Vorsätze sind so ziemlich das Schlimmste, was man sich für ein neu beginnendes Jahr machen kann. Nicht mehr rauchen, weniger trinken oder mehr Sport sind die beliebtesten Dinge, an denen man dann ein Jahr lang das Scheitern vorzeigen kann, um im kommenden Jahr genau die gleichen Vorsätze zu fassen. Wir machen uns etwas vor.
Auch wenn ich mich nicht sonderlich alt fühle, so merke ich, dass meine Kindheit und Pubertät so ganz anders verlaufen sind als die heutigen. Als ich den 80ern und 90ern groß wurde, da konnte man vielleicht wirklich noch Kind sein. Es gab keine Gegenstände, von denen man abhängig war. Das Mobiltelefon war zwar schon in greifbarer Nähe, aber eben noch nicht da. Der sogenannte „C 64“ eroberte den Markt und begann, die Süchte der Menschen einzufangen.
Es klingt alles nach Verteufelung, nicht wahr? Soll es gar nicht. Der technische Fortschritt ist ein Segen für uns Menschen. Er zeigt schließlich, wozu wir Menschen in der Lage sind. Der Mensch kann erfinden, ja irgendwie erschaffen – geradezu göttlich. Anders als die göttliche Schöpfungskraft, die unendlich ist, erfinden wir immer wieder neu und anders. Die Richtung dabei ist allerdings stets klar: höher, schneller, weiter und ja, noch mehr. Unsere Erfindungen sollen unser Leben erleichtern und bereichern – je mehr, desto besser – denken wir.
Bei all dem Erfinderreichtum und der regelrechten Jagd nach Rekorden haben wir alle vergessen, dass Fortschritt dem Menschen dienen soll und nicht andersherum. Wir alle kennen es inzwischen: Handy morgens beim Aufstehen, auf der Toilette, während des Unterrichts, während des Essens, im Kino, beim Date, und beim Zubettgehen. Es gibt inzwischen gar keinen gesunden Abstand mehr zu diesen Dingen. Die Welt spricht von Apps, Games und Facebook und twittert.
Der Anblick von Smartphones überall nervt gewaltig. Am Frühstückstisch wird inzwischen nicht mehr miteinander gesprochen, nein! Zur Not kann man sich ja whats app-Nachrichten über den Tisch hin- und herschicken…
Vielleicht wäre es erstrebenswert, seine Mitmenschen wahrzunehmen, sie anzulachen und ein Gespräch zu führen.
Hätte man mir vor zwanzig Jahren gesagt, es wird einmal ein besonderer Vorsatz sein, sich am Tag 15 Minuten Zeit zu nehmen und nichts, aber auch gar nichts zu machen, nicht lesen, nicht schreiben, so hätte ich das belächelt.
Heute merke ich, dass es das ist, was das Menschsein ausmacht: Ruhe finden – ohne technische „Hilfsmittel“ …
(Gastautorin: Lamya Kaddor ist deutsche muslimische Religionspädagogin, Islamwissenschaftlerin und Autorin syrischer Herkunft. Kaddor ist erste Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes, Quelle Wikipedia)
Jungen Menschen wünsche ich Offenheit für das Neue, Frische für den Umgang mit dem Mühsamen, Herzlichkeit, wenn es um die Begegnung mit Fremden zu tun hat und Hartnäckigkeit, wo die DURCHSETZUNG VON PRINZIPIEN wichtig ist, damit unsere verfassungsgarantierte Freiheit keinen Schaden nimmt. Egoismus ist der größte Feind einer menschenorientierten Hausordnung für alle.
(Gastautor: Thomas Goppel, ist deutscher Politiker der CSU und Mitglied des Bayerischen Landtags. Er war von 1986 bis 1998 und 2003 bis 2008 in verschiedenen Funktionen Mitglied der Bayerischen Staatsregierung. Quelle Wikipedia)
Mein Motto fürs 2014 Jahr: „To be happy ! MAKE OTHER PEOPLE HAPPY“ (W. Clement Stone)
Das wünsche ich allen Menschen in der Welt!
Glücklich zu sein ist einfach, aber doch auch nicht. Manchmal macht genügend Essen so viele Menschen in der Welt glücklich oder eine Kriegspause…
Manchmal reichen schon die kleinen Dinge die uns glücklich machen,
manchmal auch – die wichtigsten. Wie ein Beruf für Herz und Seele oder der richtige Partner.
Besonderes die jungen Menschen, die immer noch auf der Suche nach ihrem eigenen Glück sind.
Ich wünsche allen Lesern von mentoring4u für 2014
– bilden Sie sich,
– seien Sie offen, emotional und kreativ,
– finden Sie Ihren Lieblingsberuf und tun Sie es ehrlich und echt,
– treffen Sie Ihren richtigen Partner,
– schenken Sie Ihre Zeit den Eltern, Kindern und Freunden,
– helfen Sie den armen Menschen und Ausländern,
– halten Sie sich von der „Dorf- Politik“ fern,
– machen Sie sich innerlich und körperlich stärker,
– denken Sie bitte großzügiger……
…..Sie werden in der Zukunft die finanziellen- und Umweltprobleme lösen müssen.
Frohe Weihnachten und alles Liebe
Ihre Tatjana Mihailova
Artist und Weltbürgerin
Die Mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
Ein Dozent schritt während eines Seminars durch den Zuhörerraum.
Als er ein Wasserglas hoch hielt, erwarteten die Zuhörer die typische Frage:
„Ist dieses Glas halb leer oder halb voll?“
Stattdessen fragte er:
„Wie schwer ist dieses Glas?“
Die Antworten pendelten sich zwischen 200g bis 500g ein.
Der Dozent antwortete:
„Das absolute Gewicht spielt keine Rolle. Es hängt davon ab, wie lange ich es halten muss. Halte ich es für eine Minute, ist es kein Problem. Wenn ich es für eine Stunde halten muss, werde ich einen leichten Schmerz im Arm verspüren. Muss ich es für einen ganzen Tag halten, wäre mein Arm taub und paralysiert.
Das Gewicht des Glases ändert sich nicht, aber umso länger ich es halte, desto schwerer wird es.“
Er fuhr fort: „Stress, Sorgen und Unentschlossenheit im Leben sind wie dieses Glas mit Wasser.
Denke und zögere über sie eine kurze Zeit nach und sie hinterlassen keine Spuren.
Denke und zögere etwas länger und sie werden anfangen dich zu verletzen.
Wenn du über deine Sorgen den ganzen Tag nachdenkst und zögerst, wirst du dich irgendwann wie paralysiert fühlen und nicht mehr in der Lage sein, irgendetwas zu tun.“
Es ist wichtig, all dies auch mal Beiseite zu schieben und dann zu handeln.
In diesem Sinn wünsche ich allen
eine schöne Zeit voller Lichter und einen guten Start ins neue Jahr.
Was ist Mut eigentlich? Mut ist, wenn du Angst hast und es trotzdem tust. Oder glaubt irgendjemand Helden hätten keine Angst? Sie haben Angst und sie ist ihr Motor. Das ist Mut, dieses „Trotzdem“.
Angelika Wende
Wie steht es mit Eurem Mut? Mit dem Mut für das zu stehen, woran ihr glaubt? Egal was andere sagen oder denken oder euch raten. Wie steht es mit Eurem Glauben? Woran glaubt Ihr in dieser Welt, die für einen altmodisch gewordenen Gott nur noch ein müdes Lächeln übrig hat? An euch selbst, hoffe ich.
Ich wurde gefragt ob ich auch in diesem Jahr Wünsche zu Weihnachten und Neujahr an junge Menschen in Worte fassen möchte. Das ist zugleich eine Ehre und eine Herausforderung. Ich frage mich: Was wollen junge Menschen lesen, was bringen ihnen Worte und was möchte ich ihnen sagen?
Während ich noch darüber nachdenke fallen mir vier Worte ein – Mut, Hoffnung, Glaube, Liebe. Das sind schwere Worte, im Sinne von schwer wiegend. Mut, welch ein Wort! Was ist Mut? Mut haben starke Menschen, mutig sind die Helden, die wir heute nur noch von der Leinwand kennen, Helden wie Batman, Superman oder James Bond. Wie einst die Helden der Mythologie und der Märchen ziehen sie aus um das Fürchten zu lernen und bestehen mutig die Herausforderung ihres Auftrages, bei dem es meist darum geht die Welt zu retten.
Wie steht es mit Eurer Hoffnung?
Der Hoffung, die darüber hinausgeht, ob ihr Euch ein gutes Leben leisten könnt. Ich meine die Hoffnung, dass diese Welt menschlicher wird als sie es ist, die Hoffnung, dass Liebe mehr ist als ein Wort, das besonders zur Weihnachtszeit hoch gehalten wird, so hoch, dass keiner mehr dran kommt?
Erfolg
Viele Menschen wissen von all diesen schwer wiegenden Worten und deren Bedeutung nichts mehr oder nur noch sehr wenig. Das ganze Leben ist von Kindesbeinen an darauf ausgerichtet das Funktionieren zu lernen. Wer das nicht schafft ist ein Loser oder ein Opfer. Leistung bringen, besser sein als andere, es besser machen als andere, besser vielleicht sogar als die Eltern. Das ist eine große Aufforderung. Aber was ist denn besser oder schlechter? Woran lässt sich das messen? Am Erfolg? Welcher Erfolg? Und was ist Erfolg wirklich? „Ein Mensch ist erfolgreich, wenn er zwischen Aufstehen und Schlafengehen das tut, was ihm gefällt.“ Das sagte Bob Dylan, ein erfolgreicher Musiker einmal, als man ihn fragte, was für ihn Erfolg ist.
Wünschen wir uns das nicht alle? Das zu tun, was uns gefällt?
Und ist es nicht das Schwerste überhaupt, von dem was uns gefällt auch noch zu leben, wie es Bob Dylan gelang? Es ist das Schwerste. Ich weiß es aus Erfahrung. Wenn es schwer wird neigen wir dazu aufzugeben und uns in etwas pressen zu lassen, was uns nicht entspricht. Standhalten, den eigenen Wünschen und Sehnsüchten folgen, die eigenen Gaben und Begabungen zu leben und sie zu entwickeln, das schaffen die Wenigsten von uns. Warum ist das so? Warum ist es so schwer, das zu tun, was uns gefällt, was wir lieben?
Realität und Träume?
Es ist so schwer, weil die Realität sich nicht für unsere Träume interessiert und weil es einen Preis hat, das Träumen. Nämlich im Zweifel den Verzicht auf all die Dinge, die wir glauben haben zu müssen. Der kleine Sohn eines Freundes zum Beispiel manipuliert regelmäßig zu Weihnachten an seinem I Phone herum, damit er ein Neues bekommt, wo das Alte doch eigentlich noch voll funktionsfähig war. Es geht ums „Haben wollen“, schon den Kleinsten geht es darum, ums Neueste haben müssen um dazu zu gehören, oder warum sonst brauchen wir all den Kram? Aber, macht das neueste I Phone oder der neueste Laptop einen Menschen wertvoller? Machen all die Dinge, die wir kaufen können, glücklicher oder zufrieden? Die Erfahrung sagt nein. Satter macht es, all das Kaufen und Haben und wie erschreckend langweilig trotzdem alles ist. Das Leben ist langweilig, sagte ein junger Mann neulich zu mir, dem es eigentlich an nichts fehlt, außer am Mut endlich sein Leben in die Hand zu nehmen und sich zu bewegen.
Konsum?
Genau darum ist es langweilig, weil das Haben und Anhäufen von Dingen uns nicht befriedigt. Weil das Konsumieren immer unzufriedener macht und hungriger nach Mehr, was dann auch nicht satt macht – die Seele nämlich. Wer viel kauft hat viel Mangel und zwar Innen.
Zufriedenheit?
Was macht zufrieden? Zufrieden sind die Menschen, die Lebensträume haben. Lebensträume geben uns in dieser inflationären Vielfalt von Möglichkeiten eine persönliche Leitlinie, einen roten Faden, an dem sich ein zufriedenes Leben entlangspinnt.
Aber Vorsicht
– das Leben verheißt uns keine illusorische Erfüllung nur weil wir einen Traum haben. Ein Lebenstraum ist eine komplexe Aufgabe, er erfordert Anstrengung und Mühen, jahrelanges Experimentieren, immer neue Versuche, ein immer wieder neues Scheitern vielleicht sogar, er erfordert Geduld und Disziplin und ja – auch Verzicht auf Annehmlichkeiten. Er erfordert Mut, Glaube, Hoffung und die Liebe zu diesem Traum.
Ein Traum oder Wirklichkeit?
Wer Träume hat wird sie leben, wer echte Träume hat, wird ihnen folgen. Und meist ist er dabei allein unterwegs, denn diese Gesellschaft verachtet Träumer ebenso wie sie Künstler verachtet. Diesen Menschen hält sie die grelle Tagseite vor und darauf steht in großen Lettern: Arbeit, Fleiß und Pflichterfüllung. Und als Subtext steht da: Haste nix, biste nix.
Wirtschaftlicher Erfolg
Für den wirtschaftlichen Erfolg einer Gesellschaft sind Träumer schädlich. Die Folge: Wir wagen es nicht, denn wir wollen dazu gehören. Wir wollen nicht anders sein, wir wollen wie die anderen sein. Die anderen, die konturlos, blutleer und leidenschaftslos im immer gleichen Hamsterrad drehen. Der Traum ist ein Wagnis und wer ihn hat, weiß das. Aber das Nichträumen ist der Untergang der Seele in einer Tagwelt voller Druck, Ängste, Zweifel und Depression.
Tagträumer?
Ich fordere hier keinen auf sinnlos und abgehoben von der Wirklichkeit in den Tag hinein zu träumen, ich spreche zu denen, die einen wahren Lebenstraum haben und denen der Mut fehlt, der Glaube und die Hoffnung, dass er sich erfüllen könnte, um Euch Mut zu machen. Mut anders zu sein als die graue Masse, Mut einzustehen für Euch selbst und die eigenen Ideale, Mut die Angst zu umarmen und loszuziehen in das größte Abenteuer, das wir Menschen in diesem Leben haben – und das sind wir selbst.
Wer einen Lebenstraum hat, der arbeitet daran und wenn es tausend Umwege sein mögen – er wird ihn leben, wenn er es wirklich ernst meint. Glaube, Liebe, Hoffnung – das sind meine Wünsche für alle jungen Menschen, die den Mut haben ihre Träume zu leben.
Herzlich,
Angelika Wende
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Ein Jahr voller Ereignissen neigt sich dem Ende zu: Lampedusa; USA-Finanzkollaps; Terrorismus; ethnische Säuberung; „Taifun Haiyan“ in den Philippinen; Beerdigung von „Madiba“; Femen-Bewegung, … sind einige Fakten die, die letzten 52 Wochen unsere Erdkugel geprägt haben.
Robert Antangana
In den Medien ging es schließlich nur um vagen Statistiken meist ohne Erklärung deren Ursachen :
-„Eine noch nie da gewesene Natur Katastrophe seit über 500 Jahren“ ;
-„600 Flüchtlinge treffen täglich in Lampedusa ein“;
– „Syrischer Krieg fordert Millionen Opfern“
-„1,3 Kinder pro Frau“
-“ apokalyptischer demokratischen Wandel“
-…
Eine ist sicher: Die Menschheit sitzt in dem selben Boot,das sich auf einem unruhigen See bewegt.
Deutschland ist ein Integrationsland. Nur Gemeinsam sind diese Hürden zu meistern.
Uns allen ein besinnliches Weihnachten und frohes neues Jahr 2014!
(Gastautor: Robert Antangana)
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Abt Daniil Irbits, Prior des St. Georg Kloster zu Götschendorf
Liebe Freunde!
Zu Weihnachten und dem kommenden Neuen Jahr 2014 gratuliere ich Ihnen ganz herzlich!
An diesen Tage bete ich inbrünstig zu Gott, dass Er auch im nächsten Jahr Eure geistige und körperliche Kraft stärkt, Euch geistige Ruhe, alles Gute und Heiterkeit schenkt! Seid immer geschützt und geborgen bei Gott!
Ihr Abt Daniil Irbits, Prior des St. Georg Kloster zu Götschendorf ( Uckermark , Mitglied des Beirates der Integrationbeauftragten bei Bundeskanzleramtund Sekretär des Erzbischofs bei Russische-Orthodoxe Kirche
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„The Voice of Germany“ läuft seit November 2011 in unserem Fernseher. Es ist eine neue Castingshow . Mal wieder zieht uns eine Castingshow an den Fernseher.
Das Finale ist heute Abend um 20.15 Uhr auf SAT1. Macht mit, es wird ganz bestimmt echt spannend. Heute wird entschieden, ob der Franke Andreas Kümmert, das Küken Debbie Schippers , der Berliner Chris Schummert oder die Münchnerin Judith van Hel das Rennen macht. Die mentoring4u Redaktion wünscht allen Teilnehmern viel Erfolg.
Die Talente sind durchschnittlich zwischen 20 und 35 Jahre alt und bewerben sich entweder selber oder werden von Freunden oder Angehörigen „vorgeschlagen“.
Die Teilnehmer müssen sich in den sogenannten Blind Auditions bei den Coaches mit Ihrer Stimme vorstellen. Alle Coaches sitzen mit dem Rücken zur Bühne so, dass nur die Stimme und nicht das Aussehen zählt. Gefällt einem Coach die Stimme, drückt er den Buzzer vor seinem Stuhl und dieser dreht sich um. Drückt nur eine Coach bekommt er das Talent für sein Team. Drücken mehere kann der Teilnehmer sich seinen Coach aussuchen. Anschließend folgt eine Trainingswoche und nach dieser müssen jeweils zwei Sänger des gleichen Teams ein Duett singen, wobei nur einer der Kandidaten weiterkommt. In der letzten Phase, den Liveshows, treten die Kandidaten innerhalb ihrer Ccoachinggruppen gegeneinander an und werden sowohl von den Coaches als auch von den Fernsehzuschauern bewertet. Aus jede Gruppe geht dabei ein Finalist hervor. Im Finale entscheiden einzig die Fernsehzuschauer über den Sieg. Erst hier treffen Vertreter unterschiedlicher Coaches aufeinander.
Von Staffel zu Stafffel wechseln die Coaches, es sind bekannte Sänger wie Nena, Rea Garvey, Xavier Naidoo, The Boss Hoss, Samu Haber und Max Herre.
Die 1. Staffel gewann Ivy Quainoo , die 2. Staffel Nick Howard, bei der 3. Staffel ist der Favorit Andreas Kümmert.
Es gibt immer noch viele Aspekte, in denen die Gleichstellung von Mann und Frau in den letzten Jahrzehnten kaum vorangekommen ist. In einer Beziehung dagegen haben die Frauen längst aufgeholt: Sie sind schon lange nicht mehr das Geschlecht mit den mässigen Bildungschancen.
Im Gegenteil: Frauen stellen mittlerweile die Mehrheit unter den Abiturienten. Sie haben die größeren Erfolge in den Schulen und auch bei den Studienanfängern und –absolventen sind die Rückstände geschrumpft. In manchen Studiengängen haben die jungen Frauen ihre Mitstudenten so deutlich überflügelt, dass Professoren in der Juristerei beispielsweise schon nach Bevorzugung beim Numerus clausus für Männer in ihrem Fach gerufen haben.
An der Bildung kann es also nicht liegen, wenn immer noch so viele Mädchen Berufe ergreifen, die ihnen nicht nur mässige Einkommen, sondern auch kaum Karrieremöglichkeiten bieten. Als die modernen IT-Berufe entwickelt worden waren, hoffte man, dass sie auch für junge Frauen attraktiv wären. Tatsächlich aber konnte nur etwa jeder siebte Ausbildungsplatz an eine junge Frau vergeben werden. Nach den ersten Anfangsjahren entwickelte sich das Interesse der Mädchen sogar noch einmal zurück. Auch in den MINT-Studien sind Frauen nach wie vor weit in der Unterzahl.
Viele Modellprojekte hatten zum Ziel, das Interesse von Mädchen für die MINT-Berufe zu wecken, aber nach wie vor ist die Trendwende nicht geschafft. Allerdings sinddabei auch viele Fehler gemacht worden. Heute weiß man, dass die Berufswahlorientierung junger Frauen in den Grundsätzen schon vor der Pubertät im wesentlichen festgelegt ist, so dass Maßnahmen, die erst kurz vor Schulabschluss einsetzen, nicht mehr viel ausrichten können. Inzwischen wird vermehrt versucht, das Interesse von Mädchen schon im Grundschulalter zu wecken. Immer mehr Industrieunternehmen nehmen Kontakt auf mit Schulen in ihrer Umgebung und versuchen gezielt Schülerinnen für Projekte zu interessieren, die Freude an mathematisch- naturwissenschaftlichen, technischen oder informationellen Tätigkeiten entwickeln sollen. Besonderer Wert wird mittlerweile darauf gelegt, dass die Mädchen in Kontakt mit jungen Frauen kommen, die bereits in solchen Berufen ausgebildet werden bzw. wurden.
Die Entschiedenheit, mit der Industriebetriebe heute nach jungen Frauen suchen, hat etwas mit den Erfahrungen aus der Ausbildung zu tun: Es sind auch hier wieder die Mädchen, die besonders gute Ergebnisse während der beruflichen Qualifikation erzielen. Fast in jedem Betrieb der Metall- und Elektroindustrie, in der ich in den vergangenen Jahren Ausbildungswerkstätten besucht habe, weiss man heute, dass junge Frauen für die MINT-Berufe alles mitbringen, was man braucht, um sich nicht nur in der Ausbildung, sondern auch im Beruf bewähren. Mehr junge Frauen in der dualen Berufsbildung sind also ebenso erwünscht wie eine höhere Zahl von weiblichen Studierenden in dualen Studiengängen.
Warum ist die Zurückhaltung der Mädchen nach wie vor so groß? Immer noch können sich viele junge Frauen nicht so recht vorstellen, wie ihre Lebensplanung mit den Anforderungen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen in Übereinstimmung gebracht werden könnte. Die meisten jungen Frauen wünschen sich Kinder und wollen ihre familiären Aufgaben mit ihrem Beruf vereinbaren. Das scheint ihnen in Erziehungs- und Gesundheitsberufen, im Handel oder in personennahen Dienstleistungen einfacher möglich als im MINT-Bereich.
Dabei werden sie hier Opfer eines hartnäckigen Vorurteils. Tatsächlich sind mittlerweile nicht nur die Fähigkeiten der jungen Frauen in den Industriebetrieben wirklich willkommen, sondern es besteht auch eine inzwischen viel größere Bereitschaft, ihnen mit passenden Arbeitszeitmodellen und gezielter Förderpolitik entgegenzukommen.
Und es steht zu erwarten, dass sich die Situation noch weiter verbessert: Die rückläufige Zahl von Ausbildungs- und Studienplatzbewerbern wird den Wettbewerb um die besten Azubis und Fachkräfte in den nächsten Jahren gewaltig anheizen. Damit verbessert sich die Situation der BewerberInnen gegenüber den 90er Jahren und dem Beginn des Jahrhunderts entscheidend: Sie werden in immer stärkerem Maße erfolgreich Bedingungen einfordern können, die vor ein paar Jahren noch krasse Ausnahmen waren.
Und dass sich wirklich mittlerweile etwas verändert hat, sieht man auch am wachsenden Interesse der jungen Männer an familienfreundlichen Arbeitsbedingungen. Als die IG Metall vor einigen Jahren Ingenieurstudenten nach ihren Erwartungen an eine gute Gewerkschaft gefragt hat, war ein Thema zur allseitigen Überraschung ganz weit vorn: Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit. Hier stellen nicht mehr nur die jungen Frauen, sondern auch ihre männlichen Kollegen Ansprüche. Das wird die Arbeitsbedingungen in der Industrie stärker verändern, als viele heute noch erwarten. Seit einiger Zeit wird die work-life-balance auch in der Tarifpolitik immer mehr zum Thema. Gewerkschaften und Betriebsräte arbeiten daran, dass in Zeiten flexibler Arbeitsplätze auch die Beschäftigten endlich von der Flexibilität profitieren, und nicht nur die Unternehmen.
Und damit ist spätestens jetzt Zeit, dass junge Frauen sich in den MINT-Berufen ihre Chancen suchen. Gerade die IT-Branche kann mit ihren Arbeitsformen gute Bedingungen für Frauen gewährleisten. Aber annehmen muss man das natürlich selbst.