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Autor: m_weiss

  • 2. Teil Vom Kindheitstraum zum Traumberuf … ein Erfahrungsbericht

    Mein Name ist Fagr Eladly. Geboren wurde ich am 16.05.1993 in Mainz. Ich bin ägyptischer Herkunft und bin angehende Medizinstudentin und Ärztin. Mein Vater ist Biochemiker und Mikrobiologe, meine Mutter studierte Betriebswirtschaft.
    …
    Förderung & Widerstand
    So begann ich, ebenfalls gefördert durch meine Eltern, im April 2009 ein Frühstudium der Medizin an der Johannes-Gutenberg- Universität und setzte das Frühstudium, das Schülern, mit besonderen Leistungen in einem Fachbereich und insgesamt sehr guten Leistungen gewährt wird, bis Januar 2011 fort. Auch beim Angehen dieses Schrittes traf ich auf Entmutigung und Widerstand durch den Tutor an der Universität, welches mich jedoch nicht von meinem Vorhaben abhalten sollte. Zum einen bot mir das Frühstudium einen praktischen Einblick in mein zukünftiges Berufsfeld und bestätigte meinen Wunsch.

    Vielseitigkeit
    Ich muss allerdings beteuern, dass ich stets ein umfassendes, breites Wissen erlangen und meinen Wissensdrang stillen möchte.
    Ich liebe Sprachen, Philosophie, bedingt durch meine Ethiklehrerin (Dr. Caroline Heinrich),  und Journalismus, zumal ich mir bewusst bin, dass ein vernünftiger Mensch Fachidiotismus und eine selektive Wahrnehmung umgeht, stattdessen vielseitig interessiert und tatkräftig ist, um Verantwortung für das Umfeld, für die Gesellschaft übernehmen zu können:

    Ehrenamtliches Engagement
    In der elften Jahrgangsstufe bin ich Vetrauensschülerin an meiner Schule geworden. Ein Jahr später trat ich den Jusos in Mainz bei. Seit April 2011 bin ich durch einen Lehrer und gleichzeitig Initiator des Bildungsnetzwerkes in Mainz auf das Projekt gestoßen und seitdem ehrenamtlich aktiv, wobei wir sozial benachteiligte Kinder, unabhängig von Konfession und Herkunft, fördern. Hausaufgabenbetreuungen und Förderunterricht stellen mein Aufgabengebiet dar. Das Arbeiten mit Kinder und Jugendlichen bereitet mir große Freude, das Gefühl Verantwortung für kommende „Generationen“ zu tragen und Wissen weiterzuvermitteln. Außerdem gelingt es mir dadurch Werte, an die ich glaube, Gerechtigkeit, Chancegleichheit und Altruismus, zu verwirklichen. Ich bin der Überzeugung, dass mich mein Ehrenamt bereichert und erfüllt.

    Revolution in Ägypten
    Ein wichtiges Ereignis meines Lebens, im Grunde ein Schlüsselereignis, stellte die Revolution in Ägypten dar.
     Die Jugendlichen, ihr Kampf für Freiheit, soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaat und Demokratie, trotz aller gravierenden Risiken, haben mich beeindruckt und in meinem Einsatz für eine bessere Gesellschaft bestärkt. Als ich im Juli 2011 in Ägypten, Alexandria,  war, trat ich der Resala Charity bei und war dort etwa drei Wochen u. a. in medizinischen und weiteren Arbeitskreisen tätig. Des Weiteren bin ich seit Juni Mitglied des ägyptisch-deutschen Ärzteverbandes.

    Über Ägypten berichte ich heute u.a. im Rahmen meines Praktikums im Rundfunk (Radio-Rheinwelle), das ich im August angetreten habe. Ich lernte die Journalistin Frau Jost-Dahlhoff während meines dreimonatigen Medizin-Praktikums an den Universitätskliniken der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz kennen, wobei sie meine Artikel der Abiturzeitung sehr mochte.

    Zukunftserwartung
    Heute stehe ich vor einem scheinbar neuen Lebensabschnitt, es gilt nämlich Wissensdrang, Engagement und Selbsttreue zu wahren.

    Teil 1 dieses Artikels finden Sie hier.

    Die Redaktion von Mentoring4u wünscht Fagr Eladly weiterhin viel Erfolg für die Zukunft und freut sich über weitere Berichte.

    Sie, liebe Leser, haben auch einen so interessanten und vielseitigen Lebenslauf? Sie möchten junge Menschen dabei unterstützen, den Beruf für ihre Zukunft zu finden? Wenn ja, senden Sie Ihren Bericht an redaktion@mentoring4u.de .  Wir freuen uns von Ihnen zu lesen!

     (Autor:  Fagr Eladly  |  Bild: Bastografie  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • Vom Kindheitstraum zum Traumberuf … ein Erfahrungsbericht

    Mein Name ist Fagr Eladly. Geboren wurde ich am 16.05.1993 in Mainz. Ich bin ägyptischer Herkunft und bin angehende Medizinstudentin und Ärztin. Mein Vater ist Biochemiker und Mikrobiologe, meine Mutter studierte Betriebswirtschaft.
    La Dina Peinlich Artikel
     
    Mainzer Schulerfahrungen
    Ich besuchte zwischen 1999 und 2003 die Goethegrundschule und entschloss, nach dem ich eine Empfehlung für das Gymnasium erhalten hatte, das Gymnasium am Kurfürstlichen Schloss zu besuchen und habe nun acht Jahre später meine Hochschulreife erlangt.
    Im Oktober werde ich mein Medizinstudium beginnen
     
    Faszination
    Die Faszination an Medizin, Forschung und den menschlichen Körper habe ich bereits als Kind gespürt und war mir im Grunde sicher diesen Bereich, wenn nicht ausschließlich, zu wählen. Ich möchte dennoch auf meine Schulzeit zurückgreifen, zumal sie mich maßgeblich beeinflusst, geprägt hat.
     
    Respekt
    Nachdem ich mit elf Jahren anfing, aus eigener und fester Überzeugung ein Kopftuch zu tragen, musste ich zunächst mit Vorurteilen, Fehleinschätzungen zurechtkommen und kämpfen, Fehleinschätzungen, die auf gravierende Weise von der Einschätzung meiner Person vorher abwichen. Spätestens nach einem Jahr hatte ich mich, bedingt durch Fleiß, Ehrgeiz und Engagement insgesamt etabliert und Respekt erlangt, wobei mir weitere Konflikte, nie erspart blieben.

    Angespornt und unterstützt durch meine Eltern, die der Auffassung sind, dass konventionelle Maßstäbe nicht meinen entsprechen müssen und dass man über Erwartungen hinauswachsen kann, habe ich mit 14 Jahren, sowohl die zehnte, als auch die neunte Jahrgangsstufe in einem Schuljahr beendet; im Grunde ein Schuljahr übersprungen.
    Bereits in der zehnten Jahrgangsstufe hatte ich ein besonderes Interesse für Biologie, Biochemie und medizinischer Forschung, was meine Leistungskurswahl erheblich beeinflusst hat.

    Teil 2 lesen Sie am 23. September2011

    Förderung & Widerstand…
     
     (Autor:  Fagr Eladly  |  Bild: La Dina  & Thumb: M.Weiss)
  • WOW! Rundum Betreuung für sozialbenachteiligte Kinder und Jugendliche bei Hausaufgaben & Co

    BINE Bildungsnetzwerk Mainz e. V.
    BINE Bildungsnetzwerk Mainz e. V.

    BINE steht für Bildungsnetzwerk Mainz,  ursprünglich eine Initiative, nunmehr ein  Verein, dessen Mitglieder mit ehrenamtlichem Engagement, sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen, unabhängig von Konfession und Herkunft, eine Unterstützung im Bereich Bildung bieten. Das Gewähren von Chancengleichheit und Gleichberechtigung, sowie das konkrete und wahrnehmbare  Fördern von Integration sind die Zielvorstellungen des Vereins.

    Praktisch geschieht dies durch die Betreuung bei  Hausaufgaben, Förderunterricht, Nachhilfe und die Vorbereitung auf Klausuren und Arbeiten an sechs verschiedenen Standorten innerhalb von Mainz. Ferner versuchen die etwa 40 Mitglieder des Vereins kontinuierlich Wissenslücken zu schließen und eine Allgemeinbildung der Kinder und Jugendlichen zu nähren. Betreut werden Kinder zwischen 10 und 18 Jahren, wobei Ausnahmen auch möglich sind.

    Den Kindern und Jugendlichen werden kulturelle Angebote und Freizeitaktivitäten zur Förderung des effektiven Lernens, Ausgleich zum Alltag und Förderung des sozialen Verhaltens und zum Stressabbau angeboten. Ein besonderes Projekt wird in dem Asylantenheim in Mainz betreut: Kinder von Asylsuchenden werden im Rahmen von Patenschaften intensiv betreut, in der Freizeit begleitet und kulturell bereichert, durch Museums- und Kinobesuche.

    Am 30. April 2010 gründete sich der gemeinnützig anerkannte Verein BILDUNGSNETZWERK MAINZ (BINE) e.V. aus der Initiative.  Im September 2008 riefen Pascal Brauckmann und Ali Hashoush Laboudi die Initiative Bildungsnetzwerk Mainz ins Leben. Bereits in ihrer Schul- und Studentenzeit hatten sie Kinder und Jugendliche in verschiedenen Projekten ehrenamtlich unterstützt und sich daher dazu entschlossen ein eigenes größeres Projekt zu starten, in welchem verschiedene Einrichtungen und Betreuungsangebote vernetzt werden sollen.   

    Am 03.12.2010 erhält das Bildungsnetzwerk Mainz den Brückenpreis 2010 des Landes Rheinland-Pfalz in der Kategorie „Bürgerschaftliches Engagement gegen soziale Benachteiligung, Ausgrenzung und Diskriminierung“.
    Der Preis des Landes RLP stellt eine wichtige Anerkennung für die Arbeit des Vereins dar. 

    Ministerpräsident Kurt Beck zeigt mit der Ausschreibung BINE- Mentoring in Mainz der Verleihung des Preises die Wichtigkeit des Ehrenamtes in seinem Land. Die Mitglieder des Vereins bewiesen, dass Integration, Verantwortung und persönliches Engagement erfordert, um in Wirklichkeit erzielt werden zu können.

     
    (Autor:  Fagr Eladly  |  Bilder & Bearbeitung: M. Weiss  |  Quelle:
    www.bildungsnetzwerkmainz.de)

  • „Auf die Socken, fertig, los!“ – Mentoren gesucht – Übernehmen auch Sie Verantwortung!

    Unter der Schirmherrschaft von Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.Wir übernehmen Verantwortung
    Auch im Herbst 2012 hat Mentoring4u wieder Schüler mit Mentoren aus Wirtschaftsunternehmen der Region zusammen gebracht. Dieses Initiative läuft mit großem Erfolg schon seit 2005 unter dem Motto “Führungskräfte schenken Zeit.“
    Hier eine kleine Auswahl unserer Partner, Freunde und Referenzen.

    Verschärfte Anforderungen für den Nachwuchs
    Schüler, Auszubildende und Studenten müssen sich heute immer früher für eine Berufs- oder Studienrichtung entscheiden. Medienberichte über Fachkräftemangel und Schreckensszenarien zu überfüllten Universitäten machen die Entscheidung und Orientierung nicht leichter. Besonders jetzt ist es wichtig, rechtzeitig Perspektiven aufzuzeigen für Schüler und Studenten gleichermaßen. Dafür haben wir ein eigenes Mentoring4u-TV-Magazin für Absolventen und Berufseinsteiger entwickelt.
    Schauen Sie mal rein.

    Nachhaltige Mentoren-Initiative
    „Auf die Socken fertig los!“ – So lautet das Motto der jährlich und deutschlandweit im Februar (Valentinswoche) und im November (Martinswoche) stattfindenden Mentorenveranstaltungen.  Auch Prominente Politiker sind manchmal mit dabei.
    2010 z. B. Dr. Henning Scherf, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Bremen. Sein Thema: Wie wird man Bürgermeister? Oder einfach nur Bremer Eindrücke und Mentoren in Wiesbadener Abschlussklassen oder das Resumé der Valentins-Initiative 2011 .

    Termine der Mentoren-Initiative in der Martinswoche 2011:

    11.11.2011  Stuttgart
    16.11.2011 Elmshorn
    18.11.2011 Berlin/Neukölln
    23.11.2011 Frankfurt am Main

    Mentoring4u – Unterstützen Sie die Mentoren-Initiative 2011
    Das Besondere an mentoring4u ist der individuelle, fachbezogene Brückenschlag zwischen den Generationen. Machen Sie mit und unterstützen Sie die Mentoren-Initiative auch als exklusives  Mitglied des Mentoren-Netzwerkes Region D A CH.

    Eine gute Vorbereitung war auch der  1. Deutschen Mentorentag am 27. September’11 in Frankfurt/Main.

    (Redaktion mentoring4u | Foto: kikiiii | Bearbeitung: A. Korkis | Quelle:photocase)

  • Der Evangelische Entwicklungsdienst sucht….aktuelle internationale Stellenangebote per September 2011

    Denkanstoß Artikel
    Wir möchten uns mit dieser Rubrik auch an unsere Mentoren wenden.
    Sie finden in der unten stehenden Liste interessante Möglichkeiten Ihr Know-how nachhaltig internationalen Projekten des EED und seinen Partnerorganisationen zur Verfügung zu stellen. Der EED ist ein Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland.

    Jedes Jahr fördert der EED
    etwa 1500 Projekte und Programme in Afrika, Asien und Lateinamerika, in Südosteuropa und im Kaukasus. Er vermittelt Fachleute aus Europa in Projekte nach Übersee und vergibt Stipendien an Nachwuchskräfte aus Partnerländern. In Deutschland unterstützt der EED die entwicklungspolitische Bildungsarbeit von 500 Gruppen und Gemeinden.

    „Gegen das Schicksal gibt es keine unüberwindliche Mauer.“ Autor: Seneca (1-65) römischer Phliosoph

    Aktuelle Stellenangebote des EED: 

    San José, Costa Rica
    Eine Fachkraft für Monitoring und Wirkungsbeobachtung im Bereich häusliche Gewalt und Maskulinität für unsere Partnerorganisation Instituto Costarricense de Masculinidad, Pareja y Sexualidad (Instituto WEM)

    Mutare, Simbabwe
    Eine Dozentin bzw. einen Dozenten in den Bereichen Public Health und Gesundheitsmanagement für die Medizinische Fakultät unserer Partnerorganisation der African University

    Mosambik
    Eine Fachkraft für Mikrofinanz- und Kleingewerbeförderung

    Agogo, Ghana
    Eine Fachärztin oder einen Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe zur Facharztausbildung am Lehrkrankenhaus der Presbyterian Church of Ghana

    Bogota, Kolumbien

    Eine Beraterin oder einen Berater für Lobbyarbeit im Bereich Frieden und Menschenrechte für unsere Partnerorganisation, Centro de Investigación y Educación Popular (CINEP), Stiftung für volksnahe Forschung und Erziehung

    Ibandan, Nigeria
    Eine Fachkraft für Curriculumsentwicklung und Ausbildungsberatung im Druckgewerbe im Young Men’s Christian Association (YMCA)-Vocational Training Centre for Printing-Technology (VTC)

    Kathmandu, Nepal
    Eine Sozialwissenschaftlerin bzw einen Sozialwissenschaflter oder eine Sozialpädagogin bzw. einen Sozialpädagogen mit Kenntnissen in der Präventionsarbeit von HIV/AIDS für Kapazitätsbildung im Programmbereich HIV/AIDS einer Partnerorganisation

    Manila (Quezon City), Philippinen
    Einen Agrarwissenschaftler oder eine Agrarwissenschaftlerin mit Hochschulabschluss oder einer vergleichbaren Qualifikation für die Vermarktung organischer Produkte kleinbäuerlicher Gemeinschaften und Entwicklung von Perspektiven für Fairen Handel für eine Partnerorganisation

    Universidade Catolica de Mocambique
    Eine Dozentin / einen Dozenten für Gynäkologie zur Weiterentwicklung des medizinischen Ausbildungsganges

    Demokratischen Republik Kongo
    Medizinische Fachkraft (Arzt/Ärztin oder Krankenpfleger/in mit Zusatzausbildung in Public Health) für die Koordination der medizinischen Arbeit einer Partnerorganisation

    Lugala/Tansania
    Für die Lugala School of Nursing sucht das Leipziger Missionswerk eine/n Mitarbeiterin/Mitarbeiter für den Ausbau und die

     

    Papua-Neuguinea´
    Für das Braun Health Center in Butaweng/Finschhafen der Evangelisch-Lutherischen Kirche sucht Mission Eine Welt eine/n Arzt/Ärztin

    Weitere Angebote für Fachkräfte finden Sie bei Mission EineWelt

    (Autor & Thumb: M. Weiss | Photo:  froodmat www.photocase.de | Bildbearbeitung: A. Korkis | Quelle: www.missio.de, www.eed.de )

  • Berufsbild Massschneider/in mit Plan B oder laufen Sie rum, wie Sie wollen?

    Maßschneider/innen stellen nach eigenen oder vorgegebenen Entwürfen Damenkleider, Kostüme, Mäntel, Röcke, Anzüge oder Freizeitkleidung in Maßarbeit her. Sie beraten ihre Kunden bei der Auswahl von Stoffen, Farben und Bekleidungszubehör sowie hinsichtlich der Schnittführung. Entwürfe und Schnittmuster entwickeln sie oft am Computer. Schließlich erstellen sie Schnittschablonen und schneiden Stoffe mustergerecht zu. Die Näharbeiten führen sie zumeist mithilfe von Nähmaschinen aus, manchmal ist aber auch Handarbeit erforderlich. Abschließend bügeln sie das Kleidungsstück und führen nach der Anprobe letzte Passformkorrekturen durch. Dann übergeben sie dem Kunden bzw. der Kundin die fertige Bekleidung und nehmen die Bezahlung entgegen. Sie stellen jedoch nicht nur neue Kleidung her, sondern ändern, modernisieren oder reparieren auch getragene Kleidungsstücke.

    Hauptsächlich arbeiten Maßschneider/innen in handwerklichen Maß- und Änderungsschneidereien, Kostümabteilungen von Theatern, Filmstudios oder Fernsehanstalten eröffnen weitere Tätigkeitsfelder. Darüber hinaus können sie z.B. in Bekleidungshäusern
    mit Änderungsdienst beschäftigt sein.

    Maßschneider/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO).
    Diese bundesweit geregelte 3-jährige Ausbildung wird im Handwerk in folgenden
    Schwerpunkten angeboten:
    • Damen
    • Herren
    Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.

    Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:
    1. Ausbildungsjahr: € 163 bis € 166
    2. Ausbildungsjahr: € 189 bis € 197
    3. Ausbildungsjahr: € 217 bis € 238

    (Quelle: Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit)

    Mentoring4u: Karriereplanung und Praktika
    Versuchen Sie, bevor Sie sich für diesen Job entscheiden, ein Praktikum zu bekommen. Lernen Sie so den Beruf Ihrer Zukunft kennen. Fragen Sie bei der Handwerkskammer nach, ob die ihnen einen Handwerksbetrieb nennen können. Seien Sie nicht erstaunt, wenn man Sie auffordert direkt zu einem Unternehmen zu gehen. Sprechen Sie den Meister auf ein mögliches Praktikum direkt an. Trauen Sie sich!  Ganz bestimmt finden Sie dort auch einen Mentor,  der Ihnen den richtigen Weg in die Zukunft aufzeigt.  Oder schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de .

    Eine wichtige Voraussetzung ist, dass Sie ein offenes Ohr für die Wünsche der Kunden haben  . Bei den Handwerkskammern z. B. der Handwerkskammer Köln und des Bundesverband des Maßschneiderhandwerk finden Sie Ansprechpartner und Adressmaterial über Unternehmen, die in Ihrer Nähe Ausbildungsplätze anbieten sowie interessante links zur Vorbereitung auf den Job. Wenn Sie sich immer noch nicht ganz sicher sind, in welche Richtung Sie sich entscheiden möchten,  schauen Sie doch z. B. in Bayern bei dem Landesinnenverband des Maßschneiderhandwerks Bayern vorbei. Auch hier werden Ihnen interessante Jobs vorgestellt. Einige ganz wichtige Anlaufstellen für Sie. Beachten Sie bitte, dass alle Handwerkskammern Informationen zu diesem Berufswunsch anbieten.

    Ähnliche Berufe: Bekleidungstechnischer Assistent & Änderungsschneider/in

    Die perfekte Bewerbungsmappe
    Das ist so eine Sache mit der Bewerbung. Sie ist eine (vielleicht lästige) formale Übung und zugleich die Chance Eure Motivation und Eure Stärken optimal zu präsentieren. In Mentoring4u.TV Film zeigt Euch Max Musterknabe welche Bewerbung erfolgreich sein kann und dass die Hypochonderbewerbung nicht sicher dazu gehört. Bewerbungsmappe – richtig gemacht!

    Tipps für die Bewerbung
    Nutzen Sie unsere Online-Mentorings kommen Sie den Mentoren ganz nah. Machen Sie mit oder schauen Sie sich die aufgezeichneten Mentorings online noch mal an!

    Wie Sie sich dann auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten finden Sie hier online im Mentoring4u TV.

    Tipps kurz vor Beendigung der Ausbildung
    Nehmen Sie schon während Ihrer Ausbildung Kontakt mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber auf. Fühlen Sie vor, ob eine Übernahme nach Abschluss der Ausbildung möglich ist. Vielleicht fühlen Sie sich aber auch besser, nach der Ausbildung nicht in demselben Betrieb zu arbeiten. Sprechen Sie nicht unbedingt die direkte Konkurrenz Ihres alten Arbeitgebers an. Das gehört sich nicht!

    Suchen Sie sich rechtzeitig den möglichen Arbeitgeber aus. Das kann auch eine Fabrik in Ihrer Nähe sein, manchmal werden auch dort Fachkräfte mit Ihrem Profil gesucht. Langfristig ist es noch lohnender, wenn Sie sich einen Meisterbetrieb in einer anderen Großstadt aussuchen. Lernen, lernen, lernen und hinterher die Früchte ernten. Ganz besonders gefragt werden Fachkräfte in strukturschwachen Gebieten. Im Rahmen Ihrer Gesellenjahre müssen Sie sozusagen über den Gartenzaun in die Ferne blicken. Es kann auch in 250 km Entfernung ein interessanter Betrieb liegen. Auf jeden Fall arbeitet jeder Meister auf seine Art, da ist es nicht verwunderlich, wenn Sie auch andere Techniken kennen lernen.

    Aktiv bewegen, müssen Sie sich allerdings selbst. Seien Sie flexibel. Ganz besonders wichtig ist dann Ihre Argumentation. Überlegen Sie sich im Voraus gut, warum Sie wechseln möchten. Eine Übersicht mit Pro und Contra, also was spricht für  bzw. was spricht gegen den derzeitigen Arbeitgeber, könnte sich als nützlich erweisen.

    Studieren ohne Abitur – Viele Wege führen ans Ziel! Aufgepaßt PlanB!

    Alles was Recht ist – Arbeitsrecht
    Im letzten Teil unseres Ratgebers geht es ums Recht. Die Frage: “Ist es erlaubt am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit zu surfen? Darauf gibt im Mentoring4u TV der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Herr Bodo Lindena aus Wiesbaden Antwort. Reinschauen und Bescheid wissen.

    Die Schere zwischen typisch männlichen und typisch weiblichen Jobs scheint nicht kleiner zu werden.
    Lesen Sie hier weiter.

    Sollten sich Fragen ergeben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Schreiben Sie uns an redaktion@mentoring4u.de oder senden uns Ihren Kommentar.

    (Assistenz: Dilan Balci  Autor: M. Weiss  |  Bild & Thumb: Dilan Balci  |  Quelle:www.arbeitsagentur.de, http://www.bundesverband-mass-schneider.de/, Lexikon der Ausbildungsberufe der Bundesagentur für Arbeit und Mentoring4u TV)

  • Teil 2: Viele Wege führen nach Rom. Es lohnt sich für Träume zu kämpfen!


    Als mein Antrag für die Gymnasiale Oberstufe angenommen wurde, war mein größter Wunsch in Erfüllung gegangen. Doch leider kam alles anders als geplant: Ich wurde durch zum Teil rassistische Gründe nicht versetzt und musste meine Schule abbrechen (im Unterricht wurde gern „geschwätzt“, wobei hauptsächlich unser Lehrer sprach. Und fast immer ging es um Ausländer, die sich in Deutschland nicht angepasst haben, die kriminell waren oder ähnlich, und dabei war ich natürlich immer im Blickfeld).

    Für mich glich es einem Weltuntergang, ich wusste nichts mehr mit mir anzufangen und konnte keine weiteren Ziele ins Auge fassen. Nachdem ich hatte abbrechen müssen, habe ich versucht, mich damit abzufinden. Zwei, drei Monate lang hatte ich keine Idee, was ich machen könnte. Danach habe ich vier Wochen lang ein freiwilliges Praktikum im Krankenhaus gemacht. Und da mir dieses Praktikum gut gefallen hat, habe ich gleich darauf Bewerbungen für eine Krankenschwester-Ausbildung an fast alle Krankenhäuser in der Umgebung geschickt. Nach einem Vorstellungsgespräch habe ich erst gemerkt, dass dies nicht der richtige Beruf für mich ist. Und wieder stand ich vor der Frage „Was kann ich für meine weitere Zukunft machen?“

    Nach einem Gespräch bei der Arbeitsagentur und mit einer Jugendberaterin bekam ich wieder neue Hoffnung. Ich machte eine schulische Ausbildung im Fachbereich Fremdsprachensekretariat mit Schwerpunkt Wirtschaft und gleich darauf mein Fachabitur mit Schwerpunkt Wirtschaft. Endlich war ich am ersehnten Ziel angekommen. Jetzt stand ich vor der Frage, in welchem Fachbereich ich studieren könnte. Es fiel mir nicht schwer, eine Entscheidung zu treffen, da ich eine wirtschaftsbezogene Schule besucht hatte: Während ich mein Fachabitur gemacht habe, dachte ich immer, dass ich danach BWL studieren würde.

    Doch nach einem Besuch auf der Hobit bekam ich Interesse für Architektur (die Hobit ist die Anlaufstelle Nr. 1 für Schüler und Schulabsolventen in Darmstadt und der Region, hier geht es um die Ausbildungs- oder Studienplatz-Orientierung). Also beschloss ich, mich gleichzeitig auch für Architektur zu bewerben. Nach einigen Wochen bekam ich eine Zusage der Hochschule Darmstadt; auch für BWL bekam ich eine Zusage, doch mein Herz schlug mehr für Architektur.

    Während meines Architekturstudiums arbeitete ich – und arbeite noch immer – in einem großen Bauprojekt am Frankfurter Flughafen. Vor einigen Wochen machte ich meinen Bachelorabschluss als „Bachelor of Arts“. Für mich ist mein Traum in Erfüllung gegangen. Es war nicht einfach. Oft kam ich an den Punkt, alles hinzuwerfen, doch ich habe hart dafür gekämpft und ICH HABE ES GESCHAFFT!!

    Nun habe ich mir wieder ein Ziel gesetzt: Ich möchte innerhalb der nächsten zwei Jahre meinen Masterabschluss machen, weil ich mir sehr gut vorstellen kann, international – eigentlich sogar mehr in meiner Heimat – zu arbeiten. Dort herrscht seit Jahrzehnten immer noch Krieg, und dadurch wird vieles vernachlässigt, beschädigt oder es fehlt einfach an Mitteln, um etwas Neues aufzubauen. Ich wollte immer etwas in der Hand haben, womit ich anderen helfen kann. Und ich denke, dass ich das mit diesem Vorhaben kann. Außerdem kann ich mich nach dem Masterstudium selbständig machen. Auch dies ist ein wichtiger Grund. Es klingt vielleicht etwas seltsam, doch ich möchte eine gewisse Unabhängigkeit haben. Mit meiner Selbstständigkeit wäre dies für mich erreicht.

    Mit meinem Bericht möchte ich nicht hervorheben, welche Schwierigkeiten ich während meiner Schullaufbahn hatte. Sondern ich möchte andere Menschen darin ermutigen, immer für ihre Träume zu kämpfen und sich immer wieder neue Ziele zu setzen. Man sollte nicht schon bei der ersten Hürde aufgeben. Selbst bei einer Niederlage sollte man nicht mit allem abschließen und auf Gedanken kommen wie „Ich kann es doch eh nicht schaffen“ oder „Es ist unmöglich!“.

    Vielleicht durch meine Erfahrungen habe ich mir das Motto „Viele Wege führen nach Rom“ angeeignet.

    Sie haben den ersten Teil verpasst. Hier geht’s weiter.

    (Gastautoren: Meryem Bavli & Annette v. Spiegel  |  Bild: Meryem Bavli  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)

  • Teil 1: Lohnt es sich für Träume zu kämpfen?


    Ich heiße Meryem Bavli und bin 28 Jahre alt.
    Ich möchte Ihnen heute über meine Schullaufbahn und meine damit verbundenen Ziele berichten.

    Ich bin im Winter 1989 / 90 mit meiner Familie aus Cizre, einer kleinen Stadt im Südosten der Türkei, nach Deutschland gekommen. Der Hauptgrund unserer Ausreise aus unserer Heimat war zum einen die dort herrschende Armut und zum anderen der Krieg, der seit Jahrzehnten fast unverändert weitergeführt wird. Damals war ich sieben Jahre alt und konnte kein Wort Deutsch sprechen. Wir bekamen eine Wohnung in Braubach, einer Stadt in der Nähe von Koblenz. Der Ort ist sehr schön, ganz besonders, weil er am Rhein liegt und in der Umgebung die bekannte Marksburg ist, die vor allem im Sommer viele Menschen anlockt.

    Zu unserem Pech waren wir hauptsächlich nur unter ausländischen Mitbürgern, so dass es für uns fast unmöglich war, die für uns neue Sprache zu lernen. Doch das Blatt wendete sich, nachdem meine Schwester und ich zusammen eingeschult wurden: Weil wir immer noch kein Deutsch sprachen, beschloss unsere Klassenlehrerin, uns zweimal in der Woche mit nach Hause zu nehmen, damit wir uns mit ihrer gleichaltrigen Tochter anfreundeten und so die neue wichtige Sprache lernen konnten. Nach langem Zögern ließ unsere Mutter es zu: Da wir erst seit wenigen Monaten in diesem fremden Land lebten und weder Einheimische, noch das Land an sich kannten, konnte meine Mutter nicht verstehen, weswegen eine wildfremde deutsche Frau sich so sehr um ihre Kinder kümmerte.
    Wir fuhren also zu unserer Lehrerin und lernten ihre Tochter Eva kennen. Auch für uns war es ungewohnt, jetzt noch „zusätzlich“ unsere Nachmittage bei einer deutschen Familie zu verbringen. Doch mit der Zeit gewöhnten wir uns daran und pflegten eine sehr schöne Freundschaft mit Eva und ihre Freundinnen. Nach 2 Jahren sprachen wir besser Deutsch als die anderen Kinder in unserer Nachbarschaft.

    Weil unseren Eltern das deutsche Schulsystem völlig fremd war, kamen wir nach der Grundschule auf die sich an der gleichen Schule befindenden Hauptschule: In der Heimat gab es dieses Schulsystem nicht. Es gab nur eine Schule für alle Kinder. Und meine Eltern dachten, dass es hier wahrscheinlich genauso ist. Nachdem sie wussten, dass man die Kinder auch auf eine bessere Schule schicken kann, fiel es ihnen schwer, uns jeden Tag alleine mit dem Bus zur Schule zu schicken. Wahrscheinlich kamen diese Bedenken daher, dass sie in der eigenen Heimat keine Sicherheit gefunden hatten und es ihnen schwer fiel zu glauben, dass man diese Sicherheit in Deutschland hatte. Außerdem fiel es ihnen schwer, uns in einen anderen Ort zu Schule zu schicken.

    Einige Monate später mussten wir umziehen. Doch leider war es nun nicht mehr möglich, von der Hauptschule auf die Realschule zu wechseln. Leider kann ich nichts Genaues dazu sagen. Es wurde nur gesagt, dass es nicht mehr möglich und sowieso besser sei, wenn wir weiterhin auf der Hauptschule blieben.

    Im Laufe der Zeit fiel mir der Unterrichtsstoff sehr leicht, und da ich auch gute Noten bekam, fing ich an, mir ernsthaft Gedanken über meine Zukunft zu machen: Ich wollte etwas erreichen, womit ich auch anderen helfen könnte. Und der einzige Weg dahin war ein guter Abschluss.

    In der 7. Klasse dann mussten wir einen vom Arbeitsamt durchgeführten Eignungstest machen, um uns beraten zu lassen, welcher Beruf am besten zu uns passen könnte. In Einzelgesprächen wurde uns das Ergebnis mitgeteilt, danach bekamen wir Tipps, für welche Berufe wir uns später bewerben könnten. Als ich an die Reihe kam, sagte man mir, dass mein Test besser ausgefallen war als der vieler meiner deutschen Klassenkameraden. Auf die Frage, ob ich mir Gedanken über meine Zukunft gemacht hätte, antwortete ich „Ich will studieren!“. Danach entstand eine Weile Stille.

    Nun versuchte man mir zu erklären, dass es vernünftiger sei, mir die Sache mit dem Studieren aus dem Kopf zu schlagen. Doch für mich war das undenkbar. Ich dachte, ich höre nicht richtig: Statt mich zu unterstützen, statt mir zu sagen, was für eine gute Entscheidung ich damit getroffen habe, sollte ich mir Gedanken darüber machen, welche Ausbildung mit einem HAUPTSCHULABSCHLUSS für mich mehr in Frage käme. (Natürlich ging mir auch eine weitere Sache durch den Kopf: Egal, wie sehr ich es drehte und wendete, ICH WAR EIN AUSLÄNDISCHES KIND. Dieser Gedanke kam nicht durch Vorurteile. Denn sowohl einige unserer Schulkameraden, als auch Leute aus unserer Nachbarschaft, hatten uns fühlen lassen, dass wir NICHT WIE SIE waren.)

    Es war inzwischen zu meinem größten Ziel geworden, es bis zum Studium zu schaffen. Da ich nicht locker ließ, versuchte man mich in diesem Gespräch auf die Schwierigkeiten, die mir bevorstanden, hinzuweisen, und mich immer noch für andere Ausbildungen und Berufe zu begeistern. Aber das Ergebnis meines Tests war für mich ein weiterer Ansporn, an meinen Zielen festzuhalten.

    Zwei Jahre später machte ich meinen Hauptschulabschluss als Jahrgangsbeste …

    Wieder zogen wir um. Diesmal fanden wir eine Wohnung im Rhein-Main-Gebiet, bei Darmstadt. Ich wechselte auf die Realschule und musste dadurch die 9. Klasse wiederholen. Da ich auf der Hauptschule außer Englisch keine weitere Fremdsprache gelernt hatte, musste ich jetzt zusätzlich Französisch lernen, um meine Mittlere Reife zu machen. Während dieses Schuljahres ging ich zusätzlich zur Nachhilfe, um mit der Zeit mit meinen Klassenkameraden auf einen Stand zu kommen. Auch mein Abschluss in der Mittleren Reife war ein weiterer Ansporn für mich, weiterhin an meinen Zielen festzuhalten.

    Fortsezung folgt am Sonntag 4. September 2011.

    (Gastautoren: Meryem Bavli & Annette v. Spiegel |  Bild: Meryem Bavli  |  Bildbearbeitung: A. Korkis  |  Quellen: http://de.wikipedia.org )

  • Mentorentag 2011 Nachwuchsrekrutierung und Fachkräftesicherung! – News & aktualisierte Liste der Referenten. Jetzt noch schnell anmelden!


    Der Kongress: 1. Deutscher Mentorentag am 27. September 2011 in Frankfurt/M.
    „Chancen & Perspektiven des Mentoring für die Nachwuchssicherung“
    Der 1. Deutsche Mentorentag 2011 ist keine Frontalveranstaltung. Der Kongress lebt aus dem intensiven Austausch seiner Teilnehmer und findet statt im exklusiven, hochkarätigen Rahmen, im Sitz der renommierten Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft, der Villa Bonn.

    Das Haus der Mentoren bringt Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft, Sport und Medien zusammen. Experten und Entscheider sprechen über Rahmenbedingungen, Zukunftsoptionen, Chancen und Risiken von Mentoring als zukunftsträchtiges Werkzeug der Personalentwicklung.

    Weitere Informationen und tiefergehende Fragestellungen finden Sie hier .

    Vertreter folgender Unternehmen und Organisationen werden das Thema „Mentoring zur Nachwuchsrekrutierung und Fachkräftesicherung“ während des Kongresses vertieft erörtern:

    Arbeitgeberverband Gesamtmetall, Nachwuchssicherung Wolfgang Gollub;
    BAGSO Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, Seniorexpertin Barbara Sawade;
    Bundeswehr Streitkräfteamt Bonn, Brigadegeneral Volker Barth;
    DB Mobility & Logistic, Leiterin Berufsausbildung Silke Tegenkamp;
    Ehem.Vorstand Dresdner Bank AG  & Allianz AG, Dr. Herbert Walter;
    EZB, Europäische Zentralbank, HR Policies & Staff Relations Division, Manfred Koch;
    Gesamtschule Bremen-Ost, Schulleiter Franz Jentschke;
    Hessisches Ministerium des Innern und Sport, Prof. Dr. Heinz Zielinski;
    Landeselternbeirat Hessen, Landesvorsitzende Kerstin Geis;
    Landtag NRW, MdL & Landtagspräsidentin a. D. Regina van Dinther;
    Lufthansa Technik AG, HR Leitung, Vollmert Stock;
    Mercedes Benz, Personalabteilung Frankfurt, Marion Wenzel;
    Unternehmerschaft Rhein/Wupper, Vorsitzender Friedel Martiny;
    Schenker Deutschland AG, A. Josef Lederer;
    Vereinte Nationen, UN-Sonderberater für Sport, Willi Lemke;
    Wirtschaftsjunioren Deutschland, Bundesvorsitzender Tobias Schumacher;
    Haus der Mentoren Martin Weiss u. a.

    Die Moderation der Podiumsdiskussion übernimmt Pater Roger Gerhardy OSA.

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    Hier finden Sie den aktuellen Flyer zum 1. Deutschen  Mentorentag2011 .
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    Agenda des Tages
    27.09.2011, Villa Bonn in Frankfurt/Main

    10:00-10:05 Uhr
    Begrüßung
    Martin Weiss

    10:05-10:30 Uhr
    Eröffnungsvorträge

    Landtagspräsidentin a. D.
    Regina van Dinther MdL NRW
    General Volker Barth
    Dr. Herbert Walter

    10:30-12:30 Uhr
    Vorträge und Diskussion zu den Themenblöcken (siehe oben)

    12:30-14:00 Uhr
    Lunch/Networking mit ausgesuchten Schülern & Studenten

    14:00-16:00 Uhr
    Diskussionsgruppen an Thementischen

    16:15-17:30 Uhr
    Mentoren-Workshops

    Workshop 1 – Mentoring4u TV und Kameratraining
    Referent: Gerhard Krock, TV-Regisseur
    (Weitere Informationen zu Mentoring4u TV finden Sie hier)

    Workshop 2
    – Krisenmanagement/Mediencoaching
    Referent: Boris Barschow, Journalist, Mediencoach und Autor des Buches “Kabul, ich komme wieder”

    Workshop 3
    – Mentoren für die Zukunft (Haus der Mentoren)
    – Vorbereitungen der Martinstagsinitiative “Auf die Socken, fertig, los!”
    – 2bMentor

    17:30-18:00 Uhr
    Resumée, Pressekonferenz und Ausklang der Veranstaltung

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    Anmeldung und Teilnahmebedingungen:

    Dabei sein und Mitgestalten

    Der Teilnahmepreis (Verpflegung & Pausengetränke inkludiert) am 1. Deutschen Mentorentag 2011 beträgt:

    für Unternehmen:
    € 180,00 + MWSt. pro Person (Gruppenermäßigung ab 3 Personen)

    für Träger/Stiftungen/Bildungseinrichtungen:
    € 125,00  + MWSt. pro Person (geeigneter Nachweis der Gemeinnützigkeit)

    für Eltern und sonstige Privatpersonen:
    € 95,00 pro Person

    2B Mentoren unseres Netzwerkes Region DACH:
    € 70,00 pro Person

    Bei Absagen 2 Wochen vor Veranstaltungsbeginn werden 50 %, bei Absagen danach 100 % des Teilnahmebeitrages berechnet. Ersatzteilnehmer können benannt werden.

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    Hier geht’s zur Anmeldung:

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    (Autor: M. Weiss | Photo: Martin Boulanger  |  Bildgestaltung: A. Korkis)

  • „Hier bin ich Mensch, hier darf ich (’s) sein“ (?) Teil 4


    (ein typischer Flüchtlings-Weg von Afghanistan nach Deutschland)

    Siehe hierzu auch:

    www.ardmediathek.de, www.tagesschau.de ,     http://www.wdr.de/tv/weltweit/sendungsbeitraege/2010/0914/index.jsp ,

    http://www.neon.de/kat/sehen/politik/236524.html

    Über ein Jahr ist mittlerweile vergangen, und sie leben noch immer in Heimen, auf die sie ohne Rücksicht auf Freundschaften verteilt worden sind. Zum Teil ringen sie mit Depression, Aggression, Schlaflosigkeit, Alkoholkonsum, der Idee aufzugeben und zurückzukehren – und ab und zu auch mit der Idee und der Hoffnung, hier vielleicht doch eine Zukunft zu haben. Vielleicht.

    Ich beschreibe es bewusst so.

    Ein Arzt, mit dem ich über diese Dinge sprach, sagte, das sei normal. Und dass es manchmal gut sei, einfach ab und zu mit ihnen zu tanzen, weil schon das etwas Lebenskraft zurück bringen kann. Manchmal. Er muss es wissen: Er ist selbst Iraner im Exil, hat aber das Glück, seinen Beruf hier ausüben zu dürfen. Er ist sogar Lehrarzt.

    Für mich war sehr schmerzhaft mitzuerleben, wie diese pfiffigen, glücklichen  jungen Leute angesichts der sich über so viele Monate dahinschleppenden Entscheidungswege der Behörden ihren Schwung verloren. Sie haben viel ausgehalten und verharren nun in dieser offenbar nicht enden wollenden Slow-Motion-Situation. Irgendwann ist die Kraft einfach weg …

    Weil sie nicht wissen, ob sie bleiben können. Weil sie keine Arbeit annehmen dürfen. Weil sie aufs Neue Freundschaften aufgeben mussten, wenn sie in ein anderes Heim verlegt wurden. Manchmal sogar von heute auf morgen. Manchmal, während der Freund auf einem Ausflug war, und man konnte nicht mehr tschüss sagen.
    Es wundert mich nicht, wenn sie irgendwann abschalten und nach dem Sprachkurs nur noch im Bett liegen und schlafen. Und abends trinken. Und die Familie vermissen oder die Freundin, mit der man im Iran schon 3 Jahre zusammen war, die man heiraten möchte. Der man immer noch nichts sagen kann. Die droht, sich umzubringen, wenn es nicht bald eine Entscheidung gibt über ihr Leben und seines. Die Familie, die Druck macht, dass man endlich was zustande bringt.

    Es sind junge Männer, die zuvor schon jahrelang berufstätig gewesen waren und –  sofern sie denn noch irgendwo Familie haben – etwas zu deren Unterhalt beitragen konnten. Ein sehr wichtiger Status gerade in ihrem Kulturkreis.

    Ich war sehr überrascht, dass Hamid schon in seiner 5. Woche hier in Deutschland die Begriffe „Penner“ und „asozial“ kannte und mir erläuterte, dass er sich genau so fühlt, weil ihm der Staat alles bezahlt und er selbst nichts beitragen kann. Er schämte sich, und das ist diesen Jungs bis heute gemein.

    Es hat sich eine Resignation eingestellt, die auch nicht verschwindet, wenn sie schließlich ihre Pässe mit eingeschränktem Aufenthaltstitel erhalten: Die Luft ist raus, zu sehr haben sie sich daran gewöhnt zu schlafen, rumzuhängen, nichts zu tun zu haben und irgendwie auch nichts mehr zu wollen.

    Wieder haben wir Sommer, und diesmal ist Lehrstellen-Vermittlung angesagt. Mädchen werden den Arzthelfer- und Hauswirtschafts-Tätigkeiten zugeführt, Jungs werden Verkäufer. Ungeachtet ihrer Begabungen und Interessen, wie ich sehe, und es scheint, als finde auch keine Aufklärung über das breite Angebot an Lehrberufen statt:

    So machte Alireza ein Praktikum als Verkäufer und fühlte sich unwohl, denn er ist ein zurückhaltender junger Mann. Nicht schüchtern, aber zurückhaltend. Er lernte recht schnell Deutsch, spricht von sich aus aber wenig, auch wenn er unter seinen Landsleuten ist. Warum steckt man so jemanden in eine Tätigkeit, die ein gewisses Maß an Extrovertiertheit bedarf?!


    (Annette von Spiegel)

    Als ich ihn fragte, was er gern machen würde, wenn er alle Möglichkeiten hätte, sah er mich fragend an und hob die Schultern: „Vielleicht Baustelle? Das habe ich im Iran gemacht.“ Ich fragte, ob ihm das gefallen habe. „Nein … aber es geht.“ Und nach einer Pause „Ich weiß nicht, was ich in Deutschland lernen kann. Baustelle geht, oder?“

    Nach meinem Kenntnisstand wird Alireza in den nächsten Wochen anfangen, den Beruf des Maler/Lackierers zu lernen. Javad wird wohl Friseur oder Pizzabäcker – und was Hamid treibt, der so gern Chirurg werden wollte, weiß ich nicht.

    Man hat meine Ex-Schüler hier aufgenommen und versorgt. Und ich danke aufrichtig dafür, denn es sind wunderbare junge Menschen. Und ich weiß, dass nicht jeder Staat so etwas tut! Sie wurden nicht ins Gefängnis entsorgt oder in die Gosse, und abgeschoben wurden sie auch nicht. Aber es macht mich unglücklich, dass diese einst so motivierten jungen Leute, die den steinigen Weg bis zu uns geschafft, die unsere Schrift und Sprache gelernt haben, einfach so abgewickelt werden.

    Ich wünsche ihnen von Herzen alles Gute!

    Sie haben Teil 1, Teil 2 und Teil 3 verpasst? Keine Problem klicken Sie sich rein.

    (Gastautor: Annette von Spiegel  |  Bilder: Annette von Spiegel  |  Bildbearbeitung: A. Korkis)