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Schlagwort: Erfahrungsbericht

  • Erfahrungsbericht: ein Mal Musicaldarstellerin sein…

    Für ein Mal Musicaldarstellerin sein…

    Michèle Birchler-Stratmann

    Von Kindesbeinen an berührte Musik mein Herz und meine Seele
    Schon als kleines Mädchen durfte ich beinahe täglich mit meinen Eltern singen. In der Primarschule trat ich begeistert dem Kinderchor bei und durfte so meinen Teil dazu beitragen, die Menschen mit „meinen“ Liedern zu erfreuen. Sei dies in der Kirche mit einem klassischen Repertoire, an grossen Festen gar zusammen mit weiteren Chören oder an diversen Anlässen mit dem heute wieder aufkommenden vielseitigen Schweizer Liedgut. In der Oberstufe nahm ich engagiert an den Proben des Schülerchors teil und etwas später wurde als „An-schlusslösung“ der gemischte Chor „Les copains“ gegründet. Diesem Chor blieb ich dank beflügeln-dem Liederprogramm und vielen musikalischen und anderen Highlights (z. Bsp. CD-Aufnahme im Studio) fast 20 Jahre treu, bevor ich 2006 dem kleinen aber feinen Frauenchor „Fallmasch Mélange“ beitrat, der ein herrlich spritziges Repertoire für Geburtstage, Firmen- und andere Anlässe bereit hält.

    Die Kinder werden erwachsen..
    nachdem meine Kinder etwas grösser waren, entschied ich mich, meinem musikalischen Hobby noch intensiver zu frönen und bei der Musikschule Feusisberg-Schindellegi Gesangsstunden zu nehmen. Eine spannende Zeit begann! Mit Freude und dank Leilas herausfordernden Übungen und ihren wertvollen Tipps lernte und lerne ich Vieles dazu. Da wir beide ausgesprochene Musicalfans sind, kamen wir im Gespräch bald einmal auf die Idee, hier im Dorf ein solches Projekt zu realisieren. Es  dauerte viele Monate, bis der Entscheid fiel, die Vision in die Tat umzusetzen. Bis dahin brauchte es viele Vorabklärungen, die definitive Zusage sowie – noch wichtiger – die finanzielle und tatkräftige Unterstützung seitens der Musikschule Feusisberg-Schindellegi unter der Leitung von Thomas Dietziker.

    Ein Musicalprojekt?
    Als die Einladung zum Mitwirken verteilt wurde, kam ich erst einmal ins Wanken. Bei aller Neugier und Lust, musikalisch und schauspielerisch einen Schritt nach vorne zu machen, kamen auch die Bedenken: Kann ich es neben Familie und Beruf schaffen, über fast ein Jahr hinweg intensiv zu proben? Werde ich Zuhause die nötige Rückendeckung haben? Die Freiheit, mich dem Musicalprojekt mit Haut und Haaren hin zu geben? Denn wenn ich etwas anpacke, dann doch richtig… Ja, ich wollte es wagen!

    Lucy & Hyde (Photo: Monica Pierangeli)

    Ein Workshop?
    Ab Oktober 2011 probten wir 25 Workshopteilnehmer mehr oder weniger fleissig – Leila könnte ein Liedchen davon singen – an den mitreissenden Chorliedern aus dem zwar noch wenig bekannten aber äusserst packenden Musical „Jekyll & Hyde“. Und nicht nur das: Die Backvocals zu den berührenden Arien und Duetten unserer Solisten wollten geübt, herausfordernde Choreographien einstudiert und mit der Musik in Einklang gebracht, Kostüme an- sowie Theaterschminke und Frisuren ausprobiert werden. Das Einfühlen in unsere Rollen und die schauspielerische Umsetzung gelangen nicht jeden Tag gleich gut. Herbe Rückschritte gehörten dazu. Hmmmm… Doch alle nur Anfänger? Kopf hoch, positiv denken… und v.a. „üben üben üben“ hiess da die Devise!

    Utterson und Gefolge aus "Jekyll & Hyde" (Photo: Monica Pierangeli)

    Im Hintergrund brauchte es MitdenkerInnen und viele emsige Bienen
    Da kam die aufwändige Suche nach Sponsoren und Gönnern hinzu, das Schreiben für die Zeitung sowie für Familie und Freunde, das professionelle Fotoshooting mit Monica Pierangeli, das Erstellen eines Videoclips für „you tube“, die Gestaltung von Flyern und Programmheft, die Planung des kulinarischen Teils inkl. Personalsuche und vieles mehr.

    Ein riesengrosses Projekt mit vielen Facetten!
    Ich schätze mich glücklich, ein Teil davon zu sein und bin sicher, „Jekyll & Hyde“ werden mir fehlen! Ein grosses Dankeschön geht an meine grosszügige Familie, an unsere wunderbare Gesamtleiterin Leila, an unsere unermüdliche Organisatorin und Mitsängerin Sandra, an Thomas, an unseren Pianisten Roger und natürlich an alle Mitglieder des Ensembles, die mich in den letzten Monaten auf ihre wunderbare Art begleitet, inspiriert und unterstützt haben! Schön, gibt’s Euch!   Michèle Birchler-Stratmann

    Weitere Artikel von Michèle Birchler-Stratmann finden Sie in unserer Zeitung Mentoring4u Ausgabe 3 Seite 12: hier.

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    Hier auf Mentoring4u finden Sie noch eine Vielzahl von Berufen, die sich mit Musik, Tanz, Sprache und Film auseinandersetzen:
    Logopäde/Logopädin , Fachlehrer/in für musisch-technische Fächer , Meister der Frequenzen: Tontechniker/in mischen auf , Sänger/in auch mit internationalen Karrieremöglichkeiten ,  der gute Ton: Holzblasinstrumentenmacher/in mit PlanB in die Selbstständigkeit…,  Geigenbauer/in mit PlanB , Orgel- und Harmoniumbauer/in ohne Musikverständnis wenig Chancen,  Musikfachhändler/in ein vielseitig ausbaubarer Job mit Musikverständnis, Klavier- und Cembalobauer/in plus Erfahrungsbericht, Film- und Videoeditor/in … ein Job, mit dem richtigen Durchblick, Bühnentänzer/in und/oder Tanzpädagoge ein internationaler Beruf, Bogenmacher/in … ohne Musikverständnis geht’s nicht.
    Unter der Rubrik „Erfahrungsberichte“ finden Sie noch mehr nützliche berufliche Informationen.

    Die Mentoring4u Redaktion wünscht allen Lesern viel Spaß!

    (Autorin: Michèle Birchler-Stratmann  /  Bilder: Monica Pierangeli)

  • Vom Couch Potato zum Wanderfreak Teil 2

    Erinnert Ihr euch an den Artikel „Von der Holzfacharbeiterin zur Buchautorin  oder vom Couch Potato zum Wanderfreak Teil 1“? Wie versprochen geht’s heute mit dem Erfahrungsbericht von Frau Gitta Tost weiter! Vom Couch Potato zum Wanderfreak und andere Geschichten.


    Quelle: Gitta Tost

    Frau Tost: Das Schreiben habe ich natürlich nie aus den Augen verloren. Im Jahr 2008 habe ich meinen Traum endlich in die Tat umgesetzt. Nachdem ich mehrere zum Teil sehr strapaziöse Wanderungen unternommen hatte, schrieb ich darüber einen Erfahrungsbericht mit dem Titel „Vom Sportmuffel zum Wanderfreak“. Kennen Sie das Buch?

    Mentoring4u: Nein leider noch nicht. Worum geht’s denn genau im Buch „Vom Sportmuffel zum Wanderfreak“?

    Frau Tost: Schade, ich würde es Ihnen und Ihren Lesern auf jeden Fall empfehlen. In dem Buch geht es nicht nur um meinen Erfahrungsbericht. Ich gebe auch Anregungen, wie jeder einmal aus der gewohnten Rolle ausbrechen und etwas völlig Neues wagen kann.

    Mentoring4u: Wie sollen unsere Leser das interpretieren? Was meinen Sie genau damit?

    Frau Tost: Naja, selbst eine ganz gewöhnliche Großstadtpflanze wie ich war dazu in der Lage, mehrere hundert Kilometer allein oder in der Gruppe zu wandern. Das allein ist wohl nicht besonders bemerkenswert. Entscheidend ist jedoch die Erkenntnis, die ihr nach der Beendigung der Lektüre gewinnen könnt. Jeder ist in der Lage, über sich hinauszuwachsen, wenn er es nur möchte.

    Mentoring4u: Es hört sich sehr spannend an! Was ist mit Ihrem zweiten Buch? Wann wurde das veröffentlicht? Können Sie uns eine kleine Zusammenfassung von dem Buch geben?

    Länderflaggen_3 ( Rainer Sturm)

    Frau Tost:
    Also, ich habe kurz nach der Erscheinung des ersten Buches gleich mein zweites herausgebracht. Das Buch „Kurze Geschichte einer Weltreisenden“ handelt von einigen meiner Auslandsreisen, die mich bisher in 39 Länder dieser Erde geführt haben. Konzentriert habe ich mich in diesem Buch jedoch auf die vier Kurzreisen, die ich allein im Jahr 2009 unternommen habe. Beim erneuten Lesen des Buches musste ich feststellen, dass sich seit damals sehr viel verändert hat. Ich weiß z.B. nicht, ob man heute noch so unbeschwert in Ägypten Urlaub machen kann. Das Land hat sich in rasantem Tempo der allgemeinen politischen Situation in der Welt angepasst. Vieles könnte man heute gar nicht mehr so erleben.

    Mentoring4u: Was haben Sie sich für die Zukunft vorgenommen? Werden Sie noch mehr Bücher schreiben?

    Frau Tost: Natürlich! Ich habe mir vorgenommen, in meiner Freizeit auch weiterhin Bücher zu schreiben. Ich habe nämlich den Lesern noch viel zu erzählen. Es geht in meinen Reiseberichten nicht nur um die Schilderungen dessen, was ich selbst gesehen und erlebt habe. Mir sind auch all die Begegnungen mit den Menschen in fremden Ländern sehr wichtig. Jede Kultur ist anders, hat aber ihre eigenen Besonderheiten. Ich bin der Meinung, dass die Menschen dieser Erde voneinander lernen können…

    Mentoring4u: Vielen herzlichen Dank für das Interview. Wir bleiben gespannt und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg beim Schreiben!

    (Interview:  Ayu Damayanti (Praktikantin) |  Thumb: Wie fange ich an?(Wilhelmine Wulff)|  Quellen: Gita Tost und http://gitta.tost.pageonpage.com/

  • Von der Holzfacharbeiterin zur Buchautorin oder vom Couch Potato zum Wanderfreak Teil 1

    Guten Morgen liebe Leserinnen und lieber Leser,

    heute möchte ich Euch eine Frau mit besonderen Interessen vorstellen. Während ihrer ersten Ausbildung erlernte sie als Jugendliche den Beruf der Holzfacharbeiterin. Heute ist sie als Buchautorin und Sozialarbeiterin tätig. Frau Gitta Tost wurde 1966 in Marienberg im Erzgebirge geboren. Neben der Ausübung ihres Berufes als Sozialarbeiterin schreibt Frau Tost in ihrer Freizeit gern Wander- und Reiseberichte.

    Gitta Tost (Quelle: Gitta Tost)

    Mentoring4u:
    Servus Frau Tost, ich finde Ihren Werdergang sehr interessant. Können Sie uns das detaillierter erzählen? Wie hat das angefangen, dass Sie Ihren Berufswunsch Autorin verwirklicht haben?

    Frau Tost: Nun ja, in der DDR konnte nicht jeder an einem Gymnasium das Abitur machen. Aber ich wollte das! So habe ich die Ausbildung zur Holfacharbeiterin mit Abitur gewählt. Die Berufsausbildung war auch gut für meine Persönlichkeitsentwicklung.

    Mentoring4u: Ich habe gehört, Sie beherrschen Russisch. Haben Sie sich die Sprache selbst beigebracht?

    Frau Tost: Es hat damit angefangen, dass ich mich während meiner Schulzeit für Fremdsprachen sehr interessierte. Naja, am liebsten wäre ich Auslandskorrespondent oder etwas ähnlich Aufregendes geworden. Doch diese Berufe waren in der DDR politisch leider nicht sehr erwünscht. Als ich vor der Entscheidung stand, zwischen Ökonomiestudium und Pädagogikstudium zu wählen, entschied ich mich, an der „Pädagogischen Hochschule“ in Magdeburg die Fachrichtung „Deutsch Russisch“ zu studieren.

    Willkommen und Auf Wiedersehen (Rike)

    Mentoring4u: Was haben Sie nach Ihrem Studium gemacht?

    Frau Tost: Nachdem ich mein Studium erfolgreich absolviert hatte, arbeitete ich fünf Jahre lang an verschiedenen Schulen in Leipzig. Dort unterrichtete ich im Fach Russisch und brachte den Jugendlichen im Fach Deutsch die Regeln unserer Muttersprache bei. Nach meinem erneuten Umzug nach Magdeburg, bekam ich die einmalige Chance, bei der Arbeiterwohlfahrt als Migrationsberaterin für Jugendliche zu arbeiten. Mein Gott, das war genau das, was ich immer machen wollte! Da meine ersten Klienten fast alle aus dem osteuropäischen Raum kamen, hat sich mein Russischstudium im Nachhinein auch noch als sehr hilfreich erwiesen.

    Mentoring4u: Ahja, das ist ja toll! Was ist mit dem Schreiben? Wann haben Sie den Traum, als Autorin tätig zu sein, in die Tat umgesetzt?

    Guys, Ihr dürft das nicht verpassen! Nächste Woche geht’s mit dem Erfahrungsbericht von Frau Gitta Tost weiter! Vom Couch Potato zum Wanderfreak und andere Geschichten.

    (Interview:  Ayu Damayanti (Praktikantin) |  Thumb: Wie fange ich an?(Wilhelmine Wulff) |  Quellen: Gitta Tost und http://gitta.tost.pageonpage.com/)

  • All about music…kommt doch nächstes Jahr einfach mit!

    Musikmesse Frankfurt! Ein MUST für jeden Musikliebhaber. Es war ein tolles Erlebnis, dass, seitdem ich in Deutschland lebe, jedes Jahr erneut erlebe.
    Messegelände Frankfurt Quelle: www.musik.messefrankfurt.com

    Meine große Leidenschaft ist Musik; mir wird nie langweilig. Ich tauche regelrecht in die Musik ein. Jedes Jahr lerne ich etwas Neues dazu. Die acht Stunden, die ich auf der Messe verbracht habe, kamen mir vor wie 20 Minuten.


    Weihnachts-Flötenkonzert (Andrea Kusajda)
    Klavier (Ayu Damayanti)
    Symphonie (Berlin Pics)

    Wow, auf dieser Messe findet man alles, was man zum Musizieren braucht. Es ist doch tatsächlich erlaubt die Musikinstrumente anzufassen, anzuschauen und sogar auszuprobieren. Diese Gelegenheit habe ich natürlich so oft wie möglich genutzt. Es ist wunderschön Instrumente wie Blech- und Holzblasinstrumente, Zupf- und Streichinstrumente und Tasteninstrumente testen zu dürfen.

    Mein Flügel1 (C.Nöhren)

    Die Halle mit den Klavieren und Flügeln hat mir am Besten gefallen. Der komplexe Aufbau eines Flügels macht ihn in meinen Augen zu etwas ganz besonderem.Seit zwei Jahren spiele leidenschaftlich gern Klavier und bin immer wieder beeindruckt, was ich mit meinen Händen auf der Tastatur alles erreiche. Klar, ich habe die Musikmesse genutzt, kaum ein Flügel entkam mir. Wie lustig…. immer wollten mehrere Besucher gleichzeitig auf den Instrumenten spielen. War nicht ganz einfach für mich alleine zu spielen; die Geräuschkulisse war auch nicht von schlechten Eltern.

    Naja, leider hat ein Tag nicht gereicht, um alle auszuprobieren…

    Ich freue mich jetzt schon auf die Musikmesse 2013.

    Seid Ihr schon mal  der Musikmesse gewesen? Wenn ja, dann schreibt uns doch mal Euere Erfahrungen an redaktion@mentoring4u.de

    (Autor: Ayu Damayanti | Thumb: Color the rain (Gerd Altmann) |  Quelle: Frankfurter Musikmesse)

  • Erfahrungsbericht Regieassistent/in: Monika Schopp


    ( Bild: Monika Schopp |  Quelle: Fudder
    )

    Berufe sind wie sieben Siegel für jeden, der sie nur von aussen betrachtet. Daher ist das Motto von Mentoring4u unseren Lesern sehr persönliche Einblicke in den beruflichen Alltag zu geben. Denn nur was man kennt kann man in die Überlegung zur Berufswahl mit einbeziehen.
    Am 22.Januar 2012 berichteten wir über das Berufsbild Regieassistent/in. Und was bestimmt denn nun den Arbeitsalltag eines Regieassistenten? Die Regieassistentin Monika Schopp spricht in unserem Interview über ihre langjährigen Erfahrungen.

    Mentoring4u:
    Wenn Sie heute auf Ihre Berufserfahrung zurückblicken: was hat Ihnen am Besten gefallen in Ihrem beruflichen Leben?

    Monika Schopp:
    Am meisten haben mir folgende Punkte gefallen:

    • fremde Länder kennen zu lernen,
    • mit Menschen verschiedenster Nationen zusammenzuarbeiten,
    • mit jedem Film eine neue Geschichte zu erzählen,
    • unterwegs zu sein,
    • nicht in einem Büro vor einem Computer zu sitzen,
    • eine Arbeit zu haben in der man mit lebendigen Menschen und nicht nur mit Kommunikation über Computer zu tun hat.
    • im Team einen Film herzustellen,
    • gemeinsam durch Höhen und Tiefen der Arbeit zu gehen,
    • dass jeder Film einen Anfang aber auch ein Ende hat,
    • neuer Film neues Glück sozusagen, und – last but not least –
    • immer wieder neue Menschen kennenzulernen.

    Mentoring4u:
    Was hat Ihnen am wenigsten gefallen in Ihrem beruflichen Leben?

    Monika Schopp:
    Am wenigsten hat mir gefallen, dass

    • man kein Hobby kontinuierlich ausüben kann,
    • es sehr schwer ist eine Familie zu gründen,
    • man jeden Vertrag immer wieder neu verhandeln muss,
    • man seine Job riskiert, wenn man offen über Missstände redet,
    • es immer jemanden gibt, der für eine geringere Gage bereit ist den Job zu machen, den man selbst gerne machen möchte.

    Mentoring4u:
    Was würden Sie antworten, wenn heute jemand auf Sie zukommt und Sie nach der besten Methode fragt, wie man im Filmbusiness erfolgreich wird?

    Monika Schopp:
    Die beste Methode, um im Filmbusiness erfolgreich zu sein ist: Können, Glück und Zufall, oder im richtigen Moment an der richtigen Stelle sein: Kontakte, Kontakte, Kontakte, it’s a peoples business! Man braucht Fachkenntnisse, eine gute Ausbildung. Bewerber sollten wissen was sie wollen und über ein gehörig Maß an sozialer Kompetenzen verfügen, teamfähig sein, ein dickes Fell haben.

    Nicht das Ego, sondern den Film bedienen ist gefragt. Anpassungsfähig sein und dabei seine eigenen Prioritäten zur richtigen Zeit erkennen ist wichtig..

    Mentoring4u:
    Sie sind seit 10 Jahre die Lehrgangsleitung am Institut für Schauspiel Film und Fernsehberufe in Berlin (www.isff-berlin.eu). Was machen Sie genau dort?

    Monika Schopp:
    Ich habe das iSFF als freiberufliche Mitarbeiterin der Institutsleiterin Frau Dr. Wiegmann mit aufgebaut. Das Grundlagenkonzept aller Lehrgänge für Filmschaffende wurde auf der Basis meiner eigenen Berufserfahrung und meines eigenen akademischen Hintergrundes als Diplom-Soziologin entwickelt. Seit 2000 habe ich die Lehrgangsleitung für die „Regieassistenz“ inne, seit 2009 auch für den Bereich „Aufnahmeleitung“. Als Dozentin unterrichte ich in den Kursen „Szenen-und Kostümbild“ sowie „Kamera-Acting“. Als Präsidentin des Freundeskreises des iSFF unterstützte ich fünf Jahre das Institut.

    „In meinem Unterricht gehe ich auf die aktuelle Situation der Film- und Fernsehbranche ein; ich vermittle die Ausbildungs-möglichkeiten, die Zugangsvoraussetzungen und die Berufschancen in diese Branche und gebe ein Bild von den verschieden Berufen die man hinter der Kamera ausüben kann. Mein Unterricht orientiert sich an den Fragen und Interessen und Fragen der Teilnehmer/Innen. Ich setze zur Veranschaulichung Filmbeispiele ein. Es ist mir wichtig den Teilnehmern/Innen ein realistisches Bild der Branche, so wie sie heute ist, zu vermitteln. Denn nur wer die genauen Spielregeln kennt, kann sich in dieser Branche auch langfristig behaupten.“

    Mentoring4u:
    Der Beruf der Regieassistentin wird als IHK Weiterbildung angeboten. Welche Primärausbildung(-Studium) ist aus der Praxis am hilfreichsten zum Durchstart?

    Monika Schopp:
    Primärausbildung für Regieassistenten: ich empfehle ein geisteswissenschaftliches Studium, welches man auch mit einem Abschluss beendet. Warum? Man steht besser da mit einer guten Bildung, man macht sich nicht so abhängig, man kann besser Parole bieten und hat ein besseres Selbstbewusstsein. Es gibt viele Wege sich weiterzuqualifizieren als Producer, Regiesseur, Dozent, Caster, Agent etc. Auch da ist ein abgeschlossenes Studium in jedem Fall von Vorteil. Aber das ist meine persönliche Meinung, andere mögen anders darüber denken.

    Mentoring4u:
    Die BA beschreibt das Berufsbild der Regieassistenz im Berufe-Net. Trifft die Beschreibung die Realität?

    Monika Schopp:
    Was die Bundesagentur auf ihren Seiten dazu sagt ist in Ordnung.

    Mentoring4u:
    Bitte geben Sie mir noch ein Motto, das den jungen Anwärtern Mut machen kann. Vielleicht ist dies auch Ihr Lebensmotto?

    Monika Schopp:
    „Wenn Du weißt, was Du willst, schaffst Du das auch. Das was Du tust muss Dir Spaß machen, sonst hältst Du nicht durch.“

    Mentoring4u:
    In diesem Sinne danken wir Ihnen für das interessante Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg in Ihrem spannenden Beruf, Frau Schopp.

    Weitere Infos zu Monika Schopp:
    Vita und Filme
    Filme

    Autor: C. Amrhein | Quelle: www.mentoring4u.de, www.berlin.de | Bildquelle Thumb: www.fudder.de | Bildquelle Artikel: www.filmschule-hamburg-berlin.de |

  • Erfahrungsbericht: Physiotherapeut/in …. motiviert Patienten zur Bewegung

    Seit 30 Jahren bin ich nun in diesem Beruf selbständig. Schon während und nach der Ausbildung habe ich mich auf den orthopädischen und chirurgischen Zweig spezialisiert.(Innere Medizin, Neurologie, Kinder- und Frauenheilkunde sind die anderen 4 der 6 Hauptbereiche).

    Durch zahlreiche Fortbildungen in der Manuellen Therapie, mediz. Trainingstherapie, Brüggertherapie, CMD-Spezialisierung (Probleme mit den Kiefergelenken) und der Pilatestherapie habe ich mir ein breites Spektrum angeeignet, um ganzindividuell auf den jeweiligen Patienten eingehen zu können. Aus seinen Berichten der aktuellen Krankheitsgeschichte mit der ganzen Vorgeschichte ( wie Sport-, Autounfälle, Familienanamnese – Rheuma z. B. – Berufshaltung und Hobbies) kann ich mir ein allumfassendes Bild machen. Mit meiner vorläufigen Diagnose starte ich die Behandlung, um nach Rücksprache mit dem Patienten jederzeit nachkorrigieren zu können. So entsteht die vorläufige Behandlung. Im Sinne eines „personal trainers“ besprechen wir auch seine zukünftige Vorgehensweisen (Hausaufgaben) und Eigentherapie. Einen Wassermuffel kann ich nicht zum Aquajogging schicken; die Hausaufgaben und Übungen müssen realistisch sein und Spaß machen; um ein für diesen Menschen optimales Ergebnis zu erreichen.


    Nichts motiviert mehr wie die kleinen Erfolgserlebnisse; dass man ohne Medikamente etwas gegen die Schmerzen und den Alterungsprozess tun kann.
    Körperpflege ist nicht nur Duschen und Deo. Dazu gehören die Aufmerksamkeit an der eigenen Haltung, dem Gewicht, der Qualität der Ernährung, usw.
    Immer nach dem Motto: der Gebrauch erhält, die Anstrengung fördert, die Überanstrengung schadet.


    Der Mensch geht allein zu sehr in Schonhaltung, wenn es zwickt.

    Und gerät dann immer mehr in den „Teufelskreis“ hinein. Ich verstehe mich als Solidarpartner, hier wieder einen Ausweg zu finden, für mehr Wohlbefinden und Lebensqualität.

    Sie haben Fragen oder Kommentare, nutzen Sie das Kommentarfeld oder sprechen Sie unsere Autorin direkt an: physio-kammertoens@t-online.de

    Noch besser, besuchen Sie Gudrun Kammertöns in Frankfurt/M. und fragen auch mal nach Ihren individuellen Pilateskursen in der Mittagspause. Sehr empfehlenswert.

    Lesen Sie hierzu auch unsere Berufsbeschreibung Physiotherapeut/in.

    Sie, liebe Leser, haben auch einen so interessanten und vielseitigen Lebenslauf? Sie möchten junge Menschen dabei unterstützen, den Beruf für Ihre Zukunft zu finden? Wenn ja, senden Sie Ihren Bericht direkt an redaktion@mentoring4u.de .  Wir freuen uns von Ihnen zu lesen!

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

    (Erfahrungsbericht: Gudrun Kammertöns  /  Bild & Tumb: Prospekt  Bearbeitung: A. Damayanti  /  Quelle: www.physio-kammertoens.de/)

  • Berlin – eine Stadt mit Künstlerpotential: Corinna Rosteck im Gespräch

    In der Reihe Erfahrungsberichte stellen wir Ihnen diesmal eine freischaffende Künstlerin im Bereich Fotografie, Video und Installation vor. Corinna Rosteck  lebt und arbeitet in Berlin.

    acc1 – Corinna Rosteck




    Mentoring4u: Wie kam es dazu, dass Sie sich für Videoinstallationen entschieden?

    In meinen Video- und Fotoinstallation arbeite ich filmisch mit Sequenzen aus Standbildern. Aus meinen Erfahrungen aus der Malerei, Drucktechnik und Fotografie wurde ich immer mehr in meinen Arbeiten und Motiven mit der Thematik der „Bewegung“, der Ver-Flüssigung, dem Liquiden konfrontiert.

    Die Videos vermitteln keinen chronologisch rekonstruierbaren Ablauf. Nicht mehr das Nacheinander der Bilder ist wichtig, sondern das Nebeneinander – und damit die Möglichkeit, völlig neue assoziative und formale Querverbindungen zu entdecken.

    Bewegung ist das zentrale Sujet in meinen Arbeiten. Dabei liegt ein Themenschwerpunkt in der Faszination des Wassers. Auf das Liquide, andere Aggregatzustände, charakteristische Wellenbewegungen, auf die vielfältigen Lichtbrechungen und Spiegelungen konzentriert sich mein Blick. Oberflächen, die ein perspektivisches Sehen unterbinden, finden sich ebenso in den Motiven des Stadtraums, der Wüstenlandschaft und den menschlichen Bewegungen im Tanz. Die Rhythmik der Lineaturen im Bild schafft für den Betrachter einen energetisch aufgeladenen Raum.

    Die Umsetzung im öffentlichen Raum öffnet weitere Dimensionen gerade über das bewegte Bild und durch den Sound bzw. die Musik.

    Clips – Corinna Rosteck

    Mentoring4u: Womit haben Sie angefangen?
    Mit dem Studium der Malerei und Drucktechnik, in frühester Kindheit mit der Musik (Geige) und Klavier, auch im Orchester,10 Jahre klassisches Ballett

    Mentoring4u: Wie gestaltete sich Ihre Zusammenarbeit mit dem DAAD ?
    Zwei Auslandsreisen wurden nach meiner Bewerbung mit dem DAAD finanziert, ein halbjähriges Reisestipendium nach Japan und USA zum Thema „Masse und Mensch“ , mit den Stationen in die „Vertigo“ – Städte nach Tokyo und Hiroshima, Hawaii University in Honolulu, San Francisco Art Institute, UCLA Los Angeles, amnesty International in Irvine Laguna, Seattle und ein Interview mit Gary Hill über Japan, das Chicago Art Institute, New York mit Besuch des Jonas Mekas’Filmarchive, Das zweite Stipendium war ein halbjähriger Aufenthalt am International Center of Photography in New York als Advanced Digital Media Assisstant. Über beide Reisen habe ich Erfahrungsberichte verfasst und vom DAAD wurde ich organisatorisch auf meinen Reisen begleitet.

    acc – Corinna Rosteck

    Mentoring4u: Welche Techniken bevorzugen Sie ?
    „haptische“ Fotografie, ungewöhnliche Papiere und Materialien für drucktechnische Prozesse, metallische Oberflächen, Video mit der Fotokamera, „Malen mit der Kamera“, Leuchtobjekte, Fotoinstallationen bezogen auf Architektur

    Mentoring4u: Wasser taucht bei Ihnen immer wieder auf. Weshalb?
    Zum einen der biografische Moment  – Wasser ist verführerisch wie gefährlich, siehe auch meine Installation „whirl&wake“ auf meiner homepage:

    http://corinna-rosteck.de/index.php?id=16

    Taucht sie auf oder geht sie unter ? – mein Alter Ego….

    „Eine ständig kreisförmige Bewegung vom Hineinsinken und Emportauchen deutet einen Strudel an. Strudel und Kielwasser fordern jene Schwimmbewegungen heraus, die der Mensch ausführt, um die Tiefe zu ergründen. Das Vorhaben ist verführerisch wie gefährlich.“

    Das Motiv des Wassers, mit dem ich mich  fotografisch auseinandersetze, bietet eine schier unerschöpfliche Fülle von Assoziationen. Sie sind privater, subjektiver Natur sein, Roland Barthes nennt dies das punctum. Aber sie können auch am Symbolcharakter – dem studium – ansetzen: Wir wissen, wie es sich anfühlt, auf- und abzutauchen oder mit den Fingerspitzen Kreise ins Wasser zu malen. Es steht für den unendlichen Kreislauf der Natur und ist Sinnbild in der Religion, Quell allen Lebens, für Energie, aber auch lebensrettend.

    Das Spiel des Lichts, das der Betrachter nahezu zwangsläufig mit dem Element „Wasser“ assoziiert, findet auf der Bildoberfläche faktisch statt. Durch die technische Umsetzung verliert das Bild seine Eigenschaft als statisches Medium. Ich möchte den „eingefrorenen“ Blick der Kamera überwinden und den typischen Charakter von Wasser und Bewegung fassen. Zusätzliche Unterstützung erfährt dies durch die bewusste Einbeziehung analoger und digitaler Unschärfen, welche die Strukturen fließend und weich erscheinen lassen.

    Mentoring4u: Wie reagieren Museen auf Ihre Kunst
    Mit Ankäufen und Ausstellungsangeboten, wenn die finanziellen Mittel da sind- sehr interessiert

    Inwhirl_tonnehaar – Corinna Rosteck

    Mentoring4u: Wie war die Aufgabenstellung für den German Expo Pavilioni in Zaragossa?
    Es ging um die Präsentation von „Wasser und Leben“ in der Umsetzung des Deutschen Pavillons im VIP- Bereich, das Kuratorium hat gezielt spezielle Motive meiner Arbeiten zum Thema des „Liquiden“ zur Eröffnung ausgewählt und über einen Monat in der Lounge gezeigt, aus der alle wichtigen Vertreter der Länder ihre Treffen hatten. Leider wurde keine Dokumentation dazu herausgebracht und auch die Expo viel zu wenig für den einzelnen Künstler beworben (häufig anzutreffen: unzureichende Pressearbeit), in Zaragoza ging es um die Problematik in Zentralspanien, was über geringe Wssserressourcen verfügt, die Verschwendung und den Wert des Wassers in der ganzen Welt aufzuzeigen, meine Bilder zeigen dies hervorragend.

    Mentoring4u: Was bedeutet: Mentoring at the University of the Arts, (UDK), Berlin
    Bei dem Projekt „Berlin, Du Buter Stein Du Biest“ habe ich über sechs Monate eine Gymnasialschülerin in der Oberstufe auf Ihrem Weg ins Studium begleitet, sie in mein Atelier und mein Fotolabor genommen, ihr meine Produktionsweise und Arbeitsalltag einer Selbständigen (Fotografin und Künstlerin) vorgeführt und Ihr gezeigt, wie die Vernetzungsstruktuen auf dem Kunstmarkt funktionieren, aussedem ein Portfolio- Viewing ihrer Arbeiten durchgeführt.Zum Abschluss gab es eine Dokumentation in Form eines Kataloges und eine Ausstellung in der Universität der Künste, das Projekt wurde von der  Oberstufenlehrerin Annette Hauffe des Königin- Luise- Gymnasiums die – teils in der Schule teils in dem Atelier – mit den Gesprächen beigewohnt hat, und diese berufsvorbereitenden Massnahmen hervorragend für die Schüler umgesetzt hat.

    Doujeu_whirl_01 Corinna Rosteck

    Mentoring4u: Wann begannen Sie sich an Wettbewerben zu beteiligen?
    Bereits vor dem Studium während meines Leistungskurses „Kunst“ beim Deutschen Schülerwettbewerb in Hannover mit einem Selbstporträt.

    Mentoring4u: Wie haben Sie Partner für Ihre erste Ausstellung gefunden?
    Durch Aquise und Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis

    Artabudhabi_2009_I – Corinna Rosteck


    Mentoring4u: Was sind Ihre Ziele für 2012
    Eine engagierte Agentin zu finden, die mich umfassend auf dem internationalen Kunstmarkt vertritt und auf Provisionsbasis arbeitet. Eine Galerie im europäischen Ausland oder weltweit, die mich auf den internationalen Messen mich positionieren kann.

    Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen weiter viel Erfolg.

    Hier finden Sie das Künstlerporträt: Corinna Rosteck

    (Das Gespräch führt Martin Weiss mit Corinna Rosteck  /  Bilder: Corinna Rosteck  /  Bearbeitung A. Damayantin  /  Quelle: www.corinna-rosteck.de )

  • Servicewüste Deutschland Teil 1: Ausländerbehörde

    In Deutschland groß werden. Erfahrungsbericht meiner Freundin Louisa

    Im Jahre 2005 kam Louisa mit ihrer Mutter nach Deutschland. endlich ist die Familie wieder zusammen, ihr Vater lebte schon dort. Jetzt sind über sechs Jahre vergangen. Sie fühlt sich in Deutschland wie zu Hause. Hier hat sie ihre Freunde gefunden und einen Teil ihre Kindheit verbracht. Dieses Jahr hat sie ihre mittlere Schulreife absolviert, ist volljährig geworden und möchte ihren Eltern nicht weiter auf der Tasche liegen und auf eigenen Füßen stehen. Nur arbeiten in Deutschland ist nicht so einfach, wenn man keine unbefristete Aufenthaltserlaubnis hat.

    Ist das der Alltag bei der Ausländerbehörde?
    Im vorletzten Monat war Louisa bei der Behörde gewesen, um sich zu erkundigen, welche Vorrausetzungen erfüllt werden müssen, sodass der Antrag auf einen „Aufenthaltstitel“ genehmigt wird. Während des Wartens verzog sie ihr Gesicht, denn sie sah 45 Minuten vor der Öffnung schon eine ganz lange Schlange. Ihr war klar, dass sie hier voraussichtlich viel Zeit verbringen musste.

    Nach langem Warten, war sie endlich dran. Sie bekam einen Antrag und wurde wieder nach Hause geschickt. Wahrscheinlich, dachte sie, spielt Freundlichkeit bei der Ausländerbehörde keine Rolle. Die Mitarbeiter waren sehr launisch, egal wie freundlich man auf der anderen Seite des Schreibtisches ist.

    Ein Monat später war sie wieder da. Sie saß in einem noch kleinere Raum mit noch mehr Antragstellern. Sie wurde das Gefühl nicht los, dass es immer noch die gleichen Gesichter waren. Verkehrte Welt, hatten die hier übernachtet? Ziemlich entnervt erzählte ihr ein alter Mann, dass er jedes Jahr diese Prozedur erlebe. Seine Aufenthaltsgenehmigung müsse jährlich neu verlängert werden. Sein deutscher Arbeitgeber wäre jedes mal erstaunt, wenn er sich für ein paar (Urlaubs) Tage zu dem Behördegang verabschieden müsse.

    In Deutschland haben ja alle Menschen viel Zeit. Antrag abholen ein halber Tag in der Ausländerbehörde verbringen. Macht ja nichts, wollte ja doch nur die Aufenthaltserlaubnis. Einen Monat später, Antrag abgeben und nochmal zwei Stunden warten. Sehr effektiv, da ohne Gespräch. Deutsche Behörden müssen viel Zeit haben, dachte sie.

    Hier ein paar Tips von Louisa:

    • Erscheinen Sie möglichst frühzeitig, am Besten vor der Öffnungszeit
    • Bringen Sie alle Unterlagen, die Sie haben vorsichtshalber mit.
    • Falls  Sie Deutsch noch nicht so gut beherrschen, nehmen Sie einen Übersetzer mit.
    • Besser noch lernen Sie Deutsch und sprechen Sie fließend mit den Mitarbeitern
    • Wichtig: Bringen Sie jede Menge Zeit mit
    • Lesen Sie am Besten vor Ort das Magazin mentoring4u

    Auch die Redaktion von mentoring4u ist gespannt wie es weiter geht.

    Die mentoring4u Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails – mit vollständigem Namen, Anschrift und E-Mail-Adresse – auch gekürzt zu veröffentlichen. Gastbeiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

    (Autor: Diane|  Bild & Thumb: Diane |  Quelle: Archiv)