine Lebenstheorie unterstützten. Dementsprechend wussten diese, von wem sie ihre Produkte bezogen. Ich denke nicht, dass ein politisch, aktiver Mensch wie Anders B. B. mit seinen politischen Ansichten hinter dem Berg hielt, wobei dieses meine Vermutung ist. Scheinbar wurde es jedoch toleriert und es gab keinen Hinweis darauf, welche Gefahr von ihm ausging. Doch auch hier ist wieder jeder einzelne gefragt. Blickt hinter die Produktkette und hinterfragt! Dieses gilt nicht nur für Klein- und Kleinstunternehmen, sondern auch für die großen Konzerne, die ebenso häufig Menschen- und Tierfeindlich agieren. Doch das soll hier nicht die Frage sein.

    Die Opfer und Angehörigen der Opfer sollten dieser Tage in unseren Gedanken Platz finden. Sie haben mit einem Schlag ihre Liebsten verloren. Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder. Ein Leid was kaum in Worte zu fassen ist.

    Wir können Respekt zeigen und unser aufrichtiges Beileid kundtun, auch wenn es die Ermordeten nicht wieder zurückbringt. Wir können daran mitwirken, dass wieder mehr Menschlichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt in die Gesellschaft tritt. Jeder von uns kann täglich sein Denken und Handeln selbst steuern und dafür Sorge tragen, dass Kinder und Jugendliche in einer Welt aufwachsen dürfen, in der man frei und offen seine Meinung sagen darf. Diese Meinungsäußerung sollte jedoch frei von Vorurteilen und geprägt von Wissen sein.

    Wissen um die Einzigartigkeit eines Lebens, Wissen um die Liebe zu den Menschen, Wissen um die Freiheit der Religionen und Wissen im friedlichen und respektvollen zusammenleben in einem Staat in einer Welt.

    Dieses kann nur erreicht werden durch aufgeklärte Menschen und kann auch ein Garant dafür sein, dass eben solche verabscheuungswürdigen Taten nicht länger in unserem Alltag toleriert werden und evtl. Nachahmer findet. Zeigen wir, die Gesellschaft, dass wir in der Mehrzahl daran interessiert sind, von anderen Kulturen zu lernen und offen sind für eine Welt, in der jeder seinen Platz findet.

    Fanatismus, Hass, Gewalt, feige Morde sollten wir offen und laut ablehnen – und zwar tagtäglich.

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

    (Gastautor: Catharina Trost M.A. Historikerin, Politikwissenschaflterin, Soziologin |  Bildgestaltung und Thumb: M. Weiss  |  Quelle: )

  • Ernteausfallversicherungen können Hungersnöte verhindern – Unterstützen Sie Mikrofinanzdienstleistungen. Wie? Lesen Sie mehr…

    Die in Ostafrika schon seit zwei Jahren anhaltende Dürre brachte mehr als zehn Millionen Menschen in die Gefahr einer Hungersnot.

    Für die Lebensgrundlage der Menschen dort, die oft als Kleinbauern arbeiten, sind gerade die Pflanzen und das Vieh äußerst wichtig. Dürreresistente Pflanzen und Viehfutter könnten hier ein Teil der Lösung des Problems sein.

    Im Rahmen von Mikrofinanz-Dienstleistungen, zu denen auch die bekannten Mikrokredite gehören, werden auch Mikroversicherungen, darunter auch Ernteversicherungen, angeboten. Zum Einsatz kommen hier häufig so genannte Index-basierte Wetterversicherungen. Weichen beispielsweise die Temperatur-Werte von den Durchschnittswerten ab, kommt es zur Auszahlung der Versicherungssumme an die Kleinbauern. Ernteversicherungen können die Menschen also bei solch wetter- bzw. klimabedingten Ernteausfällen absichern und somit vor der drohenden Armut und im schlimmsten Falle einer Hungersnot schützen.

    Aber auch Ernteversicherungen können bei einem kompletten Ernteausfall schützen. Da die Häufigkeit und Schadenshöhe von solch klimabedingten Naturkatastrophen wie Dürren, Stürmen oder Fluten zunehmen, ist vielen Versicherungen die Vergabe solch einer Ernteversicherung jedoch ein zu hohes Risiko.Wenn Sie sich für das Thema Mikrofinanz als Mittel zum Kampf gegen Armut interessieren, finden Sie im deutschsprachigen Webportal MikrofinanzWiki – www.mikrofinanzwiki.de – eine interessante Wissenssammlung und Anregungen für ein Engagement in diesem Bereich.

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder
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    (Gastautor: Sandra Stank, Opportunity International Deutschland  |  Bildgestaltung und Thumb: M. Weiss  |  Quelle: www.mikrofinanzwiki.de/ )