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Kategorie: Politik & Wirtschaft

  • Lampedusa a synonym for fortune?

    Lampedusa stands only as a synonym. Each young African, man or woman, having the chance to discuss his/her personal goals with executive managers in the area economics, politics and culture, saves his or her parent’s money for an education on location. Any young person, not taking the dangerous way across the Mediterranean Sea and staying in his or her country, in order to make a career there, on a long-term basis also supports his or her country’s economy.

    „Executive Managers donate their time starting this St. Martin’s Day Week“
    We asked our mentors to do this on the basis of one to one (1:1)-talks for at least one hour each and beyond with students from african universities.

    Presse ts-grafik.d

    Target group
    We are looking for students – male and female – who want to inform themselves concerning their vocational training.

    Technical precondition
    for the participation is

    • internet connection,
    • a personal computer (PC) as well as
    • „Skype“ (a telephone program via internet) or
    • telephone


    Professional precondition

    • Students still studying
    • interested in information by executive managers

    Languages

    • English,
    • French,
    • Arab or
    • German

    Requirement
    Of each student a curriculum vitae is needed, which shall be no longer than a ¾ page as well as the subject he or she is interested in. We would also need to know in which language he or she wants to communicate with “his or her” mentor. It is of course impossible for us to find a mentor with the individual language skills for each area of interest.

    On this Basis, House of Mentors / Haus der Mentoren gemeinnützige GmbH will then decide on the mentor suitable for the mentee on a longer term as well. The Idea is to get sustainable 1:1 face to face Mentor-Tandems for the future.

    Participation Conditions
    Each student wanting to participate has to write an article about his or her motivation on why he or she studies and also where as well as which goals he or she wants to reach in the future. This written text will be published on our website www.mentoring4u.de and serves as an experience report for our and may be your readers as well.

    The project corresponds with the demands of our non-profit organisation „Haus der Mentoren gemeinnützige GmbH“
    Get in contact with us:

    info@Haus-der-Mentoren.de

    (Autor: Martin Weiss   | Bild: ts-grafik.d | Thumb: krockenmitte | Quelle: photocase)

  • Regina Görner: Mädchen in MINT-Berufen: die Quadratur des Kreises?

    Es gibt immer noch viele Aspekte, in denen die Gleichstellung von Mann und Frau in den letzten Jahrzehnten kaum vorangekommen ist. In einer Beziehung dagegen haben die Frauen längst aufgeholt: Sie sind schon lange nicht mehr das Geschlecht mit den mässigen Bildungschancen.

     

    Im Gegenteil: Frauen stellen mittlerweile die Mehrheit unter den Abiturienten. Sie haben die größeren Erfolge in den Schulen und auch bei den Studienanfängern und –absolventen sind die Rückstände geschrumpft. In manchen Studiengängen haben die jungen Frauen ihre Mitstudenten so deutlich überflügelt, dass Professoren in der Juristerei beispielsweise schon nach Bevorzugung beim Numerus clausus für Männer in ihrem Fach gerufen haben.

    An der Bildung kann es also nicht liegen, wenn immer noch so viele Mädchen Berufe ergreifen, die ihnen nicht nur mässige Einkommen, sondern auch kaum Karrieremöglichkeiten bieten. Als die modernen IT-Berufe entwickelt worden waren, hoffte man, dass sie auch für junge Frauen attraktiv wären. Tatsächlich aber konnte nur etwa jeder siebte Ausbildungsplatz an eine junge Frau vergeben werden. Nach den ersten Anfangsjahren entwickelte sich das Interesse der Mädchen sogar noch einmal zurück. Auch in den MINT-Studien sind Frauen nach wie vor weit in der Unterzahl.
    Internet Bereich

    Viele Modellprojekte hatten zum Ziel, das Interesse von Mädchen für die MINT-Berufe zu wecken, aber nach wie vor ist die Trendwende nicht geschafft. Allerdings sinddabei auch viele Fehler gemacht worden. Heute weiß man, dass die Berufswahlorientierung junger Frauen in den Grundsätzen schon vor der Pubertät im wesentlichen festgelegt ist, so dass Maßnahmen, die erst kurz vor Schulabschluss einsetzen, nicht mehr viel ausrichten können. Inzwischen wird vermehrt versucht, das Interesse von Mädchen schon im Grundschulalter zu wecken. Immer mehr Industrieunternehmen nehmen Kontakt auf mit Schulen in ihrer Umgebung und versuchen gezielt Schülerinnen für Projekte zu interessieren, die Freude an mathematisch- naturwissenschaftlichen, technischen oder informationellen Tätigkeiten entwickeln sollen. Besonderer Wert wird mittlerweile darauf gelegt, dass die Mädchen in Kontakt mit jungen Frauen kommen, die bereits in solchen Berufen ausgebildet werden bzw. wurden.
    Mentine Frauenquote

    Die Entschiedenheit, mit der Industriebetriebe heute nach jungen Frauen suchen, hat etwas mit den Erfahrungen aus der Ausbildung zu tun: Es sind auch hier wieder die Mädchen, die besonders gute Ergebnisse während der beruflichen Qualifikation erzielen. Fast in jedem Betrieb der Metall- und Elektroindustrie, in der ich in den vergangenen Jahren Ausbildungswerkstätten besucht habe, weiss man heute, dass junge Frauen für die MINT-Berufe alles mitbringen, was man braucht, um sich nicht nur in der Ausbildung, sondern auch im Beruf bewähren. Mehr junge Frauen in der dualen Berufsbildung sind also ebenso erwünscht wie eine höhere Zahl von weiblichen Studierenden in dualen Studiengängen.

    Warum ist die Zurückhaltung der Mädchen nach wie vor so groß? Immer noch können sich viele junge Frauen nicht so recht vorstellen, wie ihre Lebensplanung mit den Anforderungen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen in Übereinstimmung gebracht werden könnte. Die meisten jungen Frauen wünschen sich Kinder und wollen ihre familiären Aufgaben mit ihrem Beruf vereinbaren. Das scheint ihnen in Erziehungs- und Gesundheitsberufen, im Handel oder in personennahen Dienstleistungen einfacher möglich als im MINT-Bereich.
    Communication is the key

    Dabei werden sie hier Opfer eines hartnäckigen Vorurteils. Tatsächlich sind mittlerweile nicht nur die Fähigkeiten der jungen Frauen in den Industriebetrieben wirklich willkommen, sondern es besteht auch eine inzwischen viel größere Bereitschaft, ihnen mit passenden Arbeitszeitmodellen und gezielter Förderpolitik entgegenzukommen.

    Und es steht zu erwarten, dass sich die Situation noch weiter verbessert: Die rückläufige Zahl von Ausbildungs- und Studienplatzbewerbern wird den Wettbewerb um die besten Azubis und Fachkräfte in den nächsten Jahren gewaltig anheizen. Damit verbessert sich die Situation der BewerberInnen gegenüber den 90er Jahren und dem Beginn des Jahrhunderts entscheidend: Sie werden in immer stärkerem Maße erfolgreich Bedingungen einfordern können, die vor ein paar Jahren noch krasse Ausnahmen waren.

    Und dass sich wirklich mittlerweile etwas verändert hat, sieht man auch am wachsenden Interesse der jungen Männer an familienfreundlichen Arbeitsbedingungen. Als die IG Metall vor einigen Jahren Ingenieurstudenten nach ihren Erwartungen an eine gute Gewerkschaft gefragt hat, war ein Thema zur allseitigen Überraschung ganz weit vorn: Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit. Hier stellen nicht mehr nur die jungen Frauen, sondern auch ihre männlichen Kollegen Ansprüche. Das wird die Arbeitsbedingungen in der Industrie stärker verändern, als viele heute noch erwarten. Seit einiger Zeit wird die work-life-balance auch in der Tarifpolitik immer mehr zum Thema. Gewerkschaften und Betriebsräte arbeiten daran, dass in Zeiten flexibler Arbeitsplätze auch die Beschäftigten endlich von der Flexibilität profitieren,  und nicht nur die Unternehmen.

    Und damit ist spätestens jetzt Zeit, dass junge Frauen sich in den MINT-Berufen ihre Chancen suchen. Gerade die IT-Branche kann mit ihren Arbeitsformen gute Bedingungen für Frauen gewährleisten. Aber annehmen muss man das natürlich selbst.

    Weitere Artikel zu MINT, Duales System und Frauen im Beruf finden Sie im Mentoring4u Archiv:
    Quote vs konsequente Karriereplanung

    „Komm, mach MINT“

    WoMen mit Power und wie Mädchen sich in typischen “Männerberufen” üben

    Du hast die Macht, Gründerwoche für Jugendliche und spezielle Studiengänge für Frauen

    Abi: aus 13 mach 12 – und was dann?

    Sehr empehlenswert ist auch der Artikel:

    Studieren ohne Abitur – Viele Wege führen ans Ziel! Aufgepaßt PlanB!

    (Gastautorin: Regina Görner /  Foto: ieniemienie, Cybertronic, Korkis | Quelle: photocase)

  • 6.11. Smart Mob Tag – Mach was aus Abfall – sei kreativ

    Gelegenheiten erkennen: Bundesweiter Smart Mob von Enactus am 6. November 150 soziale und ökologische Projekte in Deutschland.

    Köln (ots) – „Andere sehen einen Berg Plastikflaschen. Wir sehen wertvollen Rohstoff und eine Möglichkeit, sinnvolle Arbeit für benachteiligte Menschen zu schaffen.“ In ganz Deutschland schaut die Studierenden-Organisation Enactus seit 2003 genauer hin und erkennt dadurch überall Gelegenheiten, die Welt positiv zu verändern.

    Am 6. November macht Enactus aus Anlass des zehnjährigen Bestehens in Deutschland mit einem bundesweiten Smart Mob auf die derzeit 150 Projekte aufmerksam, die das Netzwerk in Deutschland betreibt.

    Als Mitglieder des Enactus-Teams der Universität Regensburg beim Gang über das Hochschulgelände immer wieder auf leere Pfandflaschen im Müll stießen, kamen sie auf eine Idee. Leere Pfandflaschen können in Sammelbehälter eingeworfen und somit gespendet werden. Der Pfanderlös bewirkt so auf mehrfache Weise Gutes. Zum einen entsteht so eine sinnvolle und bezahlte Arbeit für psychisch kranke Menschen, die die Behälter leeren. Zum anderen kommt der darüber hinaus erwirtschaftete Pfanderlös verschiedenen lokal sozialen Einrichtungen zugute. So entstand das bundesweite Projekt „Spende dein Pfand“, an dem mittlerweile Enactus-Teams an 12 Hochschulen von Hamburg bis Rosenheim beteiligt sind.

    An solchen sozialen oder ökologischen Projekten arbeiten derzeit in ganz Deutschland 41 Teams von Enactus mit unternehmerischen Methoden: Sie identifizieren Herausforderungen und Ziele, analysieren Rahmenbedingungen, entwickeln Konzepte für den Wissenstransfer und unterstützen so ehrenamtlich Menschen dabei, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Unter dem Motto „Gelegenheiten erkennen“ weist Enactus am 6. November bundesweit auf die vielen verborgenen Ansätze hin, um die Welt im Kleinen besser zu machen: Aus einem Stapel alter Jeans können zum Beispiel hunderte von stylischen Schutzhüllen für Handys werden. Weggeworfene Plastiktüten bieten in Kenia Jobchancen für Frauen, die aus dem Rohstoff strapazierfähige Taschen herstellen.

    „Mit dem bundesweiten Smart Mob möchten wir auf die Arbeit von Enactus in Deutschland aufmerksam machen, neue Projektideen im Austausch mit der Öffentlichkeit zutage fördern und Mitstreiter für unsere 41 Hochschulteams gewinnen„, sagt Petra Lewe, Geschäftsführerin von Enactus in Deutschland.

    Orte und Uhrzeiten für den Smart Mob gibt es ab sofort auf den Internetseiten von Enactus:


    Über Enactus international
    In der Non-Profit-Organisation Enactus engagieren sich weltweit rund 62.000 Studierende, 1.600 Hochschulen und 440 Unternehmen in 37 Ländern. Damit ist Enactus das größte Netzwerk dieser Art. Die Enactus Studierenden führen mit Hilfe unternehmerischer Methoden Projekte durch, um die Lebensqualität und den Lebensstandard von Menschen nachhaltig zu verbessern. Dabei werden sie von Partnerunternehmen und -hochschulen unterstützt. Zentrale Veranstaltungen der politisch und konfessionell neutralen Initiative sind die jährlich stattfindenden Landeswettbewerbe und der World Cup, an dem die jeweiligen Gewinnerteams der nationalen Wettbewerbe teilnehmen. Enactus wurde 1975 als „SIFE“ in den USA gegründet und hat sich im September 2012 weltweit umbenannt.

    Über Enactus in Deutschland
    Enactus gibt es in Deutschland seit 2003, die Organisation ist mittlerweile an 41 Hochschulen vertreten. Derzeit unterstützen 30 Unternehmen Enactus in Deutschland als Förderer, darunter 1&1, AIG, Bahlsen, BASF, Bayer, Bertelsmann, Boehringer Ingelheim, BP, Carl Zeiss, Lufthansa, Deutsche Telekom, Evonik, Ferrero, Freudenberg, Haniel, KPMG, Mercedes-Benz Bank, Metro Group, Peek & Cloppenburg, SAP, Siemens und Talanx. Enactus bietet ihnen laufend die Möglichkeit, sich in zahlreichen Projekten sowie bei den zentralen Events der Organisation zu engagieren. Enactus wird von den Medienpartnern enorm, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Personalwirtschaft unterstützt.

    Weitere Informationen finden Sie auf  www.enactus.de

    (Quelle: Enactus e.V.  Petra Lewe    /  Bildrechte: Enactus e.V.  Fotograf Poster: Motiv entwickelt von Enactus KIT  obs/Enactus e.V. /  Internet: www.enactus.de )

  • Lampedusa und was nun?

    Der scheinbar nicht endende Flüchtlingsstrom aus dem Süden, aber auch aus dem asiatischen Raum hält seit Jahren unvermindert an. Die schrecklichen-, unmenschlichen Ereignisse, die sich an den Küsten von Spanien, Italien und Griechenland abspielen, hervorgerufen durch Schlepperbanden, die menschliches Leben anscheinend gegen „Bares“ versenden, ohne darauf zu achten ob ihr „Gut“ dann auch lebend ankommt sind menschensverachtend und  verabscheuungswürdige Verbrechen.

    Screenshot Wasserspiegel Artikel

    Lampedusa ist die größte der drei Pelagischen Inseln im Mittelmeer zwischen Tunesien und Sizilien. Die Insel gehört zur GemeindeLampedusa e Linosa in der italienischen Provinz Agrigent. Leider liegt die Insel nur rund 130 km von Tunesien entfernt und ist unter anderem bekannt als Anlaufpunkt afrikanischer- und asiatischer Flüchtlinge (Quelle Wikipedia).

    Uns geht es gut.
    Wir leben seit über 60 Jahren ohne kriegerische Auseinandersetzungen in Freiheit. Wir können die Straßenseite wechseln ohne in Deckung zu gehen oder erschossen zu werden. Kinder dürfen zur Schule gehen, Jungen wie Mädchen, junge Erwachsene dürfen studieren. Uns steht sozusagen die Welt offen. Urlaub ist gesetzlich verankert. Wir benötigen z. B. auch kein Visa, um an der Adria oder sonst wo in Europa Urlaub zumachen. Wir haben eine gemeinsame Währung, den €uro, der international geschätzt wird. Wir zahlen keine Umrechnungs Gebühren. Wir haben niedrige Inflationsraten und Zinsen. Der Gegenwert von € 500 wiegt in einigen ausländischen Währungen manchmal  1/2 Kilo und mehr.  Es gibt eine Deutsche Rentenversicherung und Krankenkassen. Tarifparteien, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände führen Tarifverhandlungen. Gesetze schützen uns, das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) von 1952 beispielsweise regelt Kündigungen, Arbeitnehmervertretung etc. p.p.

    Muss eine Gesellschaft, wie die unsrige, sich vielleicht doch einmal Gedanken machen? Wie gehen wir  auf Einwanderer zu? Was tut der Einzelne, was tue ich? Integration, wie geht das denn? Was bedeutet Freiheit? Was macht Europa und gibt es noch andere Beispiele dieser Art in der Welt?

    Wir möchten Sie, unsere Leser fragen, welche Lösungsvorschläge Sie zu diesen Themen haben und/oder weisen Sie Erfahrungen auf, die sie weitergeben möchten? Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und veröffentlichen diese auch! Versprochen.

    Bitte kommentieren Sie direkt unter dem Artikel oder schreiben Sie uns an unsere neue Emailadresse:   m.weiss@Haus-der-Mentoren.de

    (Autor:  Martin Weiss  / Foto: froodmaat, Gordon Gross   /  Quelle: wikipedia.de, www.photocase.depixelio.de )

  • Vortrags- EINLADUNG: Ian Morris Krieg – Wozu er gut ist

    Kriege haben unbeschreibliche Gräuel verursacht und unzählige Millionen Tote zurückgelassen. Sie haben Chaos und Hungersnöte ausgelöst, und das von ihnen verursachte Elend kann die Beziehungen zwischen Staaten auf Generationen vergiften. Kaum jemand würde der Behauptung widersprechen, dass Krieg eines der größten Menschheitsübel ist. Und doch, so der Historiker Ian Morris, haben Kriege die Menschheit – auf ganz lange Sicht betrachtet – sicherer und reicher gemacht.


    Erst der Krieg, so seine provokante These,
    hat es der Menschheit ermöglicht, stabile Gemeinschaften und friedliche Gesellschaftsordnungen zu errichten. Ohne Kriege wären nie die großen Nationalstaaten entstanden, die den Einzelnen vor willkürlichen Gewalttaten weitgehend schützen und den Menschen ungeahnten Wohlstand beschert haben.

    Fernab jeder kriegsverherrlichenden Argumentation zeigt Ian Morris das Paradoxon des Krieges auf: Die Menschen haben sich für Gewalt als Methode entschieden, um Konflikte zu lösen und sich weiterzuentwickeln. Das ist zwar brutal, hat sich aber auf lange Sicht als wirkungsvoll erwiesen. Und wie sieht die Zukunft aus? Ian Morris wagt einen Ausblick, wohin sich die Welt im 21. Jahrhundert bewegen wird und macht Hoffnung, dass gewaltsame Auseinandersetzungen sich künftig nicht mehr lohnen. Ob der uralte Traum einer Welt ohne Krieg und Gewalt doch noch in Erfüllung geht, wird sich in den nächsten Jahrzehnten entscheiden.

    »Der Historiker Ian Morris ist einer der herausragendsten Vertreter seiner Zunft.« Niall Ferguson, Harvard University

    Ian Morris, Archäologe und Historiker, ist Professor für Geschichte an der Stanford University. Der Autor des Bestsellers »Wer regiert die Welt? Warum Zivilisationen herrschen oder beherrscht werden« ist bekannt für seine umfassenden globalhistorischen Darstellungen, in denen er die großen Bögen von der Genesis bis in die Gegenwart spannt. Morris ist ein Meister der gewagten These. Seine Arbeiten sind preisgekrönt und werden unter anderem von der Guggenheim Foundation und der National Geographic Society gefördert.

    Vortrag und Diskussion in englischer Sprache

    Montag, 21. Oktober 2013, 19.00 Uhr
    Deutsche Nationalbibliothek, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt
    Der Eintritt ist frei.
    Verkehrsanbindung: U5 oder Buslinie 32 bis Haltestelle “Deutsche Nationalbibliothek”
    Parkmöglichkeiten in der Tiefgarage (kostenpflichtig)

    Veranstalter: US-Generalkonsulat Frankfurt, Campus Verlag, Deutsche Nationalbibliothek, Deutsch-Britische Gesellschaft e.v./Landesgruppe Rhein-Main

    Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten um Ihre Anmeldung mit Angabe der Personenzahl bis 16. Oktober 2013 per E-Mail an morris@campus.de

    (Quelle: Campus Verlag  /  Bildrechte: Lida Cicero)

  • Wahlen in Deutschland – ZDF-Politbarometer September II 2013

    Vorsprung von Schwarz-Gelb wird noch enger. Syrien-Konflikt: Mehrheit zufrieden mit Bundesregierung.
    Wie denken Sie über die Wahlen, haben Sie Wünsche an die Politiker in Deutschland? Mentoring4u freut sich über Ihre Kommentare und Wünsche an die Politiker.

    Politbarometer ZDF / Forschungsgruppe Wahlen

    Mainz (ots) – Politbarometer-Projektion: Gut eine Woche vor der Bundestagswahl verliert die Union geringfügig an Unterstützung, während die Grünen sich wieder etwas verbessern können: Würde schon an diesem Sonntag gewählt, käme die CDU/CSU auf 40 Prozent (minus 1) und die SPD weiterhin auf 26 Prozent. Die FDP bliebe bei 6 Prozent, die Linke bei 8 Prozent, die Grünen kämen auf 11 Prozent (plus 1) und die AfD auf 4 Prozent (plus 1). Alle anderen Parteien kämen zusammen auf 5 Prozent (minus 1). Damit würde der bisher schon knappe Vorsprung von Schwarz-Gelb noch enger. Rot-Grün hingegen ist knapp 9 Prozentpunkte von einer eigenständigen Mehrheit entfernt. Neben den unvermeidbaren statistischen Fehlerbereichen müssen bei der Interpretation dieser Zahlen auch noch andere Faktoren berücksichtigt werden:

    Weiterhin sind viele nicht sicher, wen sie wählen wollen

    Inzwischen geben 64 Prozent (Vorwoche 59 Prozent) aller Wahlberechtigten an, dass sie sicher sind, dass und wen sie wählen wollen. Unter denen, die sich schon entschlossen haben, zur Wahl zu gehen, sind bei den Anhängern der CDU/CSU besonders wenige (12 Prozent), die sich noch nicht sicher sind, dass es bei ihrer Wahlentscheidung bleiben wird. Deutlich mehr sind es insbesondere bei den Anhängern der Grünen (33 Prozent), aber auch der Linken (28 Prozent), die ihre Wahlabsicht noch mit einem Fragezeichen versehen.

    Partielle Wechselstimmung

    Wenn die CDU/CSU auch in der nächsten Bundesregierung vertreten wäre, fänden das 54 Prozent gut, 20 Prozent wäre das egal, und 23 Prozent fänden das schlecht. Eine abermalige Regierungsbeteiligung der FDP hingegen fänden nur 26 Prozent aller Befragten gut, 28 Prozent wäre es egal, und eine relative Mehrheit von 44 Prozent fände das schlecht.

    Mehrheitliche Unterstützung für große Koalition

    Lediglich eine Koalition aus CDU/CSU und SPD fände die Zustimmung einer Mehrheit (50 Prozent) der Bundesbürger, 17 Prozent wäre das egal und 29 Prozent lehnen sie ab. Allen anderen denkbaren Koalitionen fehlt eine mehrheitliche Unterstützung: Sowohl Rot-Grün finden jeweils mehr Befragte schlecht (47 Prozent) als gut (36 Prozent; egal: 14 Prozent) als auch Schwarz-Gelb (gut: 35 Prozent; schlecht: 42 Prozent; egal: 21 Prozent). Schwarz-Grün wird noch deutlicher abgelehnt (23 Prozent gut; 49 Prozent schlecht; egal: 24 Prozent). Besonders kritisch wird eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken bewertet (gut: 20 Prozent; schlecht: 64 Prozent; egal: 14 Prozent).

    Fast jeder Zweite glaubt, dass die SPD Rot-Rot-Grün machen würde

    Falls es für eine Koalition allein mit den Grünen nicht reicht, glauben 47 Prozent aller Befragten, dass die SPD dann versuchen würde, eine Koalition mit den Grünen und der Linken zu bilden, obwohl sie sich dagegen ausgesprochen hat (würde die SPD nicht: 46 Prozent; weiß nicht: 7 Prozent). Bei den SPD-Anhängern erwarten dies 36 Prozent, 55 Prozent glauben das nicht (weiß nicht: 9 Prozent).

    K-Frage: Merkel unverändert; Steinbrück verbessert sich leicht

    Bei der Frage, wen die Deutschen nach der Bundestagswahl lieber als Kanzler/-in hätten, liegt Angela Merkel mit konstant 59 Prozent weiterhin deutlich vor ihrem SPD-Herausforderer Peer Steinbrück, der jetzt bei 32 Prozent (Vorwoche: 30 Prozent) liegt. Während Merkel bei den CDU/CSU-Anhängern auf 96 Prozent (Vorwoche: 98 Prozent) Rückhalt kommt, erreicht Steinbrück bei den SPD-Anhängern nur 78 Prozent (Vorwoche: 79 Prozent).

    TOP TEN: Alle leicht verschlechtert

    Inzwischen werden der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und der Fraktionsvorsitzende der Linken, Gregor Gysi, wieder zu den zehn wichtigsten Politikern in Deutschland gerechnet, während Thomas de Maizière und Philipp Rösler hier ausgeschieden sind. Weiterhin wird Bundeskanzlerin Angela Merkel am besten bewertet: Sie erreicht jetzt auf der Skala von +5 bis -5 einen Durchschnittswert von 2,2 (Sept. I: 2,4). Mit großem Abstand folgen Wolfgang Schäuble mit 1,3 (Sept. I: 1,4) und Frank-Walter Steinmeier mit 1,1 (Sept. I: 1,2). Peer Steinbrück erreicht jetzt 0,8 (Sept. I: 0,9). Danach folgen Ursula von der Leyen mit nur noch 0,5 (Sept. I: 0,8), Sigmar Gabriel mit 0,3, Horst Seehofer ebenfalls mit 0,3 (Sept. I: 0,4), Jürgen Trittin mit minus 0,1 (Sept. I: 0,1), Gregor Gysi mit minus 0,1 und Guido Westerwelle mit minus 0,3 (Sept. I: 0,0).

    Syrien-Konflikt: Mehrheit mit Arbeit der Bundesregierung zufrieden

    Dass die Bundesregierung ihre Sache im Syrien-Konflikt eher gut macht, sagen 62 Prozent aller Befragten, 27 Prozent meinen, sie mache das eher schlecht (weiß nicht: 11 Prozent). Naturgemäß sind die Anhänger der CDU/CSU (76 Prozent) und die der FDP (75 Prozent) mit der Arbeit der Regierung besonders häufig zufrieden. Aber auch bei den Anhängern der AfD (55 Prozent), der Grünen (53 Prozent) und der SPD (53 Prozent) finden jeweils Mehrheiten, dass die Bundesregierung ihre Arbeit im Konflikt eher gut macht. Lediglich die Anhänger der Linken sehen das mehrheitlich anders (eher gut: 37 Prozent; weiß nicht: 5 Prozent).

    Nachdem die Amerikaner und die Russen nun über eine Kontrolle der syrischen Chemiewaffenbestände verhandeln, glauben 51 Prozent, dass es im Syrien-Konflikt nicht zu einem militärischen Eingreifen der USA kommen wird, 44 Prozent rechnen damit.

    Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlendurchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 10. bis 12. September 2013 bei 1298 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.

    Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von 10 Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 44 Prozent, SPD: 26 Prozent, FDP: 5 Prozent, Linke: 6 Prozent, Grüne: 10 Prozent, AfD: 4 Prozent.

    Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Donnerstag, 19. September 2013.

    (Autor: ZDF Pressestelle, OBS/ZDF Politbarometer  /  Bildrechte, Fotograf und Quelle:  Politbarometer    ZDF / Forschungsgruppe Wahlen)

  • Mai 2012: Neue Technologien locken Oranje Vertreter – Niederländisches Königspaar bei Opel

    Rüsselsheim (ots) – Das Abschiedsgeschenk von Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann an König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande hätte passender kaum sein können: Am Ende des mehr als einstündigen Arbeitsbesuchs überreichte der CEO den Hoheiten das Modell eines handlackierten Opel Ampera – selbstverständlich in Orange, der Farbe des Königshauses Oranien.

     Bild mit Damen: Opel-Chef Karl-Thomas Neumann mit dem Königspaar, dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und dessen Gattin Ursula. Ganz rechts im Bild: die niederländische Handelsministerin Liliane Ploumen. "obs/Adam Opel AG"

    Bild mit Damen: Opel-Chef Karl-Thomas Neumann mit dem Königspaar, dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und dessen Gattin Ursula. Ganz rechts im Bild: die niederländische Handelsministerin Liliane Ploumen. „obs/Adam Opel AG“

    Die erst vor kurzem inthronisierten Majestäten hatten sich an der Spitze einer 120-köpfigen niederländischen Wirtschaftsdelegation auf den Weg nach Hessen gemacht. Nach einem festlichen Empfang durch die Landesregierung im Wiesbadener Kurhaus am Montag, stand tags darauf der Besuch am Opel-Firmensitz auf der Agenda.

    Dort präsentierte Chef-Designer Malcom Ward dem jungen Königspaar in Begleitung des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier sowie der Wirtschaftsminister beider Länder die streng geheimen Prototypen des neuen Opel Insignia (Weltpremiere auf der IAA im September) sowie weiterer zukünftiger Fahrzeuge. Dabei erläuterte Ward gemeinsam mit seinem aus Holland stammenden Kollegen Ivo van Hulten die dynamische Design-Sprache von Opel. Willem-Alexander gefiel der neue Opel Insignia außerordentlich gut, und der König wollte ganz genau wissen, wie sich ein Auto vom ersten Entwurf bis zum fertigen Design entwickelt.

    Souvenir: Opel-Vorstandschef Karl-Thomas Neumann überreicht König Willem-Alexander das handlackierte Modell eines Opel Ampera – in der Farbe des Königshauses Oranien. obs/Adam Opel AG

    Darüber hinaus gab es einen Rückblick in die lange Geschichte der Elektromobilität bei Opel, die schon 1965 mit dem Elektro-GT begann und bis zum heutigen Opel Ampera führt. Königin Máxima zeigte sich besonders von den 500 Kilometern Reichweite des Opel Viersitzers beeindruckt und berichtete: „Der Ampera gehört bei uns längst zum Straßenbild.“

    Anschließend informierten sich die Hoheiten bei Vertretern der Wirtschaftsdelegation und Automobilzulieferern über die Themen Green & Smart Mobility sowie Serious Gaming, wobei Internetspiele genutzt werden, um das Nutzerverhalten zu ergründen. Beide Fachgebiete wurden bereits seit Montag auf einer Technologie-Ausstellung im Opel-Forum von den niederländischen Spezialisten gemeinsam mit Opel-Ingenieuren erörtert.Die Rüsselsheimer Bevölkerung und die Opel-Mitarbeiter bereiteten dem niederländischen Königspaar am frühen Morgen einen begeisterten Empfang.
    Beste Atmosphäre: Das Königspaar freut sich über den Applaus der Opel-Mitarbeiter und die launige Begrüßungsrede von Opel-Chef Neumann. Quellenangabe: "obs/Adam Opel AG"
    Beste Atmosphäre: Das Königspaar freut sich über den Applaus der Opel-Mitarbeiter und die launige Begrüßungsrede von Opel-Chef Neumann. obs/Adam Opel AG

    Entlang des Friedrich-Lutzmann-Rings wurden jede Menge Fähnchen geschwenkt, am Eingang zum Adam Opel Haus standen ein orangefarbener Opel Cascada sowie ein 1978er Opel Diplomat mit niederländischer und deutscher Standarte Spalier. Die Begrüßungsrede hielt der Vorstandsvorsitzende Karl-Thomas Neumann. Mehr als hundert akkreditierte Journalisten und Kameraleute berichteten vom ersten Amtsbesuch der frisch gekrönten Majestäten bei Opel.

    Passende Berufe zum Thema Elektromobilität und Auto finden Sie auf Mentoring4u unter folgenden Stichworten:

    Elektroniker/in – Maschinen und Antriebstechnik – Beruf u. a. im Zeichen der Elektromobilität

    Kraftfahrzeugmechatroniker/in – in 4 Fachrichtungen

    Autodesigner/in

    Automobilkaufmann/-frau

    Fahrzeuginnenaustatter/in für die Bereiche Luft- und Raumfahrt, KfZ, Bahn und Boote

    Fahrzeuglackierer/in

    Wunscharbeitgeber auf der Automechanika

    (Autor: Ulrich Weber, Adam Opel AG  / Bilder:  obs/Adam Opel AG   / Fotograf: Jens Meyer /  Quelle: opel.comArchiv:  Mentoring4u.de)

  • Realer Benzinpreis ab Ostern tagesaktuell / ca. 60.000 Arbeitsplätze in der Mineralölindustrie

    Berlin (ots) – Der Realpreismast des UNITI Bundesverbandes mittelständischer Mineralölunternehmer leuchtet ab heute an der Glinkastrasse 25 in Berlin. Weithin sichtbar wird, dass der Kraftstoffpreis in Deutschland von einem exorbitanten Steuer- und Abgabenteil bestimmt wird.

    "Tankuhr ohne Steuern" in Berlin Quelle: "obs/Joerg Carstensen/UNITI"

    Mit der „Realpreisanzeige“ des Bundesverbandes wird darauf ab sofort täglich mit aktuellen Durchschnittspreisen ohne Steuern im Berliner Regierungsviertel hingewiesen.

    „
    Die Differenz zwischen dem Preis an der Tankstelle und dem Preis unserer Anzeige kommt in vollem Umfang dem Staat zugute„, betont Udo Weber, Vorstandsvorsitzender des UNITI Bundesverbandes und selbst Tankstellenunternehmer. „Der Staat profitiert immer durch die hohe Besteuerung von 65,45 Cent pro Liter Ottokraftstoff und 47,04 Cent pro Liter Diesel. Oben drauf kommt noch die Mehrwertsteuer als Doppelsteuer auf Produktpreis und Mineralölsteuer.„

    Die Tankstelle verdient im Schnitt einen Cent nach Steuern pro Liter verkauften Kraftstoff – der Staat bekommt vom gleichen Liter fast 92 Cent. Die Rekordsumme von 53,5 Milliarden Euro, die so in 2011 an den Fiskus ging, ist nicht gebunden und floss voll in den Haushalt ein. Rechnet man diese hohen Steuerbelastungen ab, liegt der Kraftstoffpreis in der Bundesrepublik im europäischen Vergleich im unteren Drittel. Deshalb mahnt Udo Weber die Politik, in allen Debatten zur Energiewende, die Mineralölindustrie zu beteiligen, um die Diskussion auf ein breiteres Fundament zu stellen.

    Zum Hintergrund: Die Summe von 53,5 Mrd. Euro kommt durch die Abgaben der Energiesteuer und – als Doppelbesteuerung – der Mehrwertsteuer auf die Energiesteuer und den Produktpreis zustande. Die  Mitgliedsfirmen des Bundesverbandes, die Vertreter mittelständischer Tankstellen, profitieren jedoch nicht von den durch die Steuern und Produktpreis zustande kommenden hohen Preisen – sie tragen lediglich das unternehmerische Risiko.

    Der Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen versorgt bundesweit mit rund 4.936 Straßentankstellen und über 70 Bundesautobahntankstellen 34 % aller Tankstellen in Deutschland. Mit 3.400 freien Tankstellen sind rund 66 Prozent der freien Tankstellen in Deutschland bei der UNITI organisiert. Die Mitgliedsfirmen der UNITI realisieren einen jährlichen Gesamtumsatz von 31 Milliarden Euro und beschäftigen etwa 60.000 Arbeitnehmer.

    (Autor: Tobias Bott, UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen  /  Fotograf und Bildrechte: Joerg Carstensen/UNITI)

  • Wiesbaden: Der Mittelstand rüstet gegen den Fachkräftemangel – Vertrauen, Zuverlässigkeit und Stabilität?

    Prof. Hans Helmut Schetter; Vizepräsident Wirtschaftsrat Deutschland: „Nur eine leistungsfähige Wirtschaft mit einer starken, wettbewerbsfähigen Arbeitnehmerschaft und nicht das Verteilen von Wohltaten garantiert einen leistungsfähigen Sozialstaat und einen starken Wirtschaftsstandort. Unternehmerischer Erfolg werde durch Management und Arbeitnehmerschaft gemeinsam getragen.“

    (v.l.n.r. George Wyrwoll; Sodexo, Razvan Vlasceanu Geschäftsführer Sodexo, Dr. Helmut Müller; Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden, Jürgen Menzel; Tengelmann Auditing Services, Prof. Hans Helmut Schetter; Vizepräsident Wirtschaftsrat Deutschland)


    Schetter beschrieb zum Thema „Erfolgreiche Personalführung durch Mitarbeitermotivation und –beteiligung“  weitere politische Handlungsfelder, die jetzt gemeinsam mit der Wirtschaft vorangetrieben werden müssten, auch um drohende Risse zwischen Management und Mitarbeitern zu schliessen.

    Bildungspolitik?
    Der Weg  beginne mit der Bildungspolitik. Aufgabe der Unternehmer sei es, durch Engagement in den Schulen Interesse für die Arbeitswelt und erfolgreiches Unternehmertum zu wecken. Der Wirtschaftsrat plädiere für ein begabungsgerechtes, gegliedertes Schulsystem mit sinnvoller Durchlässigkeit, für eine Stärkung der naturwissenschaftlichen und technischen Fächer („sie sind der Rohstoff unseres Landes“) und für ein Festhalten an der dualen Ausbildung, „dem international anerkannten deutschen Erfolgsmodell“.  Weiterhin sei eine gezielte Förderung unverzichtbar, um einen Schulabschluss und damit den Anschluss an den Arbeitsmarkt zu ermöglichen, auch unter Verbesserung der Integration.

    Wettbewerbsfaktor?
    Ein weiteres, wichtiges Ziel des Wirtschaftsrates sei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Eine moderne Firmenkultur, die zu familiärem Engagement von Männern und Frauen steht“, wird zum Wettbewerbsfaktor. Dazu zählten ebenfalls verstärkte Betreuungsangebote der Arbeitgeber und flexible Arbeitszeitmodelle bei gleichzeitiger Flexibilität der Arbeitnehmer. Schetter sprach sich für Wertzeitkonten aus, die in Zeiten hoher Auslastung des Betriebes angespart werden könnten, um sie später für Auszeiten, früheren Eintritt in den Ruhestand oder zur zusätzlichen Altersversorgung heranzuziehen.

    Lohnuntergrenzen?
    Zum Thema tarifliche Lohnuntergrenzen sagte Schetter, die wachsende Tendenz, Beschäftigte unterhalb von Branchen- bzw. Firmentarifverträgen zu bezahlen, sei nicht tolerierbar. Tarifpartner müssten ihrer Verantwortung gerecht werden und Lohnuntergrenzen in den Tarifverträgen regeln. „Es ist unbegreiflich, dass Gewerkschaften auf diese Möglichkeit verzichten oder die Regelung an den Gesetzgeber übertragen wollen“, so Schetter. „Dort, wo ,weiße Flecken’ in der Tariflandschaft sind, soll eine durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer paritätisch besetzte Tarifkommission eine allgemein verbindliche Lohnuntergrenze auf den Weg bringen“. Lohnfestlegungen durch den Gesetzgeber seien abzulehnen, da sie zum „Auktionsgegenstand eines jeden Wahlkampfes werden und damit massiv Arbeitsplätze gefährden.“


    Variable Vergütung?
    Weiterhin sprach sich der Wirtschaftsratsvize für variable Vergütungsbestandteile aus, die sich am Ertrag orientieren, „Unternehmerischer Erfolg und Vergütung müssen im Kontext stehen“.


    67. Lebensjahr?
    Zur Altersgrenze sagte Schetter, eine Anhebung des Renteneintrittsalters über das 67. Lebensjahr hinaus „kann kein Tabu sein.“ Wegweisend sei der Vorschlag  des Sachverständigenrates, den Rentenbeginn an die Lebenserwartung der Deutschen zu koppeln. In diesem Zusammenhang plädierte er für betriebliche Programme, die die Arbeitsleistung am Ende des Berufslebens und den Eintritt in die Rente flexibel gestalten lassen. Ebenso sprach sich Schetter für unbürokratisch handhabbare Hinzuverdienstmöglichkeiten für Rentner aus. Davon hätten beide Seiten etwas: Arbeitnehmer könnten ihre Rente aufbessern, Arbeitgeber hätten leichten Zugriff auf personelle Ressourcen für Vertretung und Abdeckung von Spitzenbedarf. „Wir brauchen nicht nur Einarbeitungsprogramme, sondern auch Ausarbeitungsprogramme.“


    Eigentum?
    Als einen wichtigen Baustein der privaten Altersvorsorge bezeichnete Schetter Wohneigentum. Auch hier forderte er unbürokratische Finanzierungsmodelle an der Schwelle des Generationenübergangs.

    Vorbilder?
    An die Unternehmerschaft  („Botschafter der Sozialen Marktwirtschaft“) appellierte Schetter, „Wirtschaft ist kein Selbstzweck, sondern hat den Menschen zu dienen. Unternehmerisches Handeln muss sich an den Werten unserer Gesellschaft messen lassen.“ Führungskräfte müssen in Betrieb und Gesellschaft als „Vorbild und Leistungsträger wahrgenommen und anerkannt zu werden“. Die Wirtschaft braucht Gesichter und muss dazu ihr mediales Vakuum verlassen.

    Wiesbadens Oberbürgermeister Dr. Helmut Müller hielt ein engagiertes Plädoyer für die Soziale Marktwirtschaft. „Vertrauen, Zuverlässigkeit und Stabilität – seit einiger Zeit entwickeln sich Wirtschaft und Gesellschaft gefährlich auseinander –  müssen wieder zusammengeführt werden“.  Dies habe vor allem auch im Sinne künftiger Generationen oberste Priorität.

    (Autor:  U. Jung  /  Vortrag: Erfolgreiche Personalführung durch Mitarbeitermotivation und –beteiligung am 28. Januar 2013 in Wiesbaden  /  Quelle: Wirtschaftsrat)

  • Ein Schildbürgerstreich? Keine Starts in 2013?

    Erst musste der zentral gelegene Flughafen Tempelhof geschlossen werden, Berliner Taxiunternehmen meldeten sich in Brandenburg an,  kleine Fluggesellschaften gaben ein lukratives Businessjetgeschäft für die große neue Welt in Schönefeld auf. Der Großflughafen Schönefeld sollte ja bald schon fertig gebaut sein. Na  ja, man plant und baut dort erst seit fast 20 Jahren. Nun stellt sich Berlin-Tegel wahrscheinlich auf eine Erweiterung und Neugeschäft ein.

    Menti Einweiser Comic

    Da kann es schon mal kleine Verzögerungen und Preisunterschiede geben. Hoffen wir mal, dass die Politik bei den wahrscheinlich wieder erhöhten Preisen die Umsatzsteuer nicht vergessen hat…wie in Hamburg geschehen. Siehe auch unseren Artikel zur Elbphilharmonie. In Berlin passiert das schon mal. Nun kommt allerdings Brandenburg dazu. Das scheint das ganze nicht zu vereinfachen.

    Jetzt ist es wieder einmal die Brandschutzanlage, die ja gerne für Verspätungen herhalten muss. Na wir wünschen auf jeden Fall viel Erfolg mit der  Stromversorgung der Brandschutzanlage. Ein Beruf, über den wir schon berichteten, der jetzt etwas verspätet in Schönefeld wahrscheinlich erst richtig ernst genommen wird: Fachkraft für Schutz und Sicherheit.

    Wir haben gehört, dass es geplante Shops in Schönefeld gibt, die noch nicht einmal über eigenen Strom verfügen und eigens mitgebrachte Generatoren bewachen lassen müssen. Können wir uns nicht vorstellen. Ist bestimmt eine Finte.

    Ein immenser Imageschaden für die Bundesrepublik Deutschland. Und die Reputation leidet.  Nicht genug, dass das zu Lasten der Arbeitnehmer der Region geht, nein auch international wird ein gutes Renomé verspielt. Große Aufregung, als vor den olympischen Spielen in Athen bekannt wurde, welche strukturellen Probleme vorlagen. Investoren aus aller Welt halten den Atem an und Investitionen in Berlin und der Umgebung zurück. So leicht kann man teure Wirtschaftsförderung verspielen!
    Ein Schelm, der denkt die Stadt Schilda läge bei Berlin.

    Wenn es nicht so traurig wäre, würden wir meinen, die Flughafenbaumeister nehmen keine Rücksicht auf eventuelle Jobs rund um den Flughafen. Wir möchten an dieser Stelle an einige Berufe rund um das Fluggeschäft erinnern. Bis es denn endlich soweit ist, können Sie ganz in Ruhe – an anderen Flughäfen – in die Lehre gehen. Vielleicht haben Sie nach Abschluss Ihrer Ausbildung, eine gute Chance in Schönefeld den richtigen und gut bezahlten Job zu finden.

    Technische Berufe bieten sich schon jetzt an. So können Sie vor Ort lernen, was man alles falsch machen kann. Getreu dem Wahlspruch „learning by doing“ . Die Hauptstadt und das Umland bieten eine interessante Freizeitgestaltung und gute Wohnmöglichkeiten. Große und feste feiert man außerdem am Brandenburger Tor.

    Luftverkehrskaufmann/frau
    Tourismuskaufmann/frau
    Flugdienstberater/in
    Fluglotse
    Berufsflugzeugführer/in
    Flugzeugeinweiser/in
    Bauzeichner/in
    Mechatroniker/in für Kältetechnik
    Anlagenmechaniker/Innen für Heizung- und Klimatechnik

    Kanalbauer/innen u. v. m.

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    (Autor: M. Weiss  /  Bildarchiv: A. Korkis  /  Quelle: de.wikipedia.org)